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Aktuelles

grüne Ampel, die symbolisch zwei verliebte händchenhaltende Frauen* darstellt

Queering the University of Bremen

Mit der Vernissage der Berliner Ausstellung "Trans* in der Arbeitswelt" am Freitag, 12. April 2019, von 12:39 - 13:30 Uhr im Foyer des MZH knüpft die Veranstaltungsreihe Diversity@Uni Bremen: chancengerecht exzellent?! 2018/2019 Queering University inhaltlich an das vergangene Wintersemester an und bietet neben Vorträgen und Diskussionen diverse Aufführungen zum Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt.

Das gesamte Programm erhalten Sie hier als Download.

Antifeminismus und Rechtspopulismus in der Gleichstellungsarbeit

Immer wieder sehen sich Antidiskriminierungsbeauftragte rechtspopulistischen Angriffen ausgesetzt. Gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung produzierten die Bundessprecherinnen* der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) die Handreichung „Antifeminismus als Demokratiegefährdung?! Gleichstellung in Zeiten von Rechtspopulismus“. Diese soll Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten dabei helfen, die Absichten und Vorgehensweisen rechtspopulistischer Strömungen und Akteur*innen zu erkennen und entsprechend einzuordnen. Neben einer Einführung in verschiedene Geschlechterbilder und –politiken sowie einem Exkurs in die Ideologien des Rechtspopulismus bilden die Erlebnisberichte betroffener Kolleg*innen aus ganz Deutschland den zentralen Teil der Arbeit. Dieses „Grundlagenwerk“ bietet neben reinen Informationen auch praxisrelevante Gegenstrategien zum Umgang mit Antifeminismus und Rechtspopulismus im Berufsalltag.

Gleichstellungsarbeit an Hochschulen

So wichtig die Gleichstellungsarbeit an Hochschulen auch ist, so groß sind die Widrigkeiten und Strategien gegen die Umsetzung von Gleichstellungs- maßnahmen, denen sich ihre Akteur*innen immer wieder ausgesetzt sehen: So zeigt der Abschlussbericht des Projektes „Antifeminismus an Hochschulen in Niedersachsen“ auf, dass Anfeindungen und Angriffe auf Gleichstellungs- akteur*innen insbesondere von Hochschulangehörigen ausgehen. Dieser Missstand erfordert sowohl eine klare äußere Positionierung als auch ein qualifiziertes hochschulinternes Engagement. Dazu müssen die Wünsche und Bedarfe der Akteur*innen in Bezug auf den Umgang mit Gleichstellungsfeindlichkeit und Antifeminismus jedoch erst einmal sichtbar gemacht werden.

männliche und weibliche Figuren, deren Köpfe durch diverse Gendersymbole dargestellt werden

Zum Umgang mit Geschlechtervielfalt

Wie alle Institutionen sind auch Hochschulen keine diskriminierungsfreien Räume. Mit ihrer Broschüre trans. inter*. nicht-binär. zeigt die Akademie der bildenden Künste Wien auf, wo noch Handlungsbedarf besteht und wie Studierende und Lehrende binäre Geschlechternormen und gesellschaftliche Machtverhältnisse sichtbar machen und aufbrechen können. Damit folgt sie der Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichts und -tages sowie des österreichischen Verfassungsgerichthofs neben "männlich" und "weiblich" einen weiteren Geschlechtseintrag im Geburten- bzw. Personenstandsregister zuzulassen.
Neben der formellen Erweiterung spielt auch die Verwendung geschlechtersensibler Sprache eine bedeutende inklusive Rolle. Das Koordinationsbüro für Frauenförderung und Gleichstellung der Technischen Universität Berlin bietet dazu einen beispielreichen Leitfaden an.

Das Netzwerk gegen Diskriminierung in Bremen und Bremerhaven. Beraten. Stärken. Koordinieren. www.antidiskriminierung.bremen.de

Stellungnahme des Bremer Netzwerkes gegen Diskriminierung

Nachdem das Land Bremen 2012 die Absichtserklärung "Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft" der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unterzeichnet hatte, wurde neben weiteren Maßnahmen das Netzwerk gegen Diskriminierung gegündet: Eine Vernetzung aller Bremer und Bremerhavener Beratungsstellen, die im Bereich Antidiskriminierung tätig sind.

