2014

Prof. Dr. Martin Zimmer (FB 2)

Der Zoologe Martin Zimmer hat seit Mai 2014 die Professur Mangrovenökologie im Fachbereich Biologie/Chemie sowie die Leitung der entsprechenden Arbeitsgruppe am Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) an der Universität Bremen inne. Zimmer studierte Biologie an der Universität Köln und promovierte in Köln und Ann Arbor, (USA). Seine Forschung im Rahmen der Habilitation und einer Privatdozentur an der Kieler Universität brachte ihn in Kontakt mit Küstenökosystemen. Zuletzt leitete er eine Arbeitsgruppe für Terrestrische Ökologie an der Universität Salzburg. Am ZMT wird Zimmer seinem Forschungsinteresse an Interaktionen in Lebensgemeinschaften unter wechselnden Umweltbedingungen nun im Ökosystem Mangrove nachgehen. Dieser Lebensraum wird von prognostizierten globalen Umweltveränderungen betroffen sein, wie der Klimaerwärmung oder dem Meeresspiegelanstieg. Dazu kommt der  Nutzungsdruck durch den Menschen. Wie wirken sich diese Faktoren auf das Ökosystem aus? Eine Antwort sucht Zimmer im Zusammenspiel der einzelnen Systembestandteile, den symbiontischen Interaktionen und Stoffflüssen in Mangroven und ihren benachbarten Ökosystemen. Mit Partnern aus Australien und den USA plant er ein Projekt in China, das die geographischen Grenzen von Mangroven und ihre klimabedingten Verschiebungen erforschen wird.

Prof. Dr. Anya Waite (FB 2)

Seit Juni 2014 ist Anya Waite im Fachbereich Biologie / Chemie der Universität Bremen als Professorin für Ozeanographie tätig. Nach dem Diplom in Biologie 1985 in Halifax, (Canada), promovierte sie 1992 in biologischer Ozeanographie an der University of British Columbia in Vancouver. Nach Postdoc-Stellen am WHOI in den USA und der Victoria University in Neuseeland hat Anya Waite an der University of Western Australia in Perth 17 Jahre lang als einzige biologische Ozeanographin gearbeitet. Dort hat sie schwerpunktmäßig als Arbeitsgruppenleiterin im Meeresinstitut geforscht und zudem Studierende in der Umwelttechnik unterrichtet. Im Ostindischen Ozean erforschte sie die Dynamik mesoskaler Wirbel, den Stickstoffkreislauf in oligotrophen Systemen und die Biologie der Langustenlarven in den australischen Gewässern. Die Ozeanographin war von 2011 bis 2014 Vorstandsmitglied der Association for the Sciences of Limnology and Oceanography (ASLO). Sie ist die offizielle Vertreterin des Alfred Wegener Instituts Helmholtzzentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven beim Antarctic Climate & Ecosystems Cooperative Research Centre ACE CRC in Tasmanien.

Prof. Dr. Emily J. King (FB 3)

Emily J. King forscht und lehrt seit April 2014 als Juniorprofessorin für Computational Data Analysis im Fachbereich Mathematik und Informatik. Diese Professur wurde im Rahmen der Exzellenzinitiative eingerichtet. Schwerpunkt dieser Professur sind zwei Brückenprojekte: In einem Projekt wird Emily King zusammen mit Professorin Eva-Maria Feichtner vom Institut für Algebra, Geometrie, Topologie und deren Anwendungen (ALTA) die Kreuzung von Frame-Theorie und algebraischer Geometrie untersuchen. Gleichzeitig wird sie mit dem Institut für Umweltphysik (IUP) kooperieren, um neue mathematische Methoden für atmosphärische Fernerkundung zu entwickeln. In Dallas geboren, absolvierte Emily King ihr Studium der Mathematik an der Texas University. Anschließend promovierte sie an der University of Maryland über “Wavelet and Frame Theory: Frame Bound Gaps, Generalized Shearlets, Grassmannian Fusion Frames, and p-adic Wavelets". Vor ihrem Wechsel nach Bremen forschte sie als Humboldt-Stipendiatin an den Universitäten Bonn, Osnabrück und der TU Berlin.

