Lehrveranstaltungen SoSe 2017

Religionswissenschaft, B.A.

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Modul 1 Einführung in die Religionswissenschaft / Religionswissenschaftliche Theoriebildung

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-2-M1 Einführung in die Religionswissenschaft II

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 SFG 1020 (2 SWS)
Petra Klug

Modul 2 Literaturen der Religionen I

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-2-M2 Der Qurʾān - Historisch-kritische Lektüren

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:00 - 10:00 SFG 1010 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 26.06.17 10:00 - 12:00 SpT C4180

Der Qurʾān (Koran) ist eine Offenbarungsschrift, d.h. nach islamischer Lehre Gottes Rede, die über den Engel Gabriel innerhalb von zwei Jahrzehnten (609-632) dem Propheten Muḥammad im Wortlaut übermittelt wurde. Die theologische Auslegung des Qurʾān, der tafsīr (w. Erklärung), begann etwa 100 Jahre nach dem Tode des Propheten; einige wesentliche Merkmale des tafsīr sind zum Beispiel die Generalisierung koranischer Verse durch Analogiebildung, die Untersuchung des Offenbarungskontextes (asbāb an-nuzūl = Gründe der Herabsendungen) und die Gewichtung scheinbar einander widersprechender Aussagen. Dieses Seminar führt ein in die Beschäftigung mit dem Qurʾān seitens der westlichen Islamwissenschaft, deren Ansätze darauf zielen, in einer historischen Lesart Alternativen zur Erschließung des Offenbarungskontextes zu entwickeln. Dabei kann unterschieden werden zwischen der klassischen Islamwissenschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die neben den asbāb an-nuzūl auch außerkoranische Einflüsse aus vorislamischer Zeit oder durch Judentum und Christentum einbezog, und verschiedenen seit dem Ende des 20. Jahrhunderts entwickelten Ansätzen, die teils in radikaler Weise die (Heils-)Geschichte der Offenbarung neu deuten. Die akademische Debatte findet mit Beginn des 21. Jahrhunderts in einem von religionspolitischen Faktoren zunehmend geprägten gesellschaftlichen Umfeld statt. Die Einschätzung der verschiedenen Thesen zur Entstehung des Qurʾān wird eine Berücksichtigung dieser Diskussionen erfordern. In drei Schritten sollen im Laufe des Semesters (1) Vorgehensweise und Probleme der Interpretation und Übersetzung aus dem Arabischen thematisiert, (2) Fragen der Herangehensweise und Methode moderner Qurʾān-Lektüren erörtert und (3) verschiedene Ansätze der Historisierung des Qurʾān untersucht werden. Nicht beabsichtigt ist eine allgemeine Einführung in die ,wichtigen‘ Passagen des Qurʾān; einzelne Textbeispiele werden aber vorgestellt, dazu auf weiterführende Literatur verwiesen. In den ersten beiden Sitzungen wird auf die zu verwendende Übersetzung eingegangen, eine eigene Anschaffung wird empfohlen.

Dr. Tilman Hannemann

Modul 2 Grund gF Bibelwissenschaften I: Grundkurs Altes und Neues Testament

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M2/4 Einführung in das Neue Testament

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 FVG M0160 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 04.05.17 18:00 - 19:30 SFG 2080
Dr. Gabriele Richter

Modul 2 Grund kF Bibelwissenschaften I: Grundkurs Altes und Neues Testament

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M2/4 Einführung in das Neue Testament

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 FVG M0160 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 04.05.17 18:00 - 19:30 SFG 2080
Dr. Gabriele Richter

Modul 2 Gym Bibelwissenschaften I: Griechisch und Griechisch-Lektüre

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-2-M2/2 Griechisch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 SFG 2010 (2 SWS)
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 GW2 B1216 (2 SWS)

Teil 2 der Einführung in das neutestamentliche Koine-Griechisch

Friedhelm Blüthner

Modul 3 Einführung in religiöse Traditionen und vergleichende RW

Für Modul 3 werden im 1. Studienjahr sowohl im nicht-schulischen Studiengang (Profil- und Komplementärfach) als auch im schulischen Studiengang (Gymnasium/Oberschule und Grundschule großes Fach) 2 Einführungsveranstaltungen und 1 komparatistische Veranstaltung verlangt. Da im Sommersemester keine Einführungsveranstaltungen angeboten werden, empfiehlt es sich, 2 Einführungsveranstaltungen im Wintersemester zu besuchen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-2-M3 Der Religionsbegriff in der Moderne

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:00 - 10:00 SFG 1020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 28.06.17 12:00 - 14:00 SFG 0150

Der vergleichende Zugang zu religiösen Daten erfordert grundsätzlich eine Reflexion der eigenen Begrifflichkeit, wobei analytische Eingrenzungen und das alltägliche Verständnis von „Religion“ unterschieden werden. In dieser Veranstaltung werden die Grundlagen der Alltagsdimension in ihrer historischen Bedingtheit thematisiert. Der Religionsbegriff erfuhr in der Moderne umfassende Transformationen, die zum einen theologiegeschichtlich aus den Einflüssen der Aufklärung herrühren, zum anderen mit den Umstand zu tun haben, dass im 19. Jahrhundert damit begonnen wurde, „Religion“ im öffentlichen und akademischen Raum unter dem Einfluss von Naturwissenschaft, vergleichender Religionsgeschichte und außereuropäischen Religionen mit neuen Inhalten zu versehen. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit den letzteren Vorgängen, aus denen heraus Konzepte wie „religiöse Erfahrung“, Magie und Mystik sowie „Weltreligionen“ hervorgegangen sind. Die Erklärung religiöser Körperprozesse – etwa Visionen, Prophetie, übersinnliche Wahrnehmung, Heilung – in wissenschaftlichen Deutungsrahmen erzeugte Plausibilitäten, Legitimationen und Pathologisierungen, die in einem Erfahrungszentrismus bei der vergleichenden Untersuchung von Religion mündeten. So beruht etwa die Historisierung von Magie und Mystik als universale kulturelle Ausdrucksformen von Religion auf diesem Erfahrungszentrismus. Über die Eingrenzung von Weltreligionen und ihre inhaltliche Bestimmung entwickelten sich weitere Kategorien von „Religion“, die parallel mit dem evolutionistischen Weltbild des 19. Jahrhunderts in Einklang gebracht werden. Im 20. Jahrhundert werden diese Vorgaben u.a. in Teilen der (Para-)Psychologie und in der Spiritualität der 68er-Bewegung aufgegriffen. Im Vordergrund der Lektüre stehen einzelne Teilstudien – etwa zu diskursiven Rahmungen von Visionen oder zur religiösen Praxis in der Psychotherapie – sowie Beispieltexte. Prüfungs- und Studienleistungen werden in der ersten und zweiten Sitzung abgesprochen.

Dr. Tilman Hannemann
09-54-2-M3/2 Religionsethnologie als vergleichende Religionswissenschaft

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 SpT C4180 (2 SWS)

Ethnologie bzw. Kultur- oder Sozialanthropologie erforschen und vergleichen ‚fremde Völker‘ (‚Völkerkunde‘), ihre Kulturen und Religionen in ihren ‚Verschiedenheiten‘. Herangehensweise und Programm der Ethnologie haben sich in den letzten 130 Jahren stark verändert. Das gilt für die Definition des Forschungsgegenstands ebenso wie für die angewandten Methoden und das Selbstverständnis des Fachs. So ist heute bspw. die (Religions-)Ethnologie in der eigenen Gesellschaft zu einem wichtigen Zweig der Religionswissenschaft geworden, und die aus der Ethnologie übernommene Methode der teilnehmenden Beobachtung hat sich als ertragreich für religionswissenschaftliche Fragestellungen erwiesen. – Wir lesen und diskutieren im Seminar klassische wie auch neuere religionsethnologische Texte und vollziehen so diese Entwicklungen nach.
Die Veranstaltung richtet sich an Studierende aus den Studiengängen BA Religionswissenschaft Profilfach und Komplementärfach.

Prüfungsleistungen und -formen nach Absprache.
Die Literatur wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.

