Lehrveranstaltungen WiSe 2017/2018

Germanistik Fachwissenschaften/Fachdidaktik, M.Ed.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

Master of Education (M.Ed.) mit dem Unterrichtsfach Deutsch (alle Varianten)

Voranmeldungen zu den Lehrveranstaltungen verpflichtend!

Studierende des Faches Germanistik/Deutsch/Deutsch als Zweitsprache muessen sich zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen verbindlich und rechtzeitig voranmelden!

Dies gilt grundsaetzlich fuer alle Studierenden (fuer Studierende im ersten Semester bis Freitag vor Vorlesungsbeginn).
Dies gilt grundsaetzlich fuer alle Studierenden (fuer Studierende im ersten Semester bis Freitag vor Vorlesungsbeginn).
Es wird also eine Voranmeldung fuer Lehrveranstaltungen in sämtlichen Studiengaengen (Bachelor, Master und Master of Education) erwartet.

Diese Anmeldung geschieht ueber Stud.IP!

Sie tragen sich fuer die gewaehlte Veranstaltung ein. Angemeldet und in die Veranstaltung aufgenommen sind Sie aber erst dann, wenn Sie von der/dem Lehrenden auf demselben Weg eine Bestaetigung erhalten haben. Die Veranstaltungen fuer das jeweils folgende Wintersemester werden am 30. Juli, die fuer das nachfolgende Sommersemester am 30. Dezember in Stud.IP freigeschaltet.

Anmeldefristen

fuer Veranstaltungen im Sommersemester: 15. Maerz
fuer Veranstaltungen im Wintersemester: 15. September
fuer Veranstaltungen im ersten (Winter-) Semester: Freitag vor Vorlesungsbeginn

Erlaeuterungen

Dieses Voranmeldeverfahren dient der Orientierung der Lehrenden wie der Studierenden gleichermassen – insbesondere durch fruehzeitige Klaerung der Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen.
Die Studierenden sollen nach Moeglichkeit an der von Ihnen gewuenschten Veranstaltung teilnehmen koennen. In Ausnahmefaellen kann es allerdings notwendig werden, auf eine andere Veranstaltung auszuweichen, fuer die dann (nach der Anmeldefrist) noch weitere Studierende aufgenommen werden. Achten Sie bitte auf entsprechende „News“ oder Hinweise.
Sonderregelung: Bestimmte Veranstaltungen sind jedoch aus technischen oder organisatorischen Gruenden in der Teilnehmerzahl begrenzt. Dies wird in der Veranstaltungsankuendigung bzw. in Stud.IP auch so erlaeutert – fuer gewoehnlich in Verbindung mit der Nennung eines Auswahlkriteriums.


Anmeldeverfahren fuer Erasmus-Studierende:

Studierende, die im Rahmen des Erasmus-Programms Veranstaltungen aus dem Studiengang Germanistik/Deutsch besuchen moechten, muessen sich zu den jeweiligen Lehrveranstaltungen bei den zustaendigen Dozenten per Mail anmelden. Die Mailadressen finden sich hier:
http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/personal/default.aspx
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
xxx

Kurs
N. N.

Master of Education (M.Ed.) 2.0

Masterstudiengänge "Lehramt an Gymnasien und Oberschulen" (im Anschluss an die Lehramtsoption im BA 2.0 Germanistik/Deutsch) sowie "Lehramt an Grundschulen" bzw. "Lehrämter inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik und Grundschule" (im Anschluss an den BA Bildungswissenschaften im Primar- und Elementarbereich)

Vgl. die entsprechenden Studienverlaufspläne unter
http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/med2/verlauf.aspx

FD3 Planung und Reflexion schulischer Praxis im Fach Deutsch Pflichtmodul Gy/OS ECTS: 3

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-FD3-1 Planung und Analyse von Deutschunterricht (a)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 09.02.18 14:00 - 16:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
Fr 02.03.18 14:00 - 17:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
Fr 09.03.18 14:00 - 18:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.

10-M79-FD3-1 Planung und Analyse von Deutschunterricht (a):

· Freitag 9.2.2018 14.00h-16.00h

· Freitag 2.3.2018 14.00-17.00h

· Freitag 9.3.2018 14.00h-18.00h

Die Veranstaltung für ca. 15 TeilnehmerInnen findet wie angegeben in Blöcken nach der Vorlesungszeit des Wintersemesters statt. Sie wird im Sommersemester als Begleitveranstaltung zum Praxissemester (2 SWS) montags 16-18 (zweiwöchentlich; gerade KW'en) fortgesetzt. Die VeranstalterInnen aller fünf gleichartigen Veranstaltungen im Modul FD3 behalten sich die gleichmäßige Verteilung aller angemeldeten TeilnehmerInnen zur Erzielung gleicher Gruppengrößen vor - - die Zulassung zu den Veranstaltungen findet Ende des Kalenderjahres statt.

Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD3-2 Planung und Analyse von Deutschunterricht (b)

Seminar

Einzeltermine:
Mo 12.02.18 16:00 - 18:00 GW2 B3770
Mo 05.03.18 16:00 - 19:00 GW2 B3770
Mo 12.03.18 16:00 - 20:00 GW2 B3770

10-M79-FD3-2 Planung und Analyse von Deutschunterricht (b):

· Montag 12.2.2018 16.00h-18.00h

· Montag 5.3.2018 16.00-19.00h

· Montag 12.3.2018 16.00h-20.00h

Die Veranstaltung für ca. 15 TeilnehmerInnen findet wie angegeben in Blöcken nach der Vorlesungszeit des Wintersemesters statt. Sie wird im Sommersemester als Begleitveranstaltung zum Praxissemester (2 SWS) montags 16-18 (zweiwöchentlich; ungerade KW'en) fortgesetzt. Die VeranstalterInnen aller fünf gleichartigen Veranstaltungen im Modul FD3 behalten sich die gleichmäßige Verteilung aller angemeldeten TeilnehmerInnen zur Erzielung gleicher Gruppengrößen vor - die Zulassung zu den Veranstaltungen findet Ende des Kalenderjahres statt.

Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD3-3 Planung und Analyse von Deutschunterricht (c)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 09.02.18 14:00 - 16:00 GW2 B3770
Fr 02.03.18 14:00 - 17:00 GW2 B1216
Fr 16.03.18 14:00 - 18:00 GW2 B3770

Die Veranstaltung für ca. 15 TeilnehmerInnen findet wie angegeben in Blöcken nach der Vorlesungszeit des Wintersemesters statt. Sie wird im Sommersemester als Begleitveranstaltung zum Praxissemester (2 SWS) montags 16-18 (zweiwöchentlich; ungerade KW'en) fortgesetzt. Die VeranstalterInnen aller fünf gleichartigen Veranstaltungen im Modul FD3 behalten sich die gleichmäßige Verteilung aller angemeldeten TeilnehmerInnen zur Erzielung gleicher Gruppengrößen vor - - die Zulassung zu den Veranstaltungen findet Ende des Kalenderjahres statt.

Dr. Bettina Noack
10-M79-FD3-4 Planung und Analyse von Deutschunterricht (d)

Seminar

Findet zum Semesterende statt. Genaue Termine werden Ende des Jahres bekanntgegeben.

Berthold Seidel ([LIS, LB])
10-M79-FD3-5 Planung und Analyse von Deutschunterricht (e)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 16.02.18 14:00 - 16:00
Fr 23.02.18 13:30 - 17:00
Fr 09.03.18 14:00 - 18:00

Die Veranstaltungen finden alle im Landesinstitut für Schule, Am Weidedamm 20, 28215 Bremen statt.

Die Veranstaltung für max. 15 TeilnehmerInnen findet wie angegeben in Blöcken nach der Vorlesungszeit des Wintersemesters statt. Sie wird im Sommersemester als Begleitveranstaltung zum Praxissemester (2 SWS) freitags 14-17 bzw. 14-16 Uhr (zweiwöchentlich; gerade KW'en) fortgesetzt. Die VeranstalterInnen aller fünf gleichartigen Veranstaltungen im Modul FD3 behalten sich die gleichmäßige Verteilung aller angemeldeten TeilnehmerInnen zur Erzielung gleicher Gruppengrößen vor. Die Zulassung zu den Veranstaltungen findet Ende des Kalenderjahres statt.

Ruth Beckmann (LB (LIS))

FD4 Ausbaukompetenzen der Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik Pflichtmodul Gy/OS ECTS: 9

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-FD4-1 Analysieren, produzieren, rezipieren: ''Rhetorik' als Thema im Deutschunterricht [Sprachdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B1216 (2 SWS) Seminar
Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD4-2 Texte schreiben: Schreibdidaktische Grundlagen [Sprachdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 11:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS) Seminar

ACHTUNG: Das Seminar findet nur in der ersten Semesterhälfte statt!
Die Fähigkeit, Texte zu verfassen, ist über den Deutschunterricht hinaus von zentraler Bedeutung, schließlich stellen Texte eine wichtige Basis der Informationsweitergabe, Wissensvermittlung und Wissensüberprüfung dar. Im Deutschunterricht sind die Fokussierung und der Erwerb von Schreibkompetenz in besonderer Weise als eigener Kompetenzbereich verortet. Das Seminar führt in die Grundlagen schreibdidaktischer Konzeptionen ein, wobei vor allem Ansätze der Schreibprozessorientierung und der Schreibförderung sowie der Analyse von Schülertexten fokussiert werden. Es wird der Bezug zur Praxis gesucht, indem Schreibarrangements entwickelt, diskutiert und in der Schule erprobt werden, und die dadurch entstandenen Schreibprodukte ausgewertet und kommentiert werden.
Die Thematik wird in der zweiten Semesterhälfte durch das Seminar „Texte schreiben: DaZ und DaF (Projektseminar, Schwerpunkt Sek I/II)“ vertieft, das dem Wahlpflichtmodul D1 und dem General Studies-Angebot angehört. Für Studierende, die beide Seminare belegen, ergibt sich im Anschluss die Möglichkeit einer vergüteten Tätigkeit als Schreibförderlehrkraft an einer Bremer Oberstufe.

Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx
Marie-Christin Reichert
10-M79-FD4-3 Graphic Novels im Deutschunterricht
Achtung: Veranstaltungsbeginn am 01.11.17

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 SFG 2080 (2 SWS) Seminar
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-M79-FD4-4 Zwischen Törleß, Dr. Mantelsack und Columbine - die Schule als Thema in der Literatur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS) Seminar

Zwischen Törleß, Dr. Mantelsack und Columbine - die Schule als Thema in der Literatur

Beschreibung:
Thomas Mann, Robert Musil und Hermann Hesse ließen ihre Erfahrungen mit der Institution Schule in ihre Literatur einfließen. Darin gerät die Lateinstunde bei Dr. Mantelsack zum Martyrium für Hanno Buddenbrook, bei Musil vergehen sich drei Schüler an einem Schwächeren und die Lehrer bekommen davon nichts mit. Der Protagonist bei Hermann Hesse, Hans Giebenrath, bringt sich (wahrscheinlich) am Ende um.
Auch in den anderen Texten schafft der Sozialraum Schule den Rahmen für die Handlungen. Wir sehen auch Veränderungen im Laufe der Zeit: Das Autoritäre rückt in den Hintergrund, die einseitige Pädagogik verschwindet aus dem Fokus, um gesellschaftlichen Veränderungen Platz zu machen, die sich stärker in der Schule ausbreiten.
Im Rahmen des Seminars werden wir die vorliegenden literarischen Beispiele inhaltlich diskutieren, um ihre fachlichen Kenntnisse zu erweitern. Welche Erfahrungen machen die Jugendlichen in der Schule? Wie nehmen die Lehrer die Schüler wahr und umgekehrt? Welches Bild von Schule wird im jeweiligen Beispiel skizziert? Wie prägt(e) die Schule die Jugendlichen?
Diese dienen als Grundlage für die weitere didaktische und methodische Auseinandersetzung, in der wir die Möglichkeiten des jeweiligen Werks für den Unterricht ausloten.
Sie erhalten bereits im Unterricht erprobte Materialien, gemeinsam erstellen wir eigene Arbeitsblätter, Tafelbilder oder Klassenarbeiten für den möglichen Unterrichtseinsatz.
An einem Beispiel erproben wir schließlich eine modellhafte Unterrichtsstunde.

Literatur Obligatorisch:
Die Ausgabe „Schule in der Literatur“ der Fachzeitschrift „Der Deutschunterricht“ (01/2014), siehe: http://www.friedrich-verlag.de/shop/schule-in-der-literatur (09.06.2017)
Für die Fachdidaktik und Methodik:
Gisela Beste (Hrsg.): Deutsch-Methodik. Handbuch für die Sekundarstufe I und II, 5., überarbeitete Aufl., Berlin 2015.
Michael Kämper-van den Boogaart (Hrsg): Deutsch-Didaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II, 6., überarbeitete Aufl., Berlin 2014.
Matthis Kepser, Ulf Abraham: Literaturdidaktik – Eine Einführung, 4., völlig neu bearbeitete und erw. Aufl., Berlin 2016.

Textgrundlagen
Thomas Mann: Die Buddenbrooks (Auszug Lateinstunde, via StudIP)
Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß (Auszug via StudIP, Hörspiel)
Hermann Hesse: Unterm Rad
Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott (Lektüre und Hörspiel)
Janne Teller: Nichts
Stefani Kampmann/Morton Rhue: Die Welle (Graphic Novel, in Auszügen via StudIP, da der Verlag hat nur eine Auflage herausgebracht hat, sind die Kaufmöglichkeiten sehr rar, es lohnt sich aber!)
Thomas Wolfertz/WDR: Hass, mehr Hass - die Geschichte von Eric und Dylan (Hörspiel)

Fabian Sauer (LB)
10-M79-FD4-5 Journalistische Presse im kompetenzorientierten Deutschunterricht [Medienprojektseminar]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 17:00 GW2 B2880 (4 SWS) Seminar
Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD4-6 Medienprojektseminar: Western. Vom Drehbuch zum Film

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 17:00 IW3 0200 IW3 0210 (4 SWS) Seminar

Western. Vom Drehbuch zum Film

Der Western ist ein filmgeschichtlich bedeutsames Genre, das eng schon mit den Ursprüngen des Kinos zusammenhängt. Die Eroberung und Besiedlung des Westens der USA ist in ihrer filmischen Form zu einem Mythos geworden. Entsprechend weisen Westernfilme eine „einfache Form“ (André Jolles) auf, die Autoren des Kinos wie John Ford, Sergio Leone und Clint Eastwood genutzt haben, um sie zu variieren und damit teilweise sehr philosophisch das Hauptthema des Genres zu verhandeln: Die Einführung des Gesetzes an den Anfängen der Zivilisation (André Bazin).

