Promotionskolleg: NanoCompetence

© Jürgen Warrelmann, University of Bremen

NanoCompetence in der Gesellschaft: Forschung – Vermittlung – Gestaltung

Die Nanotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und durchdringt zunehmend nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche von Alltagsprodukten über Industrieanwendungen bis hin zu High-Tech-Applikationen. Nanotechnologische Anwendungen verfügen gleichermaßen über Umweltentlastungs- und Umweltbelastungspotenziale. Sie können zur Einsparung von Energie und Ressourcen beitragen, aber auch zu einem erheblichen Eintrag von Nanomaterialien in die Umwelt führen, verbunden mit möglichen Risiken. Dem inzwischen beachtlichen Verbreitungsgrad nanotechnologischer Anwendungen steht ein noch sehr rudimentäres Bewusstsein in der Bevölkerung zu Chancen und Risiken von Nanomaterialien gegenüber.

Diese Problemstellung stellt den Ausgangspunkt für das Promotionskolleg "NanoCompetence in der Gesellschaft: Forschung - Vermittlung - Gestaltung" dar. An dem von der Hans-Böckler-Stiftung und dem Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) der Universität Bremen eingerichteten Kolleg beteiligen sich insgesamt acht Arbeitsgruppen, wobei sieben Gruppen an der Universität Bremen und eine Gruppe an der Universität Münster angesiedelt sind. Es handelt sich dabei um ein interdisziplinäres Team aus Gesellschafts- und Naturwissenschaften, das erstmalig in einer wissenschaftsübergreifenden Zusammenarbeit in dieser Konstellation zusammenkommt.

Inhaltlich geht es um:

  • das Schließen von Wissenslücken in den naturwissenschaftlichen Grundlagen, insbesondere diejenigen, die für die künftige Regulation von Bedeutung sein könnten ("Forschung")
  • das Aufdecken von Regulationsdefiziten und um Beiträge zur Risikoregulierung ("Gestaltung")
  • die Bewertung von Umweltentlastungs- und Umweltbelastungspotenzialen an einem praxisrelevanten Fallbeispiel ("Gestaltung")
  • Verbesserung und neue Formen der Wissenskommunikation zu Chancen und Risiken von Nanomaterialien ("Vermittlung")

Diese Zielsetzungen erfordern eine enge Kooperation und Verzahnung der beteiligten Arbeitsgruppen, die durch vielfältige Instrumente sichergestellt werden. Dazu zählen gemeinsame Veranstaltungen, Kolloquien, Klausurtreffen, arbeitsgruppenübergreifende Betreuungen, Einbindung assoziierter WissenschaftlerInnen und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.

In Rahmen dieses Kollegs bearbeitet M. Sc. Steve Bemowsky das Thema „Biomolekül-Corona von Nanopartikeln“.

Lesen Sie mehr auf der NanoCompetence-Webpage.