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Doc-Netzwerke

Der fachliche Austausch mit anderen Promovierenden stellt eine wertvolle Motivation in der Promotionsphase dar. BYRD unterstützt diesen Austausch mit dem Format „Doc-Netzwerke“. In Doc-Netzwerken schließen sich Promovierende zusammen, deren Forschungsprojekte unter ein gemeinsames Thema fallen oder einen ähnlichen methodischen Ansatz verfolgen. Zurzeit sind 15 Doc-Netzwerke mit 200 Mitgliedern aktiv. Die meisten Netzwerke sind in den Sozial- und Geisteswissenschaften angesiedelt. Ihre Themen sind vielfältig, sie reichen von „Sozialer Netzwerkanalyse“ bis „Migrationsforschung“. Die Netzwerke entwickeln gemeinsame Aktivitäten über die einzelnen Promotionsthemen hinaus, wie Methodenworkshops, Organisation von Symposien oder gemeinsame Publikationen. In den Netzwerken verbinden sich so die Erweiterung akademischer Aktivitäten und das frühe Sichtbarwerden in der Scientific Community mit der wechselseitigen, informellen Unterstützung im Promotionsprozess.

Im Rahmen des Doc-Netzwerks „Reflective Practitioner in der Lehrer*innenbildung“ geht es um die Frage, wie angehende Lehrer*innen in ihrem Werden zu reflektierten Praktikern (Schön 1983) unterstützt werden können. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Förderung von Reflexionskompetenz ein, die es ermöglicht, zentrale Schnittstellen in der Lehrer*innenbildung zu erkennen, kritisch zu hinterfragen und für das eigene professionelle Handeln nutzbar zu machen. Dabei handelt es sich vor allem um Schnittstellen zwischen Theorie und Praxis sowie zwischen den unterschiedlichen Disziplinen in der Lehrer*innenbildung.
Diese wesentlichen Elemente der Lehrer*innenbildung werden im Rahmen wissenschaftlicher und fachübergreifender Austauschformate regelmäßig aufgegriffen und durch externe Experten ergänzt. Neben dieser inhaltlichen Ausrichtung werden darüber hinaus auf einer übergeordneten Ebene auch der Promotionsprozess und seine Herausforderungen in den Blick genommen, indem beispielsweise gruppenspezifische Schreibretreats oder  Workshops zur Arbeitsorganisation gemeinsam gestaltet werden.
Derzeit umfasst das Doc-Netzwerk insgesamt 10 Mitglieder aus unterschiedlichen Fachbereichen. Zusätzlich erhalten die Mitglieder regelmäßig Unterstützung und Beratung von Dr. Marion Wulf (Gesamtkoordinatorin des BMBF-Projekts „Schnittstellen gestalten“ an der Universität Bremen).

Informationen und Kontakt: Georgia Gödecke und  Melanie Zylka

Das Organisationsteam des „ScienceChats“ besteht aus acht DoktorandInnen, die vier verschiedenen ökologischen Arbeitsgruppen (AGs) der Universität Bremen angehören. Durch regelmäßige Treffen möchten wir eine engere Zusammenarbeit der AGs und speziell der DoktorandInnen fördern. Das diverse Feld der Ökologie bietet viele verschiedene Forschungsansätze, genauso gibt es aber auch universelle Konzepte, die unabhängig von der eigenen Ausrichtung anwendbar sind. Dieser Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Unterstützung war für uns bisher schon sehr inspirierend und soll in Zukunft noch ausgeweitet werden.
Der „ScienceChat” trifft sich wöchentlich und lädt alle Ökologie-Interessierten herzlich ein, vorbeizukommen, zuzuhören und sich einzubringen. Die Treffen richten sich an DoktorandInnen in der Ökologie, sind aber auch offen für MasterstudentInnen und Post-docs, ebenso für WissenschaftlerInnen aus verwandten Fachbereichen wie den Geowissenschaften. Jede Woche gibt es eine*n verantwortliche*n Redner*in und es werden in der Gruppe Forschungsergebnisse und neue Methodiken präsentiert wie auch Fragen und Probleme diskutiert.

Bei Interesse kann jede*r gerne unserer Stud.IP Gruppe (“Science Chat”) und Mailingliste beitreten!