Für den Deutschunterricht ist der Western ein interessantes Thema, weil er mit dem Verhältnis von Moral und Gesetz „Grundmuster menschlicher Erfahrung“ (Sabine Pfäfflin) und damit ein universelles Thema verhandelt. Einige der bedeutendsten Werke der Filmgeschichte sind Western. Auch wenn sie teilweise schon über 60 oder 70 Jahre alt sind, sind sie immer noch spannend und sprechen gerade Jungen an. Sie eignen sich deshalb als Gegenstände, an denen im Unterricht Filmgeschichte vermittelt, aber auch Heldenbilder und Geschlechterrollen diskutiert werden können.

Der Western mit seinen deutlichen Genreeigenschaften und der einfachen Form soll im Seminar als Ausgangspunkt für Übungen zum Drehbuchschreiben dienen. Die Kategorien, die fürs Drehbuchschreiben relevant sind, ermöglichen wiederum einen analytischen Blick auf die Filme, der von den üblichen filmanalytischen Kategorien abweicht, sie dabei aber sinnvoll ergänzt. Außerdem sollen Shooting Scripts als weitere Vorstufen zum Film angefertigt werden. Im Seminar wird außerdem filmgeschichtliches Wissen zum Western-Genre vermittelt und es werden exemplarisch Filme analysiert.


Literatur:
Bert Rebhandl (2007): Western. Genre und Geschichte. Wien: Paul Zsolnay Verlag.
Blake Snyder (2015): Rettet die Katze. Das ultimative Buch über das Drehbuchschreiben. Berlin: Autorenhaus Verlag.

Dr. Bettina Noack

Masterabschlussmodul (Fachdidaktik Deutsch) Pflichtmodul / Abschlussmodul 21 CP

Das Modul besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 1 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-SFP-1 Masterkolloquium Schulbezogenes Forschungspraktikum

Colloquium

Termine:
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 GW2 B1170 (2 SWS) Colloquium

Die Veranstaltung dient der regelmäßigen Begleitung beim Erstellen der Masterthesis in der Fachdidaktik Deutsch und macht mit grundlegenden Forschungsdesigns und –methoden vertraut. Je eigene Problemstellungen können, angefangen bei der Generierung eines Forschungsthemas und erster Forschungsfragen, diskutiert werden.

Empfohlene Literatur zur Empirie:

Kepser, Matthis/ Abraham, Ulf (2016): Literaturdidaktik Deutsch. Eine Einführung. 4. völlig neu bearb. u. erw. Aufl. Berlin: Erich Schmidt.

Boelmann, Jan (Hg.) (2016): Empirische Erhebungs- und Auswertungsverfahren in der deutschdidaktischen Forschung. Baltmannsweiler: Schneider.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Stefan Schallenberger

A3 Literaturtheorie und literaturwissenschaftliche Methodologie 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Das Modul Literaturtheorie und literaturwissenschaftliche Methodologie findet regelmaessig im Wintersemester statt. Es fuehrt anhand von exemplarischen Gegenstaenden und Themen in die genannten Stoffgebiete ein. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von mindestens 4 SWS auszuwaehlen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-A3-01 Gender und Sprache [Mediävistik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 MZH 1460 (2 SWS) Seminar
Dr. Jana Jürgs
10-79-3-A3-02 Narratologie
Narratology

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar

Dieses Seminar beschäftigt sich mit dem nach wie vor wohl lebendigsten Forschungsfeld der theoretischen Literaturwissenschaft, der Erzähltheorie oder Narratologie. Es setzt somit fort, was der Einführungskurs mit seiner Einführung in die Erzähltextanalyse begonnen hat, intensiviert dies aber in zwei Hinsichten: Zum einen werden anhand von Textbeispielen (bei gegebener Nachfrage von Studierenden aus dem Grundschullehramt auch solche aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteratur) die Analyseinstrumentarien und Begrifflichkeiten der Narratologie intensiv eingeübt und überprüft, zum anderen werden auch aktuelle theoretische Fragen der Erzähltheorie erörtert.
Textgrundlage des Seminars ist zum einen die umfassende Einführung von Tilmann Köppe und Tom Kindt: Erzähltheorie. Eine Einführung. Stuttgart (Reclams UB 17683) 2014, die ggf. um weitere Einführungstexte ergänzt wird – etwa die Online-Einführung in die Narratologie von Fotis Jannidis, Katrin Dennerlein und mir, die im Rahmen des Projekts LiGo im WWW zur Verfügung steht (http://www.li-go.de) –,
zum anderen einige kürzere literarische Erzähltexte (bzw. Ausschnitte aus längeren Erzähltexten), die ich auch mit Blick auf die Teilnehmerschaft des Seminars im Juli und August auswählen werde.
Einen konkreten Plan für dieses Seminar finden Sie ab spätestens Ende September in Stud.IP.
Im Modul A3 („neue Studienstruktur“) ist es möglich, durch eine mündliche Prüfung zu diesem Seminar das Modul abzuschließen.
Im Modul IIIC („alte Studienstruktur“) ist es möglich, durch eine Hausarbeit oder eine mündliche Prüfung zu diesem Seminar das Modul abzuschließen. Die (theoretisch mögliche) Prüfungsform Klausur wird nicht angeboten.

Dr. Uwe Spörl
10-79-3-A3-03 Materialität der Literatur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW1 A1260 (2 SWS) Seminar

Die meisten Texte, mit denen wir arbeiten, stehen uns heute digital zur Verfügung – sie sind leicht durchsuchbar, in unterschiedlichen Schriften darstellbar und überall permanent verfügbar. Im Seminar soll Gegenteiliges in den Blick genommen werden: Die Materialität von Literatur, also die Tatsache, dass Texte ihrer materiellen, historischen Gestalt nach gerade nicht leicht durchsuchbar, nicht in unterschiedlichen Schriften darstellbar und nicht überall permanent verfügbar sind. Begegnet Literatur uns doch – schon im Stadium des Manuskriptes – in der Regel als Schrift auf Papier; später dann am häufigsten eingebunden in das Artefakt Buch, das ein spezifisches Format hat, eine spezifische Typographie, vielleicht an ganz spezifischen Positionen ausgestattet ist mit Bildern. Wir wollen diese vielleicht allzu selbstverständlichen Phänomene in historischer Perspektive zum Gegenstand nehmen und – beginnend mit dem 18. Jahrhundert – uns z.B. Fragen nach den kommunikationspolitischen Implikaturen von Buchformaten, den publikationsstrategischen Funktionalisierungen von Typographien und der Funktion von Buchillustration stellen. Nicht zuletzt bleibt zu klären, inwieweit literarische Texte selbst ihre materialen Bedingungen reflektieren.

Florian Pehlke
10-79-3-A3-04 Narrative der Erschöpfung. Müdigkeit, Verausgabung und Burnout in Literatur und Theorie (19. - 21. Jhd.)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 MZH 5210 (2 SWS) Seminar

„Erschöpfung hat Konjunktur. […] Die Rede von Erschöpfung ist ubiquitär geworden“. Mit diesen Statements beginnt Wolfgang Martynkewicz seine Monographie Das Zeitalter der Erschöpfung (2013) – und verweist damit auf ein Thema, das von hoher Aktualität und sozialer Brisanz ist. Der Spiegel sprach in einer Ausgabe („Ausgebrannt. Das überforderte Ich“) sogar von der „Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts“ und von den Deutschen als „Volk der Erschöpften“ (Dettmer/Shafy/Tietz 2011).
Das Seminar nimmt die Relevanz des Themas zum Anlass, um den Zusammenhang von Erschöpfung und Literatur in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung zu stellen. Erstens wird es um die kultur- und literaturtheoretische Reflexion solcher Phänomene gehen, die mit dem Begriff ‚Erschöpfung’ assoziiert sind und symptomatisch auf einen gesellschaftlichen Zustand verweisen, der in jüngster Vergangenheit seitens der Sozialphilosophie und Kultursoziologie kritisch in den Blick gerückt worden ist. Dabei sollen auch literaturtheoretische Ansätze zu Erschöpfung produktiv gemacht werden (Gilles Deleuze, Roland Barthes). Hieran anschließend fragt das Seminar nach den ästhetischen Dimensionen des Themas und unternimmt zweitens exemplarische Lektüren literarischer Texte, die Formen von Erschöpfung auf unterschiedliche Weise verhandeln. Nicht nur drängt sich die Frage auf, wie die Texte Erschöpfungsgeschichten (Narrative) in verschiedenen diskursgeschichtlichen Kontexten archivieren. Vor allem frage das Seminar nach dem subversiven Potential der Literatur. Inwiefern schafft es die Literatur, eine kritische Sicht auf „Pathologien des Sozialen“ (Honneth) zu entwickeln? Von welchen ästhetischen Gegenstrategien machen die Texte Gebrauch? Gibt es so etwas wie eine ‚literarische Entschleunigung’? Und welche utopischen Modelle entwirft die Literatur, um Wege aus der Erschöpfung zu imaginieren?
Voraussetzung für die Teilnahme ist die mündliche Beteiligung an Diskussionen und Gruppenarbeiten sowie die Bereitschaft zu herausfordernden Lektüren theoretischer Texte.

Dr. Julian Osthues
10-79-3-A3-05 Autorschaftstheorien

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 SFG 1030 (2 SWS) Seminar

In diesem Seminar wollen wir uns mit verschiedenen Positionen zur Frage auseinandersetzen, ob und wenn ja, in welcher Weise die Berücksichtigung des 'Autors' für die Interpretation von (literarischen) Texten notwendig, wünschenswert, irrelevant oder störend ist. Im Zuge dessen werden wir auch klären müssen, was eigentlich ein 'Autor' ist und was man von einem solchen in Texten erkennen kann. Textgrundlage wird folgende Anthologie sein: Texte zur Theorie der Autorschaft, hrsg. u. kommentiert v. Fotis Jannidis u.a., Stuttgart 2009.

Hauke Harm Kuhlmann
10-79-3-A3-06 Theorie und Geschichte des Märchens

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar

In diesem Seminar im Modul A3 wollen wir uns mit unterschiedlichen Literaturtheorien sowie Zugangsweisen zur Literatur am Beispiel des (Volks-)Märchens beschäftigen. Dazu werden wir auch grob auf die Geschichte des Märchen eingehen.

Hauke Harm Kuhlmann
10-79-3-A3-08 Literatur und Gesellschaft. Positionen von Schiller bis Bourdieu

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B1400 NUR Mi. - So. (2 SWS) Seminar

Dass für die Kunst - und damit auch für die Literatur - seit dem Aufkommen der Genieästhetik gern so etwas wie 'Zweckfreiheit', 'Eigengesetzlichkeit', 'Autonomie' oder 'Souveränität' reklamiert wird, bedeutet schon allein deshalb keinesfalls, dass Literatur sich tatsächlich jenseits ihrer gesellschaftlichen Bedingungen abspielt, weil ihre Produktion und Rezeption eben auch ein gesellschaftlicher Prozess ist - man denke an Buchmessen, Literaturskandale oder den Hype um so manche Buchveröffentlichung. Was bedeuten dann aber Konzepte wie 'Autonomie' oder 'Eigengesetzlichkeit'? Und wie lässt sich das Verhältnis von Literatur und Gesellschaft vor dem Hintergrund solcher Forderungen bestimmen? Diesen und anderen Fragen, die den gesellschaftlichen Aspekt von Literatur berühren, soll in diesem Seminar anhand einer Auswahl theoretischer Texte u.a. von Schiller (Idealismus), Adorno (Kritische Theorie), Luhmann (Systemtheorie) und Bourdieu (Ökonomie symbolischer Güter) nachgegangen werden.

Ein genauer Seminarplan wird zu Semesterbeginn bei Stud.Ip zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für einige Textmaterialien.

Die Modulprüfung kann im Rahmen dieses Seminars in Form einer mündlichen Prüfung abgelegt werden.

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-3-A3-09 Methodologische Grundlagen der Literaturwissenschaft. Analytik und Synthetik

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 B2890 GRA2 0180 (2 SWS) Seminar
Dr. Hans Rudolf Wahl

B3 Sprache in Denken und Handeln 6 CP/ 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Andreas Rothenhoefer/ Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: rothenhoefer@uni-bremen.de iwarnke@uni-bremen.de

Das Modul "B3 Sprache in Denken und Handeln" macht die Studierenden mit linguistischen Theorien und Methoden der Semantik und Pragmatik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Winter); es umfasst zwei entsprechende Seminare, aus denen zwei Studienleistungen und eine Pruefungsleistung erbracht werden.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-77-3-B1.1-1 Kontrastive Linguistik Französisch-Deutsch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:30 - 10:00 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

"In diesem Seminar wollen wir die französische und die deutsche Sprache hinsichtlich ihrer Strukturen und Verwendungsweisen kontrastiv betrachten. Vergleichend untersuchen werden wir sowohl syntaktische, morphologische und phonologische Phänomene als auch lexikalische oder pragmatische Aspekte. Auch werden wir uns kontrastiv mit Textsorten und Varietäten beschäftigen und uns mit Übersetzungen auseinandersetzen.

Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Beherrschung der französischen Sprache.

Einführende Literatur:
Blumenthal, Peter (1997): Sprachvergleich Deutsch-Französisch. Tübingen (Niemeyer).
Wandruszka, Mario (1998): Die europäische Sprachengemeinschaft: Deutsch Französisch Englisch Italienisch Spanisch im Vergleich. Tübingen (Francke)."

Dr. Katrin Mutz
10-79-3-B3-01 Diskurstheorie und -analyse

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 SFG 1040 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-79-3-B3-02 Textlinguistik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar
Dr. Claudia Happe
10-79-3-B3-03 Sprache in der Politik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar

Die (gesprochene und geschriebene) Sprache stellt für den Menschen als zoon politicon das maßgebliche Kommunikationsmittel und Zeichensystem im Verbund mit anderen bildlichen und nonverbalen Mitteilungsformen (Modalitäten) dar. Sprachliche Kommunikation und Texte als persuasive, regulative, instrumentale und integrative Sprachspiele stehen im Zentrum aller politischer und legislativer Vorgänge und Handlungen. Das Seminar will einen Einblick in die Funktionen, Textsorten und Strukturen politischer Kommunikation sowie in die Möglichkeiten und Probleme der (korpus-)linguistischen Analyse politischer Sprache geben. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Rolle von Sprache im aktuellen Bundestagswahlkampf.

Unterrichtsformen: Impulsreferate, Dozentenvortrag, Plenumsdiskussionen, Gruppenarbeiten, Textlektüre und Medienbeispiele.

