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Aktuelles

Beratungen in der ADE

Im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2, auch COVID-19, haben wir unser Angebot zur persönlichen Beratung in den Räumlichkeiten der ADE eingestellt. Sie erreichen uns aber weiterhin per E-Mail und telefonisch. Hinterlassen Sie dafür bitte eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, wir rufen Sie dann sobald wie möglich zurück.
Auch bei Fragen zu bereits vereinbarten Terminen oder Maßnahmen wenden Sie sich gerne an uns.

Wir wünschen Ihnen alles Gute!
Ihre ADE

Antidiskriminierungsarbeit und Diskriminierungssensibilität in Zeiten von Corona

Strukturell diskriminierte Gruppen und Einzelpersonen können von COVID-19 in besonderer Weise betroffen sein. Maßnahmen zur viralen Eindämmung müssen deshalb diskriminierungssensibel gestaltet werden, um besonders vulnerable Menschen zu schützen und bereits bestehende strukturelle Diskriminierungen und Risiken nicht weiter zu verstärken. Rassismus, Behinderung, Sexismus oder sozialer Status spielen in die Krise hinein und verstärken bestehende Ungleichheiten und Machtgefälle. Darauf weist u.a. die Pressemitteilung des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland (advd) hin, der sich antidiskriminierend arbeitende Beratungsstellen und Verbände anschließen.
Welche Handlungsoptionen von Diskriminierung Betroffene* haben, wie Heterogenität bei staatlichen Entscheidungen  berücksichtigt und wie im Team mit den aktuellen Anforderungen und Widersprüchen umgegangen werden kann, zeigen die Kolleg*innen von "Amplifying Voices", einem Bundesmodellprojekt des BMFSFJ, und adis e.V. in "Social Distancing vor dem Hintergrund sozialer Ausgrenzung" auf.

Corona und Depression: Tipps für den Alltag

Unterstützung in der Krise

Der Umgang mit dem Coronavirus stellt derzeit alle vor eine große Herausforderung. Für Menschen mit Depressionen können Isolation und die negative Nachrichtenflut aber besonders belastend und beängstigend sein. Das kostenlose sechswöchige Onlineprogramm iFightDepression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe unterstützt Betroffene* beim Umgang mit den Symptomen einer Depression und gibt praktische Hinweise für den Alltag. Interessierte* können sich formlos über die E-Mail-Adresse ifightdepression(at)deutsche-depressionshilfe.de für das Programm anmelden.


Benötigen Sie akut psychologische Unterstützung oder sind von häuslicher Gewalt bedroht, können Sie sich hier anonym und größtenteils kostenlos beraten lassen:

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"  u.a. in 17 Fremdsprachen sowie in Gebärden- und Leichter Sprache: 08000 116 016
TelefonSeelsorge 0800 11 10 111 oder 0800 11 10 222
Kinder- und Jugendtelefon 0800 11 10 333
Sucht- und Drogenhotline 01805 31 30 31 (kostenpflichtig) oder 089 2420 800 (lediglich Verbindungskosten)
Muslimisches SeelsorgeTelefon: 030 443 509 821 (lediglich Verbindungskosten)
Vertrauenstelefon (jüdische Hotline): 0221 261 850 (lediglich Verbindungskosten)

In Gedenken an die neun Hanauer*innen

Wir trauern um  Said Nessar El Hashemi                             
                          Gökhan Gültekin
                          Sedat Gürbüz
                          MercedesKierpacz                                
                          Hamza Kurtović
                          Vili Viorel Păun
                          Fatih Saraçoğlu
                          Ferhat Unvar
                          Kalojan Velkov

