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Deutschland / Europa / International

She Figures 2018 veröffentlicht

Zum Weltfrauentag am 8. März hat die Europäische Kommission die neue Ausgabe der "She Figures" veröffentlicht. Die "She Figures 2018" bilden die umfangreichste statistische Datensammlung zur Beteiligung von Frauen in der Wissenschaft in Europa. Die Daten folgen dem chronologischen Weg der Forschenden, von ihrem Hochschulabschluss bis hin zum Erwerb von Entscheidungsrollen unter Berücksichtigung von Aspekten wie Arbeitsbedingungen. Die Publikation richtet sich an ein Publikum von politischen Entscheidungsträgern, an dieForschungscommunitiy und an die breite Öffentlichkeit. Sie wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, Eurostat und den statistischen Korrespondenten der EU-Mitgliedstaaten und assoziierten Ländern erarbeitet.
Die EU nähert sich der Gleichstellung der Geschlechter unter den Doktoranden, wobei es große Unterschiede in den Forschungsbereichen gibt. Insgesamt gab es im Jahr 2016 47,9 % Doktorandinnen (Deutschland: 45,2 %).
Während die Gesamtzahl der Doktoranden von Frauen und Männern zwischen 2007 und 2016 gestiegen ist, stieg in den meisten erfassten Ländern, darunter Deutschland, die Anzahl der Doktorandinnen mit einer schnelleren Rate an als die der Männer. In fast allen untersuchten Ländern stieg der Anteil der Frauen an Professuren zwischen 2013 und 2016 (EU-28 im Jahr 2013: 22,1 %, EU-28 im Jahr 2016: 23,7 %). In Deutschland stieg der Anteil von 17,3 % (2013) auf 19,4 % (2016).
Unterschiede zwischen Frauen und Männern können auch in ihren Arbeitsbedingungen in der Forschung beobachtet werden. Auf EU-Ebene war 2016 der Anteil der teilzeitbeschäftigten Wissenschaftlerinnen im Hochschulbereich höher (EU-28: 13 %, DE: 31,2 %) als der der Männer (EU-28: 8 %, DE: 18,3 %). Darüber hinaus arbeiteten in den 28 EU Mitgliedstaaten 8,1 % (DE: 11,7 %) der Frauen und 5,2 % (DE: 7,4 %) der männlichen Forscher in "prekären Beschäftigungsverhältnissen".
Zu den She Figures 2018

"Männlich, westdeutsch, 59 Jahre"- Ergebnisse über Hochschulleitungen

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat jetzt erstmals eine Vollerhebung der Chefs aller 81 staatlichen Universitäten in Deutschland vorgelegt, und die Realität zu Beginn des Jahres 2019 sah wie folgt aus: Der typische Unipräsident ist ein Mann, er ist Deutscher, genauer: Westdeutscher, und knapp 60. Konkret: Nur 19 Universitäten (23,5 Prozent) werden von Frauen geleitet und 62 von Männern. Und sage und schreibe kein einziger Unipräsident stammt aus Ostdeutschland.

Mehr Informationen und Graphiken über die Studienergebnisse.

Frauen in Hochschulen, Wissenschaft und Forschung

Als Serviceleistung bietet die Arbeitsstelle eine Reihe von nützlichen Links zu Daten und Zahlen von Frauen in Hochschulen, Wissenschaft und Forschung an.

Zusätzlich können Sie sich die jüngste Zeitverwendungsstudie von DeStatis herunterladen. Sie gibt interessante Auskünfte über die Beteiligung von Männern und Frauen an den alltäglichen Verrichtungen, insbesondere der Haus- und Fürsorgearbeit.

Gleichstellungsranking

Das Kompetenzzentrum für Frauen in der Wissenschaft (CEWS) hat ein neues Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2017 herausgegeben.

Deutschland: Keine Fortschritte in der Gleichberechtigung

Neuer Global Gender Report 2018 des Weltwirtschaftsforums (WEF): Deutschland im aktuellen Ranking nur auf Platz 14

Ein  ernüchterndes  Fazit  des  neuen  weF-Berichts:  weltweit  stagniert  die  Gleichberechtigung  oder  entwickelt  sich  sogar  zurück.  Spitzenreiter  des  aktuellen rankings ist Island, hier liegt die tatsächliche Gleichberechtigung  bei  85  %  (Deutschland:  77,6 % gefolgt von Großbritannien 77,4 %) .pressemitteilung des weF vom 18. Dezember 2018
(Auszug):

„108 Years: wait for Gender equality Gets Longeras women’s Share of workforce, politics drops

●Despite the global gender gap narrowing slightly in 2018, proportionately fewer women than men are participating in the labour forceor in political life
●Overall, the economic gender gap narrowed in 2018; however, access to health and education,and political empowerment suffered reversals
●Iceland remains the world’s most gender-equal country. At the current rate of change, the global gender gap will take 108 years to close; economic gender parity remains 202 years off
Access the full report, infographics and more here“:
http://reports.weforum.org/global-gender-gap-report-2018/