Lehrveranstaltungen WiSe 2016/2017

Germanistik Fachwissenschaften/Fachdidaktik, M.Ed.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

Master of Education (M.Ed.) mit dem Unterrichtsfach Deutsch (alle Varianten)

Voranmeldungen zu den Lehrveranstaltungen verpflichtend!

Studierende des Faches Germanistik/Deutsch/Deutsch als Zweitsprache muessen sich zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen verbindlich und rechtzeitig voranmelden!

Dies gilt grundsaetzlich fuer alle Studierenden (fuer Studierende im ersten Semester bis Freitag vor Vorlesungsbeginn).
Dies gilt grundsaetzlich fuer alle Studierenden (fuer Studierende im ersten Semester bis Freitag vor Vorlesungsbeginn).
Es wird also eine Voranmeldung fuer Lehrveranstaltungen in sämtlichen Studiengaengen (Bachelor, Master und Master of Education) erwartet.

Diese Anmeldung geschieht ueber Stud.IP!

Sie tragen sich fuer die gewaehlte Veranstaltung ein. Angemeldet und in die Veranstaltung aufgenommen sind Sie aber erst dann, wenn Sie von der/dem Lehrenden auf demselben Weg eine Bestaetigung erhalten haben. Die Veranstaltungen fuer das jeweils folgende Wintersemester werden am 30. Juli, die fuer das nachfolgende Sommersemester am 30. Dezember in Stud.IP freigeschaltet.

Anmeldefristen

fuer Veranstaltungen im Sommersemester: 15. Maerz
fuer Veranstaltungen im Wintersemester: 15. September
fuer Veranstaltungen im ersten (Winter-) Semester: Freitag vor Vorlesungsbeginn

Erlaeuterungen

Dieses Voranmeldeverfahren dient der Orientierung der Lehrenden wie der Studierenden gleichermassen – insbesondere durch fruehzeitige Klaerung der Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen.
Die Studierenden sollen nach Moeglichkeit an der von Ihnen gewuenschten Veranstaltung teilnehmen koennen. In Ausnahmefaellen kann es allerdings notwendig werden, auf eine andere Veranstaltung auszuweichen, fuer die dann (nach der Anmeldefrist) noch weitere Studierende aufgenommen werden. Achten Sie bitte auf entsprechende „News“ oder Hinweise.
Sonderregelung: Bestimmte Veranstaltungen sind jedoch aus technischen oder organisatorischen Gruenden in der Teilnehmerzahl begrenzt. Dies wird in der Veranstaltungsankuendigung bzw. in Stud.IP auch so erlaeutert – fuer gewoehnlich in Verbindung mit der Nennung eines Auswahlkriteriums.


Anmeldeverfahren fuer Erasmus-Studierende:

Studierende, die im Rahmen des Erasmus-Programms Veranstaltungen aus dem Studiengang Germanistik/Deutsch besuchen moechten, muessen sich zu den jeweiligen Lehrveranstaltungen bei den zustaendigen Dozenten per Mail anmelden. Die Mailadressen finden sich hier:
http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/personal/default.aspx
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
xxx

Kurs
N. N.

Master of Education (M.Ed.) 2.0

Masterstudiengänge "Lehramt an Gymnasien und Oberschulen" (im Anschluss an die Lehramtsoption im BA 2.0 Germanistik/Deutsch) sowie "Lehramt an Grundschulen" bzw. "Lehrämter inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik und Grundschule" (im Anschluss an den BA Bildungswissenschaften im Primar- und Elementarbereich)

Vgl. die entsprechenden Studienverlaufspläne unter
http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/med2/verlauf.aspx

FD3 Planung und Reflexion schulischer Praxis im Fach Deutsch Pflichtmodul Gy/OS ECTS: 3

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-FD3-1 Planung und Analyse von Deutschunterricht (a)
in Blöcken nach Vorlesungsende

Seminar

Einzeltermine:
Fr 10.02.17 14:00 - 16:00 GW2 B1700
Fr 10.03.17 14:00 - 17:00 GW2 B1700
Fr 17.03.17 14:00 - 18:00 GW2 B1700

Die Veranstaltung für ca. 15 TeilnehmerInnen findet in Blöcken nach der Vorlesungszeit des Wintersemesters statt (Termine werden Ende des Jahres bekannt gegeben) Sie wird im Sommersemester als Begleitveranstaltung zum Praxissemester (2 SWS) montags 16-18 (zweiwöchentlich; Beginn erste Vorlesungswoche) fortgesetzt.

Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD3-2 Planung und Analyse von Deutschunterricht (b)
in Blöcken nach Vorlesungsende

Seminar

Einzeltermine:
Mo 13.02.17 16:00 - 18:00 GW2 B3770
Mo 13.03.17 16:00 - 19:00 GW2 B3850
Mo 20.03.17 16:00 - 20:00 GW2 B3770

Die Veranstaltung für ca. 15 TeilnehmerInnen findet in Blöcken nach der Vorlesungszeit des Wintersemesters statt (Termine werden Ende des Jahres bekannt gegeben) Sie wird im Sommersemester als Begleitveranstaltung zum Praxissemester (2 SWS) montags 16-18 (zweiwöchentlich; Beginn zweite Vorlesungswoche) fortgesetzt.

Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD3-3 Planung und Analyse von Deutschunterricht (c)
in Blöcken nach Vorlesungsende

Seminar

Einzeltermine:
Fr 10.02.17 14:00 - 16:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)
Fr 10.03.17 14:00 - 18:00 GW2 B3850
Fr 17.03.17 14:00 - 18:30 GW2 B3850

Die Veranstaltung für ca. 15 TeilnehmerInnen findet in Blöcken nach der Vorlesungszeit des Wintersemesters statt (Termine werden Ende des Jahres bekannt gegeben). Sie wird im Sommersemester als Begleitveranstaltung zum Praxissemester (2 SWS) fortgesetzt.

Dr. Lisa Schüler
10-M79-FD3-4 Planung und Analyse von Deutschunterricht (d)
in Blöcken nach Vorlesungsende

Seminar

Einzeltermine:
Fr 10.02.17 14:00 - 17:00 Raum Turm 25
Fr 24.02.17 14:00 - 17:00 Raum Turm 40
Fr 10.03.17 14:00 - 18:00 Raum Turm 25

Die Veranstaltung für ca. 15 TeilnehmerInnen findet in Blöcken nach der Vorlesungszeit des Wintersemesters statt (Termine werden Ende des Jahres bekannt gegeben). Sie wird im Sommersemester als Begleitveranstaltung zum Praxissemester (2 SWS) freitags 14-16 Uhr (zweiwöchentlich in den geraden Wochen; Beginn erste Vorlesungswoche) fortgesetzt.

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Landesinstitutes für Schule (LIS), Am Weidedamm 20, 28215 Bremen statt. Der Raum ist wechselnd und wird an der elektronischen Anzeigetafel im Eingangsbereich angezeigt.

Ruth Beckmann (LB, LIS)
10-M79-FD3-5 Planung und Analyse von Deutschunterricht (e)
in Blöcken nach Vorlesungsende

Seminar

Einzeltermine:
Fr 10.02.17 13:00 - 15:00
Fr 24.02.17 13:00 - 16:00
Fr 10.03.17 13:00 - 17:00

Die Veranstaltung für ca. 15 TeilnehmerInnen findet in Blöcken nach der Vorlesungszeit des Wintersemesters statt (Termine werden Ende des Jahres bekannt gegeben). Sie wird im Sommersemester als Begleitveranstaltung zum Praxissemester (2 SWS) montags 15-17 Uhr (zweiwöchentlich; Beginn erste Vorlesungswoche) fortgesetzt.

Veranstaltungsort:
Landesinstitut für Schule
Am Weidedamm 20, 28215 Bremen
Die jeweiligen Räume werden auf den Info-Boards im LIS bekannt gegeben.

Berthold Seidel (LB, LIS)
Berthold Seidel (LB, LIS)

FD4 Ausbaukompetenzen der Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik Pflichtmodul Gy/OS ECTS: 9

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
Keine Angebote im Bereich der Sprach- und Mediendidaktik im Modul FD 4 im SoSe 2017.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-FD4-1 Sprache und... . Thematische Zugänge zum Sprachunterricht [Sprachdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SFG 1080 (2 SWS)

Im sprachreflexiven Gegenstandsfeld des Deutschunterrichts geht es darum, Sprache als System und Sprache im Gebrauch zu thematisieren. Dabei kommen strukturbezogene, bedeutungsbezogene, handlungsbezogene sowie weitere (bspw. historische oder varietätenbezogene) Dimensionen in den Blick. Besonders ansprechend für den interessierten (und: zu interessierenden) Blick auf Sprache sind dabei thematisch ausgerichtete Perspektiven. Es gibt ein breites und sehr heterogenes Spektrum an Möglichkeiten, thematische und oft lebensweltorientierte Zugänge zur Reflexion über Sprache zu eröffnen. Im Seminar werden wir anhand neuerer fachdidaktischer Beiträge u.a. Sprache und… …Fußball, …Gewalt, …Lügen, …Geld, …Wirtschaft, ….Werbung sowie …Generation, aber auch bspw. die Sprache der Gefühle in sachanalytischer Hinsicht untersuchen, fachdidaktisch reflektieren und methodisch erproben. Ergänzt wird diese vielseitige Auseinandersetzung einerseits um eigene thematische Ideen der SeminarteilnehmerInnen, andererseits um die kritische Sichtung von Schulbüchern hinsichtlich einer thematischen Ausrichtung des kompetenzorientierten Sprachunterrichts.

Es wird die Mitgestaltung des Seminars erwartet. Ein Leistungsnachweis ist gemäß Modulbeschreibung durch eine Hausarbeit möglich. Zu Beginn des Semesters gibt es einen detaillierten Veranstaltungsplan.

Dieses Seminar richtet sich als sprachdidaktische Veranstaltung vor allem an Studierende im Modul FD 4 sowie an Studierende im Modul PR III bzw. ggf. PR II.

Achtung: Verbindliche Anmeldung für das Seminar bitte unter www.studip.de!

Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD4-2 Schreibaufgaben entwickeln und beurteilen [Sprachdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 GW1 B0100 (2 SWS)
wöchentlich Do 17:45 - 19:00 GW1 B0100 Sprechstunde

Aufgaben bilden den Kern schulischer Lehr- und Lernprozessen. Durch sie sollen Wissen und Kompetenzen vermittelt und erlernt, vertieft und geübt sowie geprüft und getestet werden. Aufgabe haben damit eine zentrale, den Unterricht steuernde Funktion. Für angehende LehrerInnen ist es daher wichtig, das 'Handwerkzeug' der Aufgabengestaltung ,- analyse und -kritik zu beherrschen. Zu berücksichtigen ist, dass die fachdidaktische Aufgabenforschung zurzeit zwar sehr produktiv ist, in der Deutschdidaktik aber noch ein relativ junges Forschungsfeld darstellt. Im Seminar wird ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand und aktuelle deutschdidaktische Forschungsinteressen vermittelt. Dann wird der Blick mit einem stärker schreibdidaktischen Fokus u.a. auf die folgenden Fragen gerichtet:
Wie formuliert man gute Schreibaufgaben?
Was können Gütekriterien für Schreibaufgaben sein?
Welche Faktoren wirken sich auf den Schwierigkeitsgrad von Schreibaufgaben aus?
Wie kann man Schreibaufgaben für ein Lernen in heterogenen Gruppen differenzieren?
Wie bewertet man Schreibaufgaben?
Das Seminar setzt die Bereitschaft voraus, im Team zu arbeiten und unter Anleitung selbstständig Aufgaben zu entwickeln, zu erproben und zu analysieren.

Dr. Lisa Schüler
10-M79-FD4-3 Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur - fachwissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven (Kooperationsseminar)
[Literaturdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 SFG 1060 Dezernetenbesprechnungsraum - GESPERRT (ab 01.04.2017) (2 SWS)

Dieses Seminar ist Teil des Kooperationsvorhabens „Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur - fachwissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven“ (zusammen mit Philipp Schmerheim). Es setzt den Besuch der unmittelbar vorausgehenden fachwissenschaftlich ausgerichteten Veranstaltung „Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur“ voraus. Prüfungsleistungen können in beiden Veranstaltungen abgelegt werden.
Die Studierenden lernen in diesem Teil Probleme der Kinder- und Jugendliteraturdidaktik kennen - von ihrer Geschichte, über Kriterien und Verfahren der Textauswahl („Wozu Klassiker?“) bis hin zur kompetenzorientierten Unterrichtsplanung und methodischen Zugängen. Sie sichten auch kritisch bereits vorhandene Unterrichtsvorschläge für die schulische Praxis und überprüfen sie darauf, ob sie noch heutigen Ansprüchen im Hinblick auf zu vermittelnde Werte und Normen, die Kompetenzorientierung und eine zunehmend heterogene Schülerschaft Stand halten. Fast alle Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur sind im Medienverbund aufgegriffen worden, z.B. durch Verfilmungen oder sogar in Computerspielen. Auch darauf muss eine moderne Didaktik der Kinder- und Jugendliteratur Rücksicht nehmen, wenn sie nicht an der Lebenswirklichkeit der Kinder- und Jugendlichen vorbeioperieren will.
ACHTUNG! Das Seminar ist teilnehmerbegrenzt auf max. 28 Anmeldungen!

Einführende Literatur:
Kepser, Matthis/ Abraham, Ulf (2016): Literaturdidaktik Deutsch. Eine Einführung. 4. völlig neu bearb. u. erw. Aufl. Berlin: Erich Schmidt.
Bräuer, Christoph/ Wangerin, Wolfgang (Hg.) (2013): Unter dem roten Wunderschirm. Lesarten klassischer Kinder- und Jugendliteratur. Göttingen: Wallstein.
Ewers, Hans-Heino (2012): Literatur für Kinder und Jugendliche. Eine Einführung in Grundbegriffe der Kinder- und Jugendliteraturforschung. 2. überarb. u. aktual. Aufl. Stuttgart: UTB.
Gansel, Carsten (2010): Moderne Kinder- und Jugendliteratur. Vorschläge für einen kompetenzorientierten Unterricht. 5. akt. Aufl. Berlin: Cornelsen Scriptor.
Grenz, Dagmar (Hg.) (2010): Kinder- und Jugendliteratur: Theorie, Geschichte, Didaktik. Baltmannsweiler: Schneider.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Philipp Schmerheim
10-M79-FD4-4 Theater- und Dramendidaktik
[Literaturdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW2 A4020 GW2 B1170 (2 SWS)

Die Behandlung von klassischen und modernen (freilich nicht „zu“ modernen) Dramentexten war lange Zeit unbestrittener Teil des Literaturunterrichts. Mittlerweile ist jene Tradition aber unter kritischen Beschuss geraten: Waren und sind nicht Dramentexte lediglich Prätexte, die auf ihre inszenatorische Realisierung auf dem Theater warten? Und brächte man dann nicht viel eher eine Theaterdidaktik als eine Dramendidaktik? Wie wäre dann die kulturelle Theaterpraxis in den Unterricht einzuholen; zu der unter Umständen auch postdramatische Stücke zählen? Welche methodischen Zugänge gibt es, um den Dramentexten selbst an der Schule ihre lebendige, theatrale Kraft zu verleihen? Welche Rolle könnten hier „Dramenverfilmungen“ spielen? Müssten nicht auch Tanztheater, Oper, Musical und Improtheater eingebunden werden?
Solchen und ähnlichen Grundsatzfragen werden wir in diesem Seminar nachgehen. Grundlage dafür sollen „Schulklassiker“ der Dramenliteratur sein, aber auch das aktuelle Angebot an Stücken in Bremen und umzu. Insofern wird die Bereitschaft vorausgesetzt, am Besuch von Theateraufführungen teilzunehmen.
ACHTUNG! Das Seminar ist teilnehmerbegrenzt auf max. 28 Anmeldungen!

Einführende Literatur:
Kepser, Matthis/ Abraham, Ulf (2016): Literaturdidaktik Deutsch. Eine Einführung. 4. völlig neu bearb. u. erw. Aufl. Berlin: Erich Schmidt.
Höhn, Jessica (2015): Theaterpädagogik. Grundlagen, Zielgruppen, Übungen. Leipzig: Henschel.
Bönnighausen, Marion/ Paule, Gabriela (Hg.) (2011): Wege ins Theater: Spielen, Zuschauen, Urteilen. Berlin: Lit.
Denk, Rudolf/ Möbius, Thomas (2010): Dramen– und Theaterdidaktik. Eine Einführung. 2. überarb. Aufl. Berlin. Erich Schmidt Verlag.

Prof. Dr. Matthis Kepser
10-M79-FD4-5 Hörspiele im kompetenzorientierten Deutschunterricht [Medienprojektseminar]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 17:00 GW2 B2880 GW2 B3230 (4 SWS)

Das Hörspiel (nicht: Hörbuch) als Gegenstand oder auch als Medium im Deutschunterricht findet sich derzeit in den fachdidaktischen Diskussionen wenn überhaupt, dann nur am Rande. Das war nicht immer so – und trägt dem interessanten Medium bei Weitem auch heute nicht gebührend Rechnung. Das Seminar sucht diesem Befund entgegen zu steuern.
Wir werden uns in sachanalytischer Hinsicht zunächst auch mit der Geschichte des Hörspiels beschäftigen. Dabei zeigt sich, dass diese oft gekoppelt an die Möglichkeiten technischer Entwicklung vorangetrieben wurde. Für den Einsatz des Hörspieles im Deutschunterricht bedarf es grundlegender didaktischer Reflexion, die wir ebenfalls beleuchten wollen. Im Mittelpunkt des weiteren Interesses stehen dann verschiedene Original-Hörspiele und Ideen zu deren Einsatz im Deutschunterricht, angefangen bei Eichs „Träume[n]“ über „Fünf Mann Menschen“ (Jandl/Mayröcker) bis hin zu neuen Produktionen wie „Stripped – Ein Leben in Kontoauszügen“ (Stefan Weigl) oder „Ruhe 1“ von Paul Plamper. Hilfreiche Orientierung bietet bei der Auswahl neben der potentiellen Relevanz für den Deutschunterricht auch der jährlich vergebene Hörspielpreis der Kriegsblinden. Berücksichtigung im Seminar finden aber auch Literaturvertonungen, das Kriminalhörspiel oder Kurzhörspiele in Form von Radionovelas. Wer sich im Vorfeld des Seminars auf dem aktuellen radiophonen Hörspielmarkt einhören möchte, dem sei das Programm „DRadiorecorder“ vom Sender Deutschlandradio empfohlen, das über die Homepage des DRadio kostenlos zu beziehen ist und mit dem gezielt auch Hörspielsendungen auf einer Fülle von online zugänglichen Rundfunksendern angewählt und gehört werden können. Insgesamt sollten Sie zum Seminar Lust zum „Hören, Horchen, Lauschen“, zu entsprechender Sinnesschulung und deren Reflexion für Belange des Deutschunterrichts mitbringen.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende im Studiengang Master of Education und ist als Projektseminar Bestandteil des Moduls FD 4 bzw. PR IV.

Es wird die Mitgestaltung des Seminars erwartet. Zu Beginn des Semesters gibt es einen detaillierten Veranstaltungsplan.

Während des Semesters entsteht im Seminar und darüber hinaus eine Projektarbeit (auch in Kleingruppen). Ein bewertetes Kolloquium macht die Modulteilprüfung aus.

Achtung: Verbindliche Anmeldung für das Seminar bitte unter www.studip.de!

Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD4-6 Digitale Medien im Deutschunterricht [Medienprojektseminar]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 17:00 SFG 1040 (4 SWS)

Digitale Medien können im Deutschunterricht in ganz verschiedenen Funktionen und Kompetenzbereichen eine Rolle spielen: als elektronische Werkzeuge zur Text- und Medienherstellung (z.B. Textverarbeitung, Audio-/ Videoschnitt/ Webpages), als Recherche-, Informations- und Kommunikationsmedium (z.B. Suchmaschinen, Web-Zeitschriften, Blogs, Email, Chat), als Kooperationsmedium (Arbeitsplattform), Präsentationsmedium (z.B. PowerPoint) und Unterhaltungsmedium (YouTube, Computerspiele), als Lern- und Übungsmedium (z.B. Rechtschreibtrainer) und nicht zuletzt als Medium gesellschaftlicher und kultureller Auseinandersetzung.
In diesem Seminar wollen wir uns einen Überblick zu diesen verschiedenen Aspekten des Umgangs mit digitalen Medien im Deutschunterricht verschaffen. Gemäß dem Projektgedanken des Veranstaltungstyps wird es auch um praktische Übungen gehen, die innerhalb und außerhalb des Seminars durchgeführt werden sollen. Die abschließende Prüfungsleistung besteht in einer mündlichen Prüfung zum erarbeiteten Projekt und zu den Seminarinhalten im Allgemeinen.
ACHTUNG! Das Seminar ist teilnehmerbegrenzt auf max. 20 Anmeldungen!
Zur ersten Vorbereitung empfohlen:
Frederking, Volker/ Krommer, Axel/ Maiwald, Klaus (2012): Mediendidaktik Deutsch. Eine Einführung. 2. überarb. Aufl. Berlin: Erich Schmidt.
Kepser, Matthis/ Schallenberger, Stefan (2013): Zwischen Oralität, Literalität und Virtualität – Computerbasierter Sprachunterricht. In: Frederking, Volker/ Huneke, Hans-Werner /Krommer, Axel /Meier, Christel (Hg.): Taschenbuch des Deutschunterrichts, Bd. 1, Sprach-und Mediendidaktik. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 364-391.
Kepser, Matthis (2013): Computer im Deutschunterricht. In: Frederking, Volker/ Huneke, Hans-Werner / Krommer, Axel / Meier, Christel (Hg.): Taschenbuch des Deutschunterrichts, Bd. 2, Literatur- und Mediendidaktik. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 568-592.
Zur weiterführenden Lektüre empfohlen:
Frederking, Volker/ Krommer, Axel/ Möbius, Thomas (Hg.) (2014): Digitale Medien im Deutschunterricht. Baltmannsweiler: Schneider. ⇐ Deutschunterricht in Theorie und Praxis Bd. 8)

Prof. Dr. Matthis Kepser
10-M79-FD4-7 Filmbildung in den SchulKinoWochen [Medienprojektseminar]
Schulkinowochen: 27.-31.03.2017 (Einsatz nach Besprechung). Ort je nach Vereinbarung.

Seminar

Einzeltermine:
Do 22.12.16 19:00 - 21:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
Fr 10.02.17 15:00 - 19:00 GW2 B3770
Sa 11.02.17 - So 12.02.17 (So, Sa) 10:00 - 17:00 GW2 B3770
Do 16.03.17 14:30 - 18:30 GW2 B1580

Filmbildung ist ein integraler, jedoch oft vernachlässigter Kompetenzbereich im Allgemeinen und des Deutschunterrichts im Besonderen. Die jährlich angebotenen Schulkinowochen bieten eine wunderbare Gelegenheit, dafür mit Kindern und Jugendlichen den Lernort „Kino“ zu nutzen (vgl. dazu https://www.visionkino.de/schulkinowochen/). In diesem Projektseminar erarbeiten die Studierenden zu ausgewählten Kinder- und Jugendfilmen didaktische Einführungen und Workshops für Schulklassen des Sekundarstufenbereichs, die anschließend im Rahmen der SchulKinoWochen am Bremer Kommunalkino vom 27. bis 31. März 2017 durchgeführt werden. Das erste Blockwochenende (10.-12.02.17) dient der Einführung in literatur- und mediendidaktische Inhalte, in germanistisch-medienwissenschaftliche Theoriebildung sowie in Grundlagen der Filmanalyse. In Kleingruppen bereiten die Studierenden dann ihre Einführungen sowie Schülerworkshops vor. Die abschließende Prüfungsleistung besteht in einer mündlichen Prüfung zum erarbeiteten Projekt und zu den Seminarinhalten im Allgemeinen.
Die Liste der verfügbaren Filme wird während der Vorbesprechung bekannt gegeben.
Das Seminar wird in Kooperation mit dem Bremer Kommunalkino und den SchulKinoWochen angeboten.
ACHTUNG! Das Seminar ist teilnehmerbegrenzt auf max. 20 Anmeldungen!
Einführende Literatur:
Blell, Gabriele/ Grünewald, Andreas /Kepser, Matthis/ Surkamp, Carola (Hg.) (2016): Film in den Fächern der sprachlichen Bildung. Film-Bildung-Schule (FBS), Bd. 2. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
Abraham, Ulf (2016): Filme im Deutschunterricht. 2. verb. Aufl. Seelze: Klett-Kallmeyer.
Kurwinkel, Tobias/ Schmerheim, Philipp (2013): Kinder- und Jugendfilmanalyse. Konstanz: UVK.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Philipp Schmerheim

Masterabschlussmodul (Fachdidaktik Deutsch) Pflichtmodul / Abschlussmodul 21 CP

Das Modul besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 1 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-SFP-1 Masterkolloquium Schulbezogenes Forschungspraktikum

Colloquium

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 16.03.17 12:00 - 13:30 GW2 B1700

Die Veranstaltung dient der regelmäßigen Begleitung beim Erstellen der Masterthesis in der Fachdidaktik Deutsch und macht mit grundlegenden Forschungsdesigns und –methoden vertraut. Je eigene Problemstellungen können, angefangen bei der Generierung eines Forschungsthemas und erster Forschungsfragen, diskutiert werden.

Empfohlene Literatur zur Empirie:

Kepser, Matthis/ Abraham, Ulf (2016): Literaturdidaktik Deutsch. Eine Einführung. 4. völlig neu bearb. u. erw. Aufl. Berlin: Erich Schmidt.

Boelmann, Jan (Hg.) (2016): Empirische Erhebungs- und Auswertungsverfahren in der deutschdidaktischen Forschung. Baltmannsweiler: Schneider.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Stefan Schallenberger

A3 Literaturtheorie und literaturwissenschaftliche Methodologie 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Das Modul Literaturtheorie und literaturwissenschaftliche Methodologie findet regelmaessig im Wintersemester statt. Es fuehrt anhand von exemplarischen Gegenstaenden und Themen in die genannten Stoffgebiete ein. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von mindestens 4 SWS auszuwaehlen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-A3-01 Intertextualität und Intermedialität [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 SFG 2060 (2 SWS)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-A3-02 Gender und Gewalt [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 SFG 1020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 22.03.17 14:00 - 16:00 SFG 2060

Das Miteinander der Geschlechter läuft zu allen Zeiten nicht ohne Probleme ab. Im Seminar beschäftigen wir uns mit spannungsreichen Beziehungen zwischen Frau und Mann in der deutschen Literatur des Mittelalters. Vor dem Hintergrund rechtlicher, kirchlicher und lebenspraktischer Positionen untersuchen wir folgende Texte in Ausschnitten: Hartmann von Aue, 'Erec' (Enite-Handlung); 'Nibelungenlied' (Brünhild-Handlung, Tötung Siegfrieds und Kriemhilds); Wolfram von Eschenbach, 'Parzival' (Condwiramurs-Handlung, Orgeluse-Handlung) sowie ausgewählte Schwankmären des Spätmittelalters: Stricker, 'Die eingemauerte Frau'; 'Der begrabene Ehemann'; Heinrich Kaufringer, 'Die unschuldige Mörderin', 'Die Suche nach dem glücklichen Ehepaar'.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Kurzreferat / Sitzungsmitgestaltung; Handout
Prüfung (in einem der beiden A3-Seminare): mündliche Prüfung

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-3-A3-03 Intertextualität
Intertextuality

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Dieses Seminar im Modul A3 (bzw. im analogen Modul IIIC der alten Studienstruktur) beschäftigt sich mit dem (theoretischen) Konzept der Intertextualität, das seit seiner ‚Entdeckung‘ in den 60er/70er Jahren die Literaturwissenschaft geprägt hat wie wenige andere Konzeptionen. Das Konzept der Bezugnahme von Texten auf Texte ist freilich ganz unterschiedlich aufgefasst worden – vom spezifischen Phänomen ausgezeichneter, eben: intertextueller literarischer Texte bis hin zu einer universalen Texttheorie, nach der jeder Text wesentlich intertextuell ist.
In einem ersten Schritt wird es darum gehen, die Bestimmungen und Möglichkeiten dieses Konzepts und seiner Variationen zu erschließen. In einem zweiten sollen jedoch auch ausgewählte literarische Texte, die ‚intertextuell‘ sind, und damit die Frage der Anwendbarkeit des Konzepts zu Beschreibungs- und Analysezwecken behandelt werden.
Einen konkreten Plan für dieses Seminar finden Sie ab spätestens September in Stud.IP.
Die im Seminar zu behandelnden theoretischen und literarischen Texte werden als PDFs zur Verfügung gestellt.
Im Modul A3 ist es möglich, durch eine mündliche Prüfung zu diesem Seminar das Modul abzuschließen.
Im Modul IIIC („alte Studienstruktur“) ist es möglich, durch eine Hausarbeit oder eine mündliche Prüfung zu diesem Seminar das Modul abzuschließen. Die (theoretisch mögliche) Prüfungsform Klausur wird nicht angeboten.

Dr. Uwe Spörl
10-79-3-A3-04 Metapher und Metaphorologie (nach Hans Blumenberg) in der Literaturwissenschaft [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 GW2 A4020 (2 SWS)

Die Metapher wird einerseits als eine Stilfigur gebraucht, sie ist andererseits zum Gegenstand von übergreifenden Metapherntheorien geworden, die weit über Gestaltungsfragen hinausweisen. Zu den avancierteren dieser Theorien gehört Hans Blumenbergs Metaphorologie, die Metaphern als ein Bildreservoir liest, das unseren Zugang zur Wirklichkeit ausdrückt und beeinflußt. Das Licht „als Metapher der Wahrheit“ zu lesen, wie Blumenberg es in einem bekannten Aufsatz analysiert, ist seit der Aufklärung ein gängiges Bild, es liefert eine Anschauung zu unseren Vorstellungen und es prägt unser Denken bis hin zu einzelnen Formulierungen.

Das Seminar soll von den einfachen Stilfiguren ausgehend die wesentlichen Positionen der Metapherntheorien diskutieren und dabei einen Schwerpunkt auf Blumenbergs Metaphorologie und seine Theorie der ‚Hintergrundmetaphern‘ legen. Blickt man auf Blumenbergs Werk, so ergeben sich für den Literaturwissenschaftler zwei Fragestellungen, mit denen sich das Seminar in seiner zweiten Hälfte beschäftigen soll. Einerseits stellt Blumenberg Metaphernkomplexe in den Mittelpunkt, die entweder auf die Philosophie und ihre Selbstreflexion oder auf anthropologfische Fragen bezogen sind. Das Seminar soll fragen, welche spezifischen Modifikationen für eine literaturwissenschaftliche Anwendung der Theorie notwendig sind. Andererseits enden Blumenbergs historische Reihenuntersuchungen der Metaphernverwendung am Ende des 20. Jahrhunderts, oftmals sogar deutlich früher. Deshalb ist zweitens zu fragen, wie diese Arten von Metaphoriken in der Gegenwartsliteratur verwendet werden.
Das Seminar soll zunächst auf der Grundlage von Rolfs Arbeit zu den Metapherntheorien die grundlegenden Ansätze diskutieren und in einem zweiten Schritt Blumenbergs Theorien mit Blick auf die Literaturwissenschaft untersuchen. Im Mittelpunkt soll dabei Blumenbergs Text „Schiffbruch mit Zuschauer“ stehen, seine Metaphorik kann unter anderem mit Jelineks Stück „Die Schutzbefohlenen“ in Beziehung gesetzt werden.
Der zweite Teil des Seminars stellt die literarische Verarbeitung von Metaphern für Staat und Gesellschaft seit den 1950er Jahren in den Mittelpunkt und analysiert Auszüge aus Texten auf die Funktionsweise und die kulturelle Funktion der Metaphern, beginnend mit Wolfgang Koeppens „Das Treibhaus“ und Martin Walsers „Ehen in Philippsburg“, über Volker Brauns „Hinze Kunze Roman“ und Wolfgang Hilbigs „Das Provisorium“. Dabei ist zu fragen, welche Metaphoriken sich in den literarischen Texten als Strukturmerkmale analysieren lassen, wie sie Staat und Gesellschaft abbilden, außerdem, ob es sich um ein einheitliches Schema handelt, schließlich, wie die Metaphoriken sich im historischen Prozeß bis in die Gegenwart verändern. Am Ende sollen anwendbare Perspektiven stehen, die literarische Texte auf der Grundlage von komplexen Metaphernkonstellationen analysierbar machen.

Zum Einlesen:
Eckard Rolf: Metapherntheorien, Berlin 2005
Hans Blumenberg: Schiffbruch mit Zuschauer, Frankfurt a.M. 1978.
Hans Blumenberg: Paradigmen zu einer Metaphorologie, Frankfurt a.M. 1998.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-3-A3-05 Analytik und Synthetik. Methodische Grundlagen literaturwissenschaftlichen Arbeitens [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 07.02.17 10:00 - 12:00 GW2 B1580
Do 09.02.17 11:00 - 12:00 GW2 B1580
Di 14.02.17 10:00 - 12:00 GW2 B1580

Allgemeine Einführungen in die Literaturwissenschaft sind ebenso zahlreich auf dem wissenschaftlichen Buchmarkt vorhanden wie Einführungen in die literaturwissenschaftlichen Teildisziplinen wie etwa in die Metrik, in die Rhetorik oder in die Narratologie. Zumeist jedoch konzentrieren sich diese Einführungen auf die jeweiligen fachspezifischen Aspekte einer solchen Teildisziplin oder beschränken sich auf einen allgemeinen Überblick über das Fach. Literaturtheoretisch reflektierte und zugleich anwendungsorientierte methodologische Einführungen in die Grundlagen des literaturwissenschaftlichen Arbeitsprozesses stellen dagegen noch immer ein gravierendes Desiderat dar. Das Seminar will mit engem Forschungsbezug dieses Desiderat füllen helfen und sich deshalb den methodischen Grundlagen literaturwissenschaftlichen Arbeitens widmen.

Es geht in diesem Zusammenhang um die grundlegenden Aspekte von Analytik und Synthetik, die – wie jeder geisteswissenschaftlichen Methodologie – auch der germanistischen Literaturwissenschaft zugrunde liegen. Im Bereich der Analytik sollen dabei insbesondere die Fragen der Struktur, der Narration und der Phänomenologie behandelt werden, im Bereich der Synthetik insbesondere die Fragen der Systematik und der Synthese.

Der Semesterplan und die Arbeitsmaterialien werden auf StudIP zur Verfügung gestellt.

Die Prüfungsleistung erfolgt in diesem Seminar durch eine mündliche Prüfung.

Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-3-A3-06 Literaturwissenschaft und Psychoanalyse [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Psychoanalytische Ansätze sind in der Literaturwissenschaft (und andernorts) umstritten, was allerdings auch daran liegen mag, dass solche Ansätze immer noch herangezogen werden, um Autoren oder Figuren einer unreflektierten Psychologisierung zu unterziehen. Dabei haben psychoanalytische Einsichten durchaus Implikationen, die für die Analyse literarischer Texte sehr produktiv sein können, lenken sie doch den Blick auf Bedeutungsstrukturen und Textfunktionen, die sich anderen Theorien entziehen. Sigmund Freuds Überlegungen – etwa, dass das ‚Ich nicht Herr im eigenen Haus ist‘ – stellen nicht nur die paradoxe (Un-) Bestimmtheit menschlicher Identität zur Diskussion und erschließen ein neues Wissen über den Menschen. Sie rücken außerdem, insbesondere in der Neuformulierung von Jacques Lacan, Zeichen- und Begehrensdynamiken in den Blick, die sich literarischen Texte beispielhaft ablesen lassen. Im Seminar werden wir solchen Dynamiken anhand ausgewählter Figuren psychoanalytischer Theoriebildung (z.B. Traum, Symptom, Begehren) nachgehen und sie für die Analyse literarischer Texte aus unterschiedlichen Epochen produktiv zu machen suchen. Das schließt die grundsätzliche Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen von Theorie ein.

Ein Reader zum Seminar ist ab 10. Oktober bei Steckels Copyhaus (Crüsemannallee 82) erhältlich. Eine Modulprüfung kann in Form einer mündlichen Prüfung abgelegt werrden.

Dr. Christian Schmitt
10-79-3-A3-07 Diskursanalyse und New Historicism [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW1 A0150 (2 SWS)

Dieses Seminar beschäftigt sich mit zwei literaturtheoretischen Methodologien ähnlichen Zuschnitts: Sowohl der Diskursanalyse als auch dem New Historicism geht es darum, literarische Texte als historische Gebilde zu interpretieren, ohne sich dabei in den Details von Autorenbiographien zu verlieren. Den Konzepten, die dabei in Stellung gebracht werden, wird dieser Kurs durch die Lektüre einiger Schlüsseltexte Michel Foucaults (Diskursanalyse) und Stephen Greenblatts (New Historicism) nachspüren. Daneben soll aber auch immer mal wieder ein Blick auf konkrete Textinterpretationen geworfen werden, die von diesen Strömungen angeregt wurden.
Ein genauer Seminarplan wird zu Semesterbeginn bei Stud.IP zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für die Textmaterialien, die dort als pdf-Dokumente zum Download bereit stehen werden.
Die Modulprüfung kann in diesem Seminar in Form einer mündlichen Prüfung abgelegt werden.

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-3-A3-08 Literatur und Gesellschaft. Theoretische Konzepte von Adorno bis Bourdieu [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 A4020 (2 SWS)

Dass für die Kunst und damit auch für die Literatur seit dem Aufkommen der Genieästhetik gerne so etwas wie ‚Zweckfreiheit‘, ‚Eigengesetzlichkeit‘, ‚Autonomie‘ oder ‚Souveränität‘ reklamiert wird, bedeutet schon allein deshalb keinesfalls, dass Literatur sich tatsächlich jenseits ihrer gesellschaftlichen Bedingungen abspielt, weil die Produktion und Rezeption von Literatur eben immer auch ein gesellschaftlicher Prozess ist – man denke an Buchmessen, Literaturskandale oder den Hype vor dem Erscheinen des letzten Harry-Potter-Bandes. Was bedeuten dann aber Konzepte wie ‚Autonomie‘ oder ‚Eigengesetzlichkeit‘ der Kunst/Literatur? Und wie lässt sich das Verhältnis von Literatur und Gesellschaft vor dem Hintergrund solcher Forderungen bestimmen? Diesen und anderen Fragen, die den gesellschaftlichen Aspekt von Literatur berühren, soll in diesem Seminar anhand einer Auswahl theoretischer Texte u.a. von Adorno (Kritische Theorie), Luhmann (Systemtheorie) und Bourdieu (Ökonomie symbolischer Güter) nachgegangen werden.
Ein genauer Seminarplan wird zu Semesterbeginn bei Studi.IP zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für die Textmaterialien, die dort als pdf-Dokumente zum Download bereit stehen werden.
Die Modulprüfung kann im Rahmen dieses Seminars in Form einer mündlichen Prüfung abgelegt werden.