Dr. Hans-Ludwig Frese

Modul 3 Grund gF Einführung in religiöse Traditionen und vergleichende Religionswissenschaft

Für Modul 3 werden im 1. Studienjahr sowohl im nicht-schulischen Studiengang (Profil- und Komplementärfach) als auch im schulischen Studiengang (Gymnasium/Oberschule und Grundschule großes Fach) 2 Einführungsveranstaltungen und 1 komparatistische Veranstaltung verlangt. Da im Sommersemester keine Einführungsveranstaltungen angeboten werden, empfiehlt es sich, 2 Einführungsveranstaltungen im Wintersemester zu besuchen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-2-M3/3 Schöpfung - Gruppe A

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 SFG 1010 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 17.06.17 09:00 - 12:00 SFG 0150
Do 29.06.17 14:00 - 15:00 SpT C3140
Mo 16.10.17 08:00 - 10:00 SpT C4180
Dr. Gabriele Richter
09-54-2-M3/4 Schöpfung - Gruppe B

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 GRA4 A0110 GW2 B2900 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 05.05.17 14:00 - 15:30 SFG 1020
Mo 16.10.17 08:00 - 10:00 SpT C4180
Dr. Gabriele Richter

Modul 3 Gym Einführung in religiöse Traditionen und vergleichende Religionswissenschaft

Für Modul 3 werden im 1. Studienjahr sowohl im nicht-schulischen Studiengang (Profil- und Komplementärfach) als auch im schulischen Studiengang (Gymnasium/Oberschule und Grundschule großes Fach) 2 Einführungsveranstaltungen und 1 komparatistische Veranstaltung verlangt. Da im Sommersemester keine Einführungsveranstaltungen angeboten werden, empfiehlt es sich, 2 Einführungsveranstaltungen im Wintersemester zu besuchen.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-2-M3/3 Schöpfung - Gruppe A

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 SFG 1010 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 17.06.17 09:00 - 12:00 SFG 0150
Do 29.06.17 14:00 - 15:00 SpT C3140
Mo 16.10.17 08:00 - 10:00 SpT C4180
Dr. Gabriele Richter
09-54-2-M3/4 Schöpfung - Gruppe B

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 GRA4 A0110 GW2 B2900 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 05.05.17 14:00 - 15:30 SFG 1020
Mo 16.10.17 08:00 - 10:00 SpT C4180
Dr. Gabriele Richter

Modul 4 Literaturen der Religionen II

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M4 Satan, Mephisto, Luzifer: Analyse visueller Teufelsdarstellungen

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 SFG 1080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 21.06.17 10:00 - 12:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.

Die Vorstellungen und Assoziationen, die heute in Verbindung mit dem Teufel auftauchen, sind keineswegs nur durch Texte (sei es die Bibel, seien es Märchen und Geschichten der Romantik) geprägt. Bilder vom Teufel treten, in unserer heutigen stark mediatisierten Gesellschaft vielleicht mehr als jemals, eben als solche auf: Als Bilder. Im Seminar werden wir visuelle Darstellungen des Teufels analysieren, sowohl in Form von nicht-bewegten Bildern als auch in Filmen und Werbeclips. Dabei werden Methoden der Bildanalyse und der Film- und Fernsehanalyse vorgestellt und eingeübt.

Hannah Grünenthal, M.A.

Modul 4 Gym Bibelwissenschaften II: Exegese des Alten und Neuen Testaments

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M4/2 Exegese Neues Testament - Gruppe A

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 2070 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 27.06.17 18:00 - 20:00 SFG 2070
Dr. Gabriele Richter
09-54-4-M4/3 Exegese Neues Testament - Gruppe B

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 GW1 C1070 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 30.06.17 14:00 - 16:00 SFG 1020
Dr. Gabriele Richter

Modul 5 Europäische Religionsgeschichte I

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M5 Wahrnehmungsräume in der Religionsgeschichte

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 SFG 1080 (2 SWS)

Wie wird Religion wahrgenommen und wie werden religiöse Wahrnehmungen als solche gestaltet und vermittelt? Ein Konzept für die Untersuchung solcher Fragen gibt es seit einigen Jahren mit den Wahrnehmungsräumen. Der Wahrnehmungsraum bezeichnet innerhalb der Religionsästhetik ein Ensemble von Medien, Narrativen und/oder Diskursen, in denen religiöse Inhalte programmatisch aufbereitet, Aufmerksamkeit und Rezeption der Zielgruppen kalibriert und auf diese Weise Plausibilitäten erzeugt werden. Die theoretische Reflexion solcher Wahrnehmungsräume bildet seit der Frühen Neuzeit einen wichtigen Teilbereich Europäischer Religionsgeschichte und mündet im 18. Jahrhundert in die so genannte Anschauungspädagogik. Im Seminar untersuchen wir nach einer theoretischen Einführung in das Konzept der Wahrnehmungsräume beispielhaft die Vermittlung des Transzendenten, den pädagogischen Einsatz des Salomonischen Tempels im Pietismus, die Untersuchung der Seele im mesmeristischen Labor und den Aufbau von Gärten in der Epoche der Aufklärung. Zu dem letzteren Thema ist im Juni eine Exkursion in den Freimaurergarten in Louisenlund (Schleswig-Holstein) vorgesehen. Die Teilnahme an der Exkursion ist verbindlich für das Seminar. Zum einen kann hier die konkrete Anschauung und aktive Entzifferung symbolischer Vermittlungsebenen eingeübt werden; darüber hinaus geht es in Louisenlund auch um sehr praktische Fragen hinsichtlich der Rekonstruktion und Aktualisierung einer wenig bekannten und schwer zugänglichen Vergangenheit, die sich generell für viele Erinnerungsorte stellen.

Dr. Tilman Hannemann
09-54-4-M5/2 Religion des Dritten Reiches

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 SFG 1040 (2 SWS)

Im General Studies-Bereich offen für alle Studierenden.

Die 12 Jahre nationalsozialistischer Herrschaft 1933-1945 bilden einen tiefen Einschnitt in der Geschichte und der Religionsgeschichte der Welt, Europas, Deutschlands, gleichzeitig muss man sie verstehen als einen Teil der Epoche von der „Urkatastrophe“ des Ersten Weltkriegs bis zur Mai-Revolution 1968. Tief verwurzelt in den kulturellen und religiösen Traditionen konnten sie doch die Konventionen von Kultur, Politik und Religion umstürzen.
In der Vorlesung werden die neue Heilsgeschichte (Das Heilige, Das Dritte Reich, Messias) behandelt, dann die kultische Dimension im Kult der Helden und Männer, des Führers, der Reichsparteitage, schließlich, wie die Religionen sich selbst revolutionierten: der Antisemitismus, die Kirchen nach dem Diktator-Prinzip und die Stellung der Bekennenden Kirche, die nationale Teil-Kirche der katholischen Weltkirche. Die Frage, wie eine abgrundtiefe Bosheit akzeptiert, ja begeistert getragen werden konnte und welche Rolle die Religion dabei als Begründung (und kaum widerständig) spielte, wird eine durchgängige Frage bilden.
Religionswissenschaftlich stellt die Religionsgeschichte des Dritten Reiches eine besondere Herausforderung dar: Ist die Religionswissenschaft in der Lage, Religion so zu beschreiben, dass die Weltanschauung des Nationalsozialismus in ihren kultischen Formen, ihrem religiösen Anspruch und ihrer Konkurrenz zu und Herkunft aus Christentum und Judentum angemessen bewertet wird? Worin liegt die Andersheit der Religion(en)?

Zur Einführung: Kurt Nowak: Geschichte des Christentums in Deutschland. Religion, Politik und Gesellschaft vom Ende der Aufklärung bis zur Mitte des 20. Jh., München 1995. - Vorzügliche Einführung: Monika Neugebauer-Wölk: Esoterik und Neuzeit. Überlegungen zur historischen Tiefenstruktur religiösen Denkens im NS. In: Zeitenblicke 5(2006), Nr. 1 (04.04.2006) URL: http://www.zeitenblicke.de/2006/1/Neugebauerwoelk (20.2.2007)
Joachim Mehlhausen: Nationalsozialismus und Kirchen. Theologische Realenzyklopädie 24(1994), 43-78.

Christoph Auffarth
09-54-4-M5/4 Blockseminar "Existentielle Trauer - säkulare und religiöse Hoffnungen"

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.04.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Fr 05.05.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 06.05.17 10:00 - 16:00 SFG 1010
Fr 16.06.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 17.06.17 10:00 - 16:00 SFG 1080

Im General Studies-Bereich offen für alle Studierenden.