Um neun Menschen, die am 20. Februar 2020 aufgrund rassistischer Zuschreibungen zu ihrem Aussehen oder Aufenthaltsort, ihrer Herkunft oder religiösen Zugehörigkeit Opfer eines brutalen Gewaltverbrechens wurden, das sich nahtlos in die Kontinuität zahlloser rassistischer Morde einreiht. Eines Verbrechens, das nicht verharmlosend als die Tat eines*Einzelnen* gewertet und abgetan werden oder gar die Pauschalstigmatisierung psychisch erkrankter Menschen erlauben darf. Sondern einer Gewalttat, die das direkte Resultat zunehmender Enttabuisierung, gar Normalisierung antisemitischer und rassistischer Sprache und der Hinnehmbarkeit rassistischer und rechter Hetze durch die sogenannte AfD und ihre Unterstützer*innen ist.
Wir gedenken der Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau und solidarisieren uns mit all denen, die durch rassistische Worte und Taten ausgegrenzt, diskriminiert und/oder bedroht werden.

Als Teil dieser Gesellschaft sind auch Hochschulen nicht frei ist von rassistischen Haltungen und Handlungen. Daher setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass die Universität sich auf allen Verantwortungsebenen noch entschiedener gegen Rassismus und Hetze positioniert und alles tut, um von Rassismus und Diskriminierung betroffene Menschen im Alltag ernst zu nehmen und wirksam zu schützen. Gemeinsam mit Kolleg*innen aus der Antidiskriminierungsarbeit an anderen Hochschulen schließen wir uns der Forderung des Verbands der Beratungsstellen Betroffener rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRGe.V.) an, dass Politik und Strafverfolgungsbehörden Rassismus und rechten Terror endlich ernst nehmen und dabei die Perspektive der Angegriffenen und Bedrohten sowie ihre Forderungen und Erfahrungen in den Mittelpunkt stellen müssen!

Black OurStory Month in Bremen

Im Februar 2020 wird in Bremen Geschichte geschrieben, denn die Präsenz und die Perspektiven Schwarzer Menschen rücken zum ersten Mal für einen ganzen Monat in den Vordergrund. Die Black Student Union Bremen, hat es sich zum Ziel gemacht, einen (Zeit-)Raum von Schwarzen Menschen und für Schwarze Menschen zu gestalten und lädt euch begeistert zum Bremer Black OurStory Month ein!

Hierbei reiht sich die Black Student Union Bremen in die Tradition des Black History Month ein und möchte diese zum Anlass nehmen, Prozesse des (Um-)Lernens und Weiterdenkens Schwarzer Perspektiven in Gang zu setzen. Den ganzen Februar über kommen Schwarze Menschen zusammen, um an ihre Held*innen und ihre Geschichten über Generationen hinweg zu erinnern und das (Über-)Leben Schwarzer Menschen auf der ganzen Welt sowie ihr Vermächtnis zu würdigen: Diese Geschichten sind einzigartig, zeugen von Stärke und dem Verlangen nach Freiheit. Diese Freiheit beinhaltet auch ein Dekolonialisieren von Wissen und bestehenden Normen. Die Veranstaltungsreihe hat zum Anlass, Geschichte umzuschreiben, nach außen sichtbarer zu machen und beginnt mit dem bisherigen Namen der Veranstaltungsreihe :

Der “Black OurStory Month” weicht von der traditionellen Version des “Black History Month” ab, um einen sichtbaren Fokus auf Geschichten außerhalb von cis- und heteronormativen Sichtweisen zu setzen (also nicht nur HIStory - übersetzt “seine Geschichte” - sondern Geschichten von allen Geschlechtern und Schwarzen Identitäten). 

Seid  Zeitzeug*innen wie Traditionen und Zukunftsperspektiven ineinandergreifen. Den ganzen Monat über wird es Veranstaltungen geben, die den Fokus darauf legen, Schwarze Menschen selbst zu Sprecher*innen ihrer Themen zu machen, Wissen (neu) zu definieren, Narrative als Schwarze Menschen selbst zu gestalten und einen Raum des Austausches, der Vernetzung und des Empowerments zu schaffen.