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-3-A3-09 Autoridentität und literarischer Text in der Postmoderne [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 IW3 0390 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 06.02.17 10:00 - 16:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Seminarkommentar: Autoridentität und literarischer Text in der Postmoderne

In den zurückliegenden Jahren ist in der Germanistik des Öfteren, teils in groß angelegten Entwürfen und gerade auch von jüngeren Wissenschaftlern über die Beziehung zwischen literarischem Text und der Identität seiner Autoren nachgedacht worden. Stellvertretend seien hier die Studien „Poetiken des Selbst“ (2014) von Innokentij Kreknin und „Auto®fiktion“ (2013) von Martina Wagner-Egelhaaf genannt. Diese Untersuchungen reagieren dabei offensichtlich auf ein Phänomen, das sich typischerweise gehäuft in der jüngeren Literatur beobachten lässt. In vielen dieser Texte seien sie von Wolfgang Hilbig, Navid Kermani oder Rainald Goetz finden sich Figuren, die weitgehend mit der Person ihres Autors identisch zu sein scheinen. Eine der Fragen, der wir auch im Seminar nachgehen wollen, ist nun, was bewegt Autoren, sich mitunter sogar unter Verwendung ihres bürgerlichen Namens in den eigenen Text einzuschreiben?
Für die Erzähltheorie, die mit diesem Arbeitsgebiet befasst ist, ergeben sich daraus schwerwiegende Implikationen, bis hin zu der Frage, wie sich in solchen Fällen die fiktionsexterne Wirklichkeit und die Wirklichkeit im Erzähltext, oft auch als erzählte Welt bezeichnet (Martinez/Scheffel, [1999] 2003), überhaupt kategorial trennen lassen. Nähern sich hier Wirklichkeit und dichterische Fantasie vielleicht so sehr an, dass sie für die Schriftsteller und für alle, die ihnen als Leser folgen wollen, in wichtigen Aspekten ununterscheidbar werden? Wäre dies der Fall, müssten wir als Leser solcher Texte ihre Wahrheit zumindest in diesen Hinsichten konzedieren ‒ ein Paradox angesichts der für schöne Literatur gültigen grundlegenden Rezeptionsanweisung: Frage nicht, ob es wahr ist!
Im Seminar soll es darum gehen, uns mit Methoden und Begriffen aus der neueren Erzähltheorie, vertraut zu machen, die helfen können, der beschriebenen Problematik angemessen zu begegnen. Die wollen wir auch praktisch an ausgewählten Textbeispielen erproben.
Ein Seminarplan mit Literaturliste wird vor Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Dr. André Steiner (LB)
10-79-3-A3-10 Postkoloniale Literaturwissenschaft [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW1 B1070 (2 SWS)
Simone Brühl, M.A. (LB)

B3 Sprache in Denken und Handeln 6 CP/ 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Andreas Rothenhoefer/ Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: rothenhoefer@uni-bremen.de iwarnke@uni-bremen.de

Das Modul "B3 Sprache in Denken und Handeln" macht die Studierenden mit linguistischen Theorien und Methoden der Semantik und Pragmatik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Winter); es umfasst zwei entsprechende Seminare, aus denen zwei Studienleistungen und eine Pruefungsleistung erbracht werden.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-77-3-B1.1-1 Kontrastive Linguistik Französisch-Deutsch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:30 - 10:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 06.02.17 10:15 - 11:45 GW2 B2880

"In diesem Seminar wollen wir die französische und die deutsche Sprache hinsichtlich ihrer Strukturen und Verwendungsweisen kontrastiv betrachten. Vergleichend untersuchen werden wir sowohl syntaktische, morphologische und phonologische Phänomene als auch lexikalische oder pragmatische Aspekte. Auch werden wir uns kontrastiv mit Textsorten und Varietäten beschäftigen und uns mit Übersetzungen auseinandersetzen.

Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Beherrschung der französischen Sprache.

Einführende Literatur:
Blumenthal, Peter (1997): Sprachvergleich Deutsch-Französisch. Tübingen (Niemeyer).
Wandruszka, Mario (1998): Die europäische Sprachengemeinschaft: Deutsch Französisch Englisch Italienisch Spanisch im Vergleich. Tübingen (Francke)."

Dr. Katrin Mutz
10-79-3-B3-1 Lexikographie - gedruckt und elektronisch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B2900 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-3-B3-2 Textlinguistik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Die Textlinguistik ist eine sprachwissenschaftliche Teildisziplin, die sich seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. Sie beschäftigt sich mit sprachlichen Einheiten, die satzübergreifenden Charakter aufweisen.
Zentrale Untersuchungsbereiche der Textlinguistik, die auch in dieser Veranstaltung von Bedeutung sein sollen, sind die Textualität als konstituierendes Merkmal von Texten, die Sprach- und Textfunktionen sowie die Typologisierung von Texten, z. B. in Form von Textsorten.
Im analytischen Teil der Veranstaltung werden wir Texte unterschiedlicher Textsorten mit Hilfe textlinguistischer Methoden untersuchen. Einbezogen werden auch Fragen der Vermittlung von Textkompetenzen im Unterricht (Deutsch als Muttersprache, Fremd- oder Zweitsprache).
Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-3-B3-3 Ausgewählte Probleme der Onomastik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SFG 2020 GW1-HS H1000 (2 SWS)

Die Namenkunde (auch Onomastik genannt) ist eine linguistische Teildisziplin, die in vielfältigen Beziehungen zu anderen Disziplinen der Sprachwissenschaft (z. B. Soziolinguistik, Sprachgeschichte, Wortbildung, Semantik) und zu anderen Wissenschaftsdisziplinen (Geschichte, Geographie, Biologie, Völkerkunde u. a.) steht.
Die Onomastik beschäftigt sich mit dem Wesen von Eigennamen, deren Klassifizierungsmöglichkeiten und mit ihrer historischen Entwicklung.
Auch soziolinguistische und pragmalinguistische Aspekte (beispielsweise die Motive der Namengebung bei Kindern, Gründe für die Wahl des Familiennamens bei der Eheschließung oder auch die Wirkung von Produktnamen auf den Kunden) werden untersucht.
Einigen dieser Aspekte soll im Rahmen des Seminars nachgegangen werden.
Fragen des bundesdeutschen Namensrechts werden ebenfalls eine Rolle spielen.

Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-3-B3-4 Linguistische Diskursanalyse – Diskurslinguistik
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:15 - 09:45 SFG 1040 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-79-3-B3-5 Gesprochene, geschriebene und gesungene Sprache

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B2880 (2 SWS)
Sabine Wahl
10-79-3-B3-6 Textlinguistik (b)

Seminar

Einzeltermine:
Di 14.02.17 09:00 - 16:00 GW2 B2900
Do 16.02.17 - Fr 17.02.17 (Do, Fr) 09:00 - 16:00 GW2 B2900

Die Textlinguistik ist eine sprachwissenschaftliche Teildisziplin, die sich seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. Sie beschäftigt sich mit sprachlichen Einheiten, die satzübergreifenden Charakter aufweisen.
Zentrale Untersuchungsbereiche der Textlinguistik, die auch in dieser Veranstaltung von Bedeutung sein sollen, sind die Textualität als konstituierendes Merkmal von Texten, die Sprach- und Textfunktionen sowie die Typologisierung von Texten, z. B. in Form von Textsorten.
Im analytischen Teil der Veranstaltung werden wir Texte unterschiedlicher Textsorten mit Hilfe textlinguistischer Methoden untersuchen. Einbezogen werden auch Fragen der Vermittlung von Textkompetenzen im Unterricht (Deutsch als Muttersprache, Fremd- oder Zweitsprache).
Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe

A11 Literatur und Interkulturalität 6 CP/ 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Das Modul Literatur und Interkulturalitaet findet regelmaessig im Wintersemester statt. Es behandelt exemplarische Gegenstaende und Themenfelder der interkulturellen Germanistik. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von mindestens 4 SWS auszuwaehlen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-A11-1 AutorInnen mit osteuropäischem Hintergrund

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 23.11.16 18:15 - 19:45 GW2 B3009 (Großer Studierraum)

In den letzten Jahren ist der deutschsprachigen Literatur eine große Anzahl an Autoren und vor allem Autorinnen mit einem osteuropäischen Migrationshintergrund zugewachsen. Wurden ihre Bücher zunächst noch überwiegend als Nischenliteratur wahrgenommen und allenfalls mit dem für interkulturelle Literatur reservierten Chamisso-Preis ausgezeichnet, sind sie mittlerweile ein mit höchsten Preisen gewürdigter, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, vom Nobel-Preis für Herta Müller über den deutschen Buchpreis für Terézia Mora, den Preis der Leipziger Buchmesse für Saša Stanišić bis zum Ingeborg Bachmann-Preis für Olga Martynova. Im Seminar wird es darum gehen, welche interkulturellen Erfahrungen in den Erzählungen und Romanen thematisiert und – vor allem – wie diese literarisch umgesetzt werden.
Im Einzelnen sollen die folgenden Bücher gelesen werden: Herta Müller: Niederungen (1984/88); Terézia Mora: Seltsame Materie (1999); Saša Stanišić: Wie der Soldat das Grammophon repariert (2006); Olga Martynova: Sogar Papageien überleben uns (2010); Nino Haratischwili: Mein sanfter Zwilling (2011); Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt (2012); Kat Kaufmann: Superposition (2015).
Lektüreempfehlung: Die genannten Bücher!

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-5-A11-2 Aufklärung und Interkulturalität

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)
Dr. Jan Gerstner
10-79-5-A11-4 Identität und Erinnerung in deutschsprachiger Gegenwartsliteratur jüdischer AutorInnen

Seminar

Einzeltermine:
Fr 28.10.16 14:15 - 15:45 GW1 A0150
Sa 03.12.16 - So 04.12.16 (So, Sa) 11:00 - 17:00 GW1 A0160
Sa 14.01.17 - So 15.01.17 (So, Sa) 11:00 - 17:00 GW1 A0160
Do 16.03.17 10:00 - 17:00 GW2 B3770
Fr 17.03.17 10:00 - 17:00 GW2 B1580
Linda Krenz-Dewe, M.A. (LB)
10-79-5-A11-5 Das Grand-Hotel in Literatur und Film

Seminar

Einzeltermine:
Sa 22.10.16 10:00 - 16:00 GW2 B3770
Sa 03.12.16 10:00 - 16:00 GW2 B3770
Sa 07.01.17 10:00 - 16:00 GW2 B3770
Sa 11.02.17 10:00 - 16:00 MZH 1100
Alexandra Tacke (LB)

A12 Literatur und Medien 6CP / 4SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: talthaus@uni-bremen.de

Das Modul A 12 Literatur und Medien wird regelmaessig im Wintersemester angeboten. Es betrifft unterschiedliche Medienkulturen (vom Medium Buch ueber den Film bis zu den neuen Medien) und widmet sich in historischer und systematischer Perspektive den Problemstellungen einer medienaesthetisch erweiterten Literaturwissenschaft.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-51-M4-5 Goethe und die bildende Kunst (I/II)

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 GW2 B3850 (2 SWS)
Andreas Kreul
10-79-5-A12-1 LiteraTour Nord: Literaturkritik und Dichterlesung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 18:15 - 19:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Auf die LiteraTour Nord (http://www.literatournord.de) gehen jeden Winter von Oktober bis Februar sechs Autorinnen und Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und lesen aus ihren Neuerscheinungen in Oldenburg, Bremen, Lübeck, Rostock, Lüneburg und Hannover. Sie bewerben sich damit um den „Preis der LiteraTour Nord“, der mit 15.000 Euro dotiert ist. Moderiert werden die Veranstaltungen von Professorinnen und Professoren der Literaturwissenschaft, die das Programm zum Gegenstand einer regulären Lehrveranstaltung des jeweiligen Wintersemesters machen und so den Studierenden Gelegenheit zum direkten Gespräch mit den Autorinnen bzw. Autoren geben.
Im Winter 2016/17 lesen in Bremen (jeweils am Sonntagabend um 20 Uhr im Café Ambiente, Osterdeich 69a):
23.10. Olga Martynova: Der Engelherd (S. Fischer)
13.11. Teresa Präauer: Oh Schimmi (Wallstein)
04.12 Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit (Diogenes)
08.01. Kathrin Röggla: Nachtsendung. Unheimliche Geschichten (S. Fischer)
22.01. Sabine Gruber: Daldossi oder Das Leben des Augenblicks (C.H. Beck)
05.02. Tilman Rammstedt: Morgen mehr (Hanser)
Das Seminar, zu dem der Besuch der Lesungen am Sonntagabend obligatorisch gehört (eingeschriebene TeilnehmerInnen des Seminars haben freien Eintritt), findet in der Regel jeweils am Montag vor oder nach der Lesung statt (Vorbesprechung am 17.10.). Inhaltlich wird es um die medialen und performativen Aspekte von Literatur und Literaturkritik und um Fragen der literarischen Wertung gehen. Im Mittelpunkt stehen jeweils die Neuerscheinungen, die von einem literaturwissenschaftlichen Blickwinkel aus betrachtet werden.
Studienleistungen für das Modul A12 können erworben werden durch Rezensionen und/oder Berichte über die Lesungen, die ggfs. über die Seite http://www.literaturkontor-bremen.de online gestellt werden können, bzw. in einzelnen Fällen durch Interviews mit den Autorinnen und Autoren.
Alle Studierenden aus den literaturwissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengängen, die Interesse an der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur haben, sind herzlich willkommen!

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-5-A12-2 Literatur, Medien und Medienkritik in der Weimarer Republik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B1630 (2 SWS)

Die historische Phase der Weimarer Republik bildet für das 20. Jahrhundert eine in mehrfacher Hinsicht wichtige Übergangsphase, die in die Katastrophe von Nationalsozialismus und Weltkrieg mündete. Sie ist nicht allein durch gesellschaftliche Modernisierungsprozesse und politische Krisen und Umwälzungen gekennzeichnet, sondern auch durch gravierende technische und zivilisatorische Veränderungen. Einen wesentlichen Aspekt dieser Entwicklungen bildet die Einführung neuer Massenmedien, darunter die illustrierte Zeitung, das Radio, der Film, später der Tonfilm. Ihr Einfluß konstituierte den Typus von Massengesellschaft, den wir auch heute noch in veränderter Form wahrnehmen. Die technische Veränderung zog also gesellschaftliche Strukturveränderungen nach sich, die auch Konsequenzen für die Meinungsbildungen hatten. Das Radio wird in Deutschland bald zum Medium der Propaganda schlechthin.
Die ästhetische Moderne setzt sich kritisch mit diesen Errungenschaften der technisch-zivilisatorischen Moderne auseinander. In diesen Kontext gehört z.B. die „Kinodebatte“, die Argumente der Innovation wie des Bildungs- und Geltungsverlustes in die Diskussion brachte. Aber auch die satirischen Versuche von Literaten, Kinostoffe zu entwerfen, die sich im „Kinobuch“ finden, gehören in die Debatten um die damals neuen Medien. Gerade die Literatur und die Literaten engagierten sich in der kritischen Auseinandersetzung mit den medientechnischen Veränderungen ihrer Gegenwart. Das Seminar soll diese Auseinandersetzung der Literatur mit den Massenmedien in den Mittelpunkt stellen und deren Auswirkungen auf die Auffassungen von Kunst und von Gesellschaft untersuchen.

In einem ersten Schritt soll u.a. anhand von Brechts „Lesebuch für Städtebewohner“ die Perspektivverschiebung auf Stadt und Gesellschaft in der Weimarer Republik erarbeitet werden sowie die Rolle, die die Medien dabei spielen, an diesem und weiteren Beispielen diskutiert werden.
In einem zweiten Schritt sollen Essays Kracauers und literarische Texte von Pinthus (Das Kinobuch), Keun (Das Kunstseidene Mädchen), Tergit (Käsebier), Kästner (Fabian) und Feuchtwanger (Erfolg) im Hinblick auf ihre Auseinandersetzung mit dem Einfluß der Medien auf die Gesellschaft der Moderne hin untersucht werden.
Am Ende des Seminars sollen zwei konträre philosophische Lösungsansätze für diese Problematik von Walter Benjamin und Ernst Jünger vom Beginn der 1930er Jahre kontrastiv diskutiert werden.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-5-A12-3 Hölderlin multimedial

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW1 B2070 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 04.02.17 10:00 - 18:00 GW2 B3770

Im Seminar wollen wir die Rezeption der historischen Person Hölderlins sowie seiner Texte in unterschiedlichen Medien untersuchen. Behandelt werden sollen Beispiele aus der Literatur, dem Theater und dem Film. Auch buchgestalterische Präsentationsmodi werden uns am Beispiel der Hölderlin-Editionen beschäftigen.

Hauke Harm Kuhlmann
10-79-5-A12-4 Sekundäre Brutalisierung. Zur Medialität eines faschistischen Literaturdiskurses

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 SH D1020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 08.02.17 10:00 - 12:00 GW2 B1580
Mi 15.02.17 10:00 - 12:00 GW2 B1580
Do 16.02.17 10:00 - 14:00 GW2 B1580

Gegenstand des Seminars soll ein Phänomen sein, das erstmals bereits von George L. Mosse beschrieben und mit dem seither in der Forschung gängigen Terminus der „sekundären Brutalisierung“ benannt wurde – nämlich die Tatsache, dass zur Genese einer faschistischen Massenbewegung in Deutschland weniger die unmittelbaren gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen des Ersten Weltkrieges beitrugen als vielmehr - mit einem Zeitverzug von rund einem Jahrzehnt - die mediale Re-Inszenierung dieser Verwerfungen. Unter generationellen Gesichtspunkten ist in diesem Zusammenhang von besonderem Interesse, dass dabei zwar die Inszenatoren der sogenannten Frontsoldatengeneration angehörten, die primären Träger des deutschen Faschismus jedoch einer jüngeren Generation, die den Krieg und das Soldatische lediglich in den Gestalten ihrer medialen Vermittlung kannten. Unter Gender-Gesichtspunkten ist diesbezüglich des Weiteren von besonderer Relevanz, dass die entsprechende Affinität nahezu ausschließlich bei jungen Männern lag, insbesondere was die Bereitschaft zur physischen Aggression und zur Etablierung einer ausgeprägten Gewaltkultur anbelangt.

In dem hier skizzierten Kontext will das Seminar exemplarisch einen faschistischen Literaturdiskurs der späten Weimarer Republik untersuchen, der genuiner, ja, mehr noch: zentraler Bestandteil der erwähnten Re-Inszenierungen war und einen erheblichen Anteil an der sekundären Brutalisierung der zeitgenössischen politischen Kultur hatte. Methodisch soll dabei die Medialität dieses Literaturdiskurses in den Mittelpunkt der Untersuchung rücken, Faschismus mithin als kreierter Lifestyle verstanden werden, der nur sehr bedingt Ideologie induziert war, seinen durchschlagenden Erfolg stattdessen viel stärker der Genese eines neuen Männlichkeitsbildes in Zeiten der kulturellen Pluralisierung und der Modernisierung vieler Lebensbereiche verdankte. Ohne ahistorische Kontinuitäten zu konstruieren soll dieser Ansatz dabei auch als theoretische und methodische Anregung zur Analyse aktuellerer Phänomene verstanden werden.

Der Seminarplan und die Arbeitsmaterialien werden zur Verfügung gestellt.

Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-5-A12-5 Die Subjektivität der Revolution. Textualität und Narrativität historischer Bremer Zeitungen

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 IW3 0390 (2 SWS)

Das Seminar behandelt im Rahmen forschenden Lehrens und Lernens ein Thema, das Gegenstand eines deutschlandweiten Forschungsprojektes ist, in dem germanistische Medien- und Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft und Kulturwissenschaft interdisziplinär zusammenarbeiten: die Novemberrevolution von 1918, ihre unmittelbare Vor- und ihre noch weit in das Jahr 1919 hineinreichende Nachgeschichte. Grundlegender methodischer Ansatz des Projektes ist das hermeneutische, antiteleologische Verständnis von Politik als einem genuin von Menschen generierten Phänomen. Aus diesem Verständnis folgt neben den grundlegenden Aspekten der Historizität vor allem die subjektive Bedingtheit politischer Prozesse und Ereignisse. Um allerdings mehr als nur biografische Aussagen treffen zu können, erweist sich als besonders aussagekräftige Quelle zur Untersuchung der revolutionären Vorgänge von 1918/1919 die zeitgenössische Presse als primäres Massenmedium der Epoche.

