Aktuelles

Berninghausenpreis für hervorragende Lehre 2021 an zwei Mitgliederinnen der agim

Gestern wurde uns eine ganz besondere und einmalige Ehre zuteil: Gemeinsam erhielten wir den Berninghausenpreis für hervorragende Lehre 2021 von der Universität Bremen in der Kategorie "Partizipative Lehre". Der Preis wird seit 1991 jährlich verliehen. In diesem Jahr wurden insgesamt 125 Lehrende vorgeschlagen. Eine Auswahlkommission, bestehend aus Lehrenden, Uni-Mitarbeitenden und Studierenden, sichtete die Vorschläge und nominierte die Preisträgerinnen und den Preisträger. Neben uns wurden der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Jan Harima und die Psychologieprofessorin Dr. Nina Heinreichs jeweils mit einem Studierendenpreis ausgezeichnet.

In der Begründung zu unserer Auszeichnung heisst es:

"Dr. Juliane Jarke und Irina Zakharova vom Fachbereich Mathematik und Informatik haben die Jury mit ihrem Konzept des gemeinsamen Lehrens und Lernens überzeugt. Sie wurden in der Kategorie „Partizipative Lehre“ für das Modul „Partizipative Methoden der Softwaregestaltung“ ausgezeichnet.  Dieser Kurs wurde im Sommersemester 2021 im Team-Teaching vollständig digital durchgeführt. Dabei hatten die Studierenden volle Schreib- und Zugriffsrechte auf der verwendeten Plattform. Zusätzlich hatte jede Kleingruppe ihr eigenes Board zur Vorbereitung, Selbstorganisation und zum Austausch zur Verfügung. Die vorherigen Erfahrungen der Kursteilnehmenden wurden dabei eingebunden.

Die Jury zeigte sich beeindruckt davon, dass auch der Umgang mit Fachliteratur als Prüfungsleistung eine wichtige Rolle spielte, da dies in der Informatik häufig zu kurz komme. Außerhalb der Videokonferenzen haben sich die Dozentinnen auch direkt mit den Gruppen getroffen, um die Ausarbeitungen zu besprechen. Der Kurs sei inhaltlich und didaktisch gut gestaltet gewesen, lobten auch die Studierenden."

Beyond Participation: A Review of Co-creation in Computing

Juliane Jarke, Irina Zakharova, Gabriela Leon Molina, Hendrik Heuer und Ulrike Gerhard haben gemeinsam ein Review Paper in der Working Paper Series des ZeMKI veröffentlicht. Im Paper analysieren wir verschiedene Konzepte und Verständnisse von Co-Creation in der Informatik. Dazu haben wir alle Paper analysiert, die in der ACM Digital Library veröffentlicht wurden und "co-creation" oder "co-create" im Abstract oder in den Keywords genannt haben.

Der Aufsatz zeigt, dass die meisten Beiträge die Ursprünge von Co-Creation entweder auf Participatory Design, Co-design oder der Co-Produktion von (öffentlichen) Werten und Diensten zurückführen. Es gibt einen klaren Bezug zu Technologien als Ermöglicher von Co-creation (z. B. soziale Medien) oder als deren Ziel (z. B. Produkt).

Ein Sankey-Diagramm veranschaulicht die Unterschiede zwischen den untersuchten Aufsätzen in Bezug auf ihren Anwendungsbereich, die Frage, ob sie tatsächlich Co-Creation betrieben haben, wie die Rolle der Technologie verstanden wird, den Output und die Zielgruppen.

Von diesem Diagram gibt es auch eine interaktive Version, die es erlaubt, die Ergebnisse selbst zu explorieren.

 

 

Weizenbaum-Studienpreis für Dr. Hendrik Heuer

Der Weizenbaum-Studienpreis 2021 geht an Hendrik Heuer. Seine Doktorarbeit „Users & Machine Learning-Based Curation Systems“ wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Die Doktorarbeit beschäftigt sich mit den technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen von KI-basierten Empfehlungssystemen. Die Doktorarbeit an der Schnittstelle von Mensch-Computer Interaktion und Künstlicher Intelligenz liefert einen Beitrag dazu, wie man solche Empfehlungssysteme verstehen und ihre Empfehlungen erklären und kontrollieren kann.

Die von Herrn Heuer beschriebenen Empfehlungssysteme werden auf Plattformen wie YouTube genutzt. Schon heute konsumiert jede vierte Person weltweit Nachrichten auf YouTube. Laut YouTube werden 70 % der auf YouTube angesehenen Videos von einem KI-basierten Empfehlungssystem ausgewählt. KI-basierte Empfehlungssystem haben deshalb einen großen Einfluss darauf, welche Videos die mehr als zwei Milliarden YouTube-Nutzer*innen gucken.

Die Doktorarbeit können Sie kostenlos in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen abrufen. Ein Video der Laudatio und eine Präsentation der Arbeit gibt es beim CCC.

Neben der Arbeit von Hendrik Heuer wurden auch die Arbeiten „Digital identification systems and the right to privacy in the asylum context“ von Helene Hahn (Leuphana Universität Lüneburg), „Trust me! Vorschlag zum Umgang mit der Vertrauensfrage im digitalen Zeitalter“ von Silke Meiser (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) und „Die Digitalisierung der Kreditwirtschaft“ von Martin Schmitt (Universität Potsdam) ausgezeichnet.

Neue Website der agim geht online

Ab sofort hat die Arbeitsgruppe Informationsmanagement eine neue Website. Hier finden Sie Informationen zu den Mitarbeiter*innen der agim, Forschungsfeldern, angeboteten Vorlesungen und Seminaren, Abschlussabreiten und aktuellen Forschungsprojekten. Die neue Seite ist komplett auf der Universitätsdomäne gehostet, die alte Seite

https://agim.uni-bremen.de/ wird nach einer Übergangszeit nicht weiter gepflegt. Falls Ihnen noch Fehler und unstimmigleiten auffallen, melden Sie sich gern bei uns.

Machine Learning For People With Reading and Writing Difficulties

A large number of people struggle with reading and writing. A 2011 study by the University of Hamburg found that 4% of German adults are totally illiterate and more than 14% are functionally illiterate, i.e. they are unable to use writing in everyday life in a way that is expected in the social context. Together with the University of Bremen and the University of Bayreuth, we are working on HCI+AI solutions to support people with reading and writing difficulties.

In this thesis project, you have the opportunity to develop and evaluate an interactive system that automatically summarizes text for this use case. There is the opportunity to build on and extend an existing prototype of such a system. The system provides users with the most important information contained in the text. Based on your individual interests, you can either work on 1. applying and extending state-of-the-art machine learning (ML) systems like BERT, PEGASUS, and GPT-2, or you can work on 2. designing and evaluating user interfaces for such ML systems in this context.

Requirements:

Experience with machine learning (especially neural networks) and user-centred design.

 

Contact:

Dr. Hendrik Heuer

Dr. Daniel Buschek

 

Kontakt

Arbeitsgruppe Informationsmanagement 

Büro

Mirjana Etteldorf
Mail
Am Fallturm 1 
28359 Bremen

Arbeitsgruppenleitung

Prof. Dr. Andreas Breiter

Fachbereich 3
Am Fallturm 1 
28359 Bremen

Aktualisiert von: Tjark Raabe