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Geschlechtergerechte Sprache

Die Arbeitsstelle Chancengleichheit setzt sich für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch an der Universität Bremen ein. Um möglichst viele Personen anzusprechen, verwenden wir in unseren Texten eine Schreibweise mit ‚Gender-Star‘*.  Der ‚Gender-Star‘* verweist mit seinen vielen Linien sowohl auf unterschiedliche geschlechtliche Identitäten als auch auf weitere Identitätspositionen, wie Alter, Klasse, race oder Beeinträchtigung.

In vielen Texten wird ausschließlich das generische Maskulinum verwendet und mit einer vermeintlich besseren oder leichteren Lesbarkeit begründet. Dadurch werden Frauen*, trans* und inter*geschlechtliche Personen sprachlich ausgeschlossen. Beim Lesen solcher Texte werden sie weder mitgedacht noch fühlen sie sich von diesen Texten angesprochen.

Mittlerweile gibt es viele differenzierte Formulierungsmöglichkeiten, die einen gender- und diversitätssensiblen Sprachgebrauch ermöglichen. Erklärungen und Formulierungsvorschläge dazu hat die Landeskonferenz der Frauenbeauftragten im Land Bremen zusammen mit der Landesrektor*innenkonferenz in einer Broschüre zusammengestellt. In einem Beschluss vom 22.10.2014 empfiehlt der Akademische Senat der Universität Bremen ausdrücklich die Auseinandersetzung mit dieser Orientierungshilfe zur gendersensiblen Sprache.

 

Weiterführende Informationen und Beispiele

Weiterführende Erläuterungen zu den vielfältigen Dimensionen einer gender- und diversitätssensiblen Sprache hat die AG Feministisch Sprachhandeln an der Humboldt Universität Berlin herausgegeben.

Auch von der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover gibt es "Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache", die der Vielzahl geschlechtlicher Identitäten Rechnung trägt und damit der aktuellen Gesetzgebung entspricht, nach der seit dem 1. Januar 2019 eine dritte Geschlechtsoption im Personenstandsregister geführt wird. Geschlechtervielfalt soll sich in allen schriftlichen Veröffentlichungen der Verwaltung der Landeshauptstadt abbilden. Hierfür hat sie einen Flyer "Für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache" mit hilfreichen Beispielen herausgegeben und eine Postkarte, die ermuntern soll, eine geschlechterumfassende Sprache zu nutzen.

Gute Beispiele für einen inklusiven Umgang mit Menschen aller Geschlechter an Hochschulen finden Sie außerdem in folgenden Broschüren. Beide enthalten auch sprachliche Hinweise.