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Kick-Off Veranstaltung

 

 

Auf der Kick-Off Veranstaltung von unserem Projekt carat haben Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft intensiv und kenntnisreich gemeinsam über die ielschichtigen Kontexte der Fürsorge oder Carearbeit diskutiert und beraten. Kernpunkte waren etwa Aspekte wie das Mitdenken der Care-Arbeit in privaten und beruflichen Kontexten, Care aus Nutzer*innenperspektive oder Fragen nach Etablierung des nachhaltigen Zusammenspiels "Staat-Markt-Care-Arbeit". Während und nach der Konferenz erhielten wir zahlreiche positive Rückmeldungen: weil mit carat zentrale Problematiken in der Öffentlichkeit behandelt werden mit dem Ziel, strukturelle Verbesserungen zu erreichen. 


Programm der Veranstaltung


Impressionen


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  • 1. CARAT_Begruessung und Vortrag_2021-06-28.mp3

    --- 00:00:00 bis 00:08:45 Begrüßung durch die Initiatorinnen von „carat“ (Bettina Schweizer, Andrea Schäfer und Sonja Bastin) --- 00:08:45 bis 00:17:15 Grußwort durch Schirmherr Dr. Andreas Bovenschulte --- 00:17:15 bis 00:23:30 Grußwort von Rektor Prof. Dr. Bernd Scholz-Reiter --- 00:23:30 bis 01:10:30 Vortrag Prof.in Dr.in Uta Meier-Gräwe --- 01:10:30 bis 01:11:40 Einführung in den Film von CARAT --- ab 01:11:40 Pause ---

    Dateiname: 1. CARAT_Begruessung und Vortrag_2021-06-28.mp3
    Änderungsdatum: 11.11.2021
  • 2. CARAT_Fishbowl_2021-06-28.mp3

    --- 00:00:00 bis 01:14:00 Anmoderation und Fishbowl --- 01:14:00 bis Ende Anmoderation der Break-Out-Gruppen ---

    Dateiname: 2. CARAT_Fishbowl_2021-06-28.mp3
    Änderungsdatum: 11.11.2021
  • 3. CARAT_Vortrag_2021-06-29.mp3

    --- 00:00:00 bis 00:11:30 Begrüßung zum Tag 2 durch die Initiatorinnen, Beschreibung des Tagesablaufes und Rückblick auf den vorherigen Tag --- 00:11:30 bis 00:23:18 Anmoderation des Stückes von Swoosh Lieu und Gespräch mit Rosa Wernecke --- 00:23:18 bis 00:58:30 Vortrag von Barbara Thiessen ---

    Dateiname: 3. CARAT_Vortrag_2021-06-29.mp3
    Änderungsdatum: 11.11.2021
  • 4. CARAT_Podiumsdiskussion_2021-06-29.mp3

    --- 00:00:00 bis 00:07:00 Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmenden --- 00:07:00 bis 02:07:20 Thematische Einleitung und Podiumsdiskussion --- ab 02:07:20 Abmoderation, Ende der Kick-Off Veranstaltung und Dank an das Team ---

    Dateiname: 4. CARAT_Podiumsdiskussion_2021-06-29.mp3
    Änderungsdatum: 11.11.2021

Die einzelnen Beiträge aus dem Projektfilm "carat"

Clara Friedrich

Clara Friedrich, Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (Büro Bremerhaven) erläutert die Bedeutung der Bildungsarbeit als eine wichtige Voraussetzung von gleichverteilter Sorgearbeit.

Almut Schnerring und Sascha Verlan

Almut Schnerring und Sascha Verlan, Autor*innen und Initiator*innen der Initiative Equal Care Day setzten sich für Sichtbarmachung des Care-Gaps ein und wollen das professionelle und private gesellschaftlich zusammen denken.

Frauke Gützkow

Frauke Gützkow, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Vorstandsmitglied für Frauen-, Gleichstellungs-, Geschlechterpolitik, erläutert die Bedeutung der Gewerkschaften für eine fairere Entlohnung durch den Dialog mit den entscheidenden Akteur*innen.

Carsten Meyer-Heder

Carsten Meyer-Heder, Unternehmer und MdBB für die CDU, erachtet ausreichende Kinderbetreuung für arbeitende Eltern als eine wichtige Maßnahme und sieht die Gesellschaft diesbezüglich auf einem guten Weg.

Robert Franken

Robert Franken, Botschafter HeForShe Deutschland, UN Women, sieht die tragende Rolle von Männern in der Care-Krise darin, dass sie keine tragende Rolle spielen und hinterfragt, warum Erwerbsarbeit den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Schaffens darstellt.

Doris Achelwilm

Doris Achelwilm, MdB und Sprecherin der Linksfraktion für Gleichstellungs-, Queer- und Medienpolitik, plädiert für solidarische Infrastrukturen, um so die Thematik in die Öffentlichkeit zu bringen. Sie fordert mehr geteilte Arbeitszeiten, Arbeitszeitverkürzung und eine Pflegerevolution.

Christiane Goertz

Christiane Goertz, Koordination des Netzwerk Alleinerziehende in Bremen, Frauen in Arbeit und Wirtschaft e.V., erläutert, dass die Politik Rahmenbedingungen für verlässliche Kinderbetreuung, Entgeldgleichheit sowie flexible Arbeitszeitmodelle schaffen muss (und hinterfragt, ob dies etwas Besonderes sei).