Grundlegende Literatur: wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-3-B3-04 Linguistisches Arbeiten als Prozess - Theorien, Inhalte, Methoden

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 MZH 1460 (2 SWS) Seminar
Linda Kleber
10-79-3-B3-05 Grundlagen der Pragmatik

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 SFG 2040 (2 SWS) Seminar

Die linguistische Pragmatik befasst sich mit dem Sprachgebrauch in all seinen Facetten, d.h. mit der Verwendung von Sprache in spezifischen Äußerungssituationen unter Berücksichtigung des Handlungscharakters und der Kommunikativität von Sprache. Im Seminar soll zunächst die Relevanz der Pragmatik für die gesamte Linguistik aus philosophischer und wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive herausgestellt werden. Hauptgegenstand der Veranstaltung sind dann die zentralen theoretischen Ansätze und Konzepte der linguistischen Pragmatik (Deixis, Sprechakte, Implikaturen, Präsuppositionen u.a.) sowie einige eher praxisbezogene und interdisziplinäre Forschungsfelder (z.B. Höflichkeitstheorie, Gesprächsanalyse). Die Veranstaltung wird zugleich theoriebasiert und anwendungsorientiert ausgerichtet sein. Neben der gemeinsamen Einarbeitung in die Materie und der Analyse von Beispielen wird es Raum für von den Studierenden eigenständig erarbeitete Präsentationen und Leistungen geben.

Jan-Henning Kromminga

A11 Literatur und Interkulturalität 6 CP/ 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Das Modul Literatur und Interkulturalitaet findet regelmaessig im Wintersemester statt. Es behandelt exemplarische Gegenstaende und Themenfelder der interkulturellen Germanistik. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von mindestens 4 SWS auszuwaehlen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-A11-1 Fremde Figuren in der Literatur des 19. Jahrhunderts

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW1 B0100 (2 SWS) Seminar

Interkulturalität in der Form der Begegnung von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen ist kein neues Phänomen. Schon in kanonischen Texten des 19. Jahrhunderts tauchen ‚fremde Figuren‘ auf, deren Fremdheit auf sehr unterschiedliche Weise und mit sehr unterschiedlichen Zielrichtungen konstruiert wird. Es wird jeweils zu untersuchen sein, wie diese Fremdheit literarisch inszeniert, wozu sie jeweils eingesetzt, ob die Fremdheit im Laufe der Texte aufgelöst, verstärkt, affirmiert usw. wird. Steht die kulturelle Fremdheit im Sinne von Alterität in einem Zusammenhang mit der Erzeugung von ästhetischer Alterität oder ‚Verfremdung‘?
Im Lauf des Seminars werden uns die folgenden Autoren und Texte beschäftigen: Heinrich von Kleist (Die Verlobung von St. Domingo), Achim von Arnim (Isabella von Ägypten), Clemens Brentano (Die mehreren Wehmüller und ungarischen Nationalgesichter), Johann Wolfgang Goethe (Novelle), Karl Gutzkow (Der Prinz von Madagaskar), Adalbert Stifter (Katzensilber), Theodor Storm (Von Jenseit des Meeres), Wilhelm Raabe (Meister Autor oder Die Geschichte vom versunkenen Garten), Gottfried Keller (Don Correa), Karl May (Durch die Wüste), Theodor Fontane (Effi Briest), Hugo von Hofmannsthal (Das Märchen der 672. Nacht).

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-5-A11-2 Der deutsch-türkische Erzähler Feridun Zaimoglu

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 A4020 (2 SWS) Seminar

Seminarkommentar „Der deutsch-türkische Erzähler Feridun Zaimoḡlu“:

Neben Emine Sevgi Özdamar, Zafer Ṣenocak, Selim Özdogan oder Nuran David Calis gehört Feridun Zaimoḡlu zu den wichtigsten Autoren der jüngeren deutsch-türkischen Literatur. Was seit den 60er Jahren in der Germanistik zunächst als Gastarbeiterliteratur, dann als Literatur der Migration und schließlich als inter- bzw. transkulturelle Literatur bezeichnet wird, ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil des deutschen Kulturbetriebs geworden. Für jeden Interessierten, der aufmerksam den Buchmarkt sowie die Literatursendungen in Hörfunk und Fernsehen verfolgt, ist inzwischen unübersehbar, dass Zaimoḡlu zu den in den Medien am meisten diskutierten Autoren deutscher Sprache gehört.
Schon mit seinem Debüt „Kanak Sprak“ (1995) erregte er großes Aufsehen, weil es hier zum ersten Mal musterhaft gelingt, den literarischen Diskurs der Bundesrepublik für die bislang mehrheitskulturell abjekte, authentische Sprache junger Deutschtürken zu öffnen. Seitdem sind mehr als ein Dutzend Erzählbände und Romane erschienen, in denen er Gestalten und Motive des orientalisch-islamischen Kulturkreises seiner Herkunft mit solchen der bundesrepublikanischen Gegenwartskultur zusammenführt. Typisch für seine Poetik ist, dass er dabei Formen aus der Tradition insbesondere der deutschen Literatur, wie z. B. den Briefroman, reaktualisiert, d. h. mit neuer Bedeutung auflädt.
Im Seminar wollen wir uns durch Lektüre den Texten nicht nur inhaltlich nähern, sondern uns auch am Beispiel ausgewählter Passagen mit wichtigen theoretischen Konzepten der interkulturellen Germanistik, z. B. denen der Hybridität (Bhabha 1994), der Inter- (Schmitz 1991) und Transkulturalität (Welsch 1997) vertraut machen. Hinzu kommen die Begriffe des Performativen (Fischer-Lichte 2004) und der Hate Speech (Butler 1997/dt. 2006), die den Inszenierungscharakter von Wirklichkeit bzw. die Verschränkung von Körper und Diskurs, Subjekt und Macht thematisieren (s. Blumentrath et al. 2007). Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Literaturanalyse im Zeichen von Migration und Globalisierung ‒ insbesondere der damit einhergehenden Herausforderungen durch Pluralisierung ‒ neue theoretische Ansätze erforderlich macht, die wir uns im Kurs aneignen wollen.
Wer sich in der vorlesungsfreien Zeit auf das Seminar vorbereiten will, mag vielleicht mit den Erzählungen „Zwölf Gramm Glück“ (2004), dem frühen Künstlerroman „German Amok“ (2002) oder auch dem Briefroman „Liebesmale, scharlachrot“ (2000) beginnen.
Ein Seminarplan + Literaturliste wird zu Beginn des Kurses bekannt gegeben.

Dr. André Steiner (LB)
10-79-5-A11-3 Mehrsprachigkeit im Gegenwartsroman

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW1-HS H1010 (2 SWS) Seminar

Mehrsprachigkeit im Gegenwartsroman

Das Thema „Mehrsprachigkeit im Gegenwartsroman“ umfasst unterschiedliche Aspekte, die im Rahmen dieses Seminars herausgearbeitet werden sollen. Zum einen geht es um die Erfahrung gelebter Mehrsprachigkeit, wie sie beispielsweise in Olga Grjasnowas Roman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ (2012) angesprochen wird. Die Protagonistin wuchs in Aserbaidschan auf und spricht neben ihrer Muttersprache Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und „ein bisschen“ Polnisch. Bereits im Grundschulalter – mit ihren Eltern beim Ausländeramt – macht sie die Erfahrung, „dass Sprachen Macht bedeuteten. Wer kein Deutsch sprach, hatte keine Stimme, und wer bruchstückhaft sprach, wurde überhört.“ Während ihres Studiums der Dolmetscherwissenschaften spottet sie, dass für ihren Professor im Gegensatz zu ihrer eigenen Erfahrung Multikulturalismus nur „in Kongresshallen, Konferenzgebäuden und teuren Hotels“ stattfinde. Im Gegensatz zu dieser kritischen Perspektive, die soziale Abwertung und Überforderung benennt, steht das spielerisch-kreative Mehrsprachenlernen in Peter Waterhouse‘ kurzem Text „Klangtal“ (2003). Darin heißt es, dass sich dem kleinen österreichischen Jungen Heinrich, der in Singapur aufwächst, die Sprachen und Klänge genussvoll verwischen: „Die Hosentaschen des Kindes waren gefüllt mit blauen Taschentüchern. Es war gut, mit dem Knoten die Nasenspitze zu kitzeln. Die Nase war Obst, nämlich etwas, das zuoberst lag, Obst; die Nase spürte das Obst, das die Straße entlang zum Verkauf oder Verschenken angeboten lag, sie war aber selbst Obst; Ananas, Malaysisch nanas, duftete, und die Nase war Ananase. Das Kind kitzelte seine Nase, das Kitzeln war wie Kosten, es war ein kitzliges Tasten, aber Tasten war wie das englische to taste. Das Kind tastete auf Deutsch mit der Taschentuchecke oder Tastentuch die Nase ab aber auf Englisch it tasted too auch.“ Neben den Mehrsprachigkeitserfahrungen der Figuren steht als weiterer wichtiger Aspekt des Seminars die Mehrsprachigkeit der literarischen Texte selbst, die zum Teil wie selbstverständlich zwischen verschiedenen Sprachen hin und her springen oder vertraute Sprachgrenzen überschreiten. So heißt es beispielsweise in W. G. Sebalds „Die Ausgewanderten“ (2003): „Zum letztenmal besuchte ich den Adelwarth-Onkel im November. Als ich aufbrechen, mußte, bestand er darauf, mit mir vors Haus zu treten. Und zu diesem Zweck legte er eigens mit vieler Mühe seinen Paletot mit dem schwarzsamtenen Kragen an und setzte sich einen Homburg auf. I still see him standing there in the driveway, sagte die Tante Fini, in that heavy overcoat looking very frail und unsteady. Es war ein eisiger, lichtloser Morgen, als ich Cedar Glen West wieder verließ.“ Während Sprachwechsel in eine im entsprechendem Kulturkreis verbreitete Fremdsprache nahtlos verfolgt werden können, lösen Einwürfe, die nicht ohne spezifische Kenntnisse verständlich sind, Irritationen aus. So ist es beispielsweise bei einer Gesprächssituation in Terézia Moras Roman „Alle Tage“ (2004): „Prime bjen esasa ndeo, sagt der Junge. Prime. Was? Songo. Nekom kipleimi fatoje. Pleida pjanolö. Was sagt er? Hören Sie, Schwester?“
Literaturliste und Seminarplan finden sich ab August auf StudIP.

Ina Düking (LB)
10-79-5-A11-4 Literatur und Film als „third space“ in der interkulturellen Literaturwissenschaft

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1216 (2 SWS) Seminar

In der interkulturellen Literaturwissenschaft wird seit einigen Jahren die third-space-Theorie als recht avancierter Ansatz diskutiert. Sie analysiert eine bestimme Form der Hybridisierungen, also der Mischungen von Kulturen. Dabei geht es nicht um eine Art von Synthese von heterogenen Polen, sondern darum, daß Räume geschaffen werden, in denen sich zwei Kulturen wechselseitig neu konstruieren. Das hat zur Folge, daß die Kriterien der Identität der Differenzen neu verhandelt werden können. Eine besondere Form dieses kulturellen Raumes zur wechselseitigen Konstruktion des Eigenen und des Fremden bilden die Literatur und der Film. Literarische Texte und Filme, die entweder den Anspruch erhaben, solche Räume darzustellen oder die selbst als 'third-spaces' angesehen werden können, sollen im Zentrum des Seminars stehen.
In einer ersten einführenden Phase des Seminars sollen die theoretischen Grundlagen gelegt werden und an einem Text, der bestrebt ist, sie direkt umzusetzen, erprobt werden. In einem zweiten Arbeitsschritt sollen literarische Texte und Filme auf ihre Arbeit mit diesem Konzept und in ihrer Funktion als 'third space' untersucht werden. Ausgewählt wurden zwei Gruppen von Texten und Filmen zunächst sollen Werke von Friedrich Glauser und Rainer Werner Fassbinder im Mittelpunkt stehen, die dieses Konzept umsetzen, noch bevor es von der Theorie überhaupt erfaßt wurde, in einem zweiten Schritt sollen aktuelle und eben erschienene Werke auf ihre Bedeutung als 'third space' hin untersucht und diskutiert werden, die Filme 'Le Havre' und 'Die andere Seite der Hoffnung' von Aki Kaurismäki und die Romane 'Vor dem Fest' von Sasa Stanisic und 'Mörikes Schlüsselbein' von Olga Martynova.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-5-A11-5 Hybride Identitäten und kulturelle Hybridität. Literarische Manifestationen deutscher Deutscher mit Migrationshintergrund

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 3 (2 SWS) Seminar
Dr. Hans Rudolf Wahl

A12 Literatur und Medien 6CP / 4SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: talthaus@uni-bremen.de

Das Modul A 12 Literatur und Medien wird regelmaessig im Wintersemester angeboten. Es betrifft unterschiedliche Medienkulturen (vom Medium Buch ueber den Film bis zu den neuen Medien) und widmet sich in historischer und systematischer Perspektive den Problemstellungen einer medienaesthetisch erweiterten Literaturwissenschaft.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-A12-1 Früher Buchdruck [AL]

Seminar

Einzeltermine:
Mi 18.10.17 10:15 - 11:45 GW2 B3850
Fr 10.11.17 15:00 - 19:00 GW2 B2890
Sa 11.11.17 09:00 - 16:00 GW2 B2890
Fr 24.11.17 15:00 - 19:00 GW2 B2890
Sa 25.11.17 09:00 - 16:00 GW2 B2890
Elisa Pontini (LB)
10-79-5-A12-2 LiteraTour Nord - Literaturkritik und Dichterlesung [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 18:15 - 19:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS) Seminar

Auf die LiteraTour Nord (http://www.literatournord.de) gehen jeden Winter von Oktober bis Februar sechs Autorinnen und Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und lesen aus ihren Neuerscheinungen in Oldenburg, Bremen, Lübeck, Rostock, Lüneburg und Hannover. Sie bewerben sich damit um den „Preis der LiteraTour Nord“, der mit 15.000 Euro dotiert ist. Moderiert werden die Veranstaltungen von Professorinnen und Professoren der Literaturwissenschaft, die das Programm zum Gegenstand einer regulären Lehrveranstaltung des jeweiligen Wintersemesters machen und so den Studierenden Gelegenheit zum direkten Gespräch mit den Autorinnen bzw. Autoren geben.
Im Winter 2017/18 lesen in Bremen (jeweils am Sonntagabend um 20 Uhr im Café Ambiente, Osterdeich 69a):
22.10. Michael Roes: Zeithain (Schöffling)
05.11. Carmen Stephan: It’s all true (S. Fischer)
03.12 Jochen Schmidt: Zuckersand (C.H. Beck)
07.01. Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann (DuMont)
21.01. Lukas Bärfuss: Hagard (Wallstein)
28.01. Jonas Lüscher: Kraft (C.H. Beck)
Das Seminar, zu dem der Besuch der Lesungen am Sonntagabend obligatorisch gehört (eingeschriebene TeilnehmerInnen des Seminars haben freien Eintritt), findet in der Regel jeweils am Montag vor oder nach der Lesung statt (Vorbesprechung am 16.10.). Inhaltlich wird es um die medialen und performativen Aspekte von Literatur und Literaturkritik und um Fragen der literarischen Wertung gehen. Im Mittelpunkt stehen jeweils die Neuerscheinungen, die von einem literaturwissenschaftlichen Blickwinkel aus betrachtet werden.
Studienleistungen für das Modul A12 können erworben werden durch Rezensionen und/oder Berichte über die Lesungen, die ggfs. über die Seite http://www.literaturkontor-bremen.de online gestellt werden können, bzw. in einzelnen Fällen durch Interviews mit den Autorinnen und Autoren.
Als Ergänzung findet im Bereich der General Studies die Veranstaltung „Kreatives Schreiben: Kritiken schreiben - Ein Trainingsseminar im Rahmen der LiteraTour Nord 2017-18“ (Jens Laloire; Mo. 16-18 Uhr) statt. Beide Veranstaltungen können unabhängig voneinander besucht werden.
Alle Studierenden aus den literaturwissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengängen, die Interesse an der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur haben, sind herzlich willkommen!

