Pressemitteilung

Universität Bremen führt erstmals in Deutschland eine gezielte Friendraisingkampagne durch

John Rux Burton, Verena Timbul (beide Rux Burton Associates) und Helmut Passe-Tietjen (BRIDGE)
John Rux Burton, Verena Timbul (beide Rux Burton Associates) und Helmut Passe-Tietjen (BRIDGE)

Vom 19. Mai bis 7. Juni 2007 hat das Alumni-Netzwerk der Uni Bremen gemeinsam mit der Existenzgründungsinitiative BRIDGE eine Telefonkampagne unter 3.000 Absolventen durchgeführt. Mit diesem bundesweit bisher einmaligen Projekt hat die Universität Bremen Pionierarbeit geleistet. Ziel war es, mit den Ehemaligen einen Dialog rund um die Themen Universität, Studium und Beruf zu beginnen und sie einzuladen, ihre Alma Mater nach Jahren der Abstinenz neu zu entdecken. Und zu entdecken gibt es viel: Im Verlauf des Gesprächs informierte das Team von 20 engagierten Studierenden gezielt darüber, was die Universität ihren Alumni heute zu bieten hat: neben einem umfangreichen Förderangebot und Weiterbildungsmöglichkeiten auch zahlreiche Veranstaltungen. Nicht zuletzt organisiert das Alumni-Netzwerk Ehemaligenfeiern, auf denen Studienkollegen neue Kontakte knüpfen und alte auffrischen können.

Im Zentrum der Telefonkampagne stand der berufliche Werdegang der HochschulabsolventInnen. So suchte BRIDGE Kontakt zu Alumni, die mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen. Denn – so die Erkenntnis der neueren Gründungsforschung – Absolventen gehen erst nach einer längeren Praxisphase den Weg der Selbständigkeit. Hier kann die Existenzgründungsinitiative BRIDGE mit den richtigen Instrumenten unterstützen. Dementsprechend wurde die Kampagne mit Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums mit dem Ziel gefördert, das Gründungsklima an Hochschulen zu verbessern.

Nicht nur Kontakte zwischen den Alumni und der Uni sollten neu belebt und Fördermitglieder für das Alumni-Netzwerk gewonnen werden, auch um ideelle wie finanzielle Unterstützung wurden die Absolventen der Uni Bremen in den Telefonaten gebeten. Erfolgreiche Selbstständige und berufserfahrene Alumni sollten ermuntert werden, ihr Know-how an die nächste Generation weiter zu reichen. Als Business-Coach, Mentor/-in oder Dozent/-in für Berufsbildungsveranstaltungen konnten sich die Berufserfahrenen im Kompetenz-Netzwerk engagieren. Wer das Bedürfnis hatte, seiner Alma Mater etwas zurück zu geben, konnte dies auch mit einer Spende tun. Das Alumni-Netzwerk hat einen Förderfonds gegründet, mit dem die Lebens- und Studienbedingungen heute und morgen verbessert werden sollen. Aus dem Fonds will der Verein soziale Projekte z. B. in den Bereichen Berufsqualifizierung, Kinderbetreuung und Forschung finanzieren.

Die Uni Bremen setzte bei ihrem Vorstoß auf die Kompetenz der in Großbritannien bereits erfolgreich arbeitenden Agentur Rux Burton Associates. Für das auf Friend- und Fundraising spezialisierte Team aus Oxford war Bremen das erste Projekt in Deutschland.