Die Konfrontation mit Leiden und Sterben, die Auseinandersetzung mit Verlusten, welche als Bedrohung für das eigene Leben oder für das Wohlbefinden wahrgenommen werden, stellt nicht nur ein ubiquitäres Phänomen dar, sondern hat auch durch den Hintergrund unterschiedlicher soziokultureller Traditionen dazu geführt, dass die Reaktionen der Betroffenen sehr unterschiedlich ausfallen.
Im Seminar soll über den Einfluss unterschiedlicher Weltanschauungen auf den Umgang mit existenziellen Fragen – mit dem Schwerpunkt der Trauer – gearbeitet werden. Existenzielle Fragen, also Fragen nach dem Sinn des Lebens respektive von Tod, Krankheit, Alter und Leid begegnen dem Seelsorger und Therapeuten nicht selten im Rahmen von Beratung und psychotherapeutischer Interventionen, und die Auseinandersetzung damit kann bei Betroffenen eine Krise auslösen oder Quelle von Hoffnung sein. Häufig wird eine Auseinandersetzung mit diesen Themen so lange vermieden, bis sie für den Betroffenen selbst zum nicht mehr zu verdrängenden Thema werden.
Im Seminar werden wir uns mit dem Thema Trauer aus christlicher, islamischer, konfessionsloser/agnostischer/atheistischer Sicht sowie aus den Perspektiven östlicher religiöser Traditionen beschäftigen und diskutieren.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Peter Kaiser
09-54-4-M6/3 Religion im Museum: Theorie und Praxis anhand einer Ausstellung zur religiösen Landschaft

Seminar

Einzeltermine:
Mi 19.04.17 18:00 - 20:00 SFG 2070
Sa 13.05.17 10:00 - 17:00 SpT C6240
Sa 10.06.17 10:00 - 17:00 SpT C6240
Sa 24.06.17 10:00 - 16:00 SpT C6240

Religion und Museum - eine uralte und komplizierte Verbindung, die bis heute immer wieder Anlass zu Diskussion und Konflikt bietet. Wir wollen uns in diesem Blockseminar nicht nur mit den inhaltlichen und theoretischen Verknüpfungen dieser beiden kulturellen Errungenschaften beschäftigen, sondern vielmehr auch konkret und praktisch arbeiten.
So bietet sich den Studierenden im Rahmen dieses Seminars die Möglichkeit, im Rahmen einer konkreten Ausstellungsplanung zu forschen und damit einen Teil einer öffentlichkeitswirksamen Ausstellung selbstständig zu gestalten. Handwerkszeug aus empirischer Religionsforschung und Museologie kann hier also gelernt, diskutiert und praktisch angewandt werden.
Nachfragen zum Seminar und der Ausstellung können gerne bereits im Vorfeld unter sscheel@uni-bremen.de gestellt und hoffentlich geklärt werden. Ich habe in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit dem Einbinden Studierender in ausstellungsrelevante Prozesse gesammelt und bin daher sehr gespannt auf die gemeinsamen Ideen und Ergebnisse.

Stefan Scheel

Modul 5Grund b1 Europäische Religionsgeschichte I

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M5/4 Blockseminar "Existentielle Trauer - säkulare und religiöse Hoffnungen"

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.04.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Fr 05.05.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 06.05.17 10:00 - 16:00 SFG 1010
Fr 16.06.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 17.06.17 10:00 - 16:00 SFG 1080

Im General Studies-Bereich offen für alle Studierenden.

Die Konfrontation mit Leiden und Sterben, die Auseinandersetzung mit Verlusten, welche als Bedrohung für das eigene Leben oder für das Wohlbefinden wahrgenommen werden, stellt nicht nur ein ubiquitäres Phänomen dar, sondern hat auch durch den Hintergrund unterschiedlicher soziokultureller Traditionen dazu geführt, dass die Reaktionen der Betroffenen sehr unterschiedlich ausfallen.
Im Seminar soll über den Einfluss unterschiedlicher Weltanschauungen auf den Umgang mit existenziellen Fragen – mit dem Schwerpunkt der Trauer – gearbeitet werden. Existenzielle Fragen, also Fragen nach dem Sinn des Lebens respektive von Tod, Krankheit, Alter und Leid begegnen dem Seelsorger und Therapeuten nicht selten im Rahmen von Beratung und psychotherapeutischer Interventionen, und die Auseinandersetzung damit kann bei Betroffenen eine Krise auslösen oder Quelle von Hoffnung sein. Häufig wird eine Auseinandersetzung mit diesen Themen so lange vermieden, bis sie für den Betroffenen selbst zum nicht mehr zu verdrängenden Thema werden.
Im Seminar werden wir uns mit dem Thema Trauer aus christlicher, islamischer, konfessionsloser/agnostischer/atheistischer Sicht sowie aus den Perspektiven östlicher religiöser Traditionen beschäftigen und diskutieren.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Peter Kaiser
09-54-6-M5/3 Reformation: Ein religiöser Wandel?

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 GW2 B1216 SFG 2060 (2 SWS)

Reformation: Ein religiöser Wandel?
Im Rahmen des 500-jährigen Jubiläums von Luthers Thesenanschlag wird die Reformation als Neubeginn "bejubelt". Erst die Reformation habe den Anstoß zu Umbrüchen im Bereich der Theologie (sola Scriptura, allein die Schrift; Priestertum aller Gläubigen), aber auch auf anderen Gebieten (z.B. Bildung für weite Schichten der Bevölkerung, Freiheit des Individuums) gegeben. Die Forschung zur Reformation seit dem 19. Jahrhundert, verstärkt nach dem Zweiten Weltkrieg, hat aber Kontinuitäten zwischen Spätmittelalter und Reformation herausgearbeitet, sowohl auf dem Gebiet der Theologie, Philosophie, der Frömmigkeitsformen und der "Volksreligiösitat" (popular religion). Inwiefern war die Reformation also ein religiöser Wandlungsprozess? Diese Frage wird in der VA aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Dr. Jan van de Kamp

Modul 5b Gym Europäische Religionsgeschichte I

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M5/4 Blockseminar "Existentielle Trauer - säkulare und religiöse Hoffnungen"

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.04.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Fr 05.05.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 06.05.17 10:00 - 16:00 SFG 1010
Fr 16.06.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 17.06.17 10:00 - 16:00 SFG 1080

Im General Studies-Bereich offen für alle Studierenden.

Die Konfrontation mit Leiden und Sterben, die Auseinandersetzung mit Verlusten, welche als Bedrohung für das eigene Leben oder für das Wohlbefinden wahrgenommen werden, stellt nicht nur ein ubiquitäres Phänomen dar, sondern hat auch durch den Hintergrund unterschiedlicher soziokultureller Traditionen dazu geführt, dass die Reaktionen der Betroffenen sehr unterschiedlich ausfallen.
Im Seminar soll über den Einfluss unterschiedlicher Weltanschauungen auf den Umgang mit existenziellen Fragen – mit dem Schwerpunkt der Trauer – gearbeitet werden. Existenzielle Fragen, also Fragen nach dem Sinn des Lebens respektive von Tod, Krankheit, Alter und Leid begegnen dem Seelsorger und Therapeuten nicht selten im Rahmen von Beratung und psychotherapeutischer Interventionen, und die Auseinandersetzung damit kann bei Betroffenen eine Krise auslösen oder Quelle von Hoffnung sein. Häufig wird eine Auseinandersetzung mit diesen Themen so lange vermieden, bis sie für den Betroffenen selbst zum nicht mehr zu verdrängenden Thema werden.
Im Seminar werden wir uns mit dem Thema Trauer aus christlicher, islamischer, konfessionsloser/agnostischer/atheistischer Sicht sowie aus den Perspektiven östlicher religiöser Traditionen beschäftigen und diskutieren.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Peter Kaiser
09-54-6-M5/3 Reformation: Ein religiöser Wandel?