In seiner Stellungnahme vom Dezember 2018 pointiert das Netzwerk die unterschiedlichen Problemebenen von (Mehrfach-)Diskriminierungen und zeigt entsprechende Handlungsbedarfe auf.

Gutachten Angemessene Vorkehrungen als Diskriminierungsdimension im Recht

Integration, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit

Am 03. Dezember jährt sich der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung (engl.International Day of Persons with Disablities), an dem auf die Bedürfnisse, das Wohlergehen und die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung aufmerksam gemacht wird, bereits zum 25. Mal. In diesem Jahr steht der Aktionstag ganz im Zeichen von  Empowerment, Integration und Gleichberechtigung, zu denen sich die Vereinten Nationen (UN) bereits 2015 im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verpflichteten. Dass das Recht von Menschen mit Behinderungen auf gleichen Zugang, also Barrierefreiheit am Arbeitsplatz und bei Alltagsgeschäften, in Deutschland bisher nicht ausreichend gewährt wird, stellt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) in ihrem aktuellen Gutachten dar. Gleichzeitig spricht sie sich für dessen rechtliche Verankerung im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) aus. Die ADE unterstützt die Forderung nach einer vollständigen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

weißer Pfeil auf blauem Straßenschild, der in Richtung Pride Flag deutet

Queering University


Haben an Universitäten alle dieselben Rechte und Chancen? Gehen Lehrende und Mitarbeiter*innen sensibel mit Geschlechteridentitäten und –zuweisungen um? Und welche spezifischen Gewalt- und Diskriminierungsformen verbergen sich hinter ihrer Nichtthematisierung?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich „Queering University – geschlechtliche und sexuelle Vielfalt an der Uni Bremen" anlässlich des Transgender Day of Remeberance (TDOR), des Gedenktags der Opfer von Transphobie, an folgenden Terminen:

 

 

 

 

 

20.11.2018, 12:00-14:00 Uhr

Eröffnung der „Queering University“, Mensa
 

20.11.2018, 15:00-17:00 Uhr   

Podiumsdiskussion „un/sichtbar?! – Was braucht es zur queeren Öffnung der Universität?“, Mensa

18.12.2018, 18:00-20:00 Uhr

Vortrag „Transkulturelles historisches Lernen zur geschichte sexueller Vielfalt - das Projekt queerhistory aus Berlin", GW2 B2880

16.01.2019, 14:00-16:00 Uhr 

Vortrag „Praxen des Cross-Dressings – Selbstausdruck und/oder Kritik der Heteronormativität? Einglick in die empirische Lehr-Lern-Forschung“, SFG 2040

24.01.2019, 09:00-12:00 Uhr    

Fortbildungsworkshop „LSBTIQ*: Begrifflichkeiten und Selbstreflexion“, SFG 3190
 

29.01.2019, 18:00-20:00 Uhr 

Vortrag „‚Kinship trouble‘. Zum Zusammenhang von Flucht und queeren Verwandtschaftpraktiken - eine Exploration“, GW2 B2880


Das gesamte Programm gibt es als Download im pdf-Format.

Schriftzug #MeTwo in Dunkelrot

#MeTwo

Wir begrüßen, dass nach der Sichtbarmachung sexueller Gewalt durch #MeToo, nun auch Menschen, die rassistischer Diskriminierung ausgesetzt sind, eine Stimme finden. Im Sommer dieses Jahres rief der Sozialaktivist Ali Can erstmals zum Teilen eigener Rassismuserfahrungen unter dem Hashtag #MeTwo auf, dem Tausende folgten. Nach einer anfangs stark eindimensionalen und kritisierungswürdigen Berichterstattung um die binationale Zugehörigkeit eines Sportlers, kommen inzwischen vermehrt auch Perspektiven aus Politik und Wissenschaft, wie die der Migrationsforscherin Naika Foroutan, zu Wort. Eindrucksvoll enttarnt sie rassistische Strukturen, mahnt vor restriktiver Migrationspolitik und spricht sich klar für eine plurale Gesellschaft mit einem neuen gemeinsamen "Wir" aus - unabhängig von Herkunft, nationalem oder religiösem Bekenntnis und Color.