Sprecherinnen: Kathrin Litza und Sophie Chattington

Studies suggest (cf. Jeppesen/Lakhani 2009) that an extra head on a problem from one specific working field can lead to satisfying solutions. In the DocNetzwerk “Facing professional challenges: Cross-functional PhD network”, graduate students across technical, biological, linguistic, and social fields at the University of Bremen focus on finding the cause of the high effectivity of working groups that have a diverse scientific background in professional (both academic and industrial) environments. The main goal of the cross-functional PhD network is to explore the application of cross-functional teams in academia in order to raise the effectiveness when confronted with challenging tasks. Talks and seminars with scientists and professionals from industry will be organized.

Spokespersons: Carolina Spiegel and Martin Oellers

Für Promovierende der Erziehungswissenschaft stellen empirische Forschungsmethoden ein wichtiges Werkzeug dar. Das Erziehungswissenschaftliche Doc-Netzwerk für Forschungsmethoden verfolgt das Ziel, Doktorand*innen ein Forum zu bieten, um forschungsmethodischen Kompetenzen durch kollegialen Austausch zu fördern und zu erweitern, um so einen Beitrag zur Verbesserung der empirisch-pädagogischen Forschung beizutragen. Es begleitet und unterstützt Promovierende in ihrem individuellen Promotionsprozess. Das Netzwerk arbeitet vorrangig in festen Kleingruppen wie Interpretationsgruppen und Lesekreisen. Treffen in der Großgruppe werden u. a. für fachliche Workshops mit externen Referent*innen und zur Organisation des Netzwerkes genutzt.

Sprecherinnen: Lydia Heidrich und Anika Wittkowski

Im interdisziplinären DoktorandInnennetzwerk  beschäftigen sich die Doktorandinnen und Doktoranden mit dem methodologischen Ansatz „Design-Based Research“. Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichen Fachdidaktiken. Die Gemeinsamkeit der Projekte liegt vor allem darin, (unterrichtliche) Lehr-/Lernprozesse bzw. das Lernen von Individuen zu erforschen. Das Netzwerk trifft sich während der Vorlesungszeit alle zwei Wochen und die Funktion des Netzwerks soll darin bestehen, während des gesamten Entstehungsprozesses der jeweiligen Arbeiten Gelegenheit zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung zu bieten. Das Spektrum der Themen umfasst dabei alle Phasen im Forschungsprozess, bspw. die gemeinsame Lektüre von Texten, die gemeinsame Interpretation von empirischem Material oder das Besprechen einzelner Textauszüge aus den entstehenden Arbeiten.  

Darüber hinaus können aber auch aktuelle Probleme im Promotionsprozess thematisiert oder die nächsten Arbeitsschritte geplant werden. In Ergänzung zu den im zweiwöchigen Abstand stattfindenden Sitzungen sind Workshops geplant, die eine sinnvolle Unterstützung für alle DoktorandInnen beinhalten.

Bisher sind am Netzwerk Promovierende aus den Fachbereichen 2, 3, 9 und 10 der Universität Bremen beteiligt, neue Mitglieder sind aber jederzeit herzlich willkommen!

Sprecher*innen:Nathalie Werner und Eric Wolpers

Die soziale Netzwerkanalyse (SNA) erfreut sich in der empirischen Forschung zunehmender Beliebtheit. Vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung, durch welche die SNA als Analysestrategie geprägt ist, möchte das Doktorandennetzwerk n(sna) das notwendige Forum zur Diskussion und gemeinsamen Reflexion von theoretischen und statistischen Modelle sowie Mög-lichkeiten und Herausforderungen der SNA bieten. Das Netzwerk richtet sich an Doktoranden und Doktorandinnen, die bereits mit Netzwerken arbeiten oder daran interessiert sind.


Social Network Analysis (SNA) becomes more and more popular in empirical research. Against the background of the fast developments driving SNA as an analytic strategy the PhD network n(sna) aims to establish a required peer-to-peer forum, providing the opportunity to discuss and reflect on theoretical and statistical models, possibilities and challenges regarding the application of SNA. It addresses all PhD students interested in and working with networks.

Sprecherinnen: Mareike Dötsch  & Karin Elbrecht

Wir sind eine selbstorganisierte Gruppe von Nachwuchswissenschaftler*innen und Student*innen, die sich im Sommer 2014 an der Universität Bremen formiert hat. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, Wissenschaftler*innen und Student*innen zusammenzubringen, die sich als Migrant*innen und/oder of Color positionieren. Wir schaffen Räume für einen Austausch wissenschaftlicher und beruflicher Erfahrungen, für die gegenseitige Unterstützung im Prozess der fachlichen Qualifizierung und der Rollenfindung im akademischen Umfeld.

