Zum Inhalt springen

Antidiskriminierung und Diversität

Die Lebenswirklichkeiten von Frauen* und Männern* (s. Geschlechtergerechte Sprache) sind sehr heterogen. Den Mann und die Frau gibt es nicht – weder bezogen auf körperliche Eigenschaften, Aussehen noch bezogen auf Kompetenzen und Neigungen. Ohnehin sind die Geschlechtergrenzen fließend. Auch Männer* haben schlechtere Chancen, erfolgreich an einer Hochschule zu verbleiben, wenn sie nicht dem Bild des typischen Wissenschaftlers entsprechen. Unterschiede verlaufen entlang von Kategorien, die soziale und ökonomische Ungleichheiten zur Folge haben. So ist Geschlecht verwoben mit Diversitätsdimensionen wie race, Religion, Bildungsherkunft, psychische und physische Beeinträchtigung oder sexuelle und geschlechtliche Identität.

Die Arbeitsstelle Chancengleichheit versteht ihren Auftrag deshalb nicht nur als Beitrag gegen Sexismus in all seinen Ausdrucksformen, Trans*- und Homophobie miteingeschlossen. Sie wirkt auch mit an einer diskriminierungssensiblen Förderung von Vielfalt in der Hochschule.

Deshalb beteiligt sich die Arbeitsstelle Chancengleichheit aktiv am universitären Diversity-Prozess, kooperiert mit der Referentin für Diversity Management (zum Beispiel im Projekt go d!verse) und tauscht sich regelmäßig mit der Arbeitsstelle gegen Diskriminierung und Gewalt (ADE) aus. perspektive promotion richtet seine Konzepte an der Lebensrealität der einzelnen Promovendinnen* aus. In international zusammengesetzten plan m Gruppen gilt der Blick auch der Integration interkultureller Erfordernisse. Die Arbeitsstelle hält Beratungs- und Vernetzungsangebote für Studierende und Beschäftigte mit Kindern oder mit nahestehenden Menschen bereit, für die sie Pflegeverantwortung übernehmen (Familienportal). Zudem hat sie das Projekt e n t e r s c i e n c e für Studierende mit Migrationshintergrund auf den Weg gebracht.

 

Weiterführende Informationen zum diskriminierungssensiblen Umgang mit allen Geschlechtern

Ein Beispiel für einen weitreichenden sensiblen Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt findet sich an der Universität Zürich und der ETH Zürich. Dort setzt sich der Verein queer*z für alle ein, „die da lernen, forschen und arbeiten und lesbisch, schwul, bi, trans, ace oder sonst irgendwie quer unterwegs sind“. queer*z hat einen Leitfaden für Hochschulen zum inklusiven Umgang mit allen Geschlechtern  herausgegeben. Dieser gibt Handlungsempfehlungen gegen eine Diskriminierung von trans* Personen in Sprache, Lernräumen, Toiletten und auf Namenslisten.

Auch die Akademie der bildenden Künste Wien hat eine Broschüre zum diskriminierungskritischen Umgang mit trans, inter* und nicht-binären Menschen in Lehr- und Lernräumen an Hochschulen herausgegeben.