Lehrveranstaltungen WiSe 2016/2017

Religion Fachwissenschaften/Fachdidaktik, M.Ed.

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Modul 6 Gym Religiöse Gegenwartskultur in Theorie und Praxis

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-5-M6/2 Qualitative Religionsforschung I

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 SFG 2070 IW3 0200 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 13.01.17 12:00 - 14:00 SFG 2070

Das Seminar ist im Studienverlaufsplan zweisemestrig konzipiert und richtet sich i.d.R. an Studierende BA Religion Gym (alt) im 3., BA Gym (neu) im 5. sowie Studierende im M.A. ed. Gym im 1. Semester. Im Wintersemester sollen zunächst Schulen und Methoden der qualitativen empirischen Religionsforschung im Mittelpunkt stehen. Konkrete Fallstudien werden im Hinblick auf im Sommersemester zu verfolgende eigene Forschungsvorhaben diskutiert und ausgewertet. Der erste Teil der Veranstaltung dient dem Erwerb der theoretischen und praktischen Grundlagen, von denen aus im zweiten Semester eigene Projekte der Studierenden realisiert werden sollen. Deshalb verlagert sich zum Ende des ersten Semesters die Perspektive auf Methodologie und eigene Forschungsfragen der Studierenden: Welches Interesse verfolgen wir, welches Feld und welche Fragestellungen sind im gegebenen Rahmen realistisch zu bearbeiten, welche Methoden scheinen mit Blick auf das Feld angemessen und plausibel? Wie lassen sich Ergebnisse überzeugend darstellen und – im Rahmen der Seminaröffentlichkeit – vortragen? Prüfungsleistungen und -formen nach Absprache und Studiengang.

Die Literatur wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.

Voraussetzungen zur Teilnahme: Der vorherige Abschluss der Module 1 und 3 wird ausdrücklich empfohlen.

Dr. Hans-Ludwig Frese

Modul 7 Gym Bildung und Religion

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-3-M7/2 Religion in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 1020 (2 SWS)

Wie Kinder und Jugendliche über Religion nachdenken und wie sie ihre Vorstellungen zum Ausdruck bringen, hängt mit einer Reihe von Faktoren zusammen. Dazu gehören die Erfahrungen, die sie mit Religion in ihrem Umfeld machen; aber auch die Entwicklungsprozesse, die Kinder und Jugendliche generell durchlaufen. Die Entwicklung religiöser Konzepte steht im Zusammenhang mit der Selbstentwicklung, der Entwicklung der Fähigkeit zur Perspektivenübernahme und des Denkens überhaupt und wurde in der Religions- und Entwicklungspsychologie ausgiebig erforscht. All dies scheint in einer Religionsunterrichtsstunde nur schemenhaft bspw. in der Äußerung eines Kindes oder Jugendlichen auf. Wie kann die Lehrkraft diese interpretieren? Das Seminar soll einen Beitrag dazu leisten, die Vielfalt religiöser Sozialisation in Grundzügen deutlich zu machen sowie einen Blick in die eigene religiöse Sozialisation zu werfen. Denn zukünftige Religionslehrer/innen bringen diese in den Unterricht ein und entwickeln vor diesem Hintergrund Konzepte eines Religionsunterrichts, den sie anstreben.

Eva-Maria Kenngott

Modul 8 Grund a kF Theologien jüdisch-christlicher Tradition II

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-5-M8 Viele unter einem Dach: Geistliche Gemeinschaften und andere Gruppierungen von Gläubigen in der katholischen Kirche

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 1080 (2 SWS)

Häufig wird die katholische Kirche als monolithische Instanz betrachtet, in der eine klare Hierarchie und eine genau so klare allgemein verbindliche Ordnung herrscht. Zwar hat die katholische Kirche mit dem Codex Iuris Canonici tatsächlich eine Art „Grundgesetz“ und mit den päpstlichen und bischöflichen Lehrschreiben theologische Leitlinien, doch unter dem Dach des apostolischen Stuhles tummeln sich verschiedenste Gruppierungen mit ihren eigenen Richtlinien, Frömmigkeitsformen, Theologien und rituellen Praktiken.
Im Seminar werden wir uns zunächst einen Überblick über die katholische Kirche und über religionswissenschaftliche Forschung in diesem Bereich verschaffen. Dann werden die Studierenden im Sinne des forschenden Lernens selbst eine katholische Gruppierung untersuchen. Dabei werden Sie Ihre eigene Fragestellung entwickeln, die für Sie passende Methode suchen, einen Forschungsplan entwickeln, Ihre eigene kleine Forschung durchführen und am Ende Ihre Ergebnisse präsentieren – selbstverständlich im ständigen Austausch mit Ihren Kommilitoninnen und der Dozentin.

