Lehrveranstaltungen SoSe 2017

Germanistik Fachwissenschaften/Fachdidaktik, M.Ed.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

Master of Education (M.Ed.) mit dem Unterrichtsfach Deutsch (alle Varianten)

Voranmeldungen zu den Lehrveranstaltungen verpflichtend!

Studierende des Faches Germanistik/Deutsch/Deutsch als Zweitsprache muessen sich zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen verbindlich und rechtzeitig voranmelden!

Dies gilt grundsaetzlich fuer alle Studierenden (fuer Studierende im ersten Semester bis Freitag vor Vorlesungsbeginn).
Dies gilt grundsaetzlich fuer alle Studierenden (fuer Studierende im ersten Semester bis Freitag vor Vorlesungsbeginn).
Es wird also eine Voranmeldung fuer Lehrveranstaltungen in sämtlichen Studiengaengen (Bachelor, Master und Master of Education) erwartet.

Diese Anmeldung geschieht ueber Stud.IP!

Sie tragen sich fuer die gewaehlte Veranstaltung ein. Angemeldet und in die Veranstaltung aufgenommen sind Sie aber erst dann, wenn Sie von der/dem Lehrenden auf demselben Weg eine Bestaetigung erhalten haben. Die Veranstaltungen fuer das jeweils folgende Wintersemester werden am 30. Juli, die fuer das nachfolgende Sommersemester am 30. Dezember in Stud.IP freigeschaltet.

Anmeldefristen

fuer Veranstaltungen im Sommersemester: 15. Maerz
fuer Veranstaltungen im Wintersemester: 15. September
fuer Veranstaltungen im ersten (Winter-) Semester: Freitag vor Vorlesungsbeginn

Erlaeuterungen

Dieses Voranmeldeverfahren dient der Orientierung der Lehrenden wie der Studierenden gleichermassen – insbesondere durch fruehzeitige Klaerung der Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen.
Die Studierenden sollen nach Moeglichkeit an der von Ihnen gewuenschten Veranstaltung teilnehmen koennen. In Ausnahmefaellen kann es allerdings notwendig werden, auf eine andere Veranstaltung auszuweichen, fuer die dann (nach der Anmeldefrist) noch weitere Studierende aufgenommen werden. Achten Sie bitte auf entsprechende „News“ oder Hinweise.
Sonderregelung: Bestimmte Veranstaltungen sind jedoch aus technischen oder organisatorischen Gruenden in der Teilnehmerzahl begrenzt. Dies wird in der Veranstaltungsankuendigung bzw. in Stud.IP auch so erlaeutert – fuer gewoehnlich in Verbindung mit der Nennung eines Auswahlkriteriums.


Anmeldeverfahren fuer Erasmus-Studierende:

Studierende, die im Rahmen des Erasmus-Programms Veranstaltungen aus dem Studiengang Germanistik/Deutsch besuchen moechten, muessen sich zu den jeweiligen Lehrveranstaltungen bei den zustaendigen Dozenten per Mail anmelden. Die Mailadressen finden sich hier:
http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/personal/default.aspx
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
xxx

Kurs
N. N.

Master of Education (M.Ed.) 2.0

Masterstudiengänge "Lehramt an Gymnasien und Oberschulen" (im Anschluss an die Lehramtsoption im BA 2.0 Germanistik/Deutsch) sowie "Lehramt an Grundschulen" bzw. "Lehrämter inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik und Grundschule" (im Anschluss an den BA Bildungswissenschaften im Primar- und Elementarbereich)

Vgl. die entsprechenden Studienverlaufspläne unter
http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/med2/verlauf.aspx

FD3 Planung und Reflexion schulischer Praxis im Fach Deutsch Pflichtmodul Gy/OS ECTS: 3

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-2-FD3-1 Planung und Analyse von Deutschunterricht (Begleitveranstaltung zum Praxissemester) [a]

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mo 16:00 - 17:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (1 SWS)

Einzeltermine:
Fr 07.07.17 12:00 - 13:30 GW2 B1700

Nachdem im vergangenen Semester in der Veranstaltung „Planung und Analyse von Deutschunterricht“ die je eigene Planung der Unterrichtsreihen für den Deutschunterricht im Vordergrund stand, will die „Begleitveranstaltung zum Praxissemester“ im Sommersemester Erlebnisse aus dem Schulpraktikum begleitend aufgreifen und sie zu bewussten Erfahrungen ausbauen. In systematischer Hinsicht werden parallel verschiedene „Konzeptionen für die Praxis“ (Hochstadt/Krafft/Olsen) erarbeitet.
Die Veranstaltung versteht sich als Folgeveranstaltung und richtet sich an dieselbe Teilnehmergruppe wie die der entsprechenden Veranstaltung im vorangegangenen Wintersemester. Es wird die Mitgestaltung des Seminars erwartet.

Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-2-FD3-2 Planung und Analyse von Deutschunterricht (Begleitveranstaltung zum Praxissemester) [b]

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Mo 16:00 - 17:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (1 SWS)

Einzeltermine:
Fr 07.07.17 14:00 - 15:30 GW2 B1700

Nachdem im vergangenen Semester in der Veranstaltung „Planung und Analyse von Deutschunterricht“ die je eigene Planung der Unterrichtsreihen für den Deutschunterricht im Vordergrund stand, will die „Begleitveranstaltung zum Praxissemester“ im Sommersemester Erlebnisse aus dem Schulpraktikum begleitend aufgreifen und sie zu bewussten Erfahrungen ausbauen. In systematischer Hinsicht werden parallel verschiedene „Konzeptionen für die Praxis“ (Hochstadt/Krafft/Olsen) erarbeitet.
Die Veranstaltung versteht sich als Folgeveranstaltung und richtet sich an dieselbe Teilnehmergruppe wie die der entsprechenden Veranstaltung im vorangegangenen Wintersemester. Es wird die Mitgestaltung des Seminars erwartet.

Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-2-FD3-3 Planung und Analyse von Deutschunterricht (Begleitveranstaltung zum Praxissemester) [c]

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Fr 14:15 - 15:45 SFG 2060 (1 SWS)

Die Begleitveranstaltung zum Praxissemester „Planung und Analyse von Deutschunterricht“ schließt an das Seminar des vergangenen Semesters an: Während in der vorausgehenden Vorbereitungsveranstaltung die Planung einer eigenen Unterrichtsreihe für den Deutschunterricht im Vordergrund stand, besteht für die Teilnehmenden nun begleitend zum Schulpraktikum die Gelegenheit, Erfahrungen aus dem durchgeführten Unterricht zu reflektieren und fachdidaktisch einzuordnen. In systematischer Hinsicht werden ergänzend verschiedene „Konzeptionen für die Praxis“ (Hochstadt/Krafft/Olsen) erarbeitet. Mit Blick auf aktuelle Begebenheiten im Bremer Schulsystem soll dabei auch ein besonderer Schwerpunkt auf dem Bereich „Umgang mit sprachlicher Heterogenität im Deutschunterricht“ und „Deutsch als Zweitsprache“ liegen.
Das Seminar versteht sich als Folgeveranstaltung und richtet sich an dieselbe Teilnehmergruppe wie die der entsprechenden Veranstaltung im vorangegangenen Wintersemester. Es wird eine aktive Mitarbeit erwartet.

Marie-Christin Reichert
10-M79-2-FD3-4 Planung und Analyse von Deutschunterricht (Begleitveranstaltung zum Praxissemester) [d]

Seminar

Einzeltermine:
Fr 07.04.17 14:00 - 16:00
Fr 05.05.17 14:00 - 16:00
Fr 19.05.17 14:00 - 16:00
Fr 02.06.17 14:00 - 16:00
Fr 16.06.17 14:00 - 16:00

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Landesinstitutes für Schule (LIS), Am Weidedamm 20, 28215 Bremen statt. Der Raum ist wechselnd und wird an der elektronischen Anzeigetafel im Eingangsbereich angezeigt.

07.04., Raum Turm 40
05.05., Raum Turm 25
19.05., Raum turm 44
02.06., Raum Turm 25
16.06., Raum Turm 25

Ruth Beckmann (LB, LIS)
10-M79-2-FD3-5 Planung und Analyse von Deutschunterricht (Begleitveranstaltung zum Praxissemester) [e]

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mo 16:15 - 17:45 (1 SWS)

Einzeltermine:
Mo 24.04.17 13:00 - 15:00
Mo 08.05.17 13:00 - 15:00
Mo 22.05.17 13:00 - 15:00
Mo 19.06.17 13:00 - 17:00

Veranstaltungsort:
Landesinstitut für Schule
Am Weidedamm 20, 28215 Bremen
Die jeweiligen Räume werden auf den Info-Boards im LIS bekannt gegeben.

N. N. (LB, LIS)

FD4 Ausbaukompetenzen der Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik Pflichtmodul Gy/OS ECTS: 9

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-FD4-1 Am Rand der Gesellschaft - literaturdidaktische Zugänge zu nicht ganz zugänglichen Themen und Figuren

Seminar

Einzeltermine:
Di 04.04.17 14:15 - 15:45 GW2 A4330
Sa 03.06.17 10:00 - 16:00 GW2 B3770
Sa 17.06.17 10:00 - 14:45 GW2 A4330
Sa 24.06.17 10:00 - 16:00 GW2 B3770

Thema: Am Rand der Gesellschaft – literaturdidaktische Zugänge zu nicht ganz zugänglichen Themen und Figuren
Beschreibung: Literatur kann seinem Leser viel abverlangen. Die Werke, die wir lesen, hören und sehen werden, machen genau das: Während der wohlhabende Kaufmann Erwin Sommer aus „Der Trinker“ dem Alkohol verfällt und wir ihm auf seinem Weg nach ganz unten zusehen können, wie er körperlich und geistig verfällt, befindet sich Fitz Honka aus Heinz Strunks aktuellem Buch schon dort. Der Irre, Woyzeck, Haarmann – sie alle sind psychisch schwer gestört und fangen an zu töten. Warum sollte man solche Werke im Unterricht lesen?
In der Schule haben wir es nicht nur mit Kindern zu tun, sondern in den höheren Klassen auch mit jungen Erwachsenen, denen literarisch ruhig „mehr“ zugemutet werden kann. Denn solche Geschichten üben freilich auch ihren Reiz aus, das Innere des Menschen gilt es daran zu erörtern und zu erforschen. Und sie bieten reichlich Spielraum, um sie im Deutschunterricht einzusetzen. Denn auch für solche Werke muss dort Platz sein.
Wir wollen in diesem Seminar erkunden, wie dieser Rahmen aussehen kann, indem wir die vorliegenden Texte auf ihre literaturdidaktischen Möglichkeiten hin überprüfen. Am Ende sollen alle Teilnehmenden mit einem Portfolio an einsetzbaren Texten und dazu passenden Materialien aus dem Seminar gehen.
Neben der Literatur zudem wichtig:
Matthis Kepser, Ulf Abraham: Literaturdidaktik – Eine Einführung, 4., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 2016.
Gisela Beste (Hrsg.): Deutsch-Methodik. Handbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin 2015.
Textgrundlagen
Georg Heym – Der Irre (Hörspiel, Text online verfügbar)
Heinz Strunk – Der goldene Handschuh
Hans Fallada – Der Trinker
Georg Büchner – Woyzeck (online verfügbar)
Gerhart Hauptmann – Hanneles Himmelfahrt (via StudIP)
Peer Meter/Isabel Kreitz – Haarmann (Graphic Novel)
Pragmatische Textbeispiele aus Stern Crime / Geo Kompakt „Das Böse“ (Interviews, Sachtexte)

Fabian Sauer (LB)

Masterabschlussmodul (Fachdidaktik Deutsch) Pflichtmodul / Abschlussmodul 21 CP

Das Modul besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 1 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-Abschlusskolloquium Masterkolloquium M.Ed.

