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Stärkung der digitalen Transformation der Forschung: DSC beim Dagstuhl-Seminar

Rolf Drechsler und Lena Steinmann schlossen sich internationalen Experten im Schloss Dagstuhl – Leibniz-Zentrum für Informatik an, um über die Rolle digitaler Zentren, gemeinsamer Kompetenzen und institutioneller Strategien zu sprechen.

Vom 23. bis 28. August 2026 war das Data Science Center (DSC) beim Dagstuhl-Seminar 26351 „Digital Transformation of Research and Digital Centers in the Science Landscape" vertreten. Dagstuhl-Seminare sind international anerkannte, einladungsbasierte Veranstaltungen, bei denen Experten zusammenkommen, um sich über aktuelle Themen der Informatik und verwandter Fachgebiete auszutauschen.

Rolf Drechsler und Lena Steinmann nahmen an dem Seminar teil, bei dem nationale und internationale Vertreter von Daten- und Digitalwissenschaftszentren, Forschungsförderungsstellen und verwandten Initiativen zusammenkamen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die digitale Transformation effektiv und nachhaltig in die Forschungslandschaft eingebettet werden kann und welche Rolle digitale Zentren, gemeinsame Kompetenzen und institutionelle Strategien in diesem Prozess spielen können.

Die Gespräche fokussierten sich auf verschiedene Modelle zur Gestaltung der digitalen Transformation in der Forschung: von zentralen Unterstützungsstrukturen bis hin zu dezentralen, institutionellen Initiativen sowie von fachspezifischen Dienstleistungen bis hin zu interdisziplinären Ansätzen. Research Software Engineering und Forschungsdatenmanagement wurden als zentrale Kompetenzbereiche zur Unterstützung daten- und softwareintensiver Forschung thematisiert.

Vorstellung des Bremer Models

Im Rahmen des Seminars stellte Lena das DSC mit dem Vortrag „Data Science Center der Universität Bremen – Zentrale Drehscheibe für datengestützte Forschung" vor. Der Vortrag zeigte auf, wie ein universitätsweites Data Science Center Disziplinen miteinander verbinden, gemeinsames Fachwissen aufbauen und Forscher über einzelne Projekte hinaus unterstützen kann.

Der Vortrag skizzierte das Bremer Modell: Das DSC wurde 2019 als Bottom-up-Initiative gegründet und bündelt Data-Science-Kompetenz universitätsweit an der Universität Bremen. Es vereint Forschung, Qualifizierung, Beratung, Vernetzung und technische Unterstützung. Es verknüpft Data Science mit Forschungsdatenmanagement und unterstützt Forschende über den gesamten Datenlebenszyklus hinweg.

Der Vortrag hob zudem die Rolle des DSC innerhalb von DataNord hervor, dem vom BMFTR geförderten interdisziplinären Datenkompetenzzentrum für die Region Bremen. Als eine der zentralen Säulen von DataNord trägt das DSC zur regionalen Zusammenarbeit zwischen Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und forschungsbezogenen Dienstleistungspartnern bei.

Vom Austausch zur Zusammenarbeit

Nach einleitenden Vorträgen und einem gegenseitigen Austausch wurde das Seminar in kleinere Arbeitsgruppen aufgeteilt. Diese boten Raum für eine vertiefte Diskussion gemeinsamer Herausforderungen, darunter nachhaltige Modelle für digitale Zentren, das Verhältnis zwischen fachspezifischen Anforderungen und interdisziplinären Dienstleistungen sowie die Kompetenzen, die zur Unterstützung daten- und softwareintensiver Forschung erforderlich sind.

Ein wichtiger Bezugspunkt während des gesamten Seminars war die „Data & Digital Science Community" (DaDiSC), die vom DSC mitinitiiert wurde. DaDiSC bringt Initiativen und Zentren aus den Bereichen Daten- und Digitalwissenschaft zusammen, um den Austausch zu stärken, gemeinsame Standpunkte zu entwickeln und die Rolle solcher Strukturen in der Wissenschaftslandschaft sichtbarer zu machen.

Warum dies für die Universität Bremen von Bedeutung ist

Das Dagstuhl-Seminar bot eine wichtige Gelegenheit, Erfahrungen aus Bremen in eine internationale Diskussion über digitale Zentren und deren Rolle in der Forschung einzubringen. Das DSC diente als Beispiel dafür, wie ein hochschulweites Zentrum fachliche Expertise vernetzen, Forscher über den gesamten Datenlebenszyklus hinweg unterstützen und zum langfristigen Kompetenzaufbau beitragen kann.

Die Gespräche zeigten, dass sich viele Einrichtungen mit ähnlichen Fragen beschäftigen: Wie lassen sich dauerhafte interdisziplinäre Kooperationen aufbauen, wie kann man auf sich rasch wandelnde methodische und technologische Anforderungen reagieren und wie gelingt der Übergang von projektbezogener Förderung hin zu einer nachhaltigen institutionellen Unterstützung?

Das Seminar schuf zudem neue Verbindungen zu Zentren und Initiativen, die sich mit ähnlichen Herausforderungen befassen. Für die Universität Bremen stärkt dies den nationalen und internationalen Austausch und macht den Bremer Ansatz in einer breiteren Diskussion über die digitale Transformation in der Forschung sichtbar. Gleichzeitig liefert der Austausch wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der eigenen Dienstleistungen, Formate und der strategischen Positionierung des DSC.

Wir danken den Organisatoren und allen Teilnehmenden für den offenen Austausch und die inspirierenden Gespräche.


Weiterführende Links:

Dagstuhl Seminar 26351

www.dadisc.org

Fragen beantwortet:

Dr. Lena Steinmann
DSC Koordinatorin
Tel. +49 (421) 218 - 63941
E-Mail: lena.steinmannprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

DSC at Dagstuhl Seminar
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