Hannah Grünenthal, M.A.
09-54-5-M8/3 Religion und Menschenrechtsdiskurse

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 SFG 1080 (2 SWS)

Bei der Entwicklung des globalen Menschenrechtssystems seit der Allgemeinen Erklärung der Menschrechte von 1948 erscheint der Faktor Religion auf mehreren, ambivalenten Ebenen. Lange Zeit war der Diskurs bestimmt von der Konfrontation der universalistischen Begründung der Menschenrechte mit kulturrelativistischen Positionen; eine Debatte, aus der auch religionspolitische Stellungnahmen zum Menschrechtsdiskurs, wie etwa die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam von 1990 hervorgingen. In jüngerer Zeit sind positive und negative Religionsfreiheit einerseits, die Diffamierung von Religionen bzw.
Blasphemie andererseits zentrale Themen auf unterschiedlichen diskursiven Ebenen.

In der Veranstaltung werden zunächst mithilfe von Primärtexten wichtige Etappen in der Entwicklung des globalen Menschenrechtssystems nachvollzogen. Anschließend beschäftigen wir uns anhand der Blasphemie mit spezifischen historischen und rechtlichen Situationen in verschiedenen europäischen Kontexten. Im dritten Teil werden die innerhalb der UN-Institutionen geführten Debatten zur Regelung der Diffamierung von Religionen näher untersucht.

Dr. Tilman Hannemann

Modul 10 Gym ALTER MASTER Theologien jüdisch-christlicher Tradition

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-5-M8 Viele unter einem Dach: Geistliche Gemeinschaften und andere Gruppierungen von Gläubigen in der katholischen Kirche

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 1080 (2 SWS)

Häufig wird die katholische Kirche als monolithische Instanz betrachtet, in der eine klare Hierarchie und eine genau so klare allgemein verbindliche Ordnung herrscht. Zwar hat die katholische Kirche mit dem Codex Iuris Canonici tatsächlich eine Art „Grundgesetz“ und mit den päpstlichen und bischöflichen Lehrschreiben theologische Leitlinien, doch unter dem Dach des apostolischen Stuhles tummeln sich verschiedenste Gruppierungen mit ihren eigenen Richtlinien, Frömmigkeitsformen, Theologien und rituellen Praktiken.
Im Seminar werden wir uns zunächst einen Überblick über die katholische Kirche und über religionswissenschaftliche Forschung in diesem Bereich verschaffen. Dann werden die Studierenden im Sinne des forschenden Lernens selbst eine katholische Gruppierung untersuchen. Dabei werden Sie Ihre eigene Fragestellung entwickeln, die für Sie passende Methode suchen, einen Forschungsplan entwickeln, Ihre eigene kleine Forschung durchführen und am Ende Ihre Ergebnisse präsentieren – selbstverständlich im ständigen Austausch mit Ihren Kommilitoninnen und der Dozentin.

Hannah Grünenthal, M.A.
09-54-5-M8/2 Religion und Sport

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 2080 (2 SWS)

WICHTIGER HINWEIS:
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung auf 25 Teilnehmer/innen begrenzt ist (die Entscheidung über die Aufnahme der Teilnehmer/innen fällt beim 1. Termin)!

Auf den ersten Blick scheinen Religion und Sport nicht viel gemeinsam zu haben, von religiösen Metaphern in der Sportberichterstattung einmal abgesehen. Dabei sind die Grenzen zwischen beiden Bereichen durchlässig und kontingent, wie sich vor allem in historischer Perspektive und im Kulturvergleich zeigt. Gegenstand des Seminars sind die Verflechtungen von Religion und Sport seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Zunächst stecken wir den theoretische Rahmen ab: Warum beschäftigen wir uns in der Religionswissenschaft mit Körperdiskursen und Bewegungskulturen? Welche Rolle spielt das Körperliche für die Erfahrung von Transzendenz(en)? Wie lassen sich religionsähnliche und religionsbezogene soziale Phänomene greifen?

Außerdem analysieren wir historische und empirische Befunde zu folgenden Themen: Coubertins „Muskelreligion“ und die olympische Idee, die Geschichte der christlichen Sportbewegung (insb. YMCA), diskursive und institutionelle Verknüpfungen von Religion und Sport, normative religiöse Positionen zu sportlicher Aktivität, die Religiosität von Sporttreibenden, religiöse und religionsähnliche Formen und Rituale im Fußball, athletische Selbstdisziplin und Entgrenzung, „Mindful Fitness“ und Spiritualität, die transkulturelle Rekontextualisierung von Bewegungsformen, plurale Sinnzuschreibungen beim Tanzen und Wandern, die Sakralisierung von Körper und Sport.

Lernziel
Ziel ist die Befähigung (1) zum kritischen Umgang mit interdisziplinärer Fachliteratur; (2) zur Analyse von Forschungsansätzen und ihren Konsequenzen (Herausarbeiten von Prämissen, Religionsbegriff etc.); sowie (3) zur Einordnung von Körperpraktiken vor dem Hintergrund religionswissen¬schaft¬licher Theorienbildung.

Methodik
gemeinsames Erarbeiten der Grundlagen mithilfe von Fachliteratur, studentische Referate zu Fallbeispielen

Leistungsnachweis
Sie erwerben 3 CP durch studienbegleitende Leistungen (werden in der ersten Stunde spezifiziert). Es besteht die Möglichkeit zur Modulprüfung M8.

