Socio-ecological Transformation in Times of Multiple Crises

Forschungsgruppe

Bildcollage zum Thema sozial-ökologische Transformation, unter anderem ein Plakat mit dem Aufruf zum Klimastreik

Wer wir sind

In unserer Forschungsgruppe untersuchen wir Prozesse der sozial-ökologischen Transformation im Kontext multipler Krisensituationen. Wir fokussieren dabei auf Themen wie Ernährung, Wasser, Kommunikation, soziale Infrastrukturen und Mobilität. Unsere Forschung adressiert dabei wie unterschiedliche Akteure (Zivilgesellschaft, Politik, Unternehmen, Konsument:innen, Aktivist:innen, Künstler:innen) sozial-ökologische Transformationen in Krisenzeiten imaginieren, erleben und gestalten. Darüber hinaus spielt auch Grundlagenforschung in Bereich der Einstellungsforschung zu Themen wie Klimawandel oder transformatorischer Politik eine wichtige Rolle in unserer Arbeitsgruppe.  

Wir nutzen eine Reihe von interdisziplinären Ansätzen, Theorien und Methoden aus der Humangeographie, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaften, oder den interdisziplinären Mobility Studies. Wir arbeiten vorrangig mit qualitativen Methoden der Sozial- und Kulturwissenschaften (Ethnographie, Interviews, Fokusgruppen, Diskursanalysen) und nehmen auch Bezug zu digitalen, partizipativen und visuellen Methoden. Unsere Arbeitsgruppe bedient sich unterschiedlicher räumlicher Betrachtungsweisen und forscht sowohl zu Städten und Ländern des Globalen Nordens und des Globalen Südens. Darüber hinaus werden digitale Geographien zunehmend wichtig in unseren Arbeiten. 

Forschungsprojekte

Transformation Klimakommunikationsnarrative

Dissertationsprojekt: Die Transformation von Klimakommunikationsnarrativen: Eine Analyse von (visuellen) Darstellungen des Klimawandels

In den letzten drei Jahrzehnten hat sich die Klimakommunikation zu einem eigenständigen Forschungsgebiet entwickelt, was zu erheblichen Fortschritten in unserem Verständnis der effektiven Kommunikation des anthropogenen Klimawandels geführt hat. Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Anwendung von Forschungsergebnissen zur Förderung umfassender politischer, wirtschaftlicher und sozialer Veränderungen eine Herausforderung. Mit dem Aufkommen digitaler Medien haben die Untersuchung visueller Inhalte und die Rolle verschiedener Arten von (sozialen) Medien in der Kommunikation über den Klimawandel zunehmend an Bedeutung gewonnen. Klimadiskurse werden oft von dystopischen Bildern eines drohenden ökologischen Kollapses dominiert, was es schwierig macht, erfolgreiche sozial-ökologische Transformationen zu visualisieren. Dieses Thema ist von entscheidender Bedeutung, da visuelle Darstellungen die öffentliche Wahrnehmung und das Engagement beeinflussen. Wirksame visuelle Darstellungen können zum Handeln inspirieren und ein tieferes Verständnis des anthropogenen Klimawandels fördern.

Dieses Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Transformation von Klimakommunikationsnarrativen durch visuelle Darstellungen zu analysieren. Insbesondere soll untersucht werden, ob die Online-Kommunikation ehemals unterprivilegierte Gruppen und Perspektiven stärkt und wie gegenhegemoniale Klimadiskurse mögliche Klimazukünfte visualisieren. Außerdem soll ermittelt werden, wie diese visuellen Darstellungen die Wahrnehmung und das Verständnis des Klimawandels beeinflussen und welche Rolle sie bei der Mobilisierung der Öffentlichkeit spielen. Durch die Untersuchung von Fallstudien und visuellen Kampagnen zielt diese Studie darauf ab, wirksame visuelle Strategien zu identifizieren, die die Komplexität des Klimawandels vermitteln und die Dringlichkeit des Handelns betonen, was letztlich zu einem effektiveren öffentlichen Engagement und einer transformativen Klimakommunikation beiträgt.

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Konsum nachhaltiger Lebensmittel im Kontext von Krisen

Externes Projekt: Konsum nachhaltiger Lebensmittel im Kontext von Krisen: Klimawandel und die Covid-19-Pandemie in Niedersachsen

Neben der Klimakrise, die die Ernährungssicherheit vieler Millionen Menschen weltweit bedroht, brachte der Ausbruch der Covid-19-Pandemie, einen weiteren kurzfristigen, aber starken Einschnitt in Lebensmittellieferketten und rückte das Thema Ernährung noch einmal in den Fokus medialen und gesellschaftlichen Interesses. Im Kontext dieser dualen Krisen, ist es notwendig zu untersuchen welche Hemmnisse und Chancen für den Konsum nachhaltiger Lebensmittel in Niedersachsen auftreten. Dabei vergleichen wir ländliche und urbane Untersuchungsräume, und fokussieren auf eine biographische Umbruchsituation und die duale Krise bestehend aus der langfristigen Klimakrise und der aktuellen Covid-19-Pandemie. Als Teil des mixed-methods Ansatzes dieses Projektes, werten wir zunächst eine standardisierte Befragung aus, deren Ergebnisse wir mit eigenen qualitativen Untersuchungen ergänzen. Daher führen wir digitale Fokusgruppendiskussionen und Interviews durch. Das Projekt wird vom MWK Niedersachsen gefördert und vom Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover verwaltet. Das Projekt wird von Prof. Dr. Kerstin Nolte (Thünen Institut, Braunschweig) und Prof. Dr. Leonie Tuitjer geleitet.

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Leitung

Leonie Tuitjer

Kontakt

Universität Bremen
artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit
Gebäude ECO 5 (Eingang A)
Am Fallturm 1
28359 Bremen

Tel. +49 (0) 421 / 218-618 43
Fax +49 (0) 421 / 218-98618 43
E-Mail: tuitjerprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de