Transgender Day of Remembrance

Am 20. November wird den Menschen gedacht, denen durch trans*phobe Gewalt das Leben genommen wurde. Seinen Ursprung hat der Trans* Day of Remembrance (TDOR) im Internetprojekt „Remebering Our Dead“, das Gwendolyn Ann Smith vor nunmehr zwanzig Jahren in Erinnerung an den medial kaum beachteten und noch immer nicht aufgeklärten Mord an Rita Hester, einer Schwarzen Trans*frau, initiierte.
Besonders Schwarze, Indigene und Trans*frauen of Color, die in der Sexarbeit tätig sind, werden Jahr für Jahr Opfer trans*feindlicher Übergriffe. Während der Transgender Awareness Week machen diverse Organisationen und Einzelpersonen aufmerksam auf die Diskriminierung von sowie den Mord an trans* und genderdiversen Menschen.

männlich zu lesende Person mit gekrümmten Schultern vor einer Tafel, auf der muskulöse Arme in Siegerpose aufgezeichnet sind

"Wann ist ein Mann ein Mann?"

Mit dem toxischen Bild omnipotenter Männlichkeit kokettierte Herbert Grönemeyer bereits 1984 in seinem Lied „Männer“ – doch auch 25 Jahre später ist die Thematik nicht minder aktuell: So weisen Männer* laut Statistischem Bundesamt eine im Durchschnitt rund fünf Jahre niedrigere Lebenserwartung als Frauen* auf, begehen die meisten Straftaten sowie drei Viertel aller Suizide.
Unlängst hat die American Psychological Association (APA) die Problematik erkannt und besondere Richtlinien für die psychologische Praxis mit Jungen* und Männern* herausgegeben. Diese sollen sie bei der Suche nach Hilfe, der Reflexion und dem Abbau risikobereiten Verhaltens sowie institutioneller Vorurteile unterstützen.
Auf die Wichtigkeit der Männer*gesundheit weisen Andrologen der Universität Wien seit 2000 jedes Jahr am 03. November mit dem sogenannten „Weltmännertag“ hin. Ein Jahr älter ist der „Internationale Männertag“, der am 19. November in Trinidad und Tobago eingeführt wurde und von der VN und UNESCO unterstützt wird. Neben der Verbesserung männlicher* Gesundheit zielt der Aktionstag auf die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter sowie die Stärkung positiver männlicher* Rollenbilder ab.

Flyer zum Fachtag Antidiskriminierung - Stärkung durch Vernetzung am 22. Oktober 2019

Fachtag Antidiskriminierung

Am 22. Oktober 2019 lädt das Bremer Netzwerk gegen Diskriminierung unter dem Thema "Stärkung durch Vernetzung" im DGB-Haus Bremen zu kostenlosen Vorträgen, Workshops und zum gegenseitigen Austausch ein. Ziel des Fachtages ist die Sichtbarmachung sowie die Vernetzung der verschiedenen Bündnisse, Initiativen, (N)RO und Einzelakteur*innen im Arbeitsfeld der Antidiskriminierung.

Themen werden u.a. Diskriminierung aufgrund des sog. präkeren Aufenthalts, von Frauen* sowie Menschen mit Beeinträchtigung und Empowermentstrategien in der Arbeitswelt sein.

Die Veranstalter*innen bitten um schrifltiche Anmeldung bis zum 13. Oktober.

grüne Ampel, die symbolisch zwei verliebte händchenhaltende Frauen* darstellt

Queering the University of Bremen

Mit der Vernissage der Berliner Ausstellung "Trans* in der Arbeitswelt" am Freitag, 12. April 2019, von 12:39 - 13:30 Uhr im Foyer des MZH knüpft die Veranstaltungsreihe Diversity@Uni Bremen: chancengerecht exzellent?! 2018/2019 Queering University inhaltlich an das vergangene Wintersemester an und bietet neben Vorträgen und Diskussionen diverse Aufführungen zum Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt.

