Duale Promotion

© Harald Rehling/Universität Bremen
Die ersten Stipendiatinnen und Stipendiaten der Dualen Promotion (von links): Valentina Hahn, Malte Ternieten, Katharina Düerkop, Marlon Schneider, Nathalie Werner und Eric Wolpers

Hochschulperle des Monats Juni

Uni-Projekt „Duale Promotion“ erhält Hochschulperle des Monats Juni

Der Stifterverband hat das bundesweit einzigartige Projekt "Duale Promotion" der Universität Bremen mit seiner Hochschulperle des Monats Juni ausgezeichnet. Angehende Lehrkräfte können in dem Projekt ihr Referendariat mit einer Promotion verbinden. Ziel ist es, wissenschaftlichen Nachwuchs für die Lehrerausbildung zu gewinnen. Die Universität kooperiert dabei eng mit den Schulen.

Einmal im Berufsalltag an der Schule angekommen, finden nur wenige Lehrkräfte den Weg zurück an die Universität und wagen sich noch einmal an eine Promotion. Die Universität Bremen will dem entgegenwirken und ermöglicht angehenden Lehrkräften mit dem Stipendium eine Kombination aus Referendariat und Promotion – denn auch in der Lehrerbildung wird Nachwuchs dringend gesucht. Im Projekt „Duale Promotion“ entwickeln die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihr Forschungsvorhaben in enger Zusammenarbeit mit den Schulen. Danach absolvieren sie dort ihr Referendariat und erheben gleichzeitig die Daten für ihre Dissertation. Die "Duale Promotion" dauert insgesamt vier Jahre.

Jury lobt enge Verbindung von Theorie und Praxis

„Ein schönes Projekt, das Praxis und Theorie der Lehrerausbildung auf vorbildliche Weise miteinander verbindet. Die Stipendiaten sind hinterher für beide Berufswelten qualifiziert und tragen mit ihrer Arbeit zu einem regen Austausch zwischen Hochschule und Schule bei“, begründet die Jury des Stifterverbandes die Entscheidung.

Bundesweit einzigartig

Das Projekt „Duale Promotion“ ist bundesweit einzigartig und ist im Oktober 2016 mit den ersten sechs Stipendiatinnen und Stipendiaten gestartet. Während ihrer Promotion sind sie in ein Graduiertenkolleg eingebunden, das von der Universität und dem Landesinstitut für Schule (LIS) gemeinsam gestaltet wird. Entwickelt wurde das Projekt von der Creative Unit „Fachbezogene Bildungsprozesse in Transformation“ (FaBiT) der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Lehrerbildung (ZfL). 

Was ist eine Hochschulperle?

Hochschulperlen sind innovative, beispielhafte Projekte, die in einer Hochschule realisiert werden. Weil sie klein sind, werden sie jenseits der Hochschulmauern kaum registriert. Weil sie glänzen, können und sollten sie aber auch andere Hochschulen schmücken. Der Stifterverband möchte 2017 die vielfältigen und innovativen Schnittstellen von Hochschulen zu gesellschaftlichen Partnern sichtbar werden lassen. Jeden Monat stellt er eine Hochschulperle vor, die einen Beitrag zur Kultur einer „kooperativen Hochschule“ leistet. Aus den Monatsperlen wird Anfang 2018 per Abstimmung die „Hochschulperle des Jahres“ gekürt.

Rector’s Circle erhielt Hochschulperle im April

Für die Universität Bremen ist es bereits die zweite Auszeichnung dieser Art: Im April vergab der Stifterverband die Hochschulperle des Monats an den Rector’s Circle. Ihm gehören aktuell neben dem Rektor Professor Bernd Scholz-Reiter 16 weitere Personen an. Die Frauen und Männer sind Freundinnen und Freunde, Stifterinnen und Stifter, Ehemalige, bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens oder Mitglieder der Universität. Sie beraten den Rektor in Fragen der Strategie und Kommunikation und sind Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

Weitere Informationen:
Universität Bremen
Zentrum für Lehrerbildung (ZfL)
Prof. Dr. Sabine Doff
Telefon: 0421 218-68170
E-Mail: doffnoSpamnoSpam@uni-bremen.de 

Stifterverband:
Nadine Bühring
Telefon: 0201 8401-159
E-Mail: nadine.buehringnoSpamnoSpam@stifterverband.de

Autorin: Meike Mossig, BUS aktuell, 26.06.2017, Universität Bremen