Diversity-Rad der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) nach Gardenswartz und Rowe (1995)

6. Deutscher Diversity-Tag

„Flagge zeigen für Vielfalt“ heißt es am 05. Juni 2018, dem inzwischen 6. Deutschen Diversity-Tag. Mit öffentlichen und internen Aktionen machen sich teilnehmende Institutionen stark für die bewusste Inklusion von Vielfalt am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft. Dabei geht es um die uneingeschränkte Anerkennung und Wertschätzungen aller Mitarbeiter*innen, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung/Identität, nationaler/ethnischer Herkunft, sozialem Hintergrund, geistiger/körperlicher Fähigkeit, Alter, Religion oder Weltanschauung.

Während mehr als 2/3 der befragten Unternehmen der Charta-Studie "Diversity in Deutschland" angaben, dass sich Diversität positiv auf die Entwicklung der Unternehmen sowie ihre Mitarbeiter*innenzufriedenheit auswirke, zeigt eine aktuelle europaweite Erhebung, dass sich People of Color in Deutschland öfter Herabsetzung und Gewalt ausgesetzt sehen als im restlichen Europa.
Das macht noch einmal deutlich, dass mehr Diversität einen verantwortlichen Umgang mit Diskriminierung voraussetzt.

Happy IDAHOT!

2005 ursprünglich als “International Day against Homophobia” initiiert, wird der „International Day against Homophobia, Transphobia and Biphobia
(IDAHOT) jährlich am 17. Mai begangen, um auf die Diskriminierung von Menschen mit homo-/bisexueller Orientierung oder non-binärer Geschlechtsidentität aufmerksam zu machen und sexuelle wie Genderdiversität zu feiern.
In diesem Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto “Allianzen für Solidarität“, der auf die Notwendigkeit von Bündnissen im Kampf gegen Ausgrenzung und Gewalt und für Sicherheit, Sichtbarkeit und juristischen Wandel hinweist – sowohl innerhalb der eigenen Community als auch bei der Unterstützung anderer diskriminierter Gruppen. Dazu veranstaltet das Rat&Tat-Zentrum für queeres Leben e. V. diverse Aktionen.

Ergebnisse der Studie "Out im Office?!" 2017 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und des Instituts für Diversity- & Antidiskriminierungsforschung mit ersten Ergebnissen zur Arbeitssituation lesbischer, schwuler, bisexueller und Trans*-Beschäftigte

Neue Studie zur Arbeitssituation von LSBT*-Personen von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes veröffentlicht

Im Juli 2017 wurde von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine neue Studie zur Arbeitssituation von LSBT*-Personen veröffentlicht. Wie die Ergebnisse zeigen, hat sich für LSBT*-Beschäftigte innerhalb der letzten zehn Jahre nicht viel verändert. Als eine positive Veränderung kann man mehr Offenheit für lesbische und schwule Beschäftigten in Umgang mit ihrer Sexualität nennen. Heutzutage sprechen dem Bericht zufolge 28,9 Prozent mit allen Kolleg*innen offen über ihre sexuelle Identität. 2007 waren dies  nur 12,7 Prozent. Ein knappes Drittel spricht mit keinen oder nur wenigen Kolleg*innen offen über die eigene sexuelle Identität. 2007 waren dies 51,9 Prozent. Die Zahlen zeigen diesbezüglich eine positive Entwicklung in der Gesellschaft, hin zu mehr Akzeptanz von sexuellen Identitäten.

Dennoch sind diese unbefriedigend. Insbesondere bei Trans*-Beschäftigten ist die Situation alarmierend: 69,0 Prozent von ihnen sprechen mit keinen oder nur wenigen Kolleg*innen offen über ihre Geschlechts- oder sexuelle Identität. Darüber hinaus bleibt Diskriminierung für LSBT*-Beschäftigte nach wie vor ein Teil ihrer Alltagerfahrung. Drei von vier Befragten (76,3 Prozent) berichteten Diskriminierung(en) am Arbeitsplatz erfahren zu haben.

