Institut für Anorganische Chemie und Kristallographie


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Forschung

Das Institut zeichnet sich dadurch aus, dass hier kristallographische Methoden nicht als reines Instrument zur Strukturaufklärung anorganischer Verbindungen benutzt werden, sondern auf der einen Seite sowohl Reaktionsmechanismen als auch Struktur-Eigenschafts-Beziehungen kristallographisch aufgeklärt werden und auf der anderen Seite Methodenentwicklung innerhalb der Kristallographie betrieben wird. Dabei wird ein breites Spektrum anorganisch-chemischer Fragestellungen bearbeitet von Materialien, Netzwerkverbindungen, Molekülverbindungen und Metallorganik bis zu pharmazeutisch relevanten Verbindungen. Moderne Verfahren der experimentellen Elektronendichtebestimmung und -analyse werden weiterentwickelt und mit den chemischen Fragestellungen verknüpft.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der experimentellen Aufklärung der atomaren und subatomaren, d.h. elektronischen, Struktur von Verbindungen mit schweren Elementen, bei denen der relativistische Effekt entscheidend zu den Eigenschaften der Verbindung beiträgt. Diese Fragestellung wird aus drei verschiedenen Blickwinkeln in einer gemeinsamen Anstrengung beleuchtet: Kommunikation freier Elektronenpaare an schweren Elementen in Netzwerkverbindungen (Gesing), besondere Bindigkeiten schwerer Elemente in Molekülen (Beckmann) und Sichtbarmachung des relativistischen Effekts in der Elektronendichte (Grabowsky). Dies führt zu einem Verständnis der Struktur-Eigenschaftsbeziehung, wie es für Materialentwicklung von entscheidender Bedeutung ist. Insofern bettet sich das Institut in den Schwerpunkt „MAPEX Materials and Processes“ der Universität Bremen ein.


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AG Beckmann

Die metallorganische Chemie der leichten und schweren Hauptgruppenelemente wird in ihrer gesamten Bandbreite untersucht. Dabei reicht das Forschungsinteresse von strukturchemischen und materialwissenschaftlichen Fragestellungen über Anwendungen in der metallorganischen und organischen Synthese und Katalyse bis hin zur Untersuchung physikalischer und spektroskopischer Eigenschaften neuer Verbindungen.

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AG Gesing

Unsere Arbeitsgruppe interessiert sich für temperaturabhängige Struktur-Eigenschaftsbeziehungen von Oxiden, insbesondere von Verbindungen mit aktiven freien Elektronenpaaren oder kleinen Gerüststrukturen. Strukturelle Phasenübergänge, "Template-Framework"-Wechselwirkungen, Separierung von thermischen Verschiebungen und strukturellen Verzerrungen oder thermochromisches Verhalten sind ebenso von Interesse wie photonische und (photo-)katalytische Effekte. Darüberhinaus beschäftigen wir uns einerseits mit der Beschreibung des thermischen Expansionsverhaltens sowie der korrespondierenden Methodenentwicklung und andererseits mit Strukturverfeinerungen und spektroskopischer Charakterisierung von Nano- zu Einkristallen.

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AG Grabowsky

Wir sind eine Nachwuchsarbeitsgruppe im Rahmen der DFG-Emmy-Noether-Förderung, die im Sommer 2014 die Forschung an der Universität Bremen aufgenommen hat. Wir beschäftigen uns mit Methodenentwicklung in der Kristallographie und der Anwendung der neuen Methoden auf anorganische und bio-organische Fragestellungen.