Eine Besonderheit des Netzwerkes besteht darin, dass sich unsere Promotions- und Abschlussarbeiten im Diskussionszusammenhang der (rassismus)kritischen Migrationsforschung bewegen und erziehungs- und sprachwissenschaftlich ausgerichtete Fragestellungen untersuchen. Damit sind unsere Promotions-
und Abschlussarbeiten in die Kritik an ethnisierenden, kulturalisierenden und rassialisierenden Ausgrenzungen strukturell-gesellschaftlicher Machtverhältnisse eingebettet.

Seit September 2014 sind wir offiziell vom Promotionszentrum der Universität Bremen als Doktorand*innen Netzwerk anerkannt. Sprecherinnen unseres Netzwerkes sind Aysun Doğmuş und Asli Polatdemir.

Unsere Arbeitsformate

Forschungskreis:
Zu einer festen Größe unserer Aktivitäten hat sich der wöchentliche  ›Forschungskreis‹ etabliert. Im Mittelpunkt stehen die Analyse von empirischem Datenmaterial und die Reflexion theoretischer und methodologischer Zugänge. Da alle Forschungsprojekte der Netzwerkmitglieder qualitativ ausgerichtet sind, arbeiten wir mit rekonstruktiv-interpretativen und diskurstheoretischen Textanalyseverfahren.

Kollegiale Beratung:
Derzeit sind wir dabei, ein (monatliches) Format (oder Forum) zur Unterstützung in der Rollenfindung und -verhandlung im wissenschaftlich-akademischen Feld auszuprobieren. Mit unterschiedlichen Methoden aus der Theaterarbeit, der Supervision und des Coachings möchten wir unsere Erfahrungen und Herausforderungen (Lehre, Gremienarbeit, Team, Forschung etc.) gemeinsam reflektieren und Umgangsstrategien erarbeiten.

Weiteres:
Im Januar 2015 haben wir an einem zweitätigen Workshop zum Thema ›Rassismus im Wissenschaftsbetrieb‹ teilgenommen, welcher zwei unterschiedliche Reflexionsräume („Empowerment“ und „Critical Whiteness“) eröffnet hat, um zur positionierten Auseinandersetzung mit Rassismus innerhalb universitärer Strukturen anzuregen. Dieser Workshop wurde vom Doktorand*innen-Netzwerk »Postcolonial und Black Studies Perspektiven in der Kulturanalyse« organisiert und von Pasquale Virginie Rotter und Kim Annakathrin Ronacher angeleitet.


Mitglieder des Netzwerkes
 
Dr. Donja Amipur, M.A.

  • Dissertationsschrift: Migrationsbedingt behindert? Zur Interdependenz der Wahrnehmung von Behinderung und strukturellen Rahmenbedingungen im Kontext migrationsbedingter Heterogenität.

Selin Arusoglu, M.A.

  • Arbeitstitel der Dissertation: Die Bedeutung von Sprache für junge Einwanderinnen und Einwanderer im Verlauf der betrieblichen Ausbildung.
  • Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Migration und Bildung, Mehrsprachigkeit, Sprachenbildung und Deutsch als Fremdsprache, Übergänge in berufliche Bildung, Qualitative Forschungsmethoden.

Fallon Tiffany Cabral, Dipl. Pol.

  •  Arbeitstitel der Dissertation: „(Nicht-)Sprechen über (eigene) Rassismus(erfahrungen) in Familien of Color: Zur Verhandlung von (Alltags-)Rassismus im Diskursraum Familie“.
  •  Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Rassismusforschung, Postcolonial Studies, Black Feminism, pädagogisches Handeln im Kontext von Rassismus und Migration

Aysun Doğmuş, Dipl. Soziologin

  • Arbeitstitel der Dissertation: Professionalisierung in Migrationsverhältnissen - Eine rassismuskritische Perspektive auf das Referendariat angehender Lehrer*innen
  • Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Pädagogisches Handeln und Professionalisierung in migrationsgesellschaftlichen Differenz- und Machtverhältnissen, Rassismuskritik, Intersektionalität und Empowement in der Lehrer*innen(aus)bildung, (rassismus-)kritische Migrations- und rekonstruktive Sozialforschung, insbesondere dokumentarische Methode.