Prof. Dr. Maike Vollstedt (FB 3)

Maike Vollstedt ist seit Oktober 2014 Professorin für Didaktik der Mathematik mit Schwerpunkt in der Sekundarstufe im Fachbereich Mathematik und Informatik an der Universität Bremen. Sie studierte Mathematik und Englisch für gymnasiales Lehramt an den Universitäten Kiel, Köln und Aberdeen (Schottland) und promovierte anschließend als Stipendiatin in einem DFG-Graduiertenkolleg an der Universität Hamburg über die Frage, welchen Sinn Schülerinnen und Schüler in Deutschland und Hongkong darin sehen, Mathematik zu lernen. Nach ihrer Postdoc-Zeit am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel und einer Vertretungsprofessur an der Universität Hamburg wurde sie Professorin für Didaktik der Mathematik an der FU Berlin. Neben der Entwicklung einer Sinn-orientierten Fachdidaktik widmet sich Maike Vollstedt der Erforschung des Einflusses affektiver Merkmale auf die Entwicklung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen in der beruflichen Erstausbildung sowie der Professionalisierung von Lehrkräften im internationalen Vergleich.

Professor Dr.-Ing. Udo Frese (FB 3)

Professor Dr.-Ing. Udo Frese arbeitet seit März 2014 als Professor für Multisensorische Interaktive Systeme (MSIS) im Fachbereich Mathematik/Informatik der Uni Bremen. Er ist assoziiert mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dem Sonderforschungsbereich Raumkognition. Nach seinem Studium der Informatik hat Frese im Institut für Robotik und Mechatronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gearbeitet. 2004 promovierte er an der Universität Erlangen-Nürnberg und wurde 2008 Juniorprofessor für Echtzeitbildverarbeitung an der Bremer Universität. Das Forschungsinteresse seiner Arbeitsgruppe MSIS gilt der Auswertung von Daten von Sensoren, seien es Kameras, Inertialsensoren oder Laserentfernungsmesser. Anders als andere Daten werden Daten von Sensoren von einer großen Vielfalt an Phänomenen beeinflusst. Deshalb steht Unsicherheit und deren Modellierung über Wahrscheinlichkeitsrechnung im Zentrum der Betrachtung. Besonders illustrativ zeigt sich diese Methodik beim Roboterfussballteam  B-Human (amtierender Weltmeister), wo die Wahrnehmung der eigenen Bewegung, der Position auf dem Spielfeld, des Balles und der Gegner ganz essentiell für den Spielerfolg ist.

Prof. Dr. Jens Rademacher (FB 3)

Jens Rademacher ist seit April 2014 Professor für Angewandte Analysis am Fachbereich Mathematik und Informatik der Uni Bremen. Nach einem Diplomstudium in Mathematik, Philosophie und Informatik in Bremen, Göttingen, Santa Cruz (USA) und der FU Berlin promovierte er an der University of Minnesota (USA) zu nichtlinearen Wellen und Verzweigungstheorie. Auf Postdoc-Stellen in Vancouver und am Weierstraß-Institut in Berlin folgte eine Festanstellung am niederländischen Forschungsinstitut "Centrum Wiskunde & Informatica" in Amsterdam. Dort etablierte er eine Arbeitsgruppe zur Analysis kohärenter Strukturen auf und lehrte an verschiedenen Universitäten. In Bremen baut er eine lokale Arbeitsgruppe und theoriegeleitete sowie anwendungsorientierte Kooperationen auf. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Mathematik von Selbstorganisation in Form von nichtlinearen Wellen und kohärenten Strukturen. Im Mittelpunkt steht dabei die mathematische Sicht auf Vegetationsmuster, Nervenimpulse und andere nichtlineare Wellen.

