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Künstliche Intelligenz in Zeiten von Nachhaltigkeit

In einem Buchbeitrag stellen Forscher des CRIE die kritische Frage, ob der technologische Fortschritt im Bereich der künstlichen Intelligenz einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten kann.

Im Mai 2020 erschien im Metropolis-Verlag das Buch "Mensch und Technik - Perspektiven einer zukunftsfähigen Gesellschaft". In dem von Susanne Hartard und Axel Schaffer herausgegebenem Werk werden in unterschiedlichen Beiträgen Themen von der technologischen Mündigkeit des Menschen (Teil 1), der Mensch-Technik-Interaktion in der Praxis (Teil 2) sowie Technik-Umwelt-Interaktionen (Teil 3) diskutiert.

Das Kapitel "Künstliche Intelligenz in Zeiten von Nachhaltigkeit - Teil oder Lösung des Problems" wirft die Frage auf, inwiefern durch den technologischen Fortschritt im Bereich der künstlichen Intelligenz die Effizienz regionaler Energiesysteme Deutschland gesteigert werden kann.  Hierzu wurden verschiedene Datensätze miteinander verbunden (u. a. Patentdaten sowie Daten der statistischen Ämter des Bundes und der Länder zum Energieverbrauch) und in iner Querschnittsanalyse auf der Ebene von Kreisen und kreisfreien Städten (sog. NUTS-3 Regionen) ausgewertet. Dirk Fornahl, Nils Grashof und Alexander Kopka konnten zeigen, dass KI einen reduzierenden Effekt auf den industriellen Stromverbrauch von Regionen hat. Dieser ist jedoch je nach Regionstyp unterschiedlich ausgeprägt: Insbesondere Metropolregionen und auf nachhaltige Technologien spezialisierte Regionen können von diesem KI-Effekt profitieren, wohingegen dieser bei anderen Raumtypen nicht nachgewiesen werden konnte. Je nach den regionalen Gegebenheiten ist KI somit entweder Teil oder Lösung des Nachhaltigkeitsproblems.

 

Das Bild zeigt die erste Seite des veröffentlichten Kapitels
Künstliche Intelligenz in Zeiten von Nachhaltigkeit - Teil oder Lösung des Problems?