Lehrveranstaltungen WiSe 2016/2017

Germanistik / Deutsch, B.A.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

(Profilfach / Komplementärfach / Lehramtsoption) und Bachelor Bildungswissenschaften des Primar- und Elementarbereichs(Fach Deutsch)

Voranmeldungen zu den Lehrveranstaltungen verpflichtend!

Studierende des Faches Germanistik/Deutsch/Deutsch als Zweitsprache muessen sich zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen verbindlich und rechtzeitig voranmelden!

Dies gilt grundsaetzlich fuer alle Studierenden (fuer Studierende im ersten Semester bis Freitag vor Vorlesungsbeginn).
Es wird also eine Voranmeldung fuer Lehrveranstaltungen in sämtlichen Studiengaengen (Bachelor, Master und Master of Education) erwartet.

Diese Anmeldung geschieht ueber Stud.IP!

Sie tragen sich fuer die gewaehlte Veranstaltung ein. Angemeldet und in die Veranstaltung aufgenommen sind Sie aber erst dann, wenn Sie von der/dem Lehrenden auf demselben Weg eine Bestaetigung erhalten haben. Die Veranstaltungen fuer das jeweils folgende Wintersemester werden am 30. Juli, die fuer das nachfolgende Sommersemester am 30. Dezember in Stud.IP freigeschaltet.

Anmeldefristen

fuer Veranstaltungen im Sommersemester: 15. Maerz
fuer Veranstaltungen im Wintersemester: 15. September
fuer Veranstaltungen im ersten (Winter-) Semester: Freitag vor Vorlesungsbeginn

Erlaeuterungen

Dieses Voranmeldeverfahren dient der Orientierung der Lehrenden wie der Studierenden gleichermassen – insbesondere durch fruehzeitige Klaerung der Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen.
Die Studierenden sollen nach Moeglichkeit an der von Ihnen gewuenschten Veranstaltung teilnehmen koennen. In Ausnahmefaellen kann es allerdings notwendig werden, auf eine andere Veranstaltung auszuweichen, fuer die dann (nach der Anmeldefrist) noch weitere Studierende aufgenommen werden. Achten Sie bitte auf entsprechende „News“ oder Hinweise.
Sonderregelung: Bestimmte Veranstaltungen sind jedoch aus technischen oder organisatorischen Gruenden in der Teilnehmerzahl begrenzt. Dies wird in der Veranstaltungsankuendigung bzw. in Stud.IP auch so erlaeutert – fuer gewoehnlich in Verbindung mit der Nennung eines Auswahlkriteriums.


Anmeldeverfahren fuer Erasmus-Studierende:

Studierende, die im Rahmen des Erasmus-Programms Veranstaltungen aus dem Studiengang Germanistik/Deutsch besuchen moechten, muessen sich zu den jeweiligen Lehrveranstaltungen bei den zustaendigen Dozenten per Mail anmelden. Die Mailadressen finden sich hier:
http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/personal/default.aspx

Anmeldung für Lehrveranstaltungen unter Stud.IP

Anmeldefristen

fuer Veranstaltungen im Sommersemester: 15. Maerz
fuer Veranstaltungen im Wintersemester: 15. September
fuer Veranstaltungen im ersten (Winter-) Semester: Freitag vor Vorlesungsbeginn
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
xxx

Kurs
N. N.

A1 Grundlagen der Literaturwissenschaft I Pflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Uwe Spoerl, Kontakt: uwe.spoerl@uni-bremen.de

Das Modul "A1 Grundlagen der Literaturwissenschaft I" fuehrt in die Wissenschaft von der deutschen Literatur ein. Zu belegen sind je ein Einfuehrungskurs in die aeltere und in die neuere deutsche Literaturwissenschaft. Beide Kurse schliessen jeweils mit einer 90-minuetigen Klausur ab.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-1-A1-01 Einführung in die ältere deutsche Literaturwissenschaft I (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 18:15 - 19:45 SFG 2070 (2 SWS) Tutorium
wöchentlich Do 18:15 - 19:45 GW2 B2900 (2 SWS)

Ob die HBO-Serie „Game of Thrones“, Liverollenspiele, die Mittelalterband In extremo oder das Kaltenberger Ritterturnier, ob Tolkiens „Der Herr der Ringe“ oder „King Arthur“ - das Mittelalter ist in fantastischer Literatur, in Film und Freizeit nach wie vor präsent und populär. In diesem Einführungskurs soll Ihnen die „andere“, die wissenschaftliche Seite des Mittelalters vermittelt werden. Schwerpunktmäßig wird die „höfische Klassik“, also die Literatur um 1200 behandelt, daneben erhalten Sie Einblicke in die Literatur des frühen und späten Mittelalters sowie der Frühen Neuzeit.
Anhand ausgewählter Textausschnitte werden folgende Bereiche thematisiert: Weltbild und Verständnisbarrieren; Handschriftenkultur und Überlieferungsbedingungen; Textkritik und Edition; Gattungen der mittelalterlichen Literatur wie Antikenroman, Artusroman, Heldenepik, Minnesang und Sangspruchdichtung; Autoren und Schlüsseltexte; poetische Konzeptionen, Metrik und Rhetorik; Geschlechterkonstruktionen; zudem erhalten Sie Hinweise zu den wichtigsten Hilfsmitteln des Teilfaches Ältere deutsche Literatur.

Ein Reader mit den wichtigsten Textauszügen wird zu Veranstaltungsbeginn auf stud.ip hochgeladen.

Literatur zur Einführung:
BRUNNER, HORST: Geschichte der deutschen Literatur des Mittelalters im Überblick. 2. Aufl. Stuttgart 2003.
KLEIN, DOROTHEA: Mittelalter. Lehrbuch Germanistik. Stuttgart/Weimar 2006.
SCHUMACHER, MEINOLF: Einführung in die deutsche Literatur des Mittelalters. Darmstadt 2010 (WBG, Einführungen Germanistik).
SIEBURG, HEINZ: Literatur des Mittelalters. Berlin 2011 (Studienbuch Literaturwissenschaft).
WEDDIGE, HILKERT: Einführung in die germanistische Mediävistik. 3. Aufl. München 1997.

Dr. Esther Vollmer-Eicken (LB)
10-79-1-A1-02 Einführung in die ältere deutsche Literaturwissenschaft I (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:00 - 10:00 GW2 B3770 Tutorium
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B2900 (2 SWS)

Die Annäherung an das Mittelalter erfolgt meist eher intuitiv über Mittelalterfilme, Mittelalter-Jahrmärkte und Computerspiele, aber auch über historische Romane, die in dieser Epoche spielen. Für ein Studium Germanistik/Deutsch ist eine andere, wissenschaftliche Herangehensweise nötig, um die notwendigen Grundlagen zu erarbeiten. An der Universität Bremen wird ein innovatives Modell der Integration der Mediävistik in die Gesamtgermanistik erprobt: nicht isoliert vom Gesamtfach, sondern integriert in die Sprach- und Literaturwissenschaft. Das Einführungsseminar Ältere deutsche Literaturwissenschaft ist dem Umgang mit vormodernen, insbesondere hochmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Texten, gewidmet. Behandelt werden vor allem folgende Themenkomplexe: Weltbild / Verständnisbarrieren; Historisierung von Begriffen und Methoden, besonders Literatur-, Autor- und Stoffbegriff; Literatur und Gesellschaft / Literatur und Medien; Entstehungs- und Überlieferungsbedingungen; Mäzenatentum, Handschriften- und Druckkultur; Gattungen der Literatur des Hochmittelalters; ggf. Grundlagen der Edition; Metrik und Rhetorik; Hilfsmittel.

Zur Einführung / ersten Orientierung wird empfohlen:
Horst Brunner: Geschichte der deutschen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, neueste Auflage (Reclam).
Dorothea Klein: Mittelalter. Lehrbuch Germanistik, neueste Auflage
Hilkert Weddige: Einführung in die germanistische Mediävistik, neueste Auflage

Prüfung: Klausur in der letzten Sitzung

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-1-A1-03 Einführung in die ältere deutsche Literaturwissenschaft I (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:00 - 10:00 GW2 B1170 Tutorium
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 GW2 B2880 (2 SWS)

Die Annäherung an das Mittelalter erfolgt meist eher intuitiv über Mittelalterfilme, Mittelalter-Jahrmärkte und Computerspiele, aber auch über historische Romane, die in dieser Epoche spielen. Für ein Studium Germanistik/Deutsch ist eine andere, wissenschaftliche Herangehensweise nötig, um die notwendigen Grundlagen zu erarbeiten. An der Universität Bremen wird ein innovatives Modell der Integration der Mediävistik in die Gesamtgermanistik erprobt: nicht isoliert vom Gesamtfach, sondern integriert in die Sprach- und Literaturwissenschaft. Das Einführungsseminar Ältere deutsche Literaturwissenschaft ist dem Umgang mit vormodernen, insbesondere hochmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Texten, gewidmet. Behandelt werden vor allem folgende Themenkomplexe: Weltbild / Verständnisbarrieren; Historisierung von Begriffen und Methoden, besonders Literatur-, Autor- und Stoffbegriff; Literatur und Gesellschaft / Literatur und Medien; Entstehungs- und Überlieferungsbedingungen; Mäzenatentum, Handschriften- und Druckkultur; Gattungen der Literatur des Hochmittelalters; ggf. Grundlagen der Edition; Metrik und Rhetorik; Hilfsmittel.

Zur Einführung / ersten Orientierung wird empfohlen:
Horst Brunner: Geschichte der deutschen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, neueste Auflage (Reclam).
Dorothea Klein: Mittelalter. Lehrbuch Germanistik, neueste Auflage
Hilkert Weddige: Einführung in die germanistische Mediävistik, neueste Auflage

Prüfung: Klausur in der letzten Sitzung

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-1-A1-04 Einführung in die ältere deutsche Literaturwissenschaft I (d)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW2 B2880 (2 SWS)
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B1410 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-1-A1-05 Einführung in die neuere deutsche Literaturwissenschaft (a)
Introduction to Modern German Literature Studies

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 GW2 B2890 (2 SWS)
wöchentlich Do 18:00 - 20:00 GW2 B1170 Tutorium

Die Studierenden werden im Grundlagen-Modul Literaturwissenschaft I (A1) mit den grundlegenden Theorien, Methoden, Begrifflichkeiten und Gegenstandsbereichen der (deutschen) Literaturwissenschaft vertraut gemacht.
Das Modul besteht aus zwei Einführungskursen, einem zur älteren deutschen Literaturwissenschaft und einem zur neueren.
In diesem Einführungskurs zur neueren deutschen Literaturwissenschaft geht es insbesondere natürlich um die neuere deutsche Literatur (also die deutschsprachige Literatur von etwa 1500 an bis heute), ihre Analyse und Beschreibung sowie um Grundfragen und -themen der Literaturtheorie und der Literaturwissenschaft im Allgemeinen. Gegliedert ist der Kurs in fünf Abschnitte: (1) rhetorische Textanalyse / Textoberflächenbeschreibung; (2) Dramenanalyse; (3) Erzähltextanalyse; (4) Lyrikanalyse und Metrik; (5) Literaturtheorie und Literaturwissenschaft.
Einen konkreten Plan für diesen Kurs und Textmaterialien finden Sie ab Anfang Oktober in Stud.IP.
Der Kurs wird mit einer 90-minütigen Klausur (als Modulteilprüfung) abgeschlossen.

Dr. Uwe Spörl
10-79-1-A1-06 Einführung in die neuere deutsche Literaturwissenschaft I (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:15 - 09:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS) Tutorium
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B2880 (2 SWS)

Ziel des Seminars ist es, geleitet durch die Auseinandersetzung mit wichtigen Begriffen und Fragestellungen in die wesentlichen Themen und Arbeitsperspektiven der neueren deutschen Literaturwissenschaft einzuführen. Der Kurs wird bei den kleineren Einheiten literarischer Texte ansetzen, bei Wort und Zeichen, und sich dann über Fragen nach dem Autor und dem Erzählen eine weitere Ebene erarbeiten. Der Text und mögliche Kontexte, schließlich die literarischen Gattungen bilden dann einen nächsten Themenschwerpunkt. Abgeschlossen werden soll der Lehrgang durch Fragestellungen, die direkt zum methodischen Arbeiten hinführen.

Zur Einführung: Allkemper, Alo, Eke, Norbert Otto: Literaturwissenschaft, 3. Auflage, Pader-born 2004.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-1-A1-07 Einführung in die neuere deutsche Literaturwissenschaft I (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)
wöchentlich Fr 08:00 - 10:00 GW2 B3770 Tutorium

Die Studierenden sollen im fachwissenschaftlichen Grundlagenmodul A 1 mit den grundlegenden Theorien, Methoden, Begrifflichkeiten und Gegenstandsbereichen der neueren deutschen Literaturwissenschaft vertraut gemacht werden. Der Einführungskurs behandelt in diesem Zusammenhang die Phänomene von Textualität und Intertextualität und bietet einen Einblick in die literaturwissenschaftlichen Teildisziplinen der Rhetorik und Topik, der Metrik und Stilistik, der Dramatik und Narratologie.

Als Bestandteil des Kurses wird ein Tutorium angeboten, dessen Besuch dringend empfohlen wird.

Der Kurs wird mit einer 90-minütigen Klausur abgeschlossen.

Der Seminarplan und die Arbeitsmaterialien des Kurses werden auf StudIP zur Verfügung gestellt.

Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-1-A1-08 Einführung in die neuere deutsche Literaturwissenschaft I (d)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)
wöchentlich Mi 18:00 - 20:00 GW2 B3850

Dieser Einführungskurs beschäftigt sich mit zentralen Begriffen, Methoden, theoretischen Konzepten und Gegenstandsbereichen der neueren deutschen Literaturwissenschaft. Dabei geht es insbesondere darum, gattungsspezifische Instrumente zur Textbeschreibung und –analyse kennenzulernen und so die Fähigkeit zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit literarischen Texten zu schulen.
Ein Ablaufplan und die für den Kurs notwendigen Textmaterialien stehen ab Anfang Oktober in Stud.IP zur Verfügung. Der Kurs wird mit einer 90-minütigen Klausur abgeschlossen.

Christian Schienke, M.A. (LB)

B1 Grundlagen der Sprachwissenschaft Pflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte:
Teilprüfung Einführung in die Germanistischen Linguistik: Dr. Andreas Rothenhoefer, Kontakt: rothenhoefer@uni-bremen.de
Teilprüfung Einführung in die älteren Sprachstufen des Deutschen: Dr. Ute Siewerts, Kontakt: siewerts@uni-bremen.de

Das Modul „B1 Grundlagen der Sprachwissenschaft“ fuehrt in die Wissenschaft von der deutschen Sprache ein. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Winter); es umfasst (1) den Einfuehrungskurs Sprachwissenschaft und (2) einen Einfuehrungskurs in die aelteren Sprachstufen des Deutschen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-1-B1-01 Einführungskurs in die Sprachwissenschaft I (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Allgemeines: Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die Grundlagen der germanistischen Linguistik und führt in die wichtigsten Teildisziplinen des sprachwissenschaftlichen Studiums ein. Ziel des Seminars ist es, einen Einblick in sprachwissenschaftliche Gegenstände, Modellbildungen, in Grundeinheiten, in die linguistische Beschreibungssprache wie auch in grundlegende Analyseverfahren von Sprache und Kommunikation zu erlangen.

