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Summer School 2026 „Location Matters“ vereinte verschiedene Fachrichtungen

Vom 13. bis 17. Juli 2026 veranstalteten das DSC, das BIPS und das ZMT gemeinsam die Summer School "Location Matters", eine interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung, die den Teilnehmern den effektiven Umgang mit Geodaten vermittelte.
Disziplinen durch Geodaten miteinander verbinden

Geodaten gewinnen zunehmend an Bedeutung für das Verständnis von Gesundheitsergebnissen, sozialen Ungleichheiten, Umweltbelastungen und dem Zugang zu Dienstleistungen. Die Einbeziehung von Geodaten kann zwar empirische Analysen in der gesundheits- und sozialwissenschaftlichen Forschung stärken, bringt jedoch auch Herausforderungen in Bezug auf Datenverknüpfung, räumliche Einheiten und Interpretation mit sich. Ebenso erfordert die Anwendung von räumlichem Fachwissen auf gesellschaftliche Fragestellungen, dass Geowissenschaftler interdisziplinär zusammenarbeiten und sich mit den rechtlichen und ethischen Überlegungen auseinandersetzen, die in der sozial- und gesundheitswissenschaftlichen Forschung häufig auftreten.

Die Summer School brachte diese Perspektiven zusammen und schuf einen gezielten Rahmen für methodische Fortbildung, strukturierten Austausch und Forschungsentwicklung.

In Fachvorträgen wurden Schlüsselkonzepte und Analysestrategien an der Schnittstelle von Gesundheit, Gesellschaft und Geodaten vorgestellt. Die „Data Journeys“ ergänzten diese Inputs, indem sie konkrete Forschungsprojekte vorstellten und veranschaulichten, wie Geodatenmethoden in der Praxis angewendet werden. Anschließend erhielten die Teilnehmer eine praktische Schulung in QGIS und R, in der sie übertragbare Arbeitsabläufe zur Erfassung, Verarbeitung, Analyse und Visualisierung von Geodaten entwickelten. Außerdem präsentierten sie ihre eigenen Forschungsarbeiten in einer Postersession, diskutierten ihre Arbeit mit anderen Teilnehmern und identifizierten Möglichkeiten für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Der Preis für das beste Poster ging an Dr. Julia Beckhaus vom Epidemiologischen Krebsregister Niedersachsen in Oldenburg für das Poster „Small Area Cancer Atlas Lower Saxony“. In der optionalen „Bring-Your-Own-Data“-Klinik konnten die Teilnehmer die Methoden mit Unterstützung von Experten und Kollegen auf ihre eigenen Projekte anwenden. Informelle Networking-Formate während der gesamten Woche förderten den interdisziplinären Austausch zusätzlich.

Eine gemeinsame Initiative Bremer Forschungseinrichtungen 

Die Summer School war eine gemeinsame Initiative des Data Science Center (DSC), des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) und des Leibniz-Zentrums für tropische Meeresforschung (ZMT).

Die beteiligten Kolleginnen vom DSC waren Dr. Susanne de Vogel und Dr. Annika Nolte. Als Sozialwissenschaftlerin hielt Susanne Vorträge zu räumlichem Denken, Forschungsdatenmanagement für Geodaten sowie zu ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekten (ELSA). In ihrem Vortrag zum räumlichen Denken untersuchte sie die Rolle des Raums in der Sozial- und Gesundheitsforschung, einschließlich der Frage, wie Raum sozial konstruiert wird. In ihren weiteren Vorträgen ging es darum, wie georäumliche Arbeitsabläufe reproduzierbar geplant, organisiert und dokumentiert werden können und wie Datenschutz, Urheberrecht und ethische Risiken bei der Arbeit mit Standortdaten berücksichtigt werden müssen.
Annika Nolte brachte ihr methodisches und technisches Fachwissen im Bereich der Geodatenanalyse ein. Sie vermittelte Grundlagen der Geodatenanalyse, gab einen Überblick über bestehende Geodatenquellen und Ansätze zur Wiederverwendung von Daten und leitete praktische Übungen in QGIS und R. Ihre Veranstaltungen ermöglichten es den Teilnehmern, praktische Arbeitsabläufe für den Import, die Aufbereitung, die Verknüpfung, die Analyse und die Visualisierung von Geodaten zu entwickeln.