Den Seminarplan mit Literaturhinweisen finden Sie ab Oktober auf stud.IP

PD Dr. Beatrix Hauser
09-54-5-M8/3 Religion und Menschenrechtsdiskurse

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 SFG 1080 (2 SWS)

Bei der Entwicklung des globalen Menschenrechtssystems seit der Allgemeinen Erklärung der Menschrechte von 1948 erscheint der Faktor Religion auf mehreren, ambivalenten Ebenen. Lange Zeit war der Diskurs bestimmt von der Konfrontation der universalistischen Begründung der Menschenrechte mit kulturrelativistischen Positionen; eine Debatte, aus der auch religionspolitische Stellungnahmen zum Menschrechtsdiskurs, wie etwa die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam von 1990 hervorgingen. In jüngerer Zeit sind positive und negative Religionsfreiheit einerseits, die Diffamierung von Religionen bzw.
Blasphemie andererseits zentrale Themen auf unterschiedlichen diskursiven Ebenen.

In der Veranstaltung werden zunächst mithilfe von Primärtexten wichtige Etappen in der Entwicklung des globalen Menschenrechtssystems nachvollzogen. Anschließend beschäftigen wir uns anhand der Blasphemie mit spezifischen historischen und rechtlichen Situationen in verschiedenen europäischen Kontexten. Im dritten Teil werden die innerhalb der UN-Institutionen geführten Debatten zur Regelung der Diffamierung von Religionen näher untersucht.

Dr. Tilman Hannemann

Modul 11 Gym Religion in der Sozialisation

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-3-M7/2 Religion in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 1020 (2 SWS)

Wie Kinder und Jugendliche über Religion nachdenken und wie sie ihre Vorstellungen zum Ausdruck bringen, hängt mit einer Reihe von Faktoren zusammen. Dazu gehören die Erfahrungen, die sie mit Religion in ihrem Umfeld machen; aber auch die Entwicklungsprozesse, die Kinder und Jugendliche generell durchlaufen. Die Entwicklung religiöser Konzepte steht im Zusammenhang mit der Selbstentwicklung, der Entwicklung der Fähigkeit zur Perspektivenübernahme und des Denkens überhaupt und wurde in der Religions- und Entwicklungspsychologie ausgiebig erforscht. All dies scheint in einer Religionsunterrichtsstunde nur schemenhaft bspw. in der Äußerung eines Kindes oder Jugendlichen auf. Wie kann die Lehrkraft diese interpretieren? Das Seminar soll einen Beitrag dazu leisten, die Vielfalt religiöser Sozialisation in Grundzügen deutlich zu machen sowie einen Blick in die eigene religiöse Sozialisation zu werfen. Denn zukünftige Religionslehrer/innen bringen diese in den Unterricht ein und entwickeln vor diesem Hintergrund Konzepte eines Religionsunterrichts, den sie anstreben.

Eva-Maria Kenngott

Modul 12 Grund gF Bibelwissenschaften II: Vertiefungsmodul

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-Med-1-M12 Der historische Jesus

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GW1 B1070 (2 SWS)

Über keinen Forschungsgegenstand wird im Christentum so dermaßen gerungen wie über Jesus. Wer war er wirklich - wahrhaftig - und welcher „Natur“ war er? Letztlich ist die Frage berechtigt, ob nicht alles ohnehin Fiktion sei, wie es Geschichte trotz aller Quellen und Indizien immer auch ist. Trotzdem gibt es Geschichten, die wahrscheinlicher als andere sind und je tiefer die historisch-kritische Exegese aber auch Archäologie und Geschichtsforschung bohren, desto mehr erstaunliche Funde lassen sich machen.

Das Seminar soll einen guten Überblick über das Leben Jesu und seine historischen und kulturellen Bezüge geben. Mithilfe des Lehrbuchs von Theißen/Merz lässt sich eine solide Basis legen, auch wenn noch weitere Texte herangezogen werden sollen.

Die Anschaffung von Theißen/Merz: „Der historische Jesus“ wird sehr empfohlen.

Dr. Gabriele Richter
09-54-Med-1-M12/2 Schöpfung: Hebräische Bibelkunde und Geschichte Israels

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SpT C4180 IW3 0200 (2 SWS)

In allen Religionen wird über das Entstehen der Welt spekuliert und diese wird narrativ dargestellt. Aber in sehr unterschiedlicher Weise und mit ganz verschiedener systematischer Absicht. Die Unterscheidung von Genesis (Entstehung der Welt als eine Tat eines Gottes von außen oder aus sich selbst heraus), Menschenschöpfung (als Sklaven Gottes oder als gefährliche Revolutionäre) und Entstehung der einzelnen Elemente der Kultur (Nomaden und Städter, Vegetarier und Fleischesser, der Weinanbau, das Erfinden von Schiffen, der Schrift) wird in Kulturentstehungsgeschichten eingebaut und gewinnt in der Abfolge dann eine Qualität als Heilige Schrift.

In diesem Seminar wird dieser Vorgang ebenso wie einzelne Mythen vergleichend untersucht und damit die jeweilige Besonderheit herausgearbeitet. Die Bedeutung der „Schöpfungsgeschichte“ für das Christentum wird am Ende zu bewerten sein im Übergang von der Erzählung von Geschichten zu dem fundamentalen Glaubenssatz der Geschöpflichkeit des Menschen. Das Seminar führt ein in die Bibelkunde der hebräischen Bibel an der Leitidee der Schöpfung.