Inhalte: Das Seminar wird systematische Gegenstandsbestimmungen und Beschreibungsansätze von den kleinsten bedeutungsunterscheidenden zu den bedeutungstragenden Zeicheneinheiten, von einfachen und komplexen Wörtern bis hin zu den Strukturen, Mustern, Bedeutungen und Funktionen von Sätzen, Texten oder Diskursen erarbeiten. Außerdem sollen Überlegungen zur Einbettung dieser Phänomene in die Kommunikationssituation, zu ihrem Beitrag zur Bedeutungskonstitution innerhalb des sozialen Kontextes sowie zu Möglichkeiten der Variation sowie ein Ausblick auf zeitgenössische Analyse- und Anwendungsmöglichkeiten angestellt werden.
Unterrichtsformen: Mediengestützter Dozentenvortrag mit Plenumsdiskussionen, Gruppenarbeiten und Textlektüre.
Prüfungsform: Das Seminar schließt mit einer E-Klausur
Grundlegende Literatur: wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-1-B1-02 Einführungskurs in die Sprachwissenschaft I (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SFG 2010 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-79-1-B1-03 Einführungskurs in die Sprachwissenschaft I (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 SFG 0140 (2 SWS)
Sabine Wahl
10-79-1-B1-04 Einführung in die älteren Sprachstufen des Deutschen (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 MZH 5210 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 26.06.17 08:00 - 10:00 GW2 B1580
Dr. Maryvonne Hagby
10-79-1-B1-05 Einführung in die älteren Sprachstufen des Deutschen (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 SFG 2010 (2 SWS)
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Einzeltermine:
Sa 03.12.16 09:00 - 16:00 GW1-HS H0070
Dr. Maryvonne Hagby
10-79-1-B1-06 Einführung in die älteren Sprachstufen des Deutschen (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 GW1-HS H1010 (2 SWS)
Dr. Maryvonne Hagby (LB)
10-79-1-B1-07 Einführung in die älteren Sprachstufen des Deutschen (d)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:15 - 15:45 SFG 2010 (2 SWS)
Dr. Maryvonne Hagby (LB)
10-79-1-B1-08 Tutorien zum Einführungskurs in die Sprachwissenschaft

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mo 18:00 - 20:00 GW2 A4330
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 SH D1020 (2 SWS) Tutorium
wöchentlich Do 18:15 - 19:45 SFG 2020 (2 SWS) Tutorium

Einzeltermine:
Mo 06.02.17 10:00 - 14:00 GW2 B2890
Dr. Andreas Rothenhöfer
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
Sabine Wahl
Dr. Hanna Acke
10-79-1-B1-09 Einführungskurs in die Sprachwissenschaft I (d)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 SFG 0140 (2 SWS)
Dr. Hanna Acke
10-79-1-B1-10 Begleitveranstaltung zum Einführungskurs in die Sprachwissenschaft (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 18:15 - 19:45 SFG 2080 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke (Mentorat)
Jascha Döschner (LB)

GR1 Fachwissenschaftliche Grundlagen für Studierende im Grundschullehramt Deutsch 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Ingo Warnke / Dr. Uwe Spoerl, Kontakt: iwarnke@uni-bremen.de uwe.spoerl@uni-bremen.de

Das Modul „GR1 Fachwissenschaftliche Grundlagen fuer Studierende im Grundschullehramt Deutsch“ fuehrt in die Wissenschaft von der deutschen Sprache ein. Das Modul erstreckt sich im „grossen“ Fach ueber 1 Semester (Winter) bzw. im „kleinen“ Fach ueber 2 Semester (Winter + Winter).
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-1-GR1-1 Einführungskurs deutsche Sprachwissenschaft (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Allgemeines: Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die Grundlagen der Sprachwissenschaft des Deutschen und führt in die wichtigsten Teildisziplinen des sprachwissenschaftlichen Studiums ein. Ziel des Seminars ist es, einen Einblick in sprachwissenschaftliche Gegenstände, Modellbildungen, in Grundeinheiten, in die linguistische Beschreibungssprache wie auch in grundlegende Analyseverfahren von Sprache und Kommunikation zu erlangen.

Inhalte: Das Seminar wird systematische Gegenstandsbestimmungen und Beschreibungsansätze von den kleinsten bedeutungsunterscheidenden zu den bedeutungstragenden Zeicheneinheiten, von einfachen und komplexen Wörtern bis hin zu den Strukturen, Mustern, Bedeutungen und Funktionen von Sätzen, Texten oder Diskursen erarbeiten. Außerdem sollen Überlegungen zur Einbettung dieser Phänomene in die Kommunikationssituation, zu ihrem Beitrag zur Bedeutungskonstitution innerhalb des sozialen Kontextes sowie zu Möglichkeiten der Variation sowie ein Ausblick auf zeitgenössische Analyse- und Anwendungsmöglichkeiten angestellt werden.
Unterrichtsformen: Mediengestützter Dozentenvortrag mit Plenumsdiskussionen, Gruppenarbeiten und Textlektüre.
Prüfungsform: Das Seminar schließt mit einer E-Klausur
Grundlegende Literatur: wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-1-GR1-2 Einführungskurs deutsche Sprachwissenschaft (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 NW2 A0242 (Stufenhörsaal) GW2 B2900 (2 SWS)
Sabine Wahl
10-79-1-GR1-3 Einführungskurs deutsche Sprachwissenschaft (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW2 B3850 (2 SWS)
Jennifer Gräger
10-79-1-GR1-4 Einführung in die deutsche Literaturwissenschaft (a)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 3) Mo 08:15 - 09:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. Tutorium
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 GW2 B2900 (2 SWS)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-1-GR1-5 Einführung in die deutsche Literaturwissenschaft (b)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 3) Mo 18:00 - 20:00 GW2 B1580
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 SH D1020 (2 SWS)

Die Studierenden werden im fachwissenschaftlichen Grundlagenmodul (GR1) mit den grundlegenden Theorien, Methoden, Begrifflichkeiten und Gegenstandsbereichen der Germanistik vertraut gemacht.

Der Einführungskurs zur deutschen Literaturwissenschaft führt dementsprechend in die Grundlagen der literaturwissenschaftlichen Beschäftigung mit deutschsprachiger Literatur ein. Im Fokus stehen neben grundlegenden Fragen und Themen der Literaturtheorie und Literaturwissenschaft auch Aspekte der Literaturgeschichte sowie Methoden der Analyse und Beschreibung literarischer Werke.

Gegliedert ist der Kurs in sechs Abschnitte:
(1) Literaturtheorie und Literaturwissenschaft
(2) Rhetorik
(3) Poetik
(4) Epik
(5) Lyrik
(6) Dramatik

Als Bestandteil des Kurses wird ein Tutorium angeboten, dessen Besuch dringend empfohlen wird.
Der Kurs wird mit einer 90-minütigen Klausur abgeschlossen, die als Modulteilprüfung gilt. Der Seminarplan und die Arbeitsmaterialien stehen ab Semesterbeginn im Stud.IP zur Verfügung.

Dr. Philipp Schmerheim
10-79-1-GR1-6 Einführung in die deutsche Literaturwissenschaft (c) mit Tutorium
Introduction to German Literature Studies

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B2890 (4 SWS)
wöchentlich Fr 08:00 - 10:00 GW2 B1170 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) Tutorium

Einzeltermine:
Sa 28.01.17 12:00 - 14:00 GW2 B2900

Die Studierenden werden im fachwissenschaftlichen Grundlagenmodul (GR1) mit den grundlegenden Theorien, Methoden, Begrifflichkeiten und Gegenstandsbereichen der Germanistik vertraut gemacht.
Das Modul besteht aus zwei Einführungskursen, einem zur (deutschen) Literaturwissenschaft und einem zur (deutschen) Sprachwissenschaft.
In diesem Einführungskurs zur deutschen Literaturwissenschaft geht es somit um die deutsche, und das heißt: deutschsprachige Literatur (von ihren Anfängen bis heute), ihre Analyse und Beschreibung sowie um Grundfragen und -themen der Literaturtheorie und der Literaturwissenschaft im Allgemeinen. Gegliedert ist der Kurs in fünf Abschnitte: (1) rhetorische Textanalyse / Textoberflächenbeschreibung; (2) Dramenanalyse; (3) Erzähltextanalyse; (4) Lyrikanalyse und Metrik; (5) Literaturtheorie und Literaturwissenschaft.
Einen konkreten Plan für diesen Kurs und Textmaterialien finden Sie ab Anfang Oktober in Stud.IP.
Der Kurs wird mit einer 90-minütigen Klausur (als Modulteilprüfung) abgeschlossen.

Dr. Uwe Spörl
Caroline Engelhardt (LB)
10-79-1-GR1-7 Tutorien zum Einführungskurs in die Sprachwissenschaft

Tutorium

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. GW2 B1700 (2 SWS) Tutorium
wöchentlich Mi 18:00 - 20:00 MZH 1110

Einzeltermine:
Sa 04.02.17 10:00 - 14:00 GW2 B2890
Di 07.02.17 14:00 - 17:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Dr. Andreas Rothenhöfer
Jennifer Gräger
Sabine Wahl

A3 Literaturtheorie und literaturwissenschaftliche Methodologie Pflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Das Modul Literaturtheorie und literaturwissenschaftliche Methodologie findet regelmaessig im Wintersemester statt. Es fuehrt anhand von exemplarischen Gegenstaenden und Themen in die genannten Stoffgebiete ein. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von mindestens 4 SWS auszuwaehlen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-A3-01 Intertextualität und Intermedialität [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 SFG 2060 (2 SWS)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-A3-02 Gender und Gewalt [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 SFG 1020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 22.03.17 14:00 - 16:00 SFG 2060

Das Miteinander der Geschlechter läuft zu allen Zeiten nicht ohne Probleme ab. Im Seminar beschäftigen wir uns mit spannungsreichen Beziehungen zwischen Frau und Mann in der deutschen Literatur des Mittelalters. Vor dem Hintergrund rechtlicher, kirchlicher und lebenspraktischer Positionen untersuchen wir folgende Texte in Ausschnitten: Hartmann von Aue, 'Erec' (Enite-Handlung); 'Nibelungenlied' (Brünhild-Handlung, Tötung Siegfrieds und Kriemhilds); Wolfram von Eschenbach, 'Parzival' (Condwiramurs-Handlung, Orgeluse-Handlung) sowie ausgewählte Schwankmären des Spätmittelalters: Stricker, 'Die eingemauerte Frau'; 'Der begrabene Ehemann'; Heinrich Kaufringer, 'Die unschuldige Mörderin', 'Die Suche nach dem glücklichen Ehepaar'.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Kurzreferat / Sitzungsmitgestaltung; Handout
Prüfung (in einem der beiden A3-Seminare): mündliche Prüfung

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-3-A3-03 Intertextualität
Intertextuality

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Dieses Seminar im Modul A3 (bzw. im analogen Modul IIIC der alten Studienstruktur) beschäftigt sich mit dem (theoretischen) Konzept der Intertextualität, das seit seiner ‚Entdeckung‘ in den 60er/70er Jahren die Literaturwissenschaft geprägt hat wie wenige andere Konzeptionen. Das Konzept der Bezugnahme von Texten auf Texte ist freilich ganz unterschiedlich aufgefasst worden – vom spezifischen Phänomen ausgezeichneter, eben: intertextueller literarischer Texte bis hin zu einer universalen Texttheorie, nach der jeder Text wesentlich intertextuell ist.
In einem ersten Schritt wird es darum gehen, die Bestimmungen und Möglichkeiten dieses Konzepts und seiner Variationen zu erschließen. In einem zweiten sollen jedoch auch ausgewählte literarische Texte, die ‚intertextuell‘ sind, und damit die Frage der Anwendbarkeit des Konzepts zu Beschreibungs- und Analysezwecken behandelt werden.
Einen konkreten Plan für dieses Seminar finden Sie ab spätestens September in Stud.IP.
Die im Seminar zu behandelnden theoretischen und literarischen Texte werden als PDFs zur Verfügung gestellt.
Im Modul A3 ist es möglich, durch eine mündliche Prüfung zu diesem Seminar das Modul abzuschließen.
Im Modul IIIC („alte Studienstruktur“) ist es möglich, durch eine Hausarbeit oder eine mündliche Prüfung zu diesem Seminar das Modul abzuschließen. Die (theoretisch mögliche) Prüfungsform Klausur wird nicht angeboten.

Dr. Uwe Spörl
10-79-3-A3-04 Metapher und Metaphorologie (nach Hans Blumenberg) in der Literaturwissenschaft [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 GW2 A4020 (2 SWS)

Die Metapher wird einerseits als eine Stilfigur gebraucht, sie ist andererseits zum Gegenstand von übergreifenden Metapherntheorien geworden, die weit über Gestaltungsfragen hinausweisen. Zu den avancierteren dieser Theorien gehört Hans Blumenbergs Metaphorologie, die Metaphern als ein Bildreservoir liest, das unseren Zugang zur Wirklichkeit ausdrückt und beeinflußt. Das Licht „als Metapher der Wahrheit“ zu lesen, wie Blumenberg es in einem bekannten Aufsatz analysiert, ist seit der Aufklärung ein gängiges Bild, es liefert eine Anschauung zu unseren Vorstellungen und es prägt unser Denken bis hin zu einzelnen Formulierungen.

Das Seminar soll von den einfachen Stilfiguren ausgehend die wesentlichen Positionen der Metapherntheorien diskutieren und dabei einen Schwerpunkt auf Blumenbergs Metaphorologie und seine Theorie der ‚Hintergrundmetaphern‘ legen. Blickt man auf Blumenbergs Werk, so ergeben sich für den Literaturwissenschaftler zwei Fragestellungen, mit denen sich das Seminar in seiner zweiten Hälfte beschäftigen soll. Einerseits stellt Blumenberg Metaphernkomplexe in den Mittelpunkt, die entweder auf die Philosophie und ihre Selbstreflexion oder auf anthropologfische Fragen bezogen sind. Das Seminar soll fragen, welche spezifischen Modifikationen für eine literaturwissenschaftliche Anwendung der Theorie notwendig sind. Andererseits enden Blumenbergs historische Reihenuntersuchungen der Metaphernverwendung am Ende des 20. Jahrhunderts, oftmals sogar deutlich früher. Deshalb ist zweitens zu fragen, wie diese Arten von Metaphoriken in der Gegenwartsliteratur verwendet werden.
Das Seminar soll zunächst auf der Grundlage von Rolfs Arbeit zu den Metapherntheorien die grundlegenden Ansätze diskutieren und in einem zweiten Schritt Blumenbergs Theorien mit Blick auf die Literaturwissenschaft untersuchen. Im Mittelpunkt soll dabei Blumenbergs Text „Schiffbruch mit Zuschauer“ stehen, seine Metaphorik kann unter anderem mit Jelineks Stück „Die Schutzbefohlenen“ in Beziehung gesetzt werden.
Der zweite Teil des Seminars stellt die literarische Verarbeitung von Metaphern für Staat und Gesellschaft seit den 1950er Jahren in den Mittelpunkt und analysiert Auszüge aus Texten auf die Funktionsweise und die kulturelle Funktion der Metaphern, beginnend mit Wolfgang Koeppens „Das Treibhaus“ und Martin Walsers „Ehen in Philippsburg“, über Volker Brauns „Hinze Kunze Roman“ und Wolfgang Hilbigs „Das Provisorium“. Dabei ist zu fragen, welche Metaphoriken sich in den literarischen Texten als Strukturmerkmale analysieren lassen, wie sie Staat und Gesellschaft abbilden, außerdem, ob es sich um ein einheitliches Schema handelt, schließlich, wie die Metaphoriken sich im historischen Prozeß bis in die Gegenwart verändern. Am Ende sollen anwendbare Perspektiven stehen, die literarische Texte auf der Grundlage von komplexen Metaphernkonstellationen analysierbar machen.

