Geförderte Projekte: Vollförderung

learnISIS Konzept der ZWE ISIS für forschendes Lernen zu sensorischen Materialien

Interdisziplinäres Projekt aus vier verschiedenen Fachbereichen (FB1 Physik/Elektrotechnik, FB2 Biologie/Chemie, FB3 Mathematik/Informatik und FB4 Produktionstechnik), in dem  Studierende aus unterschiedlichen Studiengängen bereits im Studium – zum Teil bereits in der Bachelorphase – ein breites Spektrum wissenschaftlichen Arbeitens erproben können:  Sie erfahren interdisziplinäre Teamarbeit, präsentieren gemeinsam entwickelte Lösungskonzepte im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens, beteiligen sich  an einer „Ausschreibung“, werben damit um Forschungsförderung und führen eigene Forschungsarbeiten durch. Begleitet werden sie hierbei von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus einem „echten“ Forschungsprojekt, der Zentralen Wissenschaftliche Einrichtung ISIS (Integrated Solutions in Sensorial Structure Engineering). Die beteiligten Studiengänge haben ein spezielles Anrechnungsverfahren abgestimmt, damit die Forschungstätigkeit der Studierenden im jeweiligen Studiengang als äquivalent angerechnet werden kann.

Interdisziplinäres forschendes Lernen in den Bachelorstudiengängen Betriebswirtschaftslehre und Psychologie

Ausgewählte Bachelorstudierende der Psychologie (Fachbereich  11) und der Betriebswirtschaftslehre (Fachbereich 7) werden ab dem vierten Bachelorsemester systematisch an eine interdisziplinäre Zusammenarbeit im Rahmen eines gesonderten Studienprogramms herangeführt, um  dann abschließend in der Bachelorthesis Fragestellungen der Wirtschaftspsychologie  vertiefend zu erarbeiten. Höhepunkt des Projekts ist die Präsentation und Diskussion der Abschlussarbeiten in einer regionalen Konferenz, an der auch Vertreter/innen der Wirtschaft und anderer Organisationen sowie Verbände teilnehmen. Die Studierenden verbleiben dabei durchgehend in ihren jeweiligen Studiengängen, die erbrachten Leistungen werden angerechnet. Bereits Bachelorstudierende  lernen so über disziplinäre Grenzen hinaus zu denken und sich mit der Vorgehensweise einer „fremden“  Wissenschaftsdisziplin vertraut zu machen. Dabei werden sie in diesem Pilotprojekt intensiv begleitet und betreut. 

Forschendes Lernen in der Mathematik: Mehr Wissenschaftlichkeit im Bachelorstudium

Ziel dieses Projekts im Fachbereich 3 ist es, sechs wesentliche Kompetenzbereiche des Forschenden Lernens bei Mathematikstudierenden auszubauen: Wissensaneignung;  Erkenntnisgewinnung; Erkenntnisbegründung; Vernetzung, Einordnung und Bewertung von Erkenntnissen; Veröffentlichung von Erkenntnissen;  Reflektion. Die Studierenden  werden in diesen Kompetenzen durch ein vernetztes Angebot von Vorlesungen, Übungen, vertiefenden Begleitveranstaltungen inklusive einer studentischen Vortragsreihe und einer Unterstützung der Vor- und Nachbereitung von Vorlesungen durch Tutor/innen intensiv gefördert. Entscheidend für die Konzeption dieses Angebots ist das Prinzip FABEL, durch das vertiefte Weiterfragen und damit das weitere selbstständige Erkunden befördert werden soll. Die Studierenden arbeiten hierbei in Teams an Fragestellungen, die im Laufe des Semesters geklärt und am Ende der Veranstaltung in Gestalt mathematischer Vorträge vorgestellt, reflektiert, diskutiert und in größere Zusammenhänge eingeordnet werden. Die Lehrenden sowie die Tutor/innen werden für dieses Projekt in speziellen hochschuldidaktischen Schulungen vorbereitet, das Projekt wird laufend evaluiert.

Forschendes Lernen im Bachelor-Wahlpflichtfach „Festkörperphysik“

Physikstudierende im fünften  Bachelor-Semester erhalten die Chance, im Wahlpflichtfach (WPF) einen Zugang zur aktuellen Forschung in einem thematisch vorgegebenen Bereich zu erhalten. Sie arbeiten im WPF-Projektpraktika in einer Kleingruppe in allen Arbeitsphasen zusammen: Von der Planung, Entwicklung und Durchführung bis hin zur  Auswertung und Präsentation in Vortrag, ggf. Poster und Internet-Page. Masterstudierende im ersten oder dritten Semester, die als Hilfskräfte in den wissenschaftlichen Forschungsprojekten arbeiten, begleiten und leiten sie an. Entscheidend ist gegenüber bisherigen Versuchen, Forschendes Lernen in das Physikstudium zu implementieren, die durchgängige Orientierung auf tatsächliche Forschungsziele der involvierten Arbeitsgruppen. Über deren Arbeit werden die Studierenden informiert und hier leisten  sie einen Beitrag. In der Umkehr erbringen die Studierenden Input in die Forschungsziele einer oder mehrerer Arbeitsgruppen.