19.06.2017
Autor/in: Karla Götz
Mitteilung Nr.: 129

Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten an der Universität Bremen engagieren sich für geflüchtete Menschen

Zwei der 124 Stipendiaten der Universität Bremen stehen bis zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2017 für Interviews bereit

Nr. 129 / 19. Juni 2017 KG

Kriegerische Konflikte, Verfolgung und Armut zwingen weltweit Millionen von Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Daran erinnert der Weltflüchtlingstag am Dienstag, 20 Juni 2017. An der Universität Bremen engagieren sich Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten auf vielfältige Weise ehrenamtlich für Geflüchtete, um die Not dieser Menschen zu lindern.

Sie geben Deutschunterricht, organisieren Kleiderspenden, helfen bei Behördengängen oder treffen sich zum ungezwungenen Austausch. Das Deutschlandstipendium eröffnet den Studierenden die zeitlichen Freiräume für ihr freiwilliges Engagement neben dem Studium. Gleichzeitig bietet das Netzwerk aus Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Förderern zahlreiche Möglichkeiten, hilfreiche Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Projekte auf die Beine zu stellen. Somit fördern Staat und Gesellschaft mit dem Deutschlandstipendium nicht nur Leistungsträgerinnen und -träger, sondern auch junge Persönlichkeiten, die sich aktiv für ihre Mitmenschen einsetzen. An der Universität Bremen studieren aktuell 124 von ihnen.

Zwei Beispiele für das Engagement der Stipendiaten

Insa Ahrens studiert im vierten Bachelor-Semester des Studiengangs Politikwissenschaft und Geschichte. Schon während ihrer Schulzeit hat sie ehrenamtlich in der Kirche mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. „Meine Studienfächer ermöglichen nun einen tieferen Einblick in unsere Gesellschaft und regen dazu an, aus dem Vergangenen zu lernen“, sagt sie. „Durch das Stipendium kann ich weiterhin ehrenamtliche Tätigkeiten in der Kirchengemeinde ausüben, unter anderem auch mit minderjährigen Geflüchteten.“

Andrea Maria Dassing ist im zweiten Mastersemester Transkulturelle Studien. „Mich interessiert die Begegnung unterschiedlicher Kulturen. Deshalb habe ich große Leidenschaft für das Erlernen von Fremdsprachen, für Reisen und für die vielfältigen Themen meines Fachs. Ich bin begeisterte Musikerin – ich spiele mehrere Instrumente – und ich bin gerne ehrenamtlich aktiv. Dieses Semester gebe ich Deutschunterricht für Geflüchtete.“

Hochschulbüro HERE berät auf dem Campus

An der Universität Bremen absolvieren außerdem rund 250 geflüchtete Menschen das zweijährige Vorbereitungsstudium „HERE Studies“. Neben Deutschkursen werden sie in Fachkursen auf wissenschaftliches Arbeiten an deutschen Universitäten vorbereitet. Beratung und Unterstützung finden sie im Büro „HERE“ (Higher Education Refugees Entrance) auf dem Campus. https://www.bremer-wissen.de/index.php?id=721

Über das Deutschlandstipendium

Das Deutschlandstipendium ist das bis heute größte öffentlich-private Stipendienprogramm in Deutschland und fördert junge Talente an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen. Studierende aller Fachbereiche erhalten einkommensunabhängig 300 Euro im Monat. Das Besondere: 150 Euro tragen private Förderer wie Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen. Die andere Hälfte steuert der Bund bei. Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten zählen zu den Besten ihres Fachs, engagieren sich ehrenamtlich oder haben sich ihren Weg an die Hochschule erkämpft. 2016 konnten bundesweit 25.500 Studierende gefördert werden. www.deutschlandstipendium.de

Kontakt zu den Stipendiaten über:

Universität Bremen
Pressestelle
Tel.: 0421 218 60150
E-Mail: pressenoSpam@uni-bremen.de