Lehrveranstaltungen SoSe 2017

Komplexes Entscheiden, M.A.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

MODULBEREICH: Theorie und Empirie des Komplexen Entscheidens (27 CP)

Modul 01: Theorie des Komplexen Entscheidens (9 CP)

Das Modul wird regelmaessig im Wintersemester angeboten.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
Exkursion nach Berlin
Excursion

Exkursion

Einzeltermine:
Mo 12.06.17 - Fr 16.06.17 (Mo, Di, Mi, Do, Fr) 09:00 - 18:00

Im Rahmen der Masterstudiengänge „Komplexes Entscheiden“ sowie „Entscheidungsmanagement“ findet jährlich im Sommersemester (abwechselnd Berlin / Brüssel) eine einwöchige Exkursion statt. Die Veranstaltung schließt sich an die „Praxis des Entscheidens“ im Wintersemester an.
Die Studierenden erhalten Einblick in Entscheidungssituationen, -routinen und -probleme von Organisationen und Einrichtungen im öffentlichen Raum (z.B. öffentliche Verwaltung, öffentliche und private Unternehmen, Parteien, Gewerkschaften, NGO’s). Vor Ort werden mit Experten/-innen bezogen auf das jeweilige Thema entscheidungsrelevante Fragestellungen diskutiert.
Ziel ist es, die verschiedenen Perspektiven unterschiedlicher Akteure nachzuvollziehen und einen generellen Einblick in die Entscheidungsfindung auf Bundes-, respektive EU-Ebene zu gewinnen.
Themen und Schwerpunkte der Exkursion werden dabei gemeinsam mit den Studierenden entwickelt.

Sandra Kohl

Modul 04: Entscheidungstraining (6 CP)

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-M39-2-04-01 Entscheidungstheorie
Decision Theory

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 GW2 B1216 (2 SWS)

Allgemeine Einführung in die Betriebswirtschaftliche Entscheidungstheorie sowie eine nähere Auseinandersetzung mit ihrem normativen Zweig. Dabei werden systematisch die (formalen) Grundlagen rationaler Entscheidungsfindung und deren Anwendung erarbeitet.
Einführung in die deskriptive Entscheidungstheorie, wobei hier vorrangig den Quellen typischen Fehlentscheidens nachgegangen wird. Es wird gezeigt, worin die Ursachen für typische Fehlentscheidungen liegen, wie sich diese Fehlentscheidungen äußern (und warum es überhaupt Fehlentscheidungen sind, was mitunter nicht trivial ist) und welche Ansätze zur Verfügung stehen, um den Ursachen von Fehlentscheidungen antizipativ wirksam zu begegnen. Neben „statischen“ (im Sinne von einmaligen) Entscheidungen gewinnt dabei die Betrachtung des kontinuierlichen Entscheidungsverhaltens zunehmend an Bedeutung, wie es gerade im Umgang mit dynamischen Systemen wesentlich ist.

Literatur:
Rehkugler, H. & Schindel, V. (1990). Entscheidungstheorie: Erklärung und Gestaltung betrieblicher Entscheidungen. München: V. Florentz
Eichenberger, R. (1992). Verhaltensanomalien und Wirtschaftswissenschaft. Wiesbaden
Dörner, D. (2009). Die Logik des Mißlingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen. Erw. Neuausg., 8. Aufl.. Reinbek: Rowohlt
von Nitzsch, R. (2002). Entscheidungslehre: wie Menschen entscheiden und wie sie entscheiden sollten. Stuttgart: Schäffer Poeschel Verlag Bamberg, G. & Coenenberg A.G. (2008). Betriebswirtschaftliche Entscheidungslehre.
14., überarb. Aufl.. München: Franz Vahlen Laux, H. (2007). Entscheidungstheorie, 7., überarb. und erw. Aufl.. Berlin [u.a.]: Springer