Hier geht es aber zunächst um die Geschichten, ihre Verschriftlichung und ihre literaturwissenschaftliche Erschließung.

Literaturempfehlungen zum Seminar:
Bernd Janowski ; Daniel Schwemer (Hrsg.): Weisheitstexte, Mythen und Epen. (Texte aus der Umwelt des Alten Testaments, Neue Folge 8) Gütersloh: GVH 2015. Mircea Eliade: Schöpfungmythen. [La naissance du monde <dt.>] Einsiedlen 1964; Darmstadt 1980; Düsseldorf 2002.
Otmar Keel; Silvia Schroer: Schöpfung : biblische Theologien im Kontext altorientalischer Religionen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, ²2008; amerikanische Ausgabe 2015. Christoph Auffarth: Der Drohende Untergang. „Schöpfung“ in Mythos und Ritual im Alten Orient und in Griechenland am Beispiel der Odyssee und des Ezechielbuches. (RGVV 39) Berlin; New York 1991. Jürgen Ebach: Weltentstehung und Kulturentwicklung bei Philo von Byblos. Ein Beitrag zur Überlieferung der biblischen Urgeschichte im Rahmen des altorientalischen und antiken Schöpfungsglaubens. (BWANT 108) Stuttgart: Kohlhammer 1979.

Christoph Auffarth

Modul 12 Gym Bibelwissenschaften III

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-Med-1-M12 Der historische Jesus

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GW1 B1070 (2 SWS)

Über keinen Forschungsgegenstand wird im Christentum so dermaßen gerungen wie über Jesus. Wer war er wirklich - wahrhaftig - und welcher „Natur“ war er? Letztlich ist die Frage berechtigt, ob nicht alles ohnehin Fiktion sei, wie es Geschichte trotz aller Quellen und Indizien immer auch ist. Trotzdem gibt es Geschichten, die wahrscheinlicher als andere sind und je tiefer die historisch-kritische Exegese aber auch Archäologie und Geschichtsforschung bohren, desto mehr erstaunliche Funde lassen sich machen.

Das Seminar soll einen guten Überblick über das Leben Jesu und seine historischen und kulturellen Bezüge geben. Mithilfe des Lehrbuchs von Theißen/Merz lässt sich eine solide Basis legen, auch wenn noch weitere Texte herangezogen werden sollen.

Die Anschaffung von Theißen/Merz: „Der historische Jesus“ wird sehr empfohlen.

Dr. Gabriele Richter
09-54-Med-1-M12/2 Schöpfung: Hebräische Bibelkunde und Geschichte Israels

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SpT C4180 IW3 0200 (2 SWS)

In allen Religionen wird über das Entstehen der Welt spekuliert und diese wird narrativ dargestellt. Aber in sehr unterschiedlicher Weise und mit ganz verschiedener systematischer Absicht. Die Unterscheidung von Genesis (Entstehung der Welt als eine Tat eines Gottes von außen oder aus sich selbst heraus), Menschenschöpfung (als Sklaven Gottes oder als gefährliche Revolutionäre) und Entstehung der einzelnen Elemente der Kultur (Nomaden und Städter, Vegetarier und Fleischesser, der Weinanbau, das Erfinden von Schiffen, der Schrift) wird in Kulturentstehungsgeschichten eingebaut und gewinnt in der Abfolge dann eine Qualität als Heilige Schrift.

In diesem Seminar wird dieser Vorgang ebenso wie einzelne Mythen vergleichend untersucht und damit die jeweilige Besonderheit herausgearbeitet. Die Bedeutung der „Schöpfungsgeschichte“ für das Christentum wird am Ende zu bewerten sein im Übergang von der Erzählung von Geschichten zu dem fundamentalen Glaubenssatz der Geschöpflichkeit des Menschen. Das Seminar führt ein in die Bibelkunde der hebräischen Bibel an der Leitidee der Schöpfung.

Hier geht es aber zunächst um die Geschichten, ihre Verschriftlichung und ihre literaturwissenschaftliche Erschließung.

Literaturempfehlungen zum Seminar:
Bernd Janowski ; Daniel Schwemer (Hrsg.): Weisheitstexte, Mythen und Epen. (Texte aus der Umwelt des Alten Testaments, Neue Folge 8) Gütersloh: GVH 2015. Mircea Eliade: Schöpfungmythen. [La naissance du monde <dt.>] Einsiedlen 1964; Darmstadt 1980; Düsseldorf 2002.
Otmar Keel; Silvia Schroer: Schöpfung : biblische Theologien im Kontext altorientalischer Religionen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, ²2008; amerikanische Ausgabe 2015. Christoph Auffarth: Der Drohende Untergang. „Schöpfung“ in Mythos und Ritual im Alten Orient und in Griechenland am Beispiel der Odyssee und des Ezechielbuches. (RGVV 39) Berlin; New York 1991. Jürgen Ebach: Weltentstehung und Kulturentwicklung bei Philo von Byblos. Ein Beitrag zur Überlieferung der biblischen Urgeschichte im Rahmen des altorientalischen und antiken Schöpfungsglaubens. (BWANT 108) Stuttgart: Kohlhammer 1979.

