Lehrveranstaltungen SoSe 2017

Geschichte, B.A./ Mag./ LA

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

Anmeldeinformationen

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
Anmeldefristen für die Veranstaltungen

Arbeitsvorhaben

BA-Studiengänge und MA Geschichte:
Teilnahmebegrenzungen in Lehrveranstaltungen & Neuerungen im Anmeldeverfahren

Die Studienkommission Geschichte hat für die Lehrveranstaltungen folgende Teilnahmebegrenzungen beschlossen, denen das Dekanat des Fachbereichs 8 zugestimmt hat:

• Proseminare: 30 Teilnehmer_innen
• sonstige Seminare und Kurse: 35 Teilnehmer_innen
• fachdidaktische Veranstaltungen: 30 Teilnehmer_innen

Vorlesungen haben keine Teilnahmebegrenzung. Bei Veranstaltungen im Rahmen der fachergänzenden Studien („General Studies“) sowie bei Exkursionen können Lehrende sachlich nachvollziehbare Teilnahmebegrenzungen vornehmen.

Generell gilt:
• Mit der Anmeldung zur jeweiligen Lehrveranstaltung bei Stud.IP ist kein Anspruch auf einen Platz in der jeweiligen Lehrveranstaltung verbunden
• Das bisherige zweistufige Anmeldeverfahren mit Anmeldefristen und Wartelisten entfällt, da die hierfür erforderlichen technischen Voraussetzungen aufgrund der uniweiten Vereinheitlichung des Stud.IP-Anmeldeverfahrens nicht mehr gegeben sind.
• Wichtig ist die Anwesenheit in der ersten Sitzung der jeweiligen Veranstaltung. Sollten in der ersten Sitzung mehr Studierende anwesend sein als Plätze zur Verfügung stehen, obliegt es den Lehrenden, die Teilnehmerzahl zu begrenzen.
• Um das Problem der Überfüllung zu lösen, wird zunächst ein freiwilliger Wechsel von Studierenden in eine andere Veranstaltung angestrebt.
• Des Weiteren können Studierende, für die diese Veranstaltung keine Pflicht- bzw. Wahlpflichtveranstaltung ist, ausgeschlossen werden.
• Sollte dies nicht ausreichen, dann kann die/der Lehrende per Losverfahren Teilnehmer_innen ausschließen, die dann eine nicht überfüllte Alternativveranstaltung aufsuchen müssen.
• Bei der Entscheidung über den Ausschluss einer Teilnehmerin/eines Teilnehmers aufgrund von Überfüllung sollten soziale Härten vermieden werden.
• Studierende können selbstorganisiert Teilnahmeberechtigungen zwischen alternativen Veranstaltungsangeboten tauschen, müssen dies allerdings den jeweils Lehrenden schriftlich darlegen.
• Den Lehrenden steht es frei, auf eine Teilnahmebegrenzung zu verzichten. Unter versicherungsrechtlichen Aspekten ist jedoch eine Einhaltung der Teilnahmebegrenzung sinnvoll.
Das klingt alles komplizierter, als es dann sein wird – zumal eine solche Regelung vermutlich nur in Ausnahmefällen zum Zuge kommen muss. Wenn sie aber eingesetzt wird, dann im Sinne einer didaktisch und sowohl lehr- als auch lernatmosphärisch notwendigen Qualitätssicherung.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

N. N.

Tutorien - Workshops

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-T-1 Tutorien-Workshop

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 B2335a
Joseph Kretzschmar
Gerrit Brüning, B.A.
Philipp Mangels
Natalia Wollny
Arne Cordes
Inga Lange

Modul 08-28-HIS 1.2: Einführung in das Studium der Geschichte (Profilfach, Komplementärfach, Lehramt)

(Pflichtmodul "HIS 1" / PF, KF, LA / ECTS: 3)
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M1-1 Grundlagen historischen Arbeitens
The Principles of Doing History

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Mo 16:00 - 20:00 SFG 2010 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 17.05.17 12:00 - 16:00 Extern: Staatsarchiv
Mo 29.05.17 16:00 - 20:00 SFG 0150

Dieser Kurs dient zur Einführung in die praktischen Anforderungen des Geschichtsstudiums. Im Laufe des Semesters werden wir zum einen theoretische und konzeptionelle Überlegungen zur Geschichtswissenschaft erörtern und zum anderen verschiedene wissenschaftliche Arbeitstechniken besprechen und einüben. Dazu gehören Fertigkeiten zum Verfassen einer Hausarbeit wie Literaturrecherche, das Entwickeln einer historischen Fragestellung und Quellenkritik genauso wie ein Besuch im Staatsarchiv und in der Universitätsbibliothek.

Sarah Lemmen
08-28-M1-2 Grundlagen historischen Arbeitens
The Principles of Doing History

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Mi 14:00 - 18:00 OEG 3790 GW2 B2900 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 28.06.17 14:00 - 18:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)

Der Kurs schließt an die Einführungsvorlesung aus dem Wintersemester an und hat zum Ziel, Sie in praktischen Übungen mit den Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut zu machen. Dazu gehören sämtliche Fertigkeiten, die zur Recherche und zum Schreiben einer Hausarbeit gehören: Literatursuche, Titelaufnahme, Formulierung einer Fragestellung, Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit, aber auch ein Besuch im Staatsarchiv Bremen.

Prof. Dr. Susanne Schattenberg

Modul 08-28-HIS 2: Einführung in die Alte Geschichte:

Konstantinische und Theodosianische Dynastie [The Constantinian and Theodosian Dynasties]

(Pflichtmodul "HIS 2-4" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 9)
(Wahlpflichtmodul "HIS 2-4" / ISSU / ECTS: 9)

Das Modul besteht aus der Vorlesung in Verbindung mit einem Proseminar.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M2-1 Geschichte des Römischen Reiches von der Konstantinischen bis zur Theodosianischen Dynastie
The Constantinian and Theodosian Dynasties

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 08:00 - 10:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So. (2 SWS)

Die etwa anderthalb Jahrhunderte von der Herrschaft Konstantins (306-337) bis zum Tode Theodosius' II 450 sind davon geprägt, dass das Kaisertum sich erst für das Christentum öffnet und diese Religion dann zunehmend in die Struktur der Herrschaft integriert. Zum anderen gelingt es immer weniger, die Einheit des Reiches zu erhalten. Insbesondere in Konstantinopel entsteht ein zweites wichtiges Zentrum. Die Vorlesung soll die neuere Forschung zu diesen Themen exemplarisch vorstellen und so in die althistorische Arbeit einführen.
In the one and a half centuries from the Constantinian to the Theodosian dynasty, Roman imperial rule first opened itself to Christianity, and then gradually integrated it into the structure of government. At the same time, maintaining the unity of the empire became increasingly difficult. Constantinople in particular emerges as a second imperial center. As an introduction into the study of ancient history, the lecture will present, in an exemplary manner, recent research on these topics.

Prof. Dr. Tassilo Schmitt
08-28-M2-2 Synesios von Kyrene am Kaiserhof
Synesius of Cyrene visiting the Imperial Court

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 GW2 B1170 (2 SWS)

Synesios, der aus einer aristokratischen Familie der griechischen Stadt Kyrene in Nordafrika stammt, reist am Ende des vierten Jahrhunderts an den Kaiserhof in Konstantinopel. Er kämpft dort für Lösungen dringender Probleme seiner Heimat, verfolgt aber ebenso persönliche Interessen. Seine in diesem Zusammenhang entstanden Schriften und seine Erinnerungen an den Aufenthalt dienen als Quellen für zahlreiche ereignis-, verwaltungs-, militär-, wirtschafts- und kulturhistorische Themen.

Born into an aristocratic family in the Greek city of Cyrene in North Africa, Synesius visited the imperial court at Constantinople at the end of the fourth century. There he pushed for solutions regarding pressing issues at home, but also pursued his personal interests. His writings, both the ones written at Constantinople and those written in retrospect, are important sources for the administrative, military, economic and cultural history of this period as well as the history of events.

Prof. Dr. Tassilo Schmitt
08-28-M2-3 Von Rom nach Konstantinopel. Antike Geschichte im Spiegel ihrer Städte
From Rome to Canstantinople. urban History in Late Antiquity

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 FVG M2010 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 15.06.17 08:00 - 10:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
Carmen Hammer
08-28-M2-4 Konstantin der Große
Constantine the Great

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 GW2 B1170 (2 SWS)
Benedikt Eckhardt
08-28-M2-T1 Tutorium 1

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 GW1 B2070 - gesperrt (2 SWS)

Die Veranstaltung findet an folgenden Terminen statt:
24.04.2017
08.05.2017
22.05.2017
12.06.2017
26.06.2017
03.07.2017

Prof. Dr. Tassilo Schmitt
08-28-M2-T2 Tutorium 2

Tutorium

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GW2 B1170 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 06.07.17 14:00 - 16:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)

Die Veranstaltung findet an folgenden Terminen statt:
27.04.2017
11.05.2017
01.06.2017
08.06.2017
29.06.2017
06.07.2017

Prof. Dr. Tassilo Schmitt

Modul 08-28-HIS 3: Einführung in die Mittelalterliche Geschichte:

Leben im Mittelalter

(Pflichtmodul "HIS 2-4" / BFH, BFN, GyH, GyN, FBW / ECTS: 9)
(Pflichtmodul "HIS 2-4" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 9)
(Wahlpflichtmodul "HIS 2-4" / ISSU / ECTS: 9)

Das Modul besteht aus der Vorlesung in Verbindung mit einem Proseminar.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M3-1 Das Mittelalter in 14 Wochen
14 weeks in the Middle Ages

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 1040 (2 SWS)

Die Vorlesung „Das Mittelalter in 14 Wochen“ wird keine Aneinanderreihung von Chronologien und Anekdoten werden, sondern wird die „Mittelalter“ genannte Epoche der Europäischen Geschichte in verschiedenen Schwerpunktthemen untersuchen, um ihre Eigentümlichkeiten, Kontinuitäten und Brüche der Entwicklung oder auch ihre Fremdheit zu untersuchen. Dabei wird die Vorlesung nicht in der traditionellen Form von 90min einseitiger Berieselung stattfinden, sondern wird im Wechsel von Grundlagen- und Überblicksinformationen und gemeinsamer Quellenarbeit durchgeführt. Zu jedem Thema wird es ein Quellenpapier und eine Bibliographie geben, die Grundlage der jeweiligen Sitzung sein wird und die Möglichkeit zu eigenen weiteren Beschäftigung bieten soll.