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-5-A12-3 Das Schöne schreiben. Johann Joachim Winckelmanns Prosa [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B1700 (2 SWS) Seminar

Johann Joachim Winckelmann (1717 bis 1768) war der wohl einflussreichste Kunstgelehrte des 18. Jahrhunderts: Er gilt als Begründer des Klassizismus, dem maßgeblichen ästhetischen Paradigma der Goethezeit. Dass sich bildkünstlerische Schönheit allererst an den Werken der Antike – das waren v.a. die im Vatikan aufgestellten Statuen Apoll, die Laokoon-Gruppe und der Herkules-Torso – lernen ließ, war die normative Annahme seiner Kunsttheorie. Zuerst entfaltete er sie in den Gedancken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerey und Bildhauerkunst (1755), später erfuhr sie eine systematische Historisierung in Winckelmanns Hauptwerk, der Geschichte der Kunst des Altertums (1764). In seinen Texten führte der in Stendal geborene Sohn eines Schuhmachers allerdings nicht nur neue ästhetische Ideale ein, sondern auch eine neue Methode: die unmittelbare Anschauung. „Ich habe alles, was ich zum Beweis angeführet habe, selbst und vielmal gesehen […]“ lautet die Prämisse seiner kunsthistorischen Bemühungen. Das war zu seiner Zeit keineswegs selbstverständlich: Immerhin gab es (abgesehen von Kupferstichen) weder Abbildungsmöglichkeiten, noch Museen und nach Rom reisen konnte man auch nicht ohne weiteres. Der wichtigste Ersatz für das direkte Kunsterlebnis war also in der Regel die Kunstbeschreibung. Im Seminar wollen wir vor diesem Horizont einen Blick auf die Winckelmannschen Texte, vor allem seine Kunstbeschreibungen, werfen. Wie funktioniert eine Textsorte, die ein materiell nicht präsentes Kunstwerk mit sprachlichen Mitteln zu evozieren gedenkt und dabei zugleich beweisen möchte, dass sie auf unmittelbarer Erfahrung beruht?

Florian Pehlke
10-79-5-A12-4 Die Ästhetik der Fernsehserie [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar

Die eine Ästhetik der fiktionalen Fernsehserie gibt es nicht. Gegen eine solche Vereinfachung spricht schon die schiere Fülle unterschiedlicher Varianten (z.B. 'klassische' Fernsehserie, Sitcom, Miniserie, Animationsserie, Soap Opera, Telenovela, Scripted Reality). Hinzu kommen aber auch die Einflüsse genrespezifischer Ästhetiken (z.B. Western, Science Fiction, Fantasy, Horror, Kostümdrama, Krimi), ökonomischer Faktoren und technologischer Veränderungen. Gerade die letzteren beiden Punkte machen deutlich, dass die Rede von einer Ästhetik der Fernsehserie eben auch einem historischen Wandel unterliegt. Die Entwicklung neuer Distributionsmöglichkeiten (vom klassischen Fernsehen übers PayTV und Homevideo zum Streaming (und ggf. Pirating)) kreiert nicht nur neue Rezeptionsweisen (binge watching), sondern auch neue Vermarktungsmodelle ('Premium'-Inhalte für Bezahlkunden), die sich unmittelbar auf die ästhetische Gestalt von Fernsehserien auswirken. Gleiches gilt selbstredend für technische Neuerungen, z.B. im Bereich der visuelle Effekte/Spezialeffekte oder aber die Umstellung auf HDTV. Die Vielfalt von Ästhetiken der Fernsehserie, die sich hier abzeichnet, soll im Rahmen dieses Seminars anhand einer kleinen Auswahl wenigstens schlaglichtartig beleuchtet werden. Dabei soll ein Fokus auf dem Zusammenspiel künstlerischer, ökonomischer und technologischer Faktoren bei der Genese spezifischer Serienästhetiken liegen.

Ein Seminarplan wird zu Semesterbeginn über Stud.IP zur Verfügung gestellt.

Als vorbereitende und begleitende Lektüre wird empfohlen: Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse, 5. Aufl., Stuttgart/Weimar 2012; Markus Schleich/Jonas Nesselhauf: Fernsehserien. Geschichte, Theorie, Narration, Tübingen 2016.

Die Modulprüfung kann im Rahmen dieses Seminars in Form einer Hausarbeit abgelegt werden.

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-5-A12-5 Der Körper des Mannes. Ästhetische Utopien von Männlichkeit im deutschen Faschismus [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS) Seminar

Einzeltermine:
Mi 13.12.17 18:00 - 20:00 SuUB 4330 (Studio I Medienraum )
Mi 20.12.17 18:00 - 20:00 SuUB 4330 (Studio I Medienraum )
Dr. Hans Rudolf Wahl

A14 Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich vstollberg@uni-bremen.de

Das Wahlpflichtmodul Literatur des Mittelalters und der Fruehen Neuzeit vertieft das literaturgeschichtliche Studium im Bereich der vormodernen Literatur (8. – 16. Jahrhundert) und ihrer Rezeption. Es wird regelmaessig im Winter- und im Sommersemester angeboten.
Das Modul besteht aus zwei verpflichtenden Veranstaltungen im Umfang von insgesamt 4 SWS.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-A14-1 Mittelalterliche Texte und ihre modernen Bearbeitungen (vor allem in der Kinder- und Jugendliteratur)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 GW2 A4020 (2 SWS) Seminar
Dr. Jana Jürgs
10-M79-I1a-1 Körpergeschichte des Mittelalters als Literaturgeschichte

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 GW2 B2890 (2 SWS) Vorlesung

Eine Körpergeschichte des Mittelalters als Literaturgeschichte erforscht Körperbilder und -zeichen in der deutschen Literatur vom Frühmittelalter bis in die Frühe Neuzeit. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem "beschädigten" Körper, der Spuren von Krankheit und Verletzung, von körperlicher, sensueller und geistig-seelischer Beeinträchtigung aufweist. Aber auch Monstren, Riesen und Zwerge sollen ins Blickfeld rücken.
Körperzeichen stellen kulturelle Repräsentationen dar. Literatur spielt dabei eine besondere Rolle, denn sie kann den Blick auch auf Imaginiertes und Gewünschtes, Ängste und Gefährdungen, Möglichkeiten und Grenzen lenken, die auch außerhalb der erlebbaren Realität angesiedelt sein können. Literatur bietet Sinnkonstrukte und Bewältigungshilfen an, die sich nicht direkt an Alltagstauglichkeit und dem Paradigma des ‚Funktionieren-Müssens’ messen lassen müssen.
Je nach Studiengang und Modul sind unterschiedliche Studienleistungen und Prüfungsformen vorgesehen, über die in der ersten Sitzung informiert wird.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-M79-I1b-2 Komik- und Gewalttheorien am Beispiel vormoderner Schwankliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 SFG 2070 (2 SWS) Seminar

Schwankdichtungen des Mittelalters nehmen mit schwarzem Humor und auf derbe, oft gewaltverherrlichende Weise das menschliche Zusammenleben der verschiedenen Geschlechter, Altersgruppen und Stände ins Visier. Im Seminar sollen Komik- und Gewalttheorien an verschiedenen Mären des 13.-15 Jahrhunderts, an Fastnachtspielen sowie am 'Ulenspiegel' erprobt werden.
Je nach Studiengang und Modul sind unterschiedliche Studienleistungen und Prüfungsformen vorgesehen, über die in der ersten Sitzung informiert wird.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock

A15 Kinder- und Jugend-Literatur und -Medien Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Tobias Kurwinkel, Kontakt: tobias@kurwinkel.de

Das Modul Kinder- und Jugend-Literatur und -Medien findet regelmäßig im Wintersemester statt. Aus dem Angebot sind 2 Veranstaltungen zu je 2 SWS auszuwählen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-5-A15-1 Kinder- und Jugendliteraturkritik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar
Dr. Tobias Kurwinkel
10-M79-5-A15-2 Transmediale Kinderwelten

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 18:15 - 19:45 GW2 B2890 (2 SWS) Seminar

Kinderwelten sind im 21. Jahrhundert Medienwelten: Nicht nur ist der Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen stark vom Umgang mit (interaktiven) Medien geprägt, sie rezipieren auch Geschichten verstärkt über eine Vielzahl verschiedener Ausdrucksmedien wie Literatur, Comics, Filme, Theaterstücke und (Computer-)Spiele.
Daraus ergeben sich nicht nur Wechselwirkungen zwischen Medien in Form von Adaptionen, Medienkonvergenz und intermedialen Bezugnahmen – die beschriebenen Wechselwirkungen bringen auch möglicherweise innovative Erzählformen hervor, zum Beispiel ludische Erzählformen, die mit Mischformen aus spielerischen und erzählerischen Elementen experimentieren.
Im Rahmen dieses Seminars werden wir uns zum einen mit aktuellen Intermedialitäts- und Transmedialitätstheorien beschäftigen, wobei die Arbeiten der Narratologen Henry Jenkins, Irina O. Rajewsky, Marie-Laure Ryan, Jan-Noël Thon und Werner Wolf im Fokus stehen. Zum anderen werden wir exemplarisch ausgewählte transmediale Erzählwelten für Kinder und Jugendliche analysieren.

Dr. Philipp Schmerheim

B11 Historische Sprachwissenschaft Wahlpflichtmodul 6 CP 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Ute Siewerts, Kontakt: siewerts@uni-bremen.de

Das Modul "B11 Historische Sprachwissenschaft" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Klausur (90 Minuten) oder muendlichen Pruefung zu einer der beiden Einzelveranstaltungen ab.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-B11-1 Einführung in das Althochdeutsche

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B3770 (2 SWS) Seminar

Hinweis für Studierende:
Eigentlich wird das Modul B11 nur im Sommersemester angeboten. Ausnahmsweise biete ich bereits im Wintersemester 2017/18 eine Lehrveranstaltung für B11 an, die Sie dann im Sommersemester um eine zweite Veranstaltung ergänzen können.

Das Althochdeutsche (ca. 750-1050) ist die früheste textlich überlieferte deutsche Sprachstufe. Das Seminar wird in die Grundlagen und die historischen Hintergründe des Althochdeutschen einführen und charakteristische Texte aus diese Zeit behandeln.

Dr. Ute Siewerts

B12 Sprache und Gesellschaft 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Dr. Andreas Rothenhoefer, Kontakt: iwarnke@uni-bremen.de rothenhoefer@uni-bremen.de

Das Modul „B12 Sprache in Denken und Handeln“ macht die Studierenden mit Beschreibungsansaetzen und Themen der Text- und Diskurslinguistik sowie der Soziolinguistik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Winter); es umfasst zwei entsprechende Seminare, aus denen zwei Studienleistungen und eine Pruefungsleistung erbracht werden.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-B12-1 Entwicklungstendenzen der deutschen Sprache

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS) Seminar
Dr. Claudia Happe
10-79-5-B12-2 Presse- und Mediensprache

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 GW2 B1216 (2 SWS) Seminar
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-5-B12-3 Gesprochene Sprache

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 18:15 - 19:45 GW2 B3850 (2 SWS) Seminar
N. N.
10-79-5-B12-4 Sprache und Identitätskonstruktionen

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 16:15 - 17:45 SFG 1040 (2 SWS)

Dass Menschen sich zusammenschließen und sich abgrenzen, sich miteinander solidarisieren oder sich voneinander distanzieren, sind fundamentale soziale Prozesse, aus denen verschiedenste kollektive Identitäten generiert werden können. Und gleichzeitig geschieht dies in den allermeisten Fällen durch kommunikative Handlungen, die größtenteils sprachlich ablaufen und somit sprachwissenschaftlich untersucht werden können. Genau hier wird dieses genuin interdisziplinäre Seminar ansetzen: Mit welchen sprachlichen Mitteln erschaffen „wir“ uns unsere Gruppenidentitäten, unsere inklusiven und exklusiven Zugehörigkeiten? Benutzen „wir“ dabei in allen Lebenslagen und Gesellschaftsbereichen die gleichen Mittel? Und wie lassen sich diese Mittel adäquat beschreiben?
Nach einer fundierten Einführung in relevante Theorien und Methoden der Diskurs- und der Kognitiven Linguistik inklusive einer kritischen Reflexion des Identitätsbegriffs und seiner Gültigkeit sollen die Studierenden unter Anleitung verschiedene Identitätskonstruktionen linguistisch analysieren und im Seminar vorstellen bzw. diskutieren. Dabei können ganz unterschiedliche Kategorisierungen und soziale Bezüge ausgewählt werden und als Grundlage der Analyse dienen (bspw. regionale bis supranationale Identitäten oder religiöse, politisch-ideologische, auf Gender bezogene Identitäten oder sich aus Hobbies, Sportinteressen, Lifestyle ergebende Identitäten u.v.m.).
Wichtige Anmerkung: Nach den theoretisch orientierten Einführungssitzungen soll diese Lehrveranstaltung als Blockseminar abgehalten werden, voraussichtlich im Januar oder Februar 2018. Die genauen Terminabsprachen und die Themenvergabe finden in der ersten Sitzung, am 20.10., statt.