Colloquium

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 SFG 2080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 16.08.17 14:30 - 16:00 GW2 B2890

Die Veranstaltung setzt die Vorbereitung der empirischen Untersuchungen im Forschungsbezogenen Schulpraktikum fort und bietet vielfältige Gelegenheit, eigene Überlegungen rund um die Erstellung der Masterthesis zu eruieren.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Stefan Schallenberger

A13 Literaturwissenschaft: Projekt: 'Materialität und Medialität der Literatur' Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: talthaus@uni-bremen.de

Das Modul "A13 Literaturwissenschaft: Projekt 'Materialität und Medialität der Literatur' " findet regelmaessig im Sommersemester statt; es besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer kleinen Hausarbeit oder muendlichen Pruefung im Zusammenhang mit einer der beiden Veranstaltungen ab.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-A13-1 Gumbrechts Thesen zur "Materialität der Kommunikation" und die Gegenwartsliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 IW3 0200 (2 SWS)

Hans Ulrich Gumbrecht hat in den 1980er Jahren mit seiner Frage, welche Bedeutung die materielle Seite der Kommunikation für die Kommunikationsprozesse u.a. in der Literatur hat, eine wesentliche Debatte angestoßen. Vor einigen Jahren hat er mit der Frage nach der Präsenz in der Kultur und in der Literatur auf diese erste Debatte Bezug explizit genommen, um sie zu aktualisieren. Die materielle Präsenz und die räumliche Präsenz der Werke, die literarischen Strategien, diese Präsenz in die Darstellung und die Aussagen der Werke zu integrieren und ihre Konsequenzen für die Interpretation der Texte sollen im Mittelpunkt des Seminars stehen.
Ziel des Seminars ist es, auf der Basis theoretischer Ansätze Anregungen für Forschungsanliegen in diesem Bereich zu geben oder bestehende Projektpläne in ihrer Ausführung zu begleiten. Deshalb sollen in seiner ersten Phase des Seminars die grundlegenden Thesen Gumbrechts gemeinsam diskutiert werden. In einem zweiten Teil soll dann an praktischen Beispielen gearbeitet werden. Hier öffnet sich das Arbeitsfeld für die Vorschläge und die Projekte der Studierenden.
Mögliche Themenfelder: Künstlerbücher, Popliteratur, Collagen, Hypertexte, Vernetzungen von Literatur, Fragen der Performanz und der Inszenierung von Texten auf allen Ebenen.
Die theoretische Grundlage bilden:
Hans Ulrich Gumbrecht Hg.: Die Materialität der Kommunikation, Frankfurt a.M. 1995.
Hans Ulrich Gumbrecht: Präsenz, Berlin 2012.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-4-A13-2 Distributionen des Anderen. Alte Medien vs. Neue Medien

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. GW1 A0150 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 06.07.17 10:00 - 11:00 GW2 B1632
Di 11.07.17 10:00 - 11:00 GW2 B1216
Mi 12.07.17 11:00 - 14:00 GW2 B1216
Do 13.07.17 10:00 - 12:00 GW2 B1216
Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-4-A13-3 Visuelle und digitale Poesie

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 IW3 0200

In den 1950er und 1960er Jahren entstand in Deutschland und Brasilien, aber auch in anderen europäischen Ländern, in Nordamerika und in Japan, die Konkrete Poesie. Ihre Vertreter forderten künstlerische Reduktion und Vereinfachung im Umgang mit Sprache und Schrift, um so eine Rückbindung der Dichtung an die gesellschaftliche Lebenswelt zu erreichen und überdies inter- bzw. übernational wirken zu können. Die Werke der Konkreten Poesie sollten überschaubar und nachvollziehbar, dabei heiter und provozierend, rätselhaft und poetisch sein. Hinzu kam ein sprach- und gesellschaftskritischer Gestus.
Die Visuelle Poesie, die im Zuge der Entwicklung der Konkreten Poesie entstand, rückt die sinnliche und oft widersprüchliche Anschauungsebene sprachlicher Zeichen und nonverbaler Zeichencodes stärker ins Zentrum. Man spricht auch von „seh-texten“, „text-bildern“ oder „bild-texten“, die die LeserInnen (bzw. BetrachterInnen) zu „denk-spielen“, so Eugen Gomringer, einladen. Im Seminar gilt es zu untersuchen, wie durch die Betonung der Materialität der Zeichen und der Intermedialität der Herangehensweise ein Anspruch auf künstlerische Vielschichtigkeit und übernationalen Verständlichkeit der Visuellen Poesie erreicht werden soll.
Die durch die technisch-digitale Entwicklung seit den 1970er Jahren beförderte computerbasierte Dichtkunst erhielt ihre entscheidenden Impulse von der Visuellen Poesie. Hier entstanden durch die Dynamisierung von Schrift und Bild neuartige, oft auch ironische und die Nutzer mit einbeziehende Spielräume. Der Versuch, technisch-digitale Möglichkeiten auszuschöpfen, hat in den letzten Jahrzehnten zahlreiche sehr unterschiedliche und oft überraschend originelle sprachlich-visuelle Kunstwerke entstehen lassen.
Im Seminar wird die Geschichte der Konkreten und Visuellen Poesie sowie die Entwicklung der Digitalen Poesie bis heute behandelt. Die theoretischen Grundlagen der genannten Traditionen und Strömungen sollen analysiert sowie die bedeutendsten Künstlerinnen und Künstler anhand zahlreicher Beispiele kennen gelernt werden.
Es empfiehlt sich, die Reclam-Bände „Konkrete Poesie“ (Nr. 9350) und „Visuelle Poesie“ (Nr. 9351) anzuschaffen; eventuell auch „Poetische Sprachspiele. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart“ (Nr. 18238). Ein ausführliches Literaturverzeichnis findet sich bis spätestens Mitte März auf stud.ip; ebenso das vorläufige Seminarprogramm.
Das Wahlpflichtmodul A13 „Literaturwissenschaft: Projekt Materialität und Medialität“ besteht aus zwei verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS (6 CP). Es schließt mit einer kleinen Hausarbeit oder mündlichen Prüfung im Zusammenhang mit einer der beiden Veranstaltungen ab.

Ina Düking (LB)
10-79-4-B11-1 Schrift und Schreibsprache in frühen Drucken

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 18:15 - 19:45 SFG 1020 (2 SWS)
Dr. Maryvonne Hagby

A14 Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich vstollberg@uni-bremen.de

Das Wahlpflichtmodul Literatur des Mittelalters und der Fruehen Neuzeit vertieft das literaturgeschichtliche Studium im Bereich der vormodernen Literatur (8. – 16. Jahrhundert) und ihrer Rezeption. Es wird regelmaessig im Winter- und im Sommersemester angeboten.
Das Modul besteht aus zwei verpflichtenden Veranstaltungen im Umfang von insgesamt 4 SWS.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-A14-1 Reineke-Rezeption

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 SH D1020 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-M79-II1c-1 Medea, Judith, Kriemhild. Vormoderne Mythen weiblicher Gewalt [AL]

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 SFG 1040 (2 SWS)

Die Vorlesung behandelt exemplarisch antike, biblische und mittelalterliche Figurationen weiblicher Gewalt. Im Zentrum stehen Medea – die Zauberin, betrogene Ehefrau und (Kinds-?)Mörderin; Judith – Gottes Werkzeug bei der Tötung des Feindes; Kriemhild – höfische Liebende und abgründige Rächerin. Dabei geht es um das immer prekäre Verhältnis von Gewalt und Weiblichkeit, um Texte und Entstehungskontexte und um Grundlinien der mittelalterlichen Rezeption der antiken und biblischen Erzählungen ebenso wie der neuzeitlichen Rezeption der genannten vormodernen Frauenfiguren.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich im März über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung (obligatorisch für alle, die CPs erwerben wollen): Essay

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des jeweiligen Moduls): mündliche Prüfung oder (große oder kleine) Hausarbeit, je nach Modul (siehe Modulbeschreibungen MA II1c; MEd A17; MEd A14; BA A14; BA A4; TnL Profilmodul Literatur)

Prof. Dr. Elisabeth Lienert

A16 Deutsche Literaturwissenschaft vertieft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Die Lehrveranstaltungen, typischer Weise Seminare, entstammen dem Spezialisie-
rungsbereich „Neuere deutsche Literatur und Ästhetik“ des Master Germanistik.
Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von 4 SWS auszuwählen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-II2a-1 Lyrik und Wissenschaft in der (Post-)Moderne

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 MZH 1450 GW2 A4020 (2 SWS)

Im Grunde hat die Spaltungsthese von den „zwei Kulturen – zwei Galaxien“ der Geistes- und der Naturwissenschaften (Ch.P. Snow, 1959) einen längst vollzogenen Bruch nur noch bestätigt. Der idiot savant und der idiot lettré (H.M. Enzensberger) können über die ihnen wesentlichen Dinge kaum noch miteinander sprechen; an dieser Entfremdung erweisen sie sich als Beschränkte. In der Lyrik der späten Moderne wird allerdings deutlich auf die Trennung reagiert und Bezugnahme neu versucht. Das betrifft die Konfrontation technischen und funktionalen Wissens mit semantischen Belangen, aber nicht weniger auch die Faszination von Erkundungen auf unbekannt gewordenem Terrain. Das Seminar untersucht Gedichte von Paul Celan, Ernst Meister, Raoul Schrott, Hans Magnus Enzensberger, Jan Wagner, Peter Waterhouse sowie jüngste Texte von Alfred Schreiber und Werner Stangl, die unter dem Eindruck naturwissenschaftlicher Erkenntnis entstanden sind. Spezifische Kenntnisse in den angesprochenen Naturwissenschaften werden nicht vorausgesetzt. Das hier Notwendige lässt sich im Zusammenhang mit den Textanalysen erarbeiten.

Prof. Dr. Thomas Althaus
10-M79-II2a-2 "Aus Ideen werden Märkte" Ökonomie in der Gegenwartsliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW2 A4020 (2 SWS)

Heiner Müller empörte sich über den Slogan einer großen Bank, der den Transfer der Ideen in Märkte versprach. Er sah darin das Scheitern der Intellektuellen angesichts der Übermacht eines marktorientierten Denkens ausgedrückt. Besonders seit dem Beginn des neuen Jahrtausends sind Texte erschienen, die sich intensiv, aber auf verschiedene Weise und mit wechselnden Akzenten mit dem Thema der globalisierten Ökonomie beschäftigen. Zu nennen sind Autoren wie Elfriede Jelinek, Reinhard Jirgl und Kathrin Röggla. Nehmen sie Müllers Kritik auf oder scheitern sie an der Herausforderung, wie Müller es für die Intellektuellen feststellt? Im Seminar soll die Frage gestellt werden, wie die Veränderungen über den Bereich der Ökonomie hinaus von den Texten wahrgenommen werden und mit welchen Mitteln und welchen Argumenten sie darauf reagieren. Es soll außerdem diskutiert werden, welche Perspektiven auf die veränderte Wirklichkeit die Texte eröffnen. Darunter fallen unterschiedliche literarische Verfahren, die auf die Herausforderung einer Ökonomisierung aller Bereiche, einer Nivellierung von Grenzen und Wertesystemen und eines neuen Menschen (Jelinek) reagieren.
Auf der Grundlage von Auszügen aus den neueren Texten Josef Vogls zum Thema soll sich das Seminar eine theoretische Grundlage erarbeiten, auf der dann unterschiedliche Texte diskutiert werden sollen, darunter postdramatische ‚Sprachflächen‘ Jelineks und Rögglas, die bei der Sprache und einem spezifischen Bildarsenal ansetzen, Rainald Goetz Roman u.a. zu Thomas Middelhoff, der mit einer zentralen Figur der aktuellen Diskussion arbeitet, Reinhard Jirgls postmoderner Deutschlandroman und Heiner Müllers Deutschlandbilanz, die mit dem Geschichtsbild arbeitet, das den Veränderungen zugrunde liegt. Außerdem sollen Texte diskutiert werden, die direkt der neuen Ökonomie entsprungen zu sein scheinen.

In Auszügen sollen gelesen werden: Elfriede Jelinek : Die Kontrakte des Kaufmanns, Rein-hard Jirgl, : Abtrünnig. Roman aus der nervösen Zeit, Heiner Müller: Germania 3. Gespenster am toten Mann, Kathrin Röggla: Wir schlafen nicht, Airen: Strobo 2010, Leif Rand: Schimmernder Dunst über CobyCounty.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-M79-II2b-1 Joyce-Rezeption in der deutschsprachigen Literatur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS)

Der irische Schriftsteller James Joyce, einer der bedeutendsten Autoren der klassischen Moderne, hat in der deutschsprachigen Literatur vielfältige Spuren hinterlassen. Wir wollen uns in gemeinsamer Lektüre mit einigen Texten befassen, in denen deutschsprachige AutorInnen ihre Sicht vor allem des „Ulysses“ darstellen, und den Spuren produktiver Rezeption in den Werken dieser Schriftsteller nachgehen. Beschäftigen werden wir uns mit Texten von Alfred Döblin, Hermann Broch, Arno Schmidt, Ulrich Peltzer (Stefan Martinez) und Olga Martynova (Der Engelherd), ergänzt durch Beispiele von Hans G Helms, Ernst Jandl u.a.
Daneben werden wir uns auch mit dem Problem der Übersetzung von Joyces Spätwerk Finnegans Wake ins Deutsche auseinandersetzen.
Lit.: Maren Jäger: Die Joyce-Rezeption in der deutschsprachigen Erzählliteratur nach 1945. Tübingen 2009

Prof. Dr. Axel Dunker
10-M79-II2b-2 Melancholie

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1700 (2 SWS)

Seit der Antike galt die Melancholie nicht nur als Krankheit oder individuelle Charakterdisposition, die mit Lethargie, Langeweile und Schwermut einhergeht, sondern auch als Bedingung künstlerischer und geistiger Kreativität. Die Zwischenstellung zwischen schöpferischer Tätigkeit und resignierter Untätigkeit, zwischen Pathologie und illusionsloser Erkenntnis bot in der Folge eine Deutungsfolie für literarische Selbstverständigungsprozesse, aber auch für die Problematisierung einer rein kontemplativen Haltung. Die Melancholie ist dabei – parallel und teilweise gegenläufig zu ihrer Verwissenschaftlichung in der modernen Psychologie – nie ein rein psychologischer Begriff, sondern immer Symptom oder Artikulationsmedium für historisch spezifische Problemlagen, u.a. etwa der Differenz zwischen sozialen und individuellen Leistungsansprüchen und -möglichkeiten oder der Unmöglichkeit, historische Katastrophen zu bewältigen. Im Seminar werden wir uns ausgehend von der frühneuzeitlichen Melancholie-Deutung mit der Transformation von Melancholie-Diskursen von der Aufklärung bis in die Moderne anhand von Texten u.a. von Karl Philipp Moritz, Johann Wolfgang Goethe, Georg Büchner, Peter Weiss und W.G. Sebald befassen.