Zum Einlesen:
Eckard Rolf: Metapherntheorien, Berlin 2005
Hans Blumenberg: Schiffbruch mit Zuschauer, Frankfurt a.M. 1978.
Hans Blumenberg: Paradigmen zu einer Metaphorologie, Frankfurt a.M. 1998.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-3-A3-05 Analytik und Synthetik. Methodische Grundlagen literaturwissenschaftlichen Arbeitens [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 07.02.17 10:00 - 12:00 GW2 B1580
Do 09.02.17 11:00 - 12:00 GW2 B1580
Di 14.02.17 10:00 - 12:00 GW2 B1580

Allgemeine Einführungen in die Literaturwissenschaft sind ebenso zahlreich auf dem wissenschaftlichen Buchmarkt vorhanden wie Einführungen in die literaturwissenschaftlichen Teildisziplinen wie etwa in die Metrik, in die Rhetorik oder in die Narratologie. Zumeist jedoch konzentrieren sich diese Einführungen auf die jeweiligen fachspezifischen Aspekte einer solchen Teildisziplin oder beschränken sich auf einen allgemeinen Überblick über das Fach. Literaturtheoretisch reflektierte und zugleich anwendungsorientierte methodologische Einführungen in die Grundlagen des literaturwissenschaftlichen Arbeitsprozesses stellen dagegen noch immer ein gravierendes Desiderat dar. Das Seminar will mit engem Forschungsbezug dieses Desiderat füllen helfen und sich deshalb den methodischen Grundlagen literaturwissenschaftlichen Arbeitens widmen.

Es geht in diesem Zusammenhang um die grundlegenden Aspekte von Analytik und Synthetik, die – wie jeder geisteswissenschaftlichen Methodologie – auch der germanistischen Literaturwissenschaft zugrunde liegen. Im Bereich der Analytik sollen dabei insbesondere die Fragen der Struktur, der Narration und der Phänomenologie behandelt werden, im Bereich der Synthetik insbesondere die Fragen der Systematik und der Synthese.

Der Semesterplan und die Arbeitsmaterialien werden auf StudIP zur Verfügung gestellt.

Die Prüfungsleistung erfolgt in diesem Seminar durch eine mündliche Prüfung.

Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-3-A3-06 Literaturwissenschaft und Psychoanalyse [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Psychoanalytische Ansätze sind in der Literaturwissenschaft (und andernorts) umstritten, was allerdings auch daran liegen mag, dass solche Ansätze immer noch herangezogen werden, um Autoren oder Figuren einer unreflektierten Psychologisierung zu unterziehen. Dabei haben psychoanalytische Einsichten durchaus Implikationen, die für die Analyse literarischer Texte sehr produktiv sein können, lenken sie doch den Blick auf Bedeutungsstrukturen und Textfunktionen, die sich anderen Theorien entziehen. Sigmund Freuds Überlegungen – etwa, dass das ‚Ich nicht Herr im eigenen Haus ist‘ – stellen nicht nur die paradoxe (Un-) Bestimmtheit menschlicher Identität zur Diskussion und erschließen ein neues Wissen über den Menschen. Sie rücken außerdem, insbesondere in der Neuformulierung von Jacques Lacan, Zeichen- und Begehrensdynamiken in den Blick, die sich literarischen Texte beispielhaft ablesen lassen. Im Seminar werden wir solchen Dynamiken anhand ausgewählter Figuren psychoanalytischer Theoriebildung (z.B. Traum, Symptom, Begehren) nachgehen und sie für die Analyse literarischer Texte aus unterschiedlichen Epochen produktiv zu machen suchen. Das schließt die grundsätzliche Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen von Theorie ein.

Ein Reader zum Seminar ist ab 10. Oktober bei Steckels Copyhaus (Crüsemannallee 82) erhältlich. Eine Modulprüfung kann in Form einer mündlichen Prüfung abgelegt werrden.

Dr. Christian Schmitt
10-79-3-A3-07 Diskursanalyse und New Historicism [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW1 A0150 (2 SWS)

Dieses Seminar beschäftigt sich mit zwei literaturtheoretischen Methodologien ähnlichen Zuschnitts: Sowohl der Diskursanalyse als auch dem New Historicism geht es darum, literarische Texte als historische Gebilde zu interpretieren, ohne sich dabei in den Details von Autorenbiographien zu verlieren. Den Konzepten, die dabei in Stellung gebracht werden, wird dieser Kurs durch die Lektüre einiger Schlüsseltexte Michel Foucaults (Diskursanalyse) und Stephen Greenblatts (New Historicism) nachspüren. Daneben soll aber auch immer mal wieder ein Blick auf konkrete Textinterpretationen geworfen werden, die von diesen Strömungen angeregt wurden.
Ein genauer Seminarplan wird zu Semesterbeginn bei Stud.IP zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für die Textmaterialien, die dort als pdf-Dokumente zum Download bereit stehen werden.
Die Modulprüfung kann in diesem Seminar in Form einer mündlichen Prüfung abgelegt werden.

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-3-A3-08 Literatur und Gesellschaft. Theoretische Konzepte von Adorno bis Bourdieu [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 A4020 (2 SWS)

Dass für die Kunst und damit auch für die Literatur seit dem Aufkommen der Genieästhetik gerne so etwas wie ‚Zweckfreiheit‘, ‚Eigengesetzlichkeit‘, ‚Autonomie‘ oder ‚Souveränität‘ reklamiert wird, bedeutet schon allein deshalb keinesfalls, dass Literatur sich tatsächlich jenseits ihrer gesellschaftlichen Bedingungen abspielt, weil die Produktion und Rezeption von Literatur eben immer auch ein gesellschaftlicher Prozess ist – man denke an Buchmessen, Literaturskandale oder den Hype vor dem Erscheinen des letzten Harry-Potter-Bandes. Was bedeuten dann aber Konzepte wie ‚Autonomie‘ oder ‚Eigengesetzlichkeit‘ der Kunst/Literatur? Und wie lässt sich das Verhältnis von Literatur und Gesellschaft vor dem Hintergrund solcher Forderungen bestimmen? Diesen und anderen Fragen, die den gesellschaftlichen Aspekt von Literatur berühren, soll in diesem Seminar anhand einer Auswahl theoretischer Texte u.a. von Adorno (Kritische Theorie), Luhmann (Systemtheorie) und Bourdieu (Ökonomie symbolischer Güter) nachgegangen werden.
Ein genauer Seminarplan wird zu Semesterbeginn bei Studi.IP zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für die Textmaterialien, die dort als pdf-Dokumente zum Download bereit stehen werden.
Die Modulprüfung kann im Rahmen dieses Seminars in Form einer mündlichen Prüfung abgelegt werden.

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-3-A3-09 Autoridentität und literarischer Text in der Postmoderne [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 IW3 0390 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 06.02.17 10:00 - 16:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Seminarkommentar: Autoridentität und literarischer Text in der Postmoderne

In den zurückliegenden Jahren ist in der Germanistik des Öfteren, teils in groß angelegten Entwürfen und gerade auch von jüngeren Wissenschaftlern über die Beziehung zwischen literarischem Text und der Identität seiner Autoren nachgedacht worden. Stellvertretend seien hier die Studien „Poetiken des Selbst“ (2014) von Innokentij Kreknin und „Auto®fiktion“ (2013) von Martina Wagner-Egelhaaf genannt. Diese Untersuchungen reagieren dabei offensichtlich auf ein Phänomen, das sich typischerweise gehäuft in der jüngeren Literatur beobachten lässt. In vielen dieser Texte seien sie von Wolfgang Hilbig, Navid Kermani oder Rainald Goetz finden sich Figuren, die weitgehend mit der Person ihres Autors identisch zu sein scheinen. Eine der Fragen, der wir auch im Seminar nachgehen wollen, ist nun, was bewegt Autoren, sich mitunter sogar unter Verwendung ihres bürgerlichen Namens in den eigenen Text einzuschreiben?
Für die Erzähltheorie, die mit diesem Arbeitsgebiet befasst ist, ergeben sich daraus schwerwiegende Implikationen, bis hin zu der Frage, wie sich in solchen Fällen die fiktionsexterne Wirklichkeit und die Wirklichkeit im Erzähltext, oft auch als erzählte Welt bezeichnet (Martinez/Scheffel, [1999] 2003), überhaupt kategorial trennen lassen. Nähern sich hier Wirklichkeit und dichterische Fantasie vielleicht so sehr an, dass sie für die Schriftsteller und für alle, die ihnen als Leser folgen wollen, in wichtigen Aspekten ununterscheidbar werden? Wäre dies der Fall, müssten wir als Leser solcher Texte ihre Wahrheit zumindest in diesen Hinsichten konzedieren ‒ ein Paradox angesichts der für schöne Literatur gültigen grundlegenden Rezeptionsanweisung: Frage nicht, ob es wahr ist!
Im Seminar soll es darum gehen, uns mit Methoden und Begriffen aus der neueren Erzähltheorie, vertraut zu machen, die helfen können, der beschriebenen Problematik angemessen zu begegnen. Die wollen wir auch praktisch an ausgewählten Textbeispielen erproben.
Ein Seminarplan mit Literaturliste wird vor Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Dr. André Steiner (LB)
10-79-3-A3-10 Postkoloniale Literaturwissenschaft [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW1 B1070 (2 SWS)
Simone Brühl, M.A. (LB)

B3 Sprache in Denken und Handeln Pflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Andreas Rothenhoefer/ Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: rothenhoefer@uni-bremen.de iwarnke@uni-bremen.de

Das Modul "B3 Sprache in Denken und Handeln" macht die Studierenden mit linguistischen Theorien und Methoden der Semantik und Pragmatik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Winter); es umfasst zwei entsprechende Seminare, aus denen zwei Studienleistungen und eine Pruefungsleistung erbracht werden.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-77-3-B1.1-1 Kontrastive Linguistik Französisch-Deutsch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:30 - 10:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 06.02.17 10:15 - 11:45 GW2 B2880

"In diesem Seminar wollen wir die französische und die deutsche Sprache hinsichtlich ihrer Strukturen und Verwendungsweisen kontrastiv betrachten. Vergleichend untersuchen werden wir sowohl syntaktische, morphologische und phonologische Phänomene als auch lexikalische oder pragmatische Aspekte. Auch werden wir uns kontrastiv mit Textsorten und Varietäten beschäftigen und uns mit Übersetzungen auseinandersetzen.

Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Beherrschung der französischen Sprache.

Einführende Literatur:
Blumenthal, Peter (1997): Sprachvergleich Deutsch-Französisch. Tübingen (Niemeyer).
Wandruszka, Mario (1998): Die europäische Sprachengemeinschaft: Deutsch Französisch Englisch Italienisch Spanisch im Vergleich. Tübingen (Francke)."

Dr. Katrin Mutz
10-79-3-B3-1 Lexikographie - gedruckt und elektronisch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B2900 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-3-B3-2 Textlinguistik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Die Textlinguistik ist eine sprachwissenschaftliche Teildisziplin, die sich seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. Sie beschäftigt sich mit sprachlichen Einheiten, die satzübergreifenden Charakter aufweisen.
Zentrale Untersuchungsbereiche der Textlinguistik, die auch in dieser Veranstaltung von Bedeutung sein sollen, sind die Textualität als konstituierendes Merkmal von Texten, die Sprach- und Textfunktionen sowie die Typologisierung von Texten, z. B. in Form von Textsorten.
Im analytischen Teil der Veranstaltung werden wir Texte unterschiedlicher Textsorten mit Hilfe textlinguistischer Methoden untersuchen. Einbezogen werden auch Fragen der Vermittlung von Textkompetenzen im Unterricht (Deutsch als Muttersprache, Fremd- oder Zweitsprache).
Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-3-B3-3 Ausgewählte Probleme der Onomastik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SFG 2020 GW1-HS H1000 (2 SWS)

Die Namenkunde (auch Onomastik genannt) ist eine linguistische Teildisziplin, die in vielfältigen Beziehungen zu anderen Disziplinen der Sprachwissenschaft (z. B. Soziolinguistik, Sprachgeschichte, Wortbildung, Semantik) und zu anderen Wissenschaftsdisziplinen (Geschichte, Geographie, Biologie, Völkerkunde u. a.) steht.
Die Onomastik beschäftigt sich mit dem Wesen von Eigennamen, deren Klassifizierungsmöglichkeiten und mit ihrer historischen Entwicklung.
Auch soziolinguistische und pragmalinguistische Aspekte (beispielsweise die Motive der Namengebung bei Kindern, Gründe für die Wahl des Familiennamens bei der Eheschließung oder auch die Wirkung von Produktnamen auf den Kunden) werden untersucht.
Einigen dieser Aspekte soll im Rahmen des Seminars nachgegangen werden.
Fragen des bundesdeutschen Namensrechts werden ebenfalls eine Rolle spielen.

Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-3-B3-4 Linguistische Diskursanalyse – Diskurslinguistik
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:15 - 09:45 SFG 1040 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-79-3-B3-5 Gesprochene, geschriebene und gesungene Sprache

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B2880 (2 SWS)
Sabine Wahl
10-79-3-B3-6 Textlinguistik (b)

Seminar

Einzeltermine:
Di 14.02.17 09:00 - 16:00 GW2 B2900
Do 16.02.17 - Fr 17.02.17 (Do, Fr) 09:00 - 16:00 GW2 B2900

Die Textlinguistik ist eine sprachwissenschaftliche Teildisziplin, die sich seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. Sie beschäftigt sich mit sprachlichen Einheiten, die satzübergreifenden Charakter aufweisen.
Zentrale Untersuchungsbereiche der Textlinguistik, die auch in dieser Veranstaltung von Bedeutung sein sollen, sind die Textualität als konstituierendes Merkmal von Texten, die Sprach- und Textfunktionen sowie die Typologisierung von Texten, z. B. in Form von Textsorten.
Im analytischen Teil der Veranstaltung werden wir Texte unterschiedlicher Textsorten mit Hilfe textlinguistischer Methoden untersuchen. Einbezogen werden auch Fragen der Vermittlung von Textkompetenzen im Unterricht (Deutsch als Muttersprache, Fremd- oder Zweitsprache).
Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe

GR3 Kinder- und Jugend-Literatur und -Medien Pflichtmodul 9 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Tobias Kurwinkel, Kontakt: kurwinkel@uni-bremen.de

Das jeweils im Wintersemester angebotene Modul Kinder- und Jugend-Literatur und - Medien (GR3) besteht im grossen wie im kleinen Fach aus zwei Lehrveranstaltungen zu zwei SWS. Im grossen Fach wird das Modul mit einer grossen Hausarbeit (9 CP), im kleinen Fach mit einer muendlichen Pruefung (6 CP) abgeschlossen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-GR3-01 Der Jugendroman

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 SFG 2060 (2 SWS)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-02 Funnies, Krimis und Mädchenserien – Eine Einführung in das Kinderhörspiel

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 GW2 B2880 (2 SWS)

Einzeltermine:
So 06.11.16 09:00 - 16:00 GW2 B3850

Kleine Hexen aus Neustadt und auf dem Martinshof, die TKKG-Freunde aus der Millionenstadt, die drei Detektive aus Rocky Beach oder auch die Fünf Freude auf ihren zahlreichen Abenteuern – diesen unterschiedlichen Figuren und ihrer medialen Inszenierung wird sich das Seminar widmen. Dabei werden wir uns zunächst einem kurzen Einblick in die Geschichte des Hörspiels und seiner Adressaten – von den Rundfunkhörern bis zu den ‚Kassettenkindern‘– zuwenden, wobei dieser Einblick bereits der Herausarbeitung wichtiger typologischer Merkmale des Hörspiels dienen soll. Im Anschluss an diese theoretische Auseinandersetzung und auf dieser aufbauend sollen ausgewählte Beispiele gemeinsam narratologisch analysiert und diskutiert werden.

