11.11.2015
Autor/in: Angelika Rockel
Mitteilung Nr.: 303

Rommé mit Carl Friedrich Gauß, Emmy Noether und Kurt Gödel

Neu: Rommé mit Kartenmotiven von Carl Friedrich Gauß, Emmy Noether und Kurt Gödel

Sie sind "Mathemacher des Monats November": Jan-Philipp Litza und Tim Haga von der Universität Bremen. Nicht auf dem Bild: Mathemacher Nils Przigoda, der derzeit einen Auslandsaufenthalt absolviert.

Drei Nachwuchswissenschaftler der Uni Bremen sind „Mathemacher des Monats“

Nr. 303 / 11. November 2015 RO

Die Deutschen sind ein Volk der Kartenspieler – Skat, Poker und Rommé gehören dabei zu den beliebtesten Spielen. Hier gilt insbesondere: Das Auge spielt mit und so kamen Mathematikstudierende aus ganz Deutschland auf die Idee, ein Rommé-Kartenblatt mit mathematischen Motiven zu entwickeln. Zur Belohnung wurden die kreativen Nachwuchsmathematiker nun mit dem Titel „Mathemacher des Monats“ ausgezeichnet. Drei von ihnen kommen von der Universität Bremen.

Die ersten Entwürfe für das Romméblatt entstanden 2012 auf der Konferenz der deutschsprachigen Mathematikfachschaften (KoMa). „Die KoMa hatte 2004 ein Skatblatt herausgegeben“, erinnert sich Jan-Philipp Litza, Doktorand am Institut für Algebra, Geometrie, Topologie und deren Anwendungen (ALTA) an der Uni Bremen. „Das ist aber längst schon vergriffen, so dass wir ein neues Spiel entwerfen wollten.“ Zusammen mit Tim Haga, ebenfalls Wissenschaftler am ALTA und Nils Przigoda, Doktorand in der Arbeitsgruppe Rechnerarchitektur sowie sechs Nachwuchskräften von anderen Hochschulen hat er das Kartenspiel entwickelt. Das Team, in dem die drei Bremer mitarbeiteten, wurde nun für ihre Arbeit von der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) zu den „Mathemachern des Monats November“ gekürt.

Schwierige Suche: Fotos bekannter Mathematiker in guter Auflösung

Erschienen ist das neue Romméblatt vor gut einem Jahr, in einer Erstauflage von über 5.000 Exemplaren. Während die Zahlkarten mit Inhalten aus vielen Bereichen der Mathematik angereichert sind, zeigen die Bildkarten Mathematikerinnen und Mathematiker aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Gerade diese Bilder stellten die Macher des Kartenspiels vor große Herausforderungen. „Es war schwierig, Bilder in einer guten Auflösung und mit den passenden Lizenzen zu finden, die wir für das Kartenspiel verwenden konnten", erklärt Litza. „Es hat richtig Spaß gemacht, sich auf die Spurensuche nach bedeutenden mathematischen Persönlichkeiten zu begeben.“

Als Mathemacher des Monats zeichnet die DMV jeden Monat Personen aus, die mit ihrem Engagement der Mathematik in Deutschland ein Gesicht geben und das Anliegen unterstützen, möglichst viele Menschen für Mathematik zu begeistern. Mehr Informationen zum Kartenspiel gibt es unter http://die-koma.org/kartenspiel. Der Studiengangsausschuss Mathematik hat einen Vorrat der Kartenspiele zur Ansicht und Abgabe (2,50 Euro).

Achtung Redaktionen: In der Uni-Pressestelle können Sie unter der E-Mail: pressenoSpam@uni-bremen.de
Fotos der Spielkarten und der „Mathemacher des Monats“ anfordern.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Mathematik/Informatik
Institut für Algebra, Geometrie, Topologie und deren Anwendungen ALTA
Tel.: 0421 218 63685
E-Mail: jplitzanoSpam@math.uni-bremen.de
www.alta.uni-bremen.de