Rebecca Gotthilf

  • Studentin des Bachelorstudienganges Politikwissenschaften und Rechtswissenschaften
  • Arbeitsschwerpunkte: Rassismuskritik, Sex and Gender, Empowerment und Anti-Bias-Ansätze

Veronika  Kourabas, M.A.

  • Arbeitstitel der Dissertation: "Die Verdinglichung der Anderen – Eine rassismuskritische und subjektivierungstheoretische Analyse sogenannter ‚Gastarbeiter_innen’ im migrationsgesellschaftlichen Deutschland.“
  • Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Kritische Migrations- und Rassismusforschung, Subjektivierung, machtkritische Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Geschlechtertheorie und Feminismus, Diskursanalyse

Canan Korucu-Rieger, M.A.

  • Arbeitstitel der Dissertation: Intergenerationale Transmission von kulturellem Kapital in türkisch-muslimischen Familien in Deutschland. Eine qualitative Studie zur Bedeutung der weiblichen Dreigenerationenbeziehung und der Religiosität für weibliche Bildungskarrieren im (transnationalen) Migrationskontext.

Fatou Julia N'Jie, M.A.

  • Arbeitstitel der Dissertation: Förderung von lebensweltlich mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern durch den Einsatz von sprachübergreifenden Unterrichtssequenzen.
  • Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Umgang mit Heterogenität im Englischunterricht, differenzierender und individualisierender Englischunterricht, Mehrsprachigkeitsdidaktik.

Asli Polatdemir, M.A.

  • Arbeitstitel der Dissertation: Frauenbewegungen in der Türkei.

Sheila Ragunathan, B.A.

  • Arbeitstitel der Abschlussarbeit im Bachelor Politikwissenschaft: Zur Bedeutung von Intersektionalität in der feministischen Theoriebildung in Deutschland. Eine diskursanalytische Untersuchung zur Repräsentation der Intersektionalitätsforschung in wissenschaftlichen Fachzeitschriften der Politikwissenschaft und Soziologie.
  • Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Rassismuskritische feministische Theoriebildung, Diaspora und Postcolonial Studies, Diskursanalysen in sozialwissenschaftlicher Forschung.

Chripa Schneller, M.A.

  • Arbeitstitel der Dissertation: Selbstpositionierung von Studierenden mit Migrationshintergrund. Does migration matter? Eine qualitative Studie zur Selbstpositionierung von Studierenden mit Migrationshintergrund an der Hochschule.

Anna Aleksandra Wojciechowicz, Dipl.-Päd.

  • Arbeitstitel der Dissertation: Zur Bedeutung migrationsgesellschaftlicher Differenzverhältnisse für akademische Platzierungen. Eine qualitativ-rekonstruktive Studie am Beispiel des Lehramts und der Rechtswissenschaften aus (bildungs)biografischer Perspektive.
  • Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Verhältnisse von Bildung, Bildungsinstitutionen und Migration, Rassismuskritische Ansätze in Lehre und Forschung, Qualitativ-interpretative Sozialforschung.

Werde Mitglied im Netzwerk!

Interessierte als Migrant*innen oder als People of Color positionierte Nachwuchswissenschaftler*innen und Studierende, die sich im Rahmen ihrer Forschungsprojekte mit Fragen im Kontext von Migration/Rassismus und Bildung auseinandersetzen, sind jederzeit herzlich willkommen, sich dem Netzwerk anzuschließen.

Haben wir Dein Interesse geweckt? Wir freuen uns auf deine Nachricht! Schreib uns einfach an:
Aysun Doğmuş und/oder
Asli Polatdemir.

