Laboratorium für Virusforschung

© Dotzauer

Das Laboratorium für Virusforschung beschäftigt sich mit der Aufklärung von Mechanismen der Krankheitsentstehung (Pathogenese) bei Viruserkrankungen und von Wechselwirkungen zwischen Viren und ihren Wirtszellen. Als Modellsystem dient die Hepatitis A-Virusinfektion (als Übersicht siehe Dotzauer, 2014; Publikationen Buchbeiträge), da sie geeignet ist, sowohl generelle virale als auch virusspezifische Prinzipien der Pathogenese sowie der viralen Replikation zu untersuchen. Trotz zur Verfügung stehender Impfstoffe gehören Infektionen mit dem Hepatitis A-Virus mit jährlich mehreren 10 Millionen Infektionen mit zum Teil sehr schwerem Verlauf zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Eine spezifische Therapie dieser sehr heterogen verlaufenden Infektionskrankheit existiert nicht, da wichtige Einzelheiten der Virus/Wirt-Interaktionen nicht bekannt sind. Die Forschungsarbeiten sind in den Publikationen und Abschlussarbeiten dargestellt.

Die Lehre erfolgt eingebunden in das Biologie Bachelorstudium, Schwerpunkt „Molekulare Biowissenschaften“ und in die Masterstudiengänge „Biochemistry and Molecular Biology“ sowie „Marine Microbiology“. Bisher wurden am Laboratorium für Virusforschung und seinem Vorläuferinstitut 73 Diplomarbeiten, 31 Bachelorarbeiten, 7 Masterarbeiten und 17 Promotionsarbeiten durchgeführt.

Neben der wissenschaftlichen Arbeit bietet das Laboratorium für Virusforschung auch Fortbildungsveranstaltungen an. Im Vordergrund steht hier besonders die Lehrerfortbildung im praktischen Umgang mit der Gentechnik.

Die Abteilung für Virologie wurde 1990 gegründet und bis 2014 von Frau Prof. Dr. Angelika Vallbracht geleitet. Seitdem untersteht das Labor Herrn Prof. Dr. Andreas Dotzauer.

Das Laboratorium für Virusforschung bietet die gesamte Breite virologischer und immunologischer Arbeitstechniken. Zur Verfügung stehen S2- und S3-Laboratorien, die mit Geräten für alle gängigen molekularbiologischen und virologischen Methoden ausgestattet sind.