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 GW2 B1216 SFG 2060 (2 SWS)

Reformation: Ein religiöser Wandel?
Im Rahmen des 500-jährigen Jubiläums von Luthers Thesenanschlag wird die Reformation als Neubeginn "bejubelt". Erst die Reformation habe den Anstoß zu Umbrüchen im Bereich der Theologie (sola Scriptura, allein die Schrift; Priestertum aller Gläubigen), aber auch auf anderen Gebieten (z.B. Bildung für weite Schichten der Bevölkerung, Freiheit des Individuums) gegeben. Die Forschung zur Reformation seit dem 19. Jahrhundert, verstärkt nach dem Zweiten Weltkrieg, hat aber Kontinuitäten zwischen Spätmittelalter und Reformation herausgearbeitet, sowohl auf dem Gebiet der Theologie, Philosophie, der Frömmigkeitsformen und der "Volksreligiösitat" (popular religion). Inwiefern war die Reformation also ein religiöser Wandlungsprozess? Diese Frage wird in der VA aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Dr. Jan van de Kamp

Modul 6 Empirische Religionsforschung

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M6/2 Qualitative Religionsforschung II

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SFG 2020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 03.05.17 10:00 - 12:00 SpT C6240
Mi 31.05.17 18:00 - 20:00 SFG 1080

Inhalt
Dies ist die Fortsetzung eines zweisemestrigen Praxisseminars zu den überwiegend qualitativen Methoden der empirischen Religionsforschung. Im Mittelpunkt steht die eigenständige Durchführung einer kleinen empirischen Studie zu einem selbst gewählten Thema der religiösen Gegenwartskultur. Dabei werden die verschiedenen Verfahren der Datenerhebung und -auswertung systematisch erarbeitet und mithilfe praktischer Übungen erprobt.

In diesem Semester geht es um die Datenaufzeichnung, verschiedene Auswertungsverfahren (Qualitative Inhaltsanalyse, Grounded Theory, Konversationsanalyse, Objektive Hermeneutik), den erneuten Theoriebezug sowie um das Erstellen von religionsethnografischen Texten.

Lernziel
Ziel ist es, (1) wesentliche Methoden der qualitativen Sozialforschung in Theorie und Praxis kennenzulernen, (2) die Befähigung, ausgewählte Verfahren der empirischen Datenerhebung sowie der Datenanalyse praktisch anzuwenden, und (3) erste Erfahrungen zu machen mit der Steuerung und Dynamik eines Forschungsprozesses.

Methodik
Ein Teil des Praxisseminars wird von studentischen Teams auf der Basis ausgewählter Texte gestaltet. Außerdem finden Übungen zum Kodieren und zum ethnografischen Schreiben statt, die gemeinsam besprochen werden.

Voraussetzungen
Der zweite Teil des Praxisseminars ist für Studierende im 4. Fachsemester vorgesehen. Es können nur Studierende teilnehmen, die bereits den ersten Teil besucht haben.

Leistungsnachweis
Sie erwerben 3 CP durch studienbegleitende Leistungen: regelmäßige, aktive Teilnahme, vorbereitende Lektüre, anteilige Sitzungsgestaltung, Übungen zum eigenen Projekts.

Das Ergebnis der empirischen Studie mündet in einem Forschungsbericht (alternativ: Portfolio), der am Ende des zweisemestrigen Praxisseminars die Grundlage der Modulprüfung bildet (Abgabe 15.9.17).

PD Dr. Beatrix Hauser
09-54-4-M6/3 Religion im Museum: Theorie und Praxis anhand einer Ausstellung zur religiösen Landschaft

Seminar

Einzeltermine:
Mi 19.04.17 18:00 - 20:00 SFG 2070
Sa 13.05.17 10:00 - 17:00 SpT C6240
Sa 10.06.17 10:00 - 17:00 SpT C6240
Sa 24.06.17 10:00 - 16:00 SpT C6240

Religion und Museum - eine uralte und komplizierte Verbindung, die bis heute immer wieder Anlass zu Diskussion und Konflikt bietet. Wir wollen uns in diesem Blockseminar nicht nur mit den inhaltlichen und theoretischen Verknüpfungen dieser beiden kulturellen Errungenschaften beschäftigen, sondern vielmehr auch konkret und praktisch arbeiten.
So bietet sich den Studierenden im Rahmen dieses Seminars die Möglichkeit, im Rahmen einer konkreten Ausstellungsplanung zu forschen und damit einen Teil einer öffentlichkeitswirksamen Ausstellung selbstständig zu gestalten. Handwerkszeug aus empirischer Religionsforschung und Museologie kann hier also gelernt, diskutiert und praktisch angewandt werden.
Nachfragen zum Seminar und der Ausstellung können gerne bereits im Vorfeld unter sscheel@uni-bremen.de gestellt und hoffentlich geklärt werden. Ich habe in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit dem Einbinden Studierender in ausstellungsrelevante Prozesse gesammelt und bin daher sehr gespannt auf die gemeinsamen Ideen und Ergebnisse.

Stefan Scheel

Modul 6b Gym Religiöse Gegenwartskultur

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M6/3 Religion im Museum: Theorie und Praxis anhand einer Ausstellung zur religiösen Landschaft

Seminar

Einzeltermine:
Mi 19.04.17 18:00 - 20:00 SFG 2070
Sa 13.05.17 10:00 - 17:00 SpT C6240
Sa 10.06.17 10:00 - 17:00 SpT C6240
Sa 24.06.17 10:00 - 16:00 SpT C6240

Religion und Museum - eine uralte und komplizierte Verbindung, die bis heute immer wieder Anlass zu Diskussion und Konflikt bietet. Wir wollen uns in diesem Blockseminar nicht nur mit den inhaltlichen und theoretischen Verknüpfungen dieser beiden kulturellen Errungenschaften beschäftigen, sondern vielmehr auch konkret und praktisch arbeiten.
So bietet sich den Studierenden im Rahmen dieses Seminars die Möglichkeit, im Rahmen einer konkreten Ausstellungsplanung zu forschen und damit einen Teil einer öffentlichkeitswirksamen Ausstellung selbstständig zu gestalten. Handwerkszeug aus empirischer Religionsforschung und Museologie kann hier also gelernt, diskutiert und praktisch angewandt werden.
Nachfragen zum Seminar und der Ausstellung können gerne bereits im Vorfeld unter sscheel@uni-bremen.de gestellt und hoffentlich geklärt werden. Ich habe in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit dem Einbinden Studierender in ausstellungsrelevante Prozesse gesammelt und bin daher sehr gespannt auf die gemeinsamen Ideen und Ergebnisse.

Stefan Scheel
09-54-6-M6 Qualitative Religionsforschung II

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 SFG 2080 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 12.05.17 14:00 - 16:00 GW2 B1170
Fr 16.06.17 14:00 - 16:00 SpT C4180

Das Seminar ist im Studienverlaufsplan zweisemestrig konzipiert und richtet sich i.d.R. an Studierende im Studiengang BA Religion Gym/Oberschule im 6. Semester. Im Seminar sollen die bereits erarbeiteten Methodenkenntnisse vertieft, die studentischen Forschungsprojekte weiterverfolgt und abgeschlossen werden. Datenerzeugung, Kodierung, Systematisierung und schließlich die Interpretation der gewonnenen Daten werden theoretisch sowie am Material der studentischen Projekte geübt. Die Studierenden stellen ihre Projekte und die Forschungsergebnisse im Seminar regelmäßig vor und bis zur Abgabe der Studienarbeit kontinuierlich zur Diskussion.
Insbesondere für Interviewtrainings und für ‚Materialsitzungen‘ können Blocktermine angesetzt werden. Die Absprachen dazu treffen wir zu Anfang des Semesters.
Die Literatur wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.
Voraussetzungen für die Teilnahme: Der Besuch des Seminars M 6/1 im WiSe 16/17.

Dr. Hans-Ludwig Frese

Modul 7b Bildung - Religion - Gesellschaft

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-6-M7 Religiöse Identität: Theorien und Befunde

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 SFG 2070 (2 SWS)

Inhalt:
Das Seminar dient der Diskussion des Zusammenhangs von personaler Identitätsbildung und Religion. Was ist Identität und Identitätsbildung? Wie generiert sich personale religiöse Identität? Wie prägt Religion die personale Identität? Es werden zudem zentrale Aspekte der religiösen Identitätsbildung thematisiert (z.B. Anerkennung, Identitätspolitik, Hybridität).
Im Seminar werden dazu grundlegende Theorien der Identitätsbildung (Erikson, Krappmann, Keupp, Straub u. a.) wie auch zum Zusammenhang von Identität und Religion (Hahn, Luckmann, Oser u. a.) gelesen.
Des Weiteren wird unter Berücksichtigung empirischer Studien zu Migration, Radikalisierung, Individualisierung, Pluralisierung und Medienkommunikation die strukturelle wie qualitative Veränderung von personaler religiöser Identitätsbildung beispielhaft beleuchtet.

Literatur zur Einführung:
Rosa, Hartmut (2007): Identität, in: Straub, J. et al. (Hg.): Handbuch interkulturelle Kommunikation und Kompetenz. Stuttgart u.a., 47-56.
Ammerman, Nancy (2004): Religious identities and religious Institutions, in: Handbook of the Sociology of Religion, ed.by M. Dillon, 207-224.

Zielgruppe:
- Bachelor Religionswissenschaft Modul 7; nicht-schulisch,
- offen auch für Interessierte aus dem BA; anrechenbar nach Rücksprache
- General Studies Bachelor

Erwartet wird die regelmäßige aktive Teilnahme am Seminar und die regelmäßige Lektüre der Seminarliteratur wie auch die Übernahme von Aufgaben für das Seminar.

Modulprüfung n.V.

Prof. Dr. Gritt Maria Klinkhammer

Modul 7 Gym Bildung - Religion - Gesellschaft

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M7/2 Religionsunterricht beobachten und analysieren - Gruppe A

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS)
Eva-Maria Kenngott
09-54-4-M7/3 Religionsunterricht beobachten und analysieren - Gruppe B

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS)
Eva-Maria Kenngott

Modul 8b Europäische Religionsgeschichte II

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M5/4 Blockseminar "Existentielle Trauer - säkulare und religiöse Hoffnungen"

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.04.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Fr 05.05.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 06.05.17 10:00 - 16:00 SFG 1010
Fr 16.06.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 17.06.17 10:00 - 16:00 SFG 1080

Im General Studies-Bereich offen für alle Studierenden.

Die Konfrontation mit Leiden und Sterben, die Auseinandersetzung mit Verlusten, welche als Bedrohung für das eigene Leben oder für das Wohlbefinden wahrgenommen werden, stellt nicht nur ein ubiquitäres Phänomen dar, sondern hat auch durch den Hintergrund unterschiedlicher soziokultureller Traditionen dazu geführt, dass die Reaktionen der Betroffenen sehr unterschiedlich ausfallen.
Im Seminar soll über den Einfluss unterschiedlicher Weltanschauungen auf den Umgang mit existenziellen Fragen – mit dem Schwerpunkt der Trauer – gearbeitet werden. Existenzielle Fragen, also Fragen nach dem Sinn des Lebens respektive von Tod, Krankheit, Alter und Leid begegnen dem Seelsorger und Therapeuten nicht selten im Rahmen von Beratung und psychotherapeutischer Interventionen, und die Auseinandersetzung damit kann bei Betroffenen eine Krise auslösen oder Quelle von Hoffnung sein. Häufig wird eine Auseinandersetzung mit diesen Themen so lange vermieden, bis sie für den Betroffenen selbst zum nicht mehr zu verdrängenden Thema werden.
Im Seminar werden wir uns mit dem Thema Trauer aus christlicher, islamischer, konfessionsloser/agnostischer/atheistischer Sicht sowie aus den Perspektiven östlicher religiöser Traditionen beschäftigen und diskutieren.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Peter Kaiser
09-54-6-M8 Gurus der Moderne

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SFG 2040 (2 SWS)

Inhalt
Diese Lehrveranstaltung dreht sich um einen besonderen Typus eines spirituellen Lehrers, den Guru, sowie um einhergehende Formen der religiösen Betätigung und Organisation. Während Gurus zunächst ausschließlich mit missionierenden Bewegungen indischen Ursprungs in Verbindung gebracht wurden, gelten sie jüngst als Protagonisten einer religiösen Pluralität und Globalisierung.
Vor diesem Hintergrund befasst sich dieses Seminar mit der Entwicklung von Gurubewegungen im Laufe der letzten 130 Jahre: In welchen europäischen und nordamerikanischen Kreisen interessierte man sich schon Ende des 19. Jahrhundert für indische Gurus? In welchen Kontexten wurden Gurus gefürchtet und warum? Welche Rolle spielen Gurus in Zeiten religiöser Individualisierung? Welchen Einfluss haben moderne Kommunikationstechnologien auf die Vermittlung und den Inhalt ihrer religiösen Lehre? Wie gelingt es neuartigen Gurus, sich zu etablieren?

Lernziel
Ziel ist die Befähigung (1) zum systematischen Erarbeiten von religionswissenschaftlicher Fachliteratur; (2) zur kritischen Anwendung von religionswissenschaftlichen Grund¬begriffen und Konzepten; sowie (3) zur religionswissenschaftlichen Einordnung aktueller Guru-Phänomene im Rahmen der Europäischen Religionsgeschichte.

Methodik
Im ersten Teil der Lehrveranstaltung werden auf der Basis von deutsch- und englischsprachiger Fachliteratur wesentliche Begriffe, Konzepte und Forschungsansätze erarbeitet. Im zweiten Teil stehen Fallbeispiele im Vordergrund, die von Studierenden referiert und gemeinsam diskutiert werden.

Voraussetzungen
sehr gute Englischkenntnisse

Leistungsnachweis
Sie erwerben 3 CP durch studienbegleitende Leistungen (werden in der ersten Stunde spezifiziert). Es besteht die Möglichkeit zur Modulprüfung M8.

Den Seminarplan mit Literaturhinweisen finden Sie ab April auf stud.IP.

PD Dr. Beatrix Hauser
09-54-6-M8/2 Streit um Rudolf Bultmann

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SpT C4180 (2 SWS)

Rudolf Bultmann, evangelischer Theologe aus Wiefelstede (Oldenburg), 20.8.1884 – 30.7. 1976 in Marburg, war einer der bedeutendsten, aber auch umstrittenen Theologen des 20. Jahrhunderts. Früh zur Gruppe der „Dialektischen Theologie“ gekommen (mit Karl Barth, Friedrich Gogarten, u.a.) wurde er mit einer methodischen Arbeit zur synoptischen Überlieferung der Evangelien berühmt. Seine besonderes Interesse galt der existenzialen Interpretation, die er im Gespräch mit Heidegger entwickelte. Für diese stand nach Bultmanns Meinung besonders die Theologie des Johannes und seiner Schule: Die Krisis des Individuums entscheidet über das Heil, nicht ein künftiges Gericht. Gegenüber dem Nationalsozialismus stand Bultmann zunächst im Marburger Gutachten gegen die Einführung des Arier-Paragraphen (Entlassung v.a. „getaufter Juden“ d.h. Protestanten, deren Eltern bereits in eine christliche Kirche übergetreten waren). Berüchtigt wurde aber sein provozierender Beitrag zur Entmythologisierung. Im Krieg veröffentlicht Neues Testament und Mythologie (1941), wurde das Programm erst nach dem Krieg wahrgenommen: Die Auferstehung Jesu dürfe nicht als historisches Ereignis missverstanden werden. Vielmehr sei er in eine andere Wirklichkeit auferstanden durch die Predigt (Kerygma) der gläubigen Gemeinde vom lebenden Christus. Das dahinter stehende mythische Weltbild mit Wundern oder Himmelfahrten sei „erledigt“. Stattdessen müsse der moderne, aufgeklärte Mensch existenzial die „Wirklichkeit“ des lebenden Christus erfahren.
Bultmann und seine Schüler wurden zu Zerstörern des biblisch-christlichen Glaubens erklärt, und damit mit den Atheisten, deren Gipfel die Nationalsozialisten waren, in eine Kategorie eingeordnet; die Professoren, die als Deutsche Christen auf Lehrstühle gekommen waren, wurden nun wichtige Verbündete gegen die Bultmänner. Aber lange besetzten Bultmanns Schüler die wichtigsten neutestamentlichen Lehrstühle an der Universitäten.
An Bultmanns Lebenswerk lässt sich die Theologiegeschichte des 20. Jahrhunderts verfolgen.