Prof. Dr. Thorsten Poddig
09-M39-2-04-02 Spieltheorie
Game Theory

Vorlesung

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Do 12:00 - 16:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Bei der Lehrveranstaltung handelt es sich um eine problemorientierte Einführung (mit Anwendungsbeispielen) in die Theorie, Modelle und formalen Methoden „strategischer“ sozialer Interaktionen („Spieltheorie“). Es werden verschiedene typische Strukturen sozialer Entscheidungsprobleme und ihre modelltheoretischen Modellierungen vorgestellt (Koordinations-, Non-Koordinations-, Anti-Koordinations-Spiele und Soziale Dilemmata), jeweils in sog. „strategischer“ und in sog. „sequentieller“ Form, und ihre Lösungen sowohl in „reinen“ wie in „gemischten“ Strategien. Schließlich wird in das Prozessdenken für unbestimmt oft wiederholte Interaktionen in größeren Populationen, insbesondere in die Modellierung evolutionärer Prozesse, eingeführt („evolutionäre Spieltheorie“). Es werden vor diesem Hintergrund typische konventionelle Konzepte der orthodoxen Mainstream-Ökonomie wie „Rationalität“ und „Optimalität“ der „Märkte“ kritisch beurteilt und in Komplexität und ihre Implikationen eingeführt.

Dr. Nicola F. Maaser

MODULBEREICH: Interdisziplinärer Kernbereich (27 CP)

Modul 05: Ökonomische und Politische Rahmenbedingungen öffentlicher Entscheidungen (9 CP)

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
07-M37-10-02-05 Der öffentliche Sektor und Multilevel Governance
Public Sector and Mulitlevel Governance

Seminar
ECTS: 6

Einzeltermine:
Di 04.04.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 11.04.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 18.04.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 25.04.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 02.05.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 09.05.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 16.05.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 23.05.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 30.05.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 06.06.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 13.06.17 12:00 - 16:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 20.06.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 27.06.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)
Di 04.07.17 12:00 - 14:00 WiWi Rotunde, 2. OG (Sitzungsraum)

www.fofi.uni-bremen.de

Prof. Dr. Andre W Heinemann
09-M39-2-05-01 Modernisierung des öffentlichen Sektors
Modernization of the Public Sector

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:00 - 10:00 SFG 1080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 27.04.17 08:00 - 12:00 SFG 2020
Di 16.05.17 08:00 - 12:00 SFG 0150
Di 06.06.17 08:00 - 12:00 MZH 1380/1400

Die Lehrveranstaltung gibt einen Einblick in aktuelle Debatten hinsichtlich des Wandels der Aufgaben des öffentlichen Sektors sowie der Anforderungen an den öffentlichen Sektor aus einer wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive. Sie befasst sich dementsprechend aus theoretischer Perspektive mit Fragen nach den ökonomischen Grundlagen des modernen Staates. Die Lehrveranstaltung bietet eine intensive Analyse und Diskussion ökonomischer Theorien zur Begründung bzw. Rechtfertigung staatlicher Aktivitäten sowie deren Veränderungen im Zeitablauf. Darauf aufbauend werden heutige Modernisierungsprozesse betrachtet, welche gerade in der öffentlichen Diskussion unter Stichwörtern wie „Daseinsvorsorge“, „Re-Kommunalisierung“ oder aber „New Public Management“ intensive diskutiert werden. Die Organisationsstruktur eines Staatswesens ist eine entscheidende Determinante der Wahrnehmung staatlicher Aufgaben. Daher liegt es nahe, auch Besonderheiten im Staatsaufbau zu berücksichtigen, um auch darauf aufbauend abgeleitete Anforderungen an eine Modernisierung des öffentlichen Sektors zu formulieren.
Zielsetzung. Die Lehrveranstaltung soll die Fähigkeit vermitteln, anspruchsvolle und oft sehr abstrakte Reflexionen über Grundprobleme der Modernisierung der Aufgaben des öffentlichen Sektors im 21. Jahrhundert nachzuvollziehen, in größere Zusammenhänge einzuordnen und punktuell weiterzuführen. Die Studierenden werden auch formal über die Analyse der ökonomischen Aktivität des Staates auch vor dem Hintergrund eines föderalen Staatsaufbaus unterrichtet. Sie können komplexe finanzwissenschaftliche Probleme vor dem Hintergrund der modernen Anforderungen an die öffentliche Finanzwirtschaft in Verbindung mit Internationalisierung, Globalisierung und europäischer Integration eigenständig analysieren.

