Zum Inhalt springen

Aktuelles

06, 2019, Archiv, Archiv Uni Bremen, Universität
Copyright: Ullrich Altmann 2019

Impressionen aus dem Magazin

Fotografien von Ullrich Altmann

Im Frühsommer diesen Jahres war der Bremer Fotograf Ullrich Altmann mit seiner Digitalkamera zu Gast in unserem Archiv. Auf der Suche nach typischen und unerwarteten Motiven durchkämmte er Magazin- und Archivräume. Eine Auswahl seiner tollen Fotografien haben wir nun für Sie bereitstellt: Impressionen aus dem Magazin

 

Datenschutzcontainer 23.09.-27.09.2019

Auch in diesem Jahr wird ein zentraler Container für die Entsorgung datengeschützter Akten und Unterlagen aufgestellt und zwar in der 39. Woche: 23. bis 27. September 2019.

Der Container steht am Universitätsarchiv auf dem Platz zwischen dem Hörsaalgebäude GW1 und dem Block A des GW1. Die Anfahrt ist über die Universitätsallee (Achtung hoher Bordstein!) oder die Achterstraße (Achtung Fußgänger_innen und Radfahrer_innen!) möglich. Die Unterlagen können täglich in der Zeit von 9.00 bis 15.00 Uhr (Freitag bis 14.00 Uhr) entsorgt werden. Der erforderliche Schlüssel befindet sich im Universitätsarchiv, GW 1, Block A, Erdgeschoss.

Da die Entsorgungskosten nach Gewicht ermittelt werden, ist der Container bitte nur mit Material zu befüllen, das dem Datenschutz unterliegt. Prospekte, Broschüren etc. sind über die bekannten Altpapiercontainer zu entsorgen.
Archivwürdige Unterlagen dürfen nicht entsorgt werden!  Im Zweifelsfall nehmen Sie bitte vorher Kontakt mit uns auf. Informationen zu Aufbewahrungsfristen finden Sie hier.

Treffen des Arbeitskreises Bremer Archive

Bewertung von Nachlässen - Alles oder Nichts?

Am 10. September trifft sich der AK Bremer Archive um 15:30 Uhr im Universitätsarchiv.
Diskutiert wird unter anderem über die Übernahme und Bewertung von Nachlässen.

Ort: Universitätsarchiv Bremen, Universitätsallee (GW 1, Raum A0150), 28395 Bremen

Open Campus 2019 am 15. Juni

Uni-Archiv – Ohne Geschichte keine Zukunft

Come on let’s Quiz again“ heißt es in der Pagode des Universitätsarchivs ab 14:00 Uhr auf dem diesjährigen Open Campus. Wir laden Sie ein, Ihr Wissen über die Universität Bremen zu testen. Vom Uniarchiv vorbereitete Wände mit Informationen sowie wir  Archivmitarbeiter*innen unterstützen Sie gerne beim Auffinden der Lösungen.

Sie können uns auch bei unserer Arbeit über die Schulter schauen. Archivkartons, Werkzeuge und typische „Abfall“produkte liegen zum Betrachten und Anfassen bereit. Eine gestaltete Wand lädt Sie zur Zeitreise in die 1970er und 1980er Jahre ein, einer Zeit, in der Plakate und Flugblätter statt Facebook, Twitter & Co. die (Protest)Medien (nicht nur) auf dem Campus waren.

Informieren Sie sich auch über das neue Projekt des Universitätsarchivs, die Zeitzeug*inneninterviews mit Akteur*innen der Universitätsgeschichte.
Um 15 Uhr laden wir Sie zur Führung „Uni-Architektur zwischen Béton Brut, Transparenz und weißem Würfel“ sowie um 16:30 Uhr zur Führung „Vorsicht – Kunst!“ entlang des Uni-Boulevards ein.

Uni-Architektur zwischen Béton brut, Transparenz und weißem Würfel

Während eines ca. einstündigen Spaziergangs erkunden wir barrierefrei im und rund um den Zentralbereich der Uni Bremen Architekturbeispiele. Sie reichen von der Anfangsphase der Universität Bremen in den frühen 70er Jahren bis in die heutige Zeit. Materialität, Lage, Formensprache und Funktion der Gebäude bezeugen die Veränderungen  gesellschaftlicher Fragestellungen, ästhetischer Vorstellungen, ökonomischer Zwänge und energetischer Anpassungen in einem Zeitraum von rund fünf Jahrzehnten.

