Fundamentale Fragen der Physik - Highlights aus der Forschung

Das Programm am 25. April 2017

Die erste Veranstaltung am 25.04.2017 findet im Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM), Am Fallturm 1, statt.


17.00 Uhr         Start, mit der Besichtigung des Fallturms inklusive Aufstieg in die Fallturmspitze

17.30 Uhr         Vortrag

                        Mit dem zweiten sieht man anderes - Gravitationswellen als 
                         zweites Auge zur Erforschung des Weltalls

                        Prof. Dr. Claus Lämmerzahl und Priv. Doz. Dr. Volker Perlick

18.30 Uhr         Pause, Zeit für Gespräche und ein kleiner Imbiss

19.00 Uhr         Gesprächskreis für alle, die noch Fragen haben oder weiter über das
                       Thema diskutieren möchten.

19.30 Uhr         Ende

Mit dem zweiten sieht man anderes - Gravitationswellen als zweites Auge zur Erforschung des Weltalls

Prof. Dr. Claus Lämmerzahl und Priv. Doz. Dr. Volker Perlick

Der direkte Nachweis von Gravitationswellen im September 2015, der im Februar 2016 verkündet wurde, hat nicht nur eine weitere Bestätigung der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein geliefert, sondern er hat uns vor allem mit einem "zweiten Auge" zum Universum ausgestattet: Neben der bisher bekannten Astronomie, die auf Beobachtung elektromagnetischer Strahlung basiert, werden wir in den kommenden Jahren den Aufbau einer neuen "Gravitationswellenastronomie" erleben. Vor allem deshalb wird erwartet, dass der direkte Nachweis von Gravitationswellen in Kürze mit einem Nobelpreis gewürdigt wird. Um die Physik der Gravitationswellen wird es beim ersten Treffen zur Fortbildung von Physiklehrkräften zum Thema "Fundamentale Fragen der Physik" gehen. Dabei werden wir erläutern, wie Gravitationswellen auf Licht und auf Testmaterie wirken und auf welchem Wege sie tatsächlich nachgewiesen wurden. Wir stellen vor, wie Gravitationswellen entstehen. Bei dem im September 2015 beobachteten Ereignis handelte es sich höchstwahrscheinlich um zwei verschmelzende Schwarze Löcher von zusammen ungefähr 60 Sonnenmassen. Wir werden sehen, dass man grundsätzlich Objekte von mindestens einigen Sonnenmassen benötigt, um messbare Gravitationswellen zu erzeugen. Zum Schluss stellen wir vor was man in Zukunft für Gravitationswellendetektoren plant (u.a. im Weltall) und zeigen, warum Gravitationswellenastronomie in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird.