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Antifeminismus in der Wissenschaft

Geschlechterforscher*innen und Akteur*innen von Gleichstellungsarbeit an Hochschulen werden zunehmend für ihre Arbeit angefeindet und angegriffen. Antifeministische Haltungen zeigen sich an Hochschulen sehr unterschiedlich – mit vermeintlich inhaltlichen Argumenten, mit Falschaussagen und mit Bedrohungen einzelnen Personen gegenüber.

Wir unterstützen deshalb ausdrücklich die Stellungnahme der bukof „Gemeinsam für eine vielfältige, geschlechtergerechte Wissenschaft. Antifeministischen Positionen entgegentreten“ 

Für weitere Informationen, Argumentationshilfen und Literatur bietet die bukof den Service „Argumentationshilfen gegen Antifeminismus“.

 

Veranstaltungsreihe „Salonfähig? Antifeminismus an Hochschulen“

Mit Veranstaltungsreihe „Salonfähig? Antifeminismus an Hochschulen“ (Juni 2016 bis Februar 2017) richtete die Arbeitsstelle Chancengleichheit einen kritischen Blick auf die verschiedenen Ausprägungen von Antifeminismus im Wissenschaftsbetrieb. Dabei verstand sich die Reihe als Einladung zur Diskussion und als ein Angebot zu (mehr) Gender Awareness. Die Veranstaltungen hatten zum Ziel, für Akzeptanz von Gleichstellungspolitik und Geschlechterforschung zu werben sowie einen Erfahrungsaustausch zwischen gleichstellungspolitischen Akteur*innen, Forschenden und weiteren Interessierten zu ermöglichen.

In Ergänzung zu den Vorträgen fand im Februar 2017 ein eintägiger Praxis-Workshop "Argumentationstraining Geschlechterdemokratie" statt, in dem geeignete Handlungsstrategien gegen Antifeminismus erarbeitet und eingeübt wurden. Zentrales Element eines solchen Trainings ist die (Wieder-)Erlangung von Gestaltungs- und Handlungsmacht. Dieses Angebot richtete sich insbesondere an Mitarbeiter*innden der Universität Bremen, d.h. sowohl Akteur*innen als auch Forschende mit den Arbeitsschwerpunkten Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und Gleichstellung.

Literatur

  • Wisinger, Marion: Skript zum Vortrag "Merkmale antifeministischer Parolen und Gegenargumente", Bremen 14.02.2017. (PDF herunterladen)
  • Hark, Sabine / Villa, Paula-Irene (Hg.): Anti-Genderismus. Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen. Transcript Verlag, Bielefeld 2015.
  • Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.): Claus, Robert: Maskulismus. Antifeminismus zwischen vermeintlicher Salonfähigkeit und unverhohlenem Frauenhass, 2014. (PDF herunterladen)
  • Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.): Gesterkamp, Thomas: Geschlechterkampf von rechts. Wie Männerrechtler und Familienfundamentalisten sich gegen das Feindbild Feminismus radikalisieren, 2010. (PDF herunterladen)
  • Heinrich-Böll-Stiftung (Hg.): Rosenbrock, Hinrich: Die antifeministische Männerrechtsbewegung: Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung, 2012. (PDF herunterladen)
  • Institut für Männer- und Geschlechterforschung im Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark (Hg.): Scambor, Elli / Kirchengast, Anna: Zwischen Geschlechterdemokratie und Männerrechtsbewegung. Geschlechterpolitische Zugänge in der österreichischen Männerarbeit, 2014. (PDF herunterladen)
  • Kemper, Andreas (Hg.): Die Maskulisten. Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum. Unrast Verlag, Münster 2012.
  • Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung, Universität Graz (Hg.): Adler-Klausner, Evangeline / Jauk, Daniela / Mayer, Stefanie / Scambor, Elli: gleichBERECHTIGTE WISSENSCHAFT. fundiert argumentieren für GENDER STUDIES, 2017. (PDF herunterladen)

 

 


*   Wir setzen uns für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch ein. Um möglichst viele Personen anzusprechen, verwenden wir die Schreibweise mit »Gender-Star«*. Dieser will mit seinen vielen Linien sowohl auf unterschiedliche geschlechtliche Identitäten als auch auf weitere Identitätspositionen wie Alter, Klasse, race oder Beeinträchtigung verweisen. Das Sternchen in der Mitte eines Wortes verweist auf alle Geschlechtsidentitäten. Das Sternchen am Ende des Wortes verweist auf die vielfältigen Identitätspositionen innerhalb einer Geschlechterkategorie wie zum Beispiel Frau*.

Kontakt

Anneliese Niehoff

E-Mail:  chancen1protect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de
Tel.:  (0421) 218 - 60181
Gebäude:  GW2
Raum:  A 4167