Jan-Henning Kromminga

C Niederdeutsche Sprache, Literatur und Kultur 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: iwarnke@ins-bremen.de

Das Modul Niederdeutsche Sprache, Kultur und Literatur wird jeweils im Winter- und Sommersemester angeboten. Aus dem Angebot (Seminare, Vorlesungen und Lektuerekurse) sind die Veranstaltungen so auszuwaehlen, dass sie mindestens vier SWS umfassen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-C-1 Gebrauch und Wahrnehmung arealer Varietäten im deutschsprachigen Raum

Seminar

Einzeltermine:
Fr 12.01.18 12:00 - 17:00
Sa 13.01.18 09:00 - 14:00
Fr 19.01.18 12:00 - 17:00
Sa 20.01.18 09:00 - 14:00

Das Deutsche ist gegenwärtig die primäre (Mutter-)Sprache von über 90 Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Aus linguistischer Perspektive weist es ein qualitativ und quantitativ markant ausgeprägtes Variations- bzw. Varietätenspektrum auf.
Im Seminar werden die unterschiedlichen Varietäten des Deutschen beleuchtet: Dialekte, Umgangssprachen, die Standardsprache ebenso wie Regional- und Minderheitensprachen. Dabei stehen die folgenden Fragen im Fokus:
- Was steckt hinter den Bezeichnungen Dialekt, Umgangssprache, Hochdeutsch, Regional- und Minderheitensprache?
- Wie haben sich diese Varietäten historisch entwickelt, wie werden sie sich voraussichtlich entfalten?
- Wer spricht heute wie und warum? Was unterscheidet etwa einen Bayern von einem Norddeutschen?
- Welche Stereotypen sind mit den einzelnen Sprechergruppen verbunden und warum ist das relevant für die linguistische Forschung?
- Worin unterscheiden sich Österreicher, Schweizer und Deutsche in sprachlicher Hinsicht?
Diese Fragen werden mithilfe moderner variationslinguistischer Studien und Erhebungsmethoden nachvollzogen, die wiederum auf ihre Leistungen und Begrenzungen hin hinterfragt werden. Ein besonderer Blick gilt dem Niederdeutschen bzw. dem niederdeutschen Sprachraum. Ziel ist es, mithilfe von linguistischem Fachwissen die unterschiedlichen Varietäten des Deutschen analysieren und bewerten zu können.
Die Bausteine des Blockseminars bieten jeweils vielfältige Formen der Vermittlung: Informationsinput, Recherche, Erfahrungsbericht und Kurzreferate, Diskussion und Erprobung von Erhebungsmethoden.

Ausgewählte Literatur:
ADLER, ASTRID et al. (2016): Status und Gebrauch des Niederdeutschen 2016. Erste Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung. Mannheim: Eigenverlag des Instituts für Deutsche Sprache.
AMMON, ULRICH (1995): Die deutsche Sprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Problem der nationalen Varietäten. Berlin / New York: de Gruyter.
ANDERS, CHRISTINA ADA / HUNDT, MARKUS / LASCH, ALEXANDER (Hg.) (2010): Perceptual dialectology. Neue Wege der Dialektologie. Berlin [u.a.]: de Gruyter (Linguistik - Impulse & Tendenzen. 38).
BARBOUR, STEPHEN / STEVENSON, PATRICK (1998): Variation im Deutschen. Soziolinguistische Perspektiven. Berlin [u.a.]: de Gruyter (De-Gruyter-Studienbuch).
EICHINGER, LUDWIG M. et al. (2009): Aktuelle Spracheinstellungen in Deutschland. Erste Ergebnisse einer bundesweiten Repräsentativumfrage. Mannheim: Institut für Deutsche Sprache.
JÜRGENS, CAROLIN (2015): Niederdeutsch im Wandel. Sprachgebrauchswandel und Sprachwahrnehmung in Hamburg. Hildesheim: Olms (Deutsche Dialektgeographie. 119).
KEHREIN, ROLAND (2012a): Regionalsprachliche Spektren im Raum - Zur linguistischen Struktur der Vertikale. Stuttgart: Steiner (Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Beihefte. 152).
RIEHL, CLAUDIA MARIA (2014a): Mehrsprachigkeit. Eine Einführung. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft (Einführungen).
SCHMIDT, JÜRGEN ERICH / HERRGEN, JOACHIM (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik. 49).
STELLMACHER, DIETER (1981): Niederdeutsch. Formen und Forschungen. Tübingen: Niemeyer (Reihe germanistische Linguistik, 31).
STELLMACHER, DIETER (Hg.) (2004): Niederdeutsche Sprache und Literatur der Gegenwart. Hildesheim: Olms (Germanistische Linguistik, 175/176).

Reinhard Goltz (LB)

D1 Psycholinguistische Grundlagen der Mehrsprachigkeit (DaZ/DaF) Wahlpflichtmodul 6 CP 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Nicole Marx, Kontakt: nmarx@uni-bremen.de

Das Modul "D1 Psycholinguistische Grundlagen der Mehrsprachigkeit (DaZ/DaF)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Wintersemester statt. Details zu Studien- und Prüfungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-GR4-01 Der schulische Erwerb des Deutschen als (frühe und späte) Zweitsprache

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B3009 (Großer Studierraum) (2 SWS) Vorlesung

Ziele: Erarbeitung von Kenntnissen der psycholinguistischen Basen des Zweitspracherwerbs und bilingualen Spracherwerbs, besonders für das Deutsche, die für eine erfolgreiche spätere Lehrtätigkeit in sprachlich heterogenen Klassen notwendig sind.

Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx
10-79-4-GR4-04 Bewertung von Sprachprodukten von SchülerInnen aus Lehrer- und Forschungsperspektive

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 SFG 2040 (2 SWS) Seminar
Dr. Anne Gadow
10-79-4-GR4-06 Erzählen und Zuhören: Sprachsensibler Fachunterricht in der Grundschule

Seminar

Einzeltermine:
Mo 12.02.18 09:00 - 14:30 GW2 B2880
Di 13.02.18 - Fr 16.02.18 (Di, Mi, Do, Fr) 09:00 - 14:30 GW2 B2890
Dr. Anne Gadow
10-79-5-D1-1 Texte schreiben: DaZ und DaF (Projektseminar, Schwerpunkt Sek I/II)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 11:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS) Seminar

ACHTUNG: Die Veranstaltung findet vom 08.12.17 bis Semesterende statt!
Funktional angemessene Texte zu schreiben, gilt als grundlegende Kulturfähigkeit der „Wissensgesellschaft“, in der Wissen v.a. in schriftlicher Form kommuniziert und erarbeitet wird. Diese Kompetenz ist nicht nur in der Erstsprache, sondern auch in Zweit- und Fremdsprachen zu entwickeln. Zwei häufige Situationen betreffen das Studium in einer Fremdsprache sowie die schulische Bildung in einer Zweitsprache. Das Seminar betrachtet Schreiben unter der Bedingung der Mehrsprachigkeit, wobei unterschiedliche Erwerbsituationen und -kontexte einbezogen werden. Es werden Schreibprodukte vergleichend analysiert, die einerseits im Rahmen des Germanistikstudiums an einer ausländischen Universität und andererseits im Deutschunterricht der gymnasialen Oberstufe eines Bremer Schulzentrums entstanden sind.
Die Grundlagen für dieses in der zweiten Semesterhälfte stattfindende Seminar werden in der ersten Semesterhälfte im Seminar „Texte schreiben: Schreibdidaktische Grundlagen [Sprachdidaktik]“ erarbeitet, das im deutschdidaktischen Modul FD4 angesiedelt ist. Für Studierende, die beide Seminare belegen, ergibt sich im Anschluss die Möglichkeit einer vergüteten Tätigkeit als Schreibförderlehrkraft an einer Bremer Oberstufe.

Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx
Marie-Christin Reichert
10-79-5-D1-2 Effektivität von schulischen Sprachfördermaßnahmen in der Sekundarstufe I

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 GW2 B3770 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS) Seminar

Das Seminar betrachtet Sprachfördermaßnahmen (Schwerpunkt: DaZ) in der Sekundarstufe I aus der Forschungsperspektive, wobei verschiedene Konzeptionen von Fördermaßnahmen, Begriffe empirischer Forschung sowie Begleitstudien exemplarische vorgestellt und diskutiert werden. Ziel ist es, Grundlagen empirischer Evaluationsstudien kennenzulernen sowie die Relevanz empirischer Forschung in Bezug zu schulischen Sprachfördermaßnahmen zu diskutieren. Dabei nimmt das Zusammenwirken von empirischen und didaktisch-pädagogischen Ansprüchen eine wesentliche Rolle ein. Am Ende des Seminars werden exemplarisch einzelne empirisch evidente Indikatoren guter Fördermaßnahmen im Bereich Schreiben und solche, die insbesondere für SchülerInnen mit nichtdeutscher Familiensprache sowie für leistungsschwächere geeignet erscheinen, fokussiert.

Britta-Katharina Ehrig, M.Ed.
10-79-5-D1-3 Grammatik im Unterricht DaZ (Sekundarstufe)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW2 A4020 (2 SWS) Seminar
Dr. Claudia Happe
10-79-5-D1-4 Diagnose und Förderung der L2- Lesekompetenz unter besonderer Berücksichtigung neu zugewanderter SchülerInnen, Fokus: Sek. I (Zuwanderung, Flucht, Bildung)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW1 B0100 (2 SWS) Seminar

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, deren Schullaufbahn nicht im deutschen Schulsystem begonnen hat, werden im DaZ-Kontext als Seiteneinsteiger bezeichnet. Die Sprachförderung für diese sehr heterogene Lernergruppe ist abhängig vom Bundesland. In Bremen wurden sog. Vorkurse für die schulische Erstversorgung etabliert, die einen sukzessiven Übergang in den Regelunterricht umfassen. In diesem Kontext beleuchtet das Seminar die Entwicklung der zweitsprachlichen Lesekompetenz, die nicht nur für die schulische Laufbahn, sondern auch die gesellschaftliche Teilhabe eine Schlüsselqualifikation darstellt. Das Hauptaugenmerk liegt auf Möglichkeiten der Untersuchung sowie Förderung des L2-Leseverstehens bzw. ausgewählter Teilfertigkeiten in der Sekundarstufe I.
Die Veranstaltung kann im Rahmen des Zertifikats „Zuwanderung, Flucht, Bildung“ belegt werden.

Christian Gill

GR3k Kinder - und Jugend - Literatur und - Medien Wahlpflichtmodul 6CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Tobias Kurwinkel, Kontakt: kurwinkel@uni-bremen.de

Das Modul GR3k Kinder - und Jugend - Literatur und - Medien besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und findet regelmäßig im Wintersemester statt.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-GR3-01 Der Kinderroman

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B2900 GW2 B1700 (2 SWS) Seminar
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-02 Das Bilderbuch

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW2 A4020 (2 SWS) Seminar
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-03 Kinder- und Jugendfilm

Seminar

Einzeltermine:
Do 19.10.17 18:00 - 20:00 SFG 2040
Fr 03.11.17 12:00 - 19:00 GW2 B1410
Sa 04.11.17 - So 05.11.17 (So, Sa) 12:00 - 19:00 GW2 B2900
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-04 Der Family Entertainment Film

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW2 B2890 SFG 1040 (2 SWS) Seminar
Dr. Tobias Kurwinkel
10-79-3-GR3-05 Von Außenseitern, Verwandlungen und Heldenreisen - Motive in Kinder- und Jugendmedien

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 GW2 B2890 (2 SWS) Seminar

Wenn Harry Potter sich ebenso wie Simba oder Alice (im Wunderland) auf Heldenreise begibt, Luke Skywalker, Oliver Twist und Pippi Langstrumpf elternfern als (Halb-)Waise aufwachsen oder sich Pyramus und Thisbe, Romeo und Julia oder Bella und Edward mit dem Verbot ihrer Liebe auseinandersetzen müssen, zeugt dies von der Stabilität bestimmter Motive im literarischen oder popkulturellen Kontext.
Das Seminar sucht sich mit für den Bereich der Kinder- und Jugendliteratur prototypischen Motiven auseinanderzusetzen und diese sowohl intra- als auch intertextuell zu untersuchen. Im Zuge der Analyse der unterschiedlichen Motive und ihrer Inszenierung wird sich im Seminar zudem mit erzähltheoretischen Fragestellungen und narratologischen Werkzeugen beschäftigt, die als Grundlage der Arbeit an den Texten dienen sollen.

Stefanie Jakobi
10-79-3-GR3-06 Der Jugendroman

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS) Seminar
Sabrina Tietjen, M.Ed. (LB)
10-79-3-GR3-07 Märchen

Seminar

Einzeltermine:
Sa 18.11.17 - So 19.11.17 (So, Sa) 12:00 - 18:00 GW2 B1410
Sa 09.12.17 - So 10.12.17 (So, Sa) 12:00 - 18:00 GW2 B1410

Wir alle werden mit Ihnen groß: Märchen begleiten unsere Kindheit und sind ein bedeutender Teil unserer Kultur. Im Seminar werden wir nicht nur die bekannte Sammlung der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm ansehen, sondern vor allem verschiedene Kunstmärchen. Darüber hinaus werden theoretische Grundlagen zum Märchen erarbeitet.
Das Seminar wird an zwei Wochenenden als Blockseminar stattfinden. Am ersten Wochenende werden wir uns den theoretischen Grundlagen widmen. Das zweite Wochenende bietet Raum für Referate und Textanalysen.
Max. Teilnehmerzahl 25

Alina Gierke (LB)
10-79-3-GR3-08 Lyrik für Kinder und Jugendliche

Seminar

Einzeltermine:
Fr 10.11.17 12:00 - 17:30 SFG 0140
Sa 11.11.17 11:00 - 18:00 GW2 A4020
Fr 08.12.17 12:00 - 17:30 GW2 B1410
Sa 09.12.17 11:00 - 18:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
Johanna Tydecks (LB)
10-79-3-GR3-09 Der Mädchenroman

Seminar

Einzeltermine:
Fr 03.11.17 11:00 - 14:00 GW1 A1260
Fr 03.11.17 14:00 - 18:00 GW1 A0150
So 05.11.17 11:00 - 18:00 GW2 B1410
Fr 24.11.17 11:00 - 18:00 FVG O0150 (Seminarraum)
So 26.11.17 11:00 - 18:00 GW2 B1410
Dr. Hadassah Stichnothe (LB)
10-79-3-GR3-10 Bilderbuchkritik

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 A1160 (Medienlabor) (2 SWS) Seminar
Prof. Dr. Joachim Hering (LB)

GR4k Deutsch als Zweitsprache Wahlpflichtmodul 6CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr, Nicole Marx, Kontakt: nmarx@uni-bremen.de

Das Modul "GR4k Deutsch als Zweitsprache" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen (Vorlesung und ein Seminar) zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Wintersemester statt. Details zu Studien- und Prüfungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-4-GR4-01 Der schulische Erwerb des Deutschen als (frühe und späte) Zweitsprache

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B3009 (Großer Studierraum) (2 SWS) Vorlesung

Ziele: Erarbeitung von Kenntnissen der psycholinguistischen Basen des Zweitspracherwerbs und bilingualen Spracherwerbs, besonders für das Deutsche, die für eine erfolgreiche spätere Lehrtätigkeit in sprachlich heterogenen Klassen notwendig sind.

Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx
10-79-4-GR4-02 Sprachstandsdiagnostik für Vor- und Grundschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 A4020 (2 SWS) Seminar
Dr. Mehmet Latif Durlanik
10-79-4-GR4-03 Grammatik im Unterricht DaZ (Primarstufe)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:15 - 13:45 GW2 B1405 NUR Mo. + Di. (2 SWS) Seminar
Dr. Claudia Happe
10-79-4-GR4-04 Bewertung von Sprachprodukten von SchülerInnen aus Lehrer- und Forschungsperspektive

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 SFG 2040 (2 SWS) Seminar
Dr. Anne Gadow
10-79-4-GR4-05 Lehrwerkanalyse und Materialentwicklung für den sprachsensiblen Fachunterricht in der Grundschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS) Seminar
Dr. Anne Gadow
10-79-4-GR4-06 Erzählen und Zuhören: Sprachsensibler Fachunterricht in der Grundschule

Seminar

Einzeltermine:
Mo 12.02.18 09:00 - 14:30 GW2 B2880
Di 13.02.18 - Fr 16.02.18 (Di, Mi, Do, Fr) 09:00 - 14:30 GW2 B2890
Dr. Anne Gadow

Ergänzende Angebote

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-EA-7 Forschungskolloquium Kinder- und Jugendliteratur

Colloquium
Dr. Tobias Kurwinkel

Master of Education ("alte Struktur", auslaufend)

Hinweis für Studierende des M.Ed. (alt):
Die im folgenden genannten auslaufenden Module werden nicht mehr einzeln im Programm aufgeführt. Bitte vereinbaren Sie ein individuelles Studienprogramm mit den jeweils zuständigen Modulverantwortlichen:
VA: Dr. Andreas Rothehöfer
IIIB: Dr. Andreas Rothenhöfer
VC: Dr. Andreas Rothenhöfer
VD: Dr. Latif Durlanik
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
xxx

Kurs
N. N.

PRI Fachdidaktik Deutsch I: Einführung in die Fachdidaktik Deutsch Pflichtmodul HGy, SEK ECTS: 6

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Matthis Kepser, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de

Das Modul Fachdidaktik Deutsch I macht die Studierenden mit den Grundlagen der Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber zwei Semester (Winter und Sommer); es umfasst einen Einfuehrungskurs und ein Seminar.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-FD1-1 Einführung in die Fachdidaktik

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B1216 (2 SWS) Seminar
Dr. Stefan Schallenberger
10-79-5-FD1-3 Lese- und Schreibdidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:15 - 15:45 SFG 1040 (2 SWS) Seminar
Dr. Bettina Noack
10-79-5-FD1-4 Lese- und Schreibdidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW1-HS H1000 (2 SWS) Seminar
Maike Bollmann (LB)

PRIII Fachdidaktik Deutsch III: Problemfelder der Sprach- und Literaturdidaktik Pflichtmodul ECTS: 3

Modulbeauftragter: Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de


Das Modul Fachdidaktik III (PR III) baut auf die in Modul I (A/B) und II (A/B) gewonnenen Kenntnisse und Fertigkeiten auf. Es deckt die Sprach- und die Literaturdidaktik mit jeweils einer Veranstaltung ab, wobei in einer der beiden Veranstaltungen eine seminarbezogene Hausarbeit zu schreiben ist.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-FD4-1 Analysieren, produzieren, rezipieren: ''Rhetorik' als Thema im Deutschunterricht [Sprachdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B1216 (2 SWS) Seminar
Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD4-2 Texte schreiben: Schreibdidaktische Grundlagen [Sprachdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 11:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS) Seminar

ACHTUNG: Das Seminar findet nur in der ersten Semesterhälfte statt!
Die Fähigkeit, Texte zu verfassen, ist über den Deutschunterricht hinaus von zentraler Bedeutung, schließlich stellen Texte eine wichtige Basis der Informationsweitergabe, Wissensvermittlung und Wissensüberprüfung dar. Im Deutschunterricht sind die Fokussierung und der Erwerb von Schreibkompetenz in besonderer Weise als eigener Kompetenzbereich verortet. Das Seminar führt in die Grundlagen schreibdidaktischer Konzeptionen ein, wobei vor allem Ansätze der Schreibprozessorientierung und der Schreibförderung sowie der Analyse von Schülertexten fokussiert werden. Es wird der Bezug zur Praxis gesucht, indem Schreibarrangements entwickelt, diskutiert und in der Schule erprobt werden, und die dadurch entstandenen Schreibprodukte ausgewertet und kommentiert werden.
Die Thematik wird in der zweiten Semesterhälfte durch das Seminar „Texte schreiben: DaZ und DaF (Projektseminar, Schwerpunkt Sek I/II)“ vertieft, das dem Wahlpflichtmodul D1 und dem General Studies-Angebot angehört. Für Studierende, die beide Seminare belegen, ergibt sich im Anschluss die Möglichkeit einer vergüteten Tätigkeit als Schreibförderlehrkraft an einer Bremer Oberstufe.

Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx
Marie-Christin Reichert
10-M79-FD4-3 Graphic Novels im Deutschunterricht
Achtung: Veranstaltungsbeginn am 01.11.17

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 SFG 2080 (2 SWS) Seminar
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-M79-FD4-4 Zwischen Törleß, Dr. Mantelsack und Columbine - die Schule als Thema in der Literatur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS) Seminar

Zwischen Törleß, Dr. Mantelsack und Columbine - die Schule als Thema in der Literatur

Beschreibung:
Thomas Mann, Robert Musil und Hermann Hesse ließen ihre Erfahrungen mit der Institution Schule in ihre Literatur einfließen. Darin gerät die Lateinstunde bei Dr. Mantelsack zum Martyrium für Hanno Buddenbrook, bei Musil vergehen sich drei Schüler an einem Schwächeren und die Lehrer bekommen davon nichts mit. Der Protagonist bei Hermann Hesse, Hans Giebenrath, bringt sich (wahrscheinlich) am Ende um.
Auch in den anderen Texten schafft der Sozialraum Schule den Rahmen für die Handlungen. Wir sehen auch Veränderungen im Laufe der Zeit: Das Autoritäre rückt in den Hintergrund, die einseitige Pädagogik verschwindet aus dem Fokus, um gesellschaftlichen Veränderungen Platz zu machen, die sich stärker in der Schule ausbreiten.
Im Rahmen des Seminars werden wir die vorliegenden literarischen Beispiele inhaltlich diskutieren, um ihre fachlichen Kenntnisse zu erweitern. Welche Erfahrungen machen die Jugendlichen in der Schule? Wie nehmen die Lehrer die Schüler wahr und umgekehrt? Welches Bild von Schule wird im jeweiligen Beispiel skizziert? Wie prägt(e) die Schule die Jugendlichen?
Diese dienen als Grundlage für die weitere didaktische und methodische Auseinandersetzung, in der wir die Möglichkeiten des jeweiligen Werks für den Unterricht ausloten.
Sie erhalten bereits im Unterricht erprobte Materialien, gemeinsam erstellen wir eigene Arbeitsblätter, Tafelbilder oder Klassenarbeiten für den möglichen Unterrichtseinsatz.
An einem Beispiel erproben wir schließlich eine modellhafte Unterrichtsstunde.

Literatur Obligatorisch:
Die Ausgabe „Schule in der Literatur“ der Fachzeitschrift „Der Deutschunterricht“ (01/2014), siehe: http://www.friedrich-verlag.de/shop/schule-in-der-literatur (09.06.2017)
Für die Fachdidaktik und Methodik:
Gisela Beste (Hrsg.): Deutsch-Methodik. Handbuch für die Sekundarstufe I und II, 5., überarbeitete Aufl., Berlin 2015.
Michael Kämper-van den Boogaart (Hrsg): Deutsch-Didaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II, 6., überarbeitete Aufl., Berlin 2014.
Matthis Kepser, Ulf Abraham: Literaturdidaktik – Eine Einführung, 4., völlig neu bearbeitete und erw. Aufl., Berlin 2016.

Textgrundlagen
Thomas Mann: Die Buddenbrooks (Auszug Lateinstunde, via StudIP)
Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß (Auszug via StudIP, Hörspiel)
Hermann Hesse: Unterm Rad
Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott (Lektüre und Hörspiel)
Janne Teller: Nichts
Stefani Kampmann/Morton Rhue: Die Welle (Graphic Novel, in Auszügen via StudIP, da der Verlag hat nur eine Auflage herausgebracht hat, sind die Kaufmöglichkeiten sehr rar, es lohnt sich aber!)
Thomas Wolfertz/WDR: Hass, mehr Hass - die Geschichte von Eric und Dylan (Hörspiel)

Fabian Sauer (LB)

PRIV Fachdidaktik Deutsch IV: Pflichtmodul Gy, SEK ECTS:

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Matthis Kepser, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de

Das Modul Fachdidaktik Deutsch IV (PR IV) stellt mediendidaktische Fragestellungen des Deutschunterrichts in den Vordergrund und traegt damit dem Anspruch eines an einem weiten Textbegriff orientierten modernen und innovativen Deutschunterrichts Rechnung. Es besteht aus einer einfuehrenden Veranstaltung, in der abschliessend eine Klausur zu schreiben ist, sowie einem vertiefenden Seminar (ggf. in Projektform), das mit einer Haus- oder Projektarbeit zu beschliessen ist.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-FD1-2 Einführung in die Mediendidaktik
Achtung: erster Veranstaltungstermin: 02.11.17

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS) Seminar
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-M79-FD4-5 Journalistische Presse im kompetenzorientierten Deutschunterricht [Medienprojektseminar]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 17:00 GW2 B2880 (4 SWS) Seminar
Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD4-6 Medienprojektseminar: Western. Vom Drehbuch zum Film

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 17:00 IW3 0200 IW3 0210 (4 SWS) Seminar

Western. Vom Drehbuch zum Film

Der Western ist ein filmgeschichtlich bedeutsames Genre, das eng schon mit den Ursprüngen des Kinos zusammenhängt. Die Eroberung und Besiedlung des Westens der USA ist in ihrer filmischen Form zu einem Mythos geworden. Entsprechend weisen Westernfilme eine „einfache Form“ (André Jolles) auf, die Autoren des Kinos wie John Ford, Sergio Leone und Clint Eastwood genutzt haben, um sie zu variieren und damit teilweise sehr philosophisch das Hauptthema des Genres zu verhandeln: Die Einführung des Gesetzes an den Anfängen der Zivilisation (André Bazin).

Für den Deutschunterricht ist der Western ein interessantes Thema, weil er mit dem Verhältnis von Moral und Gesetz „Grundmuster menschlicher Erfahrung“ (Sabine Pfäfflin) und damit ein universelles Thema verhandelt. Einige der bedeutendsten Werke der Filmgeschichte sind Western. Auch wenn sie teilweise schon über 60 oder 70 Jahre alt sind, sind sie immer noch spannend und sprechen gerade Jungen an. Sie eignen sich deshalb als Gegenstände, an denen im Unterricht Filmgeschichte vermittelt, aber auch Heldenbilder und Geschlechterrollen diskutiert werden können.

Der Western mit seinen deutlichen Genreeigenschaften und der einfachen Form soll im Seminar als Ausgangspunkt für Übungen zum Drehbuchschreiben dienen. Die Kategorien, die fürs Drehbuchschreiben relevant sind, ermöglichen wiederum einen analytischen Blick auf die Filme, der von den üblichen filmanalytischen Kategorien abweicht, sie dabei aber sinnvoll ergänzt. Außerdem sollen Shooting Scripts als weitere Vorstufen zum Film angefertigt werden. Im Seminar wird außerdem filmgeschichtliches Wissen zum Western-Genre vermittelt und es werden exemplarisch Filme analysiert.


Literatur:
Bert Rebhandl (2007): Western. Genre und Geschichte. Wien: Paul Zsolnay Verlag.
Blake Snyder (2015): Rettet die Katze. Das ultimative Buch über das Drehbuchschreiben. Berlin: Autorenhaus Verlag.

Dr. Bettina Noack

PRV Abschlussmodul

Schulbezogenes Forschungspraktikum im Fach Deutsch
Nur fuer Studierende, die eine Abschlussarbeit schreiben.
Modulbeauftragte: Prof. Dr. Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-M79-SFP-1 Masterkolloquium Schulbezogenes Forschungspraktikum

Colloquium

Termine:
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 GW2 B1170 (2 SWS) Colloquium

Die Veranstaltung dient der regelmäßigen Begleitung beim Erstellen der Masterthesis in der Fachdidaktik Deutsch und macht mit grundlegenden Forschungsdesigns und –methoden vertraut. Je eigene Problemstellungen können, angefangen bei der Generierung eines Forschungsthemas und erster Forschungsfragen, diskutiert werden.

Empfohlene Literatur zur Empirie:

Kepser, Matthis/ Abraham, Ulf (2016): Literaturdidaktik Deutsch. Eine Einführung. 4. völlig neu bearb. u. erw. Aufl. Berlin: Erich Schmidt.

Boelmann, Jan (Hg.) (2016): Empirische Erhebungs- und Auswertungsverfahren in der deutschdidaktischen Forschung. Baltmannsweiler: Schneider.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Stefan Schallenberger

IIIB Theorien und Methoden der Sprachwissenschaft Wahlpflichtmodul Gy ECTS: 6

Modulverantwortlich: Dr. Andreas Rothenhöfer, Kontakt: rothenhoefer@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-B3-01 Diskurstheorie und -analyse

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 SFG 1040 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-79-3-B3-02 Textlinguistik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar
Dr. Claudia Happe
10-79-3-B3-03 Sprache in der Politik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar

Die (gesprochene und geschriebene) Sprache stellt für den Menschen als zoon politicon das maßgebliche Kommunikationsmittel und Zeichensystem im Verbund mit anderen bildlichen und nonverbalen Mitteilungsformen (Modalitäten) dar. Sprachliche Kommunikation und Texte als persuasive, regulative, instrumentale und integrative Sprachspiele stehen im Zentrum aller politischer und legislativer Vorgänge und Handlungen. Das Seminar will einen Einblick in die Funktionen, Textsorten und Strukturen politischer Kommunikation sowie in die Möglichkeiten und Probleme der (korpus-)linguistischen Analyse politischer Sprache geben. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Rolle von Sprache im aktuellen Bundestagswahlkampf.

Unterrichtsformen: Impulsreferate, Dozentenvortrag, Plenumsdiskussionen, Gruppenarbeiten, Textlektüre und Medienbeispiele.