Das Doktorandenkolloquium PhilosophiePLUS setzt sich aus jungen WissenschaftlerInnen zusammen, deren verbindendes Element die Philosophie ist. Während einige Dissertationsthemen einen rein philosophischen Schwerpunkt setzen, bildet die Philosophie bei den anderen die Grundlage für eine interdisziplinäre Ausrichtung. So sind die Politikwissenschaften vertreten, ebenso wie die (Sozial-)Psychologie, Religionswissenschaften, Linguistik, Biologie, Physik, Germanistik, Filmwissenschaften und Decision Sciences u.a. Die sich hieraus ergebende Pluralität der Zugangsweisen, Methoden und Thematiken ermöglicht nicht nur eine interdisziplinäre Arbeitsweise, vielmehr soll sie selbst zum Gegenstand der Reflexion werden; denn allzu oft ergeben sich aus der Vielfalt der Disziplinen Übersetzungs- und Kompatibilitätsproblematiken. Interdisziplinarität ernst nehmen, heißt demnach auch, die Bedingungen ihrer Möglichkeit auszuloten. PhilosophiePLUS ist hierfür das geeignete Forum und gewinnt mit der Weiterentwicklung zu einem Doc-Netzwerk an Ressourcen und Ausgestaltungsmöglichkeiten.

Sprecherinnen: Svantje Guinebert und Miriam Kahrs

Das geisteswissenschaftliche Netzwerk ist ein transdisziplinärer Zusammenschluss von Promovierenden, die sich in ihren Forschungsprojekten von Fragen und Theorien der Black Diaspora Studies, Postcolonial & Decolonial Studies und Transnational Studies leiten lassen. Gegenseitige Unterstützung erfolgt durch verschiedene Formate, in denen Dissertationsvorhaben sowie beispielsweise anstehende Vorträge und Artikel präsentiert und besprochen werden. Dabei verstehen wir nicht nur die inhaltlichen, sondern auch die methodologischen Herausforderungen unserer Projekte als politische Fragestellungen. Diese Herangehensweise beinhaltet auch die Reflexion der eigenen Situiertheit in universitären und gesellschaftlichen Strukturen und soll für die unterschiedlich positionierten Mitglieder Räume für Critical Whiteness und Empowerment schaffen. Ferner tragen wir nach Möglichkeit unsere Arbeit auch nach außen und freuen uns über Austausch mit Verbündeten und Interessierten aus verschiedensten Kontexten in Form von Workshops und formlosen Treffen.

Bei Interesse an unserem Netzwerk stehen Alena Cicholewski und Cedric Essi gern zur Verfügung.

Die  Qualitative  Forschungswerkstatt  am  IPP (Institut für Public Health und Pflegeforschung)  ist  eine  interdisziplinär  angelegte Forschungswerkstatt für qualitative Forschungsmethoden, die überwiegend von DoktorandInnen genutzt wird. Es treffen sich in einem kontinuierlichen Arbeitszusammenhang Studierende, Promovierende und Forschende des IPPs, als auch externe Interessierte, die im Rahmen von Forschungsprojekten kollegiale Beratung und Mitarbeit wünschen. Vom Forschungsinteresse, der Fragestellung, über Auszüge aus dem Datenmaterial bis hin zu selbst geschriebenen Texten kann alles eingebracht und zum Gegenstand der gemeinsamen Arbeit gemacht werden. Darüber hinaus werden auch gemeinsam methodologische und ethische Fragen zu den Forschungsthemen diskutiert.
Grundlage der Arbeit in der Werkstatt ist eine Orientierung am qualitativen und interpretativen Forschungsparadigma. Im Hinblick auf die Methoden, die in den jeweiligen Arbeiten eingesetzt werden, ist die Gruppe offen für die unterschiedlichen methodischen und methodologischen Ansätze.
Zu jeder Sitzung kann jeweils ein/e TeilnehmerIn Material, Themen oder Fragen einbringen. Das Interesse an der Gestaltung einer Sitzung muss vorher angemeldet werden. In der Forschungswerkstatt wird eine Schweige- und Sorgfaltspflicht im Umgang mit dem Datenmaterial vorausgesetzt.

Treffpunkt ist jeder 2. Montag im Monat von 15.30 – 17.30 in der Grazer Straße 4, Raum 3010.

Informationen und Kontakt:  Stefanie Schniering oder oder Claudia Ringelhan

Das Doc-Netzwerk vereint junge Historiker_innen, die zu ganz unterschiedlichen Epochen (Antike, Mittelalter, Neuzeit und Zeitgeschichte) und geographischen Regionen (Europa, Asien, Nord-, Mittel- und Südamerika) forschen. Um die heterogenen geschichtswissenschaftlichen Themen und Perspektiven in einen Dialog zu bringen, stehen im Mittelpunkt des Austausches und der Zusammenarbeit methodische und theoretische Fragen, wobei der gemeinsame Fokus auf Ansätzen aus dem Bereich der Global- und Transnationalen Geschichte sowie den jüngeren durch den spatial turn angeregten Theoriedebatten liegt. Neben dem theoretisch-methodischen Austausch werden im Netzwerk Exposés, Kapitel und Vorträge der Mitglieder besprochen. Zudem bietet das Netzwerk die Möglichkeit, organisatorische Fragen zu Publikationen oder die Vorbereitung und Durchführung von Archivaufenthalten im In- und Ausland zu erörtern.

