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Lernergebnisse

Lernergebnisse (engl. Learning Outcomes) sind Aussagen darüber, was Lernende wissen, verstehen und in der Lage sind zu tun, nachdem der Lernprozess abgeschlossen ist.

Diese Aussagen werden im Unterschied zu Lernzielen stets auf Basis aktiver Verben beschrieben. Mit dieser Beschreibungssprache soll deutlich gemacht werden, was eine Person nach Abschluss eines Lernprozesses kann und nicht was sie können sollte. Lernergebnisse werden somit immer aus der Perspektive der Lernenden beschrieben.

Das folgende Beispiel soll die Beschreibungssprache von Lernergebnissen verdeutlichen:

  • Der / Die Lernende ist in der Lage die binomischen Formeln aufzulisten.

Zur Unterstützung bei der Formulierung von Lernergebnissen wird häufig auf sogenannte Taxonomien zurückgegriffen, aus denen sich Lernergebnis-Kategorien mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (Niveaus) ableiten lassen. Diese beinhalten zumeist auch Verbtabellen (bestehend aus aktiven Verben), die ebenfalls zur Formulierung von Lernergebnissen herangezogen werden können.

Folgende Domänen können unterschieden werden:

  • Kognitive Domäne:
    In dieser Domäne werden Denkprozesse in einer Taxonomie von sechs Stufen dargestellt. Diese Taxonomie nach Bloom wird am häufigsten im Zusammenhang mit der Beschreibung von Lernergebnissen auf Hochschulniveau genannt. Siehe dazu die „Taxonomie kognitiver Lernergebnisse“ (nach Anderson/Krathwohl (2001), zit. nach HRK – Nexus (2013), ergänzt um eine erweiterte Verbliste nach Bloom (1956), zit. nach Bachmann (2014) in HRK Nexus (2013) und Beispiele).
  • Affektive Domäne:
    In dieser Domäne geht es um Gefühle, Einstellungen und Werte. Die Taxonomie umfasst fünf Stufen, die sich auf die emotionale Komponente des Lernens beziehen und reicht dabei von der grundlegenden Bereitschaft etwas zu lernen bis hin zur vollständigen Integration von Einstellungen, Ideen und Ansichten. Siehe dazu die „Taxonomie affektiver Lernergebnisse“ (nach Bloom (1956) und Krathwohl (2002), zit. nach HRK – Nexus (2013), ergänzt durch Beispiele).
  • Psychomotorische Domäne:
    In dieser Domäne geht es um physische Fertigkeiten, die die Koordination von Gehirn und Muskeln umfassen. Die ausgewählte Taxonomie umfasst hier ebenfalls fünf Stufen. Sie dient vorrangig zur Beschreibung von Lernergebnissen in medizinischen, künstlerischen und musikalischen Studienfächern, aber auch in den Ingenieurswissenschaften (z.B. für Labortätigkeiten), Sportwissenschaften und im Schauspiel. Siehe dazu die „Taxonomie psychomotorischer Lernergebnisse“ (nach Bergstermann u. a. (2013) und Dave (1970), zit. nach Kennedy (2006), ergänzt durch Beispiele).

Kontakt:

Annette Weber
Akademie für Weiterbildung
0421 - 218 61 631
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Projektförderung:

Aktualisiert von: Katrin Heins