Grundlegende Literatur: wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-3-B3-04 Linguistisches Arbeiten als Prozess - Theorien, Inhalte, Methoden

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 MZH 1460 (2 SWS) Seminar
Linda Kleber
10-79-3-B3-05 Grundlagen der Pragmatik

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 SFG 2040 (2 SWS) Seminar

Die linguistische Pragmatik befasst sich mit dem Sprachgebrauch in all seinen Facetten, d.h. mit der Verwendung von Sprache in spezifischen Äußerungssituationen unter Berücksichtigung des Handlungscharakters und der Kommunikativität von Sprache. Im Seminar soll zunächst die Relevanz der Pragmatik für die gesamte Linguistik aus philosophischer und wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive herausgestellt werden. Hauptgegenstand der Veranstaltung sind dann die zentralen theoretischen Ansätze und Konzepte der linguistischen Pragmatik (Deixis, Sprechakte, Implikaturen, Präsuppositionen u.a.) sowie einige eher praxisbezogene und interdisziplinäre Forschungsfelder (z.B. Höflichkeitstheorie, Gesprächsanalyse). Die Veranstaltung wird zugleich theoriebasiert und anwendungsorientiert ausgerichtet sein. Neben der gemeinsamen Einarbeitung in die Materie und der Analyse von Beispielen wird es Raum für von den Studierenden eigenständig erarbeitete Präsentationen und Leistungen geben.

Jan-Henning Kromminga

IIIC Theorien und Methoden der Literaturwissenschaft Wahlpflichtmodul Gy ECTS: 6

Das Modul IIIC "Theorien und Methoden der Literaturwissenschaft" wird regulär nicht mehr angeboten.
Nachzügler wenden sich bitte an Herrn Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-A3-01 Gender und Sprache [Mediävistik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 MZH 1460 (2 SWS) Seminar
Dr. Jana Jürgs
10-79-3-A3-02 Narratologie
Narratology

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar

Dieses Seminar beschäftigt sich mit dem nach wie vor wohl lebendigsten Forschungsfeld der theoretischen Literaturwissenschaft, der Erzähltheorie oder Narratologie. Es setzt somit fort, was der Einführungskurs mit seiner Einführung in die Erzähltextanalyse begonnen hat, intensiviert dies aber in zwei Hinsichten: Zum einen werden anhand von Textbeispielen (bei gegebener Nachfrage von Studierenden aus dem Grundschullehramt auch solche aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteratur) die Analyseinstrumentarien und Begrifflichkeiten der Narratologie intensiv eingeübt und überprüft, zum anderen werden auch aktuelle theoretische Fragen der Erzähltheorie erörtert.
Textgrundlage des Seminars ist zum einen die umfassende Einführung von Tilmann Köppe und Tom Kindt: Erzähltheorie. Eine Einführung. Stuttgart (Reclams UB 17683) 2014, die ggf. um weitere Einführungstexte ergänzt wird – etwa die Online-Einführung in die Narratologie von Fotis Jannidis, Katrin Dennerlein und mir, die im Rahmen des Projekts LiGo im WWW zur Verfügung steht (http://www.li-go.de) –,
zum anderen einige kürzere literarische Erzähltexte (bzw. Ausschnitte aus längeren Erzähltexten), die ich auch mit Blick auf die Teilnehmerschaft des Seminars im Juli und August auswählen werde.
Einen konkreten Plan für dieses Seminar finden Sie ab spätestens Ende September in Stud.IP.
Im Modul A3 („neue Studienstruktur“) ist es möglich, durch eine mündliche Prüfung zu diesem Seminar das Modul abzuschließen.
Im Modul IIIC („alte Studienstruktur“) ist es möglich, durch eine Hausarbeit oder eine mündliche Prüfung zu diesem Seminar das Modul abzuschließen. Die (theoretisch mögliche) Prüfungsform Klausur wird nicht angeboten.

Dr. Uwe Spörl
10-79-3-A3-03 Materialität der Literatur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW1 A1260 (2 SWS) Seminar

Die meisten Texte, mit denen wir arbeiten, stehen uns heute digital zur Verfügung – sie sind leicht durchsuchbar, in unterschiedlichen Schriften darstellbar und überall permanent verfügbar. Im Seminar soll Gegenteiliges in den Blick genommen werden: Die Materialität von Literatur, also die Tatsache, dass Texte ihrer materiellen, historischen Gestalt nach gerade nicht leicht durchsuchbar, nicht in unterschiedlichen Schriften darstellbar und nicht überall permanent verfügbar sind. Begegnet Literatur uns doch – schon im Stadium des Manuskriptes – in der Regel als Schrift auf Papier; später dann am häufigsten eingebunden in das Artefakt Buch, das ein spezifisches Format hat, eine spezifische Typographie, vielleicht an ganz spezifischen Positionen ausgestattet ist mit Bildern. Wir wollen diese vielleicht allzu selbstverständlichen Phänomene in historischer Perspektive zum Gegenstand nehmen und – beginnend mit dem 18. Jahrhundert – uns z.B. Fragen nach den kommunikationspolitischen Implikaturen von Buchformaten, den publikationsstrategischen Funktionalisierungen von Typographien und der Funktion von Buchillustration stellen. Nicht zuletzt bleibt zu klären, inwieweit literarische Texte selbst ihre materialen Bedingungen reflektieren.

Florian Pehlke
10-79-3-A3-04 Narrative der Erschöpfung. Müdigkeit, Verausgabung und Burnout in Literatur und Theorie (19. - 21. Jhd.)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 MZH 5210 (2 SWS) Seminar

„Erschöpfung hat Konjunktur. […] Die Rede von Erschöpfung ist ubiquitär geworden“. Mit diesen Statements beginnt Wolfgang Martynkewicz seine Monographie Das Zeitalter der Erschöpfung (2013) – und verweist damit auf ein Thema, das von hoher Aktualität und sozialer Brisanz ist. Der Spiegel sprach in einer Ausgabe („Ausgebrannt. Das überforderte Ich“) sogar von der „Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts“ und von den Deutschen als „Volk der Erschöpften“ (Dettmer/Shafy/Tietz 2011).
Das Seminar nimmt die Relevanz des Themas zum Anlass, um den Zusammenhang von Erschöpfung und Literatur in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung zu stellen. Erstens wird es um die kultur- und literaturtheoretische Reflexion solcher Phänomene gehen, die mit dem Begriff ‚Erschöpfung’ assoziiert sind und symptomatisch auf einen gesellschaftlichen Zustand verweisen, der in jüngster Vergangenheit seitens der Sozialphilosophie und Kultursoziologie kritisch in den Blick gerückt worden ist. Dabei sollen auch literaturtheoretische Ansätze zu Erschöpfung produktiv gemacht werden (Gilles Deleuze, Roland Barthes). Hieran anschließend fragt das Seminar nach den ästhetischen Dimensionen des Themas und unternimmt zweitens exemplarische Lektüren literarischer Texte, die Formen von Erschöpfung auf unterschiedliche Weise verhandeln. Nicht nur drängt sich die Frage auf, wie die Texte Erschöpfungsgeschichten (Narrative) in verschiedenen diskursgeschichtlichen Kontexten archivieren. Vor allem frage das Seminar nach dem subversiven Potential der Literatur. Inwiefern schafft es die Literatur, eine kritische Sicht auf „Pathologien des Sozialen“ (Honneth) zu entwickeln? Von welchen ästhetischen Gegenstrategien machen die Texte Gebrauch? Gibt es so etwas wie eine ‚literarische Entschleunigung’? Und welche utopischen Modelle entwirft die Literatur, um Wege aus der Erschöpfung zu imaginieren?
Voraussetzung für die Teilnahme ist die mündliche Beteiligung an Diskussionen und Gruppenarbeiten sowie die Bereitschaft zu herausfordernden Lektüren theoretischer Texte.

Dr. Julian Osthues
10-79-3-A3-05 Autorschaftstheorien

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 SFG 1030 (2 SWS) Seminar

In diesem Seminar wollen wir uns mit verschiedenen Positionen zur Frage auseinandersetzen, ob und wenn ja, in welcher Weise die Berücksichtigung des 'Autors' für die Interpretation von (literarischen) Texten notwendig, wünschenswert, irrelevant oder störend ist. Im Zuge dessen werden wir auch klären müssen, was eigentlich ein 'Autor' ist und was man von einem solchen in Texten erkennen kann. Textgrundlage wird folgende Anthologie sein: Texte zur Theorie der Autorschaft, hrsg. u. kommentiert v. Fotis Jannidis u.a., Stuttgart 2009.

Hauke Harm Kuhlmann
10-79-3-A3-06 Theorie und Geschichte des Märchens

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar

In diesem Seminar im Modul A3 wollen wir uns mit unterschiedlichen Literaturtheorien sowie Zugangsweisen zur Literatur am Beispiel des (Volks-)Märchens beschäftigen. Dazu werden wir auch grob auf die Geschichte des Märchen eingehen.

Hauke Harm Kuhlmann
10-79-3-A3-07 Kulturwissenschaftliche Literaturwissenschaft in Theorie und Praxis

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 SFG 2020 (2 SWS) Seminar

Im Mittelpunkt der Arbeit des Seminars stehen die kulturwissenschaftlichen Perspektiven der Literaturwissenschaft und deren Anwendung auf literarische Texte. Zunächst sollen die theoretischen Grundfragen gestellt und mit einschlägiger Literatur beantwortet werden: Was versteht man unter kulturwissenschaftlicher Literaturwissenschaft? Was sind ihre Prämissen? Wie kann man ihre Konzepte in die Praxis umsetzen? Welche Arbeitsfelder gibt es? Welche Gegenstände können bearbeitet werden? Als Grundlage dienen dazu Texte von Hartmut Böhme u.a. und Abschnitte aus den Standardwerken von Nünning.
In einer zweiten Phase sollen anhand zentraler Begriffe und Modelle der kulturwissenschaftlichen Literaturwissenschaft literarische Texte interpretiert werden. Den Oberbegriff soll dabei das kulturelle Wissen bilden. Von diesem Punkt aus sollen einzelne theoretische Bezugspunkte wie die Text-Kontext-Relation erarbeitet und diskutiert werden. Für die kulturwissenschaftliche Methodik spielt gerade die Text-Kontext-Relation eine wichtige Rolle. Unter den Prämissen der kulturwis-senschaftlichen Literaturwissenschaft sollen folgende Themenkomplexe diskutiert werden: Inter-medialität und Intertextualität, Erinnerungskultur, Gender, Alterität, Archiv und die Ordnungen des Wissens.

Themenfelder und Texte:
Intertextualität: Ulrich Plenzdorf: Die neuen Leiden / Goethe: Werther.
Intermedialität: Rainald Goetz: Celebration.
Erinnerungskultur: Heinz Czechowski: Dresdengedichte
Gender: Marlene Streeruwitz: Bildgirl
Literatur und Archiv: Kempowski: Tadellöser und Wolf
Ordnungen des Wissens: Gottfried Keller: Das Sinngedicht. Martin Salander.
Alterität/Interkulturalität: Jakob Arjouni: Happy Birthday Türke.

Zur Orientierung:
Neumann, Birgit, Nünning, Ansgar: Kulturelles Wissen und Intertextualität. Grundbegriffe und Forschungsansätze zur Kontextualisierung von Literatur, in: Gymnich, Marion, Neumann, Birgit, Nünning, Ansgar Hg.: Kulturelles Wissen und Intertextualität. Theoriekonzeptionen und Fallstudien zur Kontextualisierung von Literatur, Trier 2006, S. 3-28
Neumann, Birgit: Kulturelles Wissen und Literatur, in: Gymnich, Marion, Neumann, Birgit, Nünning, Ansgar Hg.: Kulturelles Wissen und Intertextualität. Theoriekonzeptionen und Fallstudien zur Kontextualisierung von Literatur, Trier 2006, S. 29-50.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-3-A3-09 Methodologische Grundlagen der Literaturwissenschaft. Analytik und Synthetik

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 B2890 GRA2 0180 (2 SWS) Seminar
Dr. Hans Rudolf Wahl

IIID Theorien und Methoden Deutsch als Zweitsprache (fachwissenschaftliche Grundlagen) Wahlpflichtmodul Gy ECTS: 6

Das Modul IIID " Theorien und Methoden Deutsch als Zweitsprache" wird regulär nicht mehr angeboten.
Nachzügler wenden sich bitte an Frau Prof. Dr. Nicole Marx, Kontakt: nmarx@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-D1-1 Texte schreiben: DaZ und DaF (Projektseminar, Schwerpunkt Sek I/II)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 11:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS) Seminar

ACHTUNG: Die Veranstaltung findet vom 08.12.17 bis Semesterende statt!
Funktional angemessene Texte zu schreiben, gilt als grundlegende Kulturfähigkeit der „Wissensgesellschaft“, in der Wissen v.a. in schriftlicher Form kommuniziert und erarbeitet wird. Diese Kompetenz ist nicht nur in der Erstsprache, sondern auch in Zweit- und Fremdsprachen zu entwickeln. Zwei häufige Situationen betreffen das Studium in einer Fremdsprache sowie die schulische Bildung in einer Zweitsprache. Das Seminar betrachtet Schreiben unter der Bedingung der Mehrsprachigkeit, wobei unterschiedliche Erwerbsituationen und -kontexte einbezogen werden. Es werden Schreibprodukte vergleichend analysiert, die einerseits im Rahmen des Germanistikstudiums an einer ausländischen Universität und andererseits im Deutschunterricht der gymnasialen Oberstufe eines Bremer Schulzentrums entstanden sind.
Die Grundlagen für dieses in der zweiten Semesterhälfte stattfindende Seminar werden in der ersten Semesterhälfte im Seminar „Texte schreiben: Schreibdidaktische Grundlagen [Sprachdidaktik]“ erarbeitet, das im deutschdidaktischen Modul FD4 angesiedelt ist. Für Studierende, die beide Seminare belegen, ergibt sich im Anschluss die Möglichkeit einer vergüteten Tätigkeit als Schreibförderlehrkraft an einer Bremer Oberstufe.

Prof. Dr. Nicole Kathleen Marx
Marie-Christin Reichert
10-79-5-D1-2 Effektivität von schulischen Sprachfördermaßnahmen in der Sekundarstufe I

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 GW2 B3770 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS) Seminar

Das Seminar betrachtet Sprachfördermaßnahmen (Schwerpunkt: DaZ) in der Sekundarstufe I aus der Forschungsperspektive, wobei verschiedene Konzeptionen von Fördermaßnahmen, Begriffe empirischer Forschung sowie Begleitstudien exemplarische vorgestellt und diskutiert werden. Ziel ist es, Grundlagen empirischer Evaluationsstudien kennenzulernen sowie die Relevanz empirischer Forschung in Bezug zu schulischen Sprachfördermaßnahmen zu diskutieren. Dabei nimmt das Zusammenwirken von empirischen und didaktisch-pädagogischen Ansprüchen eine wesentliche Rolle ein. Am Ende des Seminars werden exemplarisch einzelne empirisch evidente Indikatoren guter Fördermaßnahmen im Bereich Schreiben und solche, die insbesondere für SchülerInnen mit nichtdeutscher Familiensprache sowie für leistungsschwächere geeignet erscheinen, fokussiert.