Christoph Auffarth

Modul FD2 Grund Fachdidaktik 2

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-Med-1-MFD2/2 Kompetenzorientierte Unterrichtsplanung (Grundschule)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 SpT C3140 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 07.01.17 10:00 - 17:00 SpT C6240
Antje Zager

Modul FD2 Gym Fachdidaktik 2

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-Med-1-MFD2 Kompetenzorientierte Unterrichtsplanung
Gymnasium/Oberschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 GW2 B1632 (2 SWS)

Wie können Unterrichtseinheiten geplant werden und welche Bedeutung sollte dabei die Kompetenzorientierung haben? Am Beispiel des Themas „Schöpfung“ werden im Seminar Unterrichtseinheiten entworfen, präsentiert und diskutiert. Dabei werden die fachwissenschaftlichen Kenntnisse aus dem parallel stattfindenden Seminar „Hebräische Bibel: Bibelkunde und Geschichte Israels“ (M 12) von Herrn Prof. Dr. Dr. Christoph Auffarth genutzt.
Es geht u. a. um die Fragen: Welche Kompetenzen sollen Schülerinnen und Schüler in einer Unterrichtseinheit zum Thema „Schöpfung“ erwerben? Und durch welche Methoden und Medien kann die Anbahnung dieser Kompetenzen ermöglicht werden? Ziel des Seminars ist (in Vorbereitung auf das Praxissemester) das Einüben von Unterrichtsvorbereitung.

Lea Mayer

Modul 16 (Fachdidaktik 4) Fachdidaktisches Projekt (für LA Gymnasium und Sekundarschule)

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-Med-1-MFD2 Kompetenzorientierte Unterrichtsplanung
Gymnasium/Oberschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 GW2 B1632 (2 SWS)

Wie können Unterrichtseinheiten geplant werden und welche Bedeutung sollte dabei die Kompetenzorientierung haben? Am Beispiel des Themas „Schöpfung“ werden im Seminar Unterrichtseinheiten entworfen, präsentiert und diskutiert. Dabei werden die fachwissenschaftlichen Kenntnisse aus dem parallel stattfindenden Seminar „Hebräische Bibel: Bibelkunde und Geschichte Israels“ (M 12) von Herrn Prof. Dr. Dr. Christoph Auffarth genutzt.
Es geht u. a. um die Fragen: Welche Kompetenzen sollen Schülerinnen und Schüler in einer Unterrichtseinheit zum Thema „Schöpfung“ erwerben? Und durch welche Methoden und Medien kann die Anbahnung dieser Kompetenzen ermöglicht werden? Ziel des Seminars ist (in Vorbereitung auf das Praxissemester) das Einüben von Unterrichtsvorbereitung.

Lea Mayer
09-54-Med-3-MFD3 Interreligiöses Lernen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:00 - 10:00 SFG 1080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 16.12.16 14:00 - 18:00 SpT C4180
Fr 16.12.16 18:00 - 20:00 SpT C6240

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Diese Einsicht ist gesamtgesellschaftlich in Deutschland noch verhältnismäßig jung. Da sich die Migrationswellen jedoch schon relativ zeitig im deutschen Bildungssystem widergespiegelt haben, blicken wir auf eine interkulturelle Pädagogik zurück, die sich seit den achtziger Jahren stetig entwickelt hat. Auch im Religionsunterricht ist die Zusammensetzung bunter geworden. Dies gilt für Hamburg und Bremen, aber auch für manch konfessionellen Unterricht, an dem Schüler/innen mit Interesse trotz anderer oder keiner Religionszugehörigkeit teilnehmen.

Im Seminar werden wir uns mit Konzepten interkulturellen und interreligiösen Lernens beschäftigen mit dem Ziel kritischer Analyse und späterer Anwendung im eigenen Unterricht. Dabei werden wir auch versuchen, wesentliche Merkmale der Begriffe interkulturelle Kompetenz bzw. interreligiöse Kompetenz zu erarbeiten. Ziel der Veranstaltung ist es, religiöse Pluralität im Religionsunterricht vielfältig zur Sprache bringen zu können.

Eva-Maria Kenngott

Modul 17 (Fachdidaktik 5) Abschlussmodul (für LA Gymnasium/Gesantschule)

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-Med-3-M17 Master-Abschlussmodul (alter Master)

Seminar

Termine nach Vereinbarung mit Frau Kenngott
1 SWS

Eva-Maria Kenngott

Modul PB 4 (Fachdidaktik 1) Religionsunterricht konzipieren und reflektieren

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-Med-1-MFD2 Kompetenzorientierte Unterrichtsplanung
Gymnasium/Oberschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 GW2 B1632 (2 SWS)

Wie können Unterrichtseinheiten geplant werden und welche Bedeutung sollte dabei die Kompetenzorientierung haben? Am Beispiel des Themas „Schöpfung“ werden im Seminar Unterrichtseinheiten entworfen, präsentiert und diskutiert. Dabei werden die fachwissenschaftlichen Kenntnisse aus dem parallel stattfindenden Seminar „Hebräische Bibel: Bibelkunde und Geschichte Israels“ (M 12) von Herrn Prof. Dr. Dr. Christoph Auffarth genutzt.
Es geht u. a. um die Fragen: Welche Kompetenzen sollen Schülerinnen und Schüler in einer Unterrichtseinheit zum Thema „Schöpfung“ erwerben? Und durch welche Methoden und Medien kann die Anbahnung dieser Kompetenzen ermöglicht werden? Ziel des Seminars ist (in Vorbereitung auf das Praxissemester) das Einüben von Unterrichtsvorbereitung.

