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go diverse

Gender- und diversitätskompetente Personalauswahl

Die Universität Bremen möchte Benachteiligungen in Personalauswahlverfahren verringern und die Vielfalt im Wissenschaftsbetrieb stärken. Hierfür benötigen Führungskräfte und Entscheider*innen Gender- und Diversitätskompetenzen.

Das Projekt go diverse  bietet Trainings, Beratungen und Informationen für alle Wissenschaftler*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen der Universität Bremen, die Einstellungsprozesse durchführen.

Kritische Organisationswissenschaften (Bourabain, 2021; de Angelis & Grüning, 2020) und Kritische Diversitätsforschung (Heitzmann und Houda, 2019) zeigen beständig auf, dass sich Wissenschaftler*innen aufgrund von Gender, Race, Religion, Behinderung, Klasse und/oder Alter mit Diskriminierungen auseinandersetzen müssen. Einstellungsprozesse können durch ihre Struktur direkt oder indirekt diskriminieren, ohne dass dies ein bewusstes Ziel der Akteur*innen ist. Solche Ausschlüsse können leider nicht allein durch formale Prozessvorgaben gelöst werden. Alle Beteiligten tragen Verantwortung. go diverse trägt dazu bei, Führungskräfte und Entscheider*innenteams mit Wissen und Reflexionskompetenz auszustatten und sie dadurch im Sinne einer möglichst vielfältigen Personalauswahl handlungsfähig zu machen.

Das Projekt wird in Kooperation von der Arbeitsstelle Chancengleichheit und dem Diversity Managementder Universität Bremen bis Oktober 2024 durchgeführt.


Training Personalauswahl

go diverse bietet Fortbildungsworkshops zu Gender- und Diversitätskompetenzen für Personalauswahlverfahren und Begutachtungen an.

Der Workshop Diversitätssensible Einstellungsprozesse bietet den Rahmen für eine Auseinandersetzung mit Diversitätsthemen in Personalauswahlprozessen, vom der Definition der Anforderungen, über die Formulierung der Ausschreibung bis hin zur Entscheidung. Anhand aktueller Forschungsstände reflektieren Teilnehmende über unbewusste Vorurteile und Fallstricke in Entscheidungsprozessen. Einstellungsverfahren werden beispielhaft durchgespielt, sodass Teilnehmende Kompetenzen in der aufgabenbezogenen Selbstreflexion entwickeln und Handlungsanleitungen für ihren Verantwortungsbereich erstellen können. Dieser Workshop baut auf Vorkenntnissen zu den Themen Diversität und Anti-Diskriminierung auf, er vermittelt vertiefte Kompetenzen zu Einstellungsverfahren in der Wissenschaft.

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Logo des Projektes "go diverse -gender und diversitätssensible Personalauswahl" in violett und rot

Kontakt

Dr.in ClaireDeschner

E-Mail: claire.deschnerprotect me ?!vw.uni-bremenprotect me ?!.de
Tel.: (0421) 218 - 60183
Gebäude: GW2
Raum: A 4790

Kontakt

Anneliese Niehoff

E-Mail:  anneliese.niehoffprotect me ?!vw.uni-bremenprotect me ?!.de
Tel.:  (0421) 218 - 60181
Gebäude:  GW2
Raum:  A 4167

Kontakt

Nele Kuhn

E-Mail: nele.kuhnprotect me ?!vw.uni-bremenprotect me ?!.de
Tel: (0421) 218 - 60302
Gebäude:SFG
Raum: 0350

 

Universität Bremen Grafik

Beratung Personalauswahlverfahren

Stellenausschreibungen haben einen nachhaltigen Effekt auf den Bewerber*innenkreis und die Selbstdarstellung von Bewerbenden. Die schriftliche Kontaktaufnahme mit potentiellen Bewerber*innen ist ein zentraler Moment, um eigene Diversitätsbemühungen transparent zu machen und die Diversität der Bewerber*innen zu erhöhen. go diverse berät Wissenschaftler*innen in der diversitätssensiblen Gestaltung der Stellenausschreibungen. Auf dieser Seite finden Sie unsere wichtigsten Tipps zur Gestaltung von Stellenausschreibungen. Beachten Sie auch unser A-Z für eine gute Wahl aus der ersten Förderphase.

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Über go diverse

go diverse trägt dazu bei, diskriminierende Zugangsbarrieren in Einstellungsprozessen abzubauen. go diverse steht allen akademischen Statusgruppen bei Einstellungsverfahren mit Beratung, Fortbildungen und Informationen zur Seite, bei der Vergabe von Promotionsstellen, Postdoc-Stellen bis hin zu Berufungsverfahren. go diverse integriert die Diversitätsdimensionen Rassismus, Ableismus, sozioökonomische Herkunft und Alter in die geschlechterpolitische Arbeit.

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go diverse 2017-19

In der ersten Förderphase (2017-2019) hat „go diverse“ insbesondere auf unbewusste Diskriminierungsprozesse in der wissenschaftlichen Personalauswahl aufmerksam gemacht. Vorträge, Beratungen, Workshops und das „A – Z für eine gute Wahl“ haben Entscheidungsträger*innen für unbewusste Beurteilungsfehler und kognitive Verzerrungen sensibilisiert.

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Referenzen

Bourabain, D. (2021). Everyday sexism and racism in the ivory tower: The experiences of early career researchers on the intersection of gender and ethnicity in the academic workplace. Gender, Work and Organization, 28(1), 248–267. https://doi.org/10.1111/gwao.12549

de Angelis, G., & Grüning, B. (2020). Gender Inequality in Precarious Academic Work: Female Adjunct Professors in Italy. Frontiers in Sociology, 4(87), 1–18. doi.org/10.3389/fsoc.2019.00087

Heitzmann, D., & Houda, K. (2019). Rassismus an Hochschulen. Beltz Verlagsgruppe.


*   Wir setzen uns für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch ein. Um möglichst viele Personen anzusprechen, verwenden wir die Schreibweise mit »Gender-Star«*. Dieser will mit seinen vielen Linien sowohl auf unterschiedliche geschlechtliche Identitäten als auch auf weitere Identitätspositionen wie Alter, Klasse, race oder Beeinträchtigung verweisen. Das Sternchen in der Mitte eines Wortes verweist auf alle Geschlechtsidentitäten. Das Sternchen am Ende des Wortes verweist auf die vielfältigen Identitätspositionen innerhalb einer Geschlechterkategorie wie zum Beispiel Wissenschaftlerin*.

Aktualisiert von: god!verse