Zur einführenden Lektüre bieten sich etliche Einführungen an, als pointierte und kurze Vorbereitung ist Franz Rexroth: Deutsche Geschichte im Mittelalter, München2005 u.ö. besonders empfehlenswert.

Dr. Jan Ulrich Büttner
08-28-M3-1-T Tutorien zur Mittelalterlichen Geschichte

Tutorium

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 SuUB 3160
Joseph Kretzschmar
Philipp Mangels
08-28-M3-2 Heilige und Kleriker im Mittelalter
Saints and Clerics in the Middle Ages

Proseminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:00 - 10:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So. (2 SWS)

„Ob Spiegel, Objekt oder ‚das Andere‘, stets war die Benennung der Frau bezogen auf das Subjekt Mann, ohne daß nach der Art dieser Subjektsetzung gefragt wurde“, wie Birgit Studt noch 2003 formuliert hat. Das Ziel des Proseminars ist es, mittelalterliche Konstruktionen von Körper- und Geschlecht männlicher Kleriker und Heiliger unter der Berücksichtigung aktueller Forschungen herauszuarbeiten. Im Mittelpunkt jeder Sitzung werden die intensive Auseinandersetzung mit Quellenauszügen aus der Zeit von 500 bis 1500 sowie die Vermittlung propädeutischer Inhalte stehen. Die Studierenden sollen insbesondere die Ansätze der Körpergeschichte, Diskursgeschichte und der gender history als Geschichte der Männlichkeiten kennenlernen.

Literatur:
STUDT, Birgit: Helden und Heilige. Männlichkeitsentwürfe im frühen und hohen Mittelalter, in: Historische Zeitschrift 276 (2003), S. 1-36;
MARTSCHUKAT, Jürgen / STIEGLITZ, Olaf: Geschichte der Männlichkeiten, Frankfurt a.M., New York NY 2008;
LANDWEHR, Achim: Historische Diskursanalyse, Frankfurt a.M., New York NY 2008;
LORENZ, Maren: Leibhaftige Vergangenheit. Einführung in die Körpergeschichte, Tübingen 2000;
GOETZ, Hans-Werner: Proseminar Geschichte: Mittelalter, 4. aktualisierte und erweiterte Auflage, Stuttgart 2014.

Benjamin Weidemann
08-28-M3-3 Skandinavien im mittelalterlichen Europa
Scandinavia in Medieval Europe

Proseminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 SFG 1020 (2 SWS)

Wurde der mittelalterliche Norden in früh- und hochmittelalterlichen Betrachtungen noch unter dem Eindruck der Wikingerzüge und mythischer Überformung als ‚barbarischer‘ fremder Raum beschrieben, bildeten die skandinavischen Länder ab dem 13. Jahrhundert den peripheren, aber integrierten Rand des mittelalterlichen Europas. Sie waren nun Teil eines durch Königsherrschaft und religiöse wie administrative Einbindung in die päpstliche Kirche strukturierten Ordnungsgefüges, das der norwegische Historiker Sverre Bagge unter den Schlagworten „Kreuz und Zepter“ zusammengefasst hat. Diese ‚Integration‘ stand am Ende eines langwierigen Prozesses, der keineswegs einheitlich oder geradlinig erfolgt war. So verlief die dänische Geschichte beispielsweise schon früh in ‚europäischen Bahnen‘, während Island bis in die 1260er eine königslose Gesellschaft blieb und es für Schweden durch eine späte Christianisierung noch bis ins 13. Jahrhundert an Schriftquellen mangelt.
In diesem Seminar sollen schlaglichtartig am Beispiel der skandinavischen Länder charakteristische gesamteuropäische Entwicklungen, aber auch nordeuropäische Eigenheiten dieser Prozess betrachtet werden. Neben der Christianisierung soll dabei besonders die in der skandinavischen Forschung lange Zeit proklamierte ‚Staatlichkeit‘ der skandinavischen Königtümer genauer untersucht werden.
Da besonders das hochmittelalterliche Skandinavien bislang selten in der deutschsprachigen Forschung thematisiert worden ist, setzt das Seminar die Bereitschaft voraus, sich auch mit englischsprachiger Forschungsliteratur auseinanderzusetzen. Zur Vertiefung, aber nicht verpflichtend, bietet sich außerdem der Quellenlektürekurs „Skandinavien in mittelalterlichen Quellen“ an.

Christian Manger
08-28-T-1 Tutorien-Workshop

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 B2335a
Joseph Kretzschmar
Gerrit Brüning, B.A.
Philipp Mangels
Natalia Wollny
Arne Cordes
Inga Lange

Modul 08-28-HIS 4/5: Einführung in die Neuere und Neueste Geschichte:

Unter dem Roten Stern. Die Sowjetunion und Ostmitteleuropa 1917-1953 [Under the Red Star. The Soviet Union and East Central Europa 1917-1953].

(Pflichtmodul "HIS 2-4" / BFH, BFN, GyH, GyN, FBW / ECTS: 9)
(Pflichtmodul "HIS 2-4" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 9)
(Wahlpflichtmodul "HIS 2-4" / ISSU / ECTS: 9)

Das Modul besteht aus der Vorlesung in Verbindung mit einem Proseminar.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M4/5-4 Zwischen Utopie und Terror. Die Sowjetunion 1917-1953
Between Utopia and Terror. The Soviet Union 1917-1953)

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum) (2 SWS)

Dies Jahr jährt sich zum hundertsten Mal das Revolutionsjahr 1917: Februarrevolution, Oktoberrevolution und der anschließende Bürgerkrieg, in dem die Bolschewiki die Macht errangen. Wie sind die Ereignisse und Entwicklungen hundert Jahre danach zu bewerten? Was war die Sowjetunion? Ein Aufbruch zu Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit? Ein Laboratorium oder radikales Experiment der Moderne? Die blutige Herrschaft einer kleinen Machtclique, die sich an die Macht putschte? Darüber ist viel geschrieben und gestritten worden. Diese Vorlesung soll ausloten, wie vielfältig und widersprüchlich diese Geschichte ist und bewertet wird. Es werden u.a. folgende Fragen diskutiert: Wer waren die Parteiführer um Lenin und Stalin, die diesen Staat prägten? Wie war es um die Arbeiter_innen und Bäuern_innen bestellt, in deren Namen angeblich diese „Revolution“ vollzogen wurde? Wie verhielt sich die technische Intelligenz, wie die Dichter und Denker gegenüber dem neuen Regime? Was brachten Industrialisierung, Kollektivierung und Entkulakisierung mit sich? Wer war der „Neue Mensch“, und wie kam es zum Großen Terror 1937/38? Was bedeutete der „Große Vaterländische Krieg“ und der Spätstalinismus für die Sowjetunion?

Literatur:
Altrichter, Helmut: Kleine Geschichte der Sowjetunion 1917-1991, 4. Auflg. München 2013.
ders.: Russland 1917. Ein Land auf der Suche nach sich selbst, 2. Auflg., Paderborn 2017.
Baberowski, Jörg: Der Rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus, 3. Auflg., München 2007.
Figes, Orlando: Hundert Jahre Revolution. Russland und das 20. Jahrhundert, Berlin 2015.

Prof. Dr. Susanne Schattenberg
08-28-M4/5-4-T Tutorium zur Osteuropäischen Geschichte

Tutorium

Einzeltermine:
Do 13.04.17 12:00 - 14:00 OEG 3790
Do 27.04.17 12:00 - 14:00 OEG 3790
Do 18.05.17 12:00 - 14:00 OEG 3790
Gerrit Brüning, B.A.
Arne Cordes
08-28-M4/5-5 Verführung und (Ohn-)Macht. Intellektuelle in der Sowjetunion, 1917-1953
Seduction and power. Intellectuals in the Soviet Union, 1917-1953

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 OEG 3790 (2 SWS)

Das Seminar fragt nach der Rolle von Intellektuellen in Kunst, Literatur, Wirtschaft und Wissenschaft in der jungen Sowjetunion und während des Stalinismus. Welche Visionen entwickelten Künstler für das utopische Projekt einer klassenlosen Gesellschaft, wie positionierten sich Schriftsteller als „Ingenieure der Seele“? Was machte den „Sozialistischen Realismus“ in Kunst, Kultur und Architektur aus? Was motivierte Intellektuelle, sich in den Dienst sowjetischer Propaganda zu stellen? Wie funktionierte Wissenschaft in der stalinistischen Sowjetunion?
Anhand dieser Fragen sollen Motivationen, Selbstverständnis und Spielräume sowjetischer Intellektueller in der Sowjetunion und damit zugleich eine Einführung in die sowjetische Geschichte bis zu Stalins Tod anhand zentraler Themenfelder erarbeitet werden.

Am 22. April findet eine Tagesexkursion zur Ausstellung „El Lissitzky ‚Das Kabinett der Abstrakten‘. Die neue Rekonstruktion“ im Sprengel-Museum nach Hannover statt.

Ulrike Huhn
08-28-M4/5-6 Die Sowjetunion und der Zweite Weltkrieg
The Soviet Union and World War II

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 2040 (2 SWS)

Das Seminar behandelt Vorgeschichte, Verlauf und Folgen des sogenannten ‚Großen Vaterländischen Krieges‘, des Kampfes der Sowjetunion gegen das nationalsozialistische Deutsche Reich. Er begann am 22. Juni 1941 mit dem Beginn des ‚Russlandfeldzugs‘ der Wehrmacht, doch aus sowjetischer Sicht ordnet er sich ein in mehrere Jahrzehnte der Gewalt. Die sowjetische Perspektive soll auf diversen Ebenen analysiert werden: Kriegsvorbereitungen im Kontext des stalinistischen Terrors, Kriegsalltag in Roter Armee und sowjetischer Gesellschaft, unmittelbare Folgen in der Nachkriegszeit, diplomatische Bemühungen vor, während und nach dem Krieg, sowie die bald entstehende Erinnerungskultur an den ‚Großen Vaterländischen Krieg‘, der bis heute der wichtigste Bezugspunkt der Geschichtspolitik in Russland ist.