Prof. Dr. Jürgen Pannek (FB 4)

Seit dem 1. Februar 2014 ist Jürgen Pannek als Juniorprofessor für Dynamics in Logistics im Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen tätig. Pannek absolvierte sein Studium der Wirtschaftsmathematik an der Universität Bayreuth und der University of Warwick. Nach der Promotion in Mathematik in Bayreuth führte sein Weg über die Curtin University of Technology Perth, die University of Western Australia und die Bundeswehr Universität München nach Bremen. Dabei wechselte er mehrfach das Fachgebiet und hat dadurch Erfahrungen in der Mathematik, den Wirtschaftswissenschaften und der Luft- und Raumfahrttechnik gesammelt. Diese interdisziplinären Kompetenzen bringt  Pannek nun im Rahmen des Bremer Research Cluster for Dynamics in Logistics (LogDynamics) in den Forschungsschwerpunkt Logistik ein. Seine Forschungsgebiete umfassen dabei die Themen intelligente Transportmittel, Autonomie in Entscheidungsprozessen, robuste Synchronisation sowie modulare Robotik.

Prof. Dr. Michael Freitag (FB 4)

Zum 1. Oktober hat Michael Freitag die Professur für Planung und Steuerung produktionstechnischer und logistischer Systeme im Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen angenommen. Gleichzeitig übernimmt er am BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik die Leitung des Bereiches Intelligente Produktions- und Logistiksysteme. Freitag studierte an der BTU Cottbus Elektrotechnik mit den Schwerpunkten Automatisierungs- und Kommunikationstechnik und promovierte an der Universität Bremen mit einer Arbeit zur Nichtlinearen Dynamik von Produktionssystemen. 2004 übernahm er die Geschäftsführung des Bremer Sonderforschungsbereiches 637 „Selbststeuerung logistischer Prozesse“. 2008 wechselte er in die Industrie und leitete beim Stahlhersteller ArcelorMittal Projekte zur Optimierung logistischer Prozesse. Neben seiner Industrietätigkeit hatte er Lehraufträge an der Jacobs University Bremen. An der Uni Bremen beschäftigt sich Michael Freitag mit der Modellierung, Simulation und Optimierung von komplexen Produktions- und Logistiksystemen, mit der Entwicklung von Planungs- und Steuerungsmethoden und mit der Automatisierung von Materialflüssen durch Roboter und flexible Transportsysteme.

Prof. Dr. Stefan Gößling-Reisemann (FB 4)

Stefan Gößling-Reisemann arbeitet seit 1. Dezember 2014 als Professor für Resiliente Energiesysteme am Fachbereich Produktionstechnik und am artec – Forschungszentrum Nachhaltigkeit. Nach seinem Physikstudium in Düsseldorf, Seattle und Hamburg wandte er sich nachhaltigkeitsbezogenen Themen zu und promovierte an der Universität Hamburg zu Entropieproduktion und Ressourcenverbrauch.  Anschließend kam er als Wissenschaftlicher Assistent an die Universität Bremen und leitete hier die  Arbeitsgruppe Energiesysteme und Stoffstromanalyse. Seine künftige Forschung wird auf die Analyse und Gestaltung von Energiesystemen unter Unsicherheit und turbulenten Umgebungsbedingungen fokussieren. Dabei werden die stark wachsende Komplexität und zukünftige technische, sozio-ökonomische und naturbedingte Herausforderungen für das Energiesystem untersucht. Mithilfe von Modellen und an konkreten Fallbeispielen sollen hier Ansätze für ein effizientes, anpassungsfähiges und sozial-ökologisch verträgliches Energiesystem erarbeitet werden. Ziel seiner interdisziplinären Arbeitsgruppe ist ferner, den dynamischen Bereich der Energiesystemforschung an der Uni Bremen auszubauen.

Prof. Dr. Johannes Kiefer (FB 4)

Johannes Kiefer ist seit Februar 2014 Professor für Technische Thermodynamik im Fachbereich Produktionstechnik. Nach seinem Studium des Chemieingenieurwesens an der Universität Erlangen-Nürnberg, promovierte er in Erlangen zum Thema „Nichtlineare optische Spektroskopie zur Diagnostik von Verbrennungsvorgängen“. 2010 nahm Kiefer einen Ruf an die University of Aberdeen in Schottland an. Dort war er bis Januar 2014 als Senior Lecturer tätig. Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit ist die Entwicklung und Anwendung optischer, meist laserbasierter Analysemethoden zur Untersuchung von verfahrenstechnisch interessanten Materialien und Prozessen. Wichtigstes Ziel ist es dabei, die Zusammenhänge zwischen den Vorgängen auf molekularer Ebene und den makroskopischen Eigenschaften zu verstehen. In Bremen will Kiefer diesen Ansatz mithilfe kombinierter Analyseverfahren weiterverfolgen mit dem Ziel, neuartige Vorhersagemethoden für die Eigenschaften und das Verhalten von Materialien und Prozessen zu entwickeln.