Sprecher_innen: Nina Pietsch, Dr. Esther Sahle und Thomas Maier

 

Die Kultur als die Verhaltensmuster, Denkweisen, Normen und Werte, also die Lebensweisen menschlicher Gemeinschaften ist in Bewegung. Der Schwerpunkt der heutigen Ethnologie liegt nicht mehr nur auf der Erforschung des „Anderen“ im Sinne einer autarken Gemeinschaft des „Wir“, sondern verschiebt sich aufgrund der sogenannten Globalisierung wechselseitig in die Lebenswelt des „Eigenen“ auf der Suche nach dem „Wir“. Die Schwierigkeit der Beschreibung kultureller Phänomene liegt im globalisierten Spannungsfeld vom „Eigenen“ und „Anderen“.Das Netzwerk der DoktorandInnen des Fachbereichs Kulturwissenschaft hat das Ziel, die aktuellen Herausforderungen der Ethnologie zu diskutieren und mögliche Lösungsansätze zu suchen. Der Fokus des Netzwerkes richtet sich auf die „Königsdisziplinen“ der Ethnologie: die Feldforschung und die teilnehmende Beobachtung. Bei der Fragestellung, wie der Forschungsgegenstand „das Andere“ „objektiv“ dargestellt werden kann, sollen andere Analyseverfahren der Ethnologie nicht außer Acht gelassen werden: Inwieweit kann beispielsweise die Diskursanalyse von Texten über das „Andere“ oder vom „Anderem“ die Forschung befruchten, insofern sie Diskurse und damit Bilder vom „Anderen“ hinterfragt.

SprecherInnen: Petra Blendermann  und Javier Gago Holzscheiter

Das DocNetzwerk “Intersektionelle Diversity Studies” ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss junger Nachwuchswissenschaftler_innen aus den Kultur- und Bildungswissenschaften. Die Gruppe verbindet ein Forschungsinteresse zu Themen, welche die vielfältigen Gesellschaften Europas betreffen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf Forschungsarbeiten zu Ungleichheiten innerhalb der deutschen Gesellschaft und zu den Möglichkeiten diese zu überwinden. Das Netzwerk zeichnet sich weiter durch eine intersektionelle Perspektive (z.B. Winker/Degele 2010) auf diese Vielfalt aus. Dies bedeutet, dass die Wechselwirkungen, die durch die gleichzeitige Zugehörigkeit zu unterschiedlichen sozialen Kategorien entstehen, besonders in den Mittelpunkt der einzelnen Forschungsarbeiten gerückt werden. Nationalität, Migrationshintergrund, Geschlecht, soziale Herkunft, Beeinträchtigung und Alter sind die sozialen Dimensionen, deren Verschränkungen innerhalb des Netzwerkes bisher besonders berücksichtigt werden. Alle Mitglieder verfügen über fundierte Kenntnisse in den qualitativen Methoden der Kultur- und Sozialforschung. Trotz dieses gemeinsamen Hintergrundes verfolgen die Mitglieder ganz unterschiedliche Datenerhebungs- und Auswertungsstrategien innerhalb ihrer Forschungsprojekte. Dies führt zu einem sehr breiten methodischen Spektrum und ermöglicht einen spannenden und anregenden Austausch innerhalb der Gruppe. Neben dem regelmäßig stattfindenden Kolloquium sind bisher die Teilnahme an Workshops zum wissenschaftlichen Arbeiten sowie die Organisation und Durchführung einer Tagung zum Thema Diversity Studies geplant.