Entsprechend dem methodischen Verständnis von Literaturwissenschaft als Textwissenschaft sowie unter Einbezug der methodischen Kompetenzen der Medienwissenschaft zur Analyse medienästhetischer Phänomene soll am praktischen Beispiel die Textualität und die Narrativität dieser hochpolitischen historischen Realgeschichte rekonstruiert und die Relevanz einer derartigen Quellenanalyse für die Deutung des Gesamtphänomens demonstriert werden – insbesondere auch im Hinblick auf performative Aspekte. Mithin soll neben der Historizität vor allem die Literarizität non-fiktionaler Texte in Periodika und ihre adäquate Analyse exemplarisch im Mittelpunkt des Seminars stehen sowie die Relevanz interdisziplinärer methodischer Ansätze für die Erforschung historischer Phänomene aufgezeigt werden.

Inhaltlich konzentriert sich das Seminar dabei auf den spezifischen Bremer Forschungsbeitrag zum Gesamtprojekt und soll diesen dicht begleiten.

Der Seminarplan und die Arbeitsmaterialien werden zur Verfügung gestellt.

Dr. Hans Rudolf Wahl
10-M79-I1a-1 Vormoderne Literatur und ihre Medien

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 IW3 0390 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 23.01.17 16:00 - 18:00 GW2 B3850

Die Vorlesung behandelt an ausgewählten Beispielen vom 8. bis 16. Jahrhundert die Literaturgeschichte der Vormoderne unter mediengeschichtlichem Aspekt: als Literatur aus Handschriften, erst seit dem 15. Jahrhundert aus gedruckten Büchern; neben Schrift und Bild kommen auch Körper, Stimme und Performanz zur Sprache. Es geht um die literatur- und kulturgeschichtlichen Implikationen vormoderner Medialität, um Fragen des Medienwechsels und die Materialität der Kommunikation in der Vormoderne.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis September über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Essay

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des jeweiligen Moduls):
MA Ia: Klausur
MA IIIb: mündliche Prüfung
BA/MEd A14: mündliche Prüfung (bevorzugt) oder kleine Hausarbeit
BA/MEd A12: mündliche Prüfung (bevorzugt) oder kleine Hausarbeit

Prof. Dr. Elisabeth Lienert

A14 Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich vstollberg@uni-bremen.de

Das Wahlpflichtmodul Literatur des Mittelalters und der Fruehen Neuzeit vertieft das literaturgeschichtliche Studium im Bereich der vormodernen Literatur (8. – 16. Jahrhundert) und ihrer Rezeption. Es wird regelmaessig im Winter- und im Sommersemester angeboten.
Das Modul besteht aus zwei verpflichtenden Veranstaltungen im Umfang von insgesamt 4 SWS.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-A14-1 Vom Helden zum Superhelden

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 GW1 B0080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 22.03.17 10:00 - 14:00 SFG 2060
Dr. Jana Jürgs
10-M79-I1a-1 Vormoderne Literatur und ihre Medien

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 IW3 0390 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 23.01.17 16:00 - 18:00 GW2 B3850

Die Vorlesung behandelt an ausgewählten Beispielen vom 8. bis 16. Jahrhundert die Literaturgeschichte der Vormoderne unter mediengeschichtlichem Aspekt: als Literatur aus Handschriften, erst seit dem 15. Jahrhundert aus gedruckten Büchern; neben Schrift und Bild kommen auch Körper, Stimme und Performanz zur Sprache. Es geht um die literatur- und kulturgeschichtlichen Implikationen vormoderner Medialität, um Fragen des Medienwechsels und die Materialität der Kommunikation in der Vormoderne.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis September über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Essay

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des jeweiligen Moduls):
MA Ia: Klausur
MA IIIb: mündliche Prüfung
BA/MEd A14: mündliche Prüfung (bevorzugt) oder kleine Hausarbeit
BA/MEd A12: mündliche Prüfung (bevorzugt) oder kleine Hausarbeit

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-M79-I1b-1 Historische Emotionsforschung

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS)

Haben Gefühle eine Geschichte und kann man diese anhand von literarischen Darstellungen nachvollziehen? Meint ein Autor des 13. Jahrhunderts dasselbe wie wir, wenn von Freude, Zorn und Trauer die Rede ist? Warum berührt uns eine Liebesgeschichte, die vor vielen hundert Jahren geschrieben wurde, immer noch? Das Seminar greift die lebhafte Forschungsdiskussion um die Historizität von Emotionen auf und erprobt verschiedene Ansätze an ausgewählten Texten: 'Nibelungenlied'; 'Nibelungenklage'; Hartmann von Aue: 'Iwein'; Wolfram von Eschenbach: 'Parzival'.


MA I1b:
Studienleistung (obligatorisch für alle): Referat mit Forschungsthese bzw. Sitzungsmitgestaltung mit Forschungsbezug, Handout
Prüfung (in einem der beiden Seminare des Moduls): Klausur oder ggf. Hausarbeit


BA A14:
Studienleistung (obligatorisch für alle): Kurzreferat bzw. Sitzungsmitgestaltung, Handout
Prüfung (in einem der beiden Seminare des Moduls): mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock

A15 Kinder- und Jugend-Literatur und -Medien Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Tobias Kurwinkel, Kontakt: tobias@kurwinkel.de

Das Modul Kinder- und Jugend-Literatur und -Medien findet regelmäßig im Wintersemester statt. Aus dem Angebot sind 2 Veranstaltungen zu je 2 SWS auszuwählen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-5-A15-1 Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SFG 2010 (2 SWS)

Was ist ein Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur? Im Rahmen des Seminars werden wir zuerst in kritischer Auseinandersetzung mit der Fachliteratur und exemplarischen Werken versuchen, einen für die Kinder- und Jugendliteratur gangbaren Klassikerbegriff zu entwickeln. Der zweite Teil des Seminars ist ausgewählten, gemeinhin als klassisch oder kanonisch verstandenen, Werke der Kinder- und Jugendliteratur gewidmet. Im abschließenden dritten Teil des Seminars werden wir den möglichen Klassikerstatus aktueller Kinder- und Jugendbücher eruieren. Als Orientierung für letzteres Unterfangen dienen die Nominierungslisten für den Deutschen Jugendliteraturpreis von 2000-2010 (vgl. http://www.djlp.jugendliteratur.org/archiv_rueckblicke-24.html).

Dieses Seminar ist Teil des Kooperationsvorhabens „Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur – fachwissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven“ (zusammen mit Matthis Kepser).

Literatur zur Vorbereitung:
Heidi Lexe: Pippi, Pan und Potter. Zur Motivkonstellation in den Klassikern der Kinderliteratur. Wien: Edition Praesens, 2003. Kap. 1 und 2

Dr. Philipp Schmerheim
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-M79-5-A15-2 Kinder- und Jugendliteraturkritik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS)
Dr. Tobias Kurwinkel

B12 Sprache und Gesellschaft 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Dr. Andreas Rothenhoefer, Kontakt: iwarnke@uni-bremen.de rothenhoefer@uni-bremen.de

Das Modul „B12 Sprache in Denken und Handeln“ macht die Studierenden mit Beschreibungsansaetzen und Themen der Text- und Diskurslinguistik sowie der Soziolinguistik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Winter); es umfasst zwei entsprechende Seminare, aus denen zwei Studienleistungen und eine Pruefungsleistung erbracht werden.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-B12-1 Emotionen im Diskurs
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 GW2 B2900 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-5-B12-2 Entwicklungstendenzen der Deutschen Sprache

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Im Rahmen dieses Seminars sollen Entwicklungen in verschiedenen Bereichen der deutschen Sprache genauer untersucht werden, wie sie in der Periode des gegenwärtigen Deutsch - von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart - zu beobachten sind. Zum Vergleich werden auch frühere Perioden der Sprachentwicklung herangezogen.
Besondere Bedeutung wird dabei dem Verhältnis von Sprache und Gesellschaft eingeräumt. Demzufolge stehen Entwicklungen im Bereich der Varietäten und der Lexik im Mittelpunkt der Betrachtung im Seminar.
Auch der Vergleich mit Entwicklungen in anderen deutschsprachigen Ländern könnte eine Rolle spielen, ebenso wie - in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Seminars und der Interessenlage der Teilnehmer - der Vergleich mit anderen Sprachen.

Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-5-B12-3 Sprachkritik in der Bundesrepublik Deutschland
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Empfehlungen zur Benutzung geschlechtsneutraler Personenbezeichnungen wie „StudentInnen“, „Studierende“, „Studierx“ etc. und Vorschläge zur Ersetzung englischer Lehnwörter mit deutschen Entsprechungen, beispielsweise „Weltnetz“ statt „Internet“, sind bekannte und kontrovers diskutierte Beispiele für sprachkritische Anregungen und Forderungen. In diesem Kurs werden wir eine Reihe von Beispielen für Sprachkritik aus der Geschichte und Gegenwart der Bundesrepublik Deutschland aus linguistischer Perspektive betrachten und untersuchen. Dabei nehmen wir eine vorläufige, offene Definition von Sprachkritik als Ausgangspunkt, um uns diesem Phänomenen zu nähern: Bei Sprachkritik handelt es sich um eine kritische, evaluative Auseinandersetzung mit Sprache oder Sprachgebrauch.

Wichtige Themen im Seminar sind:
• Was ist Sprachkritik (aus linguistischer Perspektive)?
• Geschichte der Sprachkritik in der BRD
• Welche Arten von Sprachkritik gibt es?
• Gibt es eine linguistische Sprachkritik?
• Anwendungsmöglichkeiten von Sprachkritik in der Gesellschaft und in der Schule

Dr. Hanna Acke
10-M79-III3c-1 Sprache im Nationalsozialismus

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 25.01.17 18:00 - 20:00 SFG 0150

Thema des sprachhistorisch ausgerichteten Seminars ist das Verhältnis von Sprache und Nationalsozialismus. Bereits der Titel wirft Fragen auf: Gibt es eine bestimmte Sprache im Nationalsozialismus? Oder eher Sprachen während des Nationalsozialismus? Kann man von einer Sprache des Nationalsozialismus sprechen?
Schwerpunkt des Seminars ist erstens die Auseinandersetzung mit den semantischen, grammatischen und pragmatischen Merkmalen der NS-Sprache, z. B. das Vokabular des Nationalsozialismus und Bedeutungswandel, behauptete Gegensatzpaare ("gesund" vs. "entartet"), Namensverwendungen ("Isidor"), Appositionen ("der Jude Tucholsky"), Euphemismen ("Sonderbehandlung"), Grußformeln ("mit deutschem Gruß"), Stil, Rhetorik und Typografie (Fraktur und Antiqua). Zweitens werden soziale und politische Sprachfunktionen in den Blick genommen: Inszenierungen handelnder Personen (z. B. Joseph Goebbels), Texte (,Mein Kampf‘), massenmediale Entwicklungen (Rundfunk) und politische Maßnahmen der Steuerung (Gleichschaltung, Zensur, Propaganda) sowie Widerstandskommunikation.

Dr. Philipp Dreesen

C Niederdeutsche Sprache, Literatur und Kultur 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: iwarnke@ins-bremen.de

Das Modul Niederdeutsche Sprache, Kultur und Literatur wird jeweils im Winter- und Sommersemester angeboten. Aus dem Angebot (Seminare, Vorlesungen und Lektuerekurse) sind die Veranstaltungen so auszuwaehlen, dass sie mindestens vier SWS umfassen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-C-1 Mittelniederdeutsch. Sprach- und kulturgeschichtliche Annäherungen an die Hansezeit

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW1 B2070 (2 SWS)
Reinhard Goltz (LB)
10-79-5-C-2 Niederdeutsch in den Medien

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW1 A0160 (2 SWS)
Christiane Ehlers (LB)

D1 Psycholinguistische Grundlagen der Mehrsprachigkeit (DaZ/DaF) Wahlpflichtmodul 6 CP 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Nicole Marx, Kontakt: nmarx@uni-bremen.de

Das Modul "D1 Psycholinguistische Grundlagen der Mehrsprachigkeit (DaZ/DaF)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Wintersemester statt. Details zu Studien- und Prüfungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-GR4-1 Der schulische Erwerb des Deutschen als (frühe und späte) Zweitsprache

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B1410 (2 SWS)

Ziele: Erarbeitung von Kenntnissen der psycholinguistischen Basen des Zweitspracherwerbs und des bilingualen Erstspracherwerbs, besonders für das Deutsche, die für eine erfolgreiche spätere Lehrtätigkeit in sprachlich heterogenen Klassen notwendig sind.

Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx
10-79-4-GR4-4 Bewertung von Sprachprodukten von SchülerInnen aus Lehrer- und Forschungsperspektive

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 MZH 5210 (2 SWS)

Lassen sich Sprachkenntnisse von Schüler_innen objektiv bewerten? Wie muss ich als Lehrperson bei der Beurteilung von mündlichen und schriftlichen Sprachprodukten unterscheiden? Stimmen hier Lehrer- und Forscherperspektive überein? Wie funktionieren Spracherhebungen? Wie funktioniert Forschung? In diesem Seminar wollen wir diese Fragen vor dem Hintergrund von Deutsch als Zweitsprache reflektieren und dabei unser Bewusstsein für sprachsensibles Unterrichten schärfen. Am Ende sollen Sie unter professioneller Anleitung ein Forschungspro-jekt durchgeführt und dabei einen vertieften und praxisbezogenen Einblick in die Thematik erhalten haben.

Anne Gadow
10-79-4-GR4-5 Sprachsensibler Fachunterricht in der Grundschule

Seminar

Einzeltermine:
Mi 22.02.17 14:00 - 19:30 SFG 2030
Mi 01.03.17 14:00 - 19:30 SFG 2030
Mi 08.03.17 14:00 - 19:30 SFG 2030
Mi 15.03.17 14:00 - 19:30 SFG 2030

Zumindest theoretisch sollen Lehrpersonen bei der Vermittlung von Fachkompetenzen auch die sprachlichen Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler berücksichtigen. Praktisch können sich aus diesem Anspruch zahlreiche Fragen ergeben: Welche sprachlichen Merkmale und Anforderungen zeichnen einzelne Fächergruppen aus? Welche Übungen und Aufgaben können Schülerinnen und Schülern beim Bewältigen dieser Anforderungen helfen? Lassen sich Inhalten auch durch die Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit aufarbeiten? In diesem Seminar soll zum einen die Förderung von Deutsch als Zweitsprache im Hinblick auf die Fächer in der Grundschule diskutiert werden. Zum anderen soll eine eigene Projektarbeit erstellt werden, in der die Verknüpfung von Sprache und Fach im Vordergrund steht.

Anne Gadow
10-79-4-GR4-6 Leistungseinschätzungen: Sprachdiagnose und Lehrerbewertung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Wann sollte der Sprachstand bei einsprachigen und mehrsprachigen Grundschulkindern diagnostiziert werden? Wie kann man hierbei vorgehen? Und was lässt sich dadurch herausfinden? Ausgehend von diesen Fragen werden im Seminar grundschultypische Verfahren der Sprachdiagnostik behandelt und theoretisch, methodisch und didaktisch reflektiert. Dabei wird einerseits das sprachliche Verhalten von Grundschulkindern in konkreten Situationen nach ausgewählten Kriterien beschrieben und ermittelt. Andererseits werden Wege aufgezeigt, wie sich aus der gezielten Diagnose Fördermaßnahmen ableiten lassen. Intuitive Einschätzungen des Sprachstands im Hinblick auf die konkreten Fallbeispiele werden dabei reflektiert.

Anne Gadow
10-79-5-D1-1 Integrierte Sprach- und Schreibförderung in der gymnasialen Oberstufe

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW2 A4330 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 23.02.17 15:00 - 16:30 GW2 A4330

Nicht nur in den unteren Schulstufen, sondern auch in der gymnasialen Oberstufe wird die Notwendigkeit einer sprachlichen Förderung zunehmend erkannt und angegangen. Jedoch erweist sich die konkrete Umsetzung von Fördermaßnahmen in der schulischen Praxis oftmals als problematisch. U.a. ist unklar, welche SchülerInnen überhaupt als förderbedürftig gelten, welche Fördermaßnahmen effektiv sind, wie diese konkret umgesetzt werden sollen, und sogar, welches (schrift-)sprachliche Wissen in der höheren Schulstufe überhaupt erwartet und benötigt wird, sowie welche Erwerbsprozesse zu verzeichnen sind. Anhand von Schülertextanalysen soll diesen und weiteren Fragen nachgegangen werden.

Es besteht die Möglichkeit, im Rahmen des Seminars bzw. im Anschluss an das Seminar eine vergütete Fördertätigkeit an einer unserer Kooperationsschulen aufzunehmen, auch angebunden an die praxisorientierten Elemente und an das Praktikumssemester.

Britta-Katharina Ehrig, M.Ed.
10-79-5-D1-2 Grammatik im Unterricht DaZ (Sekundarstufe)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Die Veranstaltung "Grammatik im Unterricht DaZ (Sekundarstufe)“ will Problemfelder im Grammatikunterricht verdeutlichen, die insbesondere für Schüler mit Migrationshintergrund relevant sind, so zum Beispiel verschiedene Aspekte des Artikelgebrauchs im Deutschen, Probleme des Tempusgebrauchs und Fragen der Wort- und Satzgliedstellung sowie der Wortbildung.

Dr. Claudia Happe
10-79-5-D1-3 Neu zugewanderte SchülerInnen in der Sekundarstufe I: Spracherwerbssituation & schulische Sprachförderung (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW2 A4020 SFG 2080 (2 SWS)

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, deren Schullaufbahn nicht im deutschen Schulsystem begonnen hat, werden im DaZ-Kontext als SeiteneinsteigerInnen bezeichnet. Die Sprachförderung für diese sehr heterogene und im Zuge gestiegener Zuwanderungszahlen zusehends an Bedeutung gewinnende Lernergruppe ist abhängig vom Bundesland. So hat Bremen sog. Vorkurse für die schulische Erstversorgung etabliert, die einen sukzessiven Übergang in den Regelunterricht umfassen. Im Seminar sollen Besonderheiten des späten Zweitspracherwerbs sowie die hiesige Konzeption und Umsetzung der schulischen und sprachlichen Integration im Fokus stehen. Herausgestellt werden dabei Möglichkeiten der Sprachstandsdiagnose sowie der Anschlussförderung im Regelunterricht.

Christian Gill
10-79-5-D1-4 Neu zugewanderte SchülerInnen in der Sekundarstufe I: Spracherwerbssituation & schulische Sprachförderung (b)

Seminar

Einzeltermine:
Mi 19.10.16 17:00 - 18:00 SFG 2060
Fr 11.11.16 13:00 - 18:00 SFG 2060
Sa 12.11.16 11:00 - 17:00 SFG 2080
Fr 25.11.16 13:00 - 18:00 SFG 2060
Fr 25.11.16 14:00 - 18:00 SFG 1070 (Schulungsraum Dez. 5)
Sa 26.11.16 11:00 - 17:00 SFG 2080

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, deren Schullaufbahn nicht im deutschen Schulsystem begonnen hat, werden im DaZ-Kontext als SeiteneinsteigerInnen bezeichnet. Die Sprachförderung für diese sehr heterogene und im Zuge gestiegener Zuwanderungszahlen zusehends an Bedeutung gewinnende Lernergruppe ist abhängig vom Bundesland. So hat Bremen sog. Vorkurse für die schulische Erstversorgung etabliert, die einen sukzessiven Übergang in den Regelunterricht umfassen. Im Seminar sollen Besonderheiten des späten Zweitspracherwerbs sowie die hiesige Konzeption und Umsetzung der schulischen und sprachlichen Integration im Fokus stehen. Herausgestellt werden dabei Möglichkeiten der Sprachstandsdiagnose sowie der Anschlussförderung im Regelunterricht.