Das gesamte Programm erhalten Sie hier als Download.

Antifeminismus und Rechtspopulismus in der Gleichstellungsarbeit

Immer wieder sehen sich Antidiskriminierungsbeauftragte rechtspopulistischen Angriffen ausgesetzt. Gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung produzierten die Bundessprecherinnen* der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) die Handreichung „Antifeminismus als Demokratiegefährdung?! Gleichstellung in Zeiten von Rechtspopulismus“. Diese soll Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten dabei helfen, die Absichten und Vorgehensweisen rechtspopulistischer Strömungen und Akteur*innen zu erkennen und entsprechend einzuordnen. Neben einer Einführung in verschiedene Geschlechterbilder und –politiken sowie einem Exkurs in die Ideologien des Rechtspopulismus bilden die Erlebnisberichte betroffener Kolleg*innen aus ganz Deutschland den zentralen Teil der Arbeit. Dieses „Grundlagenwerk“ bietet neben reinen Informationen auch praxisrelevante Gegenstrategien zum Umgang mit Antifeminismus und Rechtspopulismus im Berufsalltag.

Gleichstellungsarbeit an Hochschulen

So wichtig die Gleichstellungsarbeit an Hochschulen auch ist, so groß sind die Widrigkeiten und Strategien gegen die Umsetzung von Gleichstellungs- maßnahmen, denen sich ihre Akteur*innen immer wieder ausgesetzt sehen: So zeigt der Abschlussbericht des Projektes „Antifeminismus an Hochschulen in Niedersachsen“ auf, dass Anfeindungen und Angriffe auf Gleichstellungs- akteur*innen insbesondere von Hochschulangehörigen ausgehen. Dieser Missstand erfordert sowohl eine klare äußere Positionierung als auch ein qualifiziertes hochschulinternes Engagement. Dazu müssen die Wünsche und Bedarfe der Akteur*innen in Bezug auf den Umgang mit Gleichstellungsfeindlichkeit und Antifeminismus jedoch erst einmal sichtbar gemacht werden.

männliche und weibliche Figuren, deren Köpfe durch diverse Gendersymbole dargestellt werden

Zum Umgang mit Geschlechtervielfalt

Wie alle Institutionen sind auch Hochschulen keine diskriminierungsfreien Räume. Mit ihrer Broschüre trans. inter*. nicht-binär. zeigt die Akademie der bildenden Künste Wien auf, wo noch Handlungsbedarf besteht und wie Studierende und Lehrende binäre Geschlechternormen und gesellschaftliche Machtverhältnisse sichtbar machen und aufbrechen können. Damit folgt sie der Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichts und -tages sowie des österreichischen Verfassungsgerichthofs neben "männlich" und "weiblich" einen weiteren Geschlechtseintrag im Geburten- bzw. Personenstandsregister zuzulassen.
Neben der formellen Erweiterung spielt auch die Verwendung geschlechtersensibler Sprache eine bedeutende inklusive Rolle. Das Koordinationsbüro für Frauenförderung und Gleichstellung der Technischen Universität Berlin bietet dazu einen beispielreichen Leitfaden an.

Flyer des Netzwerkes gegen Diskriminierung in Bremen und Bremerhaven, www.antidiskriminierung.bremen.de

Stellungnahme des Bremer Netzwerkes gegen Diskriminierung

Nachdem das Land Bremen 2012 die Absichtserklärung "Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft" der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unterzeichnet hatte, wurde neben weiteren Maßnahmen das Netzwerk gegen Diskriminierung gegündet: Eine Vernetzung aller Bremer und Bremerhavener Beratungsstellen, die im Bereich Antidiskriminierung tätig sind.

In seiner Stellungnahme vom Dezember 2018 pointiert das Netzwerk die unterschiedlichen Problemebenen von (Mehrfach-)Diskriminierungen und zeigt entsprechende Handlungsbedarfe auf.

