Zulassungsverfahren

Zulassung zum grundständigen Studium (Bachelor, Erste juristische Prüfung)

Grundsätzlich wird im Immatrikulationsverfahren unterschieden zwischen zulassungsfreien Fächern und zulassungsbeschränkten Fächern. Zulassungsbeschränkte Fächer sind in der Datenbank Studium und in der Broschüre "Studieren an der Universität Bremen" [PDF] (3.5 MB) gekennzeichnet. Sofern studiengangsspezifische Voraussetzungen für Ihren Studiengang bestehen, müssen Sie diese bei Ihrer Immatrikulation erfüllen. Dies gilt unabhängig davon, ob Ihr Studiengang zulassungsfrei oder zulassungsbeschränkt ist. D.h. erfüllen Sie solche Voraussetzungen nicht fristgemäß, erhalten Sie keinen Studienplatz.

Bei einer Bewerbung für ein Bachelor-Studium mit zwei bzw. drei Fächern werden Sie nur dann zum Studium zugelassen, wenn Sie in allen Studienfächern einen Studienplatz erhalten. Eine Ablehnung in einem Fach führt zur Ablehnung Ihres gesamten Studienwunsches, eine Einschreibung in einem Teil-Studiengang ist nicht möglich

Schon mal studiert zu haben, heißt nicht, dass Sie in dem gewünschten Studiengang automatisch fortgeschritten sind. Wer in einem Studiengang bereits mindestens ein Semester eingeschrieben war oder anrechenbare Leistungen aus einem anderen Studium mitbringt, kann sich als Fortgeschrittener bewerben. Bitte schauen Sie unter Hochschul- und Fachwechsel nach.

Zulassungsfreie und Zulassungsbeschränkte Studiengänge

Zulassungsfreie Fächer

Bei nicht-zulassungsbeschränkten („freien“) Studienfächern gibt es genügend Studienplätze für alle Bewerber. Wer bis Ablauf der Fristen einen Antrag mit allen geforderten Nachweisen einreicht, hat einen Studienplatz sicher.

Zulassungsbeschränkte Fächer

Bei zulassungsbeschränkten Fächern (kurz: Z-Fächer) stehen nur begrenzt Studienplätze zur Verfügung. Bei Z-Fächern werden 80% der Studienplätze aufgrund der durchschnittlichen oder gewichteten Abiturnote vergeben. (Ausgenommen davon sind die Studienplätze, die nach Sonderquoten vergeben werden). Es werden aus der nach Noten sortierten Bewerberliste so viele zugelassen, wie Studienplätze zur Verfügung stehen. Die Note des/der letzten Zugelassenen ist der „NC“ des jeweiligen Verfahrens. Der NC ist also kein fester Wert, sondern ergibt sich in jedem Jahr neu aus der Bewerberlage und die Anzahl der Studienplätze, die vergeben werden können.

20% der Plätze werden nach Wartezeit vergeben. Als Wartezeit gilt der Zeitraum nach dem Abitur, in dem nicht in Deutschland studiert wurde: Bsp. Bewerber geht nach dem Abitur für ein Jahr als Aupair ins Ausland oder macht eine dreijährige Ausbildung: Das ergibt 2 bzw. 6 Wartezeitsemester.

Bewerber mit den besten Durchschnittsnoten bzw. längsten Wartezeiten bekommen einen Studienplatz. Bewerber, die mehr als 8 Wartezeitsemester haben, werden per Zufallsprinzip in eine Reihenfolge gebracht. Wartezeiten werden unabhängig davon, ob man sich tatsächlich um einen Studienplatz beworben hat, angesammelt. Wartezeiten und Durchschnittsnoten werden NICHT miteinander verrechnet.

Alle Studienplätze der Universität Bremen werden über das Dialogorientierte Serviceverfahren DoSV vergeben.

Wie hoch ist der NC?

Numerus Clausus NC bietet eine gute Orientierung, weil alle wussten: dies ist die Note bzw. Wartezeit, bis zu dem es in den letzten Jahr Zulassungen gab.

Bevorzugte Auswahl

Wenn Sie einen Dienst geleistet haben...

besteht ein Zulassungsanspruch, wenn

  • Sie zu Beginn oder während eines Dienstes für diesen Studiengang zugelassen worden sind oder
  • wenn zu Beginn oder während eines Dienstes für diesen Studiengang keine Zulassungsbeschränkung (NC) festgesetzt war.

Was gilt als "Dienst"?