Christian Gill

GR3k Kinder - und Jugend - Literatur und - Medien Wahlpflichtmodul 6CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Tobias Kurwinkel, Kontakt: kurwinkel@uni-bremen.de

Das Modul GR3k Kinder - und Jugend - Literatur und - Medien besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und findet regelmäßig im Wintersemester statt.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-GR3-01 Der Jugendroman

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 SFG 2060 (2 SWS)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-02 Funnies, Krimis und Mädchenserien – Eine Einführung in das Kinderhörspiel

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 GW2 B2880 (2 SWS)

Einzeltermine:
So 06.11.16 09:00 - 16:00 GW2 B3850

Kleine Hexen aus Neustadt und auf dem Martinshof, die TKKG-Freunde aus der Millionenstadt, die drei Detektive aus Rocky Beach oder auch die Fünf Freude auf ihren zahlreichen Abenteuern – diesen unterschiedlichen Figuren und ihrer medialen Inszenierung wird sich das Seminar widmen. Dabei werden wir uns zunächst einem kurzen Einblick in die Geschichte des Hörspiels und seiner Adressaten – von den Rundfunkhörern bis zu den ‚Kassettenkindern‘– zuwenden, wobei dieser Einblick bereits der Herausarbeitung wichtiger typologischer Merkmale des Hörspiels dienen soll. Im Anschluss an diese theoretische Auseinandersetzung und auf dieser aufbauend sollen ausgewählte Beispiele gemeinsam narratologisch analysiert und diskutiert werden.

Stefanie Jakobi
10-79-3-GR3-03 Kinder- und Jugendfilm

Seminar

Einzeltermine:
Do 20.10.16 18:00 - 20:00 SH D1020
Fr 18.11.16 12:00 - 19:00 MZH 1450
Sa 19.11.16 - So 20.11.16 (So, Sa) 12:00 - 19:00 SH D1020
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-04 Literatur für Kinder und Jugendliche am Beispiel dystopischer Romane

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SFG 1030 (2 SWS)

Generationenkonflikte im Angesicht von Naturkatastrophen, Organtransplantation und erste Liebe, Klone auf der Suche nach Individualität, Identität im totalitären Regime, Anerkennung in Zeiten von Social Media und Selbstoptimierung, Kräftemessen im Reality TV:
Das Verweissystem kinder- und jugendliteratischer Dystopien, jener „Endzeitthriller um globale Gefahrenlagen“ (Schweikart 2014), stellt zum einen Beziehungen zu Klassikern des dystopischen Genres auf, wie etwa „Brave New World“ (Huxley 1932) oder „1984“ (Orwell 1949). Zum anderen jedoch werden zeitgenössische Romane der Kinder- und Jugendliteratur mit adressatenspezifischen Themen und Motiven angereichert und aktualisiert: Der dystopische Roman wird zum Adoleszenzroman erweitert, der zugleich gesellschaftliche Sachverhalte spiegeln kann.
Am Anfang des Seminars wird die Beschäftigung mit genrespezifischen, thematologischen und historischen Perspektiven dystopischer Literatur stehen. In der Auseinandersetzung mit einschlägigen Titeln werden im Anschluss die Besonderheiten der KJL innerhalb dieses Genres erörtert: Hier sind Fragestellungen zu Themen, Motiven und All-Age-Orientierung ebenso relevant wie solche zu Typologien oder zur Doppelsinnigkeit der behandelten Texte. Anhand von Titeln wie Die Wolke (Pausewang 1987), Die Tribute von Panem (Collins 2008-2010), Die Bestimmung (Roth 2011-2014) usw., aber auch mit Hilfe der Betrachtung von Bilderbüchern, wie z.B. Serafin und seine Wundermaschine (Fix 1967) oder Adaptionen, werden die genannten sowie andere Leitgedanken im Seminar diskutiert.

Sabrina Tietjen, M.Ed. (LB)
10-79-3-GR3-05 Kinder- und Jugendtheater am Beispiel Michael Endes

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 Cog 2030 (2 SWS)

Das Theater für Kinder und Jugendliche (KJT) ist ein integraler Bestandteil der Theaterlandschaft. Nicht nur wird regelmäßig Kinder- und Jugendliteratur (KJL) für die Bühne adaptiert, Häuser wie das Junge Theater Bremen oder das Stadttheater Bremerhaven führen auch regelmäßig eigens für die junge Zielgruppe entwickelte Stücke auf. Hinzu kommen klassische Theaterstoffe, die an die (angenommenen) Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen angepasst werden.

Die Werke des ursprünglich als Theaterschauspieler ausgebildeten Autors Michael Endes sind ein fester Bestandteil der bundesweiten Spielpläne. Dabei werden Erzählungen wie wie Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Momo, Die unendliche Geschichte, Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch oder die musikalischen Fabeln nicht nur auf Sprechtheaterbühnen aufgeführt, sondern auffallend oft im Figurentheater. Die theatrale Popularität Endes resultiert nicht zuletzt aus seiner zeitlebens hohen Affinität zum Theater, die sich auch in zahlreichen Vorträgen, Interviews und Aufsätzen manifestiert. Oft hat Ende mit Theaterschaffenden wie dem Komponisten Wilfried Hiller zusammen Stücke für das Theater entwickelt: teils Adaptionen seiner literarischen Werke, teils originäre, eigens für die Bühne geschriebene Geschichten.

Am Beispiel Michael Endes führt dieses Seminar in Grundbegriffe der Theaterwissenschaft ein und bietet einen exemplarischen Überblick über Formen des Theaters für Kinder und Jugendliche wie Sprechtheater, Musiktheater, Körpertheater und Figurentheater und seine Anwendungsmöglichkeiten im schulischen Rahmen.

Geplant ist ein gemeinsamer Theaterbesuch im Bremer Raum.

Literatur zur Vorbereitung:

Bitte machen Sie sich mit dem Werk Michael Endes vertraut, insbesondere mit Die unendliche Geschichte, Momo, Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Jim Knopf und Die Wilde 13 und Die musikalischen Fabeln. Diese Werke werden im Fokus der Lehrveranstaltung stehen.

Eine Einführung in Leben und Werk Michael Endes bietet Anna Zamolska: Michael Ende. In: KinderundJugendmedien.de: Fachlexikon. URL http://kinderundjugendmedien.de/index.php/autoren/554-ende-michael

Einen Überblick über Ansätze und Begriffe der Kindertheaterforschung finden Sie bei Johannes G. Pankau: Hochschuldidaktische Handreichung Kindertheater. Bremen, 2007. ⇐ Handreichungen zur Entwicklung der Sprach- und Literaturdidaktik im Elementarbereich. Hrsg. von Jochen Hering und Sven Nickel.) Online verfügbar unter http://www.elementargermanistik.uni-bremen.de/Handreichung_Pankau_Kindertheater.pdf

Weitere Literatur wird im digitalen Semesterapparat zur Verfügung gestellt.

Dr. Philipp Schmerheim
10-79-3-GR3-06 Otfried Preußler

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Auf die Frage, warum er Literatur für Kinder und Jugendliche schreibe, antwortete Otfried Preußler in einem Interview: „Aus Sympathie für sie – und weil ich im Laufe der Jahre die Überzeugung gewonnen habe, dass Kinder das beste und aufgeschlossenste Publikum sind, das ein Autor sich wünschen kann.“ In diesem Einführungsseminar beschäftigen wir uns mit Preußlers Werken und ihren Adaptionen in Film, Theater und Hörspiel. Wenngleich er einer der wirkungsmächtigsten und erfolgreichsten deutschsprachigen Kinderbuchautoren des 20. Jahrhunderts ist, verstand sich Preußler vor allem als „Geschichtenerzähler“, für den der Schreibprozess lediglich ein Zwischenschritt zur mündlichen Erzählung als Vorleser in Schulen, auf Leseabenden oder im privaten Kreis war. Auch um dieses Verhältnis von Schriftlichkeit und Mündlichkeit wird es in der Veranstaltung gehen.

Literatur zur Vorbereitung:
• Die Kenntnis der wichtigsten Werke Preußlers (Der kleine Wassermann, Die kleine Hexe, Das kleine Gespenst, Der Räuber Hotzenplotz, Krabat) wird vorausgesetzt.
• Otfried Preußler: Ich bin ein Geschichtenerzähler. Stuttgart: Thienemann Verlag, 2010.

Dr. Philipp Schmerheim
10-79-3-GR3-07 Das Bilderbuch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SFG 1040 (2 SWS)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-08 Einführung in kindermediale Zeichensysteme

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.10.16 14:00 - 18:00 GW2 B3770
Fr 02.12.16 14:00 - 18:00 GW2 A4020
Sa 03.12.16 - So 04.12.16 (So, Sa) 10:30 - 18:00 GW2 B2880

Einführung in kinderliterarische Zeichensysteme
Johanna Tydecks M.A.
Bestimmungen von Identitäten sind insbesondere in der Kinderliteratur von zentraler
Bedeutung: Wer oder was jemand oder etwas ist, wo man sich befindet oder welche
Bedeutungen bestimmte Ereignisse oder Entscheidungen haben, werden zu entscheidenden
Fragen bei den Entstehungs- und Festigungsprozessen von Identität. Über die
psychologischen und sozialen Dimensionen dieser Prozesse auf einer narrativen Ebene
hinaus, interessieren insbesondere die semiotischen (d.h. zeichentheoretischen) Prozesse der
medialen Entstehung von Identität. Kopplungen von Text, Sprache und Bild erklären sich
pädagogisch durch den Anspruch, kindlichen LeserInnen die Beziehung zwischen dem Wort
und dem bezeichneten Objekt „beizubringen“. Wie genau diese Identitätsbildungsprozesse
(über Namensgebungen, über Abgleichungen von Namen, Wesen, Körper und Charakter etc.)
medial verhandelt werden, soll im Seminar unter Rückgriff auf semiotische und
sprachphilosophische Theorien genauer untersucht werden. Dabei soll insbesondere auf die
Verunsicherungen dieser Zeichensysteme eingegangen werden: Sprachbilder, Wortspiele,
Nonsense und Verkleidungen etwa unterlaufen eindeutige Zuschreibungen und ermöglichen
somit eine Sichtbar-Werdung von kulturellen Bezeichnungs- und Sinnstiftungsprozessen.
Ergänzend werden Performativitätstheorien (u.a. von Judith Butler) herangezogen, mithilfe
derer diskutiert werden soll, inwieweit medial formierte Sprachen nicht Wirklichkeit
bezeichnen, sondern diese erst hervorbringen – eine Theorie, die in der Kinderliteratur
insbesondere anhand von Zaubersprüchen und den mit ihnen verbundenen
Wirklichkeitsänderungen anschaulich wird.
Im theoretischen Teil des Seminars werden Texte etwa der Linguistik, Sprachphilosophie,
Semiotik, Erzähltheorie und Childhood Studies behandelt. Im praktischen Teil stehen
detaillierte Analysen von kanonischen Werken der Kinderliteratur im Vordergrund (u.a. The
Wizard of Oz, Le Petit Prince, Winnie the Pooh, The Cat in the Hat, Alice in Wonderland, Das
kleine Ich bin Ich, Die unendliche Geschichte sowie den Comicreihen Little Nemo, Calvin &
Hobbes und Peanuts).
Literatur (Auswahl):
Bertills, Yvonne (2003): Beyond Identification. Proper Names in Children’s Literature. Abo:
Abo Akademi University Press, darin: „A World of Meaning“. The Semantics of Personal
Names in Children’s Literature, S. 100-153.
Scott, Carole (1996): Magical Dress: Clothing and Transformation in Folk Tales. In:
Children’s Literature Association Quarterly 21/4, S. 151-157.
Flanagan, Victoria (2008): Into the Closet. Cross-Dressing and the Gendered Body in
Children’s Literature and Film. New York/London: Routledge.
Nikolajeva, Maria/Scott, Carole (2001): How Picturebooks Work. New York/London: Garland
Publishing, darin: Chapter 7: Figurative Language, Metafiction and Intertext, S. 211-240.
Nodelman, Perry (2008): The Hidden Adult: Defining Children’s Literature. Baltimore: The
Johns Hopkins University Press.
Stephens, John (2005): Analysing Texts for Children: Linguistics and Stylistics. In:
Understanding Children’s Literature. Hrsg. von Peter Hunt. New York: Routledge, S. 56-68.
Termine:
FR, 21.10.2016 14.00-18.00 Uhr
FR, 02.12.2016 14.00-18.00 Uhr
SA, 03.12.2016 10.30-18.00 Uhr
SO, 04.12.2016 10.30-18.00 Uhr

Johanna Tydecks (LB)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-09 Der Kinderroman

Seminar

Einzeltermine:
Fr 28.10.16 10:00 - 12:00 MZH 1090
Fr 28.10.16 12:00 - 18:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
So 30.10.16 11:00 - 18:00 MZH 1090
Fr 18.11.16 11:00 - 12:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)
Fr 18.11.16 12:00 - 18:00 GW2 B1820
So 20.11.16 11:00 - 18:00 MZH 1090
Hadassah Stichnothe (LB)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-10 Zeitgenössische BilderbuchautorInnen
Das Seminar findet bis einschließlich 21.12.16 regelmäßig Freitag 12-14 Uhr statt [Ausnahme Fr. 11.11. 12-18 (Exkursion zur KIBUM Oldenburg)], danach nach Vereinbarung.

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.10.16 12:00 - 16:00 SFG 0140
Fr 28.10.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 04.11.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 11.11.16 12:00 - 18:00 Extern: KIBUM Oldenburg
Fr 18.11.16 12:00 - 16:00 GW2, B 2.090 (BIBF)
Fr 25.11.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 02.12.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 09.12.16 12:00 - 16:00 GW2 B1216
Fr 16.12.16 12:00 - 16:00 GW2 B2.090 (BIBF)
Fr 23.12.16 12:00 - 13:00 B 2.090 (BIBF)

Im Seminar werden wir uns zunächst mit der Gattung Bilderbücher und anschließend mit ausgewählten AutorInnen und IllustratorInnen auseinandersetzen. Bilderbücher sollen hinsichtlich unterschiedlicher Aspekte wie Sprache, Erzählmuster, Motive, Text-Bild-Korrelation, Illustrationstechnik etc. untersucht werden. In Arbeitsgruppen erstellen die Studierenden (auf der Basis einer Formatvorlage) abschließend Poster zu einzelnen AutorInnen und ihren Werken. Gelungene Poster werden im Rahmen der HUCKEPKACK-Tagung des Bremer Instituts für Bilderbuchforschung (BIBF) im Februar 2017 ausgestellt.

Das Seminar findet bis einschließlich 21.12.16 regelmäßig Freitag 12-14 Uhr statt [Ausnahme Fr. 11.11. 12-18 (Exkursion zur KIBUM Oldenburg)], danach nach Vereinbarung.

Prof. Dr. Sven Nickel

GR4k Deutsch als Zweitsprache Wahlpflichtmodul 6CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr, Nicole Marx, Kontakt: nmarx@uni-bremen.de

Das Modul "GR4k Deutsch als Zweitsprache" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen (Vorlesung und ein Seminar) zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Wintersemester statt. Details zu Studien- und Prüfungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-GR4-1 Der schulische Erwerb des Deutschen als (frühe und späte) Zweitsprache

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B1410 (2 SWS)

Ziele: Erarbeitung von Kenntnissen der psycholinguistischen Basen des Zweitspracherwerbs und des bilingualen Erstspracherwerbs, besonders für das Deutsche, die für eine erfolgreiche spätere Lehrtätigkeit in sprachlich heterogenen Klassen notwendig sind.

Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx
10-79-4-GR4-2 Grammatik im Unterricht DaZ (nur Primarstufe)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:15 - 13:45 GW1 A0160 (2 SWS)
Dr. Claudia Happe
10-79-4-GR4-3 Sprachstandsdiagnostik für Vor- und Grundschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SFG 1080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 06.02.17 12:00 - 15:15 GW2 B2900

In dieser Veranstaltung werden wir uns mit verschiedenen Sprachstandserhebungsverfahren befassen, die aktuell in einigen Bundesländern verwendet werden. Anhand von für den Spracherwerb wichtigen Einflussfaktoren wie Alter, Inputsquellen, Bildungsniveau der Familienmitglieder bzw. der Kontaktpersonen, frühkindliche Literalität etc., die dann für den konkreten Sprachstand des einzelnen Lerners entscheidend sind, werden wir einzelne Verfahren überprüfen, ob eben diese lernerorientierte biographische Informationen mit erhoben werden. Bei den Analysen wird zwar der Schwerpunkt auf den bekannten 4 Sprachkompetenzen bleiben; wir werden uns dennoch immer wieder fragen, ob der Sprachstand der Mitsprachen von Lernern bzw. dessen Einfluss auf die Entwicklung der Zielsprache mitberücksichtigt wird.

Dr. Mehmet Latif Durlanik
10-79-4-GR4-4 Bewertung von Sprachprodukten von SchülerInnen aus Lehrer- und Forschungsperspektive

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 MZH 5210 (2 SWS)

Lassen sich Sprachkenntnisse von Schüler_innen objektiv bewerten? Wie muss ich als Lehrperson bei der Beurteilung von mündlichen und schriftlichen Sprachprodukten unterscheiden? Stimmen hier Lehrer- und Forscherperspektive überein? Wie funktionieren Spracherhebungen? Wie funktioniert Forschung? In diesem Seminar wollen wir diese Fragen vor dem Hintergrund von Deutsch als Zweitsprache reflektieren und dabei unser Bewusstsein für sprachsensibles Unterrichten schärfen. Am Ende sollen Sie unter professioneller Anleitung ein Forschungspro-jekt durchgeführt und dabei einen vertieften und praxisbezogenen Einblick in die Thematik erhalten haben.

Anne Gadow
10-79-4-GR4-5 Sprachsensibler Fachunterricht in der Grundschule

Seminar

Einzeltermine:
Mi 22.02.17 14:00 - 19:30 SFG 2030
Mi 01.03.17 14:00 - 19:30 SFG 2030
Mi 08.03.17 14:00 - 19:30 SFG 2030
Mi 15.03.17 14:00 - 19:30 SFG 2030

Zumindest theoretisch sollen Lehrpersonen bei der Vermittlung von Fachkompetenzen auch die sprachlichen Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler berücksichtigen. Praktisch können sich aus diesem Anspruch zahlreiche Fragen ergeben: Welche sprachlichen Merkmale und Anforderungen zeichnen einzelne Fächergruppen aus? Welche Übungen und Aufgaben können Schülerinnen und Schülern beim Bewältigen dieser Anforderungen helfen? Lassen sich Inhalten auch durch die Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit aufarbeiten? In diesem Seminar soll zum einen die Förderung von Deutsch als Zweitsprache im Hinblick auf die Fächer in der Grundschule diskutiert werden. Zum anderen soll eine eigene Projektarbeit erstellt werden, in der die Verknüpfung von Sprache und Fach im Vordergrund steht.

Anne Gadow
10-79-4-GR4-6 Leistungseinschätzungen: Sprachdiagnose und Lehrerbewertung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Wann sollte der Sprachstand bei einsprachigen und mehrsprachigen Grundschulkindern diagnostiziert werden? Wie kann man hierbei vorgehen? Und was lässt sich dadurch herausfinden? Ausgehend von diesen Fragen werden im Seminar grundschultypische Verfahren der Sprachdiagnostik behandelt und theoretisch, methodisch und didaktisch reflektiert. Dabei wird einerseits das sprachliche Verhalten von Grundschulkindern in konkreten Situationen nach ausgewählten Kriterien beschrieben und ermittelt. Andererseits werden Wege aufgezeigt, wie sich aus der gezielten Diagnose Fördermaßnahmen ableiten lassen. Intuitive Einschätzungen des Sprachstands im Hinblick auf die konkreten Fallbeispiele werden dabei reflektiert.