Manfred Zeller
08-28-M4/5-7 Angst und Hoffnung, Widerstand und Kollaboration. Aktuelle Debatten zu Polen 1944-56
Fear and hope, resistance and collaboration. Actual debates about Poland 1944-56

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 OEG 3790 (2 SWS)

Ereignisse und Entwicklungen aus der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sind in Polen derzeit Gegenstand heftiger Debatten. Gestritten wird um Fragen von Widerstand und Kollaboration, die Rolle von Intellektuellen bei der Etablierung des Kommunismus, das polnisch-jüdische Verhältnis, die Qualität des Wiederaufbaus polnischer Städte, Enteignungen und daraus resultierende Rückgabeforderungen, Bevölkerungsverschiebungen und vieles mehr. Ausgehend von geschichts- und erinnerungspolitischen Debatten der Gegenwart werden wir uns mit verschiedenen historiographischen Zugängen zum Polen der Jahre 1944-1956 beschäftigen und dabei auch das Verhältnis von Geschichtswissenschaft und Erinnerungspolitik diskutieren.

Literatur zur Vorbereitung auf das Seminar

Themenschwerpunkt aktuelle Geschichtspolitik in Polen auf Zeitgeschichte Online: http://www.zeitgeschichte-online.de/thema/verordnete-geschichte

Manfred Alexander: Kleine Geschichte Polens, Bonn 2005, S. 310-336 (Lizenzausgabe der bpb, zur Anschaffung empfohlen)

Marcin Zaremba: Die große Angst. Polen 1944-1947: Leben im Ausnahmezustand, Paderborn 2016.

Jacob Nuhn

Globalgeschichte [Global history]

(Pflichtmodul "HIS 2-4" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 9)
(Wahlpflichtmodul "HIS 2-4" / ISSU / ECTS: 9)

Das Modul besteht aus der Vorlesung und einem Proseminar.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M4/5-1 Einführung in die Globalgeschichte
Introduction to Global History

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 SFG 0140 (2 SWS)
Martina Winkler
08-28-M4/5-1-T Tutorium zur Globalgeschichte
Tutorium to Global History

Tutorium

Einzeltermine:
Di 11.04.17 16:00 - 18:00 GW2 B3770
Di 18.04.17 16:00 - 18:00 GW2 B3770
Di 09.05.17 16:00 - 18:00 GW2 B3770
Di 16.05.17 16:00 - 18:00 GW2 B3770
Di 23.05.17 16:00 - 18:00 GW2 B3770

Das Tutorium zu Frau Richters Proseminar wird voraussichtlich an drei Terminen dienstags von 16-18 Uhr stattfinden.

Natalia Wollny
08-28-M4/5-2 Zeitgeschichte transnational - Die Geschichte der BRD
Transnational contemporary history - The history of the FRG

Proseminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 SFG 2060 (2 SWS)

Das Seminar wird zunächst einen Überblick geben über sozial-, politik- und kulturhistorische Entwicklungen der Geschichte der Bundesrepublik. Im zweiten Seminarblock stehen die Auseinandersetzung und Diskussion des Konzepts transnationaler Geschichte im Zentrum, gefolgt von Fallbeispielen, die die Geschichte der BRD in internationalen Verflechtungen und transnationalen Kontexten, wie den neuen sozialen Bewegungen, der Energiepolitik, der Menschenrechts- und Außenpolitik sowie der Migrationspolitik, zeigen. Voraussetzung ist ein wöchentliches Lesepensum von ca. 60 Seiten in deutscher und englischer Sprache, Vorbereitung der Diskussionen sowie regelmäßige und aktive Teilnahme am Seminar.

Einführende Literatur:
Sonja Levsen, Cornelius Torp (Hg.), Wo liegt die Bundesrepublik? Vergleichende Perspektiven auf die westdeutsche Geschichte, Göttingen 2016

Akira Iriye, Pierre-Yves Saunier (Hg.), The Palgrave Dictionary of Transnational History. From the mid-19th century to the present day, Basingstoke 2009

Michael Werner, Bénédicte Zimmermann, Vergleich, Transfer, Verflechtung. Der Ansatz der histoire croisée und die Herausforderung des Transnationalen, in: Geschichte und Gesellschaft 28 (2002), S. 607-636

Isabel Richter
08-28-M4/5-3 Handel und Konsum in der Frühen Neuzeit
Early Modern Trade and Consumerism

Proseminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 SpT C3140 MZH 1450

Eines der zentralen Phänomene der frühen Neuzeit ist die Expansion des europäischen Fernhandels. Dieser verband Europa mit Asien, Afrika und den Amerikas. Dieses Seminar untersucht speziell den Handel mit Asien. Zu den Themen die diskutiert werden sollen gehören die europäischen Ostindienkompanien, der Export amerikanischen Silbers nach Asien, der Import Asiatischer Konsumgüter nach Europa, sowie das Entstehen einer europäischen Mittelschicht, welche sich vornehmlich über den Konsum ausländischer Güter definierte.

Esther Sahle
08-28-M4/5-3-T Tutorium zur Globalgeschichte

Tutorium

Der Archivkurs zu Frau Sahles Proseminar wird voraussichtlich an drei Terminen dienstags von 16-18 Uhr stattfinden.

Inga Lange

Modul 08-28-HIS 6: Theorien historischen Arbeitens

(Pflichtmodul "HIS 6" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 9)

Das Modul besteht aus der Kombination von zwei Veranstaltungen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M6-1 Einführung in die Medizingeschichte
An introduction to the history of medicine

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SpT C3140 (2 SWS)

Das Seminar wird in die Medizingeschichte einführen und danach fragen, mit welchen theoretischen Ansätzen die Geschichte von Medizin und damit verbundene Themen wie Krankheit, Gesundheit, Gesundheitsversorgung, Prävention und Genesung gegenwärtig geschrieben wird. Ziel ist es, sowohl theoretische und programmatische Texte als auch Forschungsliteratur zu lesen und zu diskutieren und darüber ein Verständnis für sozial-, kultur-, geschlechter-, körper- und wissenschaftshistorische Zugänge zu gewinnen.

Einführende Literatur:
Jackson, Mark (Hg.): The Oxford Handbook of the History of Medicine, Oxford: Oxford Univ. Press 2011.
Eckart, Wolfgang Uwe; Jütte, Robert: Medizingeschichte. Eine Einführung, Köln u.a.: Böhlau 2014.

Dr. Teresa Huhle
08-28-M6-3 Übungen an Quellen zur Geschichte der Reformation in Bremen
Exercises on sources for the history of the Reformation in Bremen

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 GW2 B2335a (2 SWS)

Im Jahr 2017 erreicht mit der Erinnerung an die Verkündung der Thesen Luthers vor 500 Jahren die Reformationsdekade ihren Höhepunkt. Die Reformation hat als theologisches und politisches Epochenereignis auch in Bremen erhebliche Auswirkungen gehabt. Ab 1522 wandte sich die Stadt schnell dem neuen Glauben zu und stellte sich damit gegen ihren erzbischöflichen Stadtherrn. Quellen zu dieser Auseinandersetzung und ihren Folgen liegen zwar vielfach ediert vor, doch setzt ihre Bearbeitung Fertigkeiten voraus, die man üben und erwerben muss. Noch mehr gilt dies für handschriftliche Originalquellen. Der Kurs soll hierzu Kenntnisse vermitteln.
Die Studierenden sollen an ausgewählten Quellentexten zur Geschichte der Reformation in Bremen arbeiten. Im Zentrum stehen Urkunden, Verträge und Verordnungen, aber auch Chroniken, Tagebücher und Schreiben öffentlicher und privater Akteure. Auch frühe Drucke werden als Quellengattung in den Blick genommen.
Geeignete Arbeitsvorlagen werden digital und in Kopie gestellt.
Bei Ortsterminen im Staatsarchiv Bremen wird die Arbeit an den Originalquellen vertieft.
Maximale Teilnehmerzahl: 16

Konrad Elmshäuser
08-28-M6-4 Skandinavien in mittelalterlichen Quellen
Scandinavia in Medieval Sources

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 SFG 2070 (2 SWS)

In diesem Kurs sollen mittelalterliche Quellen zur Geschichte der skandinavischen Länder Dänemark, Norwegen, Schweden und Island gelesen und diskutiert werden. Neben den auch in der deutschsprachigen Forschung prominenten lateinischen Zeugnissen der Außenperspektive auf Skandinavien, sollen dabei auch einige, aufgrund ihrer vernakularsprachlichen Abfassung weniger bekannten, innerskandinavische Texte untersucht werden. Die Quellen werden in Übersetzung zur Verfügung gestellt.
Der ergänzende Besuch des Proseminars „Skandinavien im mittelalterlichen Europa“ ist sinnvoll, aber für das Verständnis der Kursinhalte nicht notwendig oder verpflichtend.

