10.11.2017
Autor/in: Karla Götz
Mitteilung Nr.: 2017080

Neue Wege: Wie die Universität Bremen auf junge Talente zugeht

Preis in der Biologie: (von links) Gizem Vural, Selda Güdük und Gizem Görme vom Schulzentrum Walle mit ihrem Kinderbuch zur Krankheit Chorea Huntington

Zum ersten Mal hat die Universität Bremen in Zusammenarbeit mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung einen MINT-Schülerwettbewerb ausgelobt. Mehr als 30 Teams aus gymnasialen Oberstufen in Bremen haben ihre Projektarbeiten in den Fächern Biologie, Chemie, Physik und Mathematik eingereicht. Eine Jury aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität bewertete sie. Jetzt wurden in einer feierlichen Veranstaltung in der Rotunde des Cartesiums die attraktiven Dr. Hans Riegel-Fachpreise verliehen.

Noch freie Kapazitäten

„Wir sind vehement daran interessiert, wissenschaftlichen Nachwuchs für die Forschung zu gewinnen“, sagte Professor Thomas Hoffmeister, Konrektor für Lehre und Studium. Besonders in den MINT-Disziplinen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) gebe es noch freie Kapazitäten an der Universität Bremen. „Wir könnten also mehr interessierte Studierwillige aufnehmen.“ In der Universität sei die Freude groß, dass „uns durch die Dr. Hans Riegel-Stiftung die Möglichkeit gegeben wird, schon früh auf junge Talente zugehen zu können“.

Oberstufen aus der ganzen Stadt

Die preisgekrönten Teams kamen aus der ganzen Stadt: Aus dem Alten Gymnasium, dem Kippenberg-Gymnasium, dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, dem Gymnasium an der Hamburger Straße, dem Schulzentrum Walle und den Oberschulen Findorff und Ronzelenstraße. Die Themen der Projektarbeiten waren höchst anspruchsvoll, was die Jury auch unterstrich. Sie reichten von der Atmosphärenphysik über die Fraktale Geometrie in der Natur bis hin zur Frage: „Kann Bambus Stahl in Baugerüsten ersetzen?“

Sonderpreis für interdisziplinäres Thema

So haben drei Schülerinnen aus dem Schulzentrum Walle ein berührendes Kinderbuch zu der Krankheit Chorea Huntington geschrieben und illustriert und ihre persönliche Betroffenheit mit biologischer Genauigkeit verbunden. Einen Sonderpreis vergab die Jury für die interdisziplinäre „Analyse der statistisch auffälligen Krebsneuerkrankungsrate im Landkreis Rotenburg (Wümme) unter Bezugnahme auf den möglichen gesundheitlichen Risikofaktor Erdgasförderung“ an das Team aus dem Hermann-Böse-Gymnasium.

Lob für Teamarbeit

Professorin Ingeborg Henzler, Vorstandsmitglied der Stiftung, hob in ihrer Rede hervor, sie habe noch bei keiner Verleihung so viele weibliche Preisträgerinnen erlebt. Auch das Zusammenarbeiten in Teams sei hier in Bremen einmalig.