Stefanie Jakobi
10-79-3-GR3-03 Kinder- und Jugendfilm

Seminar

Einzeltermine:
Do 20.10.16 18:00 - 20:00 SH D1020
Fr 18.11.16 12:00 - 19:00 MZH 1450
Sa 19.11.16 - So 20.11.16 (So, Sa) 12:00 - 19:00 SH D1020
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-04 Literatur für Kinder und Jugendliche am Beispiel dystopischer Romane

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SFG 1030 (2 SWS)

Generationenkonflikte im Angesicht von Naturkatastrophen, Organtransplantation und erste Liebe, Klone auf der Suche nach Individualität, Identität im totalitären Regime, Anerkennung in Zeiten von Social Media und Selbstoptimierung, Kräftemessen im Reality TV:
Das Verweissystem kinder- und jugendliteratischer Dystopien, jener „Endzeitthriller um globale Gefahrenlagen“ (Schweikart 2014), stellt zum einen Beziehungen zu Klassikern des dystopischen Genres auf, wie etwa „Brave New World“ (Huxley 1932) oder „1984“ (Orwell 1949). Zum anderen jedoch werden zeitgenössische Romane der Kinder- und Jugendliteratur mit adressatenspezifischen Themen und Motiven angereichert und aktualisiert: Der dystopische Roman wird zum Adoleszenzroman erweitert, der zugleich gesellschaftliche Sachverhalte spiegeln kann.
Am Anfang des Seminars wird die Beschäftigung mit genrespezifischen, thematologischen und historischen Perspektiven dystopischer Literatur stehen. In der Auseinandersetzung mit einschlägigen Titeln werden im Anschluss die Besonderheiten der KJL innerhalb dieses Genres erörtert: Hier sind Fragestellungen zu Themen, Motiven und All-Age-Orientierung ebenso relevant wie solche zu Typologien oder zur Doppelsinnigkeit der behandelten Texte. Anhand von Titeln wie Die Wolke (Pausewang 1987), Die Tribute von Panem (Collins 2008-2010), Die Bestimmung (Roth 2011-2014) usw., aber auch mit Hilfe der Betrachtung von Bilderbüchern, wie z.B. Serafin und seine Wundermaschine (Fix 1967) oder Adaptionen, werden die genannten sowie andere Leitgedanken im Seminar diskutiert.

Sabrina Tietjen, M.Ed. (LB)
10-79-3-GR3-05 Kinder- und Jugendtheater am Beispiel Michael Endes

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 Cog 2030 (2 SWS)

Das Theater für Kinder und Jugendliche (KJT) ist ein integraler Bestandteil der Theaterlandschaft. Nicht nur wird regelmäßig Kinder- und Jugendliteratur (KJL) für die Bühne adaptiert, Häuser wie das Junge Theater Bremen oder das Stadttheater Bremerhaven führen auch regelmäßig eigens für die junge Zielgruppe entwickelte Stücke auf. Hinzu kommen klassische Theaterstoffe, die an die (angenommenen) Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen angepasst werden.

Die Werke des ursprünglich als Theaterschauspieler ausgebildeten Autors Michael Endes sind ein fester Bestandteil der bundesweiten Spielpläne. Dabei werden Erzählungen wie wie Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Momo, Die unendliche Geschichte, Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch oder die musikalischen Fabeln nicht nur auf Sprechtheaterbühnen aufgeführt, sondern auffallend oft im Figurentheater. Die theatrale Popularität Endes resultiert nicht zuletzt aus seiner zeitlebens hohen Affinität zum Theater, die sich auch in zahlreichen Vorträgen, Interviews und Aufsätzen manifestiert. Oft hat Ende mit Theaterschaffenden wie dem Komponisten Wilfried Hiller zusammen Stücke für das Theater entwickelt: teils Adaptionen seiner literarischen Werke, teils originäre, eigens für die Bühne geschriebene Geschichten.

Am Beispiel Michael Endes führt dieses Seminar in Grundbegriffe der Theaterwissenschaft ein und bietet einen exemplarischen Überblick über Formen des Theaters für Kinder und Jugendliche wie Sprechtheater, Musiktheater, Körpertheater und Figurentheater und seine Anwendungsmöglichkeiten im schulischen Rahmen.

Geplant ist ein gemeinsamer Theaterbesuch im Bremer Raum.

Literatur zur Vorbereitung:

Bitte machen Sie sich mit dem Werk Michael Endes vertraut, insbesondere mit Die unendliche Geschichte, Momo, Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Jim Knopf und Die Wilde 13 und Die musikalischen Fabeln. Diese Werke werden im Fokus der Lehrveranstaltung stehen.

Eine Einführung in Leben und Werk Michael Endes bietet Anna Zamolska: Michael Ende. In: KinderundJugendmedien.de: Fachlexikon. URL http://kinderundjugendmedien.de/index.php/autoren/554-ende-michael

Einen Überblick über Ansätze und Begriffe der Kindertheaterforschung finden Sie bei Johannes G. Pankau: Hochschuldidaktische Handreichung Kindertheater. Bremen, 2007. ⇐ Handreichungen zur Entwicklung der Sprach- und Literaturdidaktik im Elementarbereich. Hrsg. von Jochen Hering und Sven Nickel.) Online verfügbar unter http://www.elementargermanistik.uni-bremen.de/Handreichung_Pankau_Kindertheater.pdf

Weitere Literatur wird im digitalen Semesterapparat zur Verfügung gestellt.

Dr. Philipp Schmerheim
10-79-3-GR3-06 Otfried Preußler

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Auf die Frage, warum er Literatur für Kinder und Jugendliche schreibe, antwortete Otfried Preußler in einem Interview: „Aus Sympathie für sie – und weil ich im Laufe der Jahre die Überzeugung gewonnen habe, dass Kinder das beste und aufgeschlossenste Publikum sind, das ein Autor sich wünschen kann.“ In diesem Einführungsseminar beschäftigen wir uns mit Preußlers Werken und ihren Adaptionen in Film, Theater und Hörspiel. Wenngleich er einer der wirkungsmächtigsten und erfolgreichsten deutschsprachigen Kinderbuchautoren des 20. Jahrhunderts ist, verstand sich Preußler vor allem als „Geschichtenerzähler“, für den der Schreibprozess lediglich ein Zwischenschritt zur mündlichen Erzählung als Vorleser in Schulen, auf Leseabenden oder im privaten Kreis war. Auch um dieses Verhältnis von Schriftlichkeit und Mündlichkeit wird es in der Veranstaltung gehen.

Literatur zur Vorbereitung:
• Die Kenntnis der wichtigsten Werke Preußlers (Der kleine Wassermann, Die kleine Hexe, Das kleine Gespenst, Der Räuber Hotzenplotz, Krabat) wird vorausgesetzt.
• Otfried Preußler: Ich bin ein Geschichtenerzähler. Stuttgart: Thienemann Verlag, 2010.

Dr. Philipp Schmerheim
10-79-3-GR3-07 Das Bilderbuch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SFG 1040 (2 SWS)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-08 Einführung in kindermediale Zeichensysteme

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.10.16 14:00 - 18:00 GW2 B3770
Fr 02.12.16 14:00 - 18:00 GW2 A4020
Sa 03.12.16 - So 04.12.16 (So, Sa) 10:30 - 18:00 GW2 B2880

Einführung in kinderliterarische Zeichensysteme
Johanna Tydecks M.A.
Bestimmungen von Identitäten sind insbesondere in der Kinderliteratur von zentraler
Bedeutung: Wer oder was jemand oder etwas ist, wo man sich befindet oder welche
Bedeutungen bestimmte Ereignisse oder Entscheidungen haben, werden zu entscheidenden
Fragen bei den Entstehungs- und Festigungsprozessen von Identität. Über die
psychologischen und sozialen Dimensionen dieser Prozesse auf einer narrativen Ebene
hinaus, interessieren insbesondere die semiotischen (d.h. zeichentheoretischen) Prozesse der
medialen Entstehung von Identität. Kopplungen von Text, Sprache und Bild erklären sich
pädagogisch durch den Anspruch, kindlichen LeserInnen die Beziehung zwischen dem Wort
und dem bezeichneten Objekt „beizubringen“. Wie genau diese Identitätsbildungsprozesse
(über Namensgebungen, über Abgleichungen von Namen, Wesen, Körper und Charakter etc.)
medial verhandelt werden, soll im Seminar unter Rückgriff auf semiotische und
sprachphilosophische Theorien genauer untersucht werden. Dabei soll insbesondere auf die
Verunsicherungen dieser Zeichensysteme eingegangen werden: Sprachbilder, Wortspiele,
Nonsense und Verkleidungen etwa unterlaufen eindeutige Zuschreibungen und ermöglichen
somit eine Sichtbar-Werdung von kulturellen Bezeichnungs- und Sinnstiftungsprozessen.
Ergänzend werden Performativitätstheorien (u.a. von Judith Butler) herangezogen, mithilfe
derer diskutiert werden soll, inwieweit medial formierte Sprachen nicht Wirklichkeit
bezeichnen, sondern diese erst hervorbringen – eine Theorie, die in der Kinderliteratur
insbesondere anhand von Zaubersprüchen und den mit ihnen verbundenen
Wirklichkeitsänderungen anschaulich wird.
Im theoretischen Teil des Seminars werden Texte etwa der Linguistik, Sprachphilosophie,
Semiotik, Erzähltheorie und Childhood Studies behandelt. Im praktischen Teil stehen
detaillierte Analysen von kanonischen Werken der Kinderliteratur im Vordergrund (u.a. The
Wizard of Oz, Le Petit Prince, Winnie the Pooh, The Cat in the Hat, Alice in Wonderland, Das
kleine Ich bin Ich, Die unendliche Geschichte sowie den Comicreihen Little Nemo, Calvin &
Hobbes und Peanuts).
Literatur (Auswahl):
Bertills, Yvonne (2003): Beyond Identification. Proper Names in Children’s Literature. Abo:
Abo Akademi University Press, darin: „A World of Meaning“. The Semantics of Personal
Names in Children’s Literature, S. 100-153.
Scott, Carole (1996): Magical Dress: Clothing and Transformation in Folk Tales. In:
Children’s Literature Association Quarterly 21/4, S. 151-157.
Flanagan, Victoria (2008): Into the Closet. Cross-Dressing and the Gendered Body in
Children’s Literature and Film. New York/London: Routledge.
Nikolajeva, Maria/Scott, Carole (2001): How Picturebooks Work. New York/London: Garland
Publishing, darin: Chapter 7: Figurative Language, Metafiction and Intertext, S. 211-240.
Nodelman, Perry (2008): The Hidden Adult: Defining Children’s Literature. Baltimore: The
Johns Hopkins University Press.
Stephens, John (2005): Analysing Texts for Children: Linguistics and Stylistics. In:
Understanding Children’s Literature. Hrsg. von Peter Hunt. New York: Routledge, S. 56-68.
Termine:
FR, 21.10.2016 14.00-18.00 Uhr
FR, 02.12.2016 14.00-18.00 Uhr
SA, 03.12.2016 10.30-18.00 Uhr
SO, 04.12.2016 10.30-18.00 Uhr

Johanna Tydecks (LB)
Dr. Tobias Kurwinkel (Mentorat)
10-79-3-GR3-09 Der Kinderroman

Seminar

Einzeltermine:
Fr 28.10.16 10:00 - 12:00 MZH 1090
Fr 28.10.16 12:00 - 18:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
So 30.10.16 11:00 - 18:00 MZH 1090
Fr 18.11.16 11:00 - 12:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)
Fr 18.11.16 12:00 - 18:00 GW2 B1820
So 20.11.16 11:00 - 18:00 MZH 1090
Hadassah Stichnothe (LB)
Dr. Tobias Kurwinkel (Mentorat)
10-79-3-GR3-10 Zeitgenössische BilderbuchautorInnen
Das Seminar findet bis einschließlich 21.12.16 regelmäßig Freitag 12-14 Uhr statt [Ausnahme Fr. 11.11. 12-18 (Exkursion zur KIBUM Oldenburg)], danach nach Vereinbarung.

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.10.16 12:00 - 16:00 SFG 0140
Fr 28.10.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 04.11.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 11.11.16 12:00 - 18:00 Extern: KIBUM Oldenburg
Fr 18.11.16 12:00 - 16:00 GW2, B 2.090 (BIBF)
Fr 25.11.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 02.12.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 09.12.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 16.12.16 12:00 - 16:00 GW2 B2.090 (BIBF)
Fr 23.12.16 12:00 - 13:00 B 2.090 (BIBF)

Im Seminar werden wir uns zunächst mit der Gattung Bilderbücher und anschließend mit ausgewählten AutorInnen und IllustratorInnen auseinandersetzen. Bilderbücher sollen hinsichtlich unterschiedlicher Aspekte wie Sprache, Erzählmuster, Motive, Text-Bild-Korrelation, Illustrationstechnik etc. untersucht werden. In Arbeitsgruppen erstellen die Studierenden (auf der Basis einer Formatvorlage) abschließend Poster zu einzelnen AutorInnen und ihren Werken. Gelungene Poster werden im Rahmen der HUCKEPKACK-Tagung des Bremer Instituts für Bilderbuchforschung (BIBF) im Februar 2017 ausgestellt.

Das Seminar findet bis einschließlich 21.12.16 regelmäßig Freitag 12-14 Uhr statt [Ausnahme Fr. 11.11. 12-18 (Exkursion zur KIBUM Oldenburg)], danach nach Vereinbarung.

Prof. Dr. Sven Nickel

GR3k Kinder - und Jugend - Literatur und - Medien Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Tobias Kurwinkel, Kontakt: tobias@kurwinkel.de

Das Modul GR3k Kinder - und Jugend - Literatur und - Medien besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und findet regelmäßig im Wintersemester statt.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-GR3-01 Der Jugendroman

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 SFG 2060 (2 SWS)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-02 Funnies, Krimis und Mädchenserien – Eine Einführung in das Kinderhörspiel

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 GW2 B2880 (2 SWS)

Einzeltermine:
So 06.11.16 09:00 - 16:00 GW2 B3850

Kleine Hexen aus Neustadt und auf dem Martinshof, die TKKG-Freunde aus der Millionenstadt, die drei Detektive aus Rocky Beach oder auch die Fünf Freude auf ihren zahlreichen Abenteuern – diesen unterschiedlichen Figuren und ihrer medialen Inszenierung wird sich das Seminar widmen. Dabei werden wir uns zunächst einem kurzen Einblick in die Geschichte des Hörspiels und seiner Adressaten – von den Rundfunkhörern bis zu den ‚Kassettenkindern‘– zuwenden, wobei dieser Einblick bereits der Herausarbeitung wichtiger typologischer Merkmale des Hörspiels dienen soll. Im Anschluss an diese theoretische Auseinandersetzung und auf dieser aufbauend sollen ausgewählte Beispiele gemeinsam narratologisch analysiert und diskutiert werden.