Die Studierenden sollen einen Überblick über ökonomische Theorien bezüglich der öffentlichen Aktivitäten gewinnen und ihre Fähigkeit erweitern, komplexe Probleme, welche im Rahmen der Diskussion über die Modernisierung des öffentlichen Sektors entstehen, zu verstehen und kritisch zu reflektieren sowie im Anschluss daran eigene und theoretisch fundierte Argumente zu entwickeln und in sprachlich angemessener Form zu formulieren. Auch geht es sowohl um die Möglichkeiten der Gestaltung als auch die der Bewertung öffentlicher Politiken und privater Strategien. Hierbei werden die Themen theoretisch und empirisch behandelt.

Inhaltsübersicht
Kapitel 1 Einführung
Kapitel 2 Messung staatlicher Aktivitäten und Messprobleme
Kapitel 3 Entwicklung staatlicher Aktivitäten und Erklärungsversuche
Kapitel 4 Daseinsvorsorge aus einer ökonomischen Perspektive
Kapitel 5 Der Staat - Produzent und/oder Gewährleister
Kapitel 6 Öffentliche Aktivitäten in föderalen Strukturen
Kapitel 7 Modernisierung des öffentlichen Haushaltsrechts und öffentliches Benchmarking

Prof. Dr. Andre W Heinemann
09-M39-2-05-07 Entscheidungsprozessanalyse
Decision Process Analysis

Seminar

Einzeltermine:
Do 13.04.17 08:00 - 12:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Do 27.04.17 08:00 - 12:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Do 11.05.17 08:00 - 12:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Do 01.06.17 08:00 - 12:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Do 08.06.17 08:00 - 12:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Mi 21.06.17 - Do 22.06.17 (Mi, Do) 08:00 - 12:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)

Im Zentrum des Seminars steht die detaillierte Analyse und Diskussion ausgewählter Entscheidungsprozesse. Dabei sollen verschiedene theoretische Konzepte und methodische Vorgehensweisen der Entscheidungsprozessanalyse vorgestellt und anhand unterschiedlicher empirische Fälle überprüft und erprobt werden.
Gerade bei der Analyse komplexer politischer Entscheidungsprozesse stellt häufig die Verfügbarkeit und Auswahl geeigneten Datenmaterials eine zentrale Herausforderung dar. Im Seminar werden daher exemplarisch Analysen auf der Basis unterschiedlichen Datenmaterials durchgeführt.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen dazu befähigt werden, eine systematische Entscheidungsprozessanalyse eines von Ihnen selbst gewählten Beispiels anzufertigen. Dabei gilt es, Konstellationen von Akteuren, Verschiebungen im Machtgefüge sowie in den Positionen der Entscheidungsbeteiligten zu erkennen, typische Muster und Routinen, aber auch unerwartete Wendungen und Dynamiken des Prozessverlaufs zu identifizieren und deren Funktionsweise zu verstehen. Die Vorstellung der Analysen erfolgt im Rahmen von Kurzpräsentationen in den letzten beiden Sitzungen des Seminars.

Literatur:
Coleman, Stephen/Przybylska, Anna/Sintomer, Yves (Hg.) 2015: Deliberation and Democracy: Innovative Processes and Institutions, Frankfurt am Main: Peter Lang Edition
Fairclough, Isabela/Fairclough, Norman 2012: Political Discourse Analysis. A Method for Advanced Students, London: Routledge
Stoker, Gerry/Evans, Mark (Hg.) 2016: Evidence-Based Policy Making in the Social Sciences: Methods That Matter, Bristol; Chicago, IL: Policy Press

Art der Prüfungsleistung:
Als Teil der Modulprüfung M5 ist eine schriftliche Ausarbeitung von 8 Seiten und eine Kurzpräsentation am 15.06. oder 22.06. 2017 erforderlich zum Erwerb von 4,5 CP bei Bestehen auch der anderen Teilprüfung in M5.