Zur Einführung: Konrad Hammann: Rudolf Bultmann und seine Zeit: Biographische und theologische Konstellati¬onen. Tübingen: Mohr Siebeck, [2016]. Konrad Hammann: Rudolf Bultmann. Eine Biographie. Tübingen: Mohr Siebeck 2009. Rudolf Bultmann: Geschichte der Synoptische Tradition. Göttingen: Vandenhoeck&Ruprecht 1925. Gerd Theißen Nachwort zur Neuausgabe 1995, 409-452. Rudolf Bultmann: Neues Testament und Mytho¬logie (1941) Neuausgabe mit Einleitung von Eberhard Jüngel. München: Kaiser 1978. Rudolf Bultmann: Das Evangelium des Johannes (1941). Jürgen Moltmann (Hrsg.): Die Anfänge der Dialektischen Theologie. 2 Bde, München 1962/63 (Band 1: Karl Barth, Heinrich Barth, Emil Brunner. 1962. Band 2: Rudolf Bultmann, Friedrich Gogarten, Eduard Thurneysen. 1963).

Christoph Auffarth

Modul 8 Gym Theologien jüdisch - christlicher Tradition

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M5/4 Blockseminar "Existentielle Trauer - säkulare und religiöse Hoffnungen"

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.04.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Fr 05.05.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 06.05.17 10:00 - 16:00 SFG 1010
Fr 16.06.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 17.06.17 10:00 - 16:00 SFG 1080

Im General Studies-Bereich offen für alle Studierenden.

Die Konfrontation mit Leiden und Sterben, die Auseinandersetzung mit Verlusten, welche als Bedrohung für das eigene Leben oder für das Wohlbefinden wahrgenommen werden, stellt nicht nur ein ubiquitäres Phänomen dar, sondern hat auch durch den Hintergrund unterschiedlicher soziokultureller Traditionen dazu geführt, dass die Reaktionen der Betroffenen sehr unterschiedlich ausfallen.
Im Seminar soll über den Einfluss unterschiedlicher Weltanschauungen auf den Umgang mit existenziellen Fragen – mit dem Schwerpunkt der Trauer – gearbeitet werden. Existenzielle Fragen, also Fragen nach dem Sinn des Lebens respektive von Tod, Krankheit, Alter und Leid begegnen dem Seelsorger und Therapeuten nicht selten im Rahmen von Beratung und psychotherapeutischer Interventionen, und die Auseinandersetzung damit kann bei Betroffenen eine Krise auslösen oder Quelle von Hoffnung sein. Häufig wird eine Auseinandersetzung mit diesen Themen so lange vermieden, bis sie für den Betroffenen selbst zum nicht mehr zu verdrängenden Thema werden.
Im Seminar werden wir uns mit dem Thema Trauer aus christlicher, islamischer, konfessionsloser/agnostischer/atheistischer Sicht sowie aus den Perspektiven östlicher religiöser Traditionen beschäftigen und diskutieren.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Peter Kaiser
09-54-6-M8 Gurus der Moderne

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SFG 2040 (2 SWS)

Inhalt
Diese Lehrveranstaltung dreht sich um einen besonderen Typus eines spirituellen Lehrers, den Guru, sowie um einhergehende Formen der religiösen Betätigung und Organisation. Während Gurus zunächst ausschließlich mit missionierenden Bewegungen indischen Ursprungs in Verbindung gebracht wurden, gelten sie jüngst als Protagonisten einer religiösen Pluralität und Globalisierung.
Vor diesem Hintergrund befasst sich dieses Seminar mit der Entwicklung von Gurubewegungen im Laufe der letzten 130 Jahre: In welchen europäischen und nordamerikanischen Kreisen interessierte man sich schon Ende des 19. Jahrhundert für indische Gurus? In welchen Kontexten wurden Gurus gefürchtet und warum? Welche Rolle spielen Gurus in Zeiten religiöser Individualisierung? Welchen Einfluss haben moderne Kommunikationstechnologien auf die Vermittlung und den Inhalt ihrer religiösen Lehre? Wie gelingt es neuartigen Gurus, sich zu etablieren?

Lernziel
Ziel ist die Befähigung (1) zum systematischen Erarbeiten von religionswissenschaftlicher Fachliteratur; (2) zur kritischen Anwendung von religionswissenschaftlichen Grund¬begriffen und Konzepten; sowie (3) zur religionswissenschaftlichen Einordnung aktueller Guru-Phänomene im Rahmen der Europäischen Religionsgeschichte.

Methodik
Im ersten Teil der Lehrveranstaltung werden auf der Basis von deutsch- und englischsprachiger Fachliteratur wesentliche Begriffe, Konzepte und Forschungsansätze erarbeitet. Im zweiten Teil stehen Fallbeispiele im Vordergrund, die von Studierenden referiert und gemeinsam diskutiert werden.

Voraussetzungen
sehr gute Englischkenntnisse

Leistungsnachweis
Sie erwerben 3 CP durch studienbegleitende Leistungen (werden in der ersten Stunde spezifiziert). Es besteht die Möglichkeit zur Modulprüfung M8.

Den Seminarplan mit Literaturhinweisen finden Sie ab April auf stud.IP.

PD Dr. Beatrix Hauser
09-54-6-M8/2 Streit um Rudolf Bultmann

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SpT C4180 (2 SWS)

Rudolf Bultmann, evangelischer Theologe aus Wiefelstede (Oldenburg), 20.8.1884 – 30.7. 1976 in Marburg, war einer der bedeutendsten, aber auch umstrittenen Theologen des 20. Jahrhunderts. Früh zur Gruppe der „Dialektischen Theologie“ gekommen (mit Karl Barth, Friedrich Gogarten, u.a.) wurde er mit einer methodischen Arbeit zur synoptischen Überlieferung der Evangelien berühmt. Seine besonderes Interesse galt der existenzialen Interpretation, die er im Gespräch mit Heidegger entwickelte. Für diese stand nach Bultmanns Meinung besonders die Theologie des Johannes und seiner Schule: Die Krisis des Individuums entscheidet über das Heil, nicht ein künftiges Gericht. Gegenüber dem Nationalsozialismus stand Bultmann zunächst im Marburger Gutachten gegen die Einführung des Arier-Paragraphen (Entlassung v.a. „getaufter Juden“ d.h. Protestanten, deren Eltern bereits in eine christliche Kirche übergetreten waren). Berüchtigt wurde aber sein provozierender Beitrag zur Entmythologisierung. Im Krieg veröffentlicht Neues Testament und Mythologie (1941), wurde das Programm erst nach dem Krieg wahrgenommen: Die Auferstehung Jesu dürfe nicht als historisches Ereignis missverstanden werden. Vielmehr sei er in eine andere Wirklichkeit auferstanden durch die Predigt (Kerygma) der gläubigen Gemeinde vom lebenden Christus. Das dahinter stehende mythische Weltbild mit Wundern oder Himmelfahrten sei „erledigt“. Stattdessen müsse der moderne, aufgeklärte Mensch existenzial die „Wirklichkeit“ des lebenden Christus erfahren.
Bultmann und seine Schüler wurden zu Zerstörern des biblisch-christlichen Glaubens erklärt, und damit mit den Atheisten, deren Gipfel die Nationalsozialisten waren, in eine Kategorie eingeordnet; die Professoren, die als Deutsche Christen auf Lehrstühle gekommen waren, wurden nun wichtige Verbündete gegen die Bultmänner. Aber lange besetzten Bultmanns Schüler die wichtigsten neutestamentlichen Lehrstühle an der Universitäten.
An Bultmanns Lebenswerk lässt sich die Theologiegeschichte des 20. Jahrhunderts verfolgen.

Zur Einführung: Konrad Hammann: Rudolf Bultmann und seine Zeit: Biographische und theologische Konstellati¬onen. Tübingen: Mohr Siebeck, [2016]. Konrad Hammann: Rudolf Bultmann. Eine Biographie. Tübingen: Mohr Siebeck 2009. Rudolf Bultmann: Geschichte der Synoptische Tradition. Göttingen: Vandenhoeck&Ruprecht 1925. Gerd Theißen Nachwort zur Neuausgabe 1995, 409-452. Rudolf Bultmann: Neues Testament und Mytho¬logie (1941) Neuausgabe mit Einleitung von Eberhard Jüngel. München: Kaiser 1978. Rudolf Bultmann: Das Evangelium des Johannes (1941). Jürgen Moltmann (Hrsg.): Die Anfänge der Dialektischen Theologie. 2 Bde, München 1962/63 (Band 1: Karl Barth, Heinrich Barth, Emil Brunner. 1962. Band 2: Rudolf Bultmann, Friedrich Gogarten, Eduard Thurneysen. 1963).