SprecherInnen: Henning Koch und Laura Getz

Im Doktorandennetzwerk Fremdsprachendidaktik tauschen sich die an der Universität Bremen promovierenden Fremdsprachendidaktiker und angewandten Linguisten zu Inhalten, Methoden und Zielen ihrer Forschungsvorhaben aus. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf sprachenübergreifenden und interdisziplinären Fragen. Dieser Austausch erscheint in Zeiten gesellschaftlicher und schulischer Mehrsprachigkeit und angesichts des Ideals des Interkulturellen Sprechers (Byram) höchst geboten. Zudem erfordern quantitative und qualitative Forschungsvorhaben in eher geisteswissenschaftlich orientierten Disziplinen eine besonders intensive methodische Schulung und Vorbereitung. Geplant sind neben regelmäßigen Treffen im Semester eine jährliche Klausurtagung sowie Workshops zu relevanten Inhalten und forschungsmethodischen Schwerpunkten. Das Netzwerk umfasst zur Zeit 24 Promovenden aus der Fremdsprachendidaktik und der Angewandten Linguistik.

Sprecherinnen: Nelli Mehlmann und Georgia Gödecke

Im Doktorandinnennetzwerk „Interdisziplinäre Forschungswerkstatt für promovierende Frauen“ unterstützen sich Doktorandinnen der Sozial- und Geisteswissenschaften, um gemeinsam die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft zu erhöhen und die Promotionsvorhaben erfolgreich zu bewältigen. Das Netzwerk ist interdisziplinär ausgerichtet und beinhaltet derzeit Dissertationen aus den Bereichen Kunstpädagogik, Kulturwissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft und Gesundheitswissenschaften/Public Health. Überschneidungs- und Anknüpfungspunkte zwischen den einzelnen Promotionsprojekten bestehen hinsichtlich der Methodik und der Berücksichtigung von Gender- und Diversity-Aspekten. Die Förderung des Netzwerks soll den Doktorandinnen u.a. Soft Skills wie z.B. Projektmanagement oder Zeitmanagement vermitteln und ihnen die Möglichkeit geben, erfolgreiche Wissenschaftlerinnen einzuladen und sich mit diesen auszutauschen.

Sprecherinnen: Christina Inthoff und Hanna Augustin


Hände

Gründung eines Doc-Netzwerkes

Doktorandennetzwerke beruhen auf der Initiative von Doktorandinnen und Doktoranden. Sie bilden einen Ort gegenseitiger wissenschaftlicher Unterstützung. Im Doc-Netzwerk wird die fachliche Durchführung des Promotionsprojekts durch gegenseitige Beratung, die soziale Einbindung der Einzelnen und begleitende akademische Aktivitäten der Gruppe ergänzt.

Jedes Netzwerk folgt einem übergreifenden Leitmotiv (Thema und/oder Methode), das die Promotionsideen und -projekte seiner Mitglieder verbindet und in der Regel interdisziplinär ausgerichtet sein sollte.In Netzwerken werden Promovierende und fortgeschrittene Master-Studierende frühzeitig in ihrer Selbständigkeit als wissenschaftlicher Nachwuchs gefördert.

Was bringt mir ein Netzwerk?

Doc-Netzwerke haben viele Vorteile:

  • Gegenseitige Beratung: Das Doc-Netzwerk ermöglicht Ihnen gegenseitigen Austausch über Erfahrungen und Arbeitsweisen (Methoden und Themen). Sie können sich gegenseitig gute Tipps geben und fachliche Diskussionen führen.
  • Soziale Einbindung: Sie sind Teil einer Gruppe. Der Doktorandenalltag wird durch diese begleitende Aktivität aufgelockert und ergänzt.
  • Koordinations-, Wissens- und Motivationsfunktion: Sie können sich (fachlich) austauschen und durch verschiedene Aktivitäten des Netzwerks Motivation finden.
  • Begleitende akademische Aktivität: Über Ihre fachliche universitäre Einbindung hinaus bietet Ihnen das Netzwerk die Möglichkeit, sich interdisziplinär zu engagieren und auszutauschen.

Wie rufe ich ein Doc-Netzwerk ins Leben?