Britta-Katharina Ehrig, M.Ed.
10-79-5-D1-3 Grammatik im Unterricht DaZ (Sekundarstufe)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW2 A4020 (2 SWS) Seminar
Dr. Claudia Happe
10-79-5-D1-4 Diagnose und Förderung der L2- Lesekompetenz unter besonderer Berücksichtigung neu zugewanderter SchülerInnen, Fokus: Sek. I (Zuwanderung, Flucht, Bildung)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW1 B0100 (2 SWS) Seminar

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, deren Schullaufbahn nicht im deutschen Schulsystem begonnen hat, werden im DaZ-Kontext als Seiteneinsteiger bezeichnet. Die Sprachförderung für diese sehr heterogene Lernergruppe ist abhängig vom Bundesland. In Bremen wurden sog. Vorkurse für die schulische Erstversorgung etabliert, die einen sukzessiven Übergang in den Regelunterricht umfassen. In diesem Kontext beleuchtet das Seminar die Entwicklung der zweitsprachlichen Lesekompetenz, die nicht nur für die schulische Laufbahn, sondern auch die gesellschaftliche Teilhabe eine Schlüsselqualifikation darstellt. Das Hauptaugenmerk liegt auf Möglichkeiten der Untersuchung sowie Förderung des L2-Leseverstehens bzw. ausgewählter Teilfertigkeiten in der Sekundarstufe I.
Die Veranstaltung kann im Rahmen des Zertifikats „Zuwanderung, Flucht, Bildung“ belegt werden.

Christian Gill

VA Interkulturelle Semiotik Pflichtmodul ECTS: 6

Das Modul VA "Interkulturelle Semiotik" wird regulär nicht mehr angeboten.
Nachzügler wenden sich bitte an Herrn Dr. Andreas Rothenhöfer, Kontakt: rothenhoefer@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-3-B3-01 Diskurstheorie und -analyse

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 SFG 1040 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-79-3-B3-02 Textlinguistik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar
Dr. Claudia Happe
10-79-3-B3-03 Sprache in der Politik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B2880 (2 SWS) Seminar

Die (gesprochene und geschriebene) Sprache stellt für den Menschen als zoon politicon das maßgebliche Kommunikationsmittel und Zeichensystem im Verbund mit anderen bildlichen und nonverbalen Mitteilungsformen (Modalitäten) dar. Sprachliche Kommunikation und Texte als persuasive, regulative, instrumentale und integrative Sprachspiele stehen im Zentrum aller politischer und legislativer Vorgänge und Handlungen. Das Seminar will einen Einblick in die Funktionen, Textsorten und Strukturen politischer Kommunikation sowie in die Möglichkeiten und Probleme der (korpus-)linguistischen Analyse politischer Sprache geben. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Rolle von Sprache im aktuellen Bundestagswahlkampf.

Unterrichtsformen: Impulsreferate, Dozentenvortrag, Plenumsdiskussionen, Gruppenarbeiten, Textlektüre und Medienbeispiele.

Grundlegende Literatur: wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.

Dr. Andreas Rothenhöfer

VB Deutsche Literatur im europäischen Kontext (ältere [AL] und neuere [NL] Literatur) Pflichtmodul ECTS: 6

Modulverantwortlich: Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: talthaus@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
10-79-5-A11-1 Fremde Figuren in der Literatur des 19. Jahrhunderts

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW1 B0100 (2 SWS) Seminar

Interkulturalität in der Form der Begegnung von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen ist kein neues Phänomen. Schon in kanonischen Texten des 19. Jahrhunderts tauchen ‚fremde Figuren‘ auf, deren Fremdheit auf sehr unterschiedliche Weise und mit sehr unterschiedlichen Zielrichtungen konstruiert wird. Es wird jeweils zu untersuchen sein, wie diese Fremdheit literarisch inszeniert, wozu sie jeweils eingesetzt, ob die Fremdheit im Laufe der Texte aufgelöst, verstärkt, affirmiert usw. wird. Steht die kulturelle Fremdheit im Sinne von Alterität in einem Zusammenhang mit der Erzeugung von ästhetischer Alterität oder ‚Verfremdung‘?
Im Lauf des Seminars werden uns die folgenden Autoren und Texte beschäftigen: Heinrich von Kleist (Die Verlobung von St. Domingo), Achim von Arnim (Isabella von Ägypten), Clemens Brentano (Die mehreren Wehmüller und ungarischen Nationalgesichter), Johann Wolfgang Goethe (Novelle), Karl Gutzkow (Der Prinz von Madagaskar), Adalbert Stifter (Katzensilber), Theodor Storm (Von Jenseit des Meeres), Wilhelm Raabe (Meister Autor oder Die Geschichte vom versunkenen Garten), Gottfried Keller (Don Correa), Karl May (Durch die Wüste), Theodor Fontane (Effi Briest), Hugo von Hofmannsthal (Das Märchen der 672. Nacht).

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-5-A11-2 Der deutsch-türkische Erzähler Feridun Zaimoglu

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 A4020 (2 SWS) Seminar

Seminarkommentar „Der deutsch-türkische Erzähler Feridun Zaimoḡlu“:

Neben Emine Sevgi Özdamar, Zafer Ṣenocak, Selim Özdogan oder Nuran David Calis gehört Feridun Zaimoḡlu zu den wichtigsten Autoren der jüngeren deutsch-türkischen Literatur. Was seit den 60er Jahren in der Germanistik zunächst als Gastarbeiterliteratur, dann als Literatur der Migration und schließlich als inter- bzw. transkulturelle Literatur bezeichnet wird, ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil des deutschen Kulturbetriebs geworden. Für jeden Interessierten, der aufmerksam den Buchmarkt sowie die Literatursendungen in Hörfunk und Fernsehen verfolgt, ist inzwischen unübersehbar, dass Zaimoḡlu zu den in den Medien am meisten diskutierten Autoren deutscher Sprache gehört.
Schon mit seinem Debüt „Kanak Sprak“ (1995) erregte er großes Aufsehen, weil es hier zum ersten Mal musterhaft gelingt, den literarischen Diskurs der Bundesrepublik für die bislang mehrheitskulturell abjekte, authentische Sprache junger Deutschtürken zu öffnen. Seitdem sind mehr als ein Dutzend Erzählbände und Romane erschienen, in denen er Gestalten und Motive des orientalisch-islamischen Kulturkreises seiner Herkunft mit solchen der bundesrepublikanischen Gegenwartskultur zusammenführt. Typisch für seine Poetik ist, dass er dabei Formen aus der Tradition insbesondere der deutschen Literatur, wie z. B. den Briefroman, reaktualisiert, d. h. mit neuer Bedeutung auflädt.
Im Seminar wollen wir uns durch Lektüre den Texten nicht nur inhaltlich nähern, sondern uns auch am Beispiel ausgewählter Passagen mit wichtigen theoretischen Konzepten der interkulturellen Germanistik, z. B. denen der Hybridität (Bhabha 1994), der Inter- (Schmitz 1991) und Transkulturalität (Welsch 1997) vertraut machen. Hinzu kommen die Begriffe des Performativen (Fischer-Lichte 2004) und der Hate Speech (Butler 1997/dt. 2006), die den Inszenierungscharakter von Wirklichkeit bzw. die Verschränkung von Körper und Diskurs, Subjekt und Macht thematisieren (s. Blumentrath et al. 2007). Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Literaturanalyse im Zeichen von Migration und Globalisierung ‒ insbesondere der damit einhergehenden Herausforderungen durch Pluralisierung ‒ neue theoretische Ansätze erforderlich macht, die wir uns im Kurs aneignen wollen.
Wer sich in der vorlesungsfreien Zeit auf das Seminar vorbereiten will, mag vielleicht mit den Erzählungen „Zwölf Gramm Glück“ (2004), dem frühen Künstlerroman „German Amok“ (2002) oder auch dem Briefroman „Liebesmale, scharlachrot“ (2000) beginnen.
Ein Seminarplan + Literaturliste wird zu Beginn des Kurses bekannt gegeben.

Dr. André Steiner (LB)
10-79-5-A11-3 Mehrsprachigkeit im Gegenwartsroman

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW1-HS H1010 (2 SWS) Seminar

Mehrsprachigkeit im Gegenwartsroman

Das Thema „Mehrsprachigkeit im Gegenwartsroman“ umfasst unterschiedliche Aspekte, die im Rahmen dieses Seminars herausgearbeitet werden sollen. Zum einen geht es um die Erfahrung gelebter Mehrsprachigkeit, wie sie beispielsweise in Olga Grjasnowas Roman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ (2012) angesprochen wird. Die Protagonistin wuchs in Aserbaidschan auf und spricht neben ihrer Muttersprache Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und „ein bisschen“ Polnisch. Bereits im Grundschulalter – mit ihren Eltern beim Ausländeramt – macht sie die Erfahrung, „dass Sprachen Macht bedeuteten. Wer kein Deutsch sprach, hatte keine Stimme, und wer bruchstückhaft sprach, wurde überhört.“ Während ihres Studiums der Dolmetscherwissenschaften spottet sie, dass für ihren Professor im Gegensatz zu ihrer eigenen Erfahrung Multikulturalismus nur „in Kongresshallen, Konferenzgebäuden und teuren Hotels“ stattfinde. Im Gegensatz zu dieser kritischen Perspektive, die soziale Abwertung und Überforderung benennt, steht das spielerisch-kreative Mehrsprachenlernen in Peter Waterhouse‘ kurzem Text „Klangtal“ (2003). Darin heißt es, dass sich dem kleinen österreichischen Jungen Heinrich, der in Singapur aufwächst, die Sprachen und Klänge genussvoll verwischen: „Die Hosentaschen des Kindes waren gefüllt mit blauen Taschentüchern. Es war gut, mit dem Knoten die Nasenspitze zu kitzeln. Die Nase war Obst, nämlich etwas, das zuoberst lag, Obst; die Nase spürte das Obst, das die Straße entlang zum Verkauf oder Verschenken angeboten lag, sie war aber selbst Obst; Ananas, Malaysisch nanas, duftete, und die Nase war Ananase. Das Kind kitzelte seine Nase, das Kitzeln war wie Kosten, es war ein kitzliges Tasten, aber Tasten war wie das englische to taste. Das Kind tastete auf Deutsch mit der Taschentuchecke oder Tastentuch die Nase ab aber auf Englisch it tasted too auch.“ Neben den Mehrsprachigkeitserfahrungen der Figuren steht als weiterer wichtiger Aspekt des Seminars die Mehrsprachigkeit der literarischen Texte selbst, die zum Teil wie selbstverständlich zwischen verschiedenen Sprachen hin und her springen oder vertraute Sprachgrenzen überschreiten. So heißt es beispielsweise in W. G. Sebalds „Die Ausgewanderten“ (2003): „Zum letztenmal besuchte ich den Adelwarth-Onkel im November. Als ich aufbrechen, mußte, bestand er darauf, mit mir vors Haus zu treten. Und zu diesem Zweck legte er eigens mit vieler Mühe seinen Paletot mit dem schwarzsamtenen Kragen an und setzte sich einen Homburg auf. I still see him standing there in the driveway, sagte die Tante Fini, in that heavy overcoat looking very frail und unsteady. Es war ein eisiger, lichtloser Morgen, als ich Cedar Glen West wieder verließ.“ Während Sprachwechsel in eine im entsprechendem Kulturkreis verbreitete Fremdsprache nahtlos verfolgt werden können, lösen Einwürfe, die nicht ohne spezifische Kenntnisse verständlich sind, Irritationen aus. So ist es beispielsweise bei einer Gesprächssituation in Terézia Moras Roman „Alle Tage“ (2004): „Prime bjen esasa ndeo, sagt der Junge. Prime. Was? Songo. Nekom kipleimi fatoje. Pleida pjanolö. Was sagt er? Hören Sie, Schwester?“
Literaturliste und Seminarplan finden sich ab August auf StudIP.

Ina Düking (LB)
10-79-5-A11-4 Literatur und Film als „third space“ in der interkulturellen Literaturwissenschaft

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1216 (2 SWS) Seminar

In der interkulturellen Literaturwissenschaft wird seit einigen Jahren die third-space-Theorie als recht avancierter Ansatz diskutiert. Sie analysiert eine bestimme Form der Hybridisierungen, also der Mischungen von Kulturen. Dabei geht es nicht um eine Art von Synthese von heterogenen Polen, sondern darum, daß Räume geschaffen werden, in denen sich zwei Kulturen wechselseitig neu konstruieren. Das hat zur Folge, daß die Kriterien der Identität der Differenzen neu verhandelt werden können. Eine besondere Form dieses kulturellen Raumes zur wechselseitigen Konstruktion des Eigenen und des Fremden bilden die Literatur und der Film. Literarische Texte und Filme, die entweder den Anspruch erhaben, solche Räume darzustellen oder die selbst als 'third-spaces' angesehen werden können, sollen im Zentrum des Seminars stehen.
In einer ersten einführenden Phase des Seminars sollen die theoretischen Grundlagen gelegt werden und an einem Text, der bestrebt ist, sie direkt umzusetzen, erprobt werden. In einem zweiten Arbeitsschritt sollen literarische Texte und Filme auf ihre Arbeit mit diesem Konzept und in ihrer Funktion als 'third space' untersucht werden. Ausgewählt wurden zwei Gruppen von Texten und Filmen zunächst sollen Werke von Friedrich Glauser und Rainer Werner Fassbinder im Mittelpunkt stehen, die dieses Konzept umsetzen, noch bevor es von der Theorie überhaupt erfaßt wurde, in einem zweiten Schritt sollen aktuelle und eben erschienene Werke auf ihre Bedeutung als 'third space' hin untersucht und diskutiert werden, die Filme 'Le Havre' und 'Die andere Seite der Hoffnung' von Aki Kaurismäki und die Romane 'Vor dem Fest' von Sasa Stanisic und 'Mörikes Schlüsselbein' von Olga Martynova.

PD Dr. Martin Schierbaum

VD Erwerb einer Kontrastsprache Wahlpflichtmodul ECTS: 6

Das Modul VD "Erwerb einer Kontrastsprache" wird regulär nicht mehr angeboten.
Nachzügler wenden sich bitte an Dr. Latif Durlanik, Kontakt: durlanik@uni-bremen.de
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
xxx

Kurs
N. N.

Ansprechpartner für die Inhalte des Veranstaltungsverzeichnisses

Alte Vorlesungsverzeichnisse (bis Sommersemester 2012)