Christoph Auffarth

Modul 9b Medienanalyse

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-6-M9 Medienanalyse II

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SpT C6240 FVG O0150 (Seminarraum) (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 09.06.17 10:00 - 15:00 GW1-HS H1000

Lange Zeit wurde Religion in digitalen Medien als Sonderfall betrachtet - als Ausnahmeerscheinung, manchmal sogar als Paradox. Heute, in Zeiten tiefgreifender Mediatisierung, ist die Frage nach Methoden und Theorien zu Religion in digitalen Medien eine grundsätzliche Frage für die Religionswissenschaft. Schlagwörter wie Ritual, Identität, Gemeinschaft, Autentizität bezeichnen typisch religionswissenschaftliche Themen - aber wie lassen sich solche Themen in digitalen Kontexten erforschen?
Im Seminar werden wir anhand des Buches "Digital Religion" (Campbell 2013) die Themen Ritual, Identität, Gemeinschaft, Autorität, Autentizität und Religion zunächst theoretisch konzeptionalisieren und dann anhand von Fallbeispielen empirischer Forschung in digitalen Medien diskutieren.

Literatur: Campbell, Heidi (Hg.): Digital Religion. New York: Routledge, 2013

Hannah Grünenthal, M.A.

Modul 10 Theorien der Religionen

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M10 Gendertheorie und Religionswissenschaft

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 GW2 B3770 (2 SWS)

Dekonstruktive Gendertheorie und sozial- bzw. kulturwissenschaftliche gender studies unterscheiden ein biologisches Geschlecht (sex) und ein sozial und kulturell konstruiertes Geschlecht (gender). Diese Unterscheidung hat zu heftigen, häufig ideologisch aufgeladenen Debatten inner- und außerhalb von Wissenschaft geführt. Auch innerhalb von Religionsgemeinschaften sind solche Konzepte diskutiert, rezipiert oder verworfen worden. Sex, gender und gender mainstreaming sind darüber – wie auch immer – beinahe zu (Kampf-)Begriffen der Alltagssprache geworden. Das Seminar wird sich damit in zwei Hinsichten befassen. Nach einer ersten Begriffsklärung werden wir anhand von Texten, einschlägigen Videos, religiösen Handreichungen und Stellungnahmen von Religionsgemeinschaften prüfen, von welchen Akteur*innen und wie ‚religiöse‘ Genderdiskurse geführt werden (1) und dann prüfen, welchen religionswissenschaftlichen Ertrag die gender studies für religionswissenschaftliche Forschung bieten (2).
Die Veranstaltung richtet sich zuerst an Studierende aus dem Studiengang BA Religionswissenschaft Profilfach und ist ggf. offen für Studierende weiterer Studiengänge.
Prüfungsleistungen und -formen nach Absprache.
Die Literatur wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.

Dr. Hans-Ludwig Frese

Modul 11 Abschlussarbeit und Begleitseminar

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-6-M11 Bachelor-Abschlussmodul (nicht-schulisch)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Do 14:00 - 16:00 Externer Ort: SpT C6240 (1 SWS)

Das zweite Seminar im Modul 11 richtet sich an Studierende im 6. Semester des B.A.-Studiums Religionswissenschaft und zielt auf die Vertiefung und eigenständige Anwendung der im Studium erworbenen Fähigkeiten, vor allem die schriftliche Ausarbeitung und die Darstellung komplexer wissenschaftlicher Inhalte. Zunächst wird es darum gehen, dass alle Teilnehmenden ein Thema und eine Fragestellung für ihre BA-Arbeit finden und weiterentwickeln. Parallel sollten Anfragen an potenzielle Gutachter*innen gestellt werde. Ab der zweiten Hälfte des Semesters steht die mündliche Präsentation und Diskussion der (geplanten) Arbeit in Anwesenheit der Gutachter*innen im Zentrum. Da diese Präsentationen möglichst in Blockterminen stattfinden sollen, kann sich der Seminarverlauf in Absprache mit Studierenden und Gutachter*innen von der vorgegebenen Terminstruktur lösen.
Voraussetzung für die Teilnahme ist neben dem Besuch des Begleitseminars im Wintersemester 16/17 regelmäßige Mitarbeit und aktive Beteiligung am Diskussionsprozess der Seminargruppe.
Konstituierende Sitzung und Planung möglicher Blocktermine in der ersten Semesterwoche (06.04.2017).

Dr. Hans-Ludwig Frese

Modul 11Gym Bachelorarbeit

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-6-M11/2 Bachelor-Abschlussmodul (Gymnasium/Oberschule)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:00 - 10:00 SpT C3140 (1 SWS)
Eva-Maria Kenngott

Modul 11aGym Begleitseminar

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-6-M11/2 Bachelor-Abschlussmodul (Gymnasium/Oberschule)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:00 - 10:00 SpT C3140 (1 SWS)
Eva-Maria Kenngott

Modul 11aGrund Bachelorarbeit

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-6-M11/3 Bachelor-Abschlussmodul (Grundschule großes Fach)

Seminar

Termine nach Vereinbarung mit Frau Zager

Antje Zager

Modul 11bGrund Begleitseminar zur Bachelorarbeit

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-6-M11/3 Bachelor-Abschlussmodul (Grundschule großes Fach)

Seminar

Termine nach Vereinbarung mit Frau Zager

Antje Zager

Modul FD 1 Grund - Fachdidaktik 1: Grundfragen religiöser Bildung in der Schule

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-2-MFD1 Einführung in die Religionspädagogik - Gruppe A

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 SpT C4180 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 11.10.17 13:00 - 15:00 SpT C4180
Eva-Maria Kenngott
09-54-2-MFD1/2 Einführung in die Religionspädagogik - Gruppe B

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SFG 1020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 27.06.17 10:00 - 12:00 MZH 1380/1400
Mi 11.10.17 13:00 - 15:00 SpT C4180
Eva-Maria Kenngott

Modul FD 1 Gym - Fachdidaktik 1: Grundfragen religiöser Bildung in der Schule

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-2-MFD1 Einführung in die Religionspädagogik - Gruppe A

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 SpT C4180 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 11.10.17 13:00 - 15:00 SpT C4180
Eva-Maria Kenngott
09-54-2-MFD1/2 Einführung in die Religionspädagogik - Gruppe B

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SFG 1020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 27.06.17 10:00 - 12:00 MZH 1380/1400
Mi 11.10.17 13:00 - 15:00 SpT C4180
Eva-Maria Kenngott

Modul GS 1 Wissenschaftliche Schlüsselqualifikationen

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-2-MGS1 Tutorium: Unterstützung beim Schreiben von Hausarbeiten

Tutorium

Einzeltermine:
Do 15.06.17 16:00 - 17:00 SFG 1010
Do 29.06.17 16:00 - 19:00 SFG 1010
Do 06.07.17 16:00 - 19:00 SFG 1010

Weitere bzw. andere Termine sind nach Absprache mit Frau Bachmann möglich!

Ziel des Seminars:
In diesem Seminar soll es zum einen um allgemeine Regeln, Tipps und Anleitungen
zum Verfassen wissenschaftlicher Hausarbeiten gehen. Zum anderen wollen wir an
konkreten Fragen und Anliegen der Studierenden arbeiten. Dabei behandelt dieses
Seminar keine inhaltlichen Aspekte der Hausarbeiten, viel mehr geht es um die
formalen und wissenschaftlichen Arbeitsweisen sowie um die Planung einer
solchen Arbeit.

Inhalt des Seminars:
Wir wollen die drei Phasen einer wissenschaftlichen Hausarbeit besprechen:

I. Vorbereitung:
  • Zeitplan
  • Themenfindung
  • Recherche

II. Schreibprozess:
  • Aufbau einer wissenschaftlichen Hausarbeit
  • wissenschaftlicher Schreibstil
  • Zitieren und Paraphrasieren

III. Überarbeitung:
  • Worauf muss bei der Überarbeitung geachtet werden?

Alina Bachmann

Modul Q Quellensprache

Latein/Griechisch/Hebraeisch/Hindi
Arabisch/Tuerkisch
Andere Sprachen auf Antrag
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-2-MQ Hebräisch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 SpT C6240 SpT C4180 (2 SWS)
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 Externer Ort: SpT C6240 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 10.04.17 10:00 - 12:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 2

Hebräisch I für AnfängerInnen ohne Vorkenntnisse:
Wir erarbeiten das hebräische Alphabet, die Silbe, das Wort, dann das Nomen, das Genus, den Status und den Nominalsatz. Dann folgt das Verb und der einfache Verbalsatz.

