Cobots für alle
Inklusive menschenzentrierte kollaborative Robotik für die Produktion
Laufzeit: 2025 - 2028
Projektbeschreibung

„Menschenwürdige Arbeit für alle“ ist eines der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDG 8), das inklusive und gerechte Beschäftigungsmöglichkeiten für alle betont. Trotz wachsenden Bewusstseins bleibt Inklusion am Arbeitsplatz in vielen Bereichen eine Herausforderung, da systemische Barrieren weiterhin die gleichberechtigte Teilhabe einschränken. Eine der am stärksten betroffenen Gruppen sind Menschen mit Behinderungen, die trotz ihrer Fähigkeiten und Qualifikationen oft von Beschäftigungsmöglichkeiten ausgeschlossen werden. Dies untergräbt nicht nur ihre Chance, ein Leben in Würde in der Gesellschaft zu führen, sondern hindert sie auch daran, ihren besten Beitrag zur Gemeinschaft insgesamt zu leisten. In gewissem Maße gilt dies auch für ältere Menschen, Menschen mit chronischen Schmerzen oder Verletzungen sowie Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Fähigkeiten oder beruflichen Erfahrungen.
Inklusivität hat mit dem Aufkommen von Industrie 5.0, die eine menschenzentrierte Produktion verspricht und technologische Fortschritte mit dem menschlichen Wohlbefinden in Einklang bringen will, weiter an Relevanz gewonnen. In diesem Zusammenhang ist es von entscheidender Bedeutung, sicherzustellen, dass dieser Fortschritt nicht nur einer Gruppe von Menschen mit bestimmten Fähigkeiten zugutekommt, sondern möglichst vielen Menschen. Die nächste industrielle Revolution darf niemanden zurücklassen.
Vor diesem Hintergrund hat sich das Bremer Institut für Strukturmechanik und Produktions-anlagen (bime) zum Ziel gesetzt, Inklusion in die Mensch-Roboter-Kollaboration zu integrieren, insbesondere in der industriellen Produktion. In diesem Projekt wird eine Roboterlösung entwickelt, die es kollaborativen Robotern (Cobots) ermöglicht, sich nahtlos an die unterschiedlichen Fähigkeiten und Präferenzen der Mitarbeitenden anzupassen. Die Entwicklung und Bewertung des Systems erfolgt unter Beteiligung von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, darunter auch Menschen aus Behindertengemeinschaften. Dieses Projekt zielt darauf ab, ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, wie die menschliche Vielfalt in einem Mensch-Roboter-Team berücksichtigt werden kann, und potenziellen Arbeitnehmer*innen, die bisher ausgeschlossen waren, die Türen zur Fabrik zu öffnen.
Ansprechpartner
Krittapas Boonpasart, M.Sc.
Tel.: +49 421 218-648333
E-Mail: boonpasartprotect me ?!bimeprotect me ?!.de