Dr. Tanja Pritzlaff-Scheele
09-M39-2-05-08 Philosophie und Ökonomik im Gesundheitswesen
Philosophy and Economics in Public Health

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 18:00 SFG 2040 (4 SWS)

Vorlesung
Die „Ökonomisierung“ des Gesundheitswesens steht seit vielen Jahren in der Kritik. Als Antwort wird häufig „mehr“ Ethik gefordert. Aber was heißt das eigentlich genau? Diese Veranstaltung gibt einen Überblick über ökonomische Ansätze und ethische Theorien, die häufig auf das Gesundheitswesen angewendet werden.
Neoklassische Ökonomik und Libertarismus, Extra-Welfarismus und Konsequentialismus, Public Choice und vertragstheoretische Ethik, Verhaltensökonomik und Tugendethik sind normative ökonomische und philosophische Ansätze, die häufig mit Bezug auf die Gesundheitswirtschaft diskutiert werden. In diesem Seminar werden die genannten ökonomischen Konzeptionen als Anwendung philosophischer Konzepte betrachtet und eingeführt. All diese Ansätze können wichtige Beiträge zu einer reflektierten Betrachtung eines Gesundheitssystems leisten, aber jeder für sich stößt nicht selten an theoretische und praktische Grenzen. In dieser Vorlesung werden die jeweiligen Ansatzpaare vorgestellt, Anwendungsbeispiele reflektiert und Grenzen sowie Herausforderungen kritisch beleuchtet.
Bei Interesse, die Inhalte zu vertiefen, können Sie den angrenzenden Lektürekurs zu dieser Veranstaltung besuchen. Dort wird gemeinsam die Literatur gelesen, auf der die Vorlesung aufbaut. Es empfiehlt sich, beide Veranstaltungen zu besuchen. Es ist aber auch möglich nur jeweils eine Veranstaltung zu belegen. Beide Veranstaltungen finden im selben Raum nacheinander statt.
Als Prüfungsleistung für die Vorlesung ist ein Essay nach Ende der Vorlesung vorgesehen.

Lektürekurs
Die „Ökonomisierung“ des Gesundheitswesens steht seit vielen Jahren in der Kritik. Als Antwort wird häufig „mehr“ Ethik gefordert. Aber was heißt das eigentlich genau? In dieser Veranstaltung werden zentrale Texte der Diskussion zu Philosophie und Ökonomik im Gesundheitswesen gelesen, reflektiert und diskutiert. Es empfiehlt sich, die angrenzende Vorlesung zu Philosophie und Ökonomik im Gesundheitswesen zu belegen, die auf der Literatur basiert, welche im Lektürekurs besprochen wird. Es ist aber auch möglich, den Lektürekurs separat zu besuchen. Beide Veranstaltungen finden im selben Raum nacheinander statt.
Neoklassische Ökonomik und Libertarismus, Extra-Welfarismus und Konsequentialismus, Public Choice und vertragstheoretische Ethik, Verhaltensökonomik und Tugendethik sind normative ökonomische und ethische Ansätze, die häufig mit Bezug auf die Gesundheitswirtschaft diskutiert werden. In diesem Seminar werden die genannten ökonomischen Konzeptionen als Anwendung der philosophischen Konzepte betrachtet und aus dieser Perspektive diskutiert. All diese Ansätze können wichtige Beiträge zu einer reflektierten Betrachtung eines Gesundheitssystems leisten, aber jeder für sich stößt nicht selten an theoretische und praktische Grenzen. Im Seminar werden wegweisende Artikel der letzten Jahre und Jahrzehnte gelesen, die einen wichtigen Beitrag zum Fortschritt der Debatte geleistet haben.
Als Prüfungsleistung sind Referate mit Handout vorgesehen.