Dr. Jan Gerstner
10-M79-II2c-1 Theorien der Autorschaft

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW1 B2070 - gesperrt ab 01.10. - (Ersatz A1070) (2 SWS)

Seit der Genieästhetik des 18. Jahrhunderts stand die Figur des Autors im Zentrum der (wissenschaftlichen wie nichtwissenschaftlichen) Wahrnehmung. Für die Literaturtheorie hat sich das seit dem linguistic turn und vor allem dem Poststrukturalismus grundlegend geändert: Roland Barthes rief 1968 den Tod des Autors aus, Michel Foucaults Frage Was ist ein Autor? mündete 1969 in die provokante Anschlussfrage „Wen kümmert’s, wer spricht?“ In den letzten Jahren ist dagegen vermehrt von einer ‚Rückkehr des Autors’ die Rede. Jüngste Feuilleton-Debatten zeigen, für wie wichtig Kategorien wie Originalität und Authentizität noch immer genommen werden.
Im Seminar sollen verschiedene Theorien (Psychoanalyse, Russischer Formalismus, kritische Theorie, Erzähltheorie, Poststrukturalismus, feministische Literaturtheorie, cultural studies) auf die Stellung der Autorkategorie hin untersucht werden. Dabei werden uns u.a. folgende Fragen beschäftigen: Was für einen Stellenwert hat der Autor für die Interpretation literarischer Texte? Wie verändert sich der Begriff dessen, was unter Literatur zu verstehen ist, wenn sich das Konzept der Institution ‚Autor’ verändert? In welchem Verhältnis zueinander stehen die Kategorien Autorschaft und Authentizität? Was für eine Bedeutung haben (neue) Medien für Konzepte von Autorschaft?
Lit.: Fotis Jannidis u.a. (Hg.): Rückkehr des Autors. Zur Erneuerung eines umstrittenen Begriffs. Tübingen 1999; Heinrich Detering (Hg.): Autorschaft: Positionen und Revisionen. Stuttgart / Weimar 2002; Christel Meier / Martina Wagner-Egelhaaf (Hg.): Autorschaft. Ikonen – Stile – Institutionen. Berlin/Boston 2011; Matthias Schaffrick / Marcus Willand (Hg.): Theorien und Praktiken der Autorschaft. Berlin/Boston 2014
Zur Anschaffung empfohlen: Texte zur Theorie der Autorschaft. Hg. von Fotis Jannidis, Gerhard Lauer, Matias Martinez und Simone Winko. Stuttgart: Reclam 2000.

Prof. Dr. Axel Dunker
10-M79-II2c-2 Populärer Realismus
Popular Realism

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B2900 GW2 A4020 (2 SWS)

"Realismus" etablierte sich bekanntlich als dominante literarische Erzählstrategie im Verlauf des 19. Jahrhunderts, er wurde aber - jedenfalls in der Hochliteratur - Ende des 19. und dann endgültig im 20. Jahrhundert von einer modernen (und später: postmodernen) literarischen Ästhetik abgelöst. Seit einiger Zeit ist aber zu beobachten, dass auch im deutschen Sprachraum die Grenze zwischen Hoch- und Unterhaltungsliteratur immer diffuser wird und dass sich gerade im Übergangsbereich dieser literarischen Unterhaltungskultur wieder "realistisch" zu nennende Erzähltexte durchsetzen, oft mit dem Hinweis darauf, dass nur noch solche Texte vom Publikum gelesen werden, dass nur solche Texte Relevanz haben und dass nur solche Texte international wahrgenommen werden. Noch unklar ist allerdings die literarästhetische Kontur dieses neuen "populären" (oder "globalisierten" oder "relevanten") Realismus.

Diese wollen wir in diesem Seminar gemeinsam erkunden – und zwar auf der Grundlage von einigen ausgewählten jüngeren literaturwissenschaftlichen Beiträgen zu diesem Befund, vor allem aber durch Analyse und Interpretation von vier (unterstelltermaßen) einschlägigen Romanen, nämlich

• Juli Zeh: Unterleuten (2016)
• Thomas Hettche: Pfaueninsel (2014)
• Bernhard Kegel: Ein tiefer Fall (2012)
• Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt (2005)

Die vier Romane sind allesamt im Buchhandel und in der SuUB verfügbar - bis auf „Unterleuten“ alle in günstigen Taschenbuchausgaben. Die literaturwissenschaftlichen Texte werde ich in geeigneter Weise den SeminarteilnehmerInnen zur Verfügung stellen. Details zum Programm gebe ich spätestens Mitte März im Seminarplan in Stud.IP bekannt.

Das Modul II2c im Master Germanistik und das Profilmodul Literatur im Master Transnationale Literaturwissenschaften werden laut Modulbeschreibungen mit einer schriftlichen Hausarbeit abgeschlossen, so dass diese auch die anvisierte Prüfungsform für dieses Seminar bildet. Ebenfalls möglich ist im Master Germanistik die mündliche Prüfung. Auch im Modul A16 des Masters of Education Deutsch werden beide vorgesehenen Prüfungsformen - kleine Hausarbeit und mündliche Prüfung - angeboten.

Dr. Uwe Spörl

A17 Ältere deutsche Literaturwissenschaft vertieft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich vstollberg@uni-bremen.de

Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von
mindestens 4 SWS auszuwählen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-II1a-1 Literatur und Geschichtswissen: Alexander der Große im Roman des 13. Jahrhunderts
Die Veranstaltung entfällt!

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 (2 SWS) Die Veranstaltung entfällt!

Geschichtswissen wird nicht-lateinkundigen Rezipienten des Mittelalters auch, ja überwiegend in Romanen vermittelt; das gilt vor allem für die antike Geschichte. Dabei geht es nicht in erster Linie um Daten und Fakten, sondern um die exemplarisch-didaktische Funktion der Geschichte in ihrem Bezug auf die Heilsgeschichte. Das Verhältnis von Geschichte und Erzählen soll am Beispiel mittelhochdeutscher Alexanderromane analysiert werden. Alexander der Große galt dem Mittelalter ja nicht nur als der Makedonenkönig und Welteroberer, den zahlreiche (historiographische) Quellen schildern, sondern auch als (mehr oder weniger) vorbildlicher Krieger, Heerführer und Herrscher, als Begründer des dritten Weltreichs und Werkzeug Gottes in der Heilsgeschichte, als Orientreisender, als Exempelfigur für Hybris und Vergänglichkeit.
Im Zentrum des Seminars steht, bezogen auf aktuelle Forschungsvorhaben, der unvollendete ‚Alexander‘ des spätstaufischen Erzählers Rudolf von Ems. Einbezogen werden auch Auszüge anderer Alexanderromane des 13. Jahrhunderts.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis März über StudIP bereitgestellt.
Textgrundlage: http://titus.uni-frankfurt.de/texte/etcs/germ/mhd/a_rudolf/a_rud.htm.

Studienleistung (obligatorisch für alle): regelmäßig und aktive Mitarbeit; Sitzungsmitgestaltung

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des jeweiligen Moduls):
MA II1a: große Hausarbeit (in einem der drei Module der Spezialisierungsphase des Master Germanistik mündliche Prüfung möglich)
in anderen Fällen: nach Absprache/Modulbeschreibung

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-M79-II1a-2 Wissen und Weltbild in vormoderner Literatur [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW2 B3770 (2 SWS)

Das Seminar beschäftigt sich mit ausgewählten Wissensformationen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, die das Weltbild prägten und veränderten. Im Mittelpunkt stehen Weltkarten und Reiseliteratur als Wissensarchive; gelehrtes und laikales Geschichtswissen sowie religiöses und medizinisches Wissen um Körper und Geist (z.B. 'Aussatz', Melancholie, 'Wahnsinn').

Abbildungen und Ausschnitte der behandelten Texte werden unter StudIP zur Verfügung gestellt. Bitte beachten Sie, dass die Anforderungen hinsichtlich Studienleistungen und Prüfungen je nach Studiengang (Master Germanistik, Modul II1a - Master of Education, Modul A17 - Bachelor, Modul A4) variieren. Nähere Informationen ab Mitte/Ende März unter StudIP.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-M79-II1c-1 Medea, Judith, Kriemhild. Vormoderne Mythen weiblicher Gewalt [AL]

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 SFG 1040 (2 SWS)

Die Vorlesung behandelt exemplarisch antike, biblische und mittelalterliche Figurationen weiblicher Gewalt. Im Zentrum stehen Medea – die Zauberin, betrogene Ehefrau und (Kinds-?)Mörderin; Judith – Gottes Werkzeug bei der Tötung des Feindes; Kriemhild – höfische Liebende und abgründige Rächerin. Dabei geht es um das immer prekäre Verhältnis von Gewalt und Weiblichkeit, um Texte und Entstehungskontexte und um Grundlinien der mittelalterlichen Rezeption der antiken und biblischen Erzählungen ebenso wie der neuzeitlichen Rezeption der genannten vormodernen Frauenfiguren.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich im März über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung (obligatorisch für alle, die CPs erwerben wollen): Essay

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des jeweiligen Moduls): mündliche Prüfung oder (große oder kleine) Hausarbeit, je nach Modul (siehe Modulbeschreibungen MA II1c; MEd A17; MEd A14; BA A14; BA A4; TnL Profilmodul Literatur)

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-M79-II1c-2 Mittelalterliche Literatur und Fantasy

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 SFG 1030 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs

B11 Historische Sprachwissenschaft Wahlpflichtmodul 6 CP 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Ute Siewerts, Kontakt: siewerts@uni-bremen.de

Das Modul "B11 Historische Sprachwissenschaft" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Klausur (90 Minuten) oder muendlichen Pruefung zu einer der beiden Einzelveranstaltungen ab.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-B11-1 Schrift und Schreibsprache in frühen Drucken

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 18:15 - 19:45 SFG 1020 (2 SWS)
Dr. Maryvonne Hagby
10-79-4-B11-2 Mittelhochdeutsch für Mediävisten und andere interessierte Hörer

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW1 A0010 (2 SWS)

In diesem Kurs werden vorrangig Grundfertigkeiten in der Übersetzung des Mittelhochdeutschen systematisch geübt, die das Lesen und Verstehen deutscher Texte des Mittelalters erleichtern sollen. Außerdem werden im close reading sprach- und kulturhistorische Informationen zum Sprachstand, zur Überlieferung der deutschen Literatur des Mittelalters, zur mittelalterlich-christlichen Hermeneutik sowie Grundwissen zur höfischen Epik und Lyrik vermittelt.
Der Kurs ist besonders geeignet für Studierende, die das im Wintersemester in der Einführung in die Sprachstufen des Deutschen gewonnene Wissen vertiefen wollen. Es werden allerdings in diesem Kurs keine Hausarbeiten geschrieben, sodass Studierende sich darauf einstellen müssen, in ihrem zweiten Seminar im B 11 diese Leistung zu erbringen.