Zu dieser Führung ist eine Anmeldung notwendig.

Zeit: 15 Uhr
Dauer: 1 Std.
Teilnehmer*innenzahl: max. 15 Personen

Vorsicht – Kunst!

Entlang des Uni-Boulevards stolpern wir sinngemäß über Kunst vornehmlich aus den 70er und frühen 80er Jahren. Solche, die nie entstand, die entfernt wurde, unter nie geklärten Umständen verschwand. Zum Glück haben auch etliche Arbeiten die Jahrzehnte überdauert. Sie erinnern uns an bewegte Jahre des Widerstands und Protests, der nicht nur auf dem Campus standfand. Die Arbeiten sind immer noch erstaunlich aktuell. Sie mögen polarisieren  und auf jeden Fall zu Auseinandersetzungen anregen.

Einen Überblick über die Kunstwerke auf dem Campus bietet Ihnen unsere Online-Dokumentation.

Zu dieser Führung ist eine Anmeldung notwendig.

Zeit: 16:30 Uhr
Dauer: 1 Std.
Teilnehmer*innenzahl: max. 15 Personen

Uni-Archiv ruft zur Teilnahme am Geschichtswettbewerb auf

Vom 1. September 2018 bis 28. Februar 2019 sind alle Kinder und Jugendliche - von der Grundschule bis 21 Jahren - zur Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten eingeladen. Der Wettbewerb ermuntert dazu, im eigenen Umfeld auf historische Spurensuche zu gehen, authentische Orte zu erforschen, mit Zeitzeugen zu sprechen und historisches Geschehen unmittelbar nachzuvollziehen.

Beispiel Universitätsgeschichte: Aufbruch, Krise und Umbruch - diese Schlagworte kennzeichnen auch die Geschichte der Universität Bremen. Die 1971 im Zeichen intensiver bildungspolitischer Debatten gegründete Reformhochschule veränderte auch das gesellschaftliche und politische Leben der Hansestadt. Über die bewegten Gründungs- und Aufbaujahre geben Protokolle, Flugblätter, Plakate und Fotos im Archiv Auskunft.

Ansprechpartnerin: Sigrid Dauks
Tel. 0421 - 218 - 60390
E-mail archiv@uni-bremen.de

 

Hochbunker in der Hans-Böckler-Straße / © Rasmus Rienecker

Der Bunker, der auf Bremen schaut.

Kriegskrankenhaus, Atombunker, Kulturclub - Ausstellung Bremer Studierenden vom 15. September bis zum 12. Oktober 2018

Der Bunker in der Hans-Böckler-Straße, der in den kommenden Jahren zum Kulturclub umgestaltet werden soll, hat eine eindrucksvolle, jedoch wenig bekannte Geschichte. Die Ausstellung erzählt vom Bau des Bunkers im Zweiten Weltkrieg, der damit verbundenen Zwangsarbeit, der Nutzung des Bunkers als Diakonissenkrankenhaus während des Krieges und danach sowie als Atomschutzeinrichtung im Kalten Krieg.

Ab September2018 wird der Hochbunker (Foto von Rasmus Rienecker 2018) in der Hans-Böckler-Straße durch eine Ausstellung im Kulturbunker an der Berliner Straße erlebbar gemacht.

Im Bremer Stadtbild sind ehemalige Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg keine Seltenheit, und doch wissen die Wenigsten um die Hintergründe dieser Bauwerke. Der Waller Hochbunker, den von außen durch Ferngläser schauende Menschen zieren, ist wohl bekannt, seine Geschichte jedoch nicht. Dieser nun erstmals wissenschaftlich erforschte Bunker hat einen ganz besonderen Hintergrund: Er war nicht nur ein aus Beton gebautes Krankenhaus, sondern wurde in den sechziger Jahren zum Atomschutzbunker umfunktioniert. Seit einigen Jahren versucht das Zuckernetzwerk Bremen, den derzeit ungenutzten Bunker als Standort zu erwerben, um dort einen Kulturclub zu eröffnen. Die damit einhergehende Diskussion in den Medien greift die Geschichte des Bunkers noch unzureichend auf. Vor diesem Hintergrund erscheint es essenziell, die wissenschaftliche Betrachtung der Entstehungs- und Nutzungshistorie im Rahmen einer Ausstellung aufzuarbeiten und somit in die aktuelle Debatte mit einzubeziehen.