Sie brauchen nicht viel:

  • Aussagekräftiger Titel/ Gemeinsames Leitmotiv: Das Thema des Doktorandennetzwerks kann am besten durch einen aussagekräftigen Titel belegt werden, der die Mitgliedersuche und die Darstellung nach außen vereinfacht. Der Titel setzt auch den Rahmen um die thematische und methodische Ausrichtung des Netzwerks und macht es einfacher, einen Bezugspunkt zum eigenen Promotionsthema zu suchen und zu finden.
  • Mitgliederzusammensetzung: Ideal ist es, wenn ein Netzwerk aus 6 bis höchstens 15 Mitgliedern besteht, von denen ein oder zwei Promovierende als Sprecher/innen und Ansprechpartner fungieren. Master-Studierende und Postdocs können ebenfalls im Netzwerk mitwirken, allerdings sollten die Promovierenden in der Mehrzahl sein.
  • Schriftliches Konzept zum thematischen und methodischen Rahmen des Netzwerks sowie der Bezüge der einzelnen Promotionsthemen zu diesem Rahmen (3-4 Seiten) mit Kurzbeschreibung für die BYRD-Webseite

Wie wird das Netzwerk erfolgreich?

  • Aktive Netzwerke leben von ihren Mitgliedern. Verbindlichkeit, Motivation und persönliche Erfolge sind hierbei wichtige Faktoren.
  • Im Netzwerk arbeiten – vom Netzwerk lernen: Durch das übergreifende Thema bietet sich die Möglichkeit gemeinsame Ziele zu erarbeiten. Zum Beispiel: Besuch einer Tagung, Einladung eines Dozents oder auch interdisziplinäre Publikationen und Projekte. Der überfachliche und persönliche Austausch über Erfahrungen (Stolpersteine, Zeitfresser, gute Recherchemethoden oder neue Entwicklungen und Impulse) ist ebenfalls ein wichtiger Faktor.
  • Interdisziplinärer Austausch: Durch die möglichen Überschneidungsbereiche innerhalb des Netzwerks bekommen Sie neue Impulse, erweitern Ihren Blick in der Wissenschaftslandschaft durch den Einfluss aus anderen Fächern und können innerhalb des Doktorandennetzwerks gegenseitig von Ihren Erfahrungen profitieren.
  • Verbindlichkeit/ Regelmäßigkeit: Regelmäßiger Austausch ist wichtig. Sollten Sie hierfür einen Raum mit einer bestimmter Ausstattung und Technik benötigen, können wir vom ProUB Sie gerne dabei unterstützen.
  • Weitere Aktivitäten: Jedes Netzwerk entfaltet weitere Aktivitäten, z. B. die Organisation von Fachvorträgen mit externen Referenten, gemeinsame Beiträge zu Konferenzen oder die Einladung geeigneter Alumni zur beruflichen Orientierung.

Welche Förderung erhält das Netzwerk?

  • Fördergelder bis zu 2.500 € pro Jahr: Als Doktorandennetzwerk können Sie im Rahmen der Maßnahme 7 des Exzellenzinitiative-Zukunftkonzepts Mittel für einzelne AKtivitäten beantragen. Die Mittel können z. B. für Dozentenhonorare, Workshop- und Tagungsorganisation, Druckkostenzuschuss für gemeinsame Publikationen und anderes verwendet werden.
  • Soft Skills/Auftaktworkshop: Zum Start organisiert und finanziert ProUB einen bedarfsorientierte Workshops speziell für das Doc-Netzwerk.
  • Unterstützung und Beratung durch ProUB: Die gegründeten Doc-Netzwerke können jederzeit die Beratungsangebote des Promotionszentrums der Universität nutzen und mit Unterstützung und Hilfestellung seitens ProUB rechnen.
  • Bekanntmachung durch ProUB: Auf unserer Web-Plattform wird jedes Netzwerk bekannt gemacht, um Mitglieder zu finden.

Was kann daraus noch entstehen?

  • Sie können sich fachlich austauschen und auch nach Abschluss Ihrer Promotion weiterhin Kontakt halten. Sie können interdisziplinäre Fachkontakte knüpfen und über das eigene Promotionsthema hinaus Kenntnisse und Kompetenzen erwerben.
  • Gemeinsame Publikationen: Durch gemeinsame Publikationen können Sie Ihr Standing in der Wissenschaftslandschaft erhöhen. Sie können in der Gruppe oder mit Mitgliedern Ihres Netzwerkes zusammen Aufsätze veröffentlichen, Projektergebnisse bekannt machen oder auch selber Tagungen organisieren.
  • Interessanter Punkt für den eigenen Lebenslauf: Bei Bewerbungen können die Netzwerkaktivitäten und -erfolge gute und interessante Ergänzungen zu Ihren übrigen Qualifikationen darstellen.
Aktualisiert von: D. Ebersberger