Die ADE berät zu allen Fragen der Diskriminierung am Ausbildungs-, Studien- und Arbeitsplatz, auch aufgrund der sexuellen oder geschlechtlichen Identität.

Antidiskriminierungsstelle des Bundes legt aktuellen Bericht zu Diskriminierungserfahrungen vor

Juni 30, 2017

Bei der Arbeitsvermittlung in Deutschland bestehen teils gravierende Diskriminierungsrisiken. Das geht aus dem gemeinsamen Bericht an den Deutschen Bundestag hervor, den die Antidiskriminierungsstelle des Bundes am Donnerstag in Berlin gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und mit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen vorgestellt hat. So werden insbesondere Menschen mit einer Beeinträchtigung und Bewerber mit ausländischen Wurzeln oder ausländisch klingenden Namen nicht immer ausreichend bei der Arbeitssuche unterstützt und erleben auch viele Diskriminierungen bei der Einstellung und im Beschäftigungsverhältnis.

Ein Viertel der bei der ADS eingegangenen Fälle betreffen den Bereich der Geschlechterdiskriminierung.

Grundlage für den Bericht ist die Auswertung von Beratungsanfragen, die von 2013 - 2016 bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, den genannten Beauftragten und staatlichen und nichtstaatlichen Antididkriminierungsstellen eingegangen sind.

Auch die ADE hatte sich an der Datenerhebung beteiligt.

Die Erhebung zu "Diskriminierungserfahrungen in Deutschland", die die ADS im Jahr 2015 durchgeführt hatte, ist ebenfalls in den Bericht eingeflossen.

Mehr Informationen:

Presse-Handout [PDF] (632 KB)

Vollständiger Bericht

blaues Graffity "Break the Stereotype" auf grauem Betonhintergrund

Stereotype an Hochschulen

"Frauen sind sozialer veranlagt als Männer" oder "Männer sind besser in Mathe als Frauen", dies sind nur zwei Beispiele für die Bewertung, Wahrnehmung oder Beurteilung des Verhaltens von Geschlechtern.

Geschlechterstereotypes Denken ist auch im Hochschulbereich nach wie vor weit verbreitet.
Dieses Phänomen zu identifizieren und zu verstehen ist der erste Schritt hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit.

LIBRA, ein Zusammenschluss zehn lebenswissenschaftlicher Forschungsinstitute aus zehn Ländern Europas, hat aus diesem Grund einen Test entwickelt, der Teilnehmenden geschlechterspezifisches Denken bewusst machen soll.

Wenn Sie wissen wollen, wie stark Sie von geschlechterstereotypem Denken beeinflusst sind, machen Sie den Test.

Lernen ohne Barrieren: Leitfaden für Lehrende

Die Interessengemeinschaft Handicap (IGH) hat gemeinsam mit der Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung (KIS) einen neuen Leitfaden für Lehrende der Universität Bremen herausgegeben.

"Was bedeutet es, mit einer Behinderung und/oder chronischen Erkrankung zu studieren?
Zunächst einmal das, was es für alle bedeutet: einfach studieren, an der Uni sein, neugierig sein, lernen, Zeit und Mühe in die eigene Ausbildung investieren, einen akademischen Abschluss erzielen. Nur, dass es nicht immer so einfach ist. Oftmals behindern (nicht nur bauliche) Barrieren den Zugang zum Wissen und erschweren die Teilhabe an Lehre und Forschung.

Dieser Leitfaden soll Sie als Lehrende aufmerksam machen auf die alltäglichen Hürden im Lernbetrieb, die Studierende mit Beeinträchtigung zu überwinden haben und Ihnen praktische Hinweise geben, wie Sie – teilweise mit sehr einfachen Mitteln – helfen können, Barrieren gar nicht erst entstehen zu lassen."

Hier erhalten Sie den Leitfaden als Download [PDF] (12.3 MB)

Aktualisiert von: Ursel Gerdes