Dr. Maryvonne Hagby
10-M79-II1b-1 Fremdwörter und die fremde Sprache in der mittelhochdeutschen Großepik am Beispiel von Wolframs 'Willehalm'

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)
Dr. Maryvonne Hagby (LB)

B13 Deutsche Sprachwissenschaft vertieft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: iwarnke@uni-bremen.de

Das Modul "B13 Deutsche Sprachwissenschaft vertieft findet regelmaessig im Sommersemester statt; es besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer kleinen Hausarbeit ab. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von
mindestens 4 SWS auszuwählen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-II3a-1 Queer Linguistics
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SFG 1040 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-M79-II3b-1 Soziale Medien, Sprache, Emotion
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 MZH 5210 GW1 B2070 - gesperrt ab 01.10. - (Ersatz A1070) (2 SWS)

Öffentlichkeit und Privatheit galten in den Kommunikations- und Sprachwissenschaften lange Zeit als diametrale Gegensätze. Durch eine sich wandelnde Medienlandschaft mit immer neuen Kommunikationsplattformen und Interaktionsmöglichkeiten ändern sich Ausdrucksformen, Stile, Funktionen und Reichweiten der Kommunikation. Schriftlichkeit, Mündlichkeit, Bilder, auditive und visuelle Körperlichkeit schaffen neue Räume für Authentizität, Inszenierung, Gefühlsübertragung, basisdemokratische Einflussnahme, Massenwirkung kommunikativen Handelns und politische Agitation. Das Seminar will die Möglichkeiten und Grenzen der zeitgenössischen sozialen Medienwelt untersuchen und die Auswirkungen medialer Angebote auf Sprachgebrauch und soziale Formationen untersuchen. Darüber hinaus sollen sprachwissenschaftliche Methoden und Analyseverfahren der Text- und Diskursanalyse auf ihre Anwendbarkeit auf aktuelle Medienphänomene überprüft werden.

Voraussetzungen
Grundlagen der Sprachwissenschaft, regelmäßige Teilnahme und Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit, kritischen Lektüre und Diskussion.

Literatur:
Wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-M79-II3b-2 Linguistische Zeichentheorie
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-M79-II3c-1 Linguistik des Widerspruchs
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:30 - 12:00 GW2 B1410 (2 SWS)
Dr. Daniel Schmidt-Brücken (LB)
10-M79-II3c-2 Framesemantik
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS)

Wie beschreibt und analysiert man das (Vor-)Wissen, das Menschen über komplexe Verhaltensmuster, Ereignisse, Handlungen, Sachverhalte oder soziale Ordnungen erwerben? Welche (Vor-)wissensvoraussetzungen bringen Menschen zum Verständnis bestimmter Situationen, Texte und Kontexte mit, wie unterscheiden sich diese Voraussetzungen in unterschiedlichen Sprachen und Kulturen? Wie wird das entsprechende Wissen aufgerufen und aktualisiert? In den letzten Jahren wurde der Frame-Begriff in unterschiedlichen Ausprägungen zu einem Erklärungsansatz vieler dieser Fragestellungen herangezogen. Das Seminar will einen Überblick über verschiedene lexikologische, grammatische, kognitionswissenschaftliche, soziologische und psychologische Ansätze geben, die unter dem Sammelbegriff "Frame-Theorie" oder "Frame-Semantik" firmieren und dabei wesentliche Merkmale, Unterschiede und übergreifende Gemeinsamkeiten reflektieren. Es sollen Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen empirischen (z.B. text-, diskurs- und korpusanalytischen oder lexikographischen) Kontexten erörtert werden.

Voraussetzungen:
Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit und zur selbständigen kritischen Textlektüre. Ausreichendes Leseverständnis des Englischen für wissenschaftliche Texte.

Grundlegende Literatur:
Busse, Dietrich (2012): Frame-Semantik. Ein Kompendium. De Gruyter, Berlin/Boston
Konerding, Klaus-Peter(1993): Frames und lexikalisches Bedeutungswissen. Untersuchungen zur linguistischen Grundlegung einer Frametheorie und zu ihrer Anwendung in der Lexikographie (Reihe germanistische Linguistik; Bd. 142). Max Niemeyer Verlag, Tübingen.
Petruck, Miriam R. L. (1996): Frame Semantics. In: Jef Verschueren, Jan-Ola Östman, Jan Blommaert, Chris Bulcaen (Hrsg.): Handbook of Pragmatics. John Benjamin Press, Amsterdam.
Ziem, Alexander (2008): Frames und sprachliches Wissen: Kognitive Aspekte der semantischen Kompetenz. De Gruyter, Berlin 2008.

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-M82-1-4-TH-1 Angewandte Psycholinguistik der Sprachrezeption und Sprachproduktion
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 SpT C4180 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 05.07.17 12:00 - 14:00 SpT C4180

Warum empfinden wir manche Texte als gut geschrieben und leicht verständlich und andere nicht? Wovon hängt es ab, ob die Kommunikation zwischen TextautorIn und LeserIn tatsächlich gelingt? Wie erwirbt man Lesekompetenz? Wie haben die modernen Medien unser Leseverhalten verändert? Warum fällt den meisten Menschen das Schreiben deutlich schwerer als das Sprechen? Wie kommt es zu Schreibhemmungen und Schreibblockaden und was kann man dagegen tun? Was unterscheidet gute von schlechten SchreiberInnen? Wie schreiben JournalistInnen, WissenschaftlerInnen, SchriftstellerInnen, Werbefachleute? Wie lernt und wie lehrt man Schreibkompetenz?
Mit solchen Fragen beschäftigen sich die Textverstehens- und die Schreibforschung als angewandte Teilgebiete der Psycholinguistik. In diesem Seminar soll zunächst ein Überblick über die wichtigsten Fragestellungen, Methoden und Forschungsergebnisse dieser Forschungsgebiete gegeben werden. Anhand zahlreicher praktischer Beispiele werden dann die erarbeiteten Grundlagen praktisch angewendet. Dazu werden wir eigene und fremde Lese- und Schreibprozesse beobachten, Texte empirisch auf Verständlichkeit testen und anschließend durch Umformulierungen optimieren. Auch die Unterschiede zwischen muttersprachlichen und fremdsprachlichen Textverarbeitungsprozessen sollen zur Sprache kommen.

Prof. Dr. Hans Krings

C Niederdeutsche Sprache, Literatur und Kultur 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: iwarnke@ins-bremen.de

Das Modul Niederdeutsche Sprache, Kultur und Literatur wird jeweils im Winter- und Sommersemester angeboten. Aus dem Angebot (Seminare, Vorlesungen und Lektuerekurse) sind die Veranstaltungen so auszuwaehlen, dass sie mindestens vier SWS umfassen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-C-1 Dialekte, Regionalsprachen, Minderheitensprachen: Zur Areallinguistik Deutschlands

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. MZH 1380/1400 (2 SWS)
Reinhard Goltz (LB)
10-79-4-C-2 Niederdeutsche Sprache und Kultur und ihre Rolle in aktuellen Bildungskonzepten

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW1 B0080 (2 SWS)
Christiane Ehlers (LB)

D2 Mehrsprachigkeit in Theorie und Praxis (DaZ/ DaF) 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Nicole Marx, Kontakt: nmarx@uni-bremen.de.

Das Modul "D2 Mehrsprachigkeit in Theorie und Praxis (DaZ/DaF)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Klausur (90 Minuten), einer muendlichen Pruefung oder mittleren Hausarbeit ab.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-2-D2-1 Sprachliche und schulische Integration von neu zugewanderten Schülern, Fokus: Sekundarstufe I

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, deren Schullaufbahn nicht im deutschen Schulsystem begonnen hat, werden im DaZ-Kontext als Seiteneinsteiger bezeichnet. Die Sprachförderung für diese sehr heterogene Lernergruppe ist abhängig vom Bundesland. In Bremen wurden sog. Vorkurse für die schulische Erstversorgung etabliert, die einen sukzessiven Übergang in den Regelunterricht umfassen. Die Besonderheiten des späten Zweitspracherwerbs sowie die hiesige Konzeption und Umsetzung der schulischen und sprachlichen Integration v.a. in der Sekundarstufe I sollen im Fokus des Seminars stehen. Schlaglichter werden dabei auf Möglichkeiten der Sprachstandsdiagnose sowie der Anschlussförderung im Regelunterricht geworfen.

Christian Gill
10-79-2-D2-2 Argumentatives Schreiben in sprachlich heterogenen Gruppen in der Sek. II

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Seminarbeschreibung:
Argumentatives Schreiben stellt in der gymnasialen Oberstufe durch seine fächerübergreifenden und wissenschaftspropädeutischen Eigenschaften eine Schlüssel-kompetenz dar. Die Rezeption und Produktion argumentativer Texte verlangt ein hohes Maß an Sprachwissen und kognitiver Verarbeitung. Jedoch werden argumentativ-schriftsprachliche Kompetenzen oft nur implizit vermittelt, was nicht nur Schülerinnen und Schülern (SuS) mit nichtdeutscher Familiensprache vor besondere Herausforderung stellt.
Das Seminar hat zum Ziel die Eigenschaften guter argumentativer Texte im Fach Deutsch sowie die vorhandenen, argumentativ-schriftsprachlichen Kompetenzen innerhalb heterogener Lern-gruppen zu ermitteln. Anhand von Schülertextanalysen werden konkrete Probleme in Textpro-dukten diskutiert sowie die Frage, ob und wenn ja, welche Differenzen zwischen SuS mit nicht-deutscher Familiensprache und SuS mit deutscher Familiensprache feststellbar sind. Anschlie-ßend werden mögliche didaktische Konsequenzen erarbeitet.

Britta-Katharina Ehrig, M.Ed.
10-79-2-D2-3 Lehrwerkanalyse und Materialentwicklung für den sprachsensiblen Fachunterricht in der Grundschule und Sek I

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:00 - 10:00 GW2 B1580
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 SH D1020 (2 SWS)

Seminarbeschreibung:
Diese Veranstaltung beschäftigt sich mit der Frage, wie man Unter-richt mit Berücksichtigung von Schüler_innen mit Deutsch als Zweitsprache effektiv und ab-wechslungsreich planen kann. Der Fokus liegt hierbei sowohl auf den sprachenpolitischen Rahmenbedingungen als auch auf schulinternen Faktoren. Folgende Fragen sollen u.a. disku-tiert werden:
- Welche aktuellen Lehrwerke in Deutsch als Zweitsprache gibt es, was sind ihre Bestand-teile und was ist ihre Funktion?
- Wie kann ich bestehende Materialien im Regelunterricht einsetzen?
- Gibt es curriculare Vorgaben und Standards für Deutsch als Zweitsprache?
- Wie können die Lernenden vorgegebene Lernziele erreichen?

Dr. Anne Gadow
10-79-2-D2-4 Sprachdiagnostik und Fördermethoden in der mehrsprachigen Grundschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. SFG 0150 (4 SWS)

Im Rahmen dieses Seminars kann das gesamte D2-Modul studiert werden. Die Veranstaltung findet Di 10 - 12 Uhr, sowie im Block statt:
21. - 22. 04., 9 - 15 Uhr und 09. - 10.06., 9 - 15 Uhr.

Seminarbeschreibung:
Zumindest theoretisch sollen Lehrpersonen bei der Vermittlung von Fachkompetenzen auch die sprachlichen Fähigkeiten ihrer Schüler_innen berücksichtigen. Praktisch können sich aus diesem Anspruch zahlreiche Fragen ergeben: Welche Verfahren wende ich an, um den (zweit-)sprachlichen Kenntnisstand meiner Schüler_innen zu diagnosti-zieren? Wie interpretiere ich das Ergebnis und welche Förderung schließt hieran an? Inwiefern kann ich Schüler_innen sprachlich unterstützen, damit sie die fachlichen Anforderungen bewältigen können? In diesem Seminar soll die Diagnostik und Förderung von Deutsch als Zweitsprache im Hinblick auf die Fächer in der Grundschule diskutiert werden.

Dr. Anne Gadow

GR2 Sprachreflexionen

Modulbeauftragte: Dr. Claudia Happe / Dr. Andreas Rothenhoefer , Kontakt: clhappe@uni-bremen.de rothenhoefer@uni-bremen.de

Das Modul "GR2 Sprachreflexionen" macht die Studierenden mit wesentlichen Aspekten der deutschen Grammatik und ihrer Beschreibung vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Sommer); es umfasst zwei entsprechende Einfuehrungskurse (1) in die Phonologie/Morphologie und (2) in die Syntax.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-2-GR2-1 Einführung in die Phonologie/ Morphologie (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 01.07.17 09:00 - 13:00 HS 2010 (Großer Hörsaal)

Im Modul GR2 werden zwei Lehrveranstaltungen angeboten, die sich mit Aufbau und Funktionsweise der deutschen Gegenwartssprache auf verschiedenen Ebenen des Sprachsystems beschäftigen. Das Seminar Phonologie/Morphologie gibt einen Überblick über das Vokal- und Konsonantensystem des Deutschen, im Bereich der Morphologie beschäftigen wir uns mit dem System der deutschen Wortbildungsarten sowie Verfahren der Konstituentenanalyse und Morphemsegmentierung. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Möglichkeiten der Systematisierung des Wortschatzes in Form von Wortartensystemen, die Wortartenkategorien und die Flexionslehre.

Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-2-GR2-2 Einführung in die Phonologie/ Morphologie (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 06.07.17 16:15 - 17:45 GW2 B3850

Das Seminar befasst sich mit den beiden grundlegenden Beschreibungsebenen des Sprachsystems, den bedeutungsunterscheidenden Lauteinheiten sowie den bedeutungs- und funktionstragenden Bestandteilen der Sprache.
Wir werden die in der Einführung in die Sprachwissenschaft erworbenen Grundkenntnisse und Begriffe der Phonologie theoretisch vertiefen und mit Übungen zum Vokal- und Konsonantensystem des Deutschen praktisch erarbeiten.
Der zweite Teil der Veranstaltung wird sich mit der Morphologie als „Grammatik des Wortes“ auseinandersetzen und grundlegende morphologische Konzepte erarbeiten. Dazu gehören die Genese und Systematik der Wortartenkategorien des Deutschen sowie die Flexionslehre, das System der deutschen Wortbildungsarten und -klassen und Verfahren der Konstituentenanalyse und ihrer Bedeutung für die Zeicheninterpretation.
Literatur:
Hall, Alan T. (2000): Phonologie. Eine Einführung. Berlin: de Gruyter.
Wiese, Richard (2011): Phonetik und Phonologie. Paderborn: Fink.
Elsen, Hilke (2011): Grundzüge der Morphologie des Deutschen. Berlin: de Gruyter.
Donalies, Elke (2007): Basiswissen deutsche Wortbildung. Tübingen: Francke.

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-GR2-3 Einführung in die Phonologie/ Morphologie (c)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 23.06.17 14:00 - 19:30 SFG 1040
Sa 24.06.17 09:00 - 17:30 GW2 B2890
Fr 30.06.17 14:00 - 19:30 SFG 1040
Sa 01.07.17 09:00 - 16:30 GW2 B2890
Elisa Erbe (LB)
10-79-2-GR2-4 Einführung in die Syntax (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Im Modul GR2 werden zwei Lehrveranstaltungen angeboten, die sich mit Aufbau und Funktionsweise der deutschen Gegenwartssprache auf verschiedenen Ebenen des Sprachsystems beschäftigen. Das Seminar Syntax gibt einen Überblick über Struktur und Aufbau des Satzes und seiner Konstituenten.
Sowohl theoretische Konzeptionen zur Syntax als auch praktische Verfahren zur Analyse des Satzes werden vorgestellt.

Literaturhinweise werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.

Dr. Claudia Happe
10-79-2-GR2-5 Einführung in die Syntax (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B2890 SFG 2040 (2 SWS)

Die Lehrveranstaltung gibt Einblick in die Grundlagen der Satzanalyse des Deutschen. Dabei werden sowohl das begriffliche Instrumentarium und theoretische Konzeptionen zur Syntax als auch praktische Verfahren zur Untersuchung der deutschen Sprache vorgestellt und vertieft. Im Vordergrund werden Struktur und Aufbau des Satzes sowie seine Konstituenten stehen, um den Studierenden eine grundlegende syntaktische Analysekompetenz zu vermitteln.

Literatur:

Dürscheid, Christa (2010): Syntax. Grundlagen und Theorien. 5., durchgesehene Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Pittner, Karin / Berman, Judith (2008): Deutsche Syntax. Ein Arbeitsbuch. 3. Auflage. Narr Studienbücher.

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-GR2-6 Einführung in die Syntax (c)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 19.05.17 12:00 - 18:00 GW2 B1820
Sa 20.05.17 09:00 - 17:00 GW2 B1216
Fr 26.05.17 12:00 - 18:00 GW2 B1216
Sa 27.05.17 09:00 - 17:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Sabine Wahl

GR5 Vertiefung Literatur (professionsbezogen) Pflichtmodul (im „großen“ Fach) / Wahlpflichtmodul (im „kleinen“ Fach) 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Tobias Kurwinkel, Kontakt: kurwinkel@uni-bremen.de

Das Modul "GR5 Vertiefung Literatur (professionsbezogen)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Praesentation oder kleinen Hausarbeit im Zusammenhang mit einer der beiden Lehrveranstaltungen ab.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-GR5-01 Das Buch-im-Buch-Motiv

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 SFG 1030 (2 SWS)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-5-GR5-02 Der Kinder- und Jugendfilm der 90er Jahre

Seminar

Einzeltermine:
Mi 19.04.17 18:00 - 20:00 GW2 B3850
Fr 30.06.17 12:00 - 19:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)
Sa 01.07.17 12:00 - 19:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
So 02.07.17 12:00 - 19:00 GW2 B2890
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-5-GR5-03 Andreas Steinhöfel

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW1 B0080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 07.07.17 12:00 - 18:00 SFG 1040

Andreas Steinhöfel tritt in seinem Selbstverständnis als Autor für eine Kinder- und Jugendliteratur an, die sich, neben ihrer Klassifizierung für die genannte Zielgruppe, „in erster Linie als Literatur“ auszeichnet.
Seine Werke, wie etwa der Erstlingsroman „Dirk und ich“, der Coming-of-Age Roman „Die Mitte der Welt“ oder die Kinderkrimis der „Rico, Oskar…“-Trilogie werden dabei nicht nur von einem breiten Publikum rezipiert: Auch die Kritik äußert sich weitgehend positiv, viele seiner Titel zählen zum Schulkanon und ebenfalls der literaturwissenschaftliche Betrieb beschäftigt sich eingehend mit seinem Ouevre.
Im Seminar soll unter anderem Fragestellungen wie folgende nachgegangen werden:
Welche Themen verhandelt eine Kinder- und Jugendliteratur, die sich nicht in erster Linie als Themenliteratur verstanden wissen will? Wie reflektiert der Autor seine Rolle im Handlungsfeld? Welche Ästhetik und Poetik zeichnet das Werk Steinhöfels aus? Und: Welche Motive und Konzepte lassen sich in seinen Büchern nachvollziehen?
Neben ausgewählten Büchern und Erzählungen Steinhöfels bilden vor allen Dingen seine Bielefelder Poetikvorlesungen die Grundlage für eine Diskussion genannter und weiterer Fragen.

Sabrina Tietjen, M.Ed. (LB)
10-79-5-GR5-04 Von "Harry Potter" bis "King's Quest": Erzählen in Kinder- und Jugendmedien

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Kinder- und Jugendmedien wie z. B. (Bilder-)Bücher oder Filme haben gemeinsam, dass sie ihren RezipientInnen Geschichten erzählen. Die Erzähltheorie liefert Konzepte und Werkzeuge, mit deren Hilfe wir diese erzählenden Medien verstehen lernen und für wissenschaftliche sowie unterrichtspraktische Zwecke nutzbar machen können.
Gemeinsam werden wir erarbeiten, welche Elemente eine Erzählung konstituieren und wie Erzählen in ausgewählten Kinder- und Jugendmedien analysiert werden kann. Dabei wollen wir uns auch einem Medium widmen, das aus narratologischer wie deutschdidaktischer Sicht bisher kaum Beachtung gefunden hat: dem Computerspiel.

Hinweis: Wir werden uns mit Sekundärliteratur in sowohl deutscher als auch englischer Sprache beschäftigen.

Katharina Düerkop (LB)
10-79-5-GR5-05 Von Fanboys und Fangirls - Fanfiction als intertextuelles und intermediales Phänomen

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 SFG 1030 (2 SWS)

Wenn sich Harry Potter in Draco Malfoy verliebt, die Geschichte der Rumtreiber um James Potter als eine Ansammlung von Briefen, Fotografien und Tagebüchern in einer virtuellen Schuhschachtel erzählt wird, die drei Musketiere in weiblicher Gestalt auftauchen oder die "Ablockalypse" im Minecraft-Universium stattfindet, sind all dies Ausdrücke desselben Phänomens: Fan-Fiction.
Im Seminar soll sich diesem Phänomen aus unterschiedlichen Perspektiven genähert werden. Neben intertextuellen und intermedialen Fragestellungen sollen dabei insbesondere auch narratologische Werkzeuge zur Analyse verschiedener Medien im Harry-Potter-Universum genutzt werden. Diese Analysen sollen zudem als Grundstein fungieren, um sich dem Phänomen Fan-Fiction schreibend zu nähern—sowohl wissenschaftlich als auch kreativ.

Hinweis:
Einige der im Seminar zu behandelnden Sekundärtexte sind in englischer Sprache.

Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-06 Disability im Kinder- und Jugendfilm

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (3 SWS)
wöchentlich Di 20:00 - 22:00 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (3 SWS)

Das zeitgenössische Kino fokussiert in hohem Maße Geschichten um Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, beispielhaft genannt seien „Vorstadtkrokodile“, „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ und „Wunder“.
In diesem Vertiefungsseminar werden wir uns auf Grundlage filmanalytischer Methoden und ausgewählter Filme mit der Darstellung von Disability im Kinder- und Jugendfilm beschäftigen. Dabei werden auch Filme untersucht, die den Umgang mit chronischen Erkrankungen und psychischen Traumata thematisieren.
Die im Rahmen des Seminars behandelten Filme beruhen auf literarischen Vorlagen – zur Sprache kommt deshalb auch auf Grundlage aktueller adaptionstheoretischer Ansätze, wie die Filme sich ihre literarischen Prätexte aneignen.

GEMEINSAMER KINOBESUCH: Vorgesehen ist ein gemeinsamer Filmbesuch: Am 20. April startet die Filmadaption von Raquel Palacios Jugendroman „Wonder“ in den Kinos.

GEMEINSAME FILMSICHTUNGEN: Im Anschluss an jede Seminarsitzung wird es im gleichen Raum Filmsichtungen von einem der Fokusfilme der folgenden Seminarsitzung geben. Die Teilnahme wird empfohlen, ist aber optional. Für die regelmäßige Teilnahme an den Filmsichtungen kann ein weiterer ECTS erteilt werden.

Filme zur Vorbereitung:
Wir werden eine Auswahl der unten genannten Filme im Detail analysieren. Zur Vorbereitung empfehle ich die Sichtung einzelner Filme.

Heidi (Alain Gsponer, 2016), Vorstadtkrokodile (Wolfgang Becker, 1977 und Christian Ditter, 2009), Und wieder spring' ich über Pfützen (Karel Kachyna, 1970), Gottes vergessene Kinder (Randa Haines, 1986), Blind (Frederik Wiseman, 1987), Gilbert Grape (Lasse Hallström, 1993), Forrest Gump (Robert Zemeckis, 1994), Jenseits der Stille (Charlotte Link, 1996), Freak the Mighty (Peter Chelsom, 1998), Die Farbe des Paradieses (Majid Majidi, 1999), Crazy (Hans-Christian Schmid, 2000), Phoebe in Wonderland (Daniel Barnz, 2008), The Perks of Being A Wallflower (Steven Chbosky, 2012), Wo die Wilden Kerle Wohnen (Spike Jonze, 2009), Mary and Max (Adam Elliot, 2009), Verstehen Sie die Béliers? (Éric Lartigau, 2014), Rico, Oskar und die Tieferschatten (Neele Vollmar, 2014), Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Josh Boone, 2014), Pferd auf dem Balkon (Hüseyin Tabak, 2014), Club der roten Bänder (TV, seit 2015), The Fundamentals of Caring (Paul Rudd, 2016) und Wunder (Steven Chbosky, 2017).

Literatur zur Vorbereitung:
  • Tobias Kurwinkel und Philipp Schmerheim: Kinder- und Jugendfilmanalyse. Konstanz: UTB, 2013. (Methodische Grundlage für das Seminar: Bitte schaffen Sie diesen Band an.)
  • Gabriele von Glasenapp: Simple Stories? Die Darstellung von Behinderung in der Kinder- und Jugendliteratur. In: kjl&m 14.3. S. 3-15. (im Stud.IP)
  • Ute Ritterfeld, Matthias R. Hastall & Alexander Röhm: Menschen mit Krankheit oder Behinderung in Film und Fernsehen: Stigmatisierung oder Sensibilisierung? In: Zeitschrift für Inklusion, [S.l.], Feb. 2015. URL http://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/248

Dr. Philipp Schmerheim
10-79-5-GR5-07 Paul Maar

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Paul Maar ist ein erzählerisches Multitalent: Der studierte Maler und Kunsthistoriker hat sich seit seinem kinderliterarischen Erstling „Der tätowierte Hund“ (1968) zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Kinderbuchautoren der Gegenwart entwickelt, dessen Hauptwerke – etwa die „Sams“-Reihe und die „Herr Bello“-Bücher – Teil eines umfassenden Medienverbunds geworden sind.