Prof. Dr. Andreas Rittweger (FB 4)

Andreas Rittweger ist seit Februar 2014 Professor für Raumfahrttechnik im Fachbereich Produktionstechnik an der Universität Bremen. Zudem ist er der neue Direktor des Instituts für Raumfahrtsysteme des DLR (Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt). Rittweger studierte an der RWTH Aachen Luft-und Raumfahrttechnik und promovierte dort am Institut für Leichtbau über die Berechnung von anisotropen Schalenstrukturen. In der Raumfahrtindustrie sammelte er Erfahrungen in der Entwicklung der Ariane 5 Rakete, zunächst in Bremen, später in Les Mureaux bei Paris. Dort leitete er den Bereich Raumfahrzeug-Engineering, unter anderem zuständig für die Mechanik, den Thermalhaushalt und die Konstruktion der Ariane 5 Rakete und zukünftiger Trägersysteme. In Bremen wird Rittweger im Institut für Raumfahrtsysteme Konzepte zukünftiger Raumfahrzeuge und Raumfahrtmissionen studieren, wissenschaftliche Kleinsatelliten und planetare Landefahrzeuge entwickeln und bauen und sich an der Erforschung kritischer systemrelevanter Technologien zukünftiger Transportsysteme, Lande- und Wissenschaftsmissionen beteiligen.

Prof. Dr. Olaf Eisen (FB 5)

Olaf Eisen ist seit Januar 2014 Professor für Glaziologie im Fachbereich Geowissenschaften. Zudem forscht er am Alfred-Wegener Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven (AWI) und verantwortet dort den Bereich Feldmessungen. Seine Faszination für Eis und Schnee führte ihn zum Studium der Geophysik an die TU Karlsruhe. Zur Glaziologie kam er durch die University of Alaska in Fairbanks, wo er sich intensiv mit der Verknüpfung von Gletscherdynamik, Wetter und Klima beschäftigte. In Bremen promovierte er 2003 über die Anwendung von elektromagnetischen Reflexionsverfahren im Eis. Danach ging Eisen als Emmy Noether-Stipendiat an die ETH Zürich. Von 2008 bis 2013 war er Leiter einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe am AWI und dem Institut für Umweltphysik der Uni Heidelberg. Dort habilitierte er 2010 in Physik und hatte seit 2013 eine außerplanmäßige Professur inne. In Bremen möchte er die Anwendung geophysikalischer Methoden zur Erkundung von Eiseigenschaften weiter entwickeln, um die Massenbilanzen der großen Eisschilde und deren Fließverhalten besser verstehen zu können.

Prof. Dr. Lars Viellechner (FB 7)

Lars Viellechner ist im Dezember 2014 zum Juniorprofessor für Verfassungsrecht, Verfassungstheorie, Rechtsphilosophie und Transnationales Recht am Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen ernannt worden. Er hat an der Humboldt-Universität Berlin, an der Université Panthéon-Assas/Paris II (Frankreich) und an der Yale Law School (USA) studiert. Anschließend war er Rechtsreferendar am Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg und am Bundesverfassungsgericht. Im Jahre 2012 ist er an der HU Berlin mit einer rechtstheoretischen Arbeit promoviert worden. Zuletzt war er als Wissenschaftlicher Koordinator des DFG-Graduiertenkollegs „Verfassung jenseits des Staates“ an der Humboldt-Universität Berlin tätig. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt den Veränderungen, die das Recht unter den Bedingungen der Globalisierung erfährt. Dabei sucht er auch den interdisziplinären Austausch, vor allem mit der Soziologie, der Politikwissenschaft und der Philosophie. In Bremen beabsichtigt er, am Aufbau eines Verbundforschungsprojekts zur Entstehung eines transnationalen Rechts jenseits von staatlichem und zwischenstaatlichem Recht mitzuwirken.