Christian Manger
08-28-M6-5 Theories of Nationalism (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 SFG 0150 GW2 A4020 (2 SWS)

The Seminar will offer an introduction to the basic theories of nationalism, via a close reading of the classics of the new nationalism theory, such as Benedict Anderson, Anthony Smith, Ernest Gellner and E.J. Hobsbawm. While their writings will constitute the fundamental core of the course, other new voices from within social studies, history and cultural studies will also be discussed. The seminar aims to equip students with a sound theoretical background and analytical tools that can help them understand both the rise of nationalism in the 19th and 20th centuries, and the contemporary ramifications of nationalist thought at the age of globalisation.
The language of tuition is English, but student interventions, term papers, etc. are welcome in both German and English.
Reading:
Anderson, Benedict, Imagined Communities: Reflections on the Origin and Spread of Nationalism. (London & NY: Verso, 1991).
Billig, Michael, Banal Nationalism, (London, Sage Publications, 1995)
Gellner, Ernest, Nations and Nationalism, (Ithaca, NY: Cornell University Press, 1983)
Hobsbawm, E.J., Nations and Nationalism Since 1780 (CUP, Cambridge, 2003)
Smith, Anthony D., The Ethnic Origins of Nationalism, (Oxford/Cambridge, 1986)

Prof. Dr. Magdalena Waligorska-Huhle
08-28-M6-6 Einführung in die Kulturgeschichte

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 1 GW2 B2200 (2 SWS)

Das Seminar gibt einen Überblick über Geschichte, Ansätze und Perspektiven der Kulturgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Nach einer thematischen Einführung werden im zweiten Seminarblock zum kulturwissenschaftlichen Wissen klassische Grundlagentexte im Zentrum stehen. Nach der Auseinandersetzung mit der Geschichte der Geschichtsschreibung sollen im dritten Teil der Veranstaltung aktuelle Ansätze aus der Kulturgeschichte diskutiert werden. Voraussetzung ist ein wöchentliches Lesepensum von ca. 50 Seiten in englischer und deutscher Sprache sowie eine regelmäßige und aktive Teilnahme am Seminar.

Einführende Literatur:

• Ute Daniel, Kompendium Kulturgeschichte. Theorien, Praxis, Schlüsselwörter, Frankfurt/M. 2001

Isabel Richter

Modul 08-28-HIS 7: Internationale historische Schulen und Debatten (entspricht: Quellenkundliche Fremdsprachenkenntnisse/Internationale Perspektiven der Geschichtswissenschaft)

Gender in der Geschichte Lateinamerikas [Gender in Latin American History]

(Pflichtmodul "HIS 7" / VF / ECTS: 12)
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M7-1 Von Frauengeschichte bis Queer Studies: Theoriebeiträge aus Lateinamerika
From women\'s history to queer studies: Theoretical interventions form Latin America

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 1010 (2 SWS)

Gender als Analysekategorie gesellschaftlicher Verhältnisse hat seit den 1980ern einen wichtigen Einfluss auf die geschichtswissenschaftliche Forschungsagenda in und zu Lateinamerika. Dieses Seminar will die zentralen Debatten hierzu nachzeichnen, aufgreifen und diskutieren. Aktuellen Entwürfen der kritischen Geschlechter-Forschung folgend geht es bei dem gender-Begriff hauptsächlich um die Frage, wie vergeschlechtlichte Diskurse und Machtkonstellationen Akteurinnen und Akteure in der Geschichte positionierten und ihnen so Handlungsoptionen sowohl verwehrten, als auch ermöglichten. Dementsprechend wird es in dem Seminar nicht ausschließlich um die „klassische“ Frauengeschichte und Feministische Theorie gehen, sondern auch um Fragen von Männlichkeiten und deren Normierung im Kontext der Lateinamerikanischen Geschichte. Komplementär hierzu wird das Seminar „Sexualität und Reproduktion in der Geschichte Lateinamerikas“ 08-28-M7-2, angeboten von Dr. Teresa Huhle, wichtige Aspekte ergänzen.
In erster Linie (aber nicht ausschließlich) werden wir die Genderforschung zu historischen Erfahrungen des südlichen Lateinamerika angehen, also vor allem Argentinien, Chile und Brasilien. Allerdings werden wir uns auch mit Rezeptionslinien kritischer gender-Theorien beschäftigen, weshalb internationale Debatten, vor allem aus dem englischsprachigen Raum, vorgestellt und debattiert werden und deren Einfluss auf die Geschichtsschreibung in Lateinamerika bewertet wird. Weiterhin werden wir auch Theoriebeiträge aus der Region selber diskutieren- vom weiblich- bürgerlichen Protest für das universelle Wahlrecht bis zu aktuellen Fragen des Chicana Feminismus an der Grenzregion der USA zu Mexiko.
Thematisch wird das Seminar versuchen, die zentralen Forschungsfelder der Geschlechtergeschichte anzureißen und so den gender Begriff in verschiedenen Bereichen der neueren Sozial- und Kulturgeschichte in Lateinamerika vorzustellen: Studien zur Geschichte des Staates, zur Arbeit in den aufkommenden Industriegesellschaften, Frauen in der Produktion von Wohlfarth.
Der Arbeitsschwerpunkt des Seminars liegt auf der gründlichen und kritischen Lektüre und Diskussion aktueller und in erster Linie englischsprachiger Forschungsliteratur. Gute englische Lesekenntnisse werden vorausgesetzt.
Literatur zum Einstieg:
Dore, Elizabeth, and Maxine Molyneux. 2001. Hidden Histories of Gender and the State in Latin America. Duke University Press Books
Gutmann, Matthew C. 2006. Changing Men and Masculinities in Latin America. Duke University Press Books.
Lavrin, Asunción. 1998. Women, feminism, and social change in Argentina, Chile, and Uruguay, 1890-1940. Lincoln: University of Nebraska Press.

Thomas Maier
08-28-M7-2 Sexualität und Reproduktion in der Geschichte Lateinamerikas
Sexuality and reproduction in Latin American history

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SFG 1010 (2 SWS)

„Sexualität“ und „Reproduktion“ sind seit den 1970er Jahren zentrale Themen der Frauen- und Geschlechtergeschichte. Wir werden in dem Seminar danach fragen, wie sexuelle Diskurse, Praktiken, Machtverhältnisse und Ordnungen – um nur einige der möglichen Blickwinkel auf „Sexualität“ zu nennen – und Reproduktion bzw. Fortpflanzung in ihren sozialen, kulturellen, medizinischen und technologischen Dimensionen in der Geschichtsschreibung zu Lateinamerika theoretisch und thematisch erfasst werden. Die Bandbreite der im Seminar behandelten Forschungsthemen reicht von Homosexualität in der Kolonialzeit, über Prostitution und deren Regulation im 19. und frühen 20. Jahrhundert bis zur Erforschung und Verbreitung hormoneller Verhütungsmittel in den 1950er Jahren.

Der Arbeitsschwerpunkt des Seminars liegt auf der gründlichen und kritischen Lektüre und Diskussion aktueller und in erster Linie englischsprachiger Forschungsliteratur. Gute englische Lesekenntnisse werden vorausgesetzt.

Erste Literaturhinweise:
Briggs, Laura: Reproducing Empire. Race, Sex, Science, and U.S. Imperialism in Puerto Rico, Berkeley CA: Univ. of California Press 2002.
Davis, Gayle: „Health and Sexuality“, in: Jackson, Mark (Hg.): The Oxford Handbook of the History of Medicine, Oxford: Oxford Univ. Press 2011, S. 503–523.
Green, James N.; Babb, Florence E.: „Gender, Sexuality, and Same-Sex Desire in Latin America“, in: Latin American Perspectives, 29, 2, 2002, S. 3–23.
Klausen, Susanne: „Review Article. Rethinking Reproduction. New Approaches to the History of Sexuality, Gender, the Family and Reproductive Control“, in: Journal of Contemporary History, 44, 1, 2009, S. 117–127.
Necochea López, Raúl: A History of Family Planning in Twentieth-Century Peru, Chapel Hill NC: The Univ. of North Carolina Press 2014.

Dr. Teresa Huhle

Modul 08-28-FD 1: Grundlagen der Geschichtsdidaktik

(Pflichtmodul "HIS FD 1" / GyH, GyN, FBW / ECTS: 3)
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-FD1-2a Einführung in die Geschichtsdidaktik
History Didactics – Introduction

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 GW2 B1081 (2 SWS)

Im Mittelpunkt dieses zweiten Teils des fachdidaktischen Einführungs-Moduls „HIS-FD 1 : Grundlagen der Geschichtsdidaktik“ steht das historische Lernen im schulischen Zusammenhang.
Es werden die folgenden Themenkomplexe und Aufgabenfelder bearbeitet:
• Was ist „guter Geschichtsunterricht“?
• Voraussetzungen und Bedingungen historischen Lernens in der Schule
• Kategorien zur Strukturierung und Analyse von Geschichtsunterricht
• Konzepte des historischen Lernens im Wandel und im Vergleich
• Fragestellungen, Methoden und Ergebnisse einer unterrichtswissenschaftlichen Bestandsaufnahme aktueller Schulpraxis
• Kriterien und Problematik der Entscheidungen über Themen und Intentionen
• Fachdidaktische Prinzipien und Methoden im systematischen Überblick und in exemplarischer Konkretisierung

Literatur zur Vorbereitung:
Michael Sauer: Geschichte unterrichten. Eine Einführung in die Didaktik und Methodik. Seelze ³2009
M.Barricelli/M.Lücke, Hdb. Praxis des Geschichtsunterrichts. Schwalbach 2012
Form des Erwerbs eines Leistungsnachweises : Hausarbeit als Modulprüfung n.Vb.

Studienbegleitender Internetsupport von Präsenzlehre ist vorgesehen (Stud.IP)

Dr. Sabine Horn
08-28-FD1-2b Einführung in die Geschichtsdidaktik
History Didactics – Introduction

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 GW2 B1081 (2 SWS)

Im Mittelpunkt dieses zweiten Teils des fachdidaktischen Einführungs-Moduls „HIS-FD 1 : Grundlagen der Geschichtsdidaktik“ steht das historische Lernen im schulischen Zusammenhang.
Es werden die folgenden Themenkomplexe und Aufgabenfelder bearbeitet:
• Was ist „guter Geschichtsunterricht“?
• Voraussetzungen und Bedingungen historischen Lernens in der Schule
• Kategorien zur Strukturierung und Analyse von Geschichtsunterricht
• Konzepte des historischen Lernens im Wandel und im Vergleich
• Fragestellungen, Methoden und Ergebnisse einer unterrichtswissenschaftlichen Bestandsaufnahme aktueller Schulpraxis
• Kriterien und Problematik der Entscheidungen über Themen und Intentionen
• Fachdidaktische Prinzipien und Methoden im systematischen Überblick und in exemplarischer Konkretisierung

Literatur zur Vorbereitung:
Michael Sauer: Geschichte unterrichten. Eine Einführung in die Didaktik und Methodik. Seelze ³2009
M.Barricelli/M.Lücke, Hdb. Praxis des Geschichtsunterrichts. Schwalbach 2012
Form des Erwerbs eines Leistungsnachweises : Hausarbeit als Modulprüfung n.Vb.