  • ein freiwilliger Wehrdienst, ein Wehrdienst bis zur Dauer von drei Jahren,
  • ein Zivildienst sowie Dienste im Ausland gemäß § 14 b Zivildienstgesetz (ZDG),
  • ein freiwilliges soziales Jahr,
  • ein freiwilliges ökologisches Jahr,
  • ein europäischer Freiwilligendienst,
  • ein Internationaler Jugendfreiwilligendienst,
  • ein Bundesfreiwilligendienst oder
  • die Förderprogramme Weltwärts und Kulturweit von jeweils mindestens sechsmonatiger Dauer,
  • ein mindestens zweijähriger Dienst als Entwicklungshelfer,
  • eine Betreuung oder Pflege eines leiblichen/adoptierten Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen bis zur Dauer von drei Jahren.

Was heißt das für Ihre Bewerbung?

Der Anspruch auf bevorzugte Zulassung muss online abgeschickt und postalisch mit den entsprechenden Nachweisen bis zum 15. Juli an das Sekretariat für Studierende gesandt werden. Der Antrag auf bevorzugte Zulassung kann nur berücksichtigt werden, wenn dieser spätestens zum zweiten Vergabeverfahren nach Ableistung des Dienstes gestellt wird.

Zweitstudium

Als "Zweitstudienbewerber" werden Bewerberinnen und Bewerber mit abgeschlossenem Hochschulstudium bezeichnet, die ein neues grundständiges Studium (Bachelor oder Erstes juristisches Staatsexamen) aufnehmen möchten. Wechseln Sie den Studiengang - bzw. den Hochschulort, ohne dass Sie das vorherige Studium abgeschlossen haben, spricht man vom Fach- bzw. Orts-/Hochschulwechsel. Studieren Sie zwei Studiengänge parallel, spricht man vom Doppelstudium.

An der Universität Bremen werden Zweitstudienbewerberinnen und Zweitstudienbewerber mit abgeschlossenem Hochschulstudium genauso behandelt wie Bewerber/innen für ein Erststudium. Bei zulassungsbeschränkten Fächern geht auf Anfrage die Note des Erststudiums in das Vergabeverfahren ein, sofern sie besser als der Abiturnotendurchschnitt ist. Für die Bewerbung an der Universität Bremen gibt es keine besonderen Quoten oder Verfahrensweisen für Bewerber/innen mit abgeschlossenem Hochschulstudium.

55 Jahre oder älter?

Wenn Sie bei Bewerbungsschluss das 55. Lebensjahr vollendet haben und sich auf ein zulassungsbeschränktes Fach bewerben, werden Sie nur am Vergabeverfahren beteiligt, wenn für das Studium - unter Berücksichtigung der persönlichen Situation - schwerwiegende wissenschaftliche oder berufliche Gründe sprechen. Eine formlose schriftliche Begründung ggf. mit Nachweisen ist mit dem Antrag einzureichen. In jedem Fall würde - gemäß Studienkontengesetz - Ihr Studium gebührenpflichtig (zusätzlich zum Semesterbeitrag € 500,- pro Semester).

Zulassung zum Masterstudium

Das Masterstudium stellt ein neues/zweites Studium dar. Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen sind deshalb Studienanfängerinnen oder -anfänger im Masterstudium und nicht „Fortgeschrittene“. Für ein Masterstudium ist ein erfolgreicher Studienabschluss auf Bachelor-Niveau unverzichtbar. Da zum Ablauf der Bewerbungsfrist die Bachelorstudierenden des 6. Semesters noch keinen Abschluss haben, reicht für die Bewerbung an der Universität Bremen i.d.R. der Nachweis von 150 Credit Points. Im Fall einer Zulassung muss der erfolgreiche Abschluss des Bachelorstudiums bis zum Ende der zweiten Vorlesungswoche nachgewiesen werden, sonst kann keine Immatrikulation erfolgen.

Bei der Auswahl für Masterstudiengänge werden z.B. die Note des Bachelorzeugnisses, ein Motivationsschreiben oder die fachliche Nähe zum Inhalt des Masterstudiums bei der Studienplatzvergabe berücksichtigt. Wartezeiten spielen keine Rolle. Welche Kriterien jeweils eine Rolle bei der Auswahl spielen, können Sie den jeweiligen Zulassungs-/und Aufnahmeordnungen für die Masterprogramme entnehmen. Einen schnellen Überblick über Bewerbungsfristen und die jeweiligen Aufnahmeordnungen finden Sie im Master-Portal der Universität Bremen.