Zum Inhalt springen

Aufgaben des Universitätsarchivs

Was macht das Universitätsarchiv?

Herkunft (Provenienz) 

Das Universitätsarchiv wurde im Juni 2000 eingerichtet und ist dem Dezernat Akademische Angelegenheiten (Dez. 1) zugeordnet. Wir archivieren die Akten der Universität Bremen. Im Jahre 2010 zog das Universitätsarchiv in neue Räume, diese befinden sich in der „Keimzelle“  der Universität, dem 1971 eröffneten Gebäude Geisteswissenschaften 1 (GW1). Durch die unmittelbare Nähe von Magazin, Zwischenmagazin Lesesaal und Büros bietet sich eine dichte und konstruktive Arbeitsatmosphäre. Nutzerinnen und Nutzer erhalten kompetente Unterstützung und können im Lesesaal in Ruhe recherchieren und forschen.

Das Gedächtnis der Universität Bremen

Das Universitätsarchiv hat die Aufgabe, das Schriftgut der Universität Bremen zu archivieren. Es sichert, erschließt und bewahrt die Akten aller universitären Gremien und Einrichtungen sowie Unterlagen aus Forschung und Lehre. Die amtlichen Unterlagen werden ergänzt durch Sammlungen und Nachlässe. Diese Quellen dokumentieren auf vielfältige Weise die Geschichte und Entwicklung der 1971 als Reformuniversität gegründeten Hochschule. Das Universitätsarchiv macht die historischen Dokumente der wissenschaftlichen Forschung und interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Es fördert Untersuchungen zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte und wertet die Quellen für eigene Publikationen aus.

Von der Akte zur Archivalie

Alle universitären Einrichtungen sind gehalten, ihr Schriftgut nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen [PDF] (58 KB) dem Universitätsarchiv zur Übernahme anzubieten. MitarbeiterInnen des Archivs prüfen, welche Akten einen bleibenden historischen Wert aufweisen und welche kassiert und datenschutzgerecht entsorgt werden können.  Nach diesem Schritt kommen die Akten in das Zwischenarchiv, um auf ihren Erfassungstermin in der Archiv-Datenbank zu warten. Danach werden sie für die Langzeitarchivierung präpariert.  Sie werden von Metall und Plastik befreit, in säurefreie Mappen gehüllt und in Archivkartons gebettet aufbewahrt.

Befragung von Zeitzeug*innen

Mit dem Zeitzeug*innenprojekt entstehen unter dem Stichwort Oral History grundsätzlich neue Quellen. Interviews mit Zeitzeug*innen ermöglichen es, bereits vorhandene schriftliche Quellen mit nicht-dokumentierten Wahrnehmungen, Erfahrungen und Wissensbeständen zu ergänzen. Ggf. werden auch gänzlich neue Ereignisse entdeckt. Somit werden mündliche Überlieferungen dem Bestand hinzugefügt und gesichert. Daraus kann zukünftig ein digitales Archiv mit Zeitzeug*innen-Interviews zur Geschichte der Universität Bremen aufgebaut werden.

Digitales Schriftgut

Die Archivierung von elektronischem Schriftgut ist ein weiteres Aufgabengebiet des Archivs. Wichtige Dateien, E-Mails, Datenbanken, Statistiken, Protokolle, (Bau-)Pläne und vieles mehr, werden im Archiv ebenfalls aufbewahrt. Bei Einführung eines digitalen Schriftgutverwaltungssystems in den einzelnen Abteilungen sollte das Universitätsarchiv kontaktiert werden.

Sammlungen und private Nachlässe

Jede Universität strahlt auch auf ihre Umgebung aus. Neben dem Verwaltungsschriftgut der Universität sammeln wir alle Dokumente, die über die Geschichte der Universität Bremen in ihrer Region und darüber hinaus Auskunft geben. Wir sind daher auch an Sammlungen von Privatpersonen interessiert, die einen Bezug zur Universitätsgeschichte haben und nehmen diese in das Archiv auf. Siehe hierzu auch unseren Aufruf. Außerdem archivieren wir die Vor- und Nachlässe von WissenschaftlerInnen, die an der Universität Bremen tätig waren.

Offen und zugänglich

Das Universitätsarchiv ist ein öffentliches Archiv und steht der wissenschaftlichen Forschung und der Öffentlichkeit für Recherchen zur Verfügung. Rechtliche Grundlage der Nutzung sind das Bremische Archivgesetz und die Benutzungsordnung.

Aktualisiert von: Heiko Garrelts