Gutachten Angemessene Vorkehrungen als Diskriminierungsdimension im Recht

Integration, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit

Am 03. Dezember jährt sich der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung (engl.International Day of Persons with Disablities), an dem auf die Bedürfnisse, das Wohlergehen und die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung aufmerksam gemacht wird, bereits zum 25. Mal. In diesem Jahr steht der Aktionstag ganz im Zeichen von  Empowerment, Integration und Gleichberechtigung, zu denen sich die Vereinten Nationen (UN) bereits 2015 im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verpflichteten. Dass das Recht von Menschen mit Behinderungen auf gleichen Zugang, also Barrierefreiheit am Arbeitsplatz und bei Alltagsgeschäften, in Deutschland bisher nicht ausreichend gewährt wird, stellt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) in ihrem aktuellen Gutachten dar. Gleichzeitig spricht sie sich für dessen rechtliche Verankerung im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) aus. Die ADE unterstützt die Forderung nach einer vollständigen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

weißer Pfeil auf blauem Straßenschild, der in Richtung Pride Flag deutet

Queering University


Haben an Universitäten alle dieselben Rechte und Chancen? Gehen Lehrende und Mitarbeiter*innen sensibel mit Geschlechteridentitäten und –zuweisungen um? Und welche spezifischen Gewalt- und Diskriminierungsformen verbergen sich hinter ihrer Nichtthematisierung?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich „Queering University – geschlechtliche und sexuelle Vielfalt an der Uni Bremen" anlässlich des Transgender Day of Remeberance (TDOR), des Gedenktags der Opfer von Transphobie, an folgenden Terminen:

 

 

 

 

 

20.11.2018, 12:00-14:00 Uhr

Eröffnung der „Queering University“, Mensa
 

20.11.2018, 15:00-17:00 Uhr   

Podiumsdiskussion „un/sichtbar?! – Was braucht es zur queeren Öffnung der Universität?“, Mensa

18.12.2018, 18:00-20:00 Uhr

Vortrag „Transkulturelles historisches Lernen zur geschichte sexueller Vielfalt - das Projekt queerhistory aus Berlin", GW2 B2880

16.01.2019, 14:00-16:00 Uhr 

Vortrag „Praxen des Cross-Dressings – Selbstausdruck und/oder Kritik der Heteronormativität? Einglick in die empirische Lehr-Lern-Forschung“, SFG 2040

24.01.2019, 09:00-12:00 Uhr    

Fortbildungsworkshop „LSBTIQ*: Begrifflichkeiten und Selbstreflexion“, SFG 3190
 

29.01.2019, 18:00-20:00 Uhr 

Vortrag „‚Kinship trouble‘. Zum Zusammenhang von Flucht und queeren Verwandtschaftpraktiken - eine Exploration“, GW2 B2880


Das gesamte Programm gibt es als Download im pdf-Format.

Schriftzug #MeTwo in Dunkelrot

#MeTwo

Wir begrüßen, dass nach der Sichtbarmachung sexueller Gewalt durch #MeToo, nun auch Menschen, die rassistischer Diskriminierung ausgesetzt sind, eine Stimme finden. Im Sommer dieses Jahres rief der Sozialaktivist Ali Can erstmals zum Teilen eigener Rassismuserfahrungen unter dem Hashtag #MeTwo auf, dem Tausende folgten. Nach einer anfangs stark eindimensionalen und kritisierungswürdigen Berichterstattung um die binationale Zugehörigkeit eines Sportlers, kommen inzwischen vermehrt auch Perspektiven aus Politik und Wissenschaft, wie die der Migrationsforscherin Naika Foroutan, zu Wort. Eindrucksvoll enttarnt sie rassistische Strukturen, mahnt vor restriktiver Migrationspolitik und spricht sich klar für eine plurale Gesellschaft mit einem neuen gemeinsamen "Wir" aus - unabhängig von Herkunft, nationalem oder religiösem Bekenntnis und Color.