Studienbegleitender Internetsupport von Präsenzlehre ist vorgesehen (Stud.IP)

Dr. Sabine Horn

Profilmodul 08-28-HIS 9: Ordnung und Dissens:

Migration und Grenzen im modernen Europa ( Migration and borders in modern Europe)

(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 12)
Zu belegen sind beide Veranstaltungen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M9-1 "Auf zu einem besseren Morgen!" Die fünfziger Jahre in der Tschechoslowakei (in englischer Sprache)
Looking forward to better tomorrows! The 1950s in Czechoslovakia

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 OEG 3790 (2 SWS)
Martina Winkler
08-28-M9-2 "Alltag und Gesellschaft im Staatssozialismus - eine ostmitteleuropäische Perspektive
Society in state socialism - from a central European perspective
Seminar beginnt in der zweiten Semesterwoche

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 OEG 3790 (2 SWS)

In diesem Seminar konzentrieren wir uns auf gesellschaftliche Strukturen und Alltagserfahrungen in der Phase der „Normalisierung“ des Spätsozialismus in Ostmitteleuropa von den 1960er bis in die 1980er Jahre. Spätestens seit Ende der 1950er Jahre wurden die Blockteilung in „Ost“ und „West“ sowie die Realitäten eines Staatssozialismus als gegeben wahrgenommen. Die Menschen richteten sich in ihren Alltagserfahrungen auf Dauer danach aus, wie Alexei Yurchak in seinem Buch treffend bezeichnet: „Everything was forever, until it was no more“. Dennoch ist dies nicht einfach als Geschichte der gesellschaftlichen Resignation oder der gesellschaftlichen Unterdrückung zu erzählen. Vielmehr ist diese spätere Phase des Staatssozialismus gleichzeitig gekennzeichnet von Aushandlungsprozessen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und dem Staat um kulturelle Freiräume oder um eine Neuinterpretation des Gesellschaftsvertrags. Diese gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse und die Alltagserfahrungen von verschiedenen sozialen Gruppen wie Familien, Jugendlichen oder politischen Oppositionellen werden hier im Fokus stehen.
Der regionale Schwerpunkt liegt in diesem Seminar auf der Tschechoslowakei. Vergleiche mit und Bezüge zu anderen Staaten Ostmitteleuropas (Polen, Ungarn, DDR) sind willkommen.
Das Seminar beginnt in der zweiten Semesterwoche.

Sarah Lemmen

Profilmodul 08-28-HIS 10: Kulturen: Kontakt - Transfer - Konflikt:

Das deutsche Kaiserreich und Kolonialismus

(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 12)
Zu belegen sind beide Veranstaltungen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M10-1 Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte
Introduction to German Colonial History

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 SFG 2070

Das Deutsche Kaiserreich war im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in vergleichsweise kurzer Zeit zu einer der großen europäischen Kolonialmächte aufgestiegen. Diesen Status verlor es bereits im Zuge des Friedensvertrages von Versailles. Das Seminar liefert einen Überblick über die Geschichte des Kolonialismus im Kaiserreich sowie in seinen Besitzungen in Afrika, Ostasien und im Pazifik. Zu den Themenfeldern zählen neben der politischen Geschichte und der Frage nach den Funktionsweisen des kolonialen Staates ausgewählte Themen wie z.B. das Alltagsleben in den Kolonien, Handlungsspielräume kolonialer Akteure auf beiden Seiten, Gewalt im kolonialen Kontext und Erinnerungskultur. Das Seminar ist Bestandteil des Moduls „Das deutsche Kaiserreich und Kolonialismus“, kann aber auch einzeln besucht werden.

Tobias Christopher Goebel
08-28-M10-2 Wissen(schaft), Forschungsreisen und die Ambivalenz der Modernisierung
Knowledge, Science, Scientific Expeditions and the ambivalence of Modernity

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 FVG M2010 (2 SWS)

Inwieweit ist der europäische Kolonialismus als Katalysator eines Modernisierungsparadigmas zu denken? Welche Rolle spielten Wissenschaft und ihre reisenden Akteure? Ausgehend von global- und verflechtungsgeschichtlichen Ansätzen sowie den post colonial studies sollen dabei Theorien und Methoden für die neuere Kolonialgeschichtsschreibung mit besonderem Augenmerk auf die deutsche Kolonialzeit besprochen werden. Inhaltlich widmet sich das Seminar ausgesuchten Fallbeispielen aus Wissenschaft und Forschungsreisen und stellt sie in einen wissenschaftsgeschichtlichen Kontext. Die Veranstaltung ist komplementär und quellennah zu dem zweiten Seminar „Einführung in die deutsche Kolonialgeschichte“ im Modul ausgerichtet.

Tobias Christopher Goebel

Geschichte deutscher Kriegsgefangener des Ersten Weltkrieges in Russland [History of German Prisoners of War in Russia during and after the First World War]

(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 12)
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M10-3 Die Tagebücher und Fotoalben Helmuth Schröders. Ein Forschungsseminar zur Geschichte deutscher Kriegsgefangener des Ersten Weltkrieges in Russland
The Diaries and Photo Albums of Helmuth Schröder. A Research Seminar on the History of German Prisoners of War in Russia during and after the First World War

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:30 - 12:00 OEG 3790 (4 SWS)

Im Archiv der Forschungsstelle Osteuropa befindet sich ein Bestand, der aus dem Sammlungsprofil Dissens und Samisdat im östlichen Europa herausfällt und daher bislang wenig Beachtung gefunden hat. Es handelt sich um die Tagebücher und Fotoalben des deutschen Kaufmanns Helmuth Schröder (1895-1994) aus den Jahren seiner Kriegsgefangenschaft in Russland von 1915 bis 1920. Ausgehend von diesem Bestand werden wir im Seminar die Geschichte deutscher Kriegsgefangener des Ersten Weltkrieges in Russland erforschen. Dabei werden wir uns nicht nur in Gedanken bis nach Vladivostok an das Japanische Meer begeben, sondern auch grundlegende methodische Fragen erörtern: Welche Aufschlüsse erlauben Tagebücher als historische Quellen? Und welche Einblicke geben uns Fotografien über das hinaus, was sich in Worte fassen lässt? Ziel des Seminars ist eine Online-Edition der Tagebücher und eine wissenschaftliche Präsentation des Bestandes in jenen Aspekten, die geeignet sind, den gegenwärtigen Forschungsstand um neue Einsichten und Perspektiven zu erweitern.

Einführende Literatur: Georg Wurzer, Die Erfahrung der Extreme. Kriegsgefangene in Rußland 1914-1918, in: Kriegsgefangene im Europa des Ersten Weltkrieges, hg. v. Jochen Oltmer, Paderborn u. a. 2006, S. 97-125.

Marcus Schönwald

Profilmodul: 08-28-HIS 11: Geschichtsverständnis und Vergangenheitsentwürfe:

Bilder vom Mittelalter [Images of the Middle Ages]

(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / BFH, BFN, GyH, FBW / ECTS: 9)
(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 12)
Zu belegen sind beide Veranstaltungen
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M11-5 Winter is coming. Game of Thrones und andere Mittelalterwelten
Winter is coming. Game of Thrones and other Imaginations of medieval Worlds

Blockveranstaltung

Einzeltermine:
Do 06.04.17 14:00 - 18:00 GW2 B2900
Fr 21.04.17 16:00 - 20:00 GW2 B2900
Sa 22.04.17 12:00 - 16:00 GW2 A4020
Fr 28.04.17 16:00 - 20:00 SFG 0140
Sa 29.04.17 12:00 - 16:00 SFG 0140
Fr 05.05.17 16:00 - 20:00 GW2 B2900
Sa 06.05.17 12:00 - 16:00 GW2 B1410

Im Mittelpunkt stehen Spielfilme und Serien, die mittelalterliche Lebenswelten inszenieren und, wie fiktiv auch immer diese sind, wirksame Medien populärer Geschichtsvermittlung darstellen. Das Seminar untersucht anhand ausgewählter Werke die Charakteristika, die Leistungsfähigkeit und Problematik dieser Projektionen.
Nach einer einführenden Sitzung, in der die Teilnehmenden u. a. besprechen, wer welche Werke vorstellt, findet die Veranstaltung geblockt freitags und samstags statt. Wegen der Überlänge etlicher Filme sollten die Teilnehmenden sich darauf einstellen, dass die jeweils vierstündig angesetzten Termine nicht immer pünktlich enden.
Literatur:
Adolf, Heinrich; Kiening, Christian (Hg.): Mittelalter im Film (Trends in Medieval Philology 6), Berlin, New York 2006.
Buck, Thomas Martin; Brauch, Nicola (Hg.): Das Mittelalter zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Probleme, Perspektiven und Anstöße für die Unterrichtspraxis, Münster u. a. 2011.
Groebner, Valentin: Das Mittelalter hört nicht auf, München 2008.
Larrington, Carolyne: Winter is coming. Die mittelalterliche Welt von Game of Thrones, Darmstadt 2016.
Meier, Mischa/Slanička, Simona (Hg.): Antike und Mittelalter im Film. Konstruktion – Dokumentation – Projektion (Beiträge zur Geschichtskultur 29), Köln/Weimar/Wien 2007.
Shippey, Tom u.a. (Hg.): Film and Fiction: Reviewing the Middle Ages (Studies in Medievalism 12), Cambridge 2002.

