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Konflikte

rote Kletterpflanze auf Betonwand

Konflikte verstehen wir als Spannungssituationen zwischen Individuen, Gruppen oder auch Organisationen, in denen wenigstens eine*r der Beteiligten Differenzen oder Unstimmigkeiten in beeinträchtigender Art wahrnimmt.

Konflikte sind in der Zusammenarbeit von Menschen etwas Alltägliches und Unvermeidbares.

In unserer Arbeit geht es um soziale Konflikte, um Konflikte am Arbeitsplatz, in der Zusammenarbeit, in der Ausbildung, im Studium, im Rahmen einer Organisation, eines Unternehmens. 

Bestandteile eines Konflikts sind:

  1. Es sind mindestens zwei unterschiedliche Konfliktparteien beteiligt. Diese Konstellation kann sich innerhalb einer Person abspielen oder zwischen zwei oder mehreren Personen.

  2. Es besteht eine Abhängigkeit in Form eines gemeinsamen Themas, Ziels, Anliegens oder Kontextes.

  3. Es sind Gefühle im Spiel. Die beteiligten Menschen fühlen sich unwohl. Das kann von einer leichten Anspannung über Ärger, Angst oder ähnlichen starken Gefühlen bis hin zu körperlichen Symptomen und Krankheit gehen.

  4. Es besteht ein Spannungsfeld. Dieses Spannungsfeld kann in verschiedenen Bereichen liegen.

So kann es sein, dass...

  • Beteiligte unterschiedliche Ziele oder Handlungsabsichten haben,

  • eine unterschiedliche Einschätzung oder Wahrnehmung der Situation vorliegt, z.B. unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen an Teamarbeit,

  • knappe oder vermeintlich knappe Ressourcen vorhanden sind,

  • die Funktionen oder Rollen der Menschen in diesem Geschehen entweder unklar, zu vielfältig oder zu begrenzt sind,

  • die Beziehung gestört ist und die Beteiligten sich unterschiedlich erleben oder sich buchstäblich „nicht riechen“ können. Oft liegt dabei aber auch eine Verschiebung vor und ein nicht gelöster Sachkonflikt wird als Beziehungskonflikt ausgetragen oder umgekehrt wird ein Beziehungskonflikt unterdrückt und die Beteiligten streiten sich (scheinbar) nur um die Sache und/oder

  • dass persönliche Konflikte vorliegen. Beteiligte verspüren in sich Konflikte, sei es durch anstehende Entscheidungen, unterdrückte bzw. verdrängte Wünsche oder widersprüchliche Anforderungen.

Quelle: Kreyenberg, Jutta: Handbuch Konfliktmanagement. Berlin: Cornelsen 2005, 2. Auflage, S. 52-54.

 

Spezifische Formen:

  • Mobbing ist eine Form von eskalierten Konflikten und erfordert eigene Handlungs- und Schutzstrategien.

Aktualisiert von: Ursel Gerdes