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Drittstaatsangehörige

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Arbeitsplatzsuche

Sie haben in Deutschland erfolgreich Ihr Studium beendet und suchen einen Arbeitsplatz:

  • Ihnen wird eine Aufenthaltserlaubnis für 18 Monate erteilt. Während dieser Zeit dürfen Sie jede Art von Erwerbstätigkeit ausüben.
  • Haben Sie innerhalb dieses Zeitraumes einen Ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz gefunden, erhalten Sie von der Ausländerbehörde entweder eine Blaue-Karte-EU oder eine neue Aufenthaltserlaubnis.

Sie haben einen Arbeitsplatz gefunden, der Ihrer Qualifikation entspricht:

Blaue Karte EU

Wenn Sie ein jährliches Einkommen in Höhe von mindestens 52.000 € Euro erzielen, wird Ihnen eine Blaue-Karte-EU erteilt. Die Einkommensgrenze gilt für 2018. Sie wird jährlich angepasst.

Wenn Sie in einem MINT-Beruf arbeiten, gilt für Sie eine geringere Einkommensgrenze. Die Blaue-Karte-EU kann Ihnen bereits bei einem jährlichen Mindesteinkommen von 40.560 Euro erteilt werden. Die Einkommensgrenze gilt für 2018. Sie wird jährlich angepasst.

Für die Blaue-Karte-EU gelten folgende allgemeinen Regelungen:

  • sie wird je nach Gültigkeitsdauer des Arbeitsvertrages für maximal vier Jahre erteilt und
  • ein Arbeitsplatzwechsel ist innerhalb der ersten zwei Jahre nur mit Zustimmung der Ausländerbehörde zulässig.

Sie haben bereits nach 21 Monaten die Möglichkeit, eine Niederlassungserlaubnis zu beantragen. Voraussetzung dafür ist u.a., dass Sie deutsche Sprachkenntnisse der Stufe B1 nachweisen.

Ansonsten beträgt die Wartezeit für eine Niederlassungserlaubnis 33 Monate.

Aufenthaltserlaubnis

Wenn Sie ein jährliches Einkommen unterhalb dieser Einkommensgrenzen erzielen, wird Ihnen eine Aufenthaltserlaubnis erteilt. Diese Aufenthaltserlaubnis wird regelmäßig zunächst nur für ein Jahr erteilt und kann verlängert werden. Nach fünf Jahren kann Ihnen dann eine Niederlassungserlaubnis oder Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG erteilt werden. Angerechnet wird dabei die Hälfte Ihrer Studienzeiten in Deutschland.

weiterführende Links:


Selbständige

Sie wollen sich in Ihrem Beruf selbständig machen: Dafür kann Ihnen eine Aufenthaltserlaubnis für maximal drei Jahre erteilt werden. Nach diesen drei Jahren kann Ihnen dann eine Niederlassungserlaubnis erteilt werden, wenn Sie Ihre Selbständigkeit erfolgreich verwirklicht haben.

Hier finden Sie Handlungsempfehlungen in Form eines Leitfadens: „Wir gründen in Deutschland. Leitfaden für gründungsinteressierte Akademiker_innen und Studierende aus Nicht-EU-Staaten“

weiterführende Links:


Der Videoclip zum Thema Existenzgründungen in Deutschland von Akademiker*innen und Studierenden


Forscher und Forscherinnen

Sie können eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, wenn Sie an einer vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anerkannten Forschungseinrichtung tätig sind.

An der Universität Bremen werden Sie vom Welcome Centre des International Office beraten und unterstützt.

weiterführende Links:


Familiennachzug

Wenn Ihre Angehörigen bereits mit Ihnen in Deutschland leben und eine Aufenthaltserlaubnis nach den §§ 30 bis 34 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) besitzen (das ist in der Aufenthaltserlaubnis vermerkt), muss nur rechtzeitig vor Ablauf der Aufenthaltserlaubnis die Verlängerung beantragt werden. Haben Ihre Angehörigen eine andere Aufenthaltserlaubnis, kann es im Einzelfall erforderlich sein, dass eine neue Aufenthaltserlaubnis beantragt werden muss. Die Ausländerbehörde berät Sie dazu gern.

Wenn Ihre Angehörigen noch im Ausland leben, muss zunächst bei einer deutschen Auslandvertretung ein Visum zum Familiennachzug beantragt werden. Nach der Einreise erteilt die Ausländerbehörde dann die Aufenthaltserlaubnis.

Beachten Sie bitte, dass

  • die Einreise mit einem Visum zu Besuchszwecken nicht ausreichend ist, um in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten und
  • Ihr/Ihre Ehe- bzw. LebenspartnerIn eventuell deutsche Sprachkenntnisse der Stufe A1 nachweisen muss. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Eheschließung erst vor kurzer Zeit im Ausland stattgefunden hat. Nähere Auskünfte erteilt die deutsche Auslandsvertretung oder die Ausländerbehörde.
Aktualisiert von: Petra Droste