Mathias Rösel
09-54-2-MQ/2 Hebräisch-Lektürekurs

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 SpT C4180 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 10.04.17 12:00 - 14:00 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 2

Wir lesen ausgewählte Passagen aus dem Buch von Meir Shalev:
ראשית –פעמים ראשונים בתנ“ך
Die deutsche Ausgabe heißt: „Aller Anfang“ (Diogenes, 2010). Die Bibel-Paraphrasen erzählen von Dingen, die in der Bibel ein erstes Mal passieren.

Mathias Rösel

Modul GS General Studies

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-54-4-M5/4 Blockseminar "Existentielle Trauer - säkulare und religiöse Hoffnungen"

Seminar

Einzeltermine:
Fr 21.04.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Fr 05.05.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 06.05.17 10:00 - 16:00 SFG 1010
Fr 16.06.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 17.06.17 10:00 - 16:00 SFG 1080

Im General Studies-Bereich offen für alle Studierenden.

Die Konfrontation mit Leiden und Sterben, die Auseinandersetzung mit Verlusten, welche als Bedrohung für das eigene Leben oder für das Wohlbefinden wahrgenommen werden, stellt nicht nur ein ubiquitäres Phänomen dar, sondern hat auch durch den Hintergrund unterschiedlicher soziokultureller Traditionen dazu geführt, dass die Reaktionen der Betroffenen sehr unterschiedlich ausfallen.
Im Seminar soll über den Einfluss unterschiedlicher Weltanschauungen auf den Umgang mit existenziellen Fragen – mit dem Schwerpunkt der Trauer – gearbeitet werden. Existenzielle Fragen, also Fragen nach dem Sinn des Lebens respektive von Tod, Krankheit, Alter und Leid begegnen dem Seelsorger und Therapeuten nicht selten im Rahmen von Beratung und psychotherapeutischer Interventionen, und die Auseinandersetzung damit kann bei Betroffenen eine Krise auslösen oder Quelle von Hoffnung sein. Häufig wird eine Auseinandersetzung mit diesen Themen so lange vermieden, bis sie für den Betroffenen selbst zum nicht mehr zu verdrängenden Thema werden.
Im Seminar werden wir uns mit dem Thema Trauer aus christlicher, islamischer, konfessionsloser/agnostischer/atheistischer Sicht sowie aus den Perspektiven östlicher religiöser Traditionen beschäftigen und diskutieren.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Peter Kaiser
09-54-4-M6/3 Religion im Museum: Theorie und Praxis anhand einer Ausstellung zur religiösen Landschaft

Seminar

Einzeltermine:
Mi 19.04.17 18:00 - 20:00 SFG 2070
Sa 13.05.17 10:00 - 17:00 SpT C6240
Sa 10.06.17 10:00 - 17:00 SpT C6240
Sa 24.06.17 10:00 - 16:00 SpT C6240

Religion und Museum - eine uralte und komplizierte Verbindung, die bis heute immer wieder Anlass zu Diskussion und Konflikt bietet. Wir wollen uns in diesem Blockseminar nicht nur mit den inhaltlichen und theoretischen Verknüpfungen dieser beiden kulturellen Errungenschaften beschäftigen, sondern vielmehr auch konkret und praktisch arbeiten.
So bietet sich den Studierenden im Rahmen dieses Seminars die Möglichkeit, im Rahmen einer konkreten Ausstellungsplanung zu forschen und damit einen Teil einer öffentlichkeitswirksamen Ausstellung selbstständig zu gestalten. Handwerkszeug aus empirischer Religionsforschung und Museologie kann hier also gelernt, diskutiert und praktisch angewandt werden.
Nachfragen zum Seminar und der Ausstellung können gerne bereits im Vorfeld unter sscheel@uni-bremen.de gestellt und hoffentlich geklärt werden. Ich habe in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit dem Einbinden Studierender in ausstellungsrelevante Prozesse gesammelt und bin daher sehr gespannt auf die gemeinsamen Ideen und Ergebnisse.

Stefan Scheel
09-54-4-MGS Strategie-Werkstatt
Angebot für alle Studierenden uniweit ab dem 4. Semester

Seminar
ECTS: 3

Einzeltermine:
Do 06.04.17 14:00 - 17:00 VWG 1590
Do 11.05.17 14:00 - 17:00 VWG 1590
Do 01.06.17 14:00 - 17:00 VWG 1590
Do 06.07.17 14:00 - 17:00 VWG 1590
Do 03.08.17 14:00 - 17:00 VWG 1590
Do 28.09.17 14:00 - 17:00 VWG 1590

Achtung: Die angegebenen Uhrzeiten verstehen sich s.t. (sine tempore)!

Gehen Ihnen im Studienalltag auch mal die klugen Strategien aus? Zum Beispiel Hausarbeiten tatsächlich abzuschließen, für Prüfungen rechtzeitig zu lernen, Uni und Privatleben zu jonglieren– vielleicht mit Kindern, Behinderung oder Erkrankung – und beim Umgang mit Lehrenden und Kommilitonen?
Wir bieten einen vertrauensvollen Rahmen (5–12 Teilnehmer und Teilnehmerinnen) der gegenseitigen Hilfe, in dem Schwierigkeiten zielführend erkannt und gelöst werden. Dabei wenden wir eine erprobte Coaching-Methode namens kollegiale Beratung an.
Studierende können bei uns nicht nur das Beratungsangebot annehmen, sondern erhalten auch Einblicke und eine praktische Einführung in das Moderieren einer kollegialen Beratung. Nach der erfolgreichen Teilnahme können wir ggf. auch bestätigen, dass jemand eine kollegiale Beratung moderiert hat.

Die angegebenen Uhrzeiten sind sine tempore (s.t.), d.h. wir fangen um 14:00 an.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung können Sie für die General Studies 3 CP erwerben. Für genauere Infos wenden Sie sich bitte an uns.

Dr. Gabriele Richter
Dr. Ingrid Zondervan
09-54-6-M7 Religiöse Identität: Theorien und Befunde

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 SFG 2070 (2 SWS)

Inhalt:
Das Seminar dient der Diskussion des Zusammenhangs von personaler Identitätsbildung und Religion. Was ist Identität und Identitätsbildung? Wie generiert sich personale religiöse Identität? Wie prägt Religion die personale Identität? Es werden zudem zentrale Aspekte der religiösen Identitätsbildung thematisiert (z.B. Anerkennung, Identitätspolitik, Hybridität).
Im Seminar werden dazu grundlegende Theorien der Identitätsbildung (Erikson, Krappmann, Keupp, Straub u. a.) wie auch zum Zusammenhang von Identität und Religion (Hahn, Luckmann, Oser u. a.) gelesen.
Des Weiteren wird unter Berücksichtigung empirischer Studien zu Migration, Radikalisierung, Individualisierung, Pluralisierung und Medienkommunikation die strukturelle wie qualitative Veränderung von personaler religiöser Identitätsbildung beispielhaft beleuchtet.

Literatur zur Einführung:
Rosa, Hartmut (2007): Identität, in: Straub, J. et al. (Hg.): Handbuch interkulturelle Kommunikation und Kompetenz. Stuttgart u.a., 47-56.
Ammerman, Nancy (2004): Religious identities and religious Institutions, in: Handbook of the Sociology of Religion, ed.by M. Dillon, 207-224.

Zielgruppe:
- Bachelor Religionswissenschaft Modul 7; nicht-schulisch,
- offen auch für Interessierte aus dem BA; anrechenbar nach Rücksprache
- General Studies Bachelor

Erwartet wird die regelmäßige aktive Teilnahme am Seminar und die regelmäßige Lektüre der Seminarliteratur wie auch die Übernahme von Aufgaben für das Seminar.

Modulprüfung n.V.

Prof. Dr. Gritt Maria Klinkhammer

Ansprechpartner für die Inhalte des Veranstaltungsverzeichnisses

Alte Vorlesungsverzeichnisse (bis Sommersemester 2012)