Mara Brückner

Mara Brückner, Campaignerin zum Thema Soziale Gerechtigkeit bei Oxfam Deutschland e.V., stellt die Geschlechterungerechtigkeiten und ihre Folgen als Ursprung für die Erwartung, dass Frauen und Mädchen weltweit Care- und Pflegeaufgaben übernehmen, dar.

Sevasti Trepa-Bartels

Sevasti Trepa-Bartels, Deutscher Juristinnenbund e.V., Vorstandsvorsitzende des Landesverband Bremen, sieht das Konzept des Wahlarbeitsgesetzes als Baustein einer Neuverteilung von Erwerbsarbeit für die faire Umverteilung von Sorgearbeit (im Sinne einer regulierten Selbstregulierung).

Almut Peukert

Prof.in Dr.in Almut Peukert, Co-Sprecherin des Forschungsverbundes Sorgetransformationen, sieht die Logik der geschlechterdifferenzierten Arbeitsteilung als Ursache für den Care Gap und stellt fest, dass diese (als Reproduktiv erfassten Arbeiten) geringere Arbeitsentlohnung und Anerkennung genießen.

Kirsten Kappert-Gonther

Dr. Kirsten Kappert-Gonther, MdB Bündnis90/Die Grünen und Ärztin, plädiert für eine feministische Gesundheitspolitik, da die Entscheidungen im Gesundheitswesen maßgeblich von Männern getroffen werden - obwohl dort grundsätzlich überwiegend Frauen arbeiten - und will die Expertise von Frauen stärker abbilden.

Lencke Wischhusen

Lencke Wischhusen, Fraktionsvorsitzende der FDP im Land Bremen und Mitglied des FDP-Bundesvorstandes, sieht die Politik in der Pflicht die Rahmenbedingungen, wie eine verlässliche und flexible Kinderbetreuung, für eine geschlechtergerechte, wertschätzende und fair entlohnte Care-Arbeit zu setzen.

Angela Häußler

Angela Häußler, Professorin im Fach Alltagskultur und Gesundheit an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg kritisiert die Praxis der Wirtschaft bei der Care- wie bei der Klimakrise auf Ressourcen zurück zu greifen, ohne sich um deren dauerhaften Erhalt zu kümmern. Sie warnt, dass die Wirtschaft nicht dauerhaft tragfähig sein kann, wenn ihre ökonomische Basis nicht nachhaltig ist.

Elke Heyduck

Elke Heyduck, Arbeitnehmerkammer Bremen, Geschäftsführerin und Leiterin der Politikberatung, fordert eine Aufwertung der Sorgearbeit durch bessere Bezahlung und Anerkennung der Profession sowie Fachwissen am Beispiel der Pflegekräfte.

Jasmina Heritani

Jasmina Abo-El-Hemam Heritani, Bildungsberaterin und MdBB für die SPD, fordert die Politik auf, die Care-Aufgaben im Arbeitsleben (noch) stärker zu berücksichtigen sowie Care Arbeit wirklich zu bezahlen, um die Rentenansprüche von Frauen zukünftig zu sichern. Sie stellt die Veränderungen im letzten Jahr wie Elterngeld für beide Elternteile und die Möglichkeit der entlohnten Sorgezeit für Angehörige und Kinder als Fortschritt dar.

Linda Scott

Prof.in Linda Scott, Emeritus DP World Chair for Entrepreneurship and Innovation University of Oxford, sieht die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit als größtes zu meisternde Problem, weshalb sie für bezahlbare sowie allumfassende Kinderbetreuung plädiert und eine Anerkennung der Thematik als Infrastrukturfrage, die dann zu einer vollständigen wirtschaftlichen Partizipation führt.

Rena Fehre

Rena Fehre, Leitung Servicestelle Beruf und Familie, RKW Bremen GmbH, sieht Unternehmen in der Verantwortung Care in Form von familienfreundlichen Angeboten und flexiblen Arbeitsmodellen zu verankern, um langfristig existenzsichernde Arbeitszeiten und zufriedene Mitarbeitende (mit einer Win-Win-Situation) zu beschäftigten.

Ruth Abramowski

Dr.in Ruth Abramowski, Soziologin am SOCIUM Forschungszentrum für Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen setzt auf eine aufgeklärte Gesellschaft, die die Chancen und Risiken von Care-Arbeit gleich verteilt und so die strukturelle Benachteiligung beseitigt, Wahlfreiheit ermöglicht und pluralistische Genderrollen fördert.

Achim Truger

Achim Truger, Professor für Sozialökonomie an der Universität Duisburg-Essen und Sachverständigenrat Wirtschaft sieht die Care Arbeit für die Volkswirtschaft von grundlegender Bedeutung, da ohne sie kein Überleben der Wirtschaft möglich ist. Er fordert daher wirtschaftspolitische Anstrengungen sowie ein Umdenken bei der Definierung des Wohlstandsbegriffes in der Volkswirtschaftslehre.

Ilka Christin Weiß

Ilka Christin Weiß, trans*Frau, ex. Krankenschwester, zertifizierte Berater*in für trans*Menschen und Aktivistin sieht die Abkehr vom binären Geschlechtersystem in der Pflege sowie die Beschäftigung des Thema Genitalien abseits von Krankheits- Fortpflanzungskontexten als Voraussetzung für eine gute Pflege für trans*Personen.

Ina Prätorius

Dr.in Ina Praetorius, Theologin und Mitgründerin des Vereins „Wirtschaft ist Care“, stellt Wirtschaft als die Befriedigung der Bedürfnisse aller Menschen dar und identifiziert so (Für-)Sorge und Care als primäre Funktion von Wirtschaft, was mit der Arbeit des Vereins verbreitet werden soll.

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