Lea Mayer

Modul PB 5 (Fachdidaktik 2) Praktikumsvorbereitung und Auswertung, inkl. Praktikum

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-5-MPP POE Religionsdidaktik (Gymnasium/Oberschule) - Gruppe A

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 20:00 SFG 2070 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 12.01.17 16:00 - 18:00 SFG 2070
Do 19.01.17 16:00 - 18:00 SFG 2070
Do 26.01.17 16:00 - 18:00 SFG 2070
Do 02.02.17 16:00 - 18:00 SFG 2070

In den „Praxisorientierten Elementen“ (POE) sollen fachdidaktische Theorie und schulische Praxis aufeinander bezogen werden. Kompetenzorientierte Unterrichtsplanung wird schrittweise erarbeitet.
Das Seminar findet im Oktober und November wöchentlich vierstündig statt und im Dezember (ggf. Januar) wird es drei zweistündige Termine geben. Zusätzlich zum Seminaranteil werden Sie außerhalb dieser Kurszeit an Schulen in Bremen hospitieren und erste eigene Unterrichtserfahrungen (2 Stunden) sammeln. Diese Lehrversuche werden im Kurs vor- bzw. nachbereitet werden. Die genauen Termine für die praktischen Anteile des Kurses werden noch bekannt gegeben. (Sie werden voraussichtlich von Ende Oktober bis zu den Weihnachtsferien an einem Tag in der Woche für 2-3 Stunden an der Schule sein.) Bei der Semesterplanung sollten Sie bedenken, dass das Praxisprojekt zeit- und arbeitsintensiv ist.

Eva-Maria Kenngott

Modul 7 Grund a gF Bildung - Religion - Gesellschaft

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-3-M7/2 Religion in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 1020 (2 SWS)

Wie Kinder und Jugendliche über Religion nachdenken und wie sie ihre Vorstellungen zum Ausdruck bringen, hängt mit einer Reihe von Faktoren zusammen. Dazu gehören die Erfahrungen, die sie mit Religion in ihrem Umfeld machen; aber auch die Entwicklungsprozesse, die Kinder und Jugendliche generell durchlaufen. Die Entwicklung religiöser Konzepte steht im Zusammenhang mit der Selbstentwicklung, der Entwicklung der Fähigkeit zur Perspektivenübernahme und des Denkens überhaupt und wurde in der Religions- und Entwicklungspsychologie ausgiebig erforscht. All dies scheint in einer Religionsunterrichtsstunde nur schemenhaft bspw. in der Äußerung eines Kindes oder Jugendlichen auf. Wie kann die Lehrkraft diese interpretieren? Das Seminar soll einen Beitrag dazu leisten, die Vielfalt religiöser Sozialisation in Grundzügen deutlich zu machen sowie einen Blick in die eigene religiöse Sozialisation zu werfen. Denn zukünftige Religionslehrer/innen bringen diese in den Unterricht ein und entwickeln vor diesem Hintergrund Konzepte eines Religionsunterrichts, den sie anstreben.

Eva-Maria Kenngott

Modul 8 Grund b kF Theologien jüdisch-christlicher Tradition II

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-5-M8 Viele unter einem Dach: Geistliche Gemeinschaften und andere Gruppierungen von Gläubigen in der katholischen Kirche

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 1080 (2 SWS)

Häufig wird die katholische Kirche als monolithische Instanz betrachtet, in der eine klare Hierarchie und eine genau so klare allgemein verbindliche Ordnung herrscht. Zwar hat die katholische Kirche mit dem Codex Iuris Canonici tatsächlich eine Art „Grundgesetz“ und mit den päpstlichen und bischöflichen Lehrschreiben theologische Leitlinien, doch unter dem Dach des apostolischen Stuhles tummeln sich verschiedenste Gruppierungen mit ihren eigenen Richtlinien, Frömmigkeitsformen, Theologien und rituellen Praktiken.
Im Seminar werden wir uns zunächst einen Überblick über die katholische Kirche und über religionswissenschaftliche Forschung in diesem Bereich verschaffen. Dann werden die Studierenden im Sinne des forschenden Lernens selbst eine katholische Gruppierung untersuchen. Dabei werden Sie Ihre eigene Fragestellung entwickeln, die für Sie passende Methode suchen, einen Forschungsplan entwickeln, Ihre eigene kleine Forschung durchführen und am Ende Ihre Ergebnisse präsentieren – selbstverständlich im ständigen Austausch mit Ihren Kommilitoninnen und der Dozentin.