Maar arbeitet multimedial: Er illustriert seine Kinderromane und Bilderbücher zumeist selbst, hat Drehbücher und Skripte zu vielen Film- und Theateradaptionen seiner Werke verfasst und hat auch Computerspieladaptionen seiner Erzählungen konzipiert und illustriert. Maar steht damit stellvertretend für die zunehmend inter- und transmediale Ausrichtung der zeitgenössischen Kinder- und Jugendliteratur.

Im Rahmen des Vertiefungsseminars werden wir uns anhand aktueller Theorien der Intermedialität und Transmedialität mit dem Erzählwerk Maars vertraut machen.

Literatur zur Vorbereitung:
Imke Meyerdierks und Andreas Wicke: Maar, Paul. In: KinderundJugendmedien.de. URL http://kinderundjugendmedien.de/index.php/autoren/1415-maar-paul

Kenntnis der Hauptwerke Maars wird vorausgesetzt: „Sams“-Reihe, „Herr Bello“-Bücher, „Lippels Traum“,

Dr. Philipp Schmerheim
10-79-5-GR5-08 Defoe, Campe und Andere: Die Robinsonade in der Kinder- und Jugendliteratur

Seminar

Einzeltermine:
Fr 19.05.17 11:00 - 18:00 MZH 1380/1400
So 21.05.17 11:00 - 18:00 MZH 1090
So 18.06.17 11:00 - 18:00 MZH 1090
So 25.06.17 11:00 - 18:00 MZH 1090
Hadassah Stichnothe (LB)
10-79-5-GR5-09 Kinder- und Jugendtheater

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.04.17 11:00 - 16:30 SuUB 4330 (Studio I Medienraum )
Sa 22.04.17 11:00 - 18:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Fr 23.06.17 10:00 - 16:30 SFG 2010
Sa 24.06.17 10:00 - 18:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Johanna Tydecks (LB)
10-79-5-GR5-10 Nikolaus Heidelbach

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW2 B2900 GW2 B1700 (2 SWS)
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-5-GR5-11 Märchen: Vom Feenmärchen bis zur Disney-Verfilmung

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 SFG 1020 (2 SWS)
Hauke Harm Kuhlmann

Master of Education ("alte Struktur", auslaufend)

Masterstudiengänge "Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen" (im Anschluss an das Haupt- oder Nebenfach BA Germanistik/Deutsch) sowie "Lehramt an Primar- bzw. Sekundarschulen" (im Anschluss an den BA Fachbezogene Bildungswissenschaften)
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
xxx

Kurs
N. N.

PRI Fachdidaktik Deutsch I: Einführung in die Fachdidaktik Deutsch Pflichtmodul HGy, SEK ECTS: 6

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Matthis Kepser, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de

Das Modul Fachdidaktik Deutsch I macht die Studierenden mit den Grundlagen der Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber zwei Semester (Winter und Sommer); es umfasst einen Einfuehrungskurs und ein Seminar.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-FD1-1 Einführung in die Fachdidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 24.07.17 15:00 - 18:00 GW2 B2880
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-79-4-FD1-2 Einführung in die Fachdidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW2 B2900 (2 SWS)

In dieser Einführungsveranstaltung werden wir uns vorwiegend mit Aspekten der Sprachdidaktik und Literaturdidaktik als - neben der Mediendidaktik - Hauptgegenstandsfeldern der Fachdidaktik Deutsch beschäftigen. Im Einzelnen rückt zunächst eine Bestimmung der Fachdidaktik als „eingreifende Kulturwissenschaft“ (Kepser) in den Blick. Wir werden einen „Denkrahmen für den Sprachunterricht“ aufspannen sowie „Ziele, Inhalte und Kompetenzen des Sprachunterrichts“ bestimmen. Es folgt eine Thematisierung der Lernbereiche „Sprechen und Zuhören“, „Richtig schreiben“ und „Sprache und Sprachgebrauch reflektieren“, bevor wir „Kompetenzen und literarische Sozialisation“ untersuchen. Nicht zuletzt wenden wir uns den gattungsgeprägten Bereichen epische, lyrische und dramatische Texte im Deutschunterricht zu.

Es wird aktive Mitarbeit im Seminar erwartet. Zu Beginn des Semesters gibt es einen detaillierten Veranstaltungsplan, auch mit Literaturhinweisen. Das Seminar schließt mit einer Klausur zum Leistungsnachweis.

Diese Einführungsveranstaltung richtet sich als einführende Veranstaltung v.a. an Studierende im Modul FD 1 „Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch“ und an Masterstudierende im Modul PR I. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf voraussichtlich 45.

Achtung: Verbindliche Anmeldung für das Seminar bitte unter www.studip.de!

Dr. Stefan Schallenberger
10-79-4-FD1-5 Lese- und Schreibdidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Was bedeutet Lesen? Was Lesekompetenz? Welche Faktoren determinieren die Lesekompetenz? Diese – spätestens mit PISA herausgestellten – Aspekte stehen im Zentrum erster Überlegungen des Seminars.
Schreiben – ein zweiter wichtiger Bereich des DU – gehört selbstverständlich zur Tradition des Deutschunterrichts dazu. Doch was gehört dazu, ein guter Schreiber zu sein und vor allem zu werden? Umgekehrt gefragt: wie kann Schreiben sinnvoll unterwiesen werden? Und welche Bedeutung gewinnt das Schreiben für den Produzenten? In dieser Veranstaltung werden wir uns zunächst einen diachronen Überblick über die Didaktik des Schreibens verschaffen. Im Sinne einer Wendung weg vom Schreibprodukt hin zum Schreibprozess können dann neuere Schreibprozess- und Schreibentwicklungsmodelle untersucht werden. Ein Blick auf den aktuellen systematischen Umgang mit dem Schreiben offenbart, dass (nach wie vor?) bestimmte Textsorten wie Erzählen, Beschreiben oder Erörtern, Schildern, Berichten oder Interpretieren im Zentrum schulunterrichtlichen Arbeitens stehen. Darüber hinaus bereichern auch Ansätze zum freien oder zum kreativen Schreiben die Angebotspalette. Im Sinne einer Dreischrittigkeit des Schreibprozesses - Planen, Formulieren, Überarbeiten - aber auch im Sinne einer Dreigliedrigkeit der didaktischen Modellierung - Schreiben, Überarbeiten, Beurteilen - wollen wir gemeinsam eigene Schreibversuche mit weiteren dazugehörigen Operationen durchführen, um Schreibkompetenz, Diagnosekompetenz sowie Beurteilungskompetenz zu schulen.
Ein Portfolio dokumentiert die im Seminar geleistete Auseinandersetzung.

Es wird die Mitgestaltung des Seminars erwartet. Zu Beginn des Semesters gibt es einen detaillierten Veranstaltungsplan.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende im Modul PR I und vor allem im Modul FD 1. Sie kann parallel zur „Einführung in die Fachdidaktik“ besucht werden und ist ausgerichtet auf maximal 20 TeilnehmerInnen.

Achtung: Verbindliche Anmeldung für das Seminar bitte unter www.studip.de!

Dr. Stefan Schallenberger
10-79-4-FD1-7 Lese- und Schreibdidaktik (c)

Seminar

Einzeltermine:
Mi 05.04.17 11:30 - 14:00 Extern LIS, Am Weidedamm, Bremen
Fr 28.04.17 09:00 - 18:00 Extern LIS, Am Weidedamm, Bremen
Mi 17.05.17 11:30 - 14:00 Extern LIS, Am Weidedamm, Bremen
Fr 23.06.17 09:00 - 18:00 Extern LIS, Am Weidedamm, Bremen

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Landesinstitutes für Schule (LIS), Am Weidedamm 20, 28215 Bremen statt.

Mona Bektesi (LB, LIS)

PRII Fachdidaktik Deutsch II: Fachdidaktisches Praktikum Pflichtmodul HGy, SEK ECTS: 9

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Matthis Kepser, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de

Das Modul Fachdidaktik Deutsch II erstreckt sich ueber zwei Semester (Winter und Sommer). Es besteht aus einem Praktikum (im Winter), einem Seminar zur Vorbereitung des Praktikums (im Winter) und einem Seminar zu seiner Nachbereitung (im Sommer).
Nachzügler weichen auf FD3 aus!
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-FD4-1 Am Rand der Gesellschaft - literaturdidaktische Zugänge zu nicht ganz zugänglichen Themen und Figuren

Seminar

Einzeltermine:
Di 04.04.17 14:15 - 15:45 GW2 A4330
Sa 03.06.17 10:00 - 16:00 GW2 B3770
Sa 17.06.17 10:00 - 14:45 GW2 A4330
Sa 24.06.17 10:00 - 16:00 GW2 B3770

Thema: Am Rand der Gesellschaft – literaturdidaktische Zugänge zu nicht ganz zugänglichen Themen und Figuren
Beschreibung: Literatur kann seinem Leser viel abverlangen. Die Werke, die wir lesen, hören und sehen werden, machen genau das: Während der wohlhabende Kaufmann Erwin Sommer aus „Der Trinker“ dem Alkohol verfällt und wir ihm auf seinem Weg nach ganz unten zusehen können, wie er körperlich und geistig verfällt, befindet sich Fitz Honka aus Heinz Strunks aktuellem Buch schon dort. Der Irre, Woyzeck, Haarmann – sie alle sind psychisch schwer gestört und fangen an zu töten. Warum sollte man solche Werke im Unterricht lesen?
In der Schule haben wir es nicht nur mit Kindern zu tun, sondern in den höheren Klassen auch mit jungen Erwachsenen, denen literarisch ruhig „mehr“ zugemutet werden kann. Denn solche Geschichten üben freilich auch ihren Reiz aus, das Innere des Menschen gilt es daran zu erörtern und zu erforschen. Und sie bieten reichlich Spielraum, um sie im Deutschunterricht einzusetzen. Denn auch für solche Werke muss dort Platz sein.
Wir wollen in diesem Seminar erkunden, wie dieser Rahmen aussehen kann, indem wir die vorliegenden Texte auf ihre literaturdidaktischen Möglichkeiten hin überprüfen. Am Ende sollen alle Teilnehmenden mit einem Portfolio an einsetzbaren Texten und dazu passenden Materialien aus dem Seminar gehen.
Neben der Literatur zudem wichtig:
Matthis Kepser, Ulf Abraham: Literaturdidaktik – Eine Einführung, 4., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 2016.
Gisela Beste (Hrsg.): Deutsch-Methodik. Handbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin 2015.
Textgrundlagen
Georg Heym – Der Irre (Hörspiel, Text online verfügbar)
Heinz Strunk – Der goldene Handschuh
Hans Fallada – Der Trinker
Georg Büchner – Woyzeck (online verfügbar)
Gerhart Hauptmann – Hanneles Himmelfahrt (via StudIP)
Peer Meter/Isabel Kreitz – Haarmann (Graphic Novel)
Pragmatische Textbeispiele aus Stern Crime / Geo Kompakt „Das Böse“ (Interviews, Sachtexte)

Fabian Sauer (LB)

PRIII Fachdidaktik Deutsch III: Problemfelder der Sprach- und Literaturdidaktik Pflichtmodul ECTS: 3

Modulbeauftragter: Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de


Das Modul Fachdidaktik III (PR III) baut auf die in Modul I (A/B) und II (A/B) gewonnenen Kenntnisse und Fertigkeiten auf. Es deckt die Sprach- und die Literaturdidaktik mit jeweils einer Veranstaltung ab, wobei in einer der beiden Veranstaltungen eine seminarbezogene Hausarbeit zu schreiben ist.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-FD4-1 Am Rand der Gesellschaft - literaturdidaktische Zugänge zu nicht ganz zugänglichen Themen und Figuren

Seminar

Einzeltermine:
Di 04.04.17 14:15 - 15:45 GW2 A4330
Sa 03.06.17 10:00 - 16:00 GW2 B3770
Sa 17.06.17 10:00 - 14:45 GW2 A4330
Sa 24.06.17 10:00 - 16:00 GW2 B3770