Anne Gadow

Master of Education ("alte Struktur", auslaufend)

Masterstudiengänge "Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen" (im Anschluss an das Haupt- oder Nebenfach BA Germanistik/Deutsch) sowie "Lehramt an Primar- bzw. Sekundarschulen" (im Anschluss an den BA Fachbezogene Bildungswissenschaften)
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
xxx

Kurs
N. N.

PRI Fachdidaktik Deutsch I: Einführung in die Fachdidaktik Deutsch Pflichtmodul HGy, SEK ECTS: 6

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Matthis Kepser, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de

Das Modul Fachdidaktik Deutsch I macht die Studierenden mit den Grundlagen der Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber zwei Semester (Winter und Sommer); es umfasst einen Einfuehrungskurs und ein Seminar.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-FD1-1 Einführung in die Fachdidaktik

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 17:30 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

In dieser Einführungsveranstaltung werden wir uns vorwiegend mit Aspekten der Sprachdidaktik und Literaturdidaktik als - neben der Mediendidaktik - Hauptgegenstandsfeldern der Fachdidaktik Deutsch beschäftigen. Im Einzelnen rückt zunächst eine Bestimmung der Fachdidaktik als „eingreifende Kulturwissenschaft“ (Kepser) in den Blick. Wir werden einen „Denkrahmen für den Sprachunterricht“ aufspannen sowie „Ziele, Inhalte und Kompetenzen des Sprachunterrichts“ bestimmen. Es folgt eine Thematisierung der Lernbereiche „Sprechen und Zuhören“, „Schreiben“, „Lesen“ und „Sprache und Sprachgebrauch reflektieren“, bevor wir „Kompetenzen und literarische Sozialisation“ untersuchen. Nicht zuletzt wenden wir uns den gattungsgeprägten Bereichen epische, lyrische und dramatische Texte im Deutschunterricht zu.

Es wird aktive Mitarbeit im Seminar erwartet. Zu Beginn des Semesters gibt es einen detaillierten Veranstaltungsplan, auch mit Literaturhinweisen. Das Seminar schließt mit einer Klausur zum Leistungsnachweis.

Diese Einführungsveranstaltung richtet sich als einführende Veranstaltung v.a. an Studierende im Modul FD 1 „Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch“ und an Masterstudierende im Modul PR I. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf voraussichtlich 45.

Achtung: Verbindliche Anmeldung für das Seminar bitte unter www.studip.de!

Dr. Stefan Schallenberger
10-79-5-FD1-4 Lese- und Schreibdidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 SFG 1040 (2 SWS)

Lesen und Schreiben wird als basalen schriftsprachlichen Kompetenzen eine besondere und grundlegende Bedeutung zugesprochen, weil sie als Voraussetzung des Ausbaus weiterer Kompetenzen gelten und notwendig für die Aneignung und Verarbeitung von Wissen sind. Im Seminar wird zunächst ein Überblick über einschlägige Lese- und Schreibmodelle vermittelt, aus denen sich zum einen verschiedenen Lese- und Schreibkompetenzen ableiten lassen und die zum anderen auch eine Grundlage für die Auseinandersetzung mit Ansätzen der Vermittlung, Förderung und Überprüfung von Lesen und Schreiben fungieren können.
Die Veranstaltung ist dabei als schreibintensives Seminar angelegt: Über den Verlauf des Semesters werden nach der Erarbeitung von Kriterien für die Aufgabengestaltung selbst Schreibarrangements entwickelt und in eigenen Schreibversuchen verschiedene für die schulische Unterrichtspraxis typische Textformen erprobt und diskutiert (z.B. Inhaltsangabe, Bericht, Argumentation, Essay). Auf diese Weise zielt die Lehrveranstaltung nicht nur auf eine Reflexion der eigenen Lese- und Schreibpraxis, sondern auch auf eine Weiterentwicklung der Diagnose- und Beurteilungskompetenz. Durch eine geplante Kooperation mit der Oberschule Koblenzer Straße (Osterholz-Tenever) besteht für Sie als Studierende im Seminar außerdem die Möglichkeit, als Schreibmentor bzw. -mentorin tätig zu werden und so praktische Erfahrung in der Schreibprozessbegleitung zu sammeln. Das Seminar schließt mit einem Schreibportfolio als Prüfungsleistung ab, das sowohl auf eine vertiefende Auseinandersetzung mit eigenen Schreibversuchen als auch mit den Texten der SchülerInnen abzielt.

Dr. Lisa Schüler

PRII Fachdidaktik Deutsch II: Fachdidaktisches Praktikum Pflichtmodul HGy, SEK ECTS: 9

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Matthis Kepser, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de

Das Modul Fachdidaktik Deutsch II erstreckt sich ueber zwei Semester (Winter und Sommer). Es besteht aus einem Praktikum (im Winter), einem Seminar zur Vorbereitung des Praktikums (im Winter) und einem Seminar zu seiner Nachbereitung (im Sommer).
Nachzügler weichen auf FD3 aus!
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-1-pr2-1 Planung und Analyse von Deutschunterricht (f)

Seminar

In Blöcken, Januar Februar 2017

N. N. (LB)

PRIII Fachdidaktik Deutsch III: Problemfelder der Sprach- und Literaturdidaktik Pflichtmodul ECTS: 3

Modulbeauftragter: Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de


Das Modul Fachdidaktik III (PR III) baut auf die in Modul I (A/B) und II (A/B) gewonnenen Kenntnisse und Fertigkeiten auf. Es deckt die Sprach- und die Literaturdidaktik mit jeweils einer Veranstaltung ab, wobei in einer der beiden Veranstaltungen eine seminarbezogene Hausarbeit zu schreiben ist.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-FD4-1 Sprache und... . Thematische Zugänge zum Sprachunterricht [Sprachdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SFG 1080 (2 SWS)

Im sprachreflexiven Gegenstandsfeld des Deutschunterrichts geht es darum, Sprache als System und Sprache im Gebrauch zu thematisieren. Dabei kommen strukturbezogene, bedeutungsbezogene, handlungsbezogene sowie weitere (bspw. historische oder varietätenbezogene) Dimensionen in den Blick. Besonders ansprechend für den interessierten (und: zu interessierenden) Blick auf Sprache sind dabei thematisch ausgerichtete Perspektiven. Es gibt ein breites und sehr heterogenes Spektrum an Möglichkeiten, thematische und oft lebensweltorientierte Zugänge zur Reflexion über Sprache zu eröffnen. Im Seminar werden wir anhand neuerer fachdidaktischer Beiträge u.a. Sprache und… …Fußball, …Gewalt, …Lügen, …Geld, …Wirtschaft, ….Werbung sowie …Generation, aber auch bspw. die Sprache der Gefühle in sachanalytischer Hinsicht untersuchen, fachdidaktisch reflektieren und methodisch erproben. Ergänzt wird diese vielseitige Auseinandersetzung einerseits um eigene thematische Ideen der SeminarteilnehmerInnen, andererseits um die kritische Sichtung von Schulbüchern hinsichtlich einer thematischen Ausrichtung des kompetenzorientierten Sprachunterrichts.

Es wird die Mitgestaltung des Seminars erwartet. Ein Leistungsnachweis ist gemäß Modulbeschreibung durch eine Hausarbeit möglich. Zu Beginn des Semesters gibt es einen detaillierten Veranstaltungsplan.

Dieses Seminar richtet sich als sprachdidaktische Veranstaltung vor allem an Studierende im Modul FD 4 sowie an Studierende im Modul PR III bzw. ggf. PR II.

Achtung: Verbindliche Anmeldung für das Seminar bitte unter www.studip.de!

Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD4-2 Schreibaufgaben entwickeln und beurteilen [Sprachdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 GW1 B0100 (2 SWS)
wöchentlich Do 17:45 - 19:00 GW1 B0100 Sprechstunde

Aufgaben bilden den Kern schulischer Lehr- und Lernprozessen. Durch sie sollen Wissen und Kompetenzen vermittelt und erlernt, vertieft und geübt sowie geprüft und getestet werden. Aufgabe haben damit eine zentrale, den Unterricht steuernde Funktion. Für angehende LehrerInnen ist es daher wichtig, das 'Handwerkzeug' der Aufgabengestaltung ,- analyse und -kritik zu beherrschen. Zu berücksichtigen ist, dass die fachdidaktische Aufgabenforschung zurzeit zwar sehr produktiv ist, in der Deutschdidaktik aber noch ein relativ junges Forschungsfeld darstellt. Im Seminar wird ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand und aktuelle deutschdidaktische Forschungsinteressen vermittelt. Dann wird der Blick mit einem stärker schreibdidaktischen Fokus u.a. auf die folgenden Fragen gerichtet:
Wie formuliert man gute Schreibaufgaben?
Was können Gütekriterien für Schreibaufgaben sein?
Welche Faktoren wirken sich auf den Schwierigkeitsgrad von Schreibaufgaben aus?
Wie kann man Schreibaufgaben für ein Lernen in heterogenen Gruppen differenzieren?
Wie bewertet man Schreibaufgaben?
Das Seminar setzt die Bereitschaft voraus, im Team zu arbeiten und unter Anleitung selbstständig Aufgaben zu entwickeln, zu erproben und zu analysieren.

Dr. Lisa Schüler
10-M79-FD4-3 Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur - fachwissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven (Kooperationsseminar)
[Literaturdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 SFG 1060 Dezernetenbesprechnungsraum - GESPERRT (ab 01.04.2017) (2 SWS)

Dieses Seminar ist Teil des Kooperationsvorhabens „Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur - fachwissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven“ (zusammen mit Philipp Schmerheim). Es setzt den Besuch der unmittelbar vorausgehenden fachwissenschaftlich ausgerichteten Veranstaltung „Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur“ voraus. Prüfungsleistungen können in beiden Veranstaltungen abgelegt werden.
Die Studierenden lernen in diesem Teil Probleme der Kinder- und Jugendliteraturdidaktik kennen - von ihrer Geschichte, über Kriterien und Verfahren der Textauswahl („Wozu Klassiker?“) bis hin zur kompetenzorientierten Unterrichtsplanung und methodischen Zugängen. Sie sichten auch kritisch bereits vorhandene Unterrichtsvorschläge für die schulische Praxis und überprüfen sie darauf, ob sie noch heutigen Ansprüchen im Hinblick auf zu vermittelnde Werte und Normen, die Kompetenzorientierung und eine zunehmend heterogene Schülerschaft Stand halten. Fast alle Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur sind im Medienverbund aufgegriffen worden, z.B. durch Verfilmungen oder sogar in Computerspielen. Auch darauf muss eine moderne Didaktik der Kinder- und Jugendliteratur Rücksicht nehmen, wenn sie nicht an der Lebenswirklichkeit der Kinder- und Jugendlichen vorbeioperieren will.
ACHTUNG! Das Seminar ist teilnehmerbegrenzt auf max. 28 Anmeldungen!

Einführende Literatur:
Kepser, Matthis/ Abraham, Ulf (2016): Literaturdidaktik Deutsch. Eine Einführung. 4. völlig neu bearb. u. erw. Aufl. Berlin: Erich Schmidt.
Bräuer, Christoph/ Wangerin, Wolfgang (Hg.) (2013): Unter dem roten Wunderschirm. Lesarten klassischer Kinder- und Jugendliteratur. Göttingen: Wallstein.
Ewers, Hans-Heino (2012): Literatur für Kinder und Jugendliche. Eine Einführung in Grundbegriffe der Kinder- und Jugendliteraturforschung. 2. überarb. u. aktual. Aufl. Stuttgart: UTB.
Gansel, Carsten (2010): Moderne Kinder- und Jugendliteratur. Vorschläge für einen kompetenzorientierten Unterricht. 5. akt. Aufl. Berlin: Cornelsen Scriptor.
Grenz, Dagmar (Hg.) (2010): Kinder- und Jugendliteratur: Theorie, Geschichte, Didaktik. Baltmannsweiler: Schneider.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Philipp Schmerheim
10-M79-FD4-4 Theater- und Dramendidaktik
[Literaturdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW2 A4020 GW2 B1170 (2 SWS)

Die Behandlung von klassischen und modernen (freilich nicht „zu“ modernen) Dramentexten war lange Zeit unbestrittener Teil des Literaturunterrichts. Mittlerweile ist jene Tradition aber unter kritischen Beschuss geraten: Waren und sind nicht Dramentexte lediglich Prätexte, die auf ihre inszenatorische Realisierung auf dem Theater warten? Und brächte man dann nicht viel eher eine Theaterdidaktik als eine Dramendidaktik? Wie wäre dann die kulturelle Theaterpraxis in den Unterricht einzuholen; zu der unter Umständen auch postdramatische Stücke zählen? Welche methodischen Zugänge gibt es, um den Dramentexten selbst an der Schule ihre lebendige, theatrale Kraft zu verleihen? Welche Rolle könnten hier „Dramenverfilmungen“ spielen? Müssten nicht auch Tanztheater, Oper, Musical und Improtheater eingebunden werden?
Solchen und ähnlichen Grundsatzfragen werden wir in diesem Seminar nachgehen. Grundlage dafür sollen „Schulklassiker“ der Dramenliteratur sein, aber auch das aktuelle Angebot an Stücken in Bremen und umzu. Insofern wird die Bereitschaft vorausgesetzt, am Besuch von Theateraufführungen teilzunehmen.
ACHTUNG! Das Seminar ist teilnehmerbegrenzt auf max. 28 Anmeldungen!

Einführende Literatur:
Kepser, Matthis/ Abraham, Ulf (2016): Literaturdidaktik Deutsch. Eine Einführung. 4. völlig neu bearb. u. erw. Aufl. Berlin: Erich Schmidt.
Höhn, Jessica (2015): Theaterpädagogik. Grundlagen, Zielgruppen, Übungen. Leipzig: Henschel.
Bönnighausen, Marion/ Paule, Gabriela (Hg.) (2011): Wege ins Theater: Spielen, Zuschauen, Urteilen. Berlin: Lit.
Denk, Rudolf/ Möbius, Thomas (2010): Dramen– und Theaterdidaktik. Eine Einführung. 2. überarb. Aufl. Berlin. Erich Schmidt Verlag.

Prof. Dr. Matthis Kepser

PRIV Fachdidaktik Deutsch IV: Pflichtmodul Gy, SEK ECTS:

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Matthis Kepser, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de

Das Modul Fachdidaktik Deutsch IV (PR IV) stellt mediendidaktische Fragestellungen des Deutschunterrichts in den Vordergrund und traegt damit dem Anspruch eines an einem weiten Textbegriff orientierten modernen und innovativen Deutschunterrichts Rechnung. Es besteht aus einer einfuehrenden Veranstaltung, in der abschliessend eine Klausur zu schreiben ist, sowie einem vertiefenden Seminar (ggf. in Projektform), das mit einer Haus- oder Projektarbeit zu beschliessen ist.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-FD1-2 Einführung in die Mediendidaktik

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW2 B2900 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 03.12.16 09:15 - 12:15 GW2 B2890

Die Mediendidaktik ist neben den klassischen Bereichen Sprachdidaktik und Literaturdidaktik ein neueres, drittes Gegenstandsfeld der Deutschdidaktik. In dieser einführenden Veranstaltung wollen wir uns mit theoretischen Grundlagen und praktischen Nutzungsmöglichkeiten von Medien im Deutschunterricht beschäftigen. Thematisiert werden sowohl Medientheorie als auch der Medienbegriff, die Mediengeschichte soll in den Blick geraten und medienpädagogische Grundlagen wie fachspezifische mediendidaktische Konzeptionen sollen diskutiert werden. Darüber hinaus wenden wir uns den konkreten mediendidaktischen Handlungsfeldern, d.h. den Möglichkeiten auditiver, visueller, audiovisueller und synästhetischer Medien im Deutschunterricht zu.

Es wird aktive Mitarbeit im Seminar erwartet. Zu Beginn des Semesters gibt es einen detaillierten Veranstaltungsplan. Das Seminar schließt mit einer Klausur zum Leistungsnachweis.

Dieses Seminar richtet sich als einführende mediendidaktische Veranstaltung vorwiegend an Studierende im Modul FD 1 „Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch“. Die Teilnehmerzahl ist voraussichtlich auf 45 begrenzt.

Achtung: Verbindliche Anmeldung für das Seminar bitte unter www.studip.de!

Finja Wünsch
10-M79-FD4-5 Hörspiele im kompetenzorientierten Deutschunterricht [Medienprojektseminar]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 17:00 GW2 B2880 GW2 B3230 (4 SWS)

Das Hörspiel (nicht: Hörbuch) als Gegenstand oder auch als Medium im Deutschunterricht findet sich derzeit in den fachdidaktischen Diskussionen wenn überhaupt, dann nur am Rande. Das war nicht immer so – und trägt dem interessanten Medium bei Weitem auch heute nicht gebührend Rechnung. Das Seminar sucht diesem Befund entgegen zu steuern.
Wir werden uns in sachanalytischer Hinsicht zunächst auch mit der Geschichte des Hörspiels beschäftigen. Dabei zeigt sich, dass diese oft gekoppelt an die Möglichkeiten technischer Entwicklung vorangetrieben wurde. Für den Einsatz des Hörspieles im Deutschunterricht bedarf es grundlegender didaktischer Reflexion, die wir ebenfalls beleuchten wollen. Im Mittelpunkt des weiteren Interesses stehen dann verschiedene Original-Hörspiele und Ideen zu deren Einsatz im Deutschunterricht, angefangen bei Eichs „Träume[n]“ über „Fünf Mann Menschen“ (Jandl/Mayröcker) bis hin zu neuen Produktionen wie „Stripped – Ein Leben in Kontoauszügen“ (Stefan Weigl) oder „Ruhe 1“ von Paul Plamper. Hilfreiche Orientierung bietet bei der Auswahl neben der potentiellen Relevanz für den Deutschunterricht auch der jährlich vergebene Hörspielpreis der Kriegsblinden. Berücksichtigung im Seminar finden aber auch Literaturvertonungen, das Kriminalhörspiel oder Kurzhörspiele in Form von Radionovelas. Wer sich im Vorfeld des Seminars auf dem aktuellen radiophonen Hörspielmarkt einhören möchte, dem sei das Programm „DRadiorecorder“ vom Sender Deutschlandradio empfohlen, das über die Homepage des DRadio kostenlos zu beziehen ist und mit dem gezielt auch Hörspielsendungen auf einer Fülle von online zugänglichen Rundfunksendern angewählt und gehört werden können. Insgesamt sollten Sie zum Seminar Lust zum „Hören, Horchen, Lauschen“, zu entsprechender Sinnesschulung und deren Reflexion für Belange des Deutschunterrichts mitbringen.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende im Studiengang Master of Education und ist als Projektseminar Bestandteil des Moduls FD 4 bzw. PR IV.

Es wird die Mitgestaltung des Seminars erwartet. Zu Beginn des Semesters gibt es einen detaillierten Veranstaltungsplan.

Während des Semesters entsteht im Seminar und darüber hinaus eine Projektarbeit (auch in Kleingruppen). Ein bewertetes Kolloquium macht die Modulteilprüfung aus.

Achtung: Verbindliche Anmeldung für das Seminar bitte unter www.studip.de!

Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD4-6 Digitale Medien im Deutschunterricht [Medienprojektseminar]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 17:00 SFG 1040 (4 SWS)

Digitale Medien können im Deutschunterricht in ganz verschiedenen Funktionen und Kompetenzbereichen eine Rolle spielen: als elektronische Werkzeuge zur Text- und Medienherstellung (z.B. Textverarbeitung, Audio-/ Videoschnitt/ Webpages), als Recherche-, Informations- und Kommunikationsmedium (z.B. Suchmaschinen, Web-Zeitschriften, Blogs, Email, Chat), als Kooperationsmedium (Arbeitsplattform), Präsentationsmedium (z.B. PowerPoint) und Unterhaltungsmedium (YouTube, Computerspiele), als Lern- und Übungsmedium (z.B. Rechtschreibtrainer) und nicht zuletzt als Medium gesellschaftlicher und kultureller Auseinandersetzung.
In diesem Seminar wollen wir uns einen Überblick zu diesen verschiedenen Aspekten des Umgangs mit digitalen Medien im Deutschunterricht verschaffen. Gemäß dem Projektgedanken des Veranstaltungstyps wird es auch um praktische Übungen gehen, die innerhalb und außerhalb des Seminars durchgeführt werden sollen. Die abschließende Prüfungsleistung besteht in einer mündlichen Prüfung zum erarbeiteten Projekt und zu den Seminarinhalten im Allgemeinen.
ACHTUNG! Das Seminar ist teilnehmerbegrenzt auf max. 20 Anmeldungen!
Zur ersten Vorbereitung empfohlen:
Frederking, Volker/ Krommer, Axel/ Maiwald, Klaus (2012): Mediendidaktik Deutsch. Eine Einführung. 2. überarb. Aufl. Berlin: Erich Schmidt.
Kepser, Matthis/ Schallenberger, Stefan (2013): Zwischen Oralität, Literalität und Virtualität – Computerbasierter Sprachunterricht. In: Frederking, Volker/ Huneke, Hans-Werner /Krommer, Axel /Meier, Christel (Hg.): Taschenbuch des Deutschunterrichts, Bd. 1, Sprach-und Mediendidaktik. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 364-391.
Kepser, Matthis (2013): Computer im Deutschunterricht. In: Frederking, Volker/ Huneke, Hans-Werner / Krommer, Axel / Meier, Christel (Hg.): Taschenbuch des Deutschunterrichts, Bd. 2, Literatur- und Mediendidaktik. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 568-592.
Zur weiterführenden Lektüre empfohlen:
Frederking, Volker/ Krommer, Axel/ Möbius, Thomas (Hg.) (2014): Digitale Medien im Deutschunterricht. Baltmannsweiler: Schneider. ⇐ Deutschunterricht in Theorie und Praxis Bd. 8)

Prof. Dr. Matthis Kepser
10-M79-FD4-7 Filmbildung in den SchulKinoWochen [Medienprojektseminar]
Schulkinowochen: 27.-31.03.2017 (Einsatz nach Besprechung). Ort je nach Vereinbarung.

Seminar

Einzeltermine:
Do 22.12.16 19:00 - 21:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
Fr 10.02.17 15:00 - 19:00 GW2 B3770
Sa 11.02.17 - So 12.02.17 (So, Sa) 10:00 - 17:00 GW2 B3770
Do 16.03.17 14:30 - 18:30 GW2 B1580

Filmbildung ist ein integraler, jedoch oft vernachlässigter Kompetenzbereich im Allgemeinen und des Deutschunterrichts im Besonderen. Die jährlich angebotenen Schulkinowochen bieten eine wunderbare Gelegenheit, dafür mit Kindern und Jugendlichen den Lernort „Kino“ zu nutzen (vgl. dazu https://www.visionkino.de/schulkinowochen/). In diesem Projektseminar erarbeiten die Studierenden zu ausgewählten Kinder- und Jugendfilmen didaktische Einführungen und Workshops für Schulklassen des Sekundarstufenbereichs, die anschließend im Rahmen der SchulKinoWochen am Bremer Kommunalkino vom 27. bis 31. März 2017 durchgeführt werden. Das erste Blockwochenende (10.-12.02.17) dient der Einführung in literatur- und mediendidaktische Inhalte, in germanistisch-medienwissenschaftliche Theoriebildung sowie in Grundlagen der Filmanalyse. In Kleingruppen bereiten die Studierenden dann ihre Einführungen sowie Schülerworkshops vor. Die abschließende Prüfungsleistung besteht in einer mündlichen Prüfung zum erarbeiteten Projekt und zu den Seminarinhalten im Allgemeinen.
Die Liste der verfügbaren Filme wird während der Vorbesprechung bekannt gegeben.
Das Seminar wird in Kooperation mit dem Bremer Kommunalkino und den SchulKinoWochen angeboten.
ACHTUNG! Das Seminar ist teilnehmerbegrenzt auf max. 20 Anmeldungen!
Einführende Literatur:
Blell, Gabriele/ Grünewald, Andreas /Kepser, Matthis/ Surkamp, Carola (Hg.) (2016): Film in den Fächern der sprachlichen Bildung. Film-Bildung-Schule (FBS), Bd. 2. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
Abraham, Ulf (2016): Filme im Deutschunterricht. 2. verb. Aufl. Seelze: Klett-Kallmeyer.
Kurwinkel, Tobias/ Schmerheim, Philipp (2013): Kinder- und Jugendfilmanalyse. Konstanz: UVK.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Philipp Schmerheim

PRV Abschlussmodul

Schulbezogenes Forschungspraktikum im Fach Deutsch
Nur fuer Studierende, die eine Abschlussarbeit schreiben.
Modulbeauftragte: Prof. Dr. Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-SFP-1 Masterkolloquium Schulbezogenes Forschungspraktikum

Colloquium

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 16.03.17 12:00 - 13:30 GW2 B1700

Die Veranstaltung dient der regelmäßigen Begleitung beim Erstellen der Masterthesis in der Fachdidaktik Deutsch und macht mit grundlegenden Forschungsdesigns und –methoden vertraut. Je eigene Problemstellungen können, angefangen bei der Generierung eines Forschungsthemas und erster Forschungsfragen, diskutiert werden.

Empfohlene Literatur zur Empirie:

Kepser, Matthis/ Abraham, Ulf (2016): Literaturdidaktik Deutsch. Eine Einführung. 4. völlig neu bearb. u. erw. Aufl. Berlin: Erich Schmidt.

Boelmann, Jan (Hg.) (2016): Empirische Erhebungs- und Auswertungsverfahren in der deutschdidaktischen Forschung. Baltmannsweiler: Schneider.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Stefan Schallenberger

IIIB Theorien und Methoden der Sprachwissenschaft Wahlpflichtmodul Gy ECTS: 6

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Ingo Warnke, Kontakt: iwarnke@uni-bremen.de

Das Modul Theorien und Methoden der Sprachwissenschaft, das regelmaessig im Wintersemester stattfindet, beschaeftigt sich mit theoretischen und methodischen Fragen der Sprachwissenschaft - und vertieft damit entsprechende Grundlagen aus dem Modul IB/IIB. Aus dem Angebot an Seminaren bzw. Vorlesungen und Lektuerekursen muessen insgesamt zwei Veranstaltungen, darunter mindestens ein Seminar bzw. eine Vorlesung, gewaehlt werden.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-B3-1 Lexikographie - gedruckt und elektronisch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B2900 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-3-B3-2 Textlinguistik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Die Textlinguistik ist eine sprachwissenschaftliche Teildisziplin, die sich seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. Sie beschäftigt sich mit sprachlichen Einheiten, die satzübergreifenden Charakter aufweisen.
Zentrale Untersuchungsbereiche der Textlinguistik, die auch in dieser Veranstaltung von Bedeutung sein sollen, sind die Textualität als konstituierendes Merkmal von Texten, die Sprach- und Textfunktionen sowie die Typologisierung von Texten, z. B. in Form von Textsorten.
Im analytischen Teil der Veranstaltung werden wir Texte unterschiedlicher Textsorten mit Hilfe textlinguistischer Methoden untersuchen. Einbezogen werden auch Fragen der Vermittlung von Textkompetenzen im Unterricht (Deutsch als Muttersprache, Fremd- oder Zweitsprache).
Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-3-B3-4 Linguistische Diskursanalyse – Diskurslinguistik
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:15 - 09:45 SFG 1040 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-79-3-B3-6 Textlinguistik (b)

Seminar

Einzeltermine:
Di 14.02.17 09:00 - 16:00 GW2 B2900
Do 16.02.17 - Fr 17.02.17 (Do, Fr) 09:00 - 16:00 GW2 B2900

Die Textlinguistik ist eine sprachwissenschaftliche Teildisziplin, die sich seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. Sie beschäftigt sich mit sprachlichen Einheiten, die satzübergreifenden Charakter aufweisen.
Zentrale Untersuchungsbereiche der Textlinguistik, die auch in dieser Veranstaltung von Bedeutung sein sollen, sind die Textualität als konstituierendes Merkmal von Texten, die Sprach- und Textfunktionen sowie die Typologisierung von Texten, z. B. in Form von Textsorten.
Im analytischen Teil der Veranstaltung werden wir Texte unterschiedlicher Textsorten mit Hilfe textlinguistischer Methoden untersuchen. Einbezogen werden auch Fragen der Vermittlung von Textkompetenzen im Unterricht (Deutsch als Muttersprache, Fremd- oder Zweitsprache).
Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe

IIIC Theorien und Methoden der Literaturwissenschaft Wahlpflichtmodul Gy ECTS: 6

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Das Modul Theorien und Methoden der Literaturwissenschaft, das regelmaessig im Wintersemester stattfindet, beschaeftigt sich mit theoretischen und methodologischen Fragen der Literaturwissenschaft - und vertieft damit entsprechende Grundlagen aus dem Modul IA/IIA. Aus dem Veranstaltungsangebot sind zwei Veranstaltungen zu waehlen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-A3-03 Intertextualität
Intertextuality

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Dieses Seminar im Modul A3 (bzw. im analogen Modul IIIC der alten Studienstruktur) beschäftigt sich mit dem (theoretischen) Konzept der Intertextualität, das seit seiner ‚Entdeckung‘ in den 60er/70er Jahren die Literaturwissenschaft geprägt hat wie wenige andere Konzeptionen. Das Konzept der Bezugnahme von Texten auf Texte ist freilich ganz unterschiedlich aufgefasst worden – vom spezifischen Phänomen ausgezeichneter, eben: intertextueller literarischer Texte bis hin zu einer universalen Texttheorie, nach der jeder Text wesentlich intertextuell ist.
In einem ersten Schritt wird es darum gehen, die Bestimmungen und Möglichkeiten dieses Konzepts und seiner Variationen zu erschließen. In einem zweiten sollen jedoch auch ausgewählte literarische Texte, die ‚intertextuell‘ sind, und damit die Frage der Anwendbarkeit des Konzepts zu Beschreibungs- und Analysezwecken behandelt werden.
Einen konkreten Plan für dieses Seminar finden Sie ab spätestens September in Stud.IP.
Die im Seminar zu behandelnden theoretischen und literarischen Texte werden als PDFs zur Verfügung gestellt.
Im Modul A3 ist es möglich, durch eine mündliche Prüfung zu diesem Seminar das Modul abzuschließen.
Im Modul IIIC („alte Studienstruktur“) ist es möglich, durch eine Hausarbeit oder eine mündliche Prüfung zu diesem Seminar das Modul abzuschließen. Die (theoretisch mögliche) Prüfungsform Klausur wird nicht angeboten.

Dr. Uwe Spörl
10-79-3-A3-04 Metapher und Metaphorologie (nach Hans Blumenberg) in der Literaturwissenschaft [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 GW2 A4020 (2 SWS)

Die Metapher wird einerseits als eine Stilfigur gebraucht, sie ist andererseits zum Gegenstand von übergreifenden Metapherntheorien geworden, die weit über Gestaltungsfragen hinausweisen. Zu den avancierteren dieser Theorien gehört Hans Blumenbergs Metaphorologie, die Metaphern als ein Bildreservoir liest, das unseren Zugang zur Wirklichkeit ausdrückt und beeinflußt. Das Licht „als Metapher der Wahrheit“ zu lesen, wie Blumenberg es in einem bekannten Aufsatz analysiert, ist seit der Aufklärung ein gängiges Bild, es liefert eine Anschauung zu unseren Vorstellungen und es prägt unser Denken bis hin zu einzelnen Formulierungen.

Das Seminar soll von den einfachen Stilfiguren ausgehend die wesentlichen Positionen der Metapherntheorien diskutieren und dabei einen Schwerpunkt auf Blumenbergs Metaphorologie und seine Theorie der ‚Hintergrundmetaphern‘ legen. Blickt man auf Blumenbergs Werk, so ergeben sich für den Literaturwissenschaftler zwei Fragestellungen, mit denen sich das Seminar in seiner zweiten Hälfte beschäftigen soll. Einerseits stellt Blumenberg Metaphernkomplexe in den Mittelpunkt, die entweder auf die Philosophie und ihre Selbstreflexion oder auf anthropologfische Fragen bezogen sind. Das Seminar soll fragen, welche spezifischen Modifikationen für eine literaturwissenschaftliche Anwendung der Theorie notwendig sind. Andererseits enden Blumenbergs historische Reihenuntersuchungen der Metaphernverwendung am Ende des 20. Jahrhunderts, oftmals sogar deutlich früher. Deshalb ist zweitens zu fragen, wie diese Arten von Metaphoriken in der Gegenwartsliteratur verwendet werden.
Das Seminar soll zunächst auf der Grundlage von Rolfs Arbeit zu den Metapherntheorien die grundlegenden Ansätze diskutieren und in einem zweiten Schritt Blumenbergs Theorien mit Blick auf die Literaturwissenschaft untersuchen. Im Mittelpunkt soll dabei Blumenbergs Text „Schiffbruch mit Zuschauer“ stehen, seine Metaphorik kann unter anderem mit Jelineks Stück „Die Schutzbefohlenen“ in Beziehung gesetzt werden.
Der zweite Teil des Seminars stellt die literarische Verarbeitung von Metaphern für Staat und Gesellschaft seit den 1950er Jahren in den Mittelpunkt und analysiert Auszüge aus Texten auf die Funktionsweise und die kulturelle Funktion der Metaphern, beginnend mit Wolfgang Koeppens „Das Treibhaus“ und Martin Walsers „Ehen in Philippsburg“, über Volker Brauns „Hinze Kunze Roman“ und Wolfgang Hilbigs „Das Provisorium“. Dabei ist zu fragen, welche Metaphoriken sich in den literarischen Texten als Strukturmerkmale analysieren lassen, wie sie Staat und Gesellschaft abbilden, außerdem, ob es sich um ein einheitliches Schema handelt, schließlich, wie die Metaphoriken sich im historischen Prozeß bis in die Gegenwart verändern. Am Ende sollen anwendbare Perspektiven stehen, die literarische Texte auf der Grundlage von komplexen Metaphernkonstellationen analysierbar machen.

Zum Einlesen:
Eckard Rolf: Metapherntheorien, Berlin 2005
Hans Blumenberg: Schiffbruch mit Zuschauer, Frankfurt a.M. 1978.
Hans Blumenberg: Paradigmen zu einer Metaphorologie, Frankfurt a.M. 1998.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-3-A3-05 Analytik und Synthetik. Methodische Grundlagen literaturwissenschaftlichen Arbeitens [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 07.02.17 10:00 - 12:00 GW2 B1580
Do 09.02.17 11:00 - 12:00 GW2 B1580
Di 14.02.17 10:00 - 12:00 GW2 B1580

Allgemeine Einführungen in die Literaturwissenschaft sind ebenso zahlreich auf dem wissenschaftlichen Buchmarkt vorhanden wie Einführungen in die literaturwissenschaftlichen Teildisziplinen wie etwa in die Metrik, in die Rhetorik oder in die Narratologie. Zumeist jedoch konzentrieren sich diese Einführungen auf die jeweiligen fachspezifischen Aspekte einer solchen Teildisziplin oder beschränken sich auf einen allgemeinen Überblick über das Fach. Literaturtheoretisch reflektierte und zugleich anwendungsorientierte methodologische Einführungen in die Grundlagen des literaturwissenschaftlichen Arbeitsprozesses stellen dagegen noch immer ein gravierendes Desiderat dar. Das Seminar will mit engem Forschungsbezug dieses Desiderat füllen helfen und sich deshalb den methodischen Grundlagen literaturwissenschaftlichen Arbeitens widmen.

Es geht in diesem Zusammenhang um die grundlegenden Aspekte von Analytik und Synthetik, die – wie jeder geisteswissenschaftlichen Methodologie – auch der germanistischen Literaturwissenschaft zugrunde liegen. Im Bereich der Analytik sollen dabei insbesondere die Fragen der Struktur, der Narration und der Phänomenologie behandelt werden, im Bereich der Synthetik insbesondere die Fragen der Systematik und der Synthese.

Der Semesterplan und die Arbeitsmaterialien werden auf StudIP zur Verfügung gestellt.

Die Prüfungsleistung erfolgt in diesem Seminar durch eine mündliche Prüfung.

Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-3-A3-06 Literaturwissenschaft und Psychoanalyse [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Psychoanalytische Ansätze sind in der Literaturwissenschaft (und andernorts) umstritten, was allerdings auch daran liegen mag, dass solche Ansätze immer noch herangezogen werden, um Autoren oder Figuren einer unreflektierten Psychologisierung zu unterziehen. Dabei haben psychoanalytische Einsichten durchaus Implikationen, die für die Analyse literarischer Texte sehr produktiv sein können, lenken sie doch den Blick auf Bedeutungsstrukturen und Textfunktionen, die sich anderen Theorien entziehen. Sigmund Freuds Überlegungen – etwa, dass das ‚Ich nicht Herr im eigenen Haus ist‘ – stellen nicht nur die paradoxe (Un-) Bestimmtheit menschlicher Identität zur Diskussion und erschließen ein neues Wissen über den Menschen. Sie rücken außerdem, insbesondere in der Neuformulierung von Jacques Lacan, Zeichen- und Begehrensdynamiken in den Blick, die sich literarischen Texte beispielhaft ablesen lassen. Im Seminar werden wir solchen Dynamiken anhand ausgewählter Figuren psychoanalytischer Theoriebildung (z.B. Traum, Symptom, Begehren) nachgehen und sie für die Analyse literarischer Texte aus unterschiedlichen Epochen produktiv zu machen suchen. Das schließt die grundsätzliche Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen von Theorie ein.

Ein Reader zum Seminar ist ab 10. Oktober bei Steckels Copyhaus (Crüsemannallee 82) erhältlich. Eine Modulprüfung kann in Form einer mündlichen Prüfung abgelegt werrden.

Dr. Christian Schmitt
10-79-3-A3-07 Diskursanalyse und New Historicism [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW1 A0150 (2 SWS)

Dieses Seminar beschäftigt sich mit zwei literaturtheoretischen Methodologien ähnlichen Zuschnitts: Sowohl der Diskursanalyse als auch dem New Historicism geht es darum, literarische Texte als historische Gebilde zu interpretieren, ohne sich dabei in den Details von Autorenbiographien zu verlieren. Den Konzepten, die dabei in Stellung gebracht werden, wird dieser Kurs durch die Lektüre einiger Schlüsseltexte Michel Foucaults (Diskursanalyse) und Stephen Greenblatts (New Historicism) nachspüren. Daneben soll aber auch immer mal wieder ein Blick auf konkrete Textinterpretationen geworfen werden, die von diesen Strömungen angeregt wurden.
Ein genauer Seminarplan wird zu Semesterbeginn bei Stud.IP zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für die Textmaterialien, die dort als pdf-Dokumente zum Download bereit stehen werden.
Die Modulprüfung kann in diesem Seminar in Form einer mündlichen Prüfung abgelegt werden.

