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matelier

Das matelier der Universität Bremen

Das Verhältnis von Schülerinnen und Schülern zum Fach Mathematik wird bereits in der Grundschule entscheidend geprägt. Wie bei kaum einem anderen Fach werden hier die Weichen für Neigung bzw. Abneigung für den weiteren Schulverlauf gestellt. Doch auch in der Mittelstufe und Oberstufe wird die Distanz zum Fach Mathematik immer wieder zur Ansteckungsgefahr, sodass das Interesse für ein Mathematikstudium heute bei vielen jungen Menschen gering ist. Doch Mathematik ist mehr als viele aus ihrem Unterricht kennen.  

Im matelier bekommen Schulklassen, Lehrerinnen und Lehrer sowie Lehramtsstudierende Anregungen für einen lebendigen Mathematikunterricht aller Jahrgangsstufen. Das matelier bietet eine Vielzahl an Materialien zu unterschiedlichen Themenbereichen der Mathematik. Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit das matelier und seine Materialien kennenzulernen und zu erforschen. Ihre Lehrkräfte können die Materialien ausleihen, um so den eigenen Unterricht anschaulicher zu gestalten. Das matelier beteiligt sich zudem jedes Jahr an den Mathematik-Workshops im Rahmen der Bremer Kinder-Uni.

Öffnungszeiten:

  • dienstags von 15.45 bis 17.45 Uhr
  • mittwochs von 14.00 bis 16.00 Uhr
  • donnerstags von 12.00 bis 14.00 Uhr

Forschertage:

  • dienstags von 9.00 bis 12.00 Uhr für die Oberstufe
  • mittwochs von 9.00 bis 12.00 Uhr für die Grundschule
  • freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr für die Jahrgänge 5 und 6

Mathe-Forschertag

An wöchentlichen „Mathe-Forschertagen" erleben und erkunden Schulklassen mathematische Fragen einmal anders. Die Angebote des matelier richten sich derzeit primär an Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse sowie die Oberstufe. Die Forschertage werden für Jahrgang 3 und 4 immer mittwochs und für Jahrgang 5 und 6 immer freitags angeboten. Der Forschertag für Mathematik-Leistungskurse der Oberstufe findet dienstags statt.

Mathematik Schülerseminar

Das Schülerseminar versteht sich als eine Trainingsgruppe für die Vorbereitung auf Mathematik-Wettbewerbe, insbesondere die Mathematik-Olympiade. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 8. Ab dieser Klassenstufe sind die Wettbewerbsaufgaben nur noch schwer ohne ein spezielles Training zu schaffen, das über den regulären Mathematik-Unterricht hinausgeht. Die Situation ist gut mit dem Sport vergleichbar: Wer in der Leichtathletik-Landesmeisterschaft erfolgreich teilnehmen will, tut gut daran, sich nicht nur auf den schulischen Sportunterricht zu beschränken, sondern in einem Sportverein und einer speziellen Trainingsgruppe sein Talent auszubauen.

Die Mathematik-Olympiade ist ein Wettbewerb, der sich an besonders gute Schülerinnen und Schüler ab der 3. Klasse wendet und dessen Reiz darin besteht, dass er bis zu einem internationalen Vergleichführt (Internationale Mathematik-Olympiade IMO), in dem nunmehr ca. 100 Staaten jeweils sechsköpfige Mannschaften schicken.

Der Fachbereich Mathematik der Universität fördert und unterstützt diesen Wettbewerb in vielfältiger Weise. Unter anderem wird die Landesrunde Ende Februar in den Räumen der Universität Bremen durchgeführt.

 

Mathematische Talente fördern

Bis zum Jahresende findet das Schülerseminar an folgenden Terminen statt:

  • November: 7.11., 21.11.
  • Dezember: 5.12., 19.12.

Immer in der Zeit von 15:30 - 17:00 Uhr.

Die Gruppe trifft sich in Räumen des Fachbereichs 3 (MZH) im Raum MZH 6340.

Im Jahr 2017 geht es weiter mit dem Termin Montag, 15:30 - 17:00 Uhr, im Prinzip alle 14 Tage in den Schulwochen, vor Wettbewerben (Landesrunde, Bundesrunde der Mathematik-Olympiade) auch wöchentlich. Die genauen Tage werden noch in Absprache mit den TeilnehmerInnen festgelegt.