Dr. Nour Naaouf vom BIPS brachte sein Fachwissen in den Bereichen GIS, Fernerkundung, Expositionsbewertung und räumliche Analyse ein, das er auch in das DataNord-HealthyPlanet-Projekt einbringt. Während der Sommerschule leitete er Workshops zu Kartografie und fortgeschrittener Visualisierung in QGIS und zeigte den Teilnehmern, wie sich räumliche Muster klar und effektiv darstellen lassen.

Alexandra Nozik, Geodaten-Spezialistin am ZMT und QField-Botschafterin, war neben Annika und Nour eine der Hauptdozentinnen in den QGIS-Sitzungen. Darüber hinaus leitete sie eine praktische Outdoor-Einheit zur Erfassung von georäumlichen Felddaten mit QField.

Die „Data Journey“-Vorträge veranschaulichten, wie georäumliche Methoden in laufenden Forschungsprojekten angewendet werden. Dr. Rajini Nagrani vom BIPS stellte das DataNord HealthyPlanet-Projekt vor, das satellitengestützte Umweltindikatoren nutzt, um Zusammenhänge zwischen Umweltbedingungen, Gesundheitsergebnissen und gesundheitsbezogenem Verhalten zu untersuchen. Ihr Vortrag zeigte, wie solche Indikatoren dazu beitragen können, Lücken in herkömmlichen Gesundheitsdaten zu schließen, und hob gleichzeitig die methodischen und praktischen Herausforderungen bei der Verknüpfung von Daten über Fachbereichsgrenzen hinweg hervor.
Dr. Nour Naaouf vom BIPS brachte sein Fachwissen in den Bereichen GIS, Fernerkundung, Expositionsbewertung und räumliche Analyse ein, das er auch in das DataNord-HealthyPlanet-Projekt einbringt. Während der Sommerschule leitete er Workshops zu Kartografie und fortgeschrittener Visualisierung in QGIS und zeigte den Teilnehmern, wie sich räumliche Muster klar und effektiv darstellen lassen.

Alexandra Nozik, Geodaten-Spezialistin am ZMT und QField-Botschafterin, war neben Annika und Nour eine der Hauptdozentinnen in den QGIS-Sitzungen. Darüber hinaus leitete sie eine praktische Outdoor-Einheit zur Erfassung von georäumlichen Felddaten mit QField.

Hohe Nachfrage spiegelt den wachsenden Bedarf

Für die Summer School gingen mehr als 100 Bewerbungen ein, etwa die Hälfte davon von internationalen Forschern. Im Rahmen eines strengen Auswahlverfahrens wurde eine hochqualifizierte und motivierte Gruppe von 30 Teilnehmern zusammengestellt. Die große Nachfrage unterstreicht den wachsenden Bedarf an interdisziplinären Fortbildungen, die georäumliche Methoden mit Fragestellungen aus den Sozial- und Gesundheitswissenschaften verbinden.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des DataNord-Projekts statt, einem interdisziplinären Kompetenzzentrum für Daten, das Forscher aller Fachrichtungen und Karrierestufen durch Schulungen, Beratung und Networking-Möglichkeiten in den Bereichen Datenwissenschaft und Forschungsdatenmanagement unterstützt.


Weiterführende Links:

https://www.uni-bremen.de/data-science-center/trainings-services/geospatial-summer-school-2026

https://www.bremen-research.de/datanord

Fragen beantwortet:

Dr. Annika Nolte
DSC Data Scientist
Tel.:  +49 (421) 218 59856
E-Mail: anolteprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Dr. Susanne de Vogel
DSC Data Scientist
Tel. +49 (421) 218 63938
E-Mail: devogelprotect me ?!unibremenprotect me ?!.de

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