Während einer einmonatigen Forschungsreise mit dem Ziel, die Wende zu erneuerbaren Energien und Wasserstoff in Tasmanien und Gippsland zu untersuchen, wurde PD Dr. Stefanie Baasch von Jessica Reeves und ihren Kolleg:innen an der Federation University Gippsland in Victoria eingeladen, ihre Erkenntnisse zu soziotechnischen Vorstellungswelten und Energiegerechtigkeit in Deutschland (Bremen) und Australien (Tasmanien) vorzustellen. Diese Erkenntnisse stammten aus dem vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Projekt „hyBit – Hydrogen for Bremen’s Industrial Transformation“ (2022–2026) sowie aus weiteren Projekten ihrer Forschungsgruppe Social-Ecological Governance and Justice am artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit.
Ein zentrales Ergebnis des sich daraus entwickelnden dynamischen, multi- und transdisziplinären Diskurses, an dem Regierungsvertreter:innen, Bürgerinitiativen, Windparkbetreibende, Akteure der Zivilgesellschaft und Wissenschaftler:innen der Federation University teilnahmen, war, dass gerechte Übergänge mehr als die Berücksichtigung allgemein anerkannter lokaler wirtschaftlicher Dimensionen wie beispielsweise des Arbeitsplatzwechsels. Diese Erkenntnis, die durch weitere Diskussionen mit verschiedenen Interessengruppen sowohl in Tasmanien als auch in Gippsland untermauert wurde, unterstreicht die Notwendigkeit einer tiefergehenden und umfassenderen Fokussierung auf Gerechtigkeit in sozial-ökologischen Transformationsprozessen sowie in der multiskalaren Governance.
Dieser fruchtbare Austausch markiert zudem den Beginn gemeinsamer Initiativen zwischen wissenschaftlichen und regionalen Akteuren im Rahmen des European International Urban and Regional Cooperation Australasian Network (EU-IURC AA). In diesem Netzwerk arbeiten Bremen und Gippsland nun in der Arbeitsgruppe „Just Transitions and Low Carbon Technology“ zusammen und fördern den Wissensaustausch sowie gemeinsame Forschungsprojekte, um eine gerechte und nachhaltige Energiewende auf allen Kontinenten voranzutreiben.


