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Promotionsbetreuung

Die Promotion ist eine eigenverantwortliche und selbstständige wissenschaftliche Leistung der oder des Promovierenden, die durch erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begleitet und betreut wird. Die Qualität dieser Betreuung beeinflusst den Erfolg einer Promotion. Zu einer guten Betreuung gehört eine wechselseitig abgestimmte Planung der Arbeit mit Zeitplan und Zwischenzielen, verbindliche und regelmäßige Betreuungsgespräche und die Einbindung in ein angemessenes wissenschaftliches Umfeld. Ziel ist ein Betreuungsverhältnis, das von Vertrauen und der Unterstützung der wissenschaftlichen Selbstständigkeit geprägt ist.

An der Universität Bremen regeln die Promotionsordnungen die rechtlichen Vorgaben für die Betreuung von Dissertationen. Promovierende und Promotionsbetreuende können über diese Regelungen hinaus aktiv ihre Zusammenarbeit planen und ausgestalten. BYRD bietet hierfür einige Ressourcen zum Herunterladen oder Literaturempfehlungen.

Promovierende können auch die persönliche Beratung bei BYRD nutzen, um ihre Betreuungssituation zu besprechen und sich Anregungen für die Zusammenarbeit zu holen. Einige unserer Workshops bieten zudem Hilfestellung bei Herausforderungen wie der Arbeitsstrukturierung, Unvertrautheit mit dem deutschen akademischen Umfeld oder auch der Kommunikation mit Betreuuenden.

Für Promotionsbetreuuende bietet BYRD gemeinsam mit der Personalentwicklung der Universität Bremen zudem jährlich eine Weiterbildung zum Thema "Promovierende betreuen" an.

 

Herausragende Betreuung

Die Universität Bremen hat am 1. Juli 2019 zum ersten Mal den Preis für herausragende Promotionsbetreuung verliehen. Der Verein Alumni der Universität Bremen e.V. unterstützte die Ehrung mit einem Preisgeld von insgesamt 4.000 Euro.

Die Preistragenden 2019:
Prof. Dr. Iris Pigeot
Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano

Wir gratulieren herzlich und bedanken uns für die engagierte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie für die Einblicke in die ausgezeichneten Betreuungspraktiken.

Ressourcen für Promovierende und Betreuende

Weitere Literaturempfehlungen

Eley, Adrian & Rowena Murray. 2009. How to be an Effective Supervisor. Open University Press. [im Uninetz als E-Book verfügbar]
Hennig, Anja. 2010. Die Crux mit der Promotionsbetreuung - Einblicke in eine besondere Beziehung und Überlegungen zu Lösungsansätzen. In: Girgensohn K. (Hg.), Kompetent zum Doktortitel. VS Verlag für Sozialwissenschaften. [im Uninetz als E-Book verfügbar]
Lee, Ann. 2012. Successful Research Supervision. Advising Students Doing Research. Routledge. [in der SuUB ausleihbar]

Betreuungsvereinbarungen

Betreuungsvereinbarungen sind eine Möglichkeit Rollen und Erwartungen auf beiden Seiten zu klären. Sie bieten die Möglichkeit die gemeinsamen Überlegungen im Rahmen eines Gesprächs zu Beginn der Promotionsphase über die gemeinsame Zusammenarbeit festzuhalten.

Eine Muster-Betreuungsvereinbarung kann hier heruntergeladen werden.

 Ein gutes Beispiel wie Betreuende auch ihre Erwartungen an ihre Studierenden, Promovierenden oder Postdocs verschriftlichen und transparent machen können, bietet Johannes Haushofer, Assistant Professor of Psychology and Public Affairs, Princeton University.

Erwartungen klären

"Die Voraussetzung für einen erfolgreichen Promotionsprozess – auch aus Sicht der Betreuenden, man sollte nicht vergessen, dass diese eine langfristige Verpflichtung eingehen und viel Zeit und Energie in die Arbeit ihrer Teams investieren – ist, dass Erwartungshaltungen von Anfang an explizit thematisiert werden. Von beiden Seiten. Betreuungsvereinbarungen können dazu beitragen […]"

Roy Sommer im Interview. "Man muss nicht überall dabei sein…" Die Rolle des wissenschaftlichen Netzwerkens während und nach der Promotion. In Forschung & Lehre 4/2018, S.299.

Rollen klären

"Hilfreich kann in dem Fall [in dem der Betreuende zugleich Arbeitgeber ist] zum einen die transparente und für beide Seiten verbindliche Festlegung von Zeitkontingenten sein, zum anderen die jeweilige Verständigung darüber, in welcher Funktion man jeweils einander gegenübertritt: als Arbeitgeber – Arbeitnehmer oder aber als Betreuer –Doktorand."

Edmund Brandt im Interview. Kennzeichen: Abhängigkeit. Zum Betreuungsverhältnis während der Promotion. In Forschung & Lehre 4/2018, S.302.

Promovierende als Arbeitnehmende

Häufig sind Promovierende in Deutschland an der Universität als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt. Dann kann es sein, dass die Doktormutter oder der Doktorvater zeitgleich Chefin oder Chef ist. Hier hilft es Rollen zu klären. Geht es um die Dissertation oder um die Arbeit im Projekt oder der Lehre? Bei Fragen zur Beschäftigung oder Arbeitsverträgen kann auch der Personalrat hinzugezogen werden.

Klärungsbedarf?

Eine Promotion ist eine besondere Situation, in der manchmal ein Gespräch mit einer außenstehenden Person helfen kann. BYRD bietet Beratungen zu verschiedenen Aspekten der Promotion und Promotionsbetreuung an. In bestimmten Situationen berät zudem die Arbeitsstelle gegen Diskriminierung und Gewalt - Expertise und Konfliktberatung (ADE).

Der Personalrat ist die nach dem Personalvertretungsgesetz gewählte Interessenvertretung aller Beschäftigten der Universität. Die Mitglieder des Personalrats beraten und vertreten Beschäftigte in Belangen ihres Arbeitsverhältnisses und ihres Arbeitsplatzes.

Die Arbeitsstelle gegen Diskriminierung und Gewalt - Expertise und Konfliktberatung (ADE) ist eine Beratungs- und Fachstelle zum Umgang mit Konflikten, Diskriminierungen und Gewalt am Ausbildungs-, Studien- und Arbeitsplatz. Ihr Angebotsspektrum beinhaltet Beratung und Information, Veranstaltungen und Fortbildungen.

Aktualisiert von: M. Sander