Prof. Dr. Cordula Nolte
08-28-M11-6 Illusionäre Welten - Erfindung des Mittelalters

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GW2 B2335a (2 SWS)

Das 19. Jahrhundert sei das Jahrhundert der Geschichte und der Historiker, schrieb Frantisek Graus 1975 und wollte damit den Unterschied zu seiner vermeintlich „geschichtslosen“ Gegenwart deutlich machen. Geschichtslos ist unsere Gegenwart sicher nicht mehr, dennoch lohnt ein Blick ins 19. Jahrhundert und deren Betrachtung des Mittelalters, denn vieles davon hat sich bis heute gehalten und bestimmt noch populäre Vorstellungen von der Vergangenheit. Dieses Seminar schaut sich Literatur und Kunst der Zeit vor 200 Jahren an, beginnend mit dem Best- und Longseller und prägenden Mittelalterschmöker: Walter Scotts Ivanhoe (1819) und verfolgt die Verbildlichung und Vermittlung des Mittelalter im 19. Jahrhundert. Geplant sind auch Exkursionen in die Stadt.
LITERATUR (ergänzend zur Liste Prof. Noltes):
  • Raedts, Peter: Die Entdeckung des Mittelalters. Geschichte einer Illusion, Darmstadt 2016

  • Lesemuß & Kaufempfehlung: Walter Scott: Ivanhoe, Vollständige Ausgabe, herausgegeben und auf der Grundlage zeitgenössischer Übersetzungen neu bearbeitet von Günter Jürgensmeier, München 2009. – kostet nur 9,90€ (für 656 Seiten), ist aber vollständig (samt dem Widmungsbrief) und kommentiert!

Dr. Jan Ulrich Büttner

Orte des Wissens und ihre Geschichte [Places of Knowledge and their History]

(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / BFH, BFN, GyH, FBW / ECTS: 9)
(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 12)
Zu belegen sind beide Seminare.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M11-3 Archiv, Bibliothek, Museum - Geschichte und Wirkung institutionalisierter Wissensorte
Archive, Library, Museum - History and Impact of Institutionalised Knowledge Places

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:00 - 10:00 SpT C3140 (2 SWS)

In diesem Seminar wollen wir uns mit Orten beschäftigen, die mit Wissen assoziiert werden. Dazu zählen neben Archiven, Museen und Bibliotheken auch Laboratorien, Universitäten oder Akademien. Hier geht es weniger um Superlative wie der ältesten Universität oder der größten Bibliothek, sondern vielmehr um das Verständnis um die sozio-kulturellen Rahmenbedingungen in denen derartige Wissensorte entstehen und wirken können. Dabei ist die Frage zu stellen, was „wissen/das Wissen“ überhaupt ist und ob dieses Wissen institutionell an einem Ort gebunden werden kann.
Neben der Theorie werden wir durch zwei ergänzende Exkursionen heutige Einrichtungen kennenlernen.

Talip Törün
08-28-M11-4 Forschungsschiffe und Entdeckungsreisen - Zur Geschichte mobiler Wissensorte
Research Vessels and Expeditions - About the History of Mobile Knowledge Places

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SpT C3140 (2 SWS)

Dieses Seminar wird sich mit den Forschungsreisen der Neuzeit beschäftigen und der Frage nachgehen, wie Wissen generiert wird. Dabei stehen besonders die Forschungsschiffe des 18.-19. Jahrhunderts im Fokus, werden jedoch durch Entdeckungsreisen anderer Zeiten sowie Expeditionen an Land ergänzt. Die Forschungsschiffe stehen hier exemplarisch für „mobile Wissensorte“; es steht der Seminargruppe jedoch frei weitere Beispiele für mobile Einrichtungen zu thematisierten.
Das Seminar behandelt theoretische und historische Konzepte zum „Wissen“ und ist eng mit dem Seminar „Archiv, Bibliothek, Museum – Geschichte und Wirkung institutionalisierter Wissensorte“ verzahnt.

Talip Törün

Konflikte mit der indigenen Bevölkerung der beiden Amerikas - Geschichte, kulturelle Perspektiven und Diskurse [Conflicts with the indigenous population of America - history, cultural perspectives and discourses]

(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 12)
Zu belegen sind beide Veranstaltungen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M11-1 Eroberung und Besiedlung des amerikanischen Doppelkontinents im Spielfilm
Conquest and colonization of America in film

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 SFG 1020 (2 SWS)

Die Geschichte der Entdeckung Amerikas ist Stoff für zahlreiche populäre Darstellungen, die insbesondere Entdecker, Eroberer und Siedler in den Vordergrund stellen. Das Seminar untersucht anhand von ausgewählten internationalen Spielfilmen, inwiefern und auf welche Weise auch die Geschichte der indigenen Bevölkerungen filmisch repräsentiert und konstruiert wird. Geographischer Schwerpunkt ist hierbei Lateinamerika – ohne jedoch Nordamerika aus dem Blick zu verlieren. Auf dieser Grundlage soll auch zur Leyenda negra und zu Kolumbus’ Der erste Brief aus der Neuen Welt gearbeitet werden. Neben verschiedenen filmästhetischen und narratologischen Ansätzen wird anhand aktueller wiss. Literatur zudem das Verhältnis von Film und Geschichte diskutiert.

Filme (Auswahl):

AGUIRRE, DER ZORN GOTTES (1972)
MISSION (1987)
CABEZA DE VACA (1991)
1492 – DIE EROBERUNG DES PARADIESES (1992)
THE OTHER CONQUEST (2000)
THE NEW WORLD (2005)

Literatur:

Fendler, Ute/ Wehrheim, Monika (Hg.): Entdeckung, Eroberung, Inszenierung. Filmische Versionen der Kolonialgeschichte Lateinamerikas und Afrikas, München 2007.

Koebner, Thomas (Hg.): Indianer vor der Kamera, München 2011.

Dr. Rasmus Greiner
08-28-M11-2 Die indigene Bevölkerung Lateinamerikas im 20. Jahrhundert - Geschichte, kulturelle Perspektiven und Diskurse
The indigenous population of Latin America in the 20th century - history, cultural perspectives and discourses

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 SFG 1010 (2 SWS)

Die Geschichte der indigenen Bevölkerung Lateinamerikas ist auch im 20. Jahrhundert durch zahlreiche Konflikte geprägt. Diese in der internationalen Geschichtsschreibung oftmals nur verkürzt berücksichtigten Ereignisse und Zusammenhänge sind Inhalt des Seminars. Hierbei werden auch kulturelle Perspektiven und Spielfilme ausgewertet und in Relation zur einschlägigen Forschungsliteratur gesetzt. Neben der Situation der indigenen Bevölkerung Perus Ende des 19. Jahrhunderts werden auch die Lebensbedingungen der brasilianischen Ureinwohner im Amazonasgebiet Anfang, Mitte und Ende des 20. Jahrhunderts, die Ausrottung der indigenen Bevölkerung Chiles bis hin zur Militärdiktatur (1973) sowie der Wasserkrieg von Cochabamba in Bolivien (2000) untersucht.

Literatur:

Rinke, Stefan: Geschichte Lateinamerikas. Von den frühesten Konflikten bis zur Gegenwart, München 2010.

Scheuzger, Stephan: Die Re-Ethnisierung gesellschaftlicher Beziehungen – neuere indigene Bewegungen, in: Knaller-Dietrich, Martine et.al. (Hg.): Lateinamerika. Geschichte und Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert, Wien 2004, S. 153–174.


Filme (Auswahl):

FITZCARRALDO (1982)
BIRDWATCHERS (2008)
UND DANN DER REGEN (2010)
DER PERLMUTTKNOPF (2015)
DER SCHAMANE UND DIE SCHLANGE (2015)

Dr. Rasmus Greiner

Ost(mittel)europa im 20. Jahrhundert - Geschichte und Erinnerungskultur [East (Central) Europe in the twentieth century - History and Remembrance]

(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 12)
Zu belegen sind beide Veranstaltungen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M11-7 Sowjetische und polnische Geschichte: ein Archivkurs
Archival course: Soviet and Polish history through the prism of archival documents
Sommer Schule im Moskau – 05.-12.07.2017 (Mit der Förderung der DAAD )

Blockveranstaltung

Einzeltermine:
Fr 28.04.17 10:00 - 14:00 OEG 3790
Fr 05.05.17 10:00 - 14:00 OEG 3790
Fr 19.05.17 10:00 - 14:00 OEG 3790
Fr 02.06.17 10:00 - 14:00 OEG 3790
Fr 16.06.17 10:00 - 14:00 OEG 3790
Fr 23.06.17 10:00 - 16:00 OEG 3790
Fr 30.06.17 10:00 - 14:00 OEG 3790

Das Archiv der Forschungsstelle Osteuropa beherbergt ein breites Spektrum an Quellen zur Ost(mittel)europäischen Geschichte nach 1945/53. Es bietet Studierenden somit beste Bedingungen, um unter fachkundiger Anleitung in Archiven zu forschen, den sicheren Umgang mit Archivmaterialien zu erlernen und die Deutung historischer Quellen zu üben. In diesem Semester steht der westliche Blick auf die sozialistische Realität im Zentrum des Seminars. Wir beschäftigen uns mit persönlichen Archiven von westdeutschen Journalisten und analysieren Texte aus Sendungen von Radio Bremen und ADR-Reportagen aus Warschau, Moskau oder Sibirien. Wir formulieren Forschungsfragen, üben uns in Interpretationen und bringen das aus Sekundärliteratur gewonnene Wissen mit den gesichteten Dokumenten in Verbindung.

Für die Seminarbesucherinnen/besucher besteht die Möglichkeit, an einer Sommer Schule in Moskau teilzunehmen. Sie findet vom 05. - 12. Juli in der High School of Econonics statt. Aufgrund der begrenzten Finanzierung von DAAD können nur 5 Studierende nach Russland reisen. Die Auswahl wird über Bewerbungsverfahren getroffen.