Thema: Am Rand der Gesellschaft – literaturdidaktische Zugänge zu nicht ganz zugänglichen Themen und Figuren
Beschreibung: Literatur kann seinem Leser viel abverlangen. Die Werke, die wir lesen, hören und sehen werden, machen genau das: Während der wohlhabende Kaufmann Erwin Sommer aus „Der Trinker“ dem Alkohol verfällt und wir ihm auf seinem Weg nach ganz unten zusehen können, wie er körperlich und geistig verfällt, befindet sich Fitz Honka aus Heinz Strunks aktuellem Buch schon dort. Der Irre, Woyzeck, Haarmann – sie alle sind psychisch schwer gestört und fangen an zu töten. Warum sollte man solche Werke im Unterricht lesen?
In der Schule haben wir es nicht nur mit Kindern zu tun, sondern in den höheren Klassen auch mit jungen Erwachsenen, denen literarisch ruhig „mehr“ zugemutet werden kann. Denn solche Geschichten üben freilich auch ihren Reiz aus, das Innere des Menschen gilt es daran zu erörtern und zu erforschen. Und sie bieten reichlich Spielraum, um sie im Deutschunterricht einzusetzen. Denn auch für solche Werke muss dort Platz sein.
Wir wollen in diesem Seminar erkunden, wie dieser Rahmen aussehen kann, indem wir die vorliegenden Texte auf ihre literaturdidaktischen Möglichkeiten hin überprüfen. Am Ende sollen alle Teilnehmenden mit einem Portfolio an einsetzbaren Texten und dazu passenden Materialien aus dem Seminar gehen.
Neben der Literatur zudem wichtig:
Matthis Kepser, Ulf Abraham: Literaturdidaktik – Eine Einführung, 4., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 2016.
Gisela Beste (Hrsg.): Deutsch-Methodik. Handbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin 2015.
Textgrundlagen
Georg Heym – Der Irre (Hörspiel, Text online verfügbar)
Heinz Strunk – Der goldene Handschuh
Hans Fallada – Der Trinker
Georg Büchner – Woyzeck (online verfügbar)
Gerhart Hauptmann – Hanneles Himmelfahrt (via StudIP)
Peer Meter/Isabel Kreitz – Haarmann (Graphic Novel)
Pragmatische Textbeispiele aus Stern Crime / Geo Kompakt „Das Böse“ (Interviews, Sachtexte)

Fabian Sauer (LB)

PRIV Fachdidaktik Deutsch IV: Pflichtmodul Gy, SEK ECTS:

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Matthis Kepser, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de

Das Modul Fachdidaktik Deutsch IV (PR IV) stellt mediendidaktische Fragestellungen des Deutschunterrichts in den Vordergrund und traegt damit dem Anspruch eines an einem weiten Textbegriff orientierten modernen und innovativen Deutschunterrichts Rechnung. Es besteht aus einer einfuehrenden Veranstaltung, in der abschliessend eine Klausur zu schreiben ist, sowie einem vertiefenden Seminar (ggf. in Projektform), das mit einer Haus- oder Projektarbeit zu beschliessen ist.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-FD1-3 Einführung in die Mediendidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 18:15 - 19:45 GW1 A0150 (2 SWS)

Deutsch zu unterrichten, bedeutet immer auch mit Medien und über Medien zu lehren. Neben der Sprach- und Literaturdidaktik wird die Mediendidaktik als integraler Gegenstandsbereich der Deutschdidaktik betrachtet. Das Einführungsseminar gibt zunächst einen Überblick über theoretische Grundlagen der Mediendidaktik (z.B. Medienbegriff, Medienkompetenzmodelle) und wendet sich dann den praktischen Nutzungsmöglichkeiten von Medien im Deutschunterricht zu, indem verschiedene Einzelmedien aus fachdidaktischer Perspektive in den Blick genommen werden: Dafür werden jeweils exemplarische Unterrichtsmodelle vorgestellt, sofern möglich auch ausprobiert und diskutiert. Thematisiert werden sollen u.a. Zeitungstexte, Comics & Graphic Novels (Bereich Printmedien), Hörbücher & Hörspiele (Bereich akustische Medien), Literaturverfilmungen & Serien (Bereich audiovisuelle Medien) sowie als Beispiel für eine integrierende Perspektive Webseiten und Computerspiele, die heutzutage Fähigkeiten in ganz unterschiedlichen Kompetenzbereichen erfordern können.
Die Veranstaltung setzt aktive Mitarbeit voraus: Es wird regelmäßig kleinere praktische Aufgaben geben, die im Rahmen von Kleingruppen zu bearbeiten sind. Das Seminar schließt mit einer Klausur zum Leistungsnachweis.
Die Veranstaltung richtet sich als Einführung vorwiegend an Studierende im Modul FD 1 „Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch“. Die Teilnehmerzahl ist voraussichtlich auf 45 begrenzt.
Achtung: Verbindliche Anmeldung für das Seminar bitte unter www.studip.de!
Folgende Publikation wird zur Anschaffung empfohlen: Frederking, Volker; Krommer, Axel; Maiwald, Klaus (2012): Mediendidaktik Deutsch. Eine Einführung. 2. neu bearbeitete und erw. Aufl. Berlin: Erich Schmidt.

Prof. Dr. Matthis Kepser
10-79-4-FD1-4 Einführung in die Mediendidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW2 B2880 (2 SWS)

Die Mediendidaktik ist neben den klassischen Bereichen Sprachdidaktik und Literaturdidaktik ein jüngeres, drittes Gegenstandsfeld der Deutschdidaktik. In dieser einführenden Veranstaltung wollen wir uns mit theoretischen Grundlagen und praktischen Nutzungsmöglichkeiten von Medien im Deutschunterricht beschäftigen. Thematisiert werden sowohl Medientheorie als auch der Medienbegriff, die Mediengeschichte soll in den Blick geraten und medienpädagogische Grundlagen wie fachspezifische mediendidaktische Konzeptionen sollen diskutiert werden. Darüber hinaus wenden wir uns den konkreten mediendidaktischen Handlungsfeldern, d.h. den Möglichkeiten auditiver, visueller, audiovisueller und synästhetischer Medien im Deutschunterricht zu.

Es wird aktive Mitarbeit im Seminar erwartet. Zu Beginn des Semesters gibt es einen detaillierten Veranstaltungsplan. Das Seminar schließt mit einer Klausur zum Leistungsnachweis.

Dieses Seminar richtet sich als einführende mediendidaktische Veranstaltung vor allem
an Studierende im Modul FD 1 „Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch“. Die Teilnehmerzahl ist voraussichtlich auf 45 begrenzt.

Achtung: Verbindliche Anmeldung für das Seminar bitte unter www.studip.de!

Dr. Stefan Schallenberger

PRV Abschlussmodul

Schulbezogenes Forschungspraktikum im Fach Deutsch
Nur fuer Studierende, die eine Abschlussarbeit schreiben.
Modulbeauftragte: Prof. Dr. Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-Abschlusskolloquium Masterkolloquium M.Ed.

Colloquium

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 SFG 2080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 16.08.17 14:30 - 16:00 GW2 B2890

Die Veranstaltung setzt die Vorbereitung der empirischen Untersuchungen im Forschungsbezogenen Schulpraktikum fort und bietet vielfältige Gelegenheit, eigene Überlegungen rund um die Erstellung der Masterthesis zu eruieren.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Stefan Schallenberger

IVA Literaturgeschichte 2: Gattungen, Formen, Schreibweisen (ältere [AL] und neuere [NL] Literatur) Pflichtmodul H, HGy ECTS: 7

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de, (fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich vstollberg@uni-bremen.de)

Das Modul Literaturgeschichte 2 vertieft die exemplarische Einfuehrung in die Geschichte der deutschen Literatur und die Probleme der Literaturgeschichtsschreibung aus dem Modul IID, indem es einzelne Gattungen, Formen, Schreibweisen und Aehnliches paradigmatisch behandelt. (Nachfolgemodul in der neuen Studienstruktur: A 4).
Aus dem Angebot sind mindestens zwei Veranstaltungen so zu waehlen, dass jeweils mindestens eine aus dem Bereich der aelteren [AL] und eine aus dem Bereich der neueren [NL] Literatur stammt.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-A4-01 Tiere in mittelalterlicher Literatur [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-4-A4-02 Heldendichtung [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 SFG 2060 (2 SWS)

Heldendichtung erzählt die großen Taten herausragender Krieger wie Achill, Roland, Siegfried und Dietrich von Bern. Diese bewähren sich in Schicksalsstunden ihrer Gemeinschaft, stehen aber auch für Gewaltexzesse, Machtgier, Ehrsucht, Racheverlangen und das Leid, das sie anderen verursachen. Das Seminar behandelt neben Helden- und Genderkonzeptionen auch die Gewaltthematik, Herrschaftskonzeptionen, Emotionszuschreibungen, Erzählweisen und Gattungsaspekte. Im Mittelpunkt stehen das altfranzösische 'Rolandslied' und das mittelhochdeutsche 'Nibelungenlied', aber auch die 'Ilias' und weitere Texte der Roland-, Nibelungen- und Dietrichsage werden behandelt.

Textgrundlage (bitte anschaffen):
Das altfranzösische Rolandslied. Altfranzösisch/Neuhochdeutsch. Hg., übers. und komm. von Wolf Steinsieck (Reclam, 12.80 Euro)
Das Nibelungenlied. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch, hg., übers. und komm. von Siegfried Grosse und Ursula Schulze (Reclam, 16.80 Euro), oder: Das Nibelungenlied. Mhd. Text und Übersetzung, hg., übers. und komm. von Joachim Heinzle (Deutscher Klassikerverlag im Taschenbuch, 28 Euro) - Achtung, es ist unbedingt eine Ausgabe des Nibelungenliedes mit dem mittelhochdeutschen Text der Fassung B (St. Gallener Handschrift) erforderlich!!

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-4-A4-03 Heilige Kriege in der Literatur des Mittelalters [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)
Dr. Esther Vollmer-Eicken (LB)
10-79-4-A4-04 Geschichte und Zeitgeschichte in der Literatur der 1950er Jahre [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:15 - 15:45 SH D1020 (2 SWS)

Der öffentliche Diskurs der Adenauerära ist durch eine recht geringe Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit und der Zeitgeschichte charakterisiert, ganz anders verhält es sich in der Literatur. Die literarischen Texte der 1950er Jahre setzten sich intensiv und kritisch mit Geschichte und Zeitgeschichte auseinander. Die Themen, die Darstellungsweisen und die Tendenzen dieser Auseinandersetzung sollen im Mittelpunkt der Seminararbeit stehen. Es sollen Texte diskutiert werden, die im Kontext der Bundesrepublik sowie der DDR entstanden sind. Für die Literatur beider deutscher Staaten bildet die Aufarbeitung des Nationalsozialismus ein wesentliches Thema, sie folgt in beiden Staaten allerdings verschiedenen Prämissen. Auch die Positionierung zur Zeitgeschichte wird in beiden Staaten vor dem Hintergrund der Geschichte diskutiert. Die Herausforderungen bilden einerseits die politischen Entwicklungen der Staaten im Hinblick auf historische Brüche oder Kontinuitäten, die wirtschaftliche Lage sowie die spezifische Einbindung in die beiden Blöcke. Die Themen der atomaren Kriegsgefahr und der Wiederbewaffnung nehmen in diesem Bereich eine wesentliche Position ein.
Die neuere Forschung (Matthias Lorenz Hg.) diskutiert außerdem einen Bruch, der sich um das Jahr 1959 ereignet hat, einerseits habe die Literatur neue Formen hervorgebracht, andererseits hat die Gesellschaft sich in Richtung auf eine Modernisierung orientiert und schließlich haben sich in diesem Jahr nationalsozialistische Tendenzen wieder breiteren Raum verschaffen können. Diese Aspekte sollen neben der Frage nach der Auseinandersetzung mit Geschichte und Zeitgeschichte die Fragestellung des Seminars mitbestimmen.

Es sollen Romane und Erzählungen von Arno Schmidt: Leviathan und Das steinerne Herz, von Wolfgang Koeppen: Tod in Rom, von Günter Grass: Die Blechtrommel, von Uwe Johnson: Mutmaßungen über Jakob, das Theaterstück Der Lohndrücker von Heiner Müller und Lyrik von Johannes Bobrowski und anderen in Auszügen diskutiert werden.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-4-A4-05 Literatur der Bohème [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS)
Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-4-A4-06 Uwe Johnson [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Dieses Seminar im Modul A4 (Literaturgeschichte) bzw. IVA (Literaturgeschichte II – im alten Master of Education) beschäftigt sich mit Erzähltexten Uwe Johnsons, eines der bedeutendsten und interessantesten Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur, nicht zuletzt wegen seiner deutsch-deutschen Biographie. Und so reizvoll es wäre, Johnsons bedeutendsten Roman - die vierbändigen "Jahrestage" (1970 - 1983) - zum Seminargegenstand zu machen, bietet sich das des riesigen Umfangs des Romans wegen wohl doch nicht an.

Die drei übrigen (deutlich kürzeren) Romane Johnsons sind also die Untersuchungsgegenstände des Seminars - die somit analysiert, kontextualisiert und interpretiert werden sollen -, also "Mutmaßungen über Jakob", "Das dritte Buch über Achim" und die (erst spät veröffentlichte, aber noch vor den "Mutmaßungen" geschriebene) "Ingrid Babendererde". Ergänzt wird das um einige kleinere Erzähltexte aus "Karsch, und andere Prosa" sowie "Heute neuzig Jahr". Das detaillierte Seminarprogramm gebe ich im Laufe der Semesterferien bis spätestens Mitte März bekannt.