Hannah Grünenthal, M.A.
09-54-5-M8/3 Religion und Menschenrechtsdiskurse

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 SFG 1080 (2 SWS)

Bei der Entwicklung des globalen Menschenrechtssystems seit der Allgemeinen Erklärung der Menschrechte von 1948 erscheint der Faktor Religion auf mehreren, ambivalenten Ebenen. Lange Zeit war der Diskurs bestimmt von der Konfrontation der universalistischen Begründung der Menschenrechte mit kulturrelativistischen Positionen; eine Debatte, aus der auch religionspolitische Stellungnahmen zum Menschrechtsdiskurs, wie etwa die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam von 1990 hervorgingen. In jüngerer Zeit sind positive und negative Religionsfreiheit einerseits, die Diffamierung von Religionen bzw.
Blasphemie andererseits zentrale Themen auf unterschiedlichen diskursiven Ebenen.

In der Veranstaltung werden zunächst mithilfe von Primärtexten wichtige Etappen in der Entwicklung des globalen Menschenrechtssystems nachvollzogen. Anschließend beschäftigen wir uns anhand der Blasphemie mit spezifischen historischen und rechtlichen Situationen in verschiedenen europäischen Kontexten. Im dritten Teil werden die innerhalb der UN-Institutionen geführten Debatten zur Regelung der Diffamierung von Religionen näher untersucht.

Dr. Tilman Hannemann

Modul 8 Gym 2 Europäische Religionsgeschichte II

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-5-M8 Viele unter einem Dach: Geistliche Gemeinschaften und andere Gruppierungen von Gläubigen in der katholischen Kirche

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 1080 (2 SWS)

Häufig wird die katholische Kirche als monolithische Instanz betrachtet, in der eine klare Hierarchie und eine genau so klare allgemein verbindliche Ordnung herrscht. Zwar hat die katholische Kirche mit dem Codex Iuris Canonici tatsächlich eine Art „Grundgesetz“ und mit den päpstlichen und bischöflichen Lehrschreiben theologische Leitlinien, doch unter dem Dach des apostolischen Stuhles tummeln sich verschiedenste Gruppierungen mit ihren eigenen Richtlinien, Frömmigkeitsformen, Theologien und rituellen Praktiken.
Im Seminar werden wir uns zunächst einen Überblick über die katholische Kirche und über religionswissenschaftliche Forschung in diesem Bereich verschaffen. Dann werden die Studierenden im Sinne des forschenden Lernens selbst eine katholische Gruppierung untersuchen. Dabei werden Sie Ihre eigene Fragestellung entwickeln, die für Sie passende Methode suchen, einen Forschungsplan entwickeln, Ihre eigene kleine Forschung durchführen und am Ende Ihre Ergebnisse präsentieren – selbstverständlich im ständigen Austausch mit Ihren Kommilitoninnen und der Dozentin.

Hannah Grünenthal, M.A.
09-54-5-M8/2 Religion und Sport

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 2080 (2 SWS)

WICHTIGER HINWEIS:
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung auf 25 Teilnehmer/innen begrenzt ist (die Entscheidung über die Aufnahme der Teilnehmer/innen fällt beim 1. Termin)!

Auf den ersten Blick scheinen Religion und Sport nicht viel gemeinsam zu haben, von religiösen Metaphern in der Sportberichterstattung einmal abgesehen. Dabei sind die Grenzen zwischen beiden Bereichen durchlässig und kontingent, wie sich vor allem in historischer Perspektive und im Kulturvergleich zeigt. Gegenstand des Seminars sind die Verflechtungen von Religion und Sport seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Zunächst stecken wir den theoretische Rahmen ab: Warum beschäftigen wir uns in der Religionswissenschaft mit Körperdiskursen und Bewegungskulturen? Welche Rolle spielt das Körperliche für die Erfahrung von Transzendenz(en)? Wie lassen sich religionsähnliche und religionsbezogene soziale Phänomene greifen?

Außerdem analysieren wir historische und empirische Befunde zu folgenden Themen: Coubertins „Muskelreligion“ und die olympische Idee, die Geschichte der christlichen Sportbewegung (insb. YMCA), diskursive und institutionelle Verknüpfungen von Religion und Sport, normative religiöse Positionen zu sportlicher Aktivität, die Religiosität von Sporttreibenden, religiöse und religionsähnliche Formen und Rituale im Fußball, athletische Selbstdisziplin und Entgrenzung, „Mindful Fitness“ und Spiritualität, die transkulturelle Rekontextualisierung von Bewegungsformen, plurale Sinnzuschreibungen beim Tanzen und Wandern, die Sakralisierung von Körper und Sport.

Lernziel
Ziel ist die Befähigung (1) zum kritischen Umgang mit interdisziplinärer Fachliteratur; (2) zur Analyse von Forschungsansätzen und ihren Konsequenzen (Herausarbeiten von Prämissen, Religionsbegriff etc.); sowie (3) zur Einordnung von Körperpraktiken vor dem Hintergrund religionswissen¬schaft¬licher Theorienbildung.

Methodik
gemeinsames Erarbeiten der Grundlagen mithilfe von Fachliteratur, studentische Referate zu Fallbeispielen

Leistungsnachweis
Sie erwerben 3 CP durch studienbegleitende Leistungen (werden in der ersten Stunde spezifiziert). Es besteht die Möglichkeit zur Modulprüfung M8.

