17.03.2017
Autor/in: Meike Mossig
Mitteilung Nr.: 2017020

DFG-Graduiertenkolleg Pi³ ist offiziell gestartet

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Dieses englischprachige Video erläutert das Graduiertenkolleg

Mathematik ist eine universelle Sprache. Sie ist wie keine andere Wissenschaft geeignet, komplexe Fragestellungen handhabbar zu machen, indem sie sie auf das Wesentliche reduziert. Zahlreiche Probleme der Natur-, Lebens- und Ingenieurwissenschaften sowie aus industriellen und wirtschaftlichen Anwendungen führen auf einer abstrakten Ebene zu verwandten Modellen. An der Universität Bremen ist jetzt mit einer Eröffnungsveranstaltung offiziell das neue internationale Graduiertenkolleg  „Parameter Identification: Analysis, Algorithms, Appliciations (Pi³) am Zentrum für Technomathematik (ZeTeM) gestartet. Die Leitung hat Professor Peter Maaß. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hatte es im Mai 2016 genehmigt und fördert es 4,5 Jahre mit rund 4 Millionen Euro.

Promovierende entwickeln neue Verfahren für Forschung und Industrie

In dem DFG-Graduiertenkolleg werden zurzeit 21 internationale Promovierende für den akademischen und nicht-akademischen Arbeitsmarkt ausgebildet. Die mathematisch-fachliche Qualifizierung und die Förderung wissenschaftlicher Selbstständigkeit sind die Leitmotive. Die im Graduiertenkolleg neu entwickelten Verfahren sollen exemplarisch zur Optimierung von Vergasersystemen im Automobilbau, zur Analyse von Stoffwechselstrukturen aus massenspektrometrischen Daten und zur optischen Analyse von Faserstrukturen eingesetzt werden. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre werden die Doktorandinnen und Doktoranden der ersten Kohorte des Graduiertenkollegs ihre Promotion abschließen.

Die Forschungen des Graduiertenkollegs Pi³

Der Forschungsschwerpunkt von Pi³ ist die Bestimmung von Parametern in unterschiedlichen mathematischen Teildisziplinen sowie verschiedenen industriellen Anwendungen. In dem Kolleg Pi³ sind dabei Modelle von Interesse, die nicht vollständig bekannt sind, sondern erst über eine Parameteridentifikation aus gemessenen oder anderweitig bestimmten Daten vervollständigt werden müssen. „Die Eigenschaften dieser Modelle machen die Bestimmung der gesuchten Parameter zu einer Herausforderung und erfordern ausgeklügelte interdisziplinäre Herangehensweisen“, sagt der Leiter des Kollegs, Professor Peter Maaß.

Das Zentrum für Technomathematik (ZeTeM)

Das Zentrum für Technomathematik  (ZeTeM) ist ein mathematisches Forschungszentrum mit einem Schwerpunkt auf Anwendungen in Ingenieur- und Lebenswissenschaften. Mit modernen Methoden der angewandten Mathematik wird der gesamte Prozess der Problemlösung übernommen – von Modellierung, mathematischer Analyse bis zur Entwicklung von Software und Simulationen. Kooperationsprojekte mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft sind am ZeTeM stark in die Forschung und in die Ausbildung der Studenten eingebunden.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Mathematik / Informatik
Zentrum für Technomathematik (ZeTeM)
Prof. Dr. Peter Maaß
Tel.: +49 421-218 63801
E-Mail: pmaassnoSpam@math.uni-bremen.de