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Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft

Karrikatur von drei Wissenschaftlern zum Thema Rollenvorbilder
Cartoon aus unserem Projekt "aufgezeichnet - Gender Dynamics in MINT"

Mit unseren Strategien und Ansätzen wollen wir die Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts im Wissenschaftsbetrieb abbauen, für die es viele Gründe gibt: Der Anteil von Frauen* sinkt mit jeder Karrierestufe. In Entscheidungsgremien wie Rektorat, Dekanaten und Akademischem Senat sind sie unterrepräsentiert. Schon die Studienfachwahl, die stark durch gesellschaftliche Einflüsse geprägt wird, hat großen Einfluss auf Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten und wird stark durch gesellschaftliche Einflüsse geprägt. Noch immer bilden Studenten* die große Mehrheit in den Ingenieurwissenschaften, Studentinnen* hingegen in Fächern wie Psychologie, Erziehungs- und Sprachwissenschaften. Männer* profitieren von besseren Gehaltseinstufungen, entfristeten Verträgen und sind seltener in Teilzeit beschäftigt. Einer der Gründe ist die (un)bewusste Vorannahme, Frauen in der Wissenschaft seien weniger zuverlässig oder leistungsfähig, weil sie häufiger häusliche Care-Arbeit übernehmen.

Erfolg im Studium und eine wissenschaftliche Karriere haben nicht nur mit den eigenen Leistungen zu tun. Informelle Förderungen in ungeregelten Verfahren spielen eine ebenso zentrale Rolle. Auch beeinflussen Klischees und Vorurteile unbewusst die Personalauswahl. Und nicht zuletzt fehlt es an vielfältigen Rollenvorbildern in Führungspositionen.

Diese Mechanismen, aber auch faktische Ausgrenzungen, beeinflussen von Studienbeginn an die Wege in der Wissenschaft. Ziel der Arbeitsstelle Chancengleichheit ist es, solchen Ungleichheiten entgegenzuwirken. Neben der zentralen Kategorie Gender berücksichtigen wir dabei viele weitere Diversitätsdimensionen.

Wenn Sie Fragen zu Geschlechterverhältnissen an Hochschulen haben, wenden Sie sich bitte an Anneliese Niehoff.


*   Wir setzen uns für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch ein. Um möglichst viele Personen anzusprechen, verwenden wir die Schreibweise mit »Gender-Star«*. Dieser will mit seinen vielen Linien sowohl auf unterschiedliche geschlechtliche Identitäten als auch auf weitere Identitätspositionen wie Alter, Klasse, race oder Beeinträchtigung verweisen. Das Sternchen in der Mitte eines Wortes verweist auf alle Geschlechtsidentitäten. Das Sternchen am Ende des Wortes verweist auf die vielfältigen Identitätspositionen innerhalb einer Geschlechterkategorie wie zum Beispiel Frau*.

Kontakt

Anneliese Niehoff

E-Mail:  chancen1protect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de
Tel.:  (0421) 218 - 60181
Gebäude:  GW2
Raum:  A 4167