Geschichtsstudierende der Universität Bremen konzipieren seit Oktober 2017 unter der Leitung von Dr. Sonja Kinzler die Ausstellung, die den Bau, das Thema Zwangsarbeit, den Krankenhausbetrieb während des Krieges und die Nachkriegsnutzungen beleuchtet. Für die Realisierung des Projektes kooperieren sie mit StudentInnen der Hochschule für Künste, dem Zuckernetzwerk und mit Kultur im Bunker e.V.. Während der Recherchearbeiten in verschiedenen Einrichtungen haben die Studierenden unter anderem Baupläne, Fotos und Interviews entdeckt, mithilfe derer die Bedeutung des Bunkers als Monument des Krieges, als Zufluchtsort, als Ort der Ausgrenzung, der Angst und der Hilfe sichtbar wird.

All jene, die Interesse an Bunkern und der Zeitspanne ab 1933 bis in die Gegenwart im Bremer Kontext haben, dürfen sich auf die Eröffnung freuen. Genauere Informationen zu den Öffnungszeiten der Ausstellung werden noch bekannt gegeben. Neuigkeiten sowie weitere Hinweise rund um die Ausstellung finden Sie hier.

Ausstellung: 15. September bis 12. Oktober 2018
Ausstellungsort: Kultur im Bunker e.V., Berliner Straße 22C, 28203 Bremen

Foto: Matthias Duderstadt 1978.
Foto: Franziska Micheel 2018

Ein Garten der Lüste und Sieben Thore

Zwei neue Beiträge zu Kunstwerken auf dem Campus


Im Mai 1978 bot sich den Besucherinnen und Besuchern des GW2 an der Uni Bremen ein ungewöhnliches Schauspiel. Sowohl im Foyer als auch auf den Treppen des Gebäudes wurden sie von 25 teils lebensgroßen Figuren(gruppen) erwartet. Diese größtenteils unbekleideten Wesen stellten Szenen aus dem berühmten dreiteiligen Altarbild „Der Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch dar. Die ungewöhnliche Inszenierung http://www.zentralarchiv.uni-bremen.de/kunstweb/Garten.htm  eines gut 400 Jahre alten Kunstwerkes hatten Kunststudentinnen und -studenten erarbeitet.

 

Eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen, war auch ein Anliegen des Künstlers Manfred Nipp. Mit dem Projekt „7 Thore“ http://www.zentralarchiv.uni-bremen.de/kunstweb/Nipp.htm unternahm er im Mai 1988 eine „künstlerische Intervention“ an den früheren Standorten von sieben bremischen Stadttoren. Entstanden sind 21 Metallplatten und 21 Drucke, die seit 1989 im Hörsaalgebäude am Boulevard hängen und sowohl an die historischen Bauwerke als auch an die Geschichte bremischer Stadtentwicklung erinnern.

Demonstration gegen Berufsverbote in Bremen 1972.

Demokratie und Bürgerrechte

Ausstellung des Arbeitskreises Bremer Archive 26. Mai – 23. Juni 2018

Für den diesjährigen „Tag der Archive“ wählte der Verband deutscher Archivarinnen und Archivare das Motto „Demokratie und Bürgerrechte“. Die Bremer Archive präsentieren zu diesem zeitlos aktuellen Thema eine Archivsplitter-Ausstellung  im Vegesacker Geschichtenhaus. Sie widmen sich individuellen Persönlichkeiten wie dem Polarforscher Fritz Löwe, der Sängerin Olga Irén Fröhlich, dem Antifaschisten  Horst Hackenbroich sowie dem Wissenschaftler Horst Holzer. Es werden bis heute aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie 100 Jahre Frauenwahlrecht, Berufsverbote und Bürgerinitiativen behandelt und die Frage nach dem „Weltraumrecht“ gestellt.  Präsentiert werden Dokumente, Plakate, Fotografie, Plattencover und Kunstwerke aus den umfangreichen Archivbeständen.