Prof. Dr. Jutta Günther (FB 7)

Seit dem 1. April 2014 hat Jutta Günther an der Universität Bremen eine Professur für Volkswirtschaftslehre im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft inne. Jutta Günther studierte auf dem zweiten Bildungsweg Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten in Oldenburg, Osnabrück und Albany/New York. Im Jahr 2002 promovierte sie an der Universität Osnabrück mit einer Arbeit zur Rolle ausländischer Investoren in der Transformation. Von 2002 bis 2014 war Jutta Günther als Wissenschaftlerin in Forschung und Politikberatung am Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) tätig, darunter als wissenschaftliche Abteilungsleiterin und als Mitglied des Vorstands. Sie habilitierte sich an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (2014) am Lehrstuhl für Mikroökonomik. In ihrer empirischen Forschung widmet sie sich dem Strukturwandel, der Innovation und der Systemtransformation. In Bremen wird sie insbesondere zum Schwerpunkt Innovations- und Strukturökonomik forschen. Zurzeit baut sie an der Uni ihre Arbeitsgruppe auf.

Prof. Dr. Maik Eisenbeiss (FB 7)

Maik Eisenbeiß ist seit Dezember 2014 Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit
dem Schwerpunkt Marketing im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Bremen.
Nach seinem BWL-Studium an der Universität Bielefeld und am Terry College of Business der University of Georgia (USA) arbeitete er am Marketing Center der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
2008 wurde er dort mit einer kumulativen Dissertation zum Thema Kundenmanagement promoviert. Anschließend wechselte er als Juniorprofessor für Marketing und Handel an die Universität Köln. Seit dieser Zeit beschäftigt sich Eisenbeiß mit dem Einfluss der Digitalisierung auf das Verhalten von Konsumenten und den damit verbundenen Chancen und Risiken für Unternehmen. In Bremen wird er
diese Ausrichtung durch den Aufbau einer lokalen Arbeitsgruppe und in Kooperation mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft verstärkt verfolgen.

Frau lächelt in die Kamera

Prof. Dr. Carolin Decker (FB7)

Carolin Decker ist seit dem 1. Oktober 2014 Professorin für Management und Organisation im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen. Carolin Decker studierte Wirtschaftspädagogik an der Universität Mainz. Anschließend war sie als Doktorandin an den Universitäten Leipzig und Paderborn tätig, bevor sie 2007 ihre Promotion in Betriebswirtschaftslehre an der FU Berlin abschloss. Danach lehrte und forschte sie dort als Postdoktorandin am Lehrstuhl für Wertschöpfungsorientiertes Wissensmanagement und im DFG-Graduiertenkolleg „Pfade organisatorischer Prozesse“. Von 2011 bis 2014 hatte sie eine Juniorprofessur an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar inne. Dort baute sie einen Forschungsschwerpunkt "Family Offices"  auf. Dabei geht es um spezialisierte Organisationen zum Management und generationenübergreifenden Erhalt des Vermögens von Unternehmerfamilien. Gleichzeitig habilitierte sie sich 2014 an der FU Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das Management von interorganisationalen Beziehungen, Desinvestitions- und Sanierungsstrategien sowie Familienunternehmen. In Bremen möchte sie diese Schwerpunkte weiter vertiefen und in ihre Lehrveranstaltungen einbringen.

Prof. Dr. Ruth Schilling (FB 8)

Zum 1. September 2014 wurde Ruth Schilling als Juniorprofessorin zur "Kommunikation museumsbezogener Wissenschaftsgeschichte" im Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Bremen berufen. Sie übernimmt diese Aufgabe in Kooperation mit dem Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven/ Leibniz-Institut für deutsche Schiffahrtsgeschichte. Das Museum versteht sich als Forschungsmuseum, also ein Ort zum Forschen in und mit der umfangreichen maritimen Sammlung. Es ist aber zudem ein Ort, in dem Forschen als Prozess sichtbar gemacht wird, auch und besonders die Forschung, die an der Universität Bremen betrieben wird. Genau diese Verbindung zwischen Museum und Universität stellt Ruth Schilling her. Zu Ihren Forschungsschwerpunkten gehören Fragen zu den Auswirkungen der Museumsarbeit auf Forschungsprojekte und wie Forschungsfragen Ausstellungskonzepte beeinflussen.