Den Seminarplan mit Literaturhinweisen finden Sie ab Oktober auf stud.IP

PD Dr. Beatrix Hauser
09-54-5-M8/3 Religion und Menschenrechtsdiskurse

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 SFG 1080 (2 SWS)

Bei der Entwicklung des globalen Menschenrechtssystems seit der Allgemeinen Erklärung der Menschrechte von 1948 erscheint der Faktor Religion auf mehreren, ambivalenten Ebenen. Lange Zeit war der Diskurs bestimmt von der Konfrontation der universalistischen Begründung der Menschenrechte mit kulturrelativistischen Positionen; eine Debatte, aus der auch religionspolitische Stellungnahmen zum Menschrechtsdiskurs, wie etwa die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam von 1990 hervorgingen. In jüngerer Zeit sind positive und negative Religionsfreiheit einerseits, die Diffamierung von Religionen bzw.
Blasphemie andererseits zentrale Themen auf unterschiedlichen diskursiven Ebenen.

In der Veranstaltung werden zunächst mithilfe von Primärtexten wichtige Etappen in der Entwicklung des globalen Menschenrechtssystems nachvollzogen. Anschließend beschäftigen wir uns anhand der Blasphemie mit spezifischen historischen und rechtlichen Situationen in verschiedenen europäischen Kontexten. Im dritten Teil werden die innerhalb der UN-Institutionen geführten Debatten zur Regelung der Diffamierung von Religionen näher untersucht.

Dr. Tilman Hannemann

Modul FD3 Fachdidaktik 3 Gym

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-Med-3-MFD3 Interreligiöses Lernen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:00 - 10:00 SFG 1080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 16.12.16 14:00 - 18:00 SpT C4180
Fr 16.12.16 18:00 - 20:00 SpT C6240

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Diese Einsicht ist gesamtgesellschaftlich in Deutschland noch verhältnismäßig jung. Da sich die Migrationswellen jedoch schon relativ zeitig im deutschen Bildungssystem widergespiegelt haben, blicken wir auf eine interkulturelle Pädagogik zurück, die sich seit den achtziger Jahren stetig entwickelt hat. Auch im Religionsunterricht ist die Zusammensetzung bunter geworden. Dies gilt für Hamburg und Bremen, aber auch für manch konfessionellen Unterricht, an dem Schüler/innen mit Interesse trotz anderer oder keiner Religionszugehörigkeit teilnehmen.

Im Seminar werden wir uns mit Konzepten interkulturellen und interreligiösen Lernens beschäftigen mit dem Ziel kritischer Analyse und späterer Anwendung im eigenen Unterricht. Dabei werden wir auch versuchen, wesentliche Merkmale der Begriffe interkulturelle Kompetenz bzw. interreligiöse Kompetenz zu erarbeiten. Ziel der Veranstaltung ist es, religiöse Pluralität im Religionsunterricht vielfältig zur Sprache bringen zu können.

Eva-Maria Kenngott

Modul FD3 Fachdidaktik 3 Grund

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-Med-3-MFD3 Interreligiöses Lernen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:00 - 10:00 SFG 1080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 16.12.16 14:00 - 18:00 SpT C4180
Fr 16.12.16 18:00 - 20:00 SpT C6240

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Diese Einsicht ist gesamtgesellschaftlich in Deutschland noch verhältnismäßig jung. Da sich die Migrationswellen jedoch schon relativ zeitig im deutschen Bildungssystem widergespiegelt haben, blicken wir auf eine interkulturelle Pädagogik zurück, die sich seit den achtziger Jahren stetig entwickelt hat. Auch im Religionsunterricht ist die Zusammensetzung bunter geworden. Dies gilt für Hamburg und Bremen, aber auch für manch konfessionellen Unterricht, an dem Schüler/innen mit Interesse trotz anderer oder keiner Religionszugehörigkeit teilnehmen.

Im Seminar werden wir uns mit Konzepten interkulturellen und interreligiösen Lernens beschäftigen mit dem Ziel kritischer Analyse und späterer Anwendung im eigenen Unterricht. Dabei werden wir auch versuchen, wesentliche Merkmale der Begriffe interkulturelle Kompetenz bzw. interreligiöse Kompetenz zu erarbeiten. Ziel der Veranstaltung ist es, religiöse Pluralität im Religionsunterricht vielfältig zur Sprache bringen zu können.

Eva-Maria Kenngott

Modul MA Gym: Masterabschlussmodul

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-Med-3-MMA Master-Abschlussmodul (neuer Master)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:00 - 10:00 SFG 1080 (2 SWS)

2 SWS
plus Blockveranstaltungen nach Vereinbarung mit Frau Kenngott

Eva-Maria Kenngott

Modul MA Grund: Masterabschlussmodul

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-Med-3-MMA Master-Abschlussmodul (neuer Master)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:00 - 10:00 SFG 1080 (2 SWS)

2 SWS
plus Blockveranstaltungen nach Vereinbarung mit Frau Kenngott

Eva-Maria Kenngott

Ansprechpartner für die Inhalte des Veranstaltungsverzeichnisses

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