Stefanie Jakobi
10-79-3-GR3-03 Kinder- und Jugendfilm

Seminar

Einzeltermine:
Do 20.10.16 18:00 - 20:00 SH D1020
Fr 18.11.16 12:00 - 19:00 MZH 1450
Sa 19.11.16 - So 20.11.16 (So, Sa) 12:00 - 19:00 SH D1020
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-04 Literatur für Kinder und Jugendliche am Beispiel dystopischer Romane

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SFG 1030 (2 SWS)

Generationenkonflikte im Angesicht von Naturkatastrophen, Organtransplantation und erste Liebe, Klone auf der Suche nach Individualität, Identität im totalitären Regime, Anerkennung in Zeiten von Social Media und Selbstoptimierung, Kräftemessen im Reality TV:
Das Verweissystem kinder- und jugendliteratischer Dystopien, jener „Endzeitthriller um globale Gefahrenlagen“ (Schweikart 2014), stellt zum einen Beziehungen zu Klassikern des dystopischen Genres auf, wie etwa „Brave New World“ (Huxley 1932) oder „1984“ (Orwell 1949). Zum anderen jedoch werden zeitgenössische Romane der Kinder- und Jugendliteratur mit adressatenspezifischen Themen und Motiven angereichert und aktualisiert: Der dystopische Roman wird zum Adoleszenzroman erweitert, der zugleich gesellschaftliche Sachverhalte spiegeln kann.
Am Anfang des Seminars wird die Beschäftigung mit genrespezifischen, thematologischen und historischen Perspektiven dystopischer Literatur stehen. In der Auseinandersetzung mit einschlägigen Titeln werden im Anschluss die Besonderheiten der KJL innerhalb dieses Genres erörtert: Hier sind Fragestellungen zu Themen, Motiven und All-Age-Orientierung ebenso relevant wie solche zu Typologien oder zur Doppelsinnigkeit der behandelten Texte. Anhand von Titeln wie Die Wolke (Pausewang 1987), Die Tribute von Panem (Collins 2008-2010), Die Bestimmung (Roth 2011-2014) usw., aber auch mit Hilfe der Betrachtung von Bilderbüchern, wie z.B. Serafin und seine Wundermaschine (Fix 1967) oder Adaptionen, werden die genannten sowie andere Leitgedanken im Seminar diskutiert.

Sabrina Tietjen, M.Ed. (LB)
10-79-3-GR3-05 Kinder- und Jugendtheater am Beispiel Michael Endes

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 Cog 2030 (2 SWS)

Das Theater für Kinder und Jugendliche (KJT) ist ein integraler Bestandteil der Theaterlandschaft. Nicht nur wird regelmäßig Kinder- und Jugendliteratur (KJL) für die Bühne adaptiert, Häuser wie das Junge Theater Bremen oder das Stadttheater Bremerhaven führen auch regelmäßig eigens für die junge Zielgruppe entwickelte Stücke auf. Hinzu kommen klassische Theaterstoffe, die an die (angenommenen) Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen angepasst werden.

Die Werke des ursprünglich als Theaterschauspieler ausgebildeten Autors Michael Endes sind ein fester Bestandteil der bundesweiten Spielpläne. Dabei werden Erzählungen wie wie Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Momo, Die unendliche Geschichte, Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch oder die musikalischen Fabeln nicht nur auf Sprechtheaterbühnen aufgeführt, sondern auffallend oft im Figurentheater. Die theatrale Popularität Endes resultiert nicht zuletzt aus seiner zeitlebens hohen Affinität zum Theater, die sich auch in zahlreichen Vorträgen, Interviews und Aufsätzen manifestiert. Oft hat Ende mit Theaterschaffenden wie dem Komponisten Wilfried Hiller zusammen Stücke für das Theater entwickelt: teils Adaptionen seiner literarischen Werke, teils originäre, eigens für die Bühne geschriebene Geschichten.

Am Beispiel Michael Endes führt dieses Seminar in Grundbegriffe der Theaterwissenschaft ein und bietet einen exemplarischen Überblick über Formen des Theaters für Kinder und Jugendliche wie Sprechtheater, Musiktheater, Körpertheater und Figurentheater und seine Anwendungsmöglichkeiten im schulischen Rahmen.

Geplant ist ein gemeinsamer Theaterbesuch im Bremer Raum.

Literatur zur Vorbereitung:

Bitte machen Sie sich mit dem Werk Michael Endes vertraut, insbesondere mit Die unendliche Geschichte, Momo, Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Jim Knopf und Die Wilde 13 und Die musikalischen Fabeln. Diese Werke werden im Fokus der Lehrveranstaltung stehen.

Eine Einführung in Leben und Werk Michael Endes bietet Anna Zamolska: Michael Ende. In: KinderundJugendmedien.de: Fachlexikon. URL http://kinderundjugendmedien.de/index.php/autoren/554-ende-michael

Einen Überblick über Ansätze und Begriffe der Kindertheaterforschung finden Sie bei Johannes G. Pankau: Hochschuldidaktische Handreichung Kindertheater. Bremen, 2007. ⇐ Handreichungen zur Entwicklung der Sprach- und Literaturdidaktik im Elementarbereich. Hrsg. von Jochen Hering und Sven Nickel.) Online verfügbar unter http://www.elementargermanistik.uni-bremen.de/Handreichung_Pankau_Kindertheater.pdf

Weitere Literatur wird im digitalen Semesterapparat zur Verfügung gestellt.

Dr. Philipp Schmerheim
10-79-3-GR3-06 Otfried Preußler

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Auf die Frage, warum er Literatur für Kinder und Jugendliche schreibe, antwortete Otfried Preußler in einem Interview: „Aus Sympathie für sie – und weil ich im Laufe der Jahre die Überzeugung gewonnen habe, dass Kinder das beste und aufgeschlossenste Publikum sind, das ein Autor sich wünschen kann.“ In diesem Einführungsseminar beschäftigen wir uns mit Preußlers Werken und ihren Adaptionen in Film, Theater und Hörspiel. Wenngleich er einer der wirkungsmächtigsten und erfolgreichsten deutschsprachigen Kinderbuchautoren des 20. Jahrhunderts ist, verstand sich Preußler vor allem als „Geschichtenerzähler“, für den der Schreibprozess lediglich ein Zwischenschritt zur mündlichen Erzählung als Vorleser in Schulen, auf Leseabenden oder im privaten Kreis war. Auch um dieses Verhältnis von Schriftlichkeit und Mündlichkeit wird es in der Veranstaltung gehen.

Literatur zur Vorbereitung:
• Die Kenntnis der wichtigsten Werke Preußlers (Der kleine Wassermann, Die kleine Hexe, Das kleine Gespenst, Der Räuber Hotzenplotz, Krabat) wird vorausgesetzt.
• Otfried Preußler: Ich bin ein Geschichtenerzähler. Stuttgart: Thienemann Verlag, 2010.

Dr. Philipp Schmerheim
10-79-3-GR3-07 Das Bilderbuch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SFG 1040 (2 SWS)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-08 Einführung in kindermediale Zeichensysteme

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.10.16 14:00 - 18:00 GW2 B3770
Fr 02.12.16 14:00 - 18:00 GW2 A4020
Sa 03.12.16 - So 04.12.16 (So, Sa) 10:30 - 18:00 GW2 B2880

Einführung in kinderliterarische Zeichensysteme
Johanna Tydecks M.A.
Bestimmungen von Identitäten sind insbesondere in der Kinderliteratur von zentraler
Bedeutung: Wer oder was jemand oder etwas ist, wo man sich befindet oder welche
Bedeutungen bestimmte Ereignisse oder Entscheidungen haben, werden zu entscheidenden
Fragen bei den Entstehungs- und Festigungsprozessen von Identität. Über die
psychologischen und sozialen Dimensionen dieser Prozesse auf einer narrativen Ebene
hinaus, interessieren insbesondere die semiotischen (d.h. zeichentheoretischen) Prozesse der
medialen Entstehung von Identität. Kopplungen von Text, Sprache und Bild erklären sich
pädagogisch durch den Anspruch, kindlichen LeserInnen die Beziehung zwischen dem Wort
und dem bezeichneten Objekt „beizubringen“. Wie genau diese Identitätsbildungsprozesse
(über Namensgebungen, über Abgleichungen von Namen, Wesen, Körper und Charakter etc.)
medial verhandelt werden, soll im Seminar unter Rückgriff auf semiotische und
sprachphilosophische Theorien genauer untersucht werden. Dabei soll insbesondere auf die
Verunsicherungen dieser Zeichensysteme eingegangen werden: Sprachbilder, Wortspiele,
Nonsense und Verkleidungen etwa unterlaufen eindeutige Zuschreibungen und ermöglichen
somit eine Sichtbar-Werdung von kulturellen Bezeichnungs- und Sinnstiftungsprozessen.
Ergänzend werden Performativitätstheorien (u.a. von Judith Butler) herangezogen, mithilfe
derer diskutiert werden soll, inwieweit medial formierte Sprachen nicht Wirklichkeit
bezeichnen, sondern diese erst hervorbringen – eine Theorie, die in der Kinderliteratur
insbesondere anhand von Zaubersprüchen und den mit ihnen verbundenen
Wirklichkeitsänderungen anschaulich wird.
Im theoretischen Teil des Seminars werden Texte etwa der Linguistik, Sprachphilosophie,
Semiotik, Erzähltheorie und Childhood Studies behandelt. Im praktischen Teil stehen
detaillierte Analysen von kanonischen Werken der Kinderliteratur im Vordergrund (u.a. The
Wizard of Oz, Le Petit Prince, Winnie the Pooh, The Cat in the Hat, Alice in Wonderland, Das
kleine Ich bin Ich, Die unendliche Geschichte sowie den Comicreihen Little Nemo, Calvin &
Hobbes und Peanuts).
Literatur (Auswahl):
Bertills, Yvonne (2003): Beyond Identification. Proper Names in Children’s Literature. Abo:
Abo Akademi University Press, darin: „A World of Meaning“. The Semantics of Personal
Names in Children’s Literature, S. 100-153.
Scott, Carole (1996): Magical Dress: Clothing and Transformation in Folk Tales. In:
Children’s Literature Association Quarterly 21/4, S. 151-157.
Flanagan, Victoria (2008): Into the Closet. Cross-Dressing and the Gendered Body in
Children’s Literature and Film. New York/London: Routledge.
Nikolajeva, Maria/Scott, Carole (2001): How Picturebooks Work. New York/London: Garland
Publishing, darin: Chapter 7: Figurative Language, Metafiction and Intertext, S. 211-240.
Nodelman, Perry (2008): The Hidden Adult: Defining Children’s Literature. Baltimore: The
Johns Hopkins University Press.
Stephens, John (2005): Analysing Texts for Children: Linguistics and Stylistics. In:
Understanding Children’s Literature. Hrsg. von Peter Hunt. New York: Routledge, S. 56-68.
Termine:
FR, 21.10.2016 14.00-18.00 Uhr
FR, 02.12.2016 14.00-18.00 Uhr
SA, 03.12.2016 10.30-18.00 Uhr
SO, 04.12.2016 10.30-18.00 Uhr

Johanna Tydecks (LB)
Dr. Tobias Kurwinkel (Mentorat)
10-79-3-GR3-09 Der Kinderroman

Seminar

Einzeltermine:
Fr 28.10.16 10:00 - 12:00 MZH 1090
Fr 28.10.16 12:00 - 18:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
So 30.10.16 11:00 - 18:00 MZH 1090
Fr 18.11.16 11:00 - 12:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)
Fr 18.11.16 12:00 - 18:00 GW2 B1820
So 20.11.16 11:00 - 18:00 MZH 1090
Hadassah Stichnothe (LB)
Dr. Tobias Kurwinkel (Mentorat)
10-79-3-GR3-10 Zeitgenössische BilderbuchautorInnen
Das Seminar findet bis einschließlich 21.12.16 regelmäßig Freitag 12-14 Uhr statt [Ausnahme Fr. 11.11. 12-18 (Exkursion zur KIBUM Oldenburg)], danach nach Vereinbarung.

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.10.16 12:00 - 16:00 SFG 0140
Fr 28.10.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 04.11.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 11.11.16 12:00 - 18:00 Extern: KIBUM Oldenburg
Fr 18.11.16 12:00 - 16:00 GW2, B 2.090 (BIBF)
Fr 25.11.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 02.12.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 09.12.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 16.12.16 12:00 - 16:00 GW2 B2.090 (BIBF)
Fr 23.12.16 12:00 - 13:00 B 2.090 (BIBF)

Im Seminar werden wir uns zunächst mit der Gattung Bilderbücher und anschließend mit ausgewählten AutorInnen und IllustratorInnen auseinandersetzen. Bilderbücher sollen hinsichtlich unterschiedlicher Aspekte wie Sprache, Erzählmuster, Motive, Text-Bild-Korrelation, Illustrationstechnik etc. untersucht werden. In Arbeitsgruppen erstellen die Studierenden (auf der Basis einer Formatvorlage) abschließend Poster zu einzelnen AutorInnen und ihren Werken. Gelungene Poster werden im Rahmen der HUCKEPKACK-Tagung des Bremer Instituts für Bilderbuchforschung (BIBF) im Februar 2017 ausgestellt.

Das Seminar findet bis einschließlich 21.12.16 regelmäßig Freitag 12-14 Uhr statt [Ausnahme Fr. 11.11. 12-18 (Exkursion zur KIBUM Oldenburg)], danach nach Vereinbarung.

Prof. Dr. Sven Nickel

A11 Literatur und Interkulturalität Wahlpflichtmodul 6 CP/ 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Das Modul Literatur und Interkulturalitaet findet regelmaessig im Wintersemester statt. Es behandelt exemplarische Gegenstaende und Themenfelder der interkulturellen Germanistik. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von mindestens 4 SWS auszuwaehlen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-A11-1 AutorInnen mit osteuropäischem Hintergrund

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 23.11.16 18:15 - 19:45 GW2 B3009 (Großer Studierraum)

In den letzten Jahren ist der deutschsprachigen Literatur eine große Anzahl an Autoren und vor allem Autorinnen mit einem osteuropäischen Migrationshintergrund zugewachsen. Wurden ihre Bücher zunächst noch überwiegend als Nischenliteratur wahrgenommen und allenfalls mit dem für interkulturelle Literatur reservierten Chamisso-Preis ausgezeichnet, sind sie mittlerweile ein mit höchsten Preisen gewürdigter, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, vom Nobel-Preis für Herta Müller über den deutschen Buchpreis für Terézia Mora, den Preis der Leipziger Buchmesse für Saša Stanišić bis zum Ingeborg Bachmann-Preis für Olga Martynova. Im Seminar wird es darum gehen, welche interkulturellen Erfahrungen in den Erzählungen und Romanen thematisiert und – vor allem – wie diese literarisch umgesetzt werden.
Im Einzelnen sollen die folgenden Bücher gelesen werden: Herta Müller: Niederungen (1984/88); Terézia Mora: Seltsame Materie (1999); Saša Stanišić: Wie der Soldat das Grammophon repariert (2006); Olga Martynova: Sogar Papageien überleben uns (2010); Nino Haratischwili: Mein sanfter Zwilling (2011); Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt (2012); Kat Kaufmann: Superposition (2015).
Lektüreempfehlung: Die genannten Bücher!