Wolf Henning Rogowski
Julian Klinger, M. Sc

Modul 06: Ethische und Rechtliche Rahmenbedingungen öffentlicher Entscheidungen (9 CP)

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-M39-2-06-01 Grundlagenprobleme der Normsetzungslehre
Fundamental Issues in Legislative Doctrine

Vorlesung

Einzeltermine:
Do 06.04.17 10:00 - 12:00 SFG 2020
Do 20.04.17 10:00 - 12:00 SFG 2020
Do 04.05.17 10:00 - 12:00 SFG 2020
Do 18.05.17 10:00 - 12:00 SFG 2020
Fr 09.06.17 08:00 - 14:00 SFG 2010
Sa 10.06.17 09:00 - 17:00 SFG 1020

Der Kurs "Normsetzungslehre" im Modul 6 gibt auf der einen Seite einen Überblick über die Grundlagenprobleme der Normsetzungslehre. Dabei wird die Normsetzungslehre als Teildisziplin der Rechtswissenschaft, also als normativ orientierte Wissenschaft vorgestellt. Es werden formelle Fragen ebenso wie materiellen Anforderungen bzw. Bindungen, die in den verschiedenen Kontexten für Rechtssetzungsakte gültig sind,
behandelt: Positivität des Rechts; Prinzipien der Kompetenzordnung; Normenhierarchien; Deregulierungsdebatte; Bedeutung der Grundrechte und des Vorbehalts des Gesetzes; Wirksamkeit rechtlicher Regelung; Ungewissheit, Evaluation und experimentelle Gesetzgebung.
Auf der anderen Seite sollen die erworbenen Kenntnisse punktuell angewandt werden, indem konkrete Normsetzungen kritisch analysiert werden. Dabei werden Beispiele aus verschiedenen Rechtsgebieten ausgewählt, an denen sich Grundlagenprobleme veranschaulichen lassen.
Es wird eine Mischung aus Dozentenvortrag, Diskussion der Kursteilnehmer und Gruppenarbeit angestrebt.

Prof. Dr. Felix Herzog
09-M39-2-06-02 Normative Konfliktlagen in Ethik, Politik und Recht
Normative Conflicts in Ethics, Politics and Law

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 SFG 2010 (2 SWS)

Zahlreiche Debatten, die in der Öffentlichkeit und in den Parlamenten über moralische Fragen geführt werden, beziehen ihre Hartnäckigkeit aus dem Umstand, dass es in ihnen nicht nur darum geht, welche Moral politisch-rechtlich kodifiziert werden soll, sondern vielmehr um Konflikte zwischen moralischen und/oder rechtspolitischen Vorstellungen, die wir alle mehr oder weniger teilen, die aber – zumindest unter bestimmten Bedingungen – untereinander unvereinbar scheinen. Im Seminar soll anhand ausgesuchter Texte aus der Moral-, Politik-, Rechts- und Wirtschaftsphilosophie genauer untersucht werden, was ein Konflikt ist, in welchen (öffentlichen) Kontexten Konflikte auftauchen, wie sie beschaffen sind und wie sie gelöst werden.

Prof. Dr. Georg Mohr

MODULBEREICH: Abschlussmodul

Modul 10: Begleitseminar fuer die Masterarbeit

Modul 10: Begleitseminar fuer die Masterarbeit - Abschlussmodul

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-M39-4-10-01 Begleitseminar zum M10 Abschlussmodul
Attend seminar

Seminar

Einzeltermine:
Di 21.02.17 12:00 - 14:00 SFG 1070
Di 21.03.17 12:00 - 14:00 GW2 B2880
Mi 26.04.17 12:00 - 14:00 SFG 0150
Di 23.05.17 12:00 - 14:00 SFG 2040
Di 20.06.17 12:00 - 14:00 SFG 2040
Di 11.07.17 12:00 - 14:00 SFG 2020
Di 19.09.17 12:00 - 14:00 SFG 2020

Das Begleitseminar versteht sich als „Forschungskolloquium“ für unseren Master. Es bietet die Möglichkeit, das Konzept, Themen- und Fragestellung sowie die zentrale These und einzelne Kapitel der eigenen Masterarbeit vorzustellen und zu diskutieren. Eine regelmäßige Teilnahme ist erwünscht. Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme (im Sinne der PO) ist ein Exposé.

Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers

Ansprechpartner für die Inhalte des Veranstaltungsverzeichnisses

Alte Vorlesungsverzeichnisse (bis Sommersemester 2012)