Alle zu lesenden Texte Johnsons sind in neuen, zum Teil auch recht preisgünstigen Ausgaben im Buchhandel, in Antiquariaten und natürlich in der SuUB erhältlich. Es bietet sich an, mindestens einen der Romane bereits vor Veranstaltungsbeginn gelesen zu haben.

Das Modul A4 schließt mit einer (großen) Hausarbeit ab. Das Modul IVA lässt die Hausarbeit, die mündliche Prüfung und die Klausur als mögliche Prüfungsformen zu. Als Standardfall lege ich also die Hausarbeit als Prüfungsform fest. Mündliche Prüfungen (im Modul IVA) sind gleichwohl ebenfalls möglich, die Klausur schließe ich als Prüfungsform allerdings aus.

Dr. Uwe Spörl
10-79-4-A4-07 Annette von Droste-Hülshoff: Lyrik und Versepik [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 SFG 1030 (2 SWS)

Das Seminar wird einen Blick auf das lyrische und versepische Werk einer der bekanntesten deutschsprachigen Autorinnen des 19. Jahrhunderts werfen. Annette von Droste-Hülshoffs Gedichte entstehen in einer äußerst dynamischen Zeit, die von Umordnungen aller Art gekennzeichnet ist; deren literaturhistorische Einordnung allerdings nach wie vor umstritten ist. Das lässt sich auch Drostes Texten ablesen, die romantische Traditionsbestände ebenso fortschreiben, wie sie auf neue Realitäten reagieren – indem sie etwa Erkenntnisse der Naturwissenschaften aufgreifen, Zugriffsweisen auf Geschichte diskutieren oder über Bedingungen weiblichen Schreibens nachdenken. Im Seminar werden wir Themenbereichen dieser Art an exemplarischen Beispielen nachgehen. Dabei gilt es nicht nur, die formalen Bedingungen lyrischer Texte zu erschließen, sondern auch die vielfältigen Verflechtungen in den Blick zu nehmen, die Drostes Gedichte mit den Diskursen ihrer Zeit unterhalten.

Ein Seminarplan sowie Materialien zum Seminar sind ab April online verfügbar (Stud.IP). Anzuschaffen: Annette von Droste-Hülshoff: Gedichte (Reclam, 2003). Eine Modulprüfung kann in Form einer großen Hausarbeit abgelegt werden.

Dr. Christian Schmitt (LB)
10-79-4-A4-08 Den Krieg erzählen. Historizität und Aktualität in Alfred Döblins Wallenstein-Roman [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. SH D1020 (2 SWS)

Der historische Roman ‚Wallenstein‘ entstand während Alfred Döblins Einsatz als Lazarettarzt in
Lothringen zwischen 1916 und 1919. Diese biographische Notiz wirft die Frage auf, ob dieser
Roman über den Dreißigjährigen Krieg nicht auch als Roman über den Ersten Weltkrieg oder
sogar über den (modernen) Krieg im Allgemeinen zu lesen ist. Der Text selbst bietet jedenfalls
ein reiches Repertoire historischer Gestalten und Situationen, über die er aber durchaus sehr frei,
d.h. nicht immer den Quellen folgend verfügt. Dabei lässt sich der ‚Wallenstein‘ gerade wegen
seiner sprachlich-stilistischen und strukturellen Besonderheiten auch als Auseinandersetzung mit
den grundsätzlichen Möglichkeiten des historischen Erzählens lesen.

Im Zentrum dieses Seminars soll der Versuch stehen, Deutungsperspektiven für diesen
komplizierten, sperrigen und zugleich doch auch faszinierenden Roman der klassischen Moderne
zu entwickeln. Es besteht aus einer Reihe von Erkundungsgängen durch den Text, anhand derer
die Teilnehmer ihre literaturgeschichtlichen und methodologischen Kenntnisse erproben und
vertiefen sollen.

Die Modulprüfung kann in Form einer schriftlichen Hausarbeit (ca. 20 Seiten) abgelegt werden.

Als Textgrundlage wird die Anschaffung der folgenden Ausgabe des ‚Wallenstein‘ nahegelegt:
Alfred Döblin: Wallenstein (Fischer Klassik)

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-4-A4-09 Die neue Innerlichkeit: Westdeutsche Literatur der 1970er Jahre [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SH D1020 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 3 (2 SWS)

Im Anschluss an die politisch engagierte, in ihrem Duktus explizit gesellschaftkritische Literatur der 60er Jahre kommt es im nächsten Jahrzehnt zu einer Kehrtwende in der Intentionalität und Schreibweise vieler Autoren. Anstelle der unmittelbar auf gesellschaftliche Veränderung hinwirkenden Programmatik tritt nun das Interesse an der subjektiven Lebenswirklichkeit, der eigenen Geschichte und dem Alltagsleben der Autoren. Vor diesem Hintergrund versteht sich der literaturgeschichtliche Terminus Neue Innerlichkeit oder auch Neue Subjektivität (Marcel Reich-Ranicki). Der damit bezeichnete Rückzug ins Private ist dabei keineswegs nur oberflächlicher Reflex auf die zuvor noch von linken Studentenkreisen geforderte totale Vergesellschaftung privater Befindlichkeiten und Interessen. Es geht nun vielmehr darum, die Literatur zu öffnen für subjektive Schreibweisen, die, wie bei Nicolas Born, Peter Schneider oder Bernward Vesper, in der Nachfolge der Studentenrevolte individuelle Entwicklungen aber auch Fehlentwicklungen vor dem Hintergrund der eigenen sozialen Herkunft thematisieren. Dabei stehen die Auseinandersetzung mit den autoritären Erziehungsprogrammen der vergangenen Jahrzehnte, die Distanzierung von Müttern und Vätern, die durch ihre Rolle als Mitläufer im „Dritten Reich“ belastet waren sowie das Scheitern von ersten Beziehungen und Lebenspartnerschaften im Vordergrund. Hinzu kommen Themen wie die Veränderung der Geschlechterrollen verbunden mit der Entdeckung einer neuen weiblichen Identität, etwa bei Karin Struck und die Entdeckung einer durch industrielle Technik bedrohten Umwelt.
Im Seminar wollen wir uns anhand ausgewählter Texte mit wichtigen Vertretern dieser Schreibweise vertraut machen. Ein Seminarplan + Literaturliste wird zu Beginn des Kurses bekannt gegeben.

Dr. André Steiner (LB)
10-79-4-A4-10 Literarischer Primitivismus [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW1 B0080 (2 SWS)

Während der klassischen Moderne richtet sich in Europa „das Primitive“ als eine Denkfigur ein, die gleichermaßen in Literatur und bildender Kunst sowie in den noch jungen Disziplinen Ethnologie und Psychoanalyse Wirkung zeigt. Das Fremde gerinnt in dieser Denkfigur zum schlechthin Anderen der Moderne: Die Völker des subsaharischen Afrikas etwa gelten als „Naturvölker“ und mithin als Antipoden europäischer „Kultur“. Die primitivistische Geisteshaltung begreift das evolutionäre Entwicklungsstadium fremder Stammesgesellschaften als den Urzustand moderner, zivilisierter Gesellschaften. Dieser rückwärtigen Projektion eines vermeintlichen Naturzustands auf fremdkulturelle Zeitgenossen laufen gewisse literarische Texte entgegen, die den Primitivismus ironisch-kritisch verkehren, indem sie die eigene Kultur als eine primitive in Szene setzen.
Das Seminar widmet sich dem literarischen Primitivismus sowohl in seiner klassischen als auch in seiner invertierten Form und beleuchtet die Verstrickungen dieser künstlerischen Haltung in Kolonialismus und Rassismus. Diskutiert werden Texte u.a. von Peter Altenberg, Robert Müller, Robert Musil, Franz Kafka und Claire Goll. Die literarischen Texte werden rückgebunden an theoretische Diskurse der Zeit (z.B. Sigmund Freud, Lucien Lévy-Bruhl).

Björn Bertrams, M.A. (LB)
10-79-4-A4-11 Deutsch-jüdische Literaturgeschichte [NL]

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.04.17 16:00 - 20:00 GW2 B3850
Fr 28.04.17 16:00 - 20:00 GW2 B3850
Sa 29.04.17 10:00 - 14:00 GW2 B2900
Fr 19.05.17 16:00 - 20:00 GW2 B3850
Sa 20.05.17 10:00 - 14:00 GW2 B2900
Fr 23.06.17 16:00 - 20:00 GW2 B3850
Sa 24.06.17 10:00 - 14:00 GW2 B3850

Die deutsch-jüdische Literaturgeschichte bis 1933 war geprägt von Annäherung und Abgrenzung, Assimilation und Ausgrenzung, ein Spiegel der Vorgeschichte der Vernichtung. Die Shoah schließlich brachte diese fragile deutsch-jüdische Literatur vollends zum Verstummen. Die Arbeiten deutsch-jüdischer AutorInnen der Nachkriegszeit setzen sich mit diesem Verstummen auseinander, reflektieren über das Unsagbare und die Sprache, die "hindurchgehen (musste) durch ihre eigenen Antwortlosigkeiten" (Paul Celan). Erst in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich eine junge Generation deutsch-jüdischer AutorInnen auf neue Weise mit der eigenen jüdischen Identität beschäftigt, jedoch auch nicht, ohne den Blick von der Gegenwart auf die Verganenheit zu richten.
Das Seminar wird in mehreren Schritten die deutsch-jüdische Literatur des 20. Jahrhunderts in den Blick nehmen. Anhand von Texten von Theodor Herzl, Franz Kafka, Nelly Sachs und Hannah Arendt wird es zunächst um das Judentum zwischen Ausgrenzung, Assimilation und Zionismus gehen, um die Zeit bis zur Zäsur 1933, mit Schwerpunkt auf den Motiven "tmenschen und Wandernde ". In einem zweiten thematischen Block werden literarische Auseinandersetzungen mit der Shoah von Ilse Aichinger, Hubert Fichte, Edgar Hilsenrath, Peter Weiss und Jean Amery in den Blick genommen. Texte von Paul Celan, Ruth Klüger, Theodor W. Adorno und Ilse Aichinger reflektieren über das Nachleben der Shoah und deren Auswirkungen auf das Schreiben. Zuletzt wird anhand von Texten von Tomer Gardi, Maxim Biller und Barbara Honigmann auf jüdische Identität in der Gegenwart geblickt. Von hier aus sollen auch Seitenblicke auf andere kulturelle Felder geworfen werden

Dr. Jonas Engelmann (LB)
10-M79-II1a-1 Literatur und Geschichtswissen: Alexander der Große im Roman des 13. Jahrhunderts
Die Veranstaltung entfällt!

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 (2 SWS) Die Veranstaltung entfällt!

Geschichtswissen wird nicht-lateinkundigen Rezipienten des Mittelalters auch, ja überwiegend in Romanen vermittelt; das gilt vor allem für die antike Geschichte. Dabei geht es nicht in erster Linie um Daten und Fakten, sondern um die exemplarisch-didaktische Funktion der Geschichte in ihrem Bezug auf die Heilsgeschichte. Das Verhältnis von Geschichte und Erzählen soll am Beispiel mittelhochdeutscher Alexanderromane analysiert werden. Alexander der Große galt dem Mittelalter ja nicht nur als der Makedonenkönig und Welteroberer, den zahlreiche (historiographische) Quellen schildern, sondern auch als (mehr oder weniger) vorbildlicher Krieger, Heerführer und Herrscher, als Begründer des dritten Weltreichs und Werkzeug Gottes in der Heilsgeschichte, als Orientreisender, als Exempelfigur für Hybris und Vergänglichkeit.
Im Zentrum des Seminars steht, bezogen auf aktuelle Forschungsvorhaben, der unvollendete ‚Alexander‘ des spätstaufischen Erzählers Rudolf von Ems. Einbezogen werden auch Auszüge anderer Alexanderromane des 13. Jahrhunderts.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis März über StudIP bereitgestellt.
Textgrundlage: http://titus.uni-frankfurt.de/texte/etcs/germ/mhd/a_rudolf/a_rud.htm.

Studienleistung (obligatorisch für alle): regelmäßig und aktive Mitarbeit; Sitzungsmitgestaltung

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des jeweiligen Moduls):
MA II1a: große Hausarbeit (in einem der drei Module der Spezialisierungsphase des Master Germanistik mündliche Prüfung möglich)
in anderen Fällen: nach Absprache/Modulbeschreibung

Prof. Dr. Elisabeth Lienert

Ansprechpartner für die Inhalte des Veranstaltungsverzeichnisses

Alte Vorlesungsverzeichnisse (bis Sommersemester 2012)