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-3-A3-08 Literatur und Gesellschaft. Theoretische Konzepte von Adorno bis Bourdieu [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 A4020 (2 SWS)

Dass für die Kunst und damit auch für die Literatur seit dem Aufkommen der Genieästhetik gerne so etwas wie ‚Zweckfreiheit‘, ‚Eigengesetzlichkeit‘, ‚Autonomie‘ oder ‚Souveränität‘ reklamiert wird, bedeutet schon allein deshalb keinesfalls, dass Literatur sich tatsächlich jenseits ihrer gesellschaftlichen Bedingungen abspielt, weil die Produktion und Rezeption von Literatur eben immer auch ein gesellschaftlicher Prozess ist – man denke an Buchmessen, Literaturskandale oder den Hype vor dem Erscheinen des letzten Harry-Potter-Bandes. Was bedeuten dann aber Konzepte wie ‚Autonomie‘ oder ‚Eigengesetzlichkeit‘ der Kunst/Literatur? Und wie lässt sich das Verhältnis von Literatur und Gesellschaft vor dem Hintergrund solcher Forderungen bestimmen? Diesen und anderen Fragen, die den gesellschaftlichen Aspekt von Literatur berühren, soll in diesem Seminar anhand einer Auswahl theoretischer Texte u.a. von Adorno (Kritische Theorie), Luhmann (Systemtheorie) und Bourdieu (Ökonomie symbolischer Güter) nachgegangen werden.
Ein genauer Seminarplan wird zu Semesterbeginn bei Studi.IP zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für die Textmaterialien, die dort als pdf-Dokumente zum Download bereit stehen werden.
Die Modulprüfung kann im Rahmen dieses Seminars in Form einer mündlichen Prüfung abgelegt werden.

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-3-A3-09 Autoridentität und literarischer Text in der Postmoderne [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 IW3 0390 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 06.02.17 10:00 - 16:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Seminarkommentar: Autoridentität und literarischer Text in der Postmoderne

In den zurückliegenden Jahren ist in der Germanistik des Öfteren, teils in groß angelegten Entwürfen und gerade auch von jüngeren Wissenschaftlern über die Beziehung zwischen literarischem Text und der Identität seiner Autoren nachgedacht worden. Stellvertretend seien hier die Studien „Poetiken des Selbst“ (2014) von Innokentij Kreknin und „Auto®fiktion“ (2013) von Martina Wagner-Egelhaaf genannt. Diese Untersuchungen reagieren dabei offensichtlich auf ein Phänomen, das sich typischerweise gehäuft in der jüngeren Literatur beobachten lässt. In vielen dieser Texte seien sie von Wolfgang Hilbig, Navid Kermani oder Rainald Goetz finden sich Figuren, die weitgehend mit der Person ihres Autors identisch zu sein scheinen. Eine der Fragen, der wir auch im Seminar nachgehen wollen, ist nun, was bewegt Autoren, sich mitunter sogar unter Verwendung ihres bürgerlichen Namens in den eigenen Text einzuschreiben?
Für die Erzähltheorie, die mit diesem Arbeitsgebiet befasst ist, ergeben sich daraus schwerwiegende Implikationen, bis hin zu der Frage, wie sich in solchen Fällen die fiktionsexterne Wirklichkeit und die Wirklichkeit im Erzähltext, oft auch als erzählte Welt bezeichnet (Martinez/Scheffel, [1999] 2003), überhaupt kategorial trennen lassen. Nähern sich hier Wirklichkeit und dichterische Fantasie vielleicht so sehr an, dass sie für die Schriftsteller und für alle, die ihnen als Leser folgen wollen, in wichtigen Aspekten ununterscheidbar werden? Wäre dies der Fall, müssten wir als Leser solcher Texte ihre Wahrheit zumindest in diesen Hinsichten konzedieren ‒ ein Paradox angesichts der für schöne Literatur gültigen grundlegenden Rezeptionsanweisung: Frage nicht, ob es wahr ist!
Im Seminar soll es darum gehen, uns mit Methoden und Begriffen aus der neueren Erzähltheorie, vertraut zu machen, die helfen können, der beschriebenen Problematik angemessen zu begegnen. Die wollen wir auch praktisch an ausgewählten Textbeispielen erproben.
Ein Seminarplan mit Literaturliste wird vor Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Dr. André Steiner (LB)
10-79-3-A3-10 Postkoloniale Literaturwissenschaft [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW1 B1070 (2 SWS)
Simone Brühl, M.A. (LB)

IIID Theorien und Methoden Deutsch als Zweitsprache (fachwissenschaftliche Grundlagen) Wahlpflichtmodul Gy ECTS: 6

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx, Kontakt: nmarx@uni-bremen.de

Das Modul Theorien und Methoden Deutsch als Zweitsprache (fachwissenschaftliche Grundlagen), das regelmaessig im Wintersemester stattfindet, fuehrt vor allem in die (DaZ-bezogene) Spracherwerbsforschung ein und legt so die Grundlagen fuer das anwendungsbezogene DaZ-Modul IVD. Angeboten werden eine verpflichtende Vorlesung (ggf. mit einem Lektuerekurs) sowie Seminare, unter denen eines auszuwaehlen ist.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-D1-1 Integrierte Sprach- und Schreibförderung in der gymnasialen Oberstufe

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW2 A4330 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 23.02.17 15:00 - 16:30 GW2 A4330

Nicht nur in den unteren Schulstufen, sondern auch in der gymnasialen Oberstufe wird die Notwendigkeit einer sprachlichen Förderung zunehmend erkannt und angegangen. Jedoch erweist sich die konkrete Umsetzung von Fördermaßnahmen in der schulischen Praxis oftmals als problematisch. U.a. ist unklar, welche SchülerInnen überhaupt als förderbedürftig gelten, welche Fördermaßnahmen effektiv sind, wie diese konkret umgesetzt werden sollen, und sogar, welches (schrift-)sprachliche Wissen in der höheren Schulstufe überhaupt erwartet und benötigt wird, sowie welche Erwerbsprozesse zu verzeichnen sind. Anhand von Schülertextanalysen soll diesen und weiteren Fragen nachgegangen werden.

Es besteht die Möglichkeit, im Rahmen des Seminars bzw. im Anschluss an das Seminar eine vergütete Fördertätigkeit an einer unserer Kooperationsschulen aufzunehmen, auch angebunden an die praxisorientierten Elemente und an das Praktikumssemester.

Britta-Katharina Ehrig, M.Ed.
10-79-5-D1-2 Grammatik im Unterricht DaZ (Sekundarstufe)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Die Veranstaltung "Grammatik im Unterricht DaZ (Sekundarstufe)“ will Problemfelder im Grammatikunterricht verdeutlichen, die insbesondere für Schüler mit Migrationshintergrund relevant sind, so zum Beispiel verschiedene Aspekte des Artikelgebrauchs im Deutschen, Probleme des Tempusgebrauchs und Fragen der Wort- und Satzgliedstellung sowie der Wortbildung.

Dr. Claudia Happe
10-79-5-D1-3 Neu zugewanderte SchülerInnen in der Sekundarstufe I: Spracherwerbssituation & schulische Sprachförderung (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW2 A4020 SFG 2080 (2 SWS)

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, deren Schullaufbahn nicht im deutschen Schulsystem begonnen hat, werden im DaZ-Kontext als SeiteneinsteigerInnen bezeichnet. Die Sprachförderung für diese sehr heterogene und im Zuge gestiegener Zuwanderungszahlen zusehends an Bedeutung gewinnende Lernergruppe ist abhängig vom Bundesland. So hat Bremen sog. Vorkurse für die schulische Erstversorgung etabliert, die einen sukzessiven Übergang in den Regelunterricht umfassen. Im Seminar sollen Besonderheiten des späten Zweitspracherwerbs sowie die hiesige Konzeption und Umsetzung der schulischen und sprachlichen Integration im Fokus stehen. Herausgestellt werden dabei Möglichkeiten der Sprachstandsdiagnose sowie der Anschlussförderung im Regelunterricht.

Christian Gill
10-79-5-D1-4 Neu zugewanderte SchülerInnen in der Sekundarstufe I: Spracherwerbssituation & schulische Sprachförderung (b)

Seminar

Einzeltermine:
Mi 19.10.16 17:00 - 18:00 SFG 2060
Fr 11.11.16 13:00 - 18:00 SFG 2060
Sa 12.11.16 11:00 - 17:00 SFG 2080
Fr 25.11.16 13:00 - 18:00 SFG 2060
Fr 25.11.16 14:00 - 18:00 SFG 1070 (Schulungsraum Dez. 5)
Sa 26.11.16 11:00 - 17:00 SFG 2080

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, deren Schullaufbahn nicht im deutschen Schulsystem begonnen hat, werden im DaZ-Kontext als SeiteneinsteigerInnen bezeichnet. Die Sprachförderung für diese sehr heterogene und im Zuge gestiegener Zuwanderungszahlen zusehends an Bedeutung gewinnende Lernergruppe ist abhängig vom Bundesland. So hat Bremen sog. Vorkurse für die schulische Erstversorgung etabliert, die einen sukzessiven Übergang in den Regelunterricht umfassen. Im Seminar sollen Besonderheiten des späten Zweitspracherwerbs sowie die hiesige Konzeption und Umsetzung der schulischen und sprachlichen Integration im Fokus stehen. Herausgestellt werden dabei Möglichkeiten der Sprachstandsdiagnose sowie der Anschlussförderung im Regelunterricht.

Christian Gill

VA Interkulturelle Semiotik Pflichtmodul ECTS: 6

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Ingo Warnke, Kontakt: iwarnke@uni-bremen.de

Das Modul Interkulturelle Semiotik findet regelmaessig im Wintersemester statt; es umfasst eine Vorlesung oder ein Seminar und eine praktische Uebung. Aus dem Angebot sind zwei Veranstaltungen (4 SWS) auszuwaehlen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-B3-3 Ausgewählte Probleme der Onomastik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SFG 2020 GW1-HS H1000 (2 SWS)

Die Namenkunde (auch Onomastik genannt) ist eine linguistische Teildisziplin, die in vielfältigen Beziehungen zu anderen Disziplinen der Sprachwissenschaft (z. B. Soziolinguistik, Sprachgeschichte, Wortbildung, Semantik) und zu anderen Wissenschaftsdisziplinen (Geschichte, Geographie, Biologie, Völkerkunde u. a.) steht.
Die Onomastik beschäftigt sich mit dem Wesen von Eigennamen, deren Klassifizierungsmöglichkeiten und mit ihrer historischen Entwicklung.
Auch soziolinguistische und pragmalinguistische Aspekte (beispielsweise die Motive der Namengebung bei Kindern, Gründe für die Wahl des Familiennamens bei der Eheschließung oder auch die Wirkung von Produktnamen auf den Kunden) werden untersucht.
Einigen dieser Aspekte soll im Rahmen des Seminars nachgegangen werden.
Fragen des bundesdeutschen Namensrechts werden ebenfalls eine Rolle spielen.

Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-3-B3-5 Gesprochene, geschriebene und gesungene Sprache

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B2880 (2 SWS)
Sabine Wahl

VB Deutsche Literatur im europäischen Kontext (ältere [AL] und neuere [NL] Literatur) Pflichtmodul ECTS: 6

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: talthaus@uni-bremen.de

Das Modul Deutsche Literatur im europaeischen Kontext, das regelmaessig im Wintersemester stattfindet, umfasst Vorlesungen, Seminare und Lektuerekurse. Aus dem Angebot sind eine Vorlesung oder ein Seminar und eine weitere Veranstaltung zu waehlen insgesamt mindestens 3 SWS. Eine einzelne Veranstaltung, auch mit mehr als 2 SWS, entspricht den Anforderungen nicht.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-A11-1 AutorInnen mit osteuropäischem Hintergrund

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 23.11.16 18:15 - 19:45 GW2 B3009 (Großer Studierraum)

In den letzten Jahren ist der deutschsprachigen Literatur eine große Anzahl an Autoren und vor allem Autorinnen mit einem osteuropäischen Migrationshintergrund zugewachsen. Wurden ihre Bücher zunächst noch überwiegend als Nischenliteratur wahrgenommen und allenfalls mit dem für interkulturelle Literatur reservierten Chamisso-Preis ausgezeichnet, sind sie mittlerweile ein mit höchsten Preisen gewürdigter, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, vom Nobel-Preis für Herta Müller über den deutschen Buchpreis für Terézia Mora, den Preis der Leipziger Buchmesse für Saša Stanišić bis zum Ingeborg Bachmann-Preis für Olga Martynova. Im Seminar wird es darum gehen, welche interkulturellen Erfahrungen in den Erzählungen und Romanen thematisiert und – vor allem – wie diese literarisch umgesetzt werden.
Im Einzelnen sollen die folgenden Bücher gelesen werden: Herta Müller: Niederungen (1984/88); Terézia Mora: Seltsame Materie (1999); Saša Stanišić: Wie der Soldat das Grammophon repariert (2006); Olga Martynova: Sogar Papageien überleben uns (2010); Nino Haratischwili: Mein sanfter Zwilling (2011); Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt (2012); Kat Kaufmann: Superposition (2015).
Lektüreempfehlung: Die genannten Bücher!

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-5-A11-2 Aufklärung und Interkulturalität

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)
Dr. Jan Gerstner
10-GS-2-01 Ringvorlesung Mythen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 SFG 1040 (2 SWS)

Die Ringvorlesung des Instituts für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung findet wie immer donnerstags, 16.15-17.45 Uhr statt (27.10.2016 bis 15.12.2016):

Vorläufiges Programm:

27.10.2016 Prof. Dr. Gisela Febel, Bremen: Der Kreuzzug aus Sicht der Nicht-
Christen: Überlegungen zu Amin Maaloufs Studie Der Heilige Krieg der
Barbaren: Die Kreuzzüge aus der Sicht der Araber (2000)
03.11.2016 PD Dr. Sonja Kerth, Bremen: Faust. Die Anfänge des Mythos
10.11.2016 Dr. des. Hauke Kuhlmann, Bremen: Das Mittelalter in Gedichten
der Gegenwart
17.11.2016 Dr. Jana Jürgs, Bremen: Mythen im Mittelalter
24.11.2016 Dr. Maryvonne Hagby, Bremen: Genealogische Phantasien: Die Tradition
des Chevalier au Cygne und des Schwanenritters im europäischen Mittelalter
01.12.2016 Dr. Christian Schmitt, Bremen: Merlin 2.0. Oder: Wie man Artusromane
im Fernsehen erzählt
08.12.2016 Dr. Jana Nittel, Bremen: Canterbury Tales
15.12.2016 Dr. Ute Siewerts, Bremen: "Wilde Jagd und Totenschwärme". Aberglauben
im Mittelalter

Eingeladen sind Studierende der General Studies und ggf. des alten MEd Germanistik, Modul VB, Studierende aller Fächer und die interessierte Öffentlichkeit. Es können auch einzelne Vorträge besucht werden; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos, Literaturhinweise sind von den einzelnen Referent_innen zu erhalten.

Informationen für Studierende:
Modul VB: Prüfungsvorleistung nach Absprache (Rundgespräch oder Essay), Prüfung ist nicht möglich.
General Studies: Teilnahmescheine über 1 CP für regelmäßige Teilnahme bzw. 2 CP im Modul "Wissenschaft im Kontext" für General Studies (Rundgespräch oder Essay).
Termin für Rundgespräche: Do., 22.12.2016, 16.00 Uhr

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-M79-III3b-1 Mediale Holocaust-Diskurse

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 IW3 0210 (2 SWS)

Holocaust – erst durch den Titel einer amerikanischen Fernsehserie hat sich dieser ursprünglich biblische Begriff als Bezeichnung für das eingebürgert, wofür er heute steht – mithin stammt er selbst aus den Medien. Nicht nur weil es mehr als 70 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs kaum noch Zeitzeugen gibt, ist zunehmend von einer fortschreitenden Medialisierung des Holocaustgedenkens die Rede. Welche Auswirkungen hat diese auf ddie Wahrnehmung des Holocaust? Dabei stellt sich auch die Frage, was für ein Stellenwert dabei Kategorien wie Authentizität und Fiktion zukommt.
Im Seminar sollen Beispiele aus unterschiedlichen Medien betrachtet werden: ausgehend vom traditionellen Medium der Literatur (Primo Levi: Ist das ein Mensch?; Anne Weber: Ahnen) über unterschiedliche Formen des Films (Claude Lanzmann: Shoah; Romuald Karmakar: Das Himmler-Projekt; László Nemes: Son of Saul; Quentin Tarantino: Inglourious Basterds; Roberto Benigni: Das Leben ist schön), im Comic (Art Spiegelman: Maus u.a.), in den Denkmal-Debatten (vom Berliner Holocaust-Mahnmal über Jochen Gerz‘ Gegen-Monumente und Horst Hoheisels ‚verschwindenden Denkmälern‘ und zu Arbeiten im öffentlichen Raum von Christian Boltanski und den Stolpersteinen Gunter Demnigs), in der Architektur (Daniel Libeskind), Repräsentationen im Internet und im Hörspiel (Michaela Melián) bis zu Zbigniew Liberas LEGO Concentration Camp Set und Boris Luries NO!Art.
Lit.: James E. Young: Nach-Bilder des Holocaust in zeitgenössischer Kunst und Architektur. Hamburg 2002; Matías Martinez (Hg.): Der Holocaust und die Künste. Medialität und Authentizität von Holocaust-Darstellungen in Literatur, Film, Video, Malerei, Denkmälern, Comic und Musik. Bielefeld 2004; Torben Fischer / Philipp Hammermeister / Sven Kramer (Hg.): Der Nationalsozialismus und die Shoah in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Amsterdam / New York 2014; Iris Roebling-Grau / Dirk Rupnow (Hg.): ‚Holocaust‘-Fiktion. Kunst jenseits der Authentizität. Paderborn 2015

Prof. Dr. Axel Dunker

VC Deutsche Sprache im europäischen Kontext Wahlpflichtmodul ECTS: 6

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Ingo Warnke, Kontakt: iwarnke@uni-bremen.de

Das Modul Deutsche Sprache im europaeischen Kontext findet regelmaessig im Wintersemester statt; es umfasst ein Seminar, einen Lektuerekurs und eine Vorlesung. Aus dem Angebot sind zwei Veranstaltungen so auszuwaehlen, dass insgesamt mindestens drei SWS studiert werden.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-77-3-B1.1-1 Kontrastive Linguistik Französisch-Deutsch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:30 - 10:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 06.02.17 10:15 - 11:45 GW2 B2880

"In diesem Seminar wollen wir die französische und die deutsche Sprache hinsichtlich ihrer Strukturen und Verwendungsweisen kontrastiv betrachten. Vergleichend untersuchen werden wir sowohl syntaktische, morphologische und phonologische Phänomene als auch lexikalische oder pragmatische Aspekte. Auch werden wir uns kontrastiv mit Textsorten und Varietäten beschäftigen und uns mit Übersetzungen auseinandersetzen.

Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Beherrschung der französischen Sprache.

Einführende Literatur:
Blumenthal, Peter (1997): Sprachvergleich Deutsch-Französisch. Tübingen (Niemeyer).
Wandruszka, Mario (1998): Die europäische Sprachengemeinschaft: Deutsch Französisch Englisch Italienisch Spanisch im Vergleich. Tübingen (Francke)."

Dr. Katrin Mutz
10-79-5-B12-1 Emotionen im Diskurs
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 GW2 B2900 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-5-B12-2 Entwicklungstendenzen der Deutschen Sprache

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Im Rahmen dieses Seminars sollen Entwicklungen in verschiedenen Bereichen der deutschen Sprache genauer untersucht werden, wie sie in der Periode des gegenwärtigen Deutsch - von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart - zu beobachten sind. Zum Vergleich werden auch frühere Perioden der Sprachentwicklung herangezogen.
Besondere Bedeutung wird dabei dem Verhältnis von Sprache und Gesellschaft eingeräumt. Demzufolge stehen Entwicklungen im Bereich der Varietäten und der Lexik im Mittelpunkt der Betrachtung im Seminar.
Auch der Vergleich mit Entwicklungen in anderen deutschsprachigen Ländern könnte eine Rolle spielen, ebenso wie - in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Seminars und der Interessenlage der Teilnehmer - der Vergleich mit anderen Sprachen.

Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe

Ansprechpartner für die Inhalte des Veranstaltungsverzeichnisses

Alte Vorlesungsverzeichnisse (bis Sommersemester 2012)