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Hochschul- und Geschlechterpolitik

Wissen vermitteln, Handlungsspielräume erweitern

Ein besonderes Merkmal der Arbeitsstelle Chancengleichheit ist die Verbindung von Hochschulpolitik und Karriereentwicklung. Die Strukturen und die Personen an der Universität Bremen haben wir gleichermaßen im Blick. Wir legen Wert auf Verantwortungsübernahme und zielen auf die Veränderung der Organisationskultur.

Unser Leitbild ist eine geschlechtergerechte Universität, die sich für mehr Diversität einsetzt. Darauf wirken unsere Empfehlungen und Angebote hin. Uns geht es um Kommunikation: Wir vermitteln Wissen, sensibilisieren und erweitern die Handlungsspielräume einzelner Personen an der Universität.

Zugleich hat unsere Arbeit die Veränderung hochschulpolitischer Strukturen, Verantwortungsübernahme und einen nachhaltigen Wandel der Organisationskultur zum Ziel. Dazu beraten wir Rektorat, Dekan*innen und Professor*innen in ihren Führungsaufgaben und beteiligen uns an der Ausgestaltung neuer Personalkategorien in der Wissenschaft, der Entwicklung von YUFE als europäischer Universität oder einer digitaleren Hochschule.

Antifeminismus in der Wissenschaft

Geschlechterforscher*innen und Akteur*innen von Gleichstellungsarbeit an Hochschulen sehen sich und ihre Arbeit zunehmend Angriffen und Anfeindungen ausgesetzt. Antifeministische Haltungen offenbaren sich sehr unterschiedlich: als vermeintlich inhaltliche Argumente, Falschaussagen und Bedrohungen einzelnen Personen gegenüber.

Mit ihrer Veranstaltungsreihe Salonfähig? Antifeminismus an Hochschulen (2016/2017) richtete die Arbeitsstelle Chancengleichheit einen kritischen Blick auf die verschiedenen Ausprägungen von Antifeminismus im Wissenschaftsbetrieb.

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Familiengerechte Hochschule

Seit 2007 nimmt die Universität Bremen erfolgreich am audit familiengerechte hochschule teil. Für jeweils drei Jahre vereinbart die Universitätsleitung mit dem Vertragspartner, der berufundfamilie gGmbH, Ziele, Zeitplan und die konkreten Schritte der Umsetzung.

Die Arbeitsstelle Chancengleichheit leitet das Projekt im Auftrag des Kanzlers und bringt ihre Gender Expertise zum Thema Geschlechtergerechtigkeit ein. Sie prüft Hochschulstrukturen sowie gesetzliche Vorgaben und ihre Auswirkungen auf Frauen* und Männer*. Auf dieser Grundlage entwickelt sie Konzepte, die eine geschlechtergerechte Vereinbarkeit von Studium/Wissenschaft und Familienaufgaben ermöglichen.

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Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder

Die Universität Bremen war auch in der dritten Runde des Professorinnenprogrammes mit ihrem Gleichstellungszukunftskonzept geschlechtergerecht 2028 erfolgreich. Sie erhielt das Prädikat „Gleichstellung: ausgezeichnet“. Das Konzept bildet die Grundlage für konkrete Gleichstellungsmaßnahmen wie die Sommer-Universitäten in Informatik und Ingenieurswissenschaften, perspektive promotion, go d!verse und andere.

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go d!verse – gender- und diversitätskompetente Personalauswahl in der Wissenschaft

Das Projekt go d!verse machte in seiner ersten Förderphase (bis 2019) auf unbewusste Diskriminierungsprozesse in der wissenschaftlichen Personalauswahl aufmerksam, um Vielfalt im Wissenschaftsbetrieb stärken. Mit Vorträgen, Beratungen, Workshops und dem A – Z für eine gute Wahl sensibilisierte das Projektteam Entscheidungsträger*innen für unbewusste Beurteilungsfehler und kognitive Verzerrungen.

go d!verse ist ein Kooperationsprojekt der Arbeitsstelle Chancengleichheit mit der Referentin für Diversity Management. Es wird von einem Beirat unter Leitung der Konrektorin für Internationalität und Diversität begleitet.

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Netzwerke

Die Arbeitsstelle Chancengleichheit ist mit den Kolleg*innen im Antidiskriminierungs- und Diversitybereich an der Universität Bremen wie auch überregional vernetzt. Neben dem Informations- und Erfahrungsaustausch steht dabei die gemeinsame Entwicklung geschlechter- und diversitätsgerechter Projekte im Mittelpunkt. Das berufliche Networking trägt auch zur Qualitätssicherung der Arbeit bei.

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Statistiken

Hier gibt es Zahlen und Daten, die die Geschlechterverhältnisse an der Universität Bremen wie auch im deutschen Wissenschaftssystem insgesamt beschreiben. Sie verdeutlichen den Stand der Teilhabe auf verschiedenen Wissenschaftsstufen, in unterschiedlichen Fächern und den Führungsgremien.

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*   Wir setzen uns für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch ein. Um möglichst viele Personen anzusprechen, verwenden wir die Schreibweise mit »Gender-Star«*. Dieser will mit seinen vielen Linien sowohl auf unterschiedliche geschlechtliche Identitäten als auch auf weitere Identitätspositionen wie Alter, Klasse, race oder Beeinträchtigung verweisen. Das Sternchen in der Mitte eines Wortes verweist auf alle Geschlechtsidentitäten. Das Sternchen am Ende des Wortes verweist auf die vielfältigen Identitätspositionen innerhalb einer Geschlechterkategorie wie zum Beispiel Frau*.