Diversity-Rad der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) nach Gardenswartz und Rowe (1995)

6. Deutscher Diversity-Tag

„Flagge zeigen für Vielfalt“ heißt es am 05. Juni 2018, dem inzwischen 6. Deutschen Diversity-Tag. Mit öffentlichen und internen Aktionen machen sich teilnehmende Institutionen stark für die bewusste Inklusion von Vielfalt am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft. Dabei geht es um die uneingeschränkte Anerkennung und Wertschätzungen aller Mitarbeiter*innen, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung/Identität, nationaler/ethnischer Herkunft, sozialem Hintergrund, geistiger/körperlicher Fähigkeit, Alter, Religion oder Weltanschauung.

Während mehr als 2/3 der befragten Unternehmen der Charta-Studie "Diversity in Deutschland" angaben, dass sich Diversität positiv auf die Entwicklung der Unternehmen sowie ihre Mitarbeiter*innenzufriedenheit auswirke, zeigt eine aktuelle europaweite Erhebung, dass sich People of Color in Deutschland öfter Herabsetzung und Gewalt ausgesetzt sehen als im restlichen Europa.
Das macht noch einmal deutlich, dass mehr Diversität einen verantwortlichen Umgang mit Diskriminierung voraussetzt.

Happy IDAHOT!

2005 ursprünglich als “International Day against Homophobia” initiiert, wird der „International Day against Homophobia, Transphobia and Biphobia
(IDAHOT) jährlich am 17. Mai begangen, um auf die Diskriminierung von Menschen mit homo-/bisexueller Orientierung oder non-binärer Geschlechtsidentität aufmerksam zu machen und sexuelle wie Genderdiversität zu feiern.
In diesem Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto “Allianzen für Solidarität“, der auf die Notwendigkeit von Bündnissen im Kampf gegen Ausgrenzung und Gewalt und für Sicherheit, Sichtbarkeit und juristischen Wandel hinweist – sowohl innerhalb der eigenen Community als auch bei der Unterstützung anderer diskriminierter Gruppen. Dazu veranstaltet das Rat&Tat-Zentrum für queeres Leben e. V. diverse Aktionen.

Ergebnisse der Studie "Out im Office?!" 2017 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und des Instituts für Diversity- & Antidiskriminierungsforschung mit ersten Ergebnissen zur Arbeitssituation lesbischer, schwuler, bisexueller und Trans*-Beschäftigte

Neue Studie zur Arbeitssituation von LSBT*-Personen von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes veröffentlicht

Im Juli 2017 wurde von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine neue Studie zur Arbeitssituation von LSBT*-Personen veröffentlicht. Wie die Ergebnisse zeigen, hat sich für LSBT*-Beschäftigte innerhalb der letzten zehn Jahre nicht viel verändert. Als eine positive Veränderung kann man mehr Offenheit für lesbische und schwule Beschäftigten in Umgang mit ihrer Sexualität nennen. Heutzutage sprechen dem Bericht zufolge 28,9 Prozent mit allen Kolleg*innen offen über ihre sexuelle Identität. 2007 waren dies  nur 12,7 Prozent. Ein knappes Drittel spricht mit keinen oder nur wenigen Kolleg*innen offen über die eigene sexuelle Identität. 2007 waren dies 51,9 Prozent. Die Zahlen zeigen diesbezüglich eine positive Entwicklung in der Gesellschaft, hin zu mehr Akzeptanz von sexuellen Identitäten.

Dennoch sind diese unbefriedigend. Insbesondere bei Trans*-Beschäftigten ist die Situation alarmierend: 69,0 Prozent von ihnen sprechen mit keinen oder nur wenigen Kolleg*innen offen über ihre Geschlechts- oder sexuelle Identität. Darüber hinaus bleibt Diskriminierung für LSBT*-Beschäftigte nach wie vor ein Teil ihrer Alltagerfahrung. Drei von vier Befragten (76,3 Prozent) berichteten Diskriminierung(en) am Arbeitsplatz erfahren zu haben.

