Modularisierung

Arbeitsbelastung und ECTS Punktevergabe

Modulverständnis

Ein Modul ist eine inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lehreinheit mit einem klar definierten Lernziel. In Modulen werden zusammenhängende Inhalte studiert und entsprechende Kompetenzen erworben.

Module sind qualitativ (Inhalte) und quantitativ (Kreditpunkte) beschreibbar und müssen bewertbar sein (Prüfung). Die Inhalte eines Moduls sind so zu bemessen, dass sie in der Regel innerhalb eines Semesters erworben werden können. In besonders begründeten Fällen kann sich ein Modul auch über mehrere Semester erstrecken. Sofern sich ein Modul über mehr als ein Semester erstreckt, sind die Auswirkungen auf die Studierbarkeit und Mobilität zu prüfen.

Inhalt

Das Modul muss den Vorgaben des Allgemeinen Teils der Prüfungsordnungen (jeweils Bachelor oder Master) der Universität Bremen entsprechen (Abschnitt 1, § 5). Die KMK-Strukturvorgaben und die Richtlinien des Akkreditierungsrates sind einzuhalten. Es muss eine klare Verantwortlichkeit für das Modul benannt sein; Modulverantwortliche sind in der Regel Hochschullehrer*innen oder erfahrene wissenschaftliche Mitarbeiter*innen. Grundsätzlich sollte bei jedem Modul eine klare Zuordnung zur Studienstufe (Bachelor oder Master) erfolgen. Zwingend ist eine Begründung erforderlich, wenn ein Bachelormodul auch im Master angeboten wird.

Umfang

In der Regel setzt sich ein Modul aus verschiedenen, thematisch oder methodisch, zusammenhängenden Lehrveranstaltungen (z.B. Vorlesungen, Übungen, Seminare, Praktika, E-Learning, etc.) zusammen. In Ausnahmefällen kann auch eine Lehrveranstaltung ein Modul bilden, wenn die Lehrveranstaltung durch weitere didaktische Elemente (z.B. E-Learning, Praktika) sinnvoll ergänzt wird. Der Arbeitsaufwand für das Modul wird in Kreditpunkten (CP) ausgewiesen. Die Modulgröße in Bachelor-Studiengängen kann 3-12 Kreditpunkte umfassen. Es wird empfohlen, nur in Ausnahmefällen 3 CP Module zu bilden, um die Anzahl der Modulprüfungen und die damit verbundene Prüfungsbelastung für Studierende und Lehrende im Rahmen zu halten.

Prüfungen

Module schließen in der Regel mit einer auf das übergreifende Verständnisziel des jeweiligen Moduls ausgerichteten Prüfung ab. Die Prüfung eines Moduls muss so gestaltet sein, dass die Erreichung der Lernergebnisse beurteilt werden kann – Ziel ist das kompetenzorientierte Prüfen.

Mehrere Prüfungen pro Modul sind im Ausnahmefall möglich, unter Wahrung der Grundsätze kompetenzorientierten Prüfens und wenn damit das Ziel einer angemessenen Prüfungsbelastung eingehalten wird. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Modulprüfung erhalten die Studierenden die entsprechende Anzahl von Kreditpunkten (ECTS).

ECTS

Das European Credit Transfer System (ECTS) wurde 1989 im Rahmen des ERASMUS Programms eingeführt. Es ist das einzige Kreditpunkte-System, das mit Erfolg getestet wurde und in ganz Europa verwendet wird. Ursprünglich wurde es für die Anerkennung und Übertragung von Studienleistungen, die während eines Auslandsaufenthaltes erworben wurden, eingerichtet. Durch die erleichterte Anerkennung soll das System die Qualität und den Umfang der Studierendenmobilität in Europa verbessern. Seit einiger Zeit wird das ECT-System zu einem Akkumulierungssystem weiterentwickelt, das auf institutioneller, regionaler, nationaler und europäischer Ebene realisiert werden soll.

Zentrale Elemente von ECTS sind

Den aktuellen ECTS Leitfaden der EU-Kommission finden Sie im QM-Portal.