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-5-A11-2 Aufklärung und Interkulturalität

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)
Dr. Jan Gerstner
10-79-5-A11-4 Identität und Erinnerung in deutschsprachiger Gegenwartsliteratur jüdischer AutorInnen

Seminar

Einzeltermine:
Fr 28.10.16 14:15 - 15:45 GW1 A0150
Sa 03.12.16 - So 04.12.16 (So, Sa) 11:00 - 17:00 GW1 A0160
Sa 14.01.17 - So 15.01.17 (So, Sa) 11:00 - 17:00 GW1 A0160
Do 16.03.17 10:00 - 17:00 GW2 B3770
Fr 17.03.17 10:00 - 17:00 GW2 B1580
Linda Krenz-Dewe, M.A. (LB)
10-79-5-A11-5 Das Grand-Hotel in Literatur und Film

Seminar

Einzeltermine:
Sa 22.10.16 10:00 - 16:00 GW2 B3770
Sa 03.12.16 10:00 - 16:00 GW2 B3770
Sa 07.01.17 10:00 - 16:00 GW2 B3770
Sa 11.02.17 10:00 - 16:00 MZH 1100
Alexandra Tacke (LB)

A12 Literatur und Medien Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: talthaus@uni-bremen.de

Das Modul A 12 Literatur und Medien wird regelmaessig im Wintersemester angeboten. Es betrifft unterschiedliche Medienkulturen (vom Medium Buch ueber den Film bis zu den neuen Medien) und widmet sich in historischer und systematischer Perspektive den Problemstellungen einer medienaesthetisch erweiterten Literaturwissenschaft.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-51-M4-5 Goethe und die bildende Kunst (I/II)

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 GW2 B3850 (2 SWS)
Andreas Kreul
10-79-5-A12-1 LiteraTour Nord: Literaturkritik und Dichterlesung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 18:15 - 19:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Auf die LiteraTour Nord (http://www.literatournord.de) gehen jeden Winter von Oktober bis Februar sechs Autorinnen und Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und lesen aus ihren Neuerscheinungen in Oldenburg, Bremen, Lübeck, Rostock, Lüneburg und Hannover. Sie bewerben sich damit um den „Preis der LiteraTour Nord“, der mit 15.000 Euro dotiert ist. Moderiert werden die Veranstaltungen von Professorinnen und Professoren der Literaturwissenschaft, die das Programm zum Gegenstand einer regulären Lehrveranstaltung des jeweiligen Wintersemesters machen und so den Studierenden Gelegenheit zum direkten Gespräch mit den Autorinnen bzw. Autoren geben.
Im Winter 2016/17 lesen in Bremen (jeweils am Sonntagabend um 20 Uhr im Café Ambiente, Osterdeich 69a):
23.10. Olga Martynova: Der Engelherd (S. Fischer)
13.11. Teresa Präauer: Oh Schimmi (Wallstein)
04.12 Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit (Diogenes)
08.01. Kathrin Röggla: Nachtsendung. Unheimliche Geschichten (S. Fischer)
22.01. Sabine Gruber: Daldossi oder Das Leben des Augenblicks (C.H. Beck)
05.02. Tilman Rammstedt: Morgen mehr (Hanser)
Das Seminar, zu dem der Besuch der Lesungen am Sonntagabend obligatorisch gehört (eingeschriebene TeilnehmerInnen des Seminars haben freien Eintritt), findet in der Regel jeweils am Montag vor oder nach der Lesung statt (Vorbesprechung am 17.10.). Inhaltlich wird es um die medialen und performativen Aspekte von Literatur und Literaturkritik und um Fragen der literarischen Wertung gehen. Im Mittelpunkt stehen jeweils die Neuerscheinungen, die von einem literaturwissenschaftlichen Blickwinkel aus betrachtet werden.
Studienleistungen für das Modul A12 können erworben werden durch Rezensionen und/oder Berichte über die Lesungen, die ggfs. über die Seite http://www.literaturkontor-bremen.de online gestellt werden können, bzw. in einzelnen Fällen durch Interviews mit den Autorinnen und Autoren.
Alle Studierenden aus den literaturwissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengängen, die Interesse an der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur haben, sind herzlich willkommen!

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-5-A12-2 Literatur, Medien und Medienkritik in der Weimarer Republik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B1630 (2 SWS)

Die historische Phase der Weimarer Republik bildet für das 20. Jahrhundert eine in mehrfacher Hinsicht wichtige Übergangsphase, die in die Katastrophe von Nationalsozialismus und Weltkrieg mündete. Sie ist nicht allein durch gesellschaftliche Modernisierungsprozesse und politische Krisen und Umwälzungen gekennzeichnet, sondern auch durch gravierende technische und zivilisatorische Veränderungen. Einen wesentlichen Aspekt dieser Entwicklungen bildet die Einführung neuer Massenmedien, darunter die illustrierte Zeitung, das Radio, der Film, später der Tonfilm. Ihr Einfluß konstituierte den Typus von Massengesellschaft, den wir auch heute noch in veränderter Form wahrnehmen. Die technische Veränderung zog also gesellschaftliche Strukturveränderungen nach sich, die auch Konsequenzen für die Meinungsbildungen hatten. Das Radio wird in Deutschland bald zum Medium der Propaganda schlechthin.
Die ästhetische Moderne setzt sich kritisch mit diesen Errungenschaften der technisch-zivilisatorischen Moderne auseinander. In diesen Kontext gehört z.B. die „Kinodebatte“, die Argumente der Innovation wie des Bildungs- und Geltungsverlustes in die Diskussion brachte. Aber auch die satirischen Versuche von Literaten, Kinostoffe zu entwerfen, die sich im „Kinobuch“ finden, gehören in die Debatten um die damals neuen Medien. Gerade die Literatur und die Literaten engagierten sich in der kritischen Auseinandersetzung mit den medientechnischen Veränderungen ihrer Gegenwart. Das Seminar soll diese Auseinandersetzung der Literatur mit den Massenmedien in den Mittelpunkt stellen und deren Auswirkungen auf die Auffassungen von Kunst und von Gesellschaft untersuchen.

In einem ersten Schritt soll u.a. anhand von Brechts „Lesebuch für Städtebewohner“ die Perspektivverschiebung auf Stadt und Gesellschaft in der Weimarer Republik erarbeitet werden sowie die Rolle, die die Medien dabei spielen, an diesem und weiteren Beispielen diskutiert werden.
In einem zweiten Schritt sollen Essays Kracauers und literarische Texte von Pinthus (Das Kinobuch), Keun (Das Kunstseidene Mädchen), Tergit (Käsebier), Kästner (Fabian) und Feuchtwanger (Erfolg) im Hinblick auf ihre Auseinandersetzung mit dem Einfluß der Medien auf die Gesellschaft der Moderne hin untersucht werden.
Am Ende des Seminars sollen zwei konträre philosophische Lösungsansätze für diese Problematik von Walter Benjamin und Ernst Jünger vom Beginn der 1930er Jahre kontrastiv diskutiert werden.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-5-A12-3 Hölderlin multimedial

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW1 B2070 - gesperrt (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 04.02.17 10:00 - 18:00 GW2 B3770

Im Seminar wollen wir die Rezeption der historischen Person Hölderlins sowie seiner Texte in unterschiedlichen Medien untersuchen. Behandelt werden sollen Beispiele aus der Literatur, dem Theater und dem Film. Auch buchgestalterische Präsentationsmodi werden uns am Beispiel der Hölderlin-Editionen beschäftigen.

Hauke Harm Kuhlmann
10-79-5-A12-4 Sekundäre Brutalisierung. Zur Medialität eines faschistischen Literaturdiskurses

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 SH D1020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 08.02.17 10:00 - 12:00 GW2 B1580
Mi 15.02.17 10:00 - 12:00 GW2 B1580
Do 16.02.17 10:00 - 14:00 GW2 B1580

Gegenstand des Seminars soll ein Phänomen sein, das erstmals bereits von George L. Mosse beschrieben und mit dem seither in der Forschung gängigen Terminus der „sekundären Brutalisierung“ benannt wurde – nämlich die Tatsache, dass zur Genese einer faschistischen Massenbewegung in Deutschland weniger die unmittelbaren gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen des Ersten Weltkrieges beitrugen als vielmehr - mit einem Zeitverzug von rund einem Jahrzehnt - die mediale Re-Inszenierung dieser Verwerfungen. Unter generationellen Gesichtspunkten ist in diesem Zusammenhang von besonderem Interesse, dass dabei zwar die Inszenatoren der sogenannten Frontsoldatengeneration angehörten, die primären Träger des deutschen Faschismus jedoch einer jüngeren Generation, die den Krieg und das Soldatische lediglich in den Gestalten ihrer medialen Vermittlung kannten. Unter Gender-Gesichtspunkten ist diesbezüglich des Weiteren von besonderer Relevanz, dass die entsprechende Affinität nahezu ausschließlich bei jungen Männern lag, insbesondere was die Bereitschaft zur physischen Aggression und zur Etablierung einer ausgeprägten Gewaltkultur anbelangt.

In dem hier skizzierten Kontext will das Seminar exemplarisch einen faschistischen Literaturdiskurs der späten Weimarer Republik untersuchen, der genuiner, ja, mehr noch: zentraler Bestandteil der erwähnten Re-Inszenierungen war und einen erheblichen Anteil an der sekundären Brutalisierung der zeitgenössischen politischen Kultur hatte. Methodisch soll dabei die Medialität dieses Literaturdiskurses in den Mittelpunkt der Untersuchung rücken, Faschismus mithin als kreierter Lifestyle verstanden werden, der nur sehr bedingt Ideologie induziert war, seinen durchschlagenden Erfolg stattdessen viel stärker der Genese eines neuen Männlichkeitsbildes in Zeiten der kulturellen Pluralisierung und der Modernisierung vieler Lebensbereiche verdankte. Ohne ahistorische Kontinuitäten zu konstruieren soll dieser Ansatz dabei auch als theoretische und methodische Anregung zur Analyse aktuellerer Phänomene verstanden werden.

Der Seminarplan und die Arbeitsmaterialien werden zur Verfügung gestellt.

Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-5-A12-5 Die Subjektivität der Revolution. Textualität und Narrativität historischer Bremer Zeitungen

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 IW3 0390 (2 SWS)

Das Seminar behandelt im Rahmen forschenden Lehrens und Lernens ein Thema, das Gegenstand eines deutschlandweiten Forschungsprojektes ist, in dem germanistische Medien- und Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft und Kulturwissenschaft interdisziplinär zusammenarbeiten: die Novemberrevolution von 1918, ihre unmittelbare Vor- und ihre noch weit in das Jahr 1919 hineinreichende Nachgeschichte. Grundlegender methodischer Ansatz des Projektes ist das hermeneutische, antiteleologische Verständnis von Politik als einem genuin von Menschen generierten Phänomen. Aus diesem Verständnis folgt neben den grundlegenden Aspekten der Historizität vor allem die subjektive Bedingtheit politischer Prozesse und Ereignisse. Um allerdings mehr als nur biografische Aussagen treffen zu können, erweist sich als besonders aussagekräftige Quelle zur Untersuchung der revolutionären Vorgänge von 1918/1919 die zeitgenössische Presse als primäres Massenmedium der Epoche.

Entsprechend dem methodischen Verständnis von Literaturwissenschaft als Textwissenschaft sowie unter Einbezug der methodischen Kompetenzen der Medienwissenschaft zur Analyse medienästhetischer Phänomene soll am praktischen Beispiel die Textualität und die Narrativität dieser hochpolitischen historischen Realgeschichte rekonstruiert und die Relevanz einer derartigen Quellenanalyse für die Deutung des Gesamtphänomens demonstriert werden – insbesondere auch im Hinblick auf performative Aspekte. Mithin soll neben der Historizität vor allem die Literarizität non-fiktionaler Texte in Periodika und ihre adäquate Analyse exemplarisch im Mittelpunkt des Seminars stehen sowie die Relevanz interdisziplinärer methodischer Ansätze für die Erforschung historischer Phänomene aufgezeigt werden.

Inhaltlich konzentriert sich das Seminar dabei auf den spezifischen Bremer Forschungsbeitrag zum Gesamtprojekt und soll diesen dicht begleiten.

Der Seminarplan und die Arbeitsmaterialien werden zur Verfügung gestellt.

Dr. Hans Rudolf Wahl
10-M79-I1a-1 Vormoderne Literatur und ihre Medien

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 IW3 0390 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 23.01.17 16:00 - 18:00 GW2 B3850

Die Vorlesung behandelt an ausgewählten Beispielen vom 8. bis 16. Jahrhundert die Literaturgeschichte der Vormoderne unter mediengeschichtlichem Aspekt: als Literatur aus Handschriften, erst seit dem 15. Jahrhundert aus gedruckten Büchern; neben Schrift und Bild kommen auch Körper, Stimme und Performanz zur Sprache. Es geht um die literatur- und kulturgeschichtlichen Implikationen vormoderner Medialität, um Fragen des Medienwechsels und die Materialität der Kommunikation in der Vormoderne.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis September über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Essay

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des jeweiligen Moduls):
MA Ia: Klausur
MA IIIb: mündliche Prüfung
BA/MEd A14: mündliche Prüfung (bevorzugt) oder kleine Hausarbeit
BA/MEd A12: mündliche Prüfung (bevorzugt) oder kleine Hausarbeit

Prof. Dr. Elisabeth Lienert

B12 Sprache und Gesellschaft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Dr. Andreas Rothenhoefer, Kontakt: iwarnke@uni-bremen.de
rothenhoefer@uni-bremen.de

Das Modul „B12 Sprache in Denken und Handeln“ macht die Studierenden mit Beschreibungsansaetzen und Themen der Text- und Diskurslinguistik sowie der Soziolinguistik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Winter); es umfasst zwei entsprechende Seminare, aus denen zwei Studienleistungen und eine Pruefungsleistung erbracht werden.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-B12-1 Emotionen im Diskurs
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 GW2 B2900 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-5-B12-2 Entwicklungstendenzen der Deutschen Sprache

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Im Rahmen dieses Seminars sollen Entwicklungen in verschiedenen Bereichen der deutschen Sprache genauer untersucht werden, wie sie in der Periode des gegenwärtigen Deutsch - von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart - zu beobachten sind. Zum Vergleich werden auch frühere Perioden der Sprachentwicklung herangezogen.
Besondere Bedeutung wird dabei dem Verhältnis von Sprache und Gesellschaft eingeräumt. Demzufolge stehen Entwicklungen im Bereich der Varietäten und der Lexik im Mittelpunkt der Betrachtung im Seminar.
Auch der Vergleich mit Entwicklungen in anderen deutschsprachigen Ländern könnte eine Rolle spielen, ebenso wie - in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Seminars und der Interessenlage der Teilnehmer - der Vergleich mit anderen Sprachen.

Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-5-B12-3 Sprachkritik in der Bundesrepublik Deutschland
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Empfehlungen zur Benutzung geschlechtsneutraler Personenbezeichnungen wie „StudentInnen“, „Studierende“, „Studierx“ etc. und Vorschläge zur Ersetzung englischer Lehnwörter mit deutschen Entsprechungen, beispielsweise „Weltnetz“ statt „Internet“, sind bekannte und kontrovers diskutierte Beispiele für sprachkritische Anregungen und Forderungen. In diesem Kurs werden wir eine Reihe von Beispielen für Sprachkritik aus der Geschichte und Gegenwart der Bundesrepublik Deutschland aus linguistischer Perspektive betrachten und untersuchen. Dabei nehmen wir eine vorläufige, offene Definition von Sprachkritik als Ausgangspunkt, um uns diesem Phänomenen zu nähern: Bei Sprachkritik handelt es sich um eine kritische, evaluative Auseinandersetzung mit Sprache oder Sprachgebrauch.