Prof. Dr. Betina Hollstein (FB 8)

Betina Hollstein ist seit dem 1. April 2014 Professorin für Soziologie im Fachbereich Sozialwissenschaften der Uni Bremen. Im Rahmen einer in der Exzellenzinitiative eingeworbenen Brückenprofessur ist sie zuständig für die interdisziplinäre Vernetzung des Profilbereichs Sozialwissenschaften sowie für Kooperationen mit der Uni Oldenburg. Betina Hollstein bringt vielfältige Erfahrungen aus Forschungs- und Lehrtätigkeiten an Universitäten im In- und Ausland mit. Nach dem Studium an der Philipps-Universität Marburg und der FU Berlin war sie an der LMU München, der Universität Mannheim und der HU Berlin tätig. Gastaufenthalte führten sie nach Harvard, Yale, Wien und Manchester. Zuletzt hatte sie eine Professur für Mikrosoziologie an der Universität Hamburg inne. Ihre Schwerpunkte sind die Soziologie des Lebenslaufs, soziale Netzwerke und soziale Ungleichheit. Zur Stärkung des Profilbereichs wird die Brückenprofessur insbesondere Lectures und internationale Workshops zu Mixed-Methods, Methoden der Netzwerkanalyse und komparativen Methoden koordinieren.

Prof. Dr. Michi Knecht (FB 9)

Im März 2014 hat Michi Knecht den Ruf auf die Professur für Ethnologie am Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft im Fachbereich Kulturwissenschaften angenommen. Michi Knecht studierte Sozial- und Kulturanthropologie, Soziologie und Psychologie und promovierte im Jahr 2000 am Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen mit einer Arbeit zu den Protestformen der christlichen Lebensschutzbewegung im Spannungsfeld einer Politisierung von Religion, einer Sakralisierung von Biologie und dem Versuch einer moralischen Rekonstruktion von Geschlechterverhältnissen. Danach war sie Hochschulassistentin und wissenschaftliche Angestellte am Institut für Europäische Ethnologie der HU Berlin. In Ihrer Habilitation (2011) untersuchte sie neue Formen von Verwandtschaft und ethnographischer Wissensproduktion im Feld von Reproduktionsmedizin und In-Vitro-Technologien in Istanbul und Berlin. Aktuelle Forschungsprojekte beschäftigten sich mit Gesundheitskrisen und Wohlfahrts-Brikolage in „super-diversen“ Stadtvierteln, mit der Wissenschaftsgeschichte der Ethnologie sowie mit dem Wandel und der sozialen Produktivität von Anonymitäts-Regimen. In Bremen wird sie unter anderem zu den Schnittstellen und sich verändernden Grenzen zwischen Kultur- und Naturwissenschaften in den Feldern Medizin / Gesundheit und Umwelt arbeiten.

Prof. Dr. Marcus Callies (FB 10)

Marcus Callies ist seit 1. März 2014 Professor für englische Sprachwissenschaft im Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften. Hier lehrte er bereits seit zwei Jahren als Juniorprofessor. Callies studierte Englisch und Geschichte in Marburg und promovierte dort 2006. Anschließend wechselte er nach Freiburg, nahm 2009 eine Juniorprofessur für englische Sprachwissenschaft in Mainz an, bevor er im April 2012 einem weiteren Ruf auf eine Juniorprofessur nach Bremen folgte. Callies beschäftigt sich mit der Erforschung sprachlicher Variation in nativen und nicht-nativen Varietäten des Englischen mit Hilfe großer digitaler Textkorpora. Er leitet das von der Zentralen Forschungsförderung geförderte Fokusprojekt "Lexiko-grammatische Variation in fortgeschrittenen Lernervarietäten", in dem ein computerisiertes Textkorpus zur empirischen Erforschung wissenschaftlichen Schreibens in der Fremdsprache Englisch aufgebaut wird. Callies ist Mitherausgeber des International Journal of Learner Corpus Research und Vizepräsident der Learner Corpus Association.