Olga Sveshnikova
08-28-M11-8 Erinnern und Gedenken an das "Zeitalter der Extreme". Aktuelle Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Tschechien, der Slowakei und Ungarn
Commemorating the \"Age of Extremes\": politics of history and commemorative culture in the czech Republic, Slovakia and Hungary

Seminar

Einzeltermine:
Fr 07.04.17 10:00 - 17:00 GW2 B2335a
Fr 21.04.17 10:00 - 17:00 OEG 3790
Fr 12.05.17 10:00 - 17:00 OEG 3790
Fr 09.06.17 10:00 - 17:00 OEG 3790
Dr. Frank Henschel
Olga Sveshnikova

Profilmodul: 08-28-HIS 12: Vielfalt der Moderne:

(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / BFH, BFN, GyH, FBW / ECTS: 9)
(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 12)

Zu belegen sind beide Seminare.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M12-3 Oral History und die Figur des Zeitzeugen in der Zeitgeschichte
Oral history and contemporary witnesses in contemporary history

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 SpT C3140 (2 SWS)

Das BA-Seminar führt im ersten Seminarblock ein in die kritische Auseinandersetzung mit Zeitzeugenschaft in der Zeitgeschichte und gibt einen Überblick über die in der Geschichtswissenschaft verwendete Methode der Oral History. Im zweiten Seminarblock stehen zeitgeschichtliche Fallstudien im Zentrum, die auf der Grundlage unterschiedlicher Interviewtechniken entstanden sind. Verschiedene, in der Geschichtswissenschaft relevante Interviewtechniken werden im dritten Seminarblock vorgestellt und diskutiert. Im anwendungsbezogenen vierten Seminarteil soll in Projektarbeitsgruppen ein Interview mit einem Zeitzeugen oder einer Zeitzeugin vorbereitet und durchgeführt werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, wöchentlich 50 Seiten Text in deutscher und englischer Sprache zu lesen, regelmäßige Teilnahme am Seminar und den Seminardiskussionen sowie Interesse, in anwendungsbezogenen Projektarbeitsgruppen zu arbeiten.

Einführende Literatur:
Robert Perks (Ed.), The Oral History Reader, London 2nd edition 2010
Sabina Misoch, Qualitative Interviews, Berlin 2015

Isabel Richter
08-28-M12-4 Zeitgeschichte als Geschlechtergeschichte
Introduction to Gender History

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 GW2 B1216 (2 SWS)
Nina Pietsch

Profilmodul: 08-28-HIS 12: Meer, Politik und Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert [The Sea in Politics and History]

(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / BFH, BFN, GyH, FBW / ECTS: 9)
(Wahlpflichtmodul "HIS 9-12" / VF, PF, KF, LA / ECTS: 12)

Zu belegen sind beide Seminare.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M12-1 Meer und Politik im 19. und 20. Jahrhundert
The Sea and Politics in the 19th and 20th Centuries

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 GW2 B1700 (2 SWS)

Seminar 1: Meer und Politik im 19. und 20. Jahrhundert (HIS 12/08-28-M12-1)
Die politische Bedeutung von Meeren und Ozeanen ist vielfältig: Sie erscheinen als Schauplätze politischen Geschehens und der Ausübung von Macht, aber auch als Gegenstände politischer Interessen. Dabei waren sie stets nicht bloß ressourcenpolitisches oder geostrategisches Zielgebiet, sondern sie prägten in ihren spezifischen räumlichen Eigenschaften die Entscheidungsprozesse politischer Akteure mit, maritimisierten gewissermaßen politisches Handeln. Das wichtigste Mittel zur Ausübung von Politik bzw. zur Verfolgung politischer Interessen im maritimen Raum ist das Schiff, das in diesem Seminar als Zugang zur Entschlüsselung von Wechselwirkungen zwischen Meer und Politik dienen soll.

Jens Ruppenthal
08-28-M12-2 Meer und Geschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert
The Sea and Historiography in the 19th and 20th Centuries

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SFG 2040 (2 SWS)

Seminar 2: Meer und Geschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert (HIS 12/08-28-M12-2)
Meere erscheinen in der Historiographie überwiegend als Transiträume, Schlachtfelder oder Sehnsuchtsorte, seltener jedoch werden Meere selbst zum Gegenstand der Betrachtung. In diesem Seminar soll der Frage nachgegangen werden, welchen Stellenwert maritime Räume in der modernen Geschichtswissenschaft besitzen und wie sich in historischen Werken das Verhältnis von Mensch und Meer präsentiert. Eine Analyse ausgewählter Werke der Geschichtsschreibung soll die Möglichkeiten und Grenzen der Historisierung von Meeren und Ozeanen ausloten.

Jens Ruppenthal

Modul 08-28-HIS 13 (Vollfach):

Praxis Geschichte: Aus den Akten auf die Bühne

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-M28-M2-2 Aus den Akten - Auf die Bühne: Vom Eis gebissen: Polarforscher in der Arktis
Staging Files

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 18:00 Extern Staatsarchiv (Staatsarchiv) (4 SWS)

Auf Anregung des Alfred Wegener Instituts (AWI) in Bremerhaven entwickelt das Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“ eine szenische Lesung zu 150 Jahre deutsche Polarforschung (2018).
Zentrale Fragen sind: Was trieb Forscher oft mehrmals in ihrem Leben zu riskanten Expeditionen in die Eiswüste? Welche Ausbildung hatten die Polarforscher? In welcher Phase ihres Lebens entdeckten sie die Polarforschung? Wie kam es, dass sie „vom Eis gebissen“ diese Forschung zu ihrem Lebensinhalt machten? Wie standen ihre Frauen zu den (lebens)gefährlichen Unternehmungen ihrer Männer? Welches Wissen über Grönland hatten sie? Welche Ziele verfolgten sie? Wie veränderte sich ihr Wissen durch ihre Messungen und Beobachtungen? Und wie beeinflussten die Ergebnisse ihrer Forschungsreisen die Wissenschaft und unsere Vorstellungen von der Welt? Wer finanzierte die Reisen? Welche politischen und wirtschaftlichen Interessen gab es an der Polarforschung im 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts? In dem Projekt werden wir uns verschiedenen Forschern, u.a. Alfred Wegener, Johannes Georgi, Fritz Löwe und Ernst Sorge nähern, die, gefördert von der Notgemeinschaft deutscher Wissenschaft, 1929 zu einer Expedition nach „Eismitte“ aufgebrochen sind – einer Expedition, die als besonders dramatisch in die Geschichte der Polarforschung eingegangen ist und die Alfred Wegener das Leben kostete
Grundlage hierfür bilden vor allem Archivalien aus dem Archiv für deutsche Polarforschung des AWI, u.a. Nachlässe bekannter Polarforscher (z.B. Johannes Georgi, Fritz Loewe und Alfred-Wegener) sowie auch Bestände im Staatsarchiv Bremen wie zum Beispiel die Überlieferung zu dem Bremer Verein für die deutsche Polarforschung. Das AWI stellt sein Material dem Projekt im Staatsarchiv Bremen zur Verfügung. Zusätzliche Recherchen im Bundesarchiv Berlin und Militärmuseum Dresden sind geplant.
Wir freuen uns über neue TeilnehmerInnen im Sommersemester 2017!
Als Einstiegslektüre in das Thema empfehlen wir:
Krause, Reinhard A.: Daten statt Sensationen – der Weg zur internationalen Polarforschung aus einer deutschen Perspektive (Berichte zur Polar- und Meeresforschung, 609), Bremerhaven 2010.
Georgi, Johannes: „Im Eis vergraben“. Tagebücher der Überwinterung in „Eismitte“, München 1933.
Wegener, Else (Hg.): Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. die Erlebnisse der deutschen Grönlandexpedition 1930/1931, geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers, Leipzig 1932.
Das Projekt:
Das preisgekrönte Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“ (www.facebook.com/sprechende.akten/) geht in die 11. Runde. Das Kooperationsprojekt mit der bremer shakespeare company (bsc) bringt verschiedene Quellen in szenischen Lesungen zum Sprechen. Auf diese Weise ist „Aus den Akten“ ein Beitrag zur Vermittlung von Geschichte an ein breites Publikum. Die Studierenden lernen die Arbeit in Archiven kennen. Sie entwickeln in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Peter Lüchinger (bsc) das Konzept der szenischen Lesung und wählen Quellen für die Lesung und für das Programmheft aus. Sie haben auch die Möglichkeit, zu einem selbständig gewählten Thema einen Artikel zu schreiben. Die Artikelentwürfe werden wie in einer Schreibwerkstatt gemeinsam redigiert.

Dr. Eva Schöck-Quinteros ((LB))
Anna Mamzer

Praxis-Modul Recht und Unrecht auf See

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-M13-1 Recht und Unrecht auf See in der Neuzeit
Justice and injustice at sea, 16th-21st centuries
Veranstaltungsort: Deutsches Schifffahrtsmuseum Bremerhaven; außer am 28.04.

Seminar

Einzeltermine:
Fr 28.04.17 10:00 - 16:00 GW1-HS H1000
Fr 05.05.17 - Sa 06.05.17 (Fr, Sa) 10:00 - 18:00 Extern Deutsche Schifffahrtsmuseum Bremerhaven
Fr 19.05.17 10:00 - 16:00 Extern Staatsarchiv (Staatsarchiv)
Fr 02.06.17 10:00 - 18:00 Extern Deutsche Schifffahrtsmuseum Bremerhaven
Mi 21.06.17 10:00 - 18:00 Deutsches Schifffahrtsmuseum Bremerhaven
Fr 23.06.17 10:00 - 14:00 Extern Deutsche Schifffahrtsmuseum Bremerhaven

Diese Veranstaltung besteht aus zwei Seminaren, die aufeinander aufbauen und nicht getrennt voneinander besucht werden können. Aufbauend auf den Ergebnissen des Praxismoduls zu „Recht und Unrecht auf See in der Neuzeit“ im Wintersemester 2016/17 sollen vier Ausstellungseinheiten konzipiert und im Deutschen Schiffahrtsmuseum, Leibniz-Institut für deutsche Schiffahrtsgeschichte, präsentiert werden. Ziel ist es, die rechtlichen Dimensionen eines maritimen Themenfeldes in Bilder und Objekte zu fassen und den Transferprozess von der Idee zur Ausstellung zu reflektieren. Vor allem wird der Umgang mit Objekten als historische Quellen geübt.

Jens Ruppenthal
Prof. Dr. Ruth Schilling, M.A.

Bonjour Geschichte

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-M28-M2-1 Bonjour Geschichte

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 18:00 GW2 B2335a

Einzeltermine:
Mi 02.08.17 14:00 - 18:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.