Wichtige Themen im Seminar sind:
• Was ist Sprachkritik (aus linguistischer Perspektive)?
• Geschichte der Sprachkritik in der BRD
• Welche Arten von Sprachkritik gibt es?
• Gibt es eine linguistische Sprachkritik?
• Anwendungsmöglichkeiten von Sprachkritik in der Gesellschaft und in der Schule

Dr. Hanna Acke

A14 Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
(fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich vstollberg@uni-bremen.de)

Das Wahlpflichtmodul Literatur des Mittelalters und der Fruehen Neuzeit vertieft das literaturgeschichtliche Studium im Bereich der vormodernen Literatur (8. – 16. Jahrhundert) und ihrer Rezeption. Es wird regelmaessig im Winter- und im Sommersemester angeboten.
Das Modul besteht aus zwei verpflichtenden Veranstaltungen im Umfang von insgesamt 4 SWS.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-A14-1 Vom Helden zum Superhelden

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 GW1 B0080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 22.03.17 10:00 - 14:00 SFG 2060
Dr. Jana Jürgs
10-M79-I1a-1 Vormoderne Literatur und ihre Medien

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 IW3 0390 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 23.01.17 16:00 - 18:00 GW2 B3850

Die Vorlesung behandelt an ausgewählten Beispielen vom 8. bis 16. Jahrhundert die Literaturgeschichte der Vormoderne unter mediengeschichtlichem Aspekt: als Literatur aus Handschriften, erst seit dem 15. Jahrhundert aus gedruckten Büchern; neben Schrift und Bild kommen auch Körper, Stimme und Performanz zur Sprache. Es geht um die literatur- und kulturgeschichtlichen Implikationen vormoderner Medialität, um Fragen des Medienwechsels und die Materialität der Kommunikation in der Vormoderne.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis September über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Essay

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des jeweiligen Moduls):
MA Ia: Klausur
MA IIIb: mündliche Prüfung
BA/MEd A14: mündliche Prüfung (bevorzugt) oder kleine Hausarbeit
BA/MEd A12: mündliche Prüfung (bevorzugt) oder kleine Hausarbeit

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-M79-I1b-1 Historische Emotionsforschung

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS)

Haben Gefühle eine Geschichte und kann man diese anhand von literarischen Darstellungen nachvollziehen? Meint ein Autor des 13. Jahrhunderts dasselbe wie wir, wenn von Freude, Zorn und Trauer die Rede ist? Warum berührt uns eine Liebesgeschichte, die vor vielen hundert Jahren geschrieben wurde, immer noch? Das Seminar greift die lebhafte Forschungsdiskussion um die Historizität von Emotionen auf und erprobt verschiedene Ansätze an ausgewählten Texten: 'Nibelungenlied'; 'Nibelungenklage'; Hartmann von Aue: 'Iwein'; Wolfram von Eschenbach: 'Parzival'.


MA I1b:
Studienleistung (obligatorisch für alle): Referat mit Forschungsthese bzw. Sitzungsmitgestaltung mit Forschungsbezug, Handout
Prüfung (in einem der beiden Seminare des Moduls): Klausur oder ggf. Hausarbeit


BA A14:
Studienleistung (obligatorisch für alle): Kurzreferat bzw. Sitzungsmitgestaltung, Handout
Prüfung (in einem der beiden Seminare des Moduls): mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock

C Niederdeutsche Sprache, Literatur und Kultur Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: iwarnke@ins-bremen.de

Das Modul C kann im Wintersemester 17/18 nicht angeboten werden.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-C-1 Mittelniederdeutsch. Sprach- und kulturgeschichtliche Annäherungen an die Hansezeit

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW1 B2070 - gesperrt (2 SWS)
Reinhard Goltz (LB)
10-79-5-C-2 Niederdeutsch in den Medien

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW1 A0160 (2 SWS)
Christiane Ehlers (LB)

D1 Psycholinguistische Grundlagen der Mehrsprachigkeit (DaZ/DaF) Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Nicole Marx, Kontakt: nmarx@uni-bremen.de

Das Modul "D1 Psycholinguistische Grundlagen der Mehrsprachigkeit (DaZ/DaF)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Wintersemester statt. Details zu Studien- und Prüfungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-GR4-1 Der schulische Erwerb des Deutschen als (frühe und späte) Zweitsprache

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B1410 (2 SWS)

Ziele: Erarbeitung von Kenntnissen der psycholinguistischen Basen des Zweitspracherwerbs und des bilingualen Erstspracherwerbs, besonders für das Deutsche, die für eine erfolgreiche spätere Lehrtätigkeit in sprachlich heterogenen Klassen notwendig sind.

Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx
10-79-5-D1-1 Integrierte Sprach- und Schreibförderung in der gymnasialen Oberstufe

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW2 A4330 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 23.02.17 15:00 - 16:30 GW2 A4330

Nicht nur in den unteren Schulstufen, sondern auch in der gymnasialen Oberstufe wird die Notwendigkeit einer sprachlichen Förderung zunehmend erkannt und angegangen. Jedoch erweist sich die konkrete Umsetzung von Fördermaßnahmen in der schulischen Praxis oftmals als problematisch. U.a. ist unklar, welche SchülerInnen überhaupt als förderbedürftig gelten, welche Fördermaßnahmen effektiv sind, wie diese konkret umgesetzt werden sollen, und sogar, welches (schrift-)sprachliche Wissen in der höheren Schulstufe überhaupt erwartet und benötigt wird, sowie welche Erwerbsprozesse zu verzeichnen sind. Anhand von Schülertextanalysen soll diesen und weiteren Fragen nachgegangen werden.

Es besteht die Möglichkeit, im Rahmen des Seminars bzw. im Anschluss an das Seminar eine vergütete Fördertätigkeit an einer unserer Kooperationsschulen aufzunehmen, auch angebunden an die praxisorientierten Elemente und an das Praktikumssemester.

Britta-Katharina Ehrig, M.Ed.
10-79-5-D1-2 Grammatik im Unterricht DaZ (Sekundarstufe)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Die Veranstaltung "Grammatik im Unterricht DaZ (Sekundarstufe)“ will Problemfelder im Grammatikunterricht verdeutlichen, die insbesondere für Schüler mit Migrationshintergrund relevant sind, so zum Beispiel verschiedene Aspekte des Artikelgebrauchs im Deutschen, Probleme des Tempusgebrauchs und Fragen der Wort- und Satzgliedstellung sowie der Wortbildung.

Dr. Claudia Happe
10-79-5-D1-3 Neu zugewanderte SchülerInnen in der Sekundarstufe I: Spracherwerbssituation & schulische Sprachförderung (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW2 A4020 SFG 2080 (2 SWS)

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, deren Schullaufbahn nicht im deutschen Schulsystem begonnen hat, werden im DaZ-Kontext als SeiteneinsteigerInnen bezeichnet. Die Sprachförderung für diese sehr heterogene und im Zuge gestiegener Zuwanderungszahlen zusehends an Bedeutung gewinnende Lernergruppe ist abhängig vom Bundesland. So hat Bremen sog. Vorkurse für die schulische Erstversorgung etabliert, die einen sukzessiven Übergang in den Regelunterricht umfassen. Im Seminar sollen Besonderheiten des späten Zweitspracherwerbs sowie die hiesige Konzeption und Umsetzung der schulischen und sprachlichen Integration im Fokus stehen. Herausgestellt werden dabei Möglichkeiten der Sprachstandsdiagnose sowie der Anschlussförderung im Regelunterricht.

Christian Gill
10-79-5-D1-4 Neu zugewanderte SchülerInnen in der Sekundarstufe I: Spracherwerbssituation & schulische Sprachförderung (b)

Seminar

Einzeltermine:
Mi 19.10.16 17:00 - 18:00 SFG 2060
Fr 11.11.16 13:00 - 18:00 SFG 2060
Sa 12.11.16 11:00 - 17:00 SFG 2080
Fr 25.11.16 13:00 - 18:00 SFG 2060
Fr 25.11.16 14:00 - 18:00 SFG 1070 (Schulungsraum Dez. 5)
Sa 26.11.16 11:00 - 17:00 SFG 2080

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, deren Schullaufbahn nicht im deutschen Schulsystem begonnen hat, werden im DaZ-Kontext als SeiteneinsteigerInnen bezeichnet. Die Sprachförderung für diese sehr heterogene und im Zuge gestiegener Zuwanderungszahlen zusehends an Bedeutung gewinnende Lernergruppe ist abhängig vom Bundesland. So hat Bremen sog. Vorkurse für die schulische Erstversorgung etabliert, die einen sukzessiven Übergang in den Regelunterricht umfassen. Im Seminar sollen Besonderheiten des späten Zweitspracherwerbs sowie die hiesige Konzeption und Umsetzung der schulischen und sprachlichen Integration im Fokus stehen. Herausgestellt werden dabei Möglichkeiten der Sprachstandsdiagnose sowie der Anschlussförderung im Regelunterricht.

Christian Gill

FD1 Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch (Sekundarstufen) Pflichtmodul 9 CP / 6 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: kepser@uni-bremen.de schallenberger@uni-bremen.de

Das Modul "FD1 Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch (Sekundarstufen)" besteht aus 3 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet im Winter- und im Sommersemester statt. Studien- und Pruefungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/FD1.pdf
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-FD1-1 Einführung in die Fachdidaktik

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 17:30 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

In dieser Einführungsveranstaltung werden wir uns vorwiegend mit Aspekten der Sprachdidaktik und Literaturdidaktik als - neben der Mediendidaktik - Hauptgegenstandsfeldern der Fachdidaktik Deutsch beschäftigen. Im Einzelnen rückt zunächst eine Bestimmung der Fachdidaktik als „eingreifende Kulturwissenschaft“ (Kepser) in den Blick. Wir werden einen „Denkrahmen für den Sprachunterricht“ aufspannen sowie „Ziele, Inhalte und Kompetenzen des Sprachunterrichts“ bestimmen. Es folgt eine Thematisierung der Lernbereiche „Sprechen und Zuhören“, „Schreiben“, „Lesen“ und „Sprache und Sprachgebrauch reflektieren“, bevor wir „Kompetenzen und literarische Sozialisation“ untersuchen. Nicht zuletzt wenden wir uns den gattungsgeprägten Bereichen epische, lyrische und dramatische Texte im Deutschunterricht zu.

Es wird aktive Mitarbeit im Seminar erwartet. Zu Beginn des Semesters gibt es einen detaillierten Veranstaltungsplan, auch mit Literaturhinweisen. Das Seminar schließt mit einer Klausur zum Leistungsnachweis.

Diese Einführungsveranstaltung richtet sich als einführende Veranstaltung v.a. an Studierende im Modul FD 1 „Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch“ und an Masterstudierende im Modul PR I. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf voraussichtlich 45.

Achtung: Verbindliche Anmeldung für das Seminar bitte unter www.studip.de!

Dr. Stefan Schallenberger
10-79-5-FD1-2 Einführung in die Mediendidaktik

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW2 B2900 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 03.12.16 09:15 - 12:15 GW2 B2890

Die Mediendidaktik ist neben den klassischen Bereichen Sprachdidaktik und Literaturdidaktik ein neueres, drittes Gegenstandsfeld der Deutschdidaktik. In dieser einführenden Veranstaltung wollen wir uns mit theoretischen Grundlagen und praktischen Nutzungsmöglichkeiten von Medien im Deutschunterricht beschäftigen. Thematisiert werden sowohl Medientheorie als auch der Medienbegriff, die Mediengeschichte soll in den Blick geraten und medienpädagogische Grundlagen wie fachspezifische mediendidaktische Konzeptionen sollen diskutiert werden. Darüber hinaus wenden wir uns den konkreten mediendidaktischen Handlungsfeldern, d.h. den Möglichkeiten auditiver, visueller, audiovisueller und synästhetischer Medien im Deutschunterricht zu.

Es wird aktive Mitarbeit im Seminar erwartet. Zu Beginn des Semesters gibt es einen detaillierten Veranstaltungsplan. Das Seminar schließt mit einer Klausur zum Leistungsnachweis.

Dieses Seminar richtet sich als einführende mediendidaktische Veranstaltung vorwiegend an Studierende im Modul FD 1 „Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch“. Die Teilnehmerzahl ist voraussichtlich auf 45 begrenzt.

Achtung: Verbindliche Anmeldung für das Seminar bitte unter www.studip.de!

Finja Wünsch
10-79-5-FD1-4 Lese- und Schreibdidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 SFG 1040 (2 SWS)

Lesen und Schreiben wird als basalen schriftsprachlichen Kompetenzen eine besondere und grundlegende Bedeutung zugesprochen, weil sie als Voraussetzung des Ausbaus weiterer Kompetenzen gelten und notwendig für die Aneignung und Verarbeitung von Wissen sind. Im Seminar wird zunächst ein Überblick über einschlägige Lese- und Schreibmodelle vermittelt, aus denen sich zum einen verschiedenen Lese- und Schreibkompetenzen ableiten lassen und die zum anderen auch eine Grundlage für die Auseinandersetzung mit Ansätzen der Vermittlung, Förderung und Überprüfung von Lesen und Schreiben fungieren können.
Die Veranstaltung ist dabei als schreibintensives Seminar angelegt: Über den Verlauf des Semesters werden nach der Erarbeitung von Kriterien für die Aufgabengestaltung selbst Schreibarrangements entwickelt und in eigenen Schreibversuchen verschiedene für die schulische Unterrichtspraxis typische Textformen erprobt und diskutiert (z.B. Inhaltsangabe, Bericht, Argumentation, Essay). Auf diese Weise zielt die Lehrveranstaltung nicht nur auf eine Reflexion der eigenen Lese- und Schreibpraxis, sondern auch auf eine Weiterentwicklung der Diagnose- und Beurteilungskompetenz. Durch eine geplante Kooperation mit der Oberschule Koblenzer Straße (Osterholz-Tenever) besteht für Sie als Studierende im Seminar außerdem die Möglichkeit, als Schreibmentor bzw. -mentorin tätig zu werden und so praktische Erfahrung in der Schreibprozessbegleitung zu sammeln. Das Seminar schließt mit einem Schreibportfolio als Prüfungsleistung ab, das sowohl auf eine vertiefende Auseinandersetzung mit eigenen Schreibversuchen als auch mit den Texten der SchülerInnen abzielt.

Dr. Lisa Schüler

FD2 Praxisorientierte Elemente Deutsch Pflichtmodul 3 CP / 2 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Stefan Schallenberger in Verbindung mit Prof. Dr. Matthis Kepser, Kontakt: schallenberger@uni-bremen.de kepser@uni-bremen.de

Das Modul "FD2 Praxisorientierte Elemente Deutsch" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 1 SWS sowie dem Schulpraktikum. Es findet im Winter- und im Sommersemester statt. Studien- und Pruefungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/FD2.pdf
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-FD2-1 Praxisorientierte Elemente - Vorbereitungskurs (a)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Di 18:00 - 19:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) GW2 B3230 (1 SWS)

Ziel der Veranstaltung, die sich an Studierende im „Bachelor 2.0“ richtet, ist die Vorbereitung des Schulpraktikums im Frühjahr. Notwendig dafür ist eine erste Einführung in die Planung von Einzelstunden im Fach Deutsch, sei es unter literatur-, sprach- oder mediendidaktischer Hinsicht. Neben einer ersten Orientierung über die Vorgehensweisen sollen dabei v.a. Entwurfsskizzen der TeilnehmerInnen kritisch gesichtet werden. Dadurch bietet sich allen ein breites Panorama von Unterrichtsoptionen für das Fach Deutsch. Eine Einführung in die Videografie beschließt diese zweiwöchentlich ausgebrachte Veranstaltung. Das Modul wird im Sommersemester vervollständigt mit einer das Praktikum auswertenden Veranstaltung.
Erwartet wird regelmäßige Teilnahme und die aktive Mitgestaltung der Veranstaltung durch eine eigene Verlaufsskizze sowie kritische Diskussionsbeiträge. Auf Sekundärliteratur für den Unterrichtsentwurf wird im Verlaufe des Seminars hingewiesen. Ein Semesterapparat wird eingerichtet. Bringen Sie doch bitte erste Ideen für „Ihre“ Einstiegsstunden im Fach Deutsch mit: was würden Sie warum wie gerne an welchem Gegenstand zu welchem Thema für wen unterrichten?