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann (FB 11)

Karin Wolf-Ostermann ist seit dem 1. April 2014 Professorin für Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften. Gleichzeitig übernimmt sie im Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) die Abteilungsleitung für Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung. Karin Wolf-Ostermann studierte Statistik und Theoretische Medizin und war bundesweit an verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen im Bereich sozialer und gesundheitswissenschaftlicher Forschung und Lehre tätig. 1996 wurde ihr der Forschungspreis des Ärztlichen Arbeitskreises Rauchen und Gesundheit verliehen. 2004 nahm sie einen Ruf an die Alice Salomon Hochschule Berlin für das Fachgebiet Empirische Sozial- und Pflegeforschung an. Dort baute Karin Wolf-Ostermann einen Forschungsschwerpunkt zum Thema Versorgung von Menschen mit Demenz auf. Zudem ist die Gesundheitsexpertin stellvertretende Vorsitzende der Ethik-Kommission der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V.. In Bremen möchte sie die pflege- und gesundheitswissenschaftliche Versorgungsforschung in Deutschland weiter ausbauen und international stärker vernetzen.

Prof. Dr. Lydia Murmann (FB 12)

Lydia Murmann ist seit Dezember 2014 Professorin für Didaktik des Sachunterricht mit dem Schwerpunkt naturwissenschaftlicher Bereich im Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaft. Lydia Murmann studierte Physik an der Universität Köln und der RWTH Aachen. Sie promovierte am Fachbereich Physik/Elektrotechnik der Uni Bremen über Physiklernen im Sachunterricht. Anschließend arbeitete sie als Juniorprofessorin bis 2009 an der Universität Hamburg, dann wechselte sie als Lehrerin an die Gesamtschule Bremen-Mitte. Die  Forschungsschwerpunkte von Lydia Murmann bezogen sich bislang vorrangig auf Lernprozesse und Verstehensvarianten von Grundschülern zu Naturphänomenen. In diesem Zusammenhang hat sie sich mit Möglichkeiten der Verstehens-Rekonstruktion, insbesondere dem in Schweden entwickelten Forschungszugang der Phänomenographie auseinandergesetzt. Aktuelle Forschungsvorhaben betreffen die Lernangebote im Sachunterricht für inklusive, jahrgangsübergreifende Lerngruppen und die Professionalisierung von Grundschullehrerinnen und -lehrern im Bereich des naturwissenschaftlichen Lernens.

Prof. Dr. Gesine Grande (FB 11)

 

Ein Aufenthalt von kurzer Dauer: Gesine Grande wurde zum 1. Januar 2014 als Professorin für Prävention und Gesundheitsförderung am Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften berufen. Dort übernahm sie gleichzeitig im Institut für Public Health und Pflegeforschung die Abteilungsleitung für Prävention und Gesundheitsförderung. Im Juli 2014 hat der Erweiterte Senat Gesine Grande zur Rektorin der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) gewählt. Das neue Rektoramt übernahm die Psychologin zum 1. Oktober 2014.

Prof. Dr. Florian Schmidt-Borcherding (FB 12)

Seit Februar 2014 ist Florian Schmidt-Borcherding Professor für Empirische Lehr-Lern-Forschung und Pädagogische Psychologie im Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen. Schmidt-Borcherding studierte an der Universität Marburg Psychologie, Mathematik und Germanistik. Er promovierte über die Lernwirksamkeit multimedialer Lernumgebungen 2006 an der Universität Gießen. Anschließend arbeitete er an der Universität Kassel in der Forschergruppe Empirische Bildungsforschung zusammen mit Erziehungswissenschaftlern und Fachdidaktikern zu Instruktionsdesigns, die das selbstständige Lernen im Fachunterricht unterstützen sollen. Es folgten Vertretungsprofessuren (Universität des Saarlandes, Universität Göttingen) sowie zuletzt die Leitung des Medienzentrums der Blindenstudienanstalt Marburg e.V. An der Universität Bremen möchte Schmidt-Borcherding zur Professionalisierung von Lehrkräften beitragen, indem er Konzepte entwickelt und untersucht, die Erkenntnisse der Lehr-Lern-Forschung in konkretes unterrichtliches Handeln umsetzen.