Seit 2011 gibt es die Zeitschrift bonjour.Geschichte, die vom Institut für Geschichtswissenschaft in Kooperation mit der SuUB herausgegeben wird. Seit letztem Semester ist die Seite wieder online und wird mit neuen Texten bestückt. Nun gilt es, die Arbeit am Journal zu verstetigen, die Seite weiter mit Inhalten zu füllen und insgesamt als Online-Zeitschrift weiter zu entwickeln. Die Online-Zeitschrift ist ein Forum für geschichtswissenschaftliche Forschung in Bremen und dabei besonders offen für Beiträge von Studierenden und Nachwuchswissenschaftler_innen der Universität Bremen. Die Teilnehmer_innen des hier angebotenen Seminars wirken als Redaktion dieser Zeitschrift. Gemeinsam werden wir eingereichte Texte besprechen, bearbeiten und bis zur Veröffentlichung begleiten. Daneben besteht auch die Möglichkeit im Rahmen des Seminars eigenen kurze Texte zu verfassen, welche dann auf bonjour.Geschichte veröffentlicht werden. Das Seminar richtet sich an alle, die Interesse und Lust daran haben, erste Erfahrungen in redaktioneller Arbeit zu sammeln; bei der Herausgabe eines Online-Journals mitzuwirken.
www.bonjour-geschichte.com

Dr. Jan Ulrich Büttner
Sarah Lentz

WAHLPFLICHTBEREICH II (GENERAL STUDIES)

Anerkannt sind alle Veranstaltungen, die ihm Pool GENERAL STUDIES aufgefuehrt sind.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-28-GS-1 Zwischen Antike und Mittelalter: Leben und Wirken des Bischofs Martin von Tours (316/17 - 397 n.Chr.)
On the threshold from Antiquity to the Middle Ages: Life and work of Bishop Martin von Tours (316/17-397 B.C.)

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 HS 1010 (Kleiner Hörsaal)

Quellengrundlage in der Veranstaltung bildet die Lebensbeschreibung des Sulpicius Severus (in deutscher Übersetzung) und einschlägige Passagen aus Gregor von Tours De virtutibus sancti Martini und aus seinem Hauptwerk Decem libri historiarum (in deutscher Übersetzung).

Folgende Aspekte sollen behandelt werden:
  • Romanisierung und Christianisierung von Gallien anhand der Stadt Turonum-Tours
  • Die Heiligenvita als Quelle für Leben und Wirken Martins
  • Das „Heidentum“ als Herausforderung
  • Die Bedeutung des Heiligen für die französische und europäische Geschichte

Literatur:
Ewig, E., Spätantikes und fränkisches Gallien I-II, München 1979
Rosen, J., Martin von Tours, Darmstadt 2016

Hans Kloft
08-28-GS-2 Geschichte und Gegenwart. Theoretische und praktische Untersuchungen zum Geschichtsverständnis moderner Menschen

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 1

Geschichtswissenschaft ist selbst ein Teil jener „Moderne“, die sie historisierend untersucht, und diese Moderne bzw. „der“ moderne Mensch hat eine ganz neuartige Vorstellung von Entwicklung oder Geschichte. Welche Folgen hat die Selbst-Historisierung für Geschichtswissenschaftler/innen, aber auch für Menschheit/Menschenbild? Beide Fragen sollen in ihrer Verschränktheit untersucht werden.
Wer sich noch mit keiner (Teil-) Frage aus dem Bereich „Theorie der Geschichte bzw. Geschichtswissenschaft“ beschäftigt hat, sollte zur Vorbereitung zumindest einen halben Tag in der Gruppe „h hil 005“ der UB stöbern und ein Werk kurz rezensieren. Im Verlauf des Seminars werden wir, neben eigenen Untersuchungen, Anregungen aus dem Sammelband „Wirklichkeit der Geschichte“ (2015) zu beziehen versuchen.

Jörg Schmidt
08-28-GS-3 BA-Kolloquium
BA Colloquium

Colloquium

Einzeltermine:
Fr 07.04.17 14:00 - 16:00 GW2 B2327
Fr 21.04.17 10:00 - 16:00
Fr 05.05.17 14:00 - 18:00 SFG 2030
Fr 26.05.17 10:00 - 16:00
Fr 23.06.17 10:00 - 16:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 1

Das BA Kolloquium dient der Begleitung des Forschungs- und Schreibprozesses von Studierenden, die in diesem Semester ihre Bachelor Arbeiten schreiben und abgeben möchten. Es hilft, den eigenen Arbeitsprozess zu planen und zu strukturieren. Im peer-review-Verfahren werden die Arbeiten der Teilnehmer besprochen.

Esther Sahle
08-28-GS-4 Forschungskolloquium zur Neueren Geschichte
Research Colloquium

Colloquium

Termine:
wöchentlich Mi 18:00 - 20:00 SFG 1020
Rebekka Asta E. Mallinckrodt von
Esther Sahle
08-28-GS-5 Kolloquium zur Ost(mittel)europäischen Geschichte
Colloquium for East(-Central) European History)

Colloquium

Termine:
wöchentlich Di 18:00 - 20:00 OEG 3790 IW3 0330 (2 SWS)

Das Kolloquium dient Lehrenden, Forschenden und Studierenden zum Austausch über aktuelle Forschungsvorhaben, neue Ansätze und Ergebnisse in der Ost(mittel)europäischen Geschichte. Internationale Wissenschaftler_innen, aber auch Bremer Kolleg_innen und Doktorand_innen stellen in einem 45minütigen Vortrag ihre aktuelle Arbeit vor, die dann in weiteren 45 Minuten diskutiert wird. Alle Studierenden und Lehrenden sind dazu herzlich eingeladen. Das genaue Programm mit Namen und Vortragstiteln finden Sie auf der Homepage der Forschungsstelle Osteuropa http://www.forschungsstelle.uni-bremen.de/ unter „Veranstaltungen“.

Prof. Dr. Susanne Schattenberg
Prof. Dr. Magdalena Waligorska-Huhle
Martina Winkler
08-28-GS-7 Kunstgeschichte für HistorikerInnen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 GW1 A0010

Einzeltermine:
Di 09.05.17 15:45 - 19:00

Nicht nur KunsthistorikerInnen arbeiten mit Gemälden und Grafiken, auch HistorikerInnen nutzen Kunst zunehmend als vielschichtige Bildquelle und haben dabei eigene Formen der Annäherung an das Bild entwickelt. Im Rahmen des Seminares soll der Dreiklang aus „Beschreibung - Analyse - Interpretation“ vermittelt und erprobt werden und die methodische Herangehensweise an Kunst als Quelle von Wissen auf diesem Weg um die kunsthistorische Perspektive erweitert werden. Gearbeitet wird mit Werken aus dem Bildbestand des Deutschen Schiffahrtsmuseums.

Eva-Maria Bongardt
08-28-GS-8 Einführung in die Geschichte Madagaskars, Teil 2 (19. u. 20. Jahrhundert)
Introduction to the History of Madagascar, part 2 (19th/20th Century)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.04.17 10:00 - 15:00 GW2 B1120
Fr 19.05.17 10:00 - 15:00 GW2 B1120
Fr 16.06.17 10:00 - 15:00 GW2 B1120
Fr 14.07.17 10:00 - 15:00 GW2 B1120
PD Dr. Dagmar Bechtloff
08-28-GS-9 Ausgrenzung-Ausplünderung-Ausrottung. Die Verfolgung der Juden in der NS-Zeit
Exclusion-Deprivation-Annihilation. The Persecution of the Jews in Nazi Germany

Blockveranstaltung

Einzeltermine:
Sa 29.04.17 09:00 - 18:00 GW2 B2880
Sa 03.06.17 - So 04.06.17 (So, Sa) 09:00 - 18:00 GW2 B2880

Literatur zur Einführung
• Pohl, Dieter: Holocaust. Die Ursachen – das Geschehen – die Folgen. Freiburg; Basel; Wien 2000. SuUB: a hit 339/674
• Steinweis, Alan E.: Judenverfolgung und Holocaust, in: Süß, Dietmar/Süß, Winfried (Hrsg.): Das „Dritte Reich“. Eine Einführung. München 2008, S. 287-309. SuUB: a hit 327 ea/200a

Jaromir Dittmann-Balcar
08-28-GS-10 Sozialtopographie des Bremer Stephaniviertel anhand archäologischer und historischer Quellen

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 SFG 1030 (2 SWS)
Prof. Dr. Uta Halle
Michael Hilken ((LB))

WAHLPFLICHTBEREICH II (GENERAL STUDIES)

Anerkannt sind alle Veranstaltungen, die ihm Pool GENERAL STUDIES aufgefuehrt sind.

Berufsorientierung

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-zsp-GS-1015 Praxisprojekt Public Relations
Professional practice in public relations (tutorial)
Begleitseminar zum Praxisprojekt

Seminar
ECTS: 9

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 SFG 1040 (4 SWS)

Einzeltermine:
Mi 01.02.17 12:00 - 14:00 GW2 B2335a
Mi 12.07.17 10:00 - 16:00 GW2 B2890
Fr 14.07.17 10:00 - 16:00 SFG 1020

Im Praxisprojekt werden studentische PR-Agenturen gebildet, die reale Aufgaben von Einrichtungen und Unternehmen aus der Region erhalten. Am Praxisprojekt können ausschließlich Studierende teilnehmen, die das Seminar „PR für Politik, Kultur, Soziales, Umwelt und Wirtschaft“ erfolgreich abgeschlossen haben. Die Grundlagenveranstaltung und das Praxisprojekt bilden das Praxismodul Public Relations. Das Praxisprojekt dauert 16 Wochen und schließt mit einer Modulprüfung ab, die in der Zeit vom 17.07. bis 21.07.2017 stattfindet. Fuer die verbindliche Teilnahme wird ein Entgelt von 50 Euro als "Pfand" erhoben. Bitte melden Sie sich bis zum 26.01.2017 direkt beim Zentrum Studium und Praxis an!

Vor Beginn des Praxisprojektes wird die Teilnahme an dem Seminar "Projekte zielgerichtet und strukturiert planen" (08-zsp-GS-1012) empfohlen.

Axel Hausmann

Ansprechpartner für die Inhalte des Veranstaltungsverzeichnisses

Alte Vorlesungsverzeichnisse (bis Sommersemester 2012)