Tag des Gedenkens

Aufnahme von Kopfsteinpflaster auf einem Bürgersteig, ein Stein ist durch gravierte Metallplatte ersetzt.

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Seit 1996 ist der 27. Januar der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee befreit.

Die Universität Bremen begeht diesen Tag mit Vorträgen von Gastrednern. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Die offizielle Veranstaltung beginnt um 16.00 Uhr im Hörsaal des GW1.

2018

Vortrag am Montag, 29. Januar, und Filmvorführungen am 8. Februar und 13. März 2018

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar soll an alle Menschen erinnern, die während des totalitären Regimes der Nationalsozialisten verfolgt oder ermordet wurden. Die Universität Bremen würdigt diesen Anlass mit einer Reihe von Veranstaltungen. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Vortrag: Wie umgehen mit der Vergangenheit?

Die zentrale Gedenkveranstaltung wird in diesem Jahr vom Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften organisiert. Am Montag, den 29. Januar 2018, um 16 Uhr hält Professor Wolfgang Benz einen Vortrag zum Thema „Lernen aus der Vergangenheit“ mit aktuellen politischen und sozialpsychologischen Bezügen. Benz ist Historiker und international anerkannter Vertreter der Vorurteilsforschung und der NS-Forschung. Er war bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. Ort der Veranstaltung ist der Hörsaal im GW 1, Universitätsallee. Die Veranstaltung findet an einem Montag statt, um allen Universitätsmitgliedern eine Teilnahme zu ermöglichen. Ab 16 Uhr gilt daher auch der Dies Academicus.

Filmisches Erinnern

Die Universität lädt darüber hinaus im Februar und März zu zwei Filmvorführungen im Rahmen des Holocaust-Gedenktages ein. Am Donnerstag, den 8. Februar, um 18.45 Uhr zeigt das Bremer Programmkino Cinema im Ostertor den Film „Roads. Zwischen Düsseldorf und New Orleans“ mit anschließender Diskussion mit Regisseurin Jessica Jacoby. Ihre filmische Recherche erzählt die Geschichte ihres Vaters Klaus Jacoby, der 1938 in die USA flüchtet und versucht, seine Eltern aus Nazideutschland zu retten. Sie wurden 1941 nach Minsk deportiert. Das Projekt ist eine Kooperation der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen.

„Stille Retter. Überleben im besetzten Frankreich“ ist der Titel eines Dokumentarfilms, der am Dienstag, den 13. März, im Cartesium an der Universität Bremen gezeigt wird (Enrique-Schmidt-Straße 5). Im Mittelpunkt steht die Geschichte der vielen Helferinnen und Helfer, die die jüdische Bevölkerung nach der deutschen Besetzung Frankreichs 1940 im täglichen Kampf um das Überleben unterstützten. Damals Gerettete, wie der Publizist Alfred Grosser oder der Schriftsteller Georges-Arthur Goldschmidt, sowie Nachfahren der Helfer berichten über das Geschehen. Im Anschluss gibt es eine Diskussion mit der Autorin Susanne Wittek und Meike Hethey vom Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften der Universität Bremen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein Erinnern für die Zukunft.