Die Seminargruppe umfasst zur Zeit 10 SchülerInnen der Klassen 8 bis 11.

Talentförderung

Die Mathematik-Olympiade Bremen wird von dem Landesbeauftragten Dr. Reimund Albers von der Universität aus organisiert und durchgeführt, sowie inhaltlich getragen. Als Vorbereitung auf die Mathematik-Wettbewerbe bietet er ein Schülerseminar an. Das matelier unterstützt damit die Talentförderung im Bereich Mathematik.  Weitere Aktivitäten in diesem Rahmen sind das Frühstudium und die Sommerakademie. Damit wird eine Zielgruppenförderung von Klasse 3 bis zum Abitur realisiert. 

Studieren im matelier

Im Rahmen von Seminaren führt das matelier zudem mit Studierenden Maßnahmen zur Diagnose und Förderung an Partnerschulen durch: Arithmetik (Klasse 5), Algebra (Klasse 8 und Einführungsphase der Oberstufe). Im Grundschulbereich wird jährlich „matelier unterwegs"an Grundschulen durchgeführt. Hier können alle Kinder der Schule geometrische Spiel- und Stationsangebote der Studierenden in Kleingruppen erproben. Die hierfür notwendige Materialerstellung erfolgt zum überwiegenden Teil im matelier. 

Fortbildungen

Das matelier wird außerdem im Rahmen von schulbezogenen Entwicklungsprojekten genutzt. Seit 2011 werden hier Materialien für die mathematische und sprachliche Frühförderung sozial benachteiligter Kinder (insbesondere nicht-deutscher Muttersprache) erstellt, die Treffen der am Projekt beteiligten Studierenden finden hier regelmäßig statt. Auch findet eine Mathematikfortbildung für fachfremd unterrichtende Lehrkräfte (Maffunt) im Rahmen des mateliers statt.

Ausleihe

Im matelier bekommen Lehrerinnen und Lehrer sowie Lehramtsstudierende Anregungen für einen lebendigen Mathematikunterricht aller Jahrgangsstufen. Dazu steht im matelier eine breite Auswahl an aktuellen Lehrbüchern, didaktischen Materialien und Lernspielen zum Kennenlernen und Ausprobieren bereit. Die Materialien können zum Teil  ausgeliehen werden und bieten so Möglichkeiten zum selbstentdeckenden und anregenden (Kennen-) Lernen von Mathematik. Für die Verwendung im Unterricht stehen von einigen Spielen Klassensätze zur Verfügung.

Ansprechpartner

Angelika
Bikner-Ahsbahs
 
untersucht im
Kern, wie Lernende zu mathematischen Erkenntnissen gelangen und welche Bedingungen diese Prozesse unterstützen oder behindern. Dazu gehören der Umgang mit Zeichen, insbesondere Gesten, die Interessenlage von Lernenden, soziale Prozesse im Klassenzimmer und besonders die Gestaltung von Lehr-Lern-Arrangements.

Dagmar Bönig 
ist Professorin für
Mathematik-
didaktik mit dem Schwerpunkt Grundschule / Elementarbereich. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören die mathematikbezogene Förderung heterogener Lerngruppen sowie das mathematische Lernen im Übergang von der Kita zur Grundschule.

Christine Knipping ist Professorin für Didaktik der Mathematik mit Schwerpunkt in der Sekundarstufe. Sie studierte Mathematik, Physik, Erziehungswissenschaft und Philosophie. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Argumentations- und Beweisprozesse, International Vergleichende Forschung und eine soziologische Perspektive auf Mathematikunterricht.

David A. Reid war Hochschullehrer an der Memorial University of Newfoundland und an der Acadia University. Seit 2011 lehrt er an der Universität Bremen. Seine Schwerpunktthemen sind: Beweise im Mathematikunterricht, Problem orientierter Unterricht, Soziale Ungleichheit im Mathematikunterricht, der Vergleich pädagogischer Ansätze und Interventionen für Schüler zu Beginn der Schulzeit.

Maike Vollstedt ist Professorin für Didaktik der Mathematik mit Schwerpunkt in der Sekundarstufe. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört die Entwicklung einer sinnorientierten Mathematikdidaktik, die Bedeutung von Mathematik im Beruf, die Blickbewegungsmessung beim mathematischen Problemlösen und die international vergleichende Perspektive auf mathematische Bildungsprozesse.

Aktualisiert von: Isabell Harder