Die Ausstellung wird von Vorträgen begleitet.

Das Archiv der Universität Bremen dokumentiert den politischen Konflikt um die Berufung des Kommunikationswissenschaftlers Horst Holzer in den Jahren 1971/72. Die Weigerung des Bremer Senats, Holzer aufgrund seiner Mitgliedschaft in der DKP an die neue Universität zu berufen, kam einem Berufsverbot gleich. Sie zerstörte nach Jan Bönkost (2011)  „ungewöhnlich nachhaltig […] eine zuvor aussichtsreich begonnene akademische Karriere“.  Diese Entscheidung wirft zudem einen dunklen Schatten auf die vom Aufbruchwillen gekennzeichneten Gründungsjahre der Reformuniversität. Das Verfahren gegen Horst Holzer wird in der Ausstellung auf 3 Tafeln mit zeithistorischen Dokumenten skizziert.

Im Arbeitskreis Bremer Archive haben sich rund 40 Archive des Landes Bremens zusammengeschlossen. Das Spektrum reicht von kleinen, ehrenamtlich geführten Archiven bis zum Staatsarchiv. Es umfasst unter anderem Stadtteilarchive, Kirchenarchive, Spezialarchive in Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen, Medienarchive sowie international ausgerichtete Institutionen.

In ihrer Funktion als Gedächtnis der Stadt bilden die Archive die einmalige und unverzichtbare Grundlage, um die Vergangenheit rekonstruieren, die Gegenwart gestalten und Visionen für die Zukunft entwickeln zu können. Die Vielfalt ihrer Bestände spiegelt in faszinierender Weise die vielen Facetten kulturellen und gesellschaftlichen Lebens.

Ort der Ausstellung ist das Vegesacker Geschichtenhaus. Es macht die Stadtgeschichte von Bremen-Nord lebendig. In kleinen Theaterszenen präsentieren Darsteller das Vegesack des 19. Jahrhunderts.

Öffnungszeiten: Mi–Sa 11–17 Uhr, Eintritt frei
Vegesacker Geschichtenhaus
Zum Alten Speicher 5A, 28759 Bremen
www.vegesacker-geschichtenhaus.de

Grundsteinlegung der Marx- und Moritz-Universität am 11.11.1968 auf den Blocklandwiesen. Foto: Leonhard Kull (BUA, 7/B-Nr. 1)
Studentendemonstration in Bonn, 1969. Demonstration für "Mehr Geld für die Uni" vor der Beethovenhalle, wo der Bundespresseball stattfindet. Bildnachweis: (Bild-00104546) Bundesregierung/Ludwig Wegmann

Woll(t)en wir mehr Demokratie – auch an der Uni Bremen – wagen? Einladung zur Campus-Führung am 3. März 2018

Der 9. bundesweite Tag der Archive steht unter dem Motto DEMOKRATIE UND BÜRGERRECHTE.

 „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“ In Anlehnung an diesen oft zitierten Satz aus der ersten Regierungserklärung des Kanzlers Willy Brandt von 1969 lädt das Archiv der Universität Bremen am Samstag, den 3. März 2018 um 15 Uhr zu einer rund einstündigen Führung über den Campus ein. Treffpunkt ist in der Glashalle direkt neben der Haltestelle Universität/Zentralbereich.

Auf unserem Weg durch zentrale Gebäude der Universität gehen wir Hinweisen auf die bremische Hochschulreform der frühen 70er Jahre nach und erkunden, was aus dem „Bremer Modell“ wurde. Wir betrachten die Architektur und die Funktionalität der Gebäude und treffen auf Orte künstlerischer Interventionen. Auch die räumliche und städtebauliche Struktur des Campus nehmen wir in den Blick und beleuchten den Anspruch auf Verflechtung von Uni und Stadt damals wie heute.

Anschließend ist das Archiv im Gebäude GW 1 für Sie geöffnet und bietet weitere Einblicke in die Universitätsgeschichte. Bei Kaffee und Tee können wir unsere Gespräche fortsetzen. Gegen 17 Uhr endet unsere Veranstaltung.

Seien Sie herzlich willkommen.

Das Team des Universitätsarchivs Bremen

Um Anmeldung wird gebeten.

Tel. 0421/218-60398 / -60390

Aktualisiert von: Thomas Lietz