2015

Tag des Gedenkens 2015: Auschwitz als zentrales Thema im Bildungsunterricht

Der Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Uni Bremen stellte 2015 die pädagogische Auseinandersetzung des Themas in Schulen in den Fokus des Gedenktages.

Vortrag: "Erziehung nach Auschwitz - Was uns radikal in Frage stellt"

Wie kann man Schülern heutzutage verdeutlichen, was während der Regierung der Nationalsozialisten passiert ist? Wie wird dieses Thema überhaupt im Schulunterricht behandelt? Werden die Schüler mit der eigenen Geschichte überfordert? Hiermit beschäftigt sich Dr. Matthias Heyl, pädagogischer Leiter der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück, in seinem Vortrag „Erziehung nach Auschwitz – was uns radikal in Frage stellt“.

Heutzutage ist es besonders schwierig den Schülerinnen und Schülern die Grausamkeiten und Hintergründe des Nationalsozialismus zu vermitteln. Es gibt nur noch wenige Zeitzeugen und laut Heyl wird den Schülern oft emotional zu viel abverlangt, wenn es um die deutsche Geschichte geht. Man müsse eine zeitgemäße Bildungsarbeit schaffen, die den Nationalsozialismus und Auschwitz als zentralen Inhalt hat, aber gleichzeitig Begriffe wie Kultur, Bildung und Erziehung behandelt.

Der Referent

Dr. Matthias Heyl ist seit 2002 Pädagogischer Leiter der Internationalen Jugendbegegnungsstätte und der Pädagogischen Dienste der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Er promovierte 1996 nach seinem Studium der Geschichte, Psychologie und Erziehungswissenschaft in Hamburg mit einer Studie mit dem Titel „Erziehung nach Auschwitz. Eine Bestandsaufnahme. Deutschland, Niederlande, Israel, USA“. Heyl ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für den Denkort Bunker Valentin.