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ECD-Sessions

Session 1

Inputvortrag mit Diskussion: Pflegekräfte zurückgewinnen – Ergebnisse der Bremer Pilot-Studie “Ich pflege wieder, wenn …” von Dr.in Jennie Auffenberg (Arbeitnehmerkammer Bremen), Anja Voigt (Mitglied ver.di und Berliner Krankenhausbewegung)

Wie viele ehemalige Pflegekräfte wären unter veränderten Arbeitsbedingungen bereit, wieder in ihrem Beruf zu arbeiten? Was müsste sich dafür genau ändern? Die Studie "Ich pflege wieder, wenn ..." der Arbeitnehmerkammer Bremen und des SOCIUM der Universität Bremen ist diesen Fragen anhand einer Befragung von Pflegekräften in und um Bremen nachgegangen. Die Ergebnisse zeigen, die Bereitschaft zur Rückkehr ist hoch. Doch für echte Entlastung und eine bessere Versorgung in den Krankenhäusern und Pflegeinrichtungen muss sich einiges tun.

Ein Weg ist die von ver.di getragene Berliner Krankenhausbewegung, die eine bedarfsgerechte Personalbemessung in Rahmen eines Tarifvertrags Entlastung erstritten hat. Was genau waren die Forderungen und Herausforderungen der Berliner Krankenhausbewegung? Welche Erkenntnisse ergeben sich aus dem Arbeitskampf? Und, wie kann eine potenzielle Verletzung von vereinbarter Personalbemessung sanktioniert werden?

Diese und viele weitere Fragen diskutieren Jennie Auffenberg (ANK Bremen) und Anja Voigt (Ver.di/Berliner Krankenhausbewegung) mit Ihnen.

Moderation: Andrea Schäfer, carat

Session 2


Vortrag mit Diskussion über Vereinbarkeit und Familie und Beruf bei atypischen Arbeitszeiten. Balanceakt zwischen familiären und erwerbsbezogenen Anforderungen, mit Dr. René Böhme, Studienleiter (IAW, Uni Bremen), Andrea Quick, Bremische Zentralstelle für die Gleichberechtigung der Frau (ZGF), Kerstin Bringmann, ver.di Bremen- Nordostniedersachen

Die Studie von René Böhme liefert Daten zu der Häufigkeit von atypischen Arbeitsverhältnissen und setzt sie in Verbindung mit den Betreuungszeiten in Kindertageseinrichtungen. Zusammengetragen werden auch Ergebnisse von Modellprojekten, in denen Kinderbetreuungseinrichtungen neue Zeiten erproben. Zudem beleuchtet der Autor die Perspektiven der Fachkräfte in den Kitas, die der Eltern und die der Kinder. Hierzu werden die Argumente aus gewerkschaftlicher und entwicklungspsychologischer vorgestellt. Im Fazit stellt René Böhme Möglichkeiten vor, die Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern könnten.

Anschließend an den Vortrag erläutern Andrea Quick, Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF), ihre Einschätzung von Kinderbetreuungszeiten insbesondere auf die Auswirkungen auf die Geschlechterrollen. Kerstin Bringmann, ver.di Bezirk Bremen-Nordniedersachen, führt die Sicht der Gewerkschaften mit einem Schwerpunkt auf die Beschäftigten in Kitas an.
Ausdrücklich erwünscht ist ein gemeinsamer Austausch mit den Teilnehmenden der Veranstaltung!

Moderation: Bettina Schweizer, carat

Session 3


Vortrag mit Diskussion über „Care ist Wirtschaft“, u. a. mit Prof. Dr. Achim Truger, (Universität Dusiburg-Essen, ifso), Dr.in Ina Praetorius (Wirtschaft ist Care e. V.), Prof. Lars Hochmann (Cusanus Hochschule für Gesellschaftsforschung), Julia Bläsius (Friedrich-Ebert-Stiftung)

Während der Handlungsbedarf im Bereich der Care-Arbeit – beruflich wie privat- offenkundig ist, steht eine breite gesellschaftliche und politische Debatte über die möglichen Wege tiefgreifender struktureller Anpassungen weiterhin aus. Um dieser Debatte näher zu kommen, bedarf es zunächst einer wegbereitenden Diskursverschiebung. Noch immer wird der größte Sektor in Politik, Wissenschaft und Medien als Gender- oder Frauenfrage beiseitegeschoben, an Feministinnen delegiert sowie in Folge mangelnder Sensibilisierung vergessen. In der Diskussionsrunde „Care ist Wirtschaft – Wirtschaft ist Care“ wollen wir daher diskutieren, wie es gelingen kann, dass Werte und Kosten aus Care-Arbeit regelmäßig dort thematisiert werden, wo sie hingehören: in der Mitte und als Mitte allen Wirtschaftens.

Diskutant*innen werden sein: Ina Praetorius (Wirtschaft ist Care e.V.), Achim Truger (Uni Duisburg-Essen, Sachverständigenrat Wirtschaft), Lars Hochmann (Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung) und Julia Bläsius (Friedrich Ebert-Stiftung, Referatsleitung Beratung).

Ausdrücklich erwünscht ist ein gemeinsamer Austausch mit den Teilnehmenden der Veranstaltung!

Moderation: Sonja Bastin, carat

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Veranstalterinnen

Dr. Sonja Bastin

Soziologin mit dem Schwerpunkt Lebenslauf, Familie, Arbeit
SOCIUM, Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik

Mail:  sbastinprotect me ?!bigsss-uni-bremenprotect me ?!.de
Tel.: +49 421 218 66358


Andrea Schäfer

Soziologin, mit dem Schwerpunkt Geschlecht, Arbeit und Ungleichheit
Sfb 1342 „Global Dynamics of Social Policy“

Mail: andrea.schaeferprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de
Tel.: + 49 421 218 57095


Bettina Schweizer

Diplom Pädagogin, Projektleitung „familiengerechte Hochschule“
Wissenschaftliche Angestellte im Referat Chancengleichheit/Antidiskriminierung

Mail:  bettina.schweizerprotect me ?!vw.uni-bremenprotect me ?!.de
Tel.: +49 421 218 60182