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Wachstumskritik & 'Neue Rechte' - Eine Analyse aktueller Diskurse und Narrative von Postwachstum und der 'Neuen Rechten' (Promotion)

Eichenlaub

Bearbeiter
Felix Wilmsen

Betreuer
Michael Flitner

Beschreibung
In Europa wie in den USA sind rechtspopulistische Parteien auf dem Vormarsch. Zugleich lassen sich in Teilen der extremen Rechten seit längerem ‚Modernisierungsversuche‘ beobachten. Dort wird unter der Selbstbezeichnung ‚konservativ‘ vorgegeben, mit dem Nationalsozialismus gebrochen zu haben. Angesichts ihrer Medienpräsenz scheint die Strategie dieser ‚Neuen Rechten‘, die bisher überwiegend auf sprachliche Provokationen und öffentlichkeitswirksame Aktionen setzt, wirksam zu sein.

Ebenfalls zunehmende Aufmerksamkeit erhält eine soziale Bewegung, die sich dem Kampf gegen die sozial und ökologisch prekäre Wachstumsorientierung der hochindustrialisierten Länder des Globalen Nordens verschrieben hat. Diese Postwachstumsbewegung sucht nach Wegen, gesellschaftliches Zusammenleben und Versorgung auf eine Weise zu organisieren, die nicht länger darauf angewiesen ist, Produktion und Konsum immer weiter und auf Kosten anderer zu steigern.

Wie die ‚Neue Rechte‘ und der Rechtspopulismus hat die Postwachstumsbewegung seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2007/2008 großen Zulauf erfahren. Trotz ihres Anspruchs, eine sozial-ökologische Transformation der Gesellschaft auf den Weg zu bringen, findet eine Debatte über den Umgang mit extrem rechten und menschenfeindlichen Positionen in eben dieser Gesellschaft – und damit möglicherweise auch in den eigenen Reihen – bisher aber nur sehr zaghaft statt. Derweil häufen sich die Versuche neurechter Akteur*innen, diese Bewegung für ihre Zwecke zu vereinnahmen.

Das Dissertationsprojekt soll daher die Frage beantworten, ob – und wenn ja, in welcher Form – es zwischen den Diskursen und Narrativen der ‚Neuen Rechten‘ und der Postwachstumsbewegung zu Überschneidungen kommt. Es zielt außerdem darauf ab, die wachstumskritische Diskussion um eine sprachsensible, nicht-essentialistische Perspektive zu erweitern, um möglichen menschenfeindlichen und extrem rechten Narrativen zu begegnen.

Felix Wilmsen M.A.

Kontakt

Universität Bremen
Forschungszentrum Nachhaltigkeit
(SFG)
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28359 Bremen

Tel. +49 (0) 421 / 218-61848
Fax +49 (0) 421 / 218-9861848
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