Die ADE berät zu allen Fragen der Diskriminierung am Ausbildungs-, Studien- und Arbeitsplatz, auch aufgrund der sexuellen oder geschlechtlichen Identität.

Antidiskriminierungsstelle des Bundes legt aktuellen Bericht zu Diskriminierungserfahrungen vor

Juni 30, 2017

Bei der Arbeitsvermittlung in Deutschland bestehen teils gravierende Diskriminierungsrisiken. Das geht aus dem gemeinsamen Bericht an den Deutschen Bundestag hervor, den die Antidiskriminierungsstelle des Bundes am Donnerstag in Berlin gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und mit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen vorgestellt hat. So werden insbesondere Menschen mit einer Beeinträchtigung und Bewerber mit ausländischen Wurzeln oder ausländisch klingenden Namen nicht immer ausreichend bei der Arbeitssuche unterstützt und erleben auch viele Diskriminierungen bei der Einstellung und im Beschäftigungsverhältnis.

Ein Viertel der bei der ADS eingegangenen Fälle betreffen den Bereich der Geschlechterdiskriminierung.

Grundlage für den Bericht ist die Auswertung von Beratungsanfragen, die von 2013 - 2016 bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, den genannten Beauftragten und staatlichen und nichtstaatlichen Antididkriminierungsstellen eingegangen sind.

Auch die ADE hatte sich an der Datenerhebung beteiligt.

Die Erhebung zu "Diskriminierungserfahrungen in Deutschland", die die ADS im Jahr 2015 durchgeführt hatte, ist ebenfalls in den Bericht eingeflossen.

Mehr Informationen:

Presse-Handout [PDF] (632 KB)

Vollständiger Bericht

Stereotype an Hochschulen

"Frauen sind sozialer veranlagt als Männer" oder "Männer sind besser in Mathe als Frauen", dies sind nur zwei Beispiele für die Bewertung, Wahrnehmung oder Beurteilung des Verhaltens von Geschlechtern.

Geschlechterstereotypes Denken ist auch im Hochschulbereich nach wie vor weit verbreitet.
Dieses Phänomen zu identifizieren und zu verstehen ist der erste Schritt hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit.

LIBRA, ein Zusammenschluss zehn lebenswissenschaftlicher Forschungsinstitute aus zehn Ländern Europas, hat aus diesem Grund einen Test entwickelt, der Teilnehmenden geschlechterspezifisches Denken bewusst machen soll.

Wenn Sie wissen wollen, wie stark Sie von geschlechterstereotypem Denken beeinflusst sind, machen Sie den Test.

Lernen ohne Barrieren: Leitfaden für Lehrende

Die Interessengemeinschaft Handicap (IGH) hat gemeinsam mit der Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung (KIS) einen neuen Leitfaden für Lehrende der Universität Bremen herausgegeben.

"Was bedeutet es, mit einer Behinderung und/oder chronischen Erkrankung zu studieren?
Zunächst einmal das, was es für alle bedeutet: einfach studieren, an der Uni sein, neugierig sein, lernen, Zeit und Mühe in die eigene Ausbildung investieren, einen akademischen Abschluss erzielen. Nur, dass es nicht immer so einfach ist. Oftmals behindern (nicht nur bauliche) Barrieren den Zugang zum Wissen und erschweren die Teilhabe an Lehre und Forschung.

Dieser Leitfaden soll Sie als Lehrende aufmerksam machen auf die alltäglichen Hürden im Lernbetrieb, die Studierende mit Beeinträchtigung zu überwinden haben und Ihnen praktische Hinweise geben, wie Sie – teilweise mit sehr einfachen Mitteln – helfen können, Barrieren gar nicht erst entstehen zu lassen."

Hier erhalten Sie den Leitfaden als Download [PDF] (12.3 MB)