Dr. Stefan Schallenberger
10-79-5-FD2-2 Praxisorientierte Elemente - Vorbereitungskurs (b)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Di 18:00 - 19:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) GW2 B3230 (1 SWS)

Ziel der Veranstaltung, die sich an Studierende im „Bachelor 2.0“ richtet, ist die Vorbereitung des Schulpraktikums im Frühjahr. Notwendig dafür ist eine erste Einführung in die Planung von Einzelstunden im Fach Deutsch, sei es unter literatur-, sprach- oder mediendidaktischer Hinsicht. Neben einer ersten Orientierung über die Vorgehensweisen sollen dabei v.a. Entwurfsskizzen der TeilnehmerInnen kritisch gesichtet werden. Dadurch bietet sich allen ein breites Panorama von Unterrichtsoptionen für das Fach Deutsch. Eine Einführung in die Videografie beschließt diese zweiwöchentlich ausgebrachte Veranstaltung. Das Modul wird im Sommersemester vervollständigt mit einer das Praktikum auswertenden Veranstaltung.
Erwartet wird regelmäßige Teilnahme und die aktive Mitgestaltung der Veranstaltung durch eine eigene Verlaufsskizze sowie kritische Diskussionsbeiträge. Auf Sekundärliteratur für den Unterrichtsentwurf wird im Verlaufe des Seminars hingewiesen. Ein Semesterapparat wird eingerichtet. Bringen Sie doch bitte erste Ideen für „Ihre“ Einstiegsstunden im Fach Deutsch mit: was würden Sie warum wie gerne an welchem Gegenstand zu welchem Thema für wen unterrichten?

Dr. Stefan Schallenberger
10-79-5-FD2-3 Praxisorientierte Elemente - Vorbereitungskurs (c)

Seminar

Einzeltermine:
Do 27.10.16 15:00 - 18:00 SFG 0150
Do 08.12.16 15:00 - 18:00 SuUB 4330 (Studio I Medienraum )
Do 19.01.17 15:00 - 18:00 SuUB 4330 (Studio I Medienraum )
Mona Bektesi (LB, LIS)
10-79-5-FD2-4 Praxisorientierte Elemente - Vorbereitungskurs (d)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mi 12:15 - 13:45 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (1 SWS)

Die Veranstaltung bereitet auf das ‚kleine’ Schulpraktikum vor, das im nächsten Frühjahr in der vorlesungsfreien Zeit zu absolvieren ist. Während des Praktikums sollen in Begleitung eines Mentors oder einer Mentorin erste Lehrerfahrungen gesammelt und reflektiert werden. Um Sie auf diese ersten Unterrichtsversuche vorzubereiten, führt das Seminar in die Planung von Einzelstunden im Fach Deutsch ein. Dafür entwickeln Sie u.a. zu einem selbstgewählten Thema eine Unterrichtsverlaufskizze, die dann in der TeilnehmerInnengruppe vorgestellt und diskutiert wird.
Um eine Reflexion des durchgeführten Unterrichts in der das Modul abschließenden Auswertungsveranstaltung im anschließenden Sommersemester zu ermöglichen, soll in der Schule eine Unterrichtsdokumentation in Form von Video- oder Audioaufzeichnungen erstellt werden. Eine Einführung zu entsprechenden Aufzeichnungsmöglichkeiten beschließt die Lehrveranstaltung.
Bitte beachten Sie: Das Seminar ist teilnehmerbegrenzt. Die Veranstalter behalten sich daher vor, ggf. auf Parallelveranstaltungen umzuverteilen.

Dr. Lisa Schüler
10-79-5-FD2-5 Praxisorientierte Elemente - Vorbereitungskurs (e)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 28.10.16 14:00 - 17:00
Fr 09.12.16 14:00 - 17:00
Fr 20.01.17 14:00 - 17:00

Alle Veranstaltungen finden als Blockveranstaltungen im LIS (Landesinstitut für Schule, Am Weidemann 20, 28215 Bremen statt)

Block 1 : 28.10 14-17 Uhr
Block 2: 9.12. 14-17 Uhr
Block 3: 20.1.14-17 Uhr
Ziel der Veranstaltung, die sich an Studierende im ‚Bachelor 2.0‘ richtet, ist die Vorbereitung des Schulpraktikums im Frühjahr.
Es erfolgt eine Einführung in die Planung von Einzelstunden im Fach Deutsch. Neben einer ersten Orientierung werden insbesondere Entwurfsskizzen der Teilnehmer vorgestellt und ausführlich diskutiert, die literatur-, sprach- oder mediendidaktisch ausgerichtet sein können. Durch diese Vorgehensweise wird die Vielfalt des Faches deutlich und die bereits in den Einführungsveranstaltungen erworbenen Kenntnisse können konkret angewendet und vertieft werden.
Das Modul wird nach der Absolvierung des Praktikums durch eine im Sommersemester angebotene Auswertungsveranstaltung vervollständigt.
Erwartet wird regelmäßige Teilnahme und die aktive Mitgestaltung der Veranstaltung durch eine eigene Verlaufsskizze sowie kritische Diskussionsbeiträge. Auf Sekundärliteratur für den Unterrichtsentwurf wird im Verlaufe des Seminars hingewiesen.
Bei Mehrfachanmeldungen in den Parallelveranstaltungen behalten sich die Veranstalter vor, die Zuweisung zur Veranstaltung vorzunehmen.

Mona Bektesi (LB, LIS)

GR4 Deutsch als Zweitsprache (mit Kontrastsprache) Pflichtmodul 9 CP / 6 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Anne Gadow, Kontakt: agadow@uni-bremen.de

Das Modul "GR4 Deutsch als Zweitsprache (mit Kontrastsprache)" besteht aus 3 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet im Sommer- (nur Kontrastsprache) und im Wintersemester (Vorlesung und vertiefendes Seminar) statt. Die Studien- und Pruefungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/GR4.pdf
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-GR4-1 Der schulische Erwerb des Deutschen als (frühe und späte) Zweitsprache

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B1410 (2 SWS)

Ziele: Erarbeitung von Kenntnissen der psycholinguistischen Basen des Zweitspracherwerbs und des bilingualen Erstspracherwerbs, besonders für das Deutsche, die für eine erfolgreiche spätere Lehrtätigkeit in sprachlich heterogenen Klassen notwendig sind.

Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx
10-79-4-GR4-2 Grammatik im Unterricht DaZ (nur Primarstufe)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:15 - 13:45 GW1 A0160 (2 SWS)
Dr. Claudia Happe
10-79-4-GR4-3 Sprachstandsdiagnostik für Vor- und Grundschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SFG 1080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 06.02.17 12:00 - 15:15 GW2 B2900

In dieser Veranstaltung werden wir uns mit verschiedenen Sprachstandserhebungsverfahren befassen, die aktuell in einigen Bundesländern verwendet werden. Anhand von für den Spracherwerb wichtigen Einflussfaktoren wie Alter, Inputsquellen, Bildungsniveau der Familienmitglieder bzw. der Kontaktpersonen, frühkindliche Literalität etc., die dann für den konkreten Sprachstand des einzelnen Lerners entscheidend sind, werden wir einzelne Verfahren überprüfen, ob eben diese lernerorientierte biographische Informationen mit erhoben werden. Bei den Analysen wird zwar der Schwerpunkt auf den bekannten 4 Sprachkompetenzen bleiben; wir werden uns dennoch immer wieder fragen, ob der Sprachstand der Mitsprachen von Lernern bzw. dessen Einfluss auf die Entwicklung der Zielsprache mitberücksichtigt wird.

Dr. Mehmet Latif Durlanik
10-79-4-GR4-4 Bewertung von Sprachprodukten von SchülerInnen aus Lehrer- und Forschungsperspektive

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 MZH 5210 (2 SWS)

Lassen sich Sprachkenntnisse von Schüler_innen objektiv bewerten? Wie muss ich als Lehrperson bei der Beurteilung von mündlichen und schriftlichen Sprachprodukten unterscheiden? Stimmen hier Lehrer- und Forscherperspektive überein? Wie funktionieren Spracherhebungen? Wie funktioniert Forschung? In diesem Seminar wollen wir diese Fragen vor dem Hintergrund von Deutsch als Zweitsprache reflektieren und dabei unser Bewusstsein für sprachsensibles Unterrichten schärfen. Am Ende sollen Sie unter professioneller Anleitung ein Forschungspro-jekt durchgeführt und dabei einen vertieften und praxisbezogenen Einblick in die Thematik erhalten haben.

Dr. Anne Gadow
10-79-4-GR4-5 Sprachsensibler Fachunterricht in der Grundschule

Seminar

Einzeltermine:
Mi 22.02.17 14:00 - 19:30 SFG 2030
Mi 01.03.17 14:00 - 19:30 SFG 2030
Mi 08.03.17 14:00 - 19:30 SFG 2030
Mi 15.03.17 14:00 - 19:30 SFG 2030

Zumindest theoretisch sollen Lehrpersonen bei der Vermittlung von Fachkompetenzen auch die sprachlichen Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler berücksichtigen. Praktisch können sich aus diesem Anspruch zahlreiche Fragen ergeben: Welche sprachlichen Merkmale und Anforderungen zeichnen einzelne Fächergruppen aus? Welche Übungen und Aufgaben können Schülerinnen und Schülern beim Bewältigen dieser Anforderungen helfen? Lassen sich Inhalten auch durch die Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit aufarbeiten? In diesem Seminar soll zum einen die Förderung von Deutsch als Zweitsprache im Hinblick auf die Fächer in der Grundschule diskutiert werden. Zum anderen soll eine eigene Projektarbeit erstellt werden, in der die Verknüpfung von Sprache und Fach im Vordergrund steht.

Dr. Anne Gadow
10-79-4-GR4-6 Leistungseinschätzungen: Sprachdiagnose und Lehrerbewertung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Wann sollte der Sprachstand bei einsprachigen und mehrsprachigen Grundschulkindern diagnostiziert werden? Wie kann man hierbei vorgehen? Und was lässt sich dadurch herausfinden? Ausgehend von diesen Fragen werden im Seminar grundschultypische Verfahren der Sprachdiagnostik behandelt und theoretisch, methodisch und didaktisch reflektiert. Dabei wird einerseits das sprachliche Verhalten von Grundschulkindern in konkreten Situationen nach ausgewählten Kriterien beschrieben und ermittelt. Andererseits werden Wege aufgezeigt, wie sich aus der gezielten Diagnose Fördermaßnahmen ableiten lassen. Intuitive Einschätzungen des Sprachstands im Hinblick auf die konkreten Fallbeispiele werden dabei reflektiert.

Dr. Anne Gadow

GR4k Deutsch als Zweitsprache Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Anne Gadow, Kontakt: agadow@uni-bremen.de

Das Modul "GR4k Deutsch als Zweitsprache" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen (Vorlesung und ein Seminar) zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Wintersemester statt. Details zu Studien- und Prüfungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-GR4-1 Der schulische Erwerb des Deutschen als (frühe und späte) Zweitsprache

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B1410 (2 SWS)

Ziele: Erarbeitung von Kenntnissen der psycholinguistischen Basen des Zweitspracherwerbs und des bilingualen Erstspracherwerbs, besonders für das Deutsche, die für eine erfolgreiche spätere Lehrtätigkeit in sprachlich heterogenen Klassen notwendig sind.

Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx
10-79-4-GR4-2 Grammatik im Unterricht DaZ (nur Primarstufe)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:15 - 13:45 GW1 A0160 (2 SWS)
Dr. Claudia Happe
10-79-4-GR4-3 Sprachstandsdiagnostik für Vor- und Grundschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SFG 1080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 06.02.17 12:00 - 15:15 GW2 B2900

In dieser Veranstaltung werden wir uns mit verschiedenen Sprachstandserhebungsverfahren befassen, die aktuell in einigen Bundesländern verwendet werden. Anhand von für den Spracherwerb wichtigen Einflussfaktoren wie Alter, Inputsquellen, Bildungsniveau der Familienmitglieder bzw. der Kontaktpersonen, frühkindliche Literalität etc., die dann für den konkreten Sprachstand des einzelnen Lerners entscheidend sind, werden wir einzelne Verfahren überprüfen, ob eben diese lernerorientierte biographische Informationen mit erhoben werden. Bei den Analysen wird zwar der Schwerpunkt auf den bekannten 4 Sprachkompetenzen bleiben; wir werden uns dennoch immer wieder fragen, ob der Sprachstand der Mitsprachen von Lernern bzw. dessen Einfluss auf die Entwicklung der Zielsprache mitberücksichtigt wird.

Dr. Mehmet Latif Durlanik
10-79-4-GR4-4 Bewertung von Sprachprodukten von SchülerInnen aus Lehrer- und Forschungsperspektive

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 MZH 5210 (2 SWS)

Lassen sich Sprachkenntnisse von Schüler_innen objektiv bewerten? Wie muss ich als Lehrperson bei der Beurteilung von mündlichen und schriftlichen Sprachprodukten unterscheiden? Stimmen hier Lehrer- und Forscherperspektive überein? Wie funktionieren Spracherhebungen? Wie funktioniert Forschung? In diesem Seminar wollen wir diese Fragen vor dem Hintergrund von Deutsch als Zweitsprache reflektieren und dabei unser Bewusstsein für sprachsensibles Unterrichten schärfen. Am Ende sollen Sie unter professioneller Anleitung ein Forschungspro-jekt durchgeführt und dabei einen vertieften und praxisbezogenen Einblick in die Thematik erhalten haben.

Dr. Anne Gadow
10-79-4-GR4-5 Sprachsensibler Fachunterricht in der Grundschule

Seminar

Einzeltermine:
Mi 22.02.17 14:00 - 19:30 SFG 2030
Mi 01.03.17 14:00 - 19:30 SFG 2030
Mi 08.03.17 14:00 - 19:30 SFG 2030
Mi 15.03.17 14:00 - 19:30 SFG 2030

Zumindest theoretisch sollen Lehrpersonen bei der Vermittlung von Fachkompetenzen auch die sprachlichen Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler berücksichtigen. Praktisch können sich aus diesem Anspruch zahlreiche Fragen ergeben: Welche sprachlichen Merkmale und Anforderungen zeichnen einzelne Fächergruppen aus? Welche Übungen und Aufgaben können Schülerinnen und Schülern beim Bewältigen dieser Anforderungen helfen? Lassen sich Inhalten auch durch die Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit aufarbeiten? In diesem Seminar soll zum einen die Förderung von Deutsch als Zweitsprache im Hinblick auf die Fächer in der Grundschule diskutiert werden. Zum anderen soll eine eigene Projektarbeit erstellt werden, in der die Verknüpfung von Sprache und Fach im Vordergrund steht.

Dr. Anne Gadow
10-79-4-GR4-6 Leistungseinschätzungen: Sprachdiagnose und Lehrerbewertung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Wann sollte der Sprachstand bei einsprachigen und mehrsprachigen Grundschulkindern diagnostiziert werden? Wie kann man hierbei vorgehen? Und was lässt sich dadurch herausfinden? Ausgehend von diesen Fragen werden im Seminar grundschultypische Verfahren der Sprachdiagnostik behandelt und theoretisch, methodisch und didaktisch reflektiert. Dabei wird einerseits das sprachliche Verhalten von Grundschulkindern in konkreten Situationen nach ausgewählten Kriterien beschrieben und ermittelt. Andererseits werden Wege aufgezeigt, wie sich aus der gezielten Diagnose Fördermaßnahmen ableiten lassen. Intuitive Einschätzungen des Sprachstands im Hinblick auf die konkreten Fallbeispiele werden dabei reflektiert.

Dr. Anne Gadow

Ansprechpartner für die Inhalte des Veranstaltungsverzeichnisses

